Abo Bausätze > Abo Bausatz - Victory 1:84

 Und NOCH eine Victory für die Flotte... Nun DOCH Baubericht

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Reinhardwm:
War ja schon früher begeisterter Modellbauer und hab mich quer durch den kompletten Revell-Katalog gebastelt. Man wächst mit seinen Aufgaben, deswegen kamen irgendwann RC-Modelle ran. Jahrelang war aber in dem Bereich 'Funkstille', man kommt halt einfach zu nix mehr. Ehe, Beruf... das übliche halt.

Wenn ich überhaupt Zeit hatte, über mein 'ruhendes' Hobby Nachzudenken dann meist nur, um es zu vermissen  ;( . Ein Unhaltbarer Zustand, wird wohl jeder hier im Forum bestätigen. Und dann bläst mir DeAgostini ständig seinen Werbespot über die Victory um die Ohren. Ein Schiff, das mich schon immer fasziniert hat. Überhaupt ist die Seefahrerei mein größtes Interessengebiet. Im Prinzip alles, aber bei einem Ranking würde ich die britische Navy zur Zeit der napolonischen Kriege auf Platz 2, gleich nach den großen Atlantiklinern, ansiedeln. Hab wohl einmal zu oft die 'Horatio Hornblower'-Reihe von C. S. Forester gelesen...

Warum nun also die HMS Victory ist klar. Warum als diesen Abobausatz steht in meinem Begrüßungsthread: zum einen ist die Vorgehensweise, jede Woche einige neue Teile zu verbauen mehr als Vorteilhaft im Hinblick auf meine größte Schwäche, die ein Modellbauer wohl haben kann nämlich gelegentliche Anflüge von Ungeduld. Wenn ich aber vor nächster Woche eh nicht zum nächsten Schritt gehen kann wird das mit Sicherheit der sorgfältigen Arbeitsweise zugute kommen. Und zudem ist ein Anreiz, das hab ich auch hier schon oft genug gelesen, dieses Modell der absoluten 'Königsklasse' des Holzstandmodellbaus Anfängergeeignet ist - und in dieser Klasse bin ich nichts anderes. Wobei ich den Baulogs, die ich zum Glück erst NACH der Bestellung gelesen habe, entnam, das ich das Projekt nicht Unterschätzen sollte...

Einen eigenen Baulog werde ich nun doch erstellen aber auch die laufenden mit großem Interesse verfolgen. Wobei ich wohl nicht JEDE Anregung übernehmen werde. Profitips sind sicher sehr hilfreich aber es ist mein erstes Modell dieser Klasse und ich baue es für mich. Wichtig ist mir ein Ergebniss, auf das ich stolz sein kann. Aber leichte historische Ungenauigkeiten sind mir - zumindest beim ersten Projekt - eher nicht so wichtig, ich baue für das Regal in meinem Homeoffice und nicht für das britische Marinemuseum. Auch seinerzeit bei meinen Plastikmodellen dauerte es eine Weile, bis ich mit Schmirgel, Spachtel und ähnlichem Fehler der Bausätze korrigierte...

Was ich aber auf jeden Fall tun werde: hier auftretende Fragen stellen. Und die kommen gewiss. Dem Tip eines Profis hier drin folgend am besten, BEVOR ich etwas verpfusche  :pffft: Hoffe also, das dieser Baubericht auch verfolgt wird und für konstruktive Kritik bin ich immer Dankbar.

Reinhardwm:
So, erster Eintrag: Erst Freude, dann Bauchaua.

Nach zwei Wochen kam die erste Lieferung mit 4 Ausgaben. Anfangen kann ich - hoffentlich - an Ostern da mir ja dank Abstinenz so ziemlich ALLES fehlt. Werkzeug, Farben... Lediglich der Holzleim war beigelegt aber ob der was taucht... Man wird sehen.

Etwas Bauchweh bekam ich beim Anblick der Kanone. Hätte nie gedacht, das der 24-Pfünder in 1:84 SO klein ist. Und dann meine Wurschtfinger und die Schildzapfensicherungen  :rolleyes: . Wird schon klappen. Also denne, liebe Gemeinde: bis Ostern.

Darwins Beagle:
Hallo Reinhard,

die Victory ist auch mein erstes Holzschiffmodell. Mittlerweile bin ich bei Ausgabe 95 angelangt und es macht einfach riesigen Spaß. Die Arbeit an dem Schiff macht regelrecht süchtig. Ich habe seit vergangenem März ungelogen beinahe jeden Abend an der Victory gesessen. Jedes Detail hat große Aufmerksamkeit verdient. Auch wenn die Kanonen anfangs klein wirken, so wird es noch andere Arbeiten geben, die viel herausfordernder sind. Mittlerweile habe ich den Mondfeld und andere Fachliteratur durchgearbeitet und gestern war ich im MAS Antwerpen, wo sehr viele historische Schiffsmodelle ausgestellt sind. Dieses Hobby ist fantastisch.

