Autor Thema:  Ein kleiner Guide für 1/35 WKII Figuren Bilderlinks restauriert 8.2.2018  (Gelesen 76557 mal)

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Dragonfan

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Ein kleiner Guide für 1/35 WKII Figuren
« Antwort #15 am: 24. Dezember 2006, 14:09:57 »
USA Panzer- und Infanterieuniformen:

Die von den USA im WKII am häufigsten benutzten Uniformfarben waren 922 USA Uniform Green, 988 Khaki und 889 USA Olive Drab. Am Beispiel einer Panzerbesatzung will ich hier die Bemalung zeigen. Bei beiden Figuren habe ich den Anorak mit 988 Khaki, und die Schutzhelme mit 889 USA Olive Drab bemalt. Der Soldat mit dem Kanister bekam eine Hose aus Olive Drab, während die des Pistolenschützen aus 922 USA Uniform Green besteht. Die Gamaschen wurden ebenfalls mit 988 Khaki bemalt. Das Innenfutter der Anoraks und die Gürtel sind aus 50% Khaki und 50% Olive Drab.



Zum Schattieren des Khakis benutze ich Verdünntes 871 Leather Brown. Das USA Uniform Green wird mit 979 Dark Green und das Olive Drab mit 950 Black schattiert.



Der Khaki Hochton besteht aus 50% 988 Khaki und 50% 976 Buff, während die Hochtöne für die grüne Hose aus 50% 922 USA Uniform Green und 50% 954 Grüngelb bestehen. Die Olive Drab Lichter mixe ich aus 50% 889 USA Olive Drab und 50% 988 Khaki.



Als nächstes Rauchtarnmuster

MFG Thorsten

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« Letzte Änderung: 07. Februar 2018, 20:15:58 von Dragonfan »
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KlausH

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Ein kleiner Guide für 1/35 WKII Figuren
« Antwort #16 am: 24. Dezember 2006, 14:16:40 »
Hi Thorsten,

prima Infos, die du uns hier gibst! :P Irgendwann trau ich mich auch mal an eine Figur...

Schöne Grüße :winken:
Klaus

Dragonfan

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  • Thorsten Wöhrmeyer
Ein kleiner Guide für 1/35 WKII Figuren
« Antwort #17 am: 24. Dezember 2006, 14:19:52 »
Rauchtarnmuster:

Herbstseite:
Dieses schöne, aber unter Modellbauern nicht gern bearbeitete Tarnmuster ist gar nicht so schwierig wie immer behauptet wird. Als Grund wird dafür 824 Camuflage Orange Ocker benutzt. Nun werden mit stark verdünntem 992 Neutral Grey einige „Schlieren“ und Tupfen aufgemalt. Die Farbe sollte dabei nicht Decken!!!! Der Vorgang wird mit 826 Camuflage Medium Brown wiederholt, und nach dem Trocknen werden auch hier die Nähte mit 822 Camuflage Black-Brown betont.




Sommerseite:

Auch bei dieser Uniform ist die Basisfarbe wieder einmal 825 Camuflage Violett Brown. Im zweiten schritt wird wie oben beschrieben aus 833 Hellgrüne Tarnung der erste teil des Tarnmusters erzeugt. Nun muss man noch den zweiten „Schleier“ aus verdünntem 979 Dark Green aufmalen und die Nähte mit verdünntem 822 Camuflage Black-Brown nachmalen.




Als nächstes werde ich mal was zur auflockerung dazwischenschieben: Diobases

MFG Thorsten

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« Letzte Änderung: 07. Februar 2018, 20:24:12 von Dragonfan »
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Dragonfan

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  • Thorsten Wöhrmeyer
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« Antwort #18 am: 24. Dezember 2006, 14:38:02 »
Dioramenbasen und Vignetten:

Da  manche Kleinserienhersteller auch komplette Szenen nachbauen, sind dementsprechend natürlich auch die passenden Handlungsorte als kleine Vignette beigefügt.

