Autor Thema: Flugzeuge [Update 0606] Stinson SR-9DM Reliant with Edo 39-4000 floats - Dekno Models 1/72  (Gelesen 1324 mal)

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mm

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Hallo zusammen,
nach meinem Treckerausflug nun was mit Flügeln. Da ich eh auf die bestellten Felgen für meinen Ford F1 warte, schiebe ich ihn dazwischen. Vorab ich bin kein Fliegerbauer und habe ehrlich gesagt null Plan. Ich erhoffe mir den ein oder anderen Tipp und werde die Schritte möglichst zeitnah in den Bericht einpflegen.

Wieso nun ein Flieger. Da mir Flugzeuge eine gewisse Faszination abringen können, ich das „korrekt“ Militärische „bauen“ jedoch Scheue, habe ich mich als Neuling (den Fokker DR1 Abbruch vor einem Jahrzehnt zähle ich mal nicht, und den Tomcat Sylvesterböllerschuß vor 30 Jahren auch ned) ;) , für eine zivile Variante entschieden.  Erwartet keinen Pro Baubericht, gut möglich dass ich viele Dumme Fragen habe oder Bauliche Patzer einbaue.  :6:

Bei meiner Suche hatte ich also folgende Kriterien:
Maßstab 1/72, zivile Variante möglich, etwas mit 'nem Propeller und da ich es direkt als ein Diorama mit Wasser planen wollte, etwas mit Schwimmern.

Meine Wahl fiel dann auf eine Stinson Reliant. Mein Plan ist es einfach eine ausrangierte zivile Version zu bauen die von einem Privatmann geflogen wird.
Somit wird dies (neben dem Modellreview) überhaupt in den ganzen Jahren mein erster Modellbaubericht im Modellboard.

Die erste Frage die ich mir stelle, da mein erster Resinbausatz wie bekomme ich den abartigen Gestank weg?  Vorab noch hier das Verpackungsbild damit Ihr Euch das Ding vorstellen könnt. Ich hoffe natürlich auf eine rege Beteilung durch die Pro's und Nicht Pro's hier ;)

Gruß Tom

« Letzte Änderung: 06. Juni 2018, 21:03:08 von mm »

Gilmore

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Ich kenne den Bausatz zwar nicht, aber da hast Du Dir ja gleich was ziemlich schwieriges ausgesucht. Allein schon, wenn ich die dünnen Schwimmerstreben sehe. Aber ein schönes Vorbild ist es allemal. Bin mal gespannt, was Du daraus zauberst.
Man sollte das ganze Leben nicht so ernst nehmen, man kommt da sowieso nicht lebend raus.
Die Realität ist eine Illusion, hervorgerufen durch zu wenig Alkohol.

tsurugi

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Hallo Tom, das Vorbild gefällt mir auch sehr gut aber ich fenke es ist sehr mutig gleich mit einem Resinkit anzufangen.
Aber bei Problemen wird Dir hier sicher geholfen.
Ansonsten kannste bei grösseren Problemen  auch gerne mal in meinen Bastelkeller kommen.

Gruss

Markus

mm

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Danke Jungs, ich bin selbst gespannt.
Das Ihr beide den Schwierigkeitsgrad so hoch legt spornt an :)
Da ich trotz Pfingsten buckeln darf, bin ich erstmal auf der Recherche was Bilder betrifft.
Den Gestank bin ich dank Lüften schon gut los geworden. Mal sehen was es gibt.

Gruß Tom

Flugwuzzi

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Interessant Tom!
Zwar nicht ganz mein gewohnter Maßstab, aber ich schau dir bei dem Bau gerne über die Schulter  :1:
Vie Freude beim Bau!
lg
Walter
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mm

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Super Walter ich freue mich über jeden Leser und Tipp.
Und was Deinen Maßstab betrifft, die Stinson Reliant SR -9 wurde auch in 1:48 von AMT/Ertl/Esci aufgelegt irgendwann in den 70er. Über die Qualität der Formen kann ich aber noch nichts sagen.
Die 1o5 wurde von Pegasus/Lindberg gebracht in den 50er 60er und 70er.

Gruß Tom

Öh irgendwo hatte ich das heute schon geschrieben ^^

mm

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Hier mal mein erstes Update mit meiner Beschäftigungstherapie, ich werde den Bericht einfach so runter schreiben wie mir der Gedanke kommt. Von Fachausdrücken, allein schon bei richtigen Bezeichnungen nehme ich wohl(un)wissend Abstand ;)

Mittlerweile habe ich einige Infos zur Stinson zusammen bekommen. Die von mir gebaute Stinson ist entgegen der frühen Herstellerangabe auf er Verpackung eine Stinson SR-9DM Reliant. Kennung CF-BEQ der Imperal Oil Ltd. auf Schwimmern.

