Autor Thema: Dioramen DEBELLARE SVPERBOS – Boudicca-Aufstand, Britannien, 61 n. Chr. – 1:32 (54 mm)  (Gelesen 3587 mal)

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Uwe B.

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4. Vorstellung der Einzelfiguren

1. Update

     Römischer Feldherr, Gaius Suetonius Paulinus


  • entsprechendes Vorbild im Gemälde von McBride (entfällt, kein Vorbild im Gemälde)
  • ursprüngliche Figur vor der Bemalung oder dem Umbau, Hersteller
  • als Vorbild verwendete originale Ausrüstungsteile
  • fertige Figur im Diorama

Die ursprüngliche Figur stammt von der Fa. Cafe Storme, einem Kaffeehersteller, der seinen Kaffeebohnen eine unbemalte, historische Figur aus silbrig grauem Hartplastik beifügte und so einen Anreiz erzeugte, neben dem Kaffeegenuß noch eine Figurensammlung anzulegen. Ob es diese Firma heute noch gibt, entzieht sich meiner Kenntnis, ich habe meine römischen Figuren jedenfalls auf einer Plastikfigurenmesse in Herne erworben. Im Internet werden sie auch heute noch unter dem Markennamen "Mokarex" angeboten. Die Figuren sind relativ gut modelliert und eignen sich aufgrund ihrer Ausführung in Hartplastik gut als Ausgangsmaterial für Umbauten. Von ihrer historischen Korrektheit her geben sie den Kenntnisstand ungefähr der 1950'er oder 1960'er Jahre wieder.

Auf den folgenden 2 Bildern sieht man die Figur von Cafe Storme in ihrem Originalzustand. Dabei fällt schon auf, dass der Reiter nicht gut in den Sattel paßt, was nicht schlimm war, da ich die eh zu kleine Pferdefigur in ihrem vollen Gallopp ohnehin austauschen wollte. Als erstes änderte ich den Kopf des Reiters durch Abschleifen der Kinnpartie, um den Mund offen so zu gestalten, als wenn er gerade Befehle erteillte.



Die nächsten Bilder zeigen den Reiter nach Abschluß der Umbauarbeiten mit Milliput. In der Mitte das neu verwendete Pferd eines französichen Kürassiers von Airfix. Das Leopardenfell besteht wieder aus glattgedrücktem Senftubenblech, das ich grob ausgeschnitten und mit einer dünnen Schicht Milliput versehen und vorne am Kopf noch etwas skulptiert habe.

Der weitere Kopfschmuck und das Zaumzeug des Pferdes, insbesondere die Raubkatzenfellschabracke, sind diversen römischen Reliefs und Statuen entlehnt, die hier aufzuzählen den Rahmen sprengen würde. Auf den Reliefs sieht man neben dem hier rekonstruierten Typ einer Raubkatze (vermutlich ein Leopard, vielleicht aber auch eine Löwin) auf späteren sog. Löwenjagd-Sarkophagen auch häufig deutlich erkennbar männliche Löwenfelle. Dass solche Fellschabracken in antiker Zeit von höheren Offizieren verwendet wurden, ist spätestens seit dem bekannten sog. "Alexander-Mosaik" von Pompeji belegt.

Da auch höhere römische Offiziere stilistisch gerne griechisch-hellenistischen Vorbildern nacheiferten, habe ich für meine Rekonstruktion entschieden, hier ein Leopardenfell zu rekonstruieren.



Unten links ein Foto der in Novaesium (Neuss) gefundenen, am unteren Rand unvollständigen Frontale (Roßstirn), die aufgrund ihres Dekors (Löwenkopf) der dort im 1. Jahrhundert vermuteten Ala Afrorum (Ala = Flügel, sinngemäß = Kavallerieregiment der Afrikaner, ca. 500 Mann stark) zugeschrieben wird, die ich bei meiner Rekonstruktion für das Pferd des Feldherrn zugrunde gelegt habe.

Übrigens schreibt Marcus Junkelmann ("Die Reiter Roms - Teil III: Zubehör, Reitweise, Bewaffnung", S. 202) zu diesem Frontale noch sinngemäß, dass sich im Berliner Antikenmuseum noch ein weiteres, vollständiges (!), sonst identisches Exemplar der Neusser Roßstirn unbekannter Herkunft befinde. Dies bedeutet, dass dieses Teil nicht singulär war, sondern sich eventuell sogar weiterer Verbreitung erfreute. Leider kenne ich kein einziges Foto oder genauere Beschreibung des Berliner Exemplars. So fiktiv meine Verwendung der Roßstirn für Paulinus auch ist - immerhin hatte er auch einen persönlichen Bezug zu Africa, schließlich wissen wir ja, dass er in den Jahren 40 und 41 n. Chr. als Militärführer und Praetor (laut Wikipedia eines der höheren Ämter der römischen Ämterlaufbahn) in der Provinz Mauretania war.



Für das Gesicht des Feldherrn Paulinus hatte ich freie Hand, da ich zum einen sein Geburtsdatum und damit Alter zum Zeitpunkt der Schlacht nicht herausfinden konnte, zum anderen keine Büste oder Statue von ihm erhalten ist. Es gibt lediglich eine in viel späterer Zeit in England hergestellte und in Bath aufgestellte eher symbolhafte Statue, die keinen Anspruch auf Ähnlichkeit erhebt:


Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Gaius_Suetonius_Paulinus

Siehe nachfolgende Website, die immerhin mit einer Vielzahl an Informationen zu Paulinus  aufwartet:

https://alchetron.com/Gaius-Suetonius-Paulinus

Bei den Ocreae (Ocrea = Beinschiene) des Feldherrn habe ich mich an Motiven der in Straubing gefundenen Exemplare orientiert. Ich habe aber keines der unten abgebildeten Fundstücke genau kopiert, sondern mich nur vage an deren Aussehen gehalten. So sind die dortigen Beinschienen 2-teilig und ins 2 bis 3. Jhdt. n. Chr. datiert; damit zu spät für mein Diorama. Außerdem schreibt Marcus Junkelmann ("Römische Kampf- und Turnierrüstungen", Seite 68) sinngemäß, dass diese Beinschienen aus sehr dünnem Blech getrieben und bei Versuchen rasch beschädigt worden und somit ungeeignet für den scharfen Waffeneinsatz seien. Ich habe die Beinschienen bei meiner Figur daher als einteilige, stabile Schützer mit typisch römischen Verzierungen dargestellt. Nachfolgend zum Vergleich Beinschienen aus dem Straubinger Hortfund:


Quelle: http://www.coh-ii-raet.de/museum/index.html

Hier nun ein paar Fotos von der fertigen Figur:




Natürlich sind die Darstellung der Roßstirn oder der Leopardenfellschabracke reine Spekulation, da niemand mit Sicherheit eine Aussage über die Ausstattung des Pferdes oder das Aussehen und die Ausrüstung des Gaius Suetonius Paulinus machen kann. Man könnte auch kritisieren, dass ich einen Ausrüstungsgegenstand aus Neuss einfach für die Darstellung einer Schlacht in Britannien verwendet habe. Aber schließlich wurden die zuvor im Rheinland stationierten Legiones II Augusta,  XIV Gemina und XX Valeria ja ab dem Jahre 43 n. Chr. im Zuge der Invasion unter Kaiser Claudius nach Britannien disloziert; die vierte daran beteiligte Legio IX Hispana kam zu diesem Zeitpunkt aus Illyrien (Quellen: Marcus Junkelmann („Die Legionen des Augustus“) sowie die entsprechenden Artikel zu den Legionen in Wikipedia.de).

Ich habe zumindest versucht, mich an gängige Konventionen oder zeitgenössisch belegte Ausrüstungsgegenstände zu halten. Wobei zugegebenermaßen gerade das Leopardenfell auch einfach Spaß gemacht hat, es zu bemalen.  8) :D

Ich rätsel noch darüber, ob ich Euch vielleicht mit zu viel (?) Hintergrundinformationen langweile, wo es doch eigentlich nur mein Hauptmotiv ist, darzulegen, warum ich was wie gemacht hatte. Keinesfalls möchte ich, dass dieser Baubericht irgendwie abgehoben herüber kommt. Solltet Ihr der Meinung sein, ich sollte stattdessen nur WiP- und fertige Bilder zeigen, bitte ich um entsprechende Rückmeldungen.   :rolleyes:
 
Wird fortgesetzt

LG - Uwe  :winken:
« Letzte Änderung: 24. Juli 2018, 17:03:26 von Uwe B. »
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Puchi

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Ich rätsel noch darüber, ob ich Euch vielleicht mit zu viel (?) Hintergrundinformationen langweile...
Also mich keinesfalls. Ich finde, ein Zuviel an Hintergrundinformationen kann's eigentlich nicht geben. Für mich ist das alles sehr interessant und auch lehrreich. Also mach' ruhig weiter so, Uwe. :1:

Und abgehoben kommt der BB auch nicht daher, keine Sorge. Ich werde hier daher weiter dran bleiben.


Liebe Grüße,

Karl
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Uwe K.

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coporado

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Ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen, höchst interessant und ich mag diese Kombi aus Modellbau und Geschichtslehrstunde sowieso, also bitte gerne weiter so  :P :P :P


Hallo Sascha,

... Wenn Du mit (doppelt) historischem Hintergrund die Geschichte des Dioramas meinst (zusätzlich zum historischen Abriß), dann bin ich ja froh, dass dies so aufgenommen wird....

...und Uwe ja genau so war es gemeint  :1: :P
Gruß
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Hans

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Tolle Arbeit! Und weiter so mit den Hintergründen. Es zeigt auf, wie man sich antiken Darstellungen nähert und wie man interpretieren muss - die irrige Vorstellung, man wüsste alles, man braucht doch nur die Figuren nehmen wie sie sind, ist weit verbreitet.

Die Figuren sind übrigens auch unter dem Namen Mokarex verbreitet, wenn man sie haben will (ebay) findet man mehr unter diesem Stichwort.

Tipp zum Pferd, keine Kritik: Ich verwende für antike Pferde sehr gerne die Pferde von Timpo, da diese etwas kleiner sind, als die üblichen 54mm Pferde. Sie sind in verschiedenen Haltungen einfach über ebay zu bekommen. Sie sind allerdings aus PVC-ähnlichem Zeug und schwer zu kleben. Ich hab mir aber auch schon eine Form gemacht und in Resin umgegossen, weil dann Umbauten leichter sind.
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Postbote

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Hallo Uwe B.

mach Du mal schön so weiter :D
Ich lese hier zwar nur still mit, aber die Hintergründe zu Deinem 'ömer-Dio finde ich schon interessant.
Mein Wissen beschränkt sich da eher auf die Asterix-Comics. :pffft:

Und eine beeindruckende Arbeit ist es allemal :respekt:

Mit schönem Gruß
Christoh
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bughunter

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Da kann ich mangels Wissen und Erfahrung nichts zu beitragen, aber: Was für ein Projekt :P
Da ist jede Figur ein Modell für sich, und dann erst das gesamte Dio 8o Einfach unglaublich.
Das Leopardenfell z.B. ist Dir super gelungen!

Wirklich ganz großes Kino und zurecht Dein Avatar :1:

Viele Grüße und viel Erfolg,
Bughunter

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Deshalb baue ich lieber verkleinerte Originale.

Uwe B.

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Liebe Freunde,

danke für Eure wirklich netten Feedbacks, das motiviert.  :P :P :P

Puchi schrieb:
Zitat
Zitat von: Uwe B. am 06. Mai 2018, 02:05:05

    Ich rätsel noch darüber, ob ich Euch vielleicht mit zu viel (?) Hintergrundinformationen langweile...

Also mich keinesfalls. Ich finde, ein Zuviel an Hintergrundinformationen kann's eigentlich nicht geben. Für mich ist das alles sehr interessant und auch lehrreich. Also mach' ruhig weiter so, Uwe. :1:

Und abgehoben kommt der BB auch nicht daher, keine Sorge. Ich werde hier daher weiter dran bleiben.


Liebe Grüße,

Karl
Hallo Karl,
wenn ich Dir nur ein wenig vom Lesevergnügen zurückgeben kann, das mir Deine Bauberichte bereiten, dann bin ich's schon zufrieden. :1:


Uwe K. schrieb:
Zitat
Wow, ich verneige mich in Ehrfurcht!!!
Infos kann man nie genug haben, mache gerne weiter so.
Hallo Uwe,
ich danke Dir, dear Namensvetter, mehr Lob kann man nicht mehr erwarten.  :P Schade, dass mir dieses Jahr im letzten Moment was dazwischen kam, hätte mich gerne mal mit Dir persönlich ausgetauscht (in WD).


AnobiumPunctatum schrieb:
Zitat
Toller Baubericht, Uwe. In Natur sieht die Vignette noch viel beeindruckender aus.
Hallo Christian,
wenn ich Dich mit Deinen beeindruckenden Schiffsmodellen beeindrucken konnte, ist schon viel erreicht. Ich hoffe, das Dio bei unserem nächsten Gildejahrestreffen Anfang 2019 endgültig fertig restauriert zu haben. Dann bring ich's noch mal mit :)


Flugwuzzi schrieb:
Zitat
Toller Baubericht Uwe  :klatsch: :klatsch:
Besonders interessant sind die umfangreichen Hintergrundinformationen, auf keinen Fall damit aufhören  :P

lg
Walter
Hallo Walter,
danke Walter, und o.k., dann werd ich's weiter so machen, versprochen.  8)


Coporado schrieb:
Zitat
Ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen, höchst interessant und ich mag diese Kombi aus Modellbau und Geschichtslehrstunde sowieso, also bitte gerne weiter so  :P :P :P

Zitat von: Uwe B. am 01. Mai 2018, 16:36:29


    Hallo Sascha,

    ... Wenn Du mit (doppelt) historischem Hintergrund die Geschichte des Dioramas meinst (zusätzlich zum historischen Abriß), dann bin ich ja froh, dass dies so aufgenommen wird....


...und Uwe ja genau so war es gemeint  :1: :P
Hallo Sascha,
das freut mich - in dieser Hinsicht stehen wir uns ja gegenseitig in nichts nach.  :P :P :P Ich hoffe, man sieht sich mal wieder persönlich - vielleicht nächstes in Lingen.  :winken:


Hans schrieb:
Zitat
Tolle Arbeit! Und weiter so mit den Hintergründen. Es zeigt auf, wie man sich antiken Darstellungen nähert und wie man interpretieren muss - die irrige Vorstellung, man wüsste alles, man braucht doch nur die Figuren nehmen wie sie sind, ist weit verbreitet.

Die Figuren sind übrigens auch unter dem Namen Mokarex verbreitet, wenn man sie haben will (ebay) findet man mehr unter diesem Stichwort.

Tipp zum Pferd, keine Kritik: Ich verwende für antike Pferde sehr gerne die Pferde von Timpo, da diese etwas kleiner sind, als die üblichen 54mm Pferde. Sie sind in verschiedenen Haltungen einfach über ebay zu bekommen. Sie sind allerdings aus PVC-ähnlichem Zeug und schwer zu kleben. Ich hab mir aber auch schon eine Form gemacht und in Resin umgegossen, weil dann Umbauten leichter sind.
Hallo Hans,
danke für Dein positives Feedback, das ich besonders zu schätzen weiß. Der Tipp mit dem Namen 'Mokarex' ist wirklich interessant, da findet man ja tatsächlich eine Menge in der Bucht!

Und noch eins: ich hatte als Junge die US-Cavalry, Cowboys und Indianer und die Postkutsche von Timpo Toys im Laufe mehrerer Weihnachten geschenkt bekommen. Mit den von Dir erwähnten Pferden brachte ich immer die zu diesen gehörenden Pferde in typischer Timpo-Pose in Verbindung, z. B. dieses:


Quelle: https://picclick.de/Timpo-Pferde-Konvolut-Beige-mit-Braunen-Geschirr-und-142726304122.html

Aber beim weiteren nostalgischen Googeln, fielen mir dann auch die Pferde auf, die Du wahrscheinlich eher meintest:


https://picclick.de/Timpo-Toys-Pferde-Plastikfiguren-Spielzeug-Tierfiguren-Varianten-173172289214.html

Die sind gar nicht so schlecht, von den Pferden hab ich vor Jahren auf besagter Plastikfiguren-Börse in Herne auch so 3 - 4 Stück für kleines Geld erworben, ohne zu wissen, dass die auch von Timpo waren.  8o
Danke also für Deinen Tipp, die sind wirklich gut.  :P :P :P


Postbote schrieb:
Zitat
Hallo Uwe B.

mach Du mal schön so weiter :D
Ich lese hier zwar nur still mit, aber die Hintergründe zu Deinem 'ömer-Dio finde ich schon interessant.
Mein Wissen beschränkt sich da eher auf die Asterix-Comics. :pffft:

Und eine beeindruckende Arbeit ist es allemal :respekt:

Mit schönem Gruß
Christoh
Hallo Christoph,
meinen allerherzlichsten Dank für Dein Lob. Und sei nicht zu bescheiden, wer die ganzen Asterix-Hefte durchgearbeitet hat, der weiß schon viel, viel mehr über die alten 'ömer als die meisten anderen. Die waren neben den Monumentalfilmen auch mein "fachlich-literarischer"  ( :3:) Einstieg ins Thema.  8)


Bughunter schrieb:
Zitat
Da kann ich mangels Wissen und Erfahrung nichts zu beitragen, aber: Was für ein Projekt :P
Da ist jede Figur ein Modell für sich, und dann erst das gesamte Dio 8o Einfach unglaublich.
Das Leopardenfell z.B. ist Dir super gelungen!

