Autor Thema:  "Glasscheiben" für Positionslichter und Scheinwerfer  (Gelesen 1596 mal)

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raven_bd

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"Glasscheiben" für Positionslichter und Scheinwerfer
« am: 03. Oktober 2006, 11:07:32 »
Hoi Zusammen
Bin eben über einen interessanten T&T Artikel bei Modellversium gestolpert:

http://www.modellversium.de/tipps/artikel.php?id=8

Darin wird beschrieben wie man einfach durchsichtige scheiben für Scheinwerfer und Positionslichter herstellen kann.

Die Idee gefällt mir und ich werds wohl bei den Positionslichtern meiner im Bau befindlichen P-51B mal austesten 8)
Hoffentlich kommts auch so raus wies sollte :-)

Gruss

Michel

panzerchen

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"Glasscheiben" für Positionslichter und Scheinwerfer
« Antwort #1 am: 03. Oktober 2006, 13:56:53 »
Das wird Dir ganz sicher gelingen, das funzt sehr gut !
Dieses Material kannte ich noch nicht, es scheint mir etwas dicker als das von mir bevorzugt verwendete Krystal Klear von Microscale zu sein.

Der Vollständigkeit halber zeige ich  hier meine gesammelten Erfahrungen zu diesem Thema.
( Nur war ich da beim demonstrativen Auftragen des Krystal Klear weniger sorgfältig als Thomas Hoffman, der wirklich sehr gute Militärmodelle baut ! )

Thomas erwähnt es zwar, geht aber etwas flüchtig darauf ein:
wichtig ist der silberne Untergrund !
Testors chrome silver ist auch mein Favorit, aber in Ermangelung einer zuverlässigen Quelle verwende ich jetzt einen silbernen EDDING Lackstift ( Tip vom Klaus ??? ).
Ich drücke den Stift 2-3 mal auf ein nicht zu saugfähiges Papier aus und nehme den Lack mit einem feinen Pinsel auf, so läßt er sich auch einfach in kleine Höhlungen einbringen, z.B. solche für Schlußlichter.

Hier ein Beispiel mit mit Krystal Klear .

KlausH

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"Glasscheiben" für Positionslichter und Scheinwerfer
« Antwort #2 am: 03. Oktober 2006, 14:28:51 »
Hallo,

die Eddings gibt es auch mit extrafeiner Spitze:



Damit spart man die Prozedur mit dem Papier.

Übrigens geht auch 2-Komponentenkleber als Glasersatz; mit Ponal-Holzleim kam ich nicht klar.

Schöne Grüße
Klaus

raven_bd

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"Glasscheiben" für Positionslichter und Scheinwerfer
« Antwort #3 am: 03. Oktober 2006, 15:23:20 »
Vielen dank für die weiteren Tipps 8)

Gehe ich richtig in der Annahme, dass man anstatt (z.B.) einen EDDING Lackstift als Untergrund auch Enamel Metalic Farben benützen könnte?

Die 3 Positionsleuchten bei der Mustang sind in 2 oder 3  (müsste zu Hause nachschauen) Farben gehalten, wovon eine bestimmt rot ist.

Muss mal schauen was es im Obi so gibt, was Richtung Kleber und Krystal klar aushärten geht 8)

panzerchen

  • Gast
"Glasscheiben" für Positionslichter und Scheinwerfer
« Antwort #4 am: 03. Oktober 2006, 15:49:10 »
silberner Edding und Testors chrome silver glänzen mehr als die silbernen Enamels von Revell und Humbrol,  alle die erschienen zumindest bei mir eher gäulich als silbern.
Gleiches gilt für Tamiya.
Auch mit Gunze Poliermetall "chrome"  bin ich nicht hingekommen !

Den feinen Edding gab es bei meinem Händler leider nicht, deshalb die Krücke mit dem Papier.
Klar, mit dem feinen Edding kannst Du Dir diesen ( auch unwirtschaftlichen ) Umweg sparen.

2-Komponentenkleber ist zwar auch klar, wegen seiner Zähigkeit rührt man aber leicht kleinste Luftblasen mit ein, die gehen nie wieder raus.
Ich schwöre deshalb auf Krystal Klear, kann mir aber gut vorstellen, daß das von Thomas Hoffmann erprobte Materil noch besser geeignet ist, er ist schließlich ein geübter Modellbauer.

Ich habe auch glasklare window color, das könnte evtl. auch gehen, hab es aber so noch nicht probiert.

KlausH

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"Glasscheiben" für Positionslichter und Scheinwerfer
« Antwort #5 am: 03. Oktober 2006, 19:39:12 »
Zitat
Original von panzerchen

Ich habe auch glasklare window color, das könnte evtl. auch gehen, hab es aber so noch nicht probiert.


Falls du es mal testest, laß uns bitte wissen, ob es geklappt hat.

Schöne Grüße :winken:
Klaus

Tormentor

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"Glasscheiben" für Positionslichter und Scheinwerfer
« Antwort #6 am: 04. Oktober 2006, 06:02:06 »
Die silbernen Edding verwende ich auch, allerdings war mir das Gefummel um den Stift zu benutzen zu groß und die Farbschicht oftmals zu dick. Ich habe deshalb den Stift in ein kleines Gefäß entleert und die Farbe eintrocknen lassen. Wenn ich die brauche nehme ich einen feinen Pinsel, nehme damit einen Tropfen Nitroverdünnung auf und löse mit dem Tropfen die Farbe leicht an - nur an einer kleinen Stelle. Man braucht in der Regel sehr wenig davon und mit dem Pinsel sehen die Farbaufträge nochmal besser aus.
Mir kommt es dabei auch so vor als ob dadurch die Farbe abriebfester ist als mit dem Stift aufgetragen, das kann aber auch nur ein subjektiver Eindruck sein.

 :winken: