Autor Thema:  Wer druckt womit?  (Gelesen 6760 mal)

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Re: Wer druckt womit?
« Antwort #45 am: 14. November 2018, 07:40:49 »
Moin Guido,
 jupp ist erledigt danke
Grüße Axel

Maesi

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Re: Wer druckt womit?
« Antwort #46 am: 27. November 2018, 05:44:23 »
Spiele auch mit dem Gedanken mir einen Drucker anzuschaffen, was haltet Ihr von diesem hier?

https://youtu.be/IEfPrPXcbEY

https://youtu.be/--kqtm2e8pM

M. :winken:

Leitplanke

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Re: Wer druckt womit?
« Antwort #47 am: 27. November 2018, 07:09:27 »
Hallo Maesi,

Nun ja… von einem FDM 3D Drucker halte ich Persönlich nicht viel, will man diesen im Modellbau nutzen. Jeder Modellbauer möchte die Details an seinen Modellen Sauber und Maßstabsgerecht wiedergeben und erkennen. Ich selber hatte Damals mir einen ULTIMAKER+ FDM Drucker Diy Kit gekauft…. Der Zusammenbau hat Spaß gemacht, das Drucken damit aber nicht. Je kleiner die Objekte wurden desto ungenauer wurden die Druckergebnisse. Die meiste Zeit war ich damit beschäftigt die geeignete Einstellung zu finden damit ich überhaupt was damit machen konnte. Das war für mich nicht Sinn und Zweck einer solchen Anschaffung. Zudem siehst Du immer eine Schicht Bildung die bei einem FDM Drucker dicker ist als bei den SLP/ DLP Druckern. Auch die Schicht Dicke, die Du mit einem FDM Drucker hin bekommst liegen im Vergleich zu einem SLP bzw. DLP Drucker Welten zwischen. Auch wenn ein SLP/ DLP Drucker wie z.b. der Anycubic Photon von seiner Handhabung mit dem Flüssigen Resin erst mal abschreckt, so gewöhnt man sich sehr schnell dran das man die gedruckten Bauteile in Isopropanol abwaschen muss und auch die Resin Wanne nach Gebrauch Säubern muss. Allerdings sind die Druck Ergebnisse dann umso besser um nicht zusagen Top und reichen schon so gut wie an die Ergebnisse mancher 4000€ Geräte. Zum Endaushärten der Bauteile sollten diese noch ca. 5 -10 min. unter eine UV Lampe liegen. Danach kannst Du diese schleifen und Lackieren. Dieser Drucker Kostet zwischen 400€ – 500 € je nach Händler und ist jeden Euro wert.

Dieser Dachbügel an dem Modell ist z.b. mit diesem DLP Drucker erstellt worden.




Wie gesagt, wenn ich die Wahl hätte zwischen FDM und SLP/ DLP 3D Drucker würde ich jetzt immer ein SLP/ DLP Gerät vorziehen.


Gruß

Guido
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Maesi

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Re: Wer druckt womit?
« Antwort #48 am: 28. November 2018, 05:18:16 »
Hallo Guido,

Vielen Dank für Deine klärenden Worte  :P . Werde mir das gesamte Thema jetzt mal intensiv zur Brust nehmen und bei weiteren Fragen an dieser Stelle laut geben.

M. :winken:

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Re: Wer druckt womit?
« Antwort #49 am: 29. November 2018, 09:31:31 »
Mir ist die Aussage zu pauschal, dass ein FDM-Drucker für Modellbau nicht taugt. Für große Teile macht ein solcher durchaus Sinn, da mal wesentlich größere Teile zu einem viel günstigeren Kurs drucken kann. Ich drucke regelmäßig große Sachen - mittlerweile Flugzeuge in 1/32 - und ich wünschte, ich hätte für diese Sachen einen FDM, denn der Spaß kostet wegen des Materialpreises ein kleines Vermögen mit meinem Photon.
Ich für meinen Teil brauche einen DLP bzw SLA für kleine, detaillierte Teile und einen FDM für große, grobe, die eh nachbearbeitet werden müssen. Einen DLP habe ich, einen günstigen FDM werde ich demnächst anschaffen.

