Autor Thema: Flugzeuge D.H.115 Vampire T.55 (Classic Airframes 1/48) in flight upd.10.06.  (Gelesen 1147 mal)

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Flugwuzzi

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Flugzeuge Re: D.H.115 Vampire T.55 (Classic Airframes 1/48) in flight
« Antwort #15 am: 10. Juni 2018, 21:58:44 »
Ein kleines Lebenszeichen, mit einer guten Nachricht von der Decal Baustelle. Ich habe von Brent-Air-Decals die Infos bekommen, dass er die Decals für die österr. Vampire in 1/48 drucken lassen kann. Da habe ich 2 Sets bestellt und freue mich sehr auf die Zusendung.

Weiter gehts mit dem Bausatz.
Der Bausatz bietet ziemlich grobe und flashige Plastikspritzlinge (typisch Short Run aus den 90ern) und sehr schön gegossene Resinteile.





Bei einer ersten Passprobe sieht man aber schon .... da kommt viel, viel Arbeit auf den geneigten Modellbauer zu.



Eine genauere Kontrolle der Oberflächen und der Ablgeich mit Vorbildfotos aus dem Museum zeigt ... viele Panel Lines sind falsch.

Was machen? Die Fehler akzeptieren, einfach bauen und bei Nachfrage eine fadenscheinige Ausrede auftischen wie .. ich wollte nur schnellen Bauspaß genießen?

Das bringe ich bei diesem Bausatz nicht übers Herz ... also ran an die Arbeit und erst mal die falschen Panellines identifizieren.

Die Tragflächenoberseite ...



... und rot markiert, was verspachtelt werden muss.



Die Tragflächenunterseite ...



... und rot markiert, was verspachtelt werden muss.



Und natürlich muss auch am Rumpf einiges verspachtelt werden, dabei sind die Nähte der beiden Hälften noch gar nicht berücksichtigt.



Für diese Aufgabe verwende ich den selbstgemachten Plastic Goo (Evergreenstücken in Tamiya Extra Thin aufgelöst).



Nach einem Durchgang warte ich 4-5 Tage bis der Plastic Goo komplett durchgehärtet ist und dann kommt die neue Lage Plastic Goo drüber und danach wieder 4-5 Tage warten.



Erst nach der 3. Schicht waren keine Panellines mehr zu erkennen. Jetzt warte ich wieder 1 Woche bevor die Schleifarbeit beginnt, damit das Zeug auch wirklich komplett durchgetrocknet ist.



In der Zwischenzeit bastel ich auch an einem anderen Projekt, um die Wartezeiten sinnvoll zu überbrücken. Da das andere Projekt Resingussteile benötigt habe ich für den Vampire Bau schnell eine Silikonform gemacht ...



... und das Instrumentenpanel aus Resin nachgegossen.



Obs geklappt hat und wofür ich den Resinabguss brauche lest ihr bei einem der nächsten Updates.

lg
Walter
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Puchi

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Re: D.H.115 Vampire T.55 (Classic Airframes 1/48) in flight upd.10.06.
« Antwort #16 am: 11. Juni 2018, 09:18:26 »
Auweia, ein Puttyfresser! 8o Ich werde mir von Evergreen ein paar Aktien zulegen. :6:

Aber in diesen Belangen bist Du ja schon ausreichend gestählt, und so sehe ich beruhigt den weiteren Bastelaktionen entgegen.

Beim Herstellen der Gußform trage ich übrigens zuerst etwas Abformmasse mit dem Pinsel auf das Urmodel auf, um sicherzustellen, dass auch kleinste Details nicht durch Luftblasen flöten gehen. Erst dann fülle ich mit der restlichen Masse auf. Bin ja schon gespannt, was das für ein Projekt wird. :1:

p.s.:
Nach einem Durchgang warte ich 4-5 Tage bis der Plastic Goo komplett durchgehärtet ist ...
Und ich dachte, ich wäre mit meinen 3 Tagen Durchhärtezeit einsamer Spitzenreiter... :D


Liebe Grüße,

Karl
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Skyfox

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Re: D.H.115 Vampire T.55 (Classic Airframes 1/48) in flight upd.10.06.
« Antwort #17 am: 11. Juni 2018, 09:42:06 »
Moin!

Alter WFalter!  8)
Zitat
...Bei einer ersten Passprobe sieht man aber schon .... da kommt viel, viel Arbeit auf den geneigten Modellbauer zu...
...die Untertreibung des Jahrhunderts!  8o
(Ganz ehrlich? Ich hätte den Deckel wieder zu gemacht und die Schachtel ganz nach unten in den Bausatzstapel – Lagerraum 6c, Regal 52, hinten, ganz unten – verfrachtet... :woist:)
Mit Verlaub: da noch von "Passung" zu sprechen, zeugt von grenzenlosem Optimismus... :pffft:
Wir wissen ja, das Du sowas mit der Dir eigenen Art bewältigen kannst, und auf das "wie" freuen wir uns alles schon – aber die Nummer ist schon heftig!