Diese Vignetten, oder auch Dioramen-Basis genannt, sind wie die Figuren meist aus Gießharz hergestellt und daher auch nur mit Sekundenkleber zu verkleben. Da Gießharz, oder auch Resin, genannt die unangenehme Eigenschaft hat, je nach Material und Mischungsverhältnis, zu schrumpfen, ergeben sich natürlich Probleme.
Zum Bau:
Resinteile werden meist in einteiligen Formen gegossen. Diese Formen haben eine Einfüllöffnung, auch Senker genannt. Nachdem das Harz eingefüllt wurde, wird die Form in eine Vakuumkammer entlüftet, damit alle Luftblasen, die sich beim Mischen des Harzes evtl. gebildet haben, entweichen können. Nach dem Aushärten wird das Werkstück einfach aus der Form herausgezogen und die Form kann wieder verwendet werden. An unserem Werkstück haben wir aber nun diesen klobigen Senker, der sich bei größeren Teilen schon mal über die ganze Länge ziehen kann. Bei Kleinteilen ist das Entfernen kein Problem; während bei großen Teilen auf Handwerkszeug wie Säge oder Bandschleifer zurückgegriffen werden muss.

ACHTUNG: RESINSTAUB IST LUNGENGÄNGIG UND KANN KREBS VERURSACHEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!ATEMSCHUTZ TRAGEN!!!
Die aufgrund des Schrumpfens und Verziehens der Resinteile entstandenen Spalten müssen nun nur noch verspachtelt werden. Meine Empfehlung hier: „Milliput Superfine“ oder „Pattex Power Knete“ . Beides sind 2-Kompnenten Spachtelmassen bei denen man eine A und eine B Komponente zusammenkneten muss. Beim Milliput hat man zwei Knete-Würste, von denen man zwei gleich lange Stücke abschneiden und miteinander vermengen muss. Bei der Pattex Knetmasse sind diese Komponenten in einem Strang vereint (Die A Komponente liegt innen und die B Komponente außen herum.). Man braucht nur noch eine Scheibe abschneiden, durchkneten und zügig verarbeiten, denn die offene Zeit liegt bei 4-5 Minuten. Das Milliput lässt sich länger verarbeiten (ca. 1 Stunde) und hat noch eine Überraschung parat: Wenn die Spalte geschlossen ist, kann die Spachtelmasse mit einem Borstenpinsel und warmen Wasser glatt gestrichen werden. Man kann also sagen, dass das Milliput mit Wasser quasi verdünnt werden  kann. Nach Trocknem und erneutem Schleifen ist die Naht fertig. Nun wird die Vignette noch in Seifenlauge gereinigt und zum Trocknen weggestellt.


 
Gut zu erkennen: Die gespachtelte Rückseite und die Spalten auf der Frontseite.

Die Bemalung:
Als Erstes wird die Vignette aus den gleichen Gründen wie die Figuren grundiert. Ich benutze hierzu Tamiya Matt Schwarz. Als Grundfarben für die weitere Bemalung wurden  982 Cavalery Brown für das Mauerwerk, 971 Grey - Green für den Putz, 843 Cork Brown für Holz sowie 868 Dark Seagreen und 992 Neutral Grey  für Pflaster und Gehwegplatten verwendet.