Leitplanke

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Re: Wer druckt womit?
« Antwort #50 am: 29. November 2018, 09:44:03 »
Hallo Ben,

nun ja letztendlich muss jeder für sicher selber entscheiden welche Qualität er für die geeignetste hält, darum habe ich ja auch geschrieben ... Ich Persönlich... Ich halte die FDM Drucktechnik weiterhin als ungeeignet, will man Detaillierte Objekte Maßstab Verkleinert damit Drucken. Zudem ist die Bearbeitung des Kunststoffes beim FDM Druck um ein vielfaches Problematischer weil das Material sich nicht so gut schleifen lässt, wie eben das UV ausgehärtete Resin. Aber nochmals! Das sind meine ganz eigenen Persönlichen Erfahrungen die ich mit dem FDM Druck gemacht habe.

Gruß

Guido
« Letzte Änderung: 29. November 2018, 12:11:10 von Leitplanke »
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Re: Wer druckt womit?
« Antwort #51 am: 29. November 2018, 12:02:38 »
Auch da sage ich nochmal - es kommt drauf an, was man druckt. FDM-Drucker können sowohl ABS als auch Polystyrol drucken, was sich genau so kleben und schleifen lässt wie ein 'normaler' Bausatz. Das weiter verbreitete PLA schleift sich aber tatsächlich schlechter, wegen seiner niedrigeren Schmelztemperatur. Und auch das habe ich schon mehrmals erwähnt: FDM für große, GROBE Teile, SLA/DLP für kleine, detaillierte.

Drache74

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Re: Wer druckt womit?
« Antwort #52 am: 21. Januar 2019, 21:39:29 »
Hallo zusammen,

in einem anderen Thread habe ich mich ja schon "geoutet", das ich ebenfalls auf dem Weg in die 3d Materie bin. Im Moment liebäugel ich ebenfalls mit dem Photon, aber auch der Form2 hat es mir angetan, aber der Preis schreckt mehr als ab. Und wenn ich das hier so lese, kommt der Photon relativ nahe an den Form2 von den Ergebnissen dran.

Was sind denn die Unterschiede zu beiden, wenn man die vergleichen würde? Ich habe bereits gegooglet, bin aber noch nicht schlauer geworden.

Und was mich eben auch interessiert, mit was für Programmen arbeitet ihr? Ich habe es ebenfalls auch in dem anderen Thread geschrieben, im Moment versuche ich was passendes für mich zu finden zwischen Sketchup, Blender, Skulptris und von Autodesk das Fusion360 und anderen. Ich beabsichtige, wenn es soweit ist, ein relativ breites Spektrum abzudecken, was sich von Bauteilen, über Zubehör für Dios, bis hin vielleicht mal zu Figuren oder anderen Wesen, erstreckt.

Aber ich glaube, wenn ein Drucker den Weg zu mir findet, wird es im Moment der Photon sein. Die Ergebnisse sehen sehr gut aus. Und der Preis geht auch.
Vielleicht könnt ihr mir hier ja noch ein paar Tipps geben, da ich noch recht am Anfang mit dem Thema stehe. Welche Dateien nimmt denn der Form2 und der Photon? Bzw. wie sieht es mit Ersatzteilen und Nachschub an Resin aus? Wo bekomme ich das und "muss" man das Zeug von Anycubic nehmen oder gehen auch andere Hersteller, die evtl sogar noch etwas günstiger wären?

Viele Grüße
Drache74
« Letzte Änderung: 21. Januar 2019, 21:53:17 von Drache74 »