Thrill & Suspense!
Danke!
Das wird spannend werden...
 :V:
AnD.Y.
MBSTHH 
Im Gedenken an meinen Freund Ulf Petersen, 1967 – 2018

Flugwuzzi

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Re: D.H.115 Vampire T.55 (Classic Airframes 1/48) in flight upd.10.06.
« Antwort #18 am: 11. Juni 2018, 21:28:00 »
AnD.Y. vielen Dank für die motivierende Aufmunterung. Die Unpassungen machen schon ein bissl Angst, aber ich hab keine Stress, hab Zuversicht und genug Spachtel im Haus, was kann da noch schief gehen  :D :D


Auweia, ein Puttyfresser! 8o Ich werde mir von Evergreen ein paar Aktien zulegen. :6:
Zu spät, hab die Platten schon alle im Keller eingelagert und den Aktienkurs dadurch schon vor Tagen in die Höhe gejagt  :D


Beim Herstellen der Gußform trage ich übrigens zuerst etwas Abformmasse mit dem Pinsel auf das Urmodel auf, um sicherzustellen, dass auch kleinste Details nicht durch Luftblasen flöten gehen. Erst dann fülle ich mit der restlichen Masse auf.
Danke für den Hinweis Karl, daran hab ich bisher noch nie gedacht ... das merke ich mir  :P


Nach einem Durchgang warte ich 4-5 Tage bis der Plastic Goo komplett durchgehärtet ist ...
Und ich dachte, ich wäre mit meinen 3 Tagen Durchhärtezeit einsamer Spitzenreiter... :D
Karl, der Plastic Goo hat leider die Eigenschaft noch zu schrumpfen, deswegen die etwas längere Wartezeit. Ich hoffe jedenfalls dass das reichen wird.

lg
Walter

MACHEN ist wie WOLLEN ... nur viel besser!

bughunter

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Re: D.H.115 Vampire T.55 (Classic Airframes 1/48) in flight upd.10.06.
« Antwort #19 am: 11. Juni 2018, 21:35:59 »
Allein für die Wartezeit der Spachtelarbeiten wird ja schon mehr als einen halben Monat benötigt :12: Du hast wirklich Geduld, oder es ist mit diesem Datengedöns schlimmer als gedacht :6:
Und auch kein Wunder, daß Du da parallele Gießarbeiten mit Silikon und Resin startest - auf das Resultat und das Projekt dahinter bin ich gespannt!

Gegenüber diesem Projekt waren wohl die Lufteinläufe beim Eurofighter nur die Warmlaufphase?

Viel Erfolg!
Bughunter

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Re: D.H.115 Vampire T.55 (Classic Airframes 1/48) in flight
« Antwort #20 am: 12. Juni 2018, 04:48:50 »
<...> Für diese Aufgabe verwende ich den selbstgemachten Plastic Goo (Evergreenstücken in Tamiya Extra Thin aufgelöst).<...>
Nach einem Durchgang warte ich 4-5 Tage bis der Plastic Goo komplett durchgehärtet ist und dann kommt die neue Lage Plastic Goo drüber und danach wieder 4-5 Tage warten. <...>

Die Warterei ist ja heftig. Wäre es eine Idee, ein Evergreen-Profil direkt in die Gravur zu kleben?  :woist: Schrumpft vielleicht nicht so schlimm.
Oder ist da ein Denkfehler drin? Würde sich das Profil vielleicht trotz des Tamiya Extra Thins nicht genug in die Gravur legen und Spalten  /Hohlräume bilden?
Moritz

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Re: D.H.115 Vampire T.55 (Classic Airframes 1/48) in flight upd.10.06.
« Antwort #21 am: 12. Juni 2018, 14:37:23 »
Servus Walter,
Du fängst das neue Lebensjahr gut an, erstmal das Nervenkostüm stählen  8). Wenn ich solche "Passungen" sehe frage ich mich immer: muss man sowas bauen? Klare Antwort: da kannt ja jeda (Kit) kemma und Vaters Nosn an Riassl hoassn - also ja. Du bezwingst auch den Bausatz  :P.

Bei Deiner Spachtelorgie habe ich mich allerdings auch gefragt, warum alles mit mehreren Schichten flüssigem Plastik. Ich hätte bei den langen geraden Linien zu gezogenem Gießast gegriffen. Gut einweichen und festdrücken, dann wär es wohl mit einem Durchgang erledigt. Die Schleiferei hast danach so und so.

Gruß
Jürgen   :winken:

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Re: D.H.115 Vampire T.55 (Classic Airframes 1/48) in flight upd.10.06.
« Antwort #22 am: 13. Juni 2018, 16:34:11 »
Gegenüber diesem Projekt waren wohl die Lufteinläufe beim Eurofighter nur die Warmlaufphase?
Ich denke die Summe der Erfahreungen aus den letzten Flugzeugmodellen macht es aus, dass ich überhaupt den Mut finde die Schachtel zu öffnen und den Bausatz zu beginnen.  :D


Die Warterei ist ja heftig. Wäre es eine Idee, ein Evergreen-Profil direkt in die Gravur zu kleben?  :woist: Schrumpft vielleicht nicht so schlimm.
Oder ist da ein Denkfehler drin?
Bei Deiner Spachtelorgie habe ich mich allerdings auch gefragt, warum alles mit mehreren Schichten flüssigem Plastik. Ich hätte bei den langen geraden Linien zu gezogenem Gießast gegriffen. Gut einweichen und festdrücken, dann wär es wohl mit einem Durchgang erledigt. Die Schleiferei hast danach so und so.

Au ja, mit den Argumenten habt Ihr absolut Recht. Gleich von Anfang an einen Gußast einzukeben wäre vermutlich schlauer gewesen. Ich hab aber mit dem Plastic Goo angefangen und dachte erst, eine Lage würde ohnehin reichen. Aber nach der Schrumpfung musste ich nochmal drüber und da wars für die Gussastlösung ohnehin schon zu spät.  :D

lg
Walter

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