Im nächsten Schritt werden einzelne Steine des Mauerwerks mit verschiedenen Rottönen bemalt. Diese können von Rot-Violett bis zu einem dunklen Rosa variieren, da Backsteine je nach Materialzusammensetzung und Temperatur beim Brennen Verfärbungen in diesem Farbspektrum aufweisen. Alte Backsteinkirchen sind hierfür ein sehr schönes Beispiel.
Die Vertiefungen der Pflastersteine werden mit 1:3 verdünntem 896 Extra Dark Green und die Gehwegplatten mit 868 Dark Seagreen nachgezogen. Nun folgt der schwierige Teil: Das Waschen mit Acrylfarben. Aufgrund der Oberflächenspannung des Wassers verteilen sich die Pigmente der Farbe nicht so wie man es evtl. von Ölfarben gewohnt ist. Außerdem müssen die Acrylfarben noch viel stärker verdünnt werden!!!!!! Als Minimum muss hier 1:8 gelten!!
Hinzugeben von Spülmittel ist auch hier wieder sehr hilfreich. Die Vignette wird nun bis auf die Holzteile mit verdünntem Schwarz gewaschen. Beim Putz beschränke ich das Washing auf Ränder, Vertiefungen und Bruchkanten. Die Holzteile müssen nun nur noch mit 2-3 Lagen Verdünnten 871 Leather Brown lasiert werden. Als Abschluss folgt noch ein Drybrushing mit  992 Neutral Grey.



Um die Vignette zu komplettieren, müssen nur noch die Figuren aufgeklebt, und das ganze mit Pastellkreiden oder Pigmenten eingestaubt werden.



Als nächstes: Eichenlaubmuster und Abarten

MFG Thorsten

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« Letzte Änderung: 07. Februar 2018, 20:31:23 von Dragonfan »
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  • Thorsten Wöhrmeyer
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« Antwort #19 am: 24. Dezember 2006, 21:52:26 »
Eichenlaubtarn und Abarten:
Die schon früh im WKII auftauchenden Tarnschlupfhemden und Uniformen werden häufig unter dem Sammelbegriff Eichenlaubtarn mit Sommer und Herbstseite zusammengefasst. Hier gibt es aber schon vom Tarnmuster mindestens 4 Variationen: Platanenmuster, Palmenblattmuster, Eichenlaubmuster und das beringte Eichenlaubmuster. Diese unterscheiden sich zum einen in Farben, und Mustern und zum anderen in der Reihenfolge,  wie die Farben beim Original auf den Stoff gedruckt wurden.


Beringtes Eichenlaubtarnmuster Sommerseite:

Zuerst wird die Tarnjacke mit 825 Camuflage Violett Brown bemalt:



Nun folgen die ersten Tarnflecken mit 979 Braungrün:



Als nächstes werden die Innenräume der Tarnflecken mit 830 Feldgrau so ausgemalt, dass ein Rand der Ursprungsfarbe stehen bleibt.



Nach der gleichen Vorgehensweise wird jetzt mit 833 Hellgrüne Tarnung weitergemalt. Hierbei sollte man schon einige Tupfen zur Auflockerung setzen.



Als letztes wird noch ein Mix aus 50% 833 Hellgrüne Tarnung + 50% 954 Grüngelb aufgetragen:



Die fast fertige Figur mit bemalten Details:




Beringtes Eichenlaubtarnmuster Herbstseite:

Als Grundierung für dieses Tarnmuster nehmen wir 929 Light Brown, auf das wir einige Flecken aus 873 US Field Drab aufmalen.



Diese Flecken werden nun mit 822 Camuflage Brown Black „Zittrig“ umrandet. Außerdem werden einige Kringel auf die Grundfarbe gemalt. Zum Schluss muss man nur noch die dunklen Flächen durch ein paar Tupfen Light Brown und Field Drab auflockern.



Eine weitere möglichkeit das beringte Eichenlaubmuster darzustellen besteht darin den betreffenden Uniformteil mit 992 Neutral Grey zu grundieren. Auf diese Grundierung tragen wir Flecken und Punkte mit 822 Camuflage Brown auf. Im nächsten Schritt werden in die dunklen Flecken und auf die graue Grundfarbe Muster aus 873 US Field Drab aufgemalt. Als Letztes werden vieeele kleine Punkte aus 929 Light Brown auf das vorhandene Muster aufgetupft. Ziel ist es sowohl auf den Field Drab, als auch auf dem Camuflage Brown kleine zusammenhängende Flächen zu erzielen, so dass von den übertupften Farben nurmehr die Ränder zu sehen sind.