Leitplanke

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Re: Wer druckt womit?
« Antwort #53 am: 22. Januar 2019, 10:14:35 »
Hallo Drache74,
ich stand am Anfang genauso da wie Du. Zuvor hatte ich immer den Formlabs2 im Kopf und wie toll der doch ist. Allerdings schrecke auch mich der Preis deutlich ab. Irgendwann wurde ich auf den Anycubic Photon aufmerksam und googlte nach dem Gerät bzw. Informationen dazu. Zwischenzeitlich stellte ich fest das auch befreundeter Modellbauer den bereits hat und damit Arbeitet. Was er mir dann berichtete war klar, das Gerät kaufste dir auch. Gesagt getan.
Sicher ist…. Der Formlabs2 ist Natürlich das bessere Gerät gegenüber dem Anycubic Photon. Beim Formlabs2 ´setzt man „nur“ eine Kassette mit Harz ein. Beim Anycubic Photon muss man das Händisch machen.
Die Software des Formlabs2 ist gegenüber dem Anycibic Photon ebenfalls besser und Komfortabler.
Letztendlich kommt es aber drauf an was hinten raus kommt. Sicher will man mit so was Geld verdienen ist der Formlabs die bessere Wahl. Möchte man solche Geräte für sein Hobby einsetzten ist der Anycubic Photon die erste Wahl.
Vergleicht man nun die Drucke des Formlabs2 gibt es auch hier Unterschiede. Diese sind aber so gering das das man dem Hobby Anwender ohne schlechten Gewissens den Anycubic Photon empfehlen kann.
Alleine der Preisunterschied von 4000 Euro für den Formlabs2 gegenüber dem Aycubic Photon für 400 Euro.  Alleine das ist schon ein Argument.
3D Zeichenprogramme;
Eigentlich kann man jedes 3D Zeichenprogramm verwenden mit dem man das Datei Format STL erzeugen kann. Letztendlich ist es diese Dateiendung  mit der man die Datei in der mitgelieferten Software weiter verarbeiten kann, sprich die Stützdrucke mit dieser erstellen kann. Das kann Sketchup sein das kann Blender sein aber auch genauso gut Inventor oder Rhino oder wie sie sich sonst noch alle so nennen. Wichtig ist immer nur dass das gezeichnete in einer STL Datei abgespeichert wird. Sei noch dazu gesagt das man die Auflösung der 3D Datei möglichst hoch einstellt damit dann die Freiflächen auch nicht kantig wirken.
Hat man dann das 3D Programm richtig gut im Griff, sind einem keine Grenzen mehr des Druckbaren gesetzt. Höchsten von der Baugröße, aber ansonsten kann so gut wie alles gedruckt werden was man Zeichnet.
Ein wenig Einarbeitung ist dann auch noch notwendig. Da wäre zum einen das Harz zum anderen dann auch die Einstellungen. Jedes Harz hat so gut wie andere einstellwerte. Da muss man dann schon etwas rum Probieren und es ist gut möglich das es nicht zu Beginn direkt so Funktioniert wie man sich das Vorstellt. Hat man aber ein Hatz gefunden wo auch die Einstellungen Optimal Funktionieren macht es richtig Spaß mit dem Gerät zu Arbeiten.
Auch muss das Positionieren der Bauteile gut überlegt sein da überhänge die nicht gestützt werden Fehldrucke bilden bzw. dann nicht gedruckt werden. Dazu muss man in der Software sich das geladene Objekt genau betrachten und schauen wo überhänge sind die nicht abgestützt sind. Auch die Kontakt punkte der Stützdrucke kann man von der Größe her wählen. Diese sollten immer der Größe des Objektes angepasst sein. Nicht zu groß und nicht zu klein. Vor allem sollte auch drauf geschaut werden das man die stützdrucke ohne Probleme entfernen kann und nicht so setzt das man später nicht mehr ran kommt.

Dann noch einen Tipp…. Die google suche. Mit „Anycubic Photon“ gibt es auch auf Youtube viele Filme zu dem Gerät was Einstellungen, Wartungen, Reparaturen als auch den Umgang mit der Software betrifft….  So hab ich mich an das Thema rangeführt….

Viele Grüße
Guido
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Drache74

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Re: Wer druckt womit?
« Antwort #54 am: 22. Januar 2019, 13:06:57 »
Hi Guido,

erstmal vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Das hilft mir schon ungemein weiter. Mit dem ersten Satz sprichst Du mir aus der Seele, so gehts mir eben auch im Moment. Den Photon habe ich auch schon einen Moment auf dem Schirm, der Form2 kam erst später. So wie Du es beschreibst, sind die Unterschiede marginal finde ich. Für mich ist das Ergebnis, das, was zählt. Und ich habe Deine Räder auch schon bewundert. Top geworden.

Ob ich damit Geld verdienen möchte, weiß ich noch nicht, wäre aber ein Anreiz, aber das stell ich ganz hinten an, ich will erst mal sehen, was ich machen kann, wenn dann erst später, wenn ich in der Materie ein wenig fit bin.