Wirklich ganz großes Kino und zurecht Dein Avatar :1:

Viele Grüße und viel Erfolg,
Bughunter
Hallo Frank,
danke für Deine - wie immer  ;) - freundlichen Worte. Wenn nächstes Jahr nicht wieder was dazwischen kommt, sehen wir uns hoffentlich in WD, ich vielleicht als Mit-Aussteller bei der Modellbaugilde, dann bring ich das Ding einfach mit. 8)

LG - Uwe   :winken:


PS: ich habe meinen letzten Teil des Bauberichts noch einmal in zwei Punkten an den entsprechenden Stellen ergänzt:

Zum Thema Figuren von Cafe Storme:
Im Internet werden sie auch heute noch unter dem Markennamen "Mokarex" angeboten. (Danke, Hans)

Zur Neusser Roßstirn:
Übrigens schreibt Marcus Junkelmann ("Die Reiter Roms - Teil III: Zubehör, Reitweise, Bewaffnung", S. 202) zu diesem Frontale noch sinngemäß, dass sich im Berliner Antikenmuseum noch ein weiteres, vollständiges (!), sonst identisches Exemplar der Neusser Roßstirn unbekannter Herkunft befinde. Dies bedeutet, dass dieses Teil nicht singulär war, sondern sich eventuell sogar weiterer Verbreitung erfreute. Leider kenne ich kein einziges Foto oder genauere Beschreibung des Berliner Exemplars. So fiktiv meine Verwendung der Roßstirn für Paulinus auch ist - immerhin hatte er auch einen persönlichen Bezug zu Africa, schließlich wissen wir ja, dass er in den Jahren 40 und 41 n. Chr. als Militärführer und Praetor (laut Wikipedia eines der höheren Ämter der römischen Ämterlaufbahn) in der Provinz Mauretania war.
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Maesi

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Bin begeistert, seh hoher Lernfaktor!

Uwe B.

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Maesi schrieb:
Zitat
Bin begeistert, sehr hoher Lernfaktor!

Hallo Maesi,

danke für Deine freundlichen Worte - freut mich, dass Du das so siehst.  8) :D

LG - Uwe   :winken:
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Hans

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Zitat
die Pferde auf, die Du wahrscheinlich eher meintest:

Ja genau. Es gibt die nicht nur bei den "Cowboys" für den Corral, sondern Timpo hatte auch eine Bauernhof-Serie. Wobei ich, wie gesagt, Abgüsse in Resin bevorzuge, die mir unsere Restauratorin gemacht hat. Die sind hart, gut bemal- und umbaubar. Und für 54 mm haben sie die "richtige" Grosse der antiken Pferde.

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Es ist schon toll anzusehen wie vielfältig das Hobby ist und sein kann. Und was für kleine Brötchen man selbst am backen ist.
Hut ab. Macht einfach Spaß daran teil haben zu dürfen.

Gruß Tom

Uwe B.

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Hallo Modellboard-Freunde,

Hans schrieb:
Zitat
Zitat
   
Zitat
die Pferde auf, die Du wahrscheinlich eher meintest:

Ja genau. Es gibt die nicht nur bei den "Cowboys" für den Corral, sondern Timpo hatte auch eine Bauernhof-Serie. Wobei ich, wie gesagt, Abgüsse in Resin bevorzuge, die mir unsere Restauratorin gemacht hat. Die sind hart, gut bemal- und umbaubar. Und für 54 mm haben sie die "richtige" Grosse der antiken Pferde.
Donnerwetter Hans,
die sehen wirklich gut aus. Nicht nur sehr gut gebaut und bemalt, sondern am Beispiel des zweiten Bildes auch perfekt fotografiert  :P. Ich vermute mal (als Laie und mit aller gebotenen Vorsicht  8)), dass die abgebildete Figur ein Kelte aus dem heute bayrischen Raum ist. Erinnern mich irgendwie stark an die aufwändig verzierten und geschmückten Geschirrteile, wie sie heutzutage noch auf traditionellen Festen (Michaeliritt, Leonhardiritt) gezeigt werden.

mm schrieb:
Zitat
Es ist schon toll anzusehen wie vielfältig das Hobby ist und sein kann. Und was für kleine Brötchen man selbst am backen ist.
Hut ab. Macht einfach Spaß daran teil haben zu dürfen.
Hallo Tom, freut mich, dass Du wieder Spaß am Modellbau hast und - wenn ich mir so Dein Avatar und den dazugehörigen Galerieeintrag im Modellversium anschaue, da brauchst Du Dein Licht aber mit Sicherheit nicht unter den Scheffel zu stellen, da sehe ich kein kleines Brötchen, sondern eher ein Sahneschnittchen.
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