Als nächstes Platanenmuster

MFG Thorsten

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« Letzte Änderung: 07. Februar 2018, 20:43:50 von Dragonfan »
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Ein kleiner Guide für 1/35 WKII Figuren
« Antwort #20 am: 25. Dezember 2006, 16:56:36 »
Platanenmuster:

Das Platanenmuster ist dem beringten Eichenlaubmuster farblich sehr ähnlich, es unterscheidet sich nur im Muster der Tarnung.

Sommerseite

Bei der Sommerseite wird wie schon bei anderen Tarnuniformen 825 Camuflage Violett Brown benutzt, auf welches einige Flecken und Tupfen aus 833 Hellgrüne Tarnung aufgebracht werden.



Jetzt Folgen noch einige Tupfen und Flecke aus 857 Golden Olive, bevor auch hier wie schon bei der Herbstseite ein „Siebmuster“ aus 979 Dark Green über die ganze Uniform gemalt wird. Nach der betonung der Details mit Verdünntem 822 Camuflage Brown Black ist auch diese Uniform fertig.



Herbstseite:
Zunächst wird mit 929 Light Brown grundiert. Danach folgen einige Flecken in 992 Neutral Grey die mit 873 US Field Drab umrandet werden. Auch sollten jetzt einige Tupfen mit dieser Farbe aufgetragen werden.



Als letzte Farbe benötigt man 822 Camuflage Brown Black, mit dem teilweise ein „Siebmuster“ aufgemalt wird. Hier auch ein paar Tupfen aufbringen. Zum Schluss zieht man die Nähte und Vertiefungen mit Verdünntem 822 Camuflage Brown Black nach und fertig ist die Herbstseite.



Als Nächstes Buchtip zu Deutschen WKII Uniformen

MFG Thorsten

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« Letzte Änderung: 07. Februar 2018, 21:02:37 von Dragonfan »
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« Antwort #21 am: 25. Dezember 2006, 17:08:45 »
Waffen SS Camuflage Uniforms & Post-War Derivatives



Autor: Daniel Peterson

Verlag: Crowood Press

ISBN: 1-86126-474-7

Erscheinungsjahr: 1995

Sprache: englisch

Inhalt: 64 Seiten Softcover, mit farbigen Photos der verschiedenen Uniformen die mit 
            entsprechenden Ausrüstungsgegenständen passend in Szene gesetzt werden

Preis: Ca 20€

Besprechung: Dieses Buch beschäftigt sich ausschließlich mit den SS-Tarnuniformen des
WKII und deren Nachkriegsabwandlungen. Ursprünglich wurde es  für    Uniformsammler geschrieben, um Orginale von Fälschungen zu unterscheiden, was dem nutzen für uns Modellbauer natürlich nicht schadet. Zum Beispiel kann man anhand von Nahaufnahmen sehr schön die Reihenfolge der aufgedruckten Farben und somit auch der Fertigungstechnik erkennen.
An Tarnmustern werden hier behandelt: Platanenmuster, Rauchtarnmuster, Palmenmuster, Eich-Platanenmuster, Beringtes Eichenlaubmuster und Eichenlaubmuster jeweils mit Sommer- und Herbstseite. Die einfachen WKII Tarnmuster Erbsenmuster, Leibermuster, sowie das bekannte Italienische Tarnmuster und die Ungarische Tarnuniform

Die Nachkriegsmuster  erstrecken sich vom DDR Flächentarnmuster über diverse Leibermuster abarten der Schweiz der BRD und der Tschechei hin bis zu verschiedenen Truppenversuchen der Bundeswehr (Sägezahn- und Punktmuster) bis zur heutigen Flecktarnuniform der Bundeswehr.

Fazit: Wer sich mit Dioramen- und Figurenbau beschäftigt und sich nicht immer mit den
recht spärlichen Farbangaben und bescheidenen Mustervorlagen auf der
Kartonrückseite zufrieden gibt. Ist mit diesen Buch bestens bedient.