Sicherlich ist die Kassettenlösung die bessere Alternative, und wenn man beim Photon das per Hand reinigen muss..so what.. dann druckt man mehrere Sachen und machts dann weniger oft sauber...damit kann ich leben.

Was mich eben am meisten beschäftigt sind die Riefen...hier hatte mal jemand was von Maim verglichen und das hatte mir auch nicht gefallen, aber ich habe mich mal bei denen eingelesen, die drucken wohl auch mit diesen Filamentdruckern, vielleicht lag es auch daran. Deswegen hatte ich auch mit dem Form2 geliebäugelt, wegen der Qualität. Andererseits hatte ich auch schon irgendwo gelesen, der Photon kommt mit den Ergebnissen recht nah an den Form2 dran.

Bei Youtube habe  ich mir auch schon diverse Videos über den Photon, Form2 und auch diverse 3d-Programme angeschaut. Da gibts einiges und wenn ich Zeit habe, schau ich mir immer mal was an im Moment.

Worin sind denn die Unterschiede bei den Harzen, weil man da verschiedene Einstellungen vornehmen muss? Meinst Du jetzt von verschiedenen Herstellern? Oder eher verschiedene Farben? Kann man das Harz von anderen Herstellern nutzen, oder sollte man lieber das von Anycubic nehmen?

Mit welchem Programm arbeitest Du z.B.? Nutzt Du nur eins, oder evtl 2. Ich frage, weil ich nicht weiß, ob die "normalen" 3d Programme nicht nur Gegenstände zeichnen können, oder auch evtl Figuren. Oder ob man da wiederrum auf Blender o.ä. ausweichen muss. Ich bin sowieso am überlegen, mir erst mal was runterzuladen und zu schauen, wie das geht und wie bedienungsfreuundlich das ganze ist und hole mir den Drucker später. Können alle Programme diese Sachen in Stl speichern? Wie  groß ist dann etwa so eine Datei und kann der Photon auch mehrere erkennen, zum auswählen, das man einige auf einem USB-Stick speichern kann?

Wie Du siehst habe ich im Moment mehr Fragen als Antworten. Ich kenne aber im Moment auch keinen der mit solchen Druckern arbeitet, den ich mal löchern und das ganze mir mal angucken könnte.