Nach den gesammleten Erfahrungen sehe ich sehr sehr viele Bauteile und Lösungen an dem Bausatz (auch was die Qualität betrifft) kritisch, doch als Anfänger sollte man erstmal unbedarft und mit vollem Enthusiasmus an die Sache rangehen. Ich würde dir auf jeden Fall raten, dir sehr viele unterschiedliche Bauberichte zu Gemüte zu führen und dir dort die nötigen Tricks und Kniffe abzuschauen. Ich bin jedenfalls an den Aufgaben gewachsen und anfänglich sehr schwierig erscheinende Bauabschnitte, verinnerlicht man schnell und perfektioniert sie, bis sie beim nächsten Mal schon viel einfacher von der Hand gehen.

Willkommen im Forum und in der aufgregenden Welt des Schiffsmodellbaus.

In 30 Jahren werde ich sicherlich auch mal ein Planmodell bauen, doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Dir viel Spaß, Geduld und Freude mit deiner Victory.

Herzliche Grüße

Reinhardwm:
@Darwins Beagle, danke für den Zuspruch. Die Bauchschmerzen haben sich eh schon wieder gelegt, war nur die erste Reaktion  :pffft: . Mittlerweile fiel mir ein: Wer vor 25 Jahren bei einer JU 52 die Schwachsinnigen Revellpilotenfigürchen in 1:72 in den Realismus überführte, indem er die Sauerstoffmasken entfernte und die richtigen Kopfbedeckungen - Schirmmütze beim Piloten, da meist Offizier, Schiffchen beim Copiloten, da meist Feldwebeldienstgrad, gekrönt mit Kopfhöhrern für den Funk - ausstattete bringt auch sowas hin. Zumal ich schon beim Spantengerüst merkte: eingerostet bin ich wider erwarten Anscheinend nicht.

Fotos gibts diesmal noch keine, gibt noch nicht viel zu sehen. Da ich die Originalfarben bestellte und DeAgostini es mit dem liefern Anscheinend nicht ganz so eilig hat - auch die erste Lieferung vom Satz brauchte exakt 2 Wochen - konnte ich zu meinem Leidwesen mit Kanone und Anker noch nicht anfangen. Also nur mal das Spantengerüst aus Ausgabe 1 + 2. Und da kann man nicht viel falsch machen. Außer schlampig zu arbeiten. Denke aber mal, der Einsatz von Geodreieck für den rechtwinkligen Sitz der Bugteile und Maskierband, das er auch bis zum trocknen erhalten bleibt war kein Fehler...

Die Bauberichte sind wirklich recht hilfreich, hab ich gemerkt. Wenngleich ich mit manchen Thesen nicht konform gehe. Irgendwo las ich: Als Anfänger sollte man eine kleine Schaluppe oder so aber keinen Dreidecker bauen. Frage mich, wieso. Weiß jetzt schon: das spannendste wird wohl die Takelage. Und die ist im Prinzip überall gleich. Ansonsten baut man bei jedem Modell Teil für Teil zusammen und bei der Vic sind das halt mehr. Deswegen sind die einzigsten zwei Unterschiede zu etwas kleinerem: dauert länger und wird größer, denk ich.

Reinhardwm:
Muß gestehen: dieses WE ist nicht viel an der Vic passiert. Liegt hauptsächlich daran, das meine bestellten Farben erst gestern Mittag kamen und mir noch Pinsel, Verdünner und sonst so fehlen. Am Spantengerüst wollte ich nun nicht unbedingt weiterbauen wegen der Abwechslung - sonst habe ich 4 Ausgaben Spantengerüst verbaut und die 'Fummelarbeit' von ebenfalls 4 Ausgaben rumzuliegen.

Deswegen konnte ich nur die erste Lafette zusammenleimen - bischen Fingerspitzengefühl erforderlich, mehr nicht - und den Anker montieren. DA allerdings stellte ich nachgerade sofort fest: 'schnell' geht bei so einem Holzmodell eigentlich gar nichts. Zumindest dann nicht, wenn man sauber und sorgfältig arbeiten will und noch unzulängliches Werkzeug hat. Mit dem Ergebniss der eingefeilten Nut bin ich nicht ganz glücklich, aber mal sehen, wies morgen nach der Bemalung wirkt. Und mein Modellbauladen kann sich freuen: richtige Modellbaufeilen stehen nun AUCH auf der immer länger werdenden Einkaufsliste...

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