                             Wehrmacht Camuflage Uniforms & Post-War Derivatives



Autor: Daniel Peterson

Verlag: Crowood Press

ISBN: 1-85915-005-5

Erscheinungsjahr: 1995

Sprache: englisch

Inhalt: 64 Seiten Softcover, mit farbigen Photos der verschiedenen Uniformen die mit 
            entsprechenden Ausrüstungsgegenständen passend in Szene gesetzt werden

Preis: Ca 20€

Besprechung: Dieses Buch beschäftigt sich ausschließlich mit den Tarnuniformen der
Wehrmacht im WKII und deren Nachkriegsabwandlungen. Wie schon das Buch über die SS-Tarnuniformen, wurde es für Uniformsammler geschrieben, um Orginale von Fälschungen zu unterscheiden, was dem nutzen für uns Modellbauer natürlich nicht schadet. Auch in diesem Buch sind anhand von Nahaufnahmen sehr schön die Reihenfolge der aufgedruckten Farben und somit auch der Fertigungstechnik erkennen.

An Wehrmachts-Tarnmustern werden hier behandelt: Heeres Splittermuster 31 mit Sommer und Herbstseite, Luftwaffe Splittermuster 41, Wehrmachts-Sumpfmuster 43 und 44.

Die Nachkriegsmuster beinhalten Splittermuster der BRD, Polens, der Schweiz
und Bulgariens. Weitere Variationen des Sumpfmusters aus der Tschechei
Bulgarien, der Schweiz und der BRD. Außerdem werden die Strich- und
Regentropfenmuster der DDR bearbeitet.

Fazit: Wer sich mit Dioramen- und Figurenbau beschäftigt und sich nicht immer mit den
recht spärlichen Farbangaben und bescheidenen Mustervorlagen auf der
Kartonrückseite zufrieden gibt, ist mit diesen Buch bestens bedient.

Als nächstes Eichenlaubmuster

MFG Thorsten

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« Letzte Änderung: 07. Februar 2018, 21:05:56 von Dragonfan »
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« Antwort #22 am: 30. Dezember 2006, 01:50:54 »
Eichenlaubmuster:

Auch hier sind die ersten drei Arbeitsschritte wie bei dem Platanenmuster. Grundierung in 929 Light Brown mit Flecken und Tupfen aus 992 Neutral Grey, die mit 873 US Field Drab umrandet werden. Einzig das Muster sollte etwas feiner gehalten werden.



Im Unterschied zum Platanenmuster wird hier als Schlussfarbe 826 Camuflage Medium Brown benutzt (Ist auf dem Foto leider nicht so gut zu erkennen.). Den endgültigen Abschluss bildet auch hier wieder einmal das Betonen der Nähte mit 822 Camuflage Brown Black.



Als nächstes Fallschirmjäger Knochensack

MFG Thorsten

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« Letzte Änderung: 07. Februar 2018, 21:09:21 von Dragonfan »
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« Antwort #23 am: 30. Dezember 2006, 01:55:36 »
Luftwaffen Fallschirmjäger:

Auf die von den deutschen Fallschirmjägern in den ersten Jahren des Krieges getragene Sprunguniform (Knochensack genannt) möchte ich hier einmal eingehen. Die späten Versionen dieses Knochensackes sind im oben schon beschriebenen Luftwaffen Splittermuster getarnt, während die frühen Knochensäcke einfarbig waren. Die Hosen waren in beiden Fällen gleich. Der Knochensack wird in 833 Hellgrüne Tarnung  und die Hose in 823 Luftwaffe Camuflage Green grundiert. Die Schatten sind beim Knochensack aus 979 Dark Green und werden bei der Hose aus 896 Extra Dark Green aufgemalt.