Viele Grüße
Andreas

Leitplanke

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Re: Wer druckt womit?
« Antwort #55 am: 22. Januar 2019, 13:57:34 »
Hallo Andreas,
nun ja…. Ich bereue keine Minute dass ich mir den Photon zugelegt habe. Das Teil macht einfach Spaß wenn man sieht was da am Endergebnis bei raus kommt.
Ich weiß es jetzt nicht zu 100% aber MAIM Druckt auch auf einem Formlabs2 bzw. auf einem SLP bzw. DLP Drucker.
Die „Riefen“ die Du meinst ist die Schichtbildung. Je Dünner desto weniger siehst Du diese sind aber immer gegenwärtig. Ich Drucke mit dem Phonton schichten von 0,05  - 0,02 je nach dem was es ist. Diese Schicht Bildung hast Du aber auch beim Formlab2 und bei jedem anderen SLP / DLP Drucker. Je nachdem wie geschickt Du das Objekt im Bau Raum Positionierst bzw. neigst und drehst ist die Schichtbildung fast nicht mehr zu sehen. Wenn Du dann noch die Teile Lackierst, wird diese „Treppen“ Bildung zu geschwemmt. Wenn diese Schicht Bildung an einer Stelle ist wo diese stört kann auch nachgeschliffen werden.
Ich hab mittlerweile eine gute, schnelle und wirtschaftliche Vorgehensweise gefunden dann die Wanne zu füllen und am Ende auch wieder zu reinigen. Mit einem Pinsel und Isopropanol werden die Reste dann über einer großen Schale ausgewaschen und mit Papier Handtücher trocken gerieben.
Das mit der Kassette beim Formlab2 ist zwar eine Nette Sache aber für das Geld (160 Euro) bekommst Du zwei 1 Liter Flaschen Harz. Da fülle ich das Zeug gerne mit der Hand selber ein. Sauber machen musst Du auch den Formlabs2. Hier hab ich mir sagen lassen das die Wanne durch das Harz schnell Blind wird und man öfters eine neue Kaufen muss. Soll sich um die 50 Euro bewegen…. Da wechsle ich dann auch wieder liegend gerne per Hand die FEP Folie die gerade mal 10 Euro kostet.
Es gibt verschiedene Anbieter für diese Harze. Jeder hat so seine eigenen Einstellwerte die die aber meist bei schichtdicken um die 0,1 mm ermitteln. Du wirst nichts bis sehr wenig Tabellen finden die exakt die einstellwerte abbilden die Du z.b. bei 0,03 mm Schichtdicke brauchst.
Nein mit den Farben hat das nur bedingt zu tun. Es gibt Pigmentfreie Harze die härten genauer aus als die mit Pigmenten. Pigmente können das UV Licht leicht ablenken. Das kann bei kleinen feinen Details die man ausbilden will nachteilig sein. Die Verschiedenen Hersteller haben ihre Harze alle unterschiedlich eingestellt bei welchen Zeiten diese Optimal aushärten. Da muss man auf die Seite des Anbieters/ Herstellers schauen. Diese haben dann meist aber auch nur die Angabe in der „Dicken“ Schichtdicke von 0,1mm. Da ist dann der Anweder selber gefordert zu schauen welche Zeiten dann bei schichtdicken von 0,02 oder 0,03 mm gebraucht werden um Optimale Ergebnisse zu bekommen
Ich selber hab mich hier bei einem Harz eingeschossen das von dem Anbieter „Druckwege.de“ angeboten wird. Die kommen aus Siegburg/ Hennef. Hier verwende ich derzeit ein Harz das Standard Material in Grau, wobei der Farbton hier eher ins Olivgrün geht, was aber egal ist weil bei mir alles noch Lackiert wird.
Hier habe ich die Zeiten die man bei einer schichtdicke von 0,1mm angegeben hat erst mal halbiert und mich dann langsam ran getastet bis ich bemerkte das diese Zeiten Optimal für dieses Harz sind. Es kann und wird so sein das diese Zeiten aber nicht bei anderen Harzen Funktionieren. Hier ist am Anfang ausprobieren angesagt. Das Nervt und ist demotivierend, aber am Ende versteht man auch selber die Wirkungsweise des Gerätes.
Ich selber Zeichne in Inventor 2017 und benutze auch nur dieses Programm. Ich weiß das Figuren Modellbauer bzw. Modellierer noch ganz andere Programm verwenden die auf die Erstellung von Figuren und Organischen Objekten ausgelegt ist. Auf jeden Fall solltest Du gut mit dem 3D Programm umgehen können. In diesem entsteht die eigentliche Arbeit des 3D Druckes. Ohne die 3D Datei auch kein 3D Druck. Das Vergessen viele die nur den 3D Drucker sehen, aber nicht wissen das sie auch die 3D Datei erst mal erstellen müssen und NUR runtergeladene Objekte aus dem Netz will ich auch nicht Drucken. Für mich ist der 3D Drucker mittlerweile die Ergänzung zur CNC Fräse. Das wo ich mit der CNC Fräse an ihre Grenzen stoße kommt der 3D Drucker zum Einsatz. Aber auch beim 3D Druck stößt man irgendwann an grenzen die ich bis jetzt selber noch nicht erfahren habe.
Würde ich das Konsequent weiter führen müsste ich jetzt über das Fotoätzen nachdenken…. ;-) Da hätte man dann die Komplette Bandbreite des machbaren im Modellbau abgedeckt und wäre völlig autark zur Modellbau Industrie….

Also hier im Forum kann ich Dir aus dem Stand noch drei weitere Modellbauer nennen die den Photon auch haben und nutzen…. Das ist zum einen „Starfighter“  und „Flugwuzzi“ und „jacobm“ die haben auch alle drei hier im Beitrag geschrieben…..

Gruß
Guido
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Rafael Neumann

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Re: Wer druckt womit?
« Antwort #56 am: 22. Januar 2019, 14:28:05 »
Zitat
... Aber man darf nicht vergessen, das die zu druckenden 3D-Modelle auch erstellt werden wollen ...

Hallo Marcus,

vielen Dank für den Link zum Review, in dem die Möglichkeiten des Druckers wirklich anschaulich beschrieben werden.

