Autor Thema:  "Flüssigklebetechnik" - Wie geht das genau?  (Gelesen 1390 mal)

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DER Christian

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"Flüssigklebetechnik" - Wie geht das genau?
« am: 05. Juli 2004, 12:46:32 »

So, jetzt hab ich mal eine Frage.

Wenn ich das mit der Flüssigklebetechnik richtig verstanden habe, nimmt man in diesem Fall bewusst etwas mehr (Flüssig-) kleber, drückt die Teile zusammen, fertig.

Durch den dann leicht herausgedrückten Kleber / verflüssigtes Plastik spart man sich nach dem Trocknen der Teile das Spachteln. Einfach schleifen, fertig.

So weit, so gut. Irgendwie stelle ich mich dabei aber immer zu blöd an, obwohl ich nicht erst seit gestern Modelle baue.  

A) ich nehm zuwenig Kleber und es drückt ihn nicht richtig raus,
B) ich nehm zuviel, es drückt dann auch zuviel hinaus, und die Klebenähte sind versaut.


Tipps? Tricks? Erfahrungen?


Hans

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"Flüssigklebetechnik" - Wie geht das genau?
« Antwort #1 am: 05. Juli 2004, 13:37:24 »
Zitat
A) ich nehm zuwenig Kleber und es drückt ihn nicht richtig raus, B) ich nehm zuviel, es drückt dann auch zuviel hinaus, und die Klebenähte sind versaut.


Völlig richtig, genau so ist es. Deshalb mach ich es auch nicht. Ich halte die Teile zusammen, lasse den Flüssigkleber per Kapillarwirkung vom Pinsel in die Fuge saugen und fertig. Falls dann tatsächlich die Klebenaht nicht ausschließlich per Schleifen zu verstecken ist, kommt dünnstflüssiger Superkleber drüber. Geht bei mir schneller so und ich hab die bessere Kontrolle.

Hans
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Wolf

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"Flüssigklebetechnik" - Wie geht das genau?
« Antwort #2 am: 05. Juli 2004, 16:19:42 »
ist natürlich auch immer eine Frage der Übung. Ich benutze diese Technik eigentlich recht oft. Zumindest immer dann wenn es praktikabel ist. Sprich: Wenn durch diese Technik nicht mehr Schaden als Nutzen entsteht.
Ich verwende die Technik dort wo entweder a) keine Gravuren o.Ä zerstört werden können oder b) diese leicht wieder hergestellt werden können.

Außerdem ist darauf zu achten, dass der austretende Klebstoff nur minimal ist, quasi wie eine dünne Schweißnaht.
Um das zu erreichen streiche ich beide zu klebende Seiten dünn ein und lasse sie einen Moment anziehen, dann wird mit Druck zusammengepresst.

Diese Technik habe ich z.B. beim Oberflügel des Albatros D II von Roden angewendet, welcher dreiteilig ist und stumpf verklebt wird.
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"Flüssigklebetechnik" - Wie geht das genau?
« Antwort #3 am: 05. Juli 2004, 17:33:23 »
Auch auf die Gefahr hin, jetzt blöd zu fragen:

''Was bitte, verstehst Du unter >stumpf verkleben< ?''


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Wolf

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"Flüssigklebetechnik" - Wie geht das genau?
« Antwort #4 am: 05. Juli 2004, 19:30:49 »
zwei plane Flächen, auf Stoss....ohne Führungsstifte oder sonstige Führung/Passung
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DER Christian

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"Flüssigklebetechnik" - Wie geht das genau?
« Antwort #5 am: 07. Juli 2004, 14:44:16 »

@ Wolf:

"Einstreichen, ablüften lassen, dann zusammenpressen.."

Ich glaube, das mit dem Ablüften lassen müsste der Knackpunkt sein, das hab ich nämlich nie gemacht. Ich habe die Teile immer gleich zusammengepresst, als der Kleber noch flüssig war. Werd ich mal probieren.

Danke euch allen!