Bei den Hosen des Knochensacks werden die Lichter mit 833 Hellgrüne Tarnung aufgebracht, während man beim Knochensack selber mit einem Mix aus 50% 833 Hellgrüne Tarnung und 50% 954 Grüngelb aufhellt. Die Nähte der Hose kann man mit dem üblichen 822 Camuflage Brown Black betonen, während man beim Knochensack auf die Basisfarbe der Hose zurückgreift.



Als nächstes Sumpfmuster 43

MFG Thorsten

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« Letzte Änderung: 07. Februar 2018, 21:12:32 von Dragonfan »
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« Antwort #24 am: 30. Dezember 2006, 02:02:10 »
Sumpfmuster 43:

Zur Grundierung kann man bei dieses, zum ende des Krieges weit verbreiteten, Tarmusters, wie beim Heeres Splittermuster 821 German Beige Camuflage bzw. 988 Khaki benutzen. Auf diese Grundfarbe werden nun ähnlich dem Splittermuster Haken und Winkel aus 843 Cork Brown und 833 Hellgrüne Tarnung aufgebracht.



Nun werden in diese Tarnflecken weitere Muster  aus 979 Deep Green und 984 Flat Brown aufgemalt. Diese Muster sollten jedoch nicht über die zuerst gemalten Tarnflecken hinausragen!! Der Sinn und Zweck beim Orginal war, dass man mittels eines blasser gehaltenen Farbrandes die Kontraste verringern wollte. Zu Guter letzt folgt auch hier das Regentropfenmuster mit dem 0.05mm Fasermaler.



Als nächstes Russische Panzeruniform (Früh)

MFG und guten Rutsch

Thorsten

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« Letzte Änderung: 07. Februar 2018, 21:17:24 von Dragonfan »
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« Antwort #25 am: 30. Dezember 2006, 20:29:28 »
Diese Figurenbeschreibung fällt leider  von den Bildern her etwas Spärlicher aus, weil ich ohne Camera  drauflosgemalt habe Sorry: :D

Der Grundton für diese Uniform besteht aus 964 Field Blue. Die Schatten mischte ich aus 50% 964 Field Blue und 50% 995 German Grey, wohingegen die Lichter aus 75% Field Blue und 25% 841 Andrea Blue bestehen. Das 841 Andrea Blue ist erstaunlich dominant!!!!



Als nächstes Sumpfmuster 44

MFG Thorsten

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« Letzte Änderung: 07. Februar 2018, 21:20:29 von Dragonfan »
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« Antwort #26 am: 31. Dezember 2006, 00:05:05 »
Sumpfmuster 44:

Das Sumpfmuster 44 ist eine Weiterentwicklung des Sumpfmusters 43. Der augenfälligste unterschied zwischen beiden Tarnmustern ist, dass beim Muster 43 der übergang von den Tarnflecken auf die Basisfarbe in zwei stufen und mit relativ scharfen Kontrasten vor sich geht, wohingegen bei dem Sumpfmuster 44 ein stufenloser übergang realisiert werden muss. Ein weiterer unterschied ist die veränderte Basisfarbe (Nach den mir vorligenden Quellenmaterial). Ich benutze hierfür 824 Camuflage Orange Ocker. Auf diese Basisfarbe werden nun aus verdünntem 970 Deep Green Tarnflecken aufgebracht. Im nächsten Schritt wird der Tarnfleck mit der gleichen Farbmischung noch einmal nachgezeichnet, nur sollte ein kleiner Rand um die Außenkontur ausgelassen werden. Im folgenden Schritt verfährt man genauso, nur dass dieses mal ein kleiner Rand vom letzten schritt stehengelassen wird. So gewinnt der Tarnfleck von außen nach innen an Intensität.



Nun werden mit 859 Cadmium Maroon die anderen Tarnflecken nach der eben beschriebenen Methode aufgebracht. Für diese art der Bemalung gilt: Je mehr schichten, d.h. mehr abstufungen, desto harmonischer ist der übergang der Farben. Ich habe mich hier mal mit drei Schichten begnügt. Als Abschluss muss man nur noch die Regentropfen mit dem 0.05 Fasermaler auftragen.