Mit dem Satz oben hast Du natürlich vollkommen Recht, denn mir würde sich auch die Frage stellen, wie man da herangeht. Es ist ja etwas völlig anderes, ein vorhandenes Objekt zu kopieren, also eine Form zu erstellen und es abzugießen, anstatt es selbst zu konstruieren. Niemand wird wohl "aus dem Bauch heraus" eine 3D-Konstruktion hinbekommen, gibt es da also irgendwo Hilfsmöglichkeiten ?
Soll heißen, sollte man das Konstruieren schon irgendwo gelernt haben oder kann man sich da im Netz Hilfe holen, so dass man irgendwann zu nutzbaren Ergebnissen kommt ?

Schöne Grüße
Rafael
Wenn ich mal sterbe, hoffe ich, dass meine Frau die Bausätze nicht zu den Preisen verkauft, die ich Ihr genannt habe ...

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Re: Wer druckt womit?
« Antwort #57 am: 22. Januar 2019, 15:17:26 »
Hallo Rafael,

nun ja wie geht man da heran? Du schaust nach einer 3D Software und Arbeitest Dich in die Bedienung ein… Klingt erst mal einfach ist es aber nicht, das weiß ich aus eigener Erfahrung.

Du musst zum einen erst mal das Vorstellungsvermögen haben was Du in 3D umsetzten möchtest. Meist sind es ja reale Vorlagen von denen man keine Zeichnungen hat. Also Maßrecherche betreiben. Dann solltest Du das Objekt stück für stück in 2 D aufspalten und die Bauteile im 3D Programm Zeichnen. Oft ist es so dass diese Programme über verschiedene Schritte verfügen. Zuerst in einer 2D Skizze/ Zeichnung. Da wird dann das Bauteil gezeichnet. Als nächstes musst Du den Körper erstellen. Hier wird die Zeichnung Extrudiert also ein Körper draus gemacht den Du später weiter bearbeiten kannst. So gehst Du Stück für Stück weiter und setzt aus den ganzen einzelnen Bauteilen dann Dein Objekt zusammen das Du wiederum immer weiter, mit den einzelnen Möglichkeiten des Programmes bearbeiten kannst. Das war mal ganz grob zusammengefasst was Dich erwartet wenn Du die Bedienung eines 3D Zeichenprogramms Lernen willst.

Und das ist es nämlich auch das nirgendwo angesprochen wird. Immer wieder nur wie toll und einfach doch ein3D Drucker ist. Ja toll und einfach ist so ein Gerät in der Bedienung vielleicht wenn man die zu Druckende 3D Datei hat, aber wehe man will selber was 3D Zeichnen bzw. Drucken….

Hier musst Du selber die Initiative ergreifen so lange zu suchen ob es irgendwelche Videos gibt die Dir das "beibringen"
Ob es im Netz Hilfestellungen zum Konstruieren gibt, Weiß ich nicht weil ich nie danach gesucht habe. Auch hier mein Tipp auf Youtube oder google die suche Aktivieren.

Hilfreich ist Handwerkliches Geschick und auch eine Handwerkliche Ausbildung.
Für das Konstruieren ist auch jeden Fall eine gewisse Grundvoraussetzung nötig sich Dinge vorstellen zu können und vor allem vor dem Geistigen Auge diese durch zu denken.

Dem einen fällt es leicht sich Handwerkliche Abläufe vorstellen zu können, der andere tut sich schon bei einer IKEA Schrank Aufbau Anleitung schwer diese zu verstehen und weiß noch nicht wo welche schraube zuerst eingedreht werden soll, eben weil das Handwerkliche Verständnis fehlt. Sorry ich will hier keinem zu nahe treten. Man kann keinem Handwerkliches Geschick beibringen. Entweder man hat es oder man hat es nicht. Das sind Fähigkeiten die einem sozusagen in die wiege gelegt wurden und ob diese später durch Handwerkliche Lehre oder Studium weiter verbessert und geschärft wurden.

Es ist aber Natürlich immer was anderes, vorgefertigte Teile nach einem Plan zusammen zu Bauen als das man dann selber Konstruiert und die Teile Herstellt. Das muss man sich selber erarbeiten und erlernen…. Da ist jeder selber gefragt sich dahinter zu klemmen und sich das beizubringen.

