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 Wie halte ich meine Aztek 470 in Schuß?**A470**

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han solo:
Erst mal vorneweg, das ist mein erstes Thema mit Bildern hier :rolleyes:.
Daher hoffe ich mal, dass alles klappt und die Bilder auch von jedem zu sehen sind.

Über die Aztek gibt es ja durchaus heiße Diskussionen. Taugt sie was oder nicht. Die einen verteufeln sie, die anderen lieben sie (zu letzteren gehöre ich).
Die Pistole ist grundsätzlich nicht mit den meisten sonstigen zu vergleichen, da sie im Aufbau und somit in der Handhabung anders ist als "übliche" Pistolen.
Ihr größtes "Manko" ist das Sauber halten. Wenn man es aber richtig macht, ist sie leichter zu reinigen als jede andere.

Und wie das geht möchte ich hier nun zeigen.

Erst mal die Pistole von außen...



und jetzt mal geöffnet...



Was ist hier nun zu beachten?
Die Problemstelle ist direkt beim Metallring. direkt hinter diesem Ring sind oben und unten zwei kleine Löcher, in die unter Umständen Farbe reinlaufen kann. Ebenso kann innen von vorn, dort wo der Metallstift zur Betätigung der Nadel austritt Farbe nach hinten laufen. In beiden Fällen verklebt der Metallstift, wodurch die Nadel nicht mehr richtig betätigt werden kann. Ergebnis ist eine ungenaue Farbdosierung, bzw. überhaupt keine Farbmischung.

Wenn es schon soweit ist, dann muß die Pistole zerlegt werden. Die Gehäusehälften sind nur zusammengeklippst, können also mit Hilfe eines Messers oder eines kleinen Schraubenziehers auseinandergenomen werden. ACHTUNG! Vorsichtig sein!
Ein kleines Stück steckt vorn in dem Metallring, daher mit dem Auseinandernehmen von hinten beginnen und dann eine Hälfte nach hinten ziehen. Höchstwarscheinlich fallen dabei die Einzelteile der Mechanik auseinander. Macht nichts, da sie sowieso zerlegt werden muss.

Wo muss gereinigt werden? In dem schwarzen Teil rechts, unmitelbar hinter dem Metallring. Dazu muss das kleine weiße Kunststoffteil entfernt werden, ist mit einer Feder gespannt. drunter befindet sich der Metallstift, der in einem Loch nach vorn steckt. Hier alles reinigen. Dazu kann auch Nitroverdünner verwendet werden. Das macht dem Kunststoff nichts.

Danach alles wieder zusammenbauen, und sie funktioniert wieder wie neu.

Man sollte die Pistole allerdings nur im Notfall zerlegen, wenn nichts Anderes mehr hilft, da hier natürlich die Gefahr besteht etwas zu beschädigen.

han solo:
Jetzt zeige ich Euch, wie ich sie reinige und dadurch Fehlfunktionen vermeide.



Nach der Arbeit mit ihr wird sie erst mal mit Verdünner durchgesprüht. 1-2ml reichen. Dann wird die Düse abgeschraubt und in Verdünner gelegt. Die Pistole selbst schwenke ich in Verdünner aus.



Danach wird mit Druckluft in alle Öffnungen geblasen.



Mit der Düse wird genauso verfahren, erst hinten dann vorn kurz reinblasen, fertig.

Mehr ist es nicht.

han solo:
Und nun noch was für Fortgeschrittene:
Das Zerlegen und Reinigen einer Düse.



Hier die Düse




1. Das Innenteil rausziehen (mit Gefühl)




2. Die Nadel rausziehen. Auf die Nadelspitze achten.




3. Meine Reinigungsmittel: Wattestäbchen und Microbrush





4. Mit der Microbrush innen reinigen und dann ausspülen





5. Die Feder von der Nadel ziehen und in Verdünner legen. Die Nadel mit dem Wattestäbchen vorsichtig reinigen.





6. Die Feder mit einer Zahnbürste reinigen.




7. Danach dann alles wieder zusammenbauen.

Das mache ich höchstens einmal im Jahr.

Ich hoffe, damit dem einen oder anderen geholfen zu haben. Für Fragen stehe ich immer zur Verfügung. :winken:

Dragonfan:
Hallo Han Solo

Mir ist vor zwei Jahren der "Luftmengenregler" (Frechheit das Dingen so zu nenen  :5: ) kaputt gegangen. Gemeint ist das Hellgraue Teil  auf dem zweiten Bild in Han´s Startthread. Von rechts kommt der blaue Schlauch vom Düsenkopf, und von Links der durchsichtige vom Luftanschluss. Dieser "Luftmengenregler" ist ein Witz in Tüten (bzw. Plastikhalbschalen ) bei dem ein Gummischlauch in einer Röhre durch einen Plastikpin zugequetscht wird. Und eben dieser Pin war abgebrochen - obwohl in einem gehäuse geschützt. Solide Amerikanische Wertarbeit - kein Wunder dass Atztek die Garantiezeit von Lebenslänglich auf drei Jahre reduziert hat, bei striktem Verbot die Airbrush zu öffnen. Kleben kann man den Kunststoff nicht (Ich denke Duroplast??) beholfen habe ich mich mit einer kleinen Spax-Schraube die ich in den Plastik schraubte und zurechtschliff. Den blauen schlauch habe ich nach einer Leckage durch ein Stück eines Q-Tips ersetzt.

Nochmal zu dem "Luftmengenregler zurück: Es müsste doch möglich sein ein kleines Ventil zu aus Messing zu konstruieren und das Plastilglump zu ersetzen!!!! (Burkhard liest Du mit??).

Ansonst bin ich mit der Atrztek wegen der Wechseldüsen sehr zufrieden und das Säubern finde ich nicht schlimmer als bei anderen Airguns mit innenmischung.

MFG Thorsten

Der Lingener:
Lieber Han Solo,
danke für diesen thread. Ich hoffe, andere Aztek-Geplagte (oder eben auch die Aztek-Liebhaber :pffft:) werden sich anschließen und ihre Erfahrungen beim Reinigen "ihrer" Plastik-Spritze zum Besten geben. Ich selbst habe ja mittlerweile eine Evo und möchte sie (alleine wegen der 0,15er Nadel!) nicht mehr missen: soo feine Linien und freihändige Tarnmuster gelangen mir mit der 0,3er fineline-Düse nie. Aber ich möchte meine gute, alte Aztek dennoch wieder in Schuss bringen und dafür ist Dein neuer thread einfach himmlisch. Passend zu Weihnachten ein schönes und nützliches Geschenk!
"Danke, lieber Weihnachts-Solo"
sagt
Michael

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