Zum Schluss noch ein Bild, dass die unterschiede der Tarnmuster zeigt. Oben Sumpfmuster 44 unten Sumpfmuster 43.



Als nächstes: Deutsche Panzeruniform (Schwarz)

MFG Thorsten

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« Letzte Änderung: 07. Februar 2018, 21:24:59 von Dragonfan »
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« Antwort #27 am: 31. Dezember 2006, 17:57:50 »
Schwarze Panzeruniform:

Da man mit schattieren hier nichts mehr erreichen kann, empfehle ich nach der Basisfarbe 950 Black die hervorspringenden Kleiderfalten mit einem mix aus 75% 950 Black und 25% 995 German Grey zu betonen. Das sieht auf dem Bild wegen dem Blitz viel heller aus als es in Wirklichkeit ist.



Eine ander Möglichkeit ist die Figur mit 333 German Tankcrew aud der "Panzer Aces" Farbreihe von Vallejo zu grundieren. Dieser Farbton ist ein Sehr dunkles Braungrau, das ein wenig an Braunkohle erinnert. Für die Schatten mischen wir diese Farbe mit 950 Black im Verhältniss 50/50. Für die Lichter wire die Basisfarbe mit 337 German Tankcrew Highlight (Panzer Aces) im verhältniss 50/50 gemischt. Diese Farbe ist ein dunkles Erdbraun etwa wie 822 Camuflage Brown Black.



Als nächstes Palmenblattmuster

Mfg Thorsten

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« Letzte Änderung: 07. Februar 2018, 21:28:35 von Dragonfan »
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« Antwort #28 am: 31. Dezember 2006, 18:01:56 »
Palmenblattuniform:

Sommerseite:

Die Basisfarbe der Sommerseite ist wie bei vielen anderen Tarnuniformen auch 825 Camuflage Violett Brown, auf das nun „Streifen“ und Tupfen aus 833 Hellgrüne Tarnung gemalt werden. Diese Streifen und Flecken bekommen jetzt eine Umrandung aus 979 Dark Green. Diese sollten im Orginal einen Kontrast zu den hellen Grün bilden und ähnlich wie bei der Hinterhaltstarnung der späten Deutschen Panzer Licht und Schatten simulieren. Abschliessend werden auch hier die Nähte mit verdünntem 822 Camuflage Black-Brown nachgemalt.



Als nächstes Winteranorak wendbar Weiß/Mausgrau

MFG Thorsten

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« Letzte Änderung: 07. Februar 2018, 21:31:15 von Dragonfan »
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« Antwort #29 am: 31. Dezember 2006, 18:46:16 »
Wendbarer Winteranorak Weiß/Mausgrau

Mausgrau:

Nach der Basisfarbe Basis 992 Neutral Grey werden die schatten mit 869 Basalt Grey gemalt. Als Lichter verwende ich 25% 990 Light Grey und 75% 992 Neutral Grey. Auch hier ist die hellere Farbe erstaunlich dominant.



Als nächstes: Ja wie jetzt?? Hab keine Figuren mehr Wääääää!!! ;(

Ich muss mich jetzt erst mal meinen anderen Projekten widmen. Daher werde ich von Zeit zu Zeit nal ein Update machen und gegebenenfalls Bilder austauschen (Ja die Gesichter sind die nächsten Tage noch an der reihe).

Falls es Fragen, Anregungen oder Kritik gibt, nur raus damit. Ich bin für jedes Feedback dankbar!!!!

Ach ja eh ich es vergesse: Das Sommer-Rauchtarnmuster ist auch sofort online

So Guten Rutsch ins neue Jahr

Thorsten

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« Letzte Änderung: 07. Februar 2018, 21:35:15 von Dragonfan »
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