Gruß
Guido
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Drache74

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Re: Wer druckt womit?
« Antwort #58 am: 22. Januar 2019, 15:37:47 »
Hallo Guido,

ja ich meinte die Schichtbildung. Die fand ich bei Maim schon extrem. Letzten Samstag war in der Schule von meinem Sohn Tag der offenen Tür. Die haben auch eine AG mit dem 3d-Drucker die sich da auch vorgestellt hatten. Die hatten einen Filamentdrucker und haben mit Autodesk Fusion 360 gearbeitet. Ich war dann doch überrascht, wie fein das da schon war. Die meinten auch, man kann mit Aceton das ganze noch glätten. Mein Sohn war in der AG und ich muss sagen, seitdem bin ich selbst am Thema dran, weil es mich dann doch interessiert hat. Seitdem "reift" das ganze in mir.

Wie gesagt, die Reinigung ist jetzt für mich nicht das Problem, wenn es nicht ewig dauert.

60€/Liter hört sich zwar teuer an, aber ich denke, damit kann man schon ne Weile was Drucken. Nach "Deinem" Harz schau ich mal.

Ist es von den Farben dann nicht besser sich auf was klares oder neutrales wie grau oder schwarz einzuschießen? Ich weiß nicht mehr, ob es hier oder woanders war, da hat auch jemand geschrieben, er nimmt nur noch ein bestimmtes Harz, weil das auch sehr gut wäre. Kann auch sein, dass das in dem Thread hier oder in dem anderen "Was druckt ihr so" gewesen ist. Ich schau da nochmal nach (Koffeinfliege hats geschrieben, der nutzt aber einen Form2, ich denke, im Job? Der nutzt ein Dentalharz)

Gut, das man sich das selbst zeichnen muss, was man haben will ist mir schon klar, aber wie gesagt, ich muss mal sehen, wie ich mich mit welchem Programm stehe und zurecht komme. Das ein oder andere scheint recht easy zu sein, aber wenn ich mir Blender/ Skulptris anschaue...die sind richtig umfangreich, aber man kann auch ne Menge mit denen anstellen.

Aber ich denke, der Anycubic, wirds (wenn), dann auch werden. Die Ergebnisse sind prima. Aber das mach ich davon abhängig, ob ich mit den Programmen zurecht komme.
Ich denke, da werden aber noch einige Fragen auftauchen.

Viele Grüße
Andreas
« Letzte Änderung: 22. Januar 2019, 15:45:27 von Drache74 »

Leitplanke

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Re: Wer druckt womit?
« Antwort #59 am: 22. Januar 2019, 16:05:07 »
Hallo Andreas,

ja Filament Drucker hatte ich auch einen. Der war für das was ich damit vorhatte völlig ungeeignet.

Auch wenn Du bzw. Dein Sohn mit einem Filament Drucker Erfahrungen gesammelt hat ist das ja schon mal nicht schlecht…
Man muss immer selber für sich entscheiden mit was man sich zufrieden gibt. Der eine sagt FDM Drucker reicht mir…. Der Detailverliebte Modellbauer, zu dem ich mich auch zähle, will wirklich jedes Detail am 3D Druck sehen können und da wirst Du um einen DLP/ SLP Drucker nicht drum rum kommen.

Ja 60 Euro der Liter sind nicht wenig. Für den Formlabs2 Bezahlst Du 160 Euro der Liter!!! Alle anderen wirst Du auch bei 70, 80 oder gar 90 Euro finden. Es gibt das Ganze aber auch in 500 ml.

Was die Farbe betrifft ist das auch von jedem abhängig. Der eine schwört auf Gelb der andere auf Rot. Im Modellbau ist es gut wenn die Druckzeiten niedrig sind das Bauteil aber immer noch Stabil. Ich hab mir sagen lassen das Pigmentfreie Harze unter UV Licht noch genauer aushärten wie eben mit Pigmenten, da der UV strahl an den Pigmenten gegebenenfalls umgelenkt werden kann und eben die Oberflächen Konturen beeinflussen kann. Ich verwende hier seit einiger Zeit nur noch den „Grauen“ und bekomme sehr gute Ergebnisse.

Ja was das bedienen des 3D Programms betrifft stell Dich mal auf eine Lern Intensive Zeit ein. Du musst viel umdenken da Du ab sofort in drei Dimensionen Denken musst.

Gruß
Guido
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