Auf der Seite „Stinsonflyer“ hat „Art Carson“ drei eingescannte Fotos zur Verfügung gestellt. Aufgenommen wurden diese in British Columbia in den Kanadischen Rocky Mountains, beim Red Pass Stadtseits in Richtung Fraser Fluss, wo dieser den See verlässt. Im Hintergrund sind malerisch die Rocky Mountains zu sehen. Das war in etwa auch mein Urgedanke von der Dioidee.

Das erste Bild zeigt die CF-BEQ wo sie gerade am Ufer festgebunden ist.


Das zweite Bild zeigt das gute Stück von vorn.


Das dritte Orginalbild zeigt die Reliant auf dem Wasser von vorn.


Das Firmenlogo der Stinson datiert die Fotos zwischen April 1937 und Mai 1940

Quelle:Stinson Flyer

Der ursprüngliche Plan die Stinson im Besitz eines „Privatmännleins“ zu bauen ist verworfen, ich baue sie OOB mit entsprechenden Decails der Verpackung.

Zum Innenleben gibt es eher weniger Bilder im Zustand von damals, das sind eher Restaurationsbilder, schätze ich. An die werde ich mich fürs Cockpit halten. Der Farbton des dunkelroten Leders der Sitze gefällt mir und passt, denke ich gut zu dem Rot von außen, ob das im Original so war kann ich nicht behaupten.


Cockpit Stinson SR-9C Reliant von Jeremy D. Dando

Im Original besteht das Amaturenbrett aus Holz. Dies werde ich versuchen zu imitieren. Für mich als Autobauer neu, da ist alles gelöchert. Wie hebe ich das hervor und wie fülle ich das klar? Sieht man das später noch?



Nach einem ordentlichem Bad mit Spülmittel wurden die beiden Rumpfhälften vom Überschuss entfernt und mit Tamiya Primer grau benebelt. Ebenso Sitze und Amaturenbrett.



In der Nahaufnahme wirken die Streben krisseliger als ich dachte, da war ich ganz schön erschrocken.

Die mittige Cockpitfensterstrebe besteht aufgrund der Flugzeughälften aus zwei Teilen, eines davon ist ziemlich verzogen.

Außerdem fehlt da jeweils links und rechts eine diagonal laufende Strebe zum unteren Cockpitfenster.

Zudem hat der Flieger oben rum einen ziemlichen Spalt den es zu füllen gilt.


Auch unten am Rumpf ist ein Spalt vorhanden und natürlich feine Details die der Abguss bietet.


Die Gravuren der Seite



So, viel ist noch nicht geschehen. Ein Baubericht bedeutet mehr Arbeit als ich dachte :D

Gruß Tom
« Letzte Änderung: 21. Mai 2018, 22:27:41 von mm »

Postbote

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'nen Abend Tom,

die Gläser der Instrumente kannst Du mit Holzleim nachbilden, ob man davon bei 1/72 aber noch was sieht :pffft:

Ich denke eher nicht, aber machen kann man's ja trotzdem :1:

Hat aber ganz schön üble Spalten der Flieger, da gibt's lustig was zu spachteln und zu schleifen. 8o
Ich mache sowas bei dem aktuellen Wetter am liebsten draußen, Resinstaub ist ja nicht ohne, und viel dabei trinken.
Aber nicht soviel, daß man so schaut wie der Smiley :6:

Mit schönem Gruß
Christoph
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Fumator

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M. E. ist die linke Rumpfhälfte verzogen. In sehr heißes Wasser halten und dann auf einer planen Fläche begradigen. Aber sehr vorsichtig!!! Die Kanzelstrebe würde ich einfach neu fertigen.

Gruß Axel

P.S. Kleiner Trost: Früher war Dekno noch schlimmer.

mm

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die Gläser der Instrumente kannst Du mit Holzleim nachbilden, ob man davon bei 1/72 aber noch was sieht :pffft:
Ich denke eher nicht, aber machen kann man's ja trotzdem :1:

@Christoph

Ich gucke mal, was die Detailierung betrifft. Das ist echt Mini. Auch was Gurtschnallen betrifft.

M. E. ist die linke Rumpfhälfte verzogen. In sehr heißes Wasser halten und dann auf einer planen Fläche begradigen. Aber sehr vorsichtig!!! Die Kanzelstrebe würde ich einfach neu fertigen.
P.S. Kleiner Trost: Früher war Dekno noch schlimmer.

@Axel

Auch das schaue ich mir morgen mal an.

Was die Kanzelstrebe betrifft. So wie das ausschaut kommt die Glashaube da eh drüber. Neu machen ist wohl besser. Danke.

chriock

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Da hast du ja noch ordentlich was vor dir.
Ich schaue auf jeden Fall weiter dabei zu.

Eine Stinson SR-9C Reliant fliegt bei uns in der Gegend.
Falls du nichts dagegen hast, hier mal ein Foto von ihr:

* StinsonReliant.jpg (100.38 KB)

Quelle: eigenes Foto

Gruß
Christian

Flugwuzzi

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 8o Oha ... die Lücken sehen ja abenteuerlich aus. Da wirst du wohl ordentlich auffüllen müssen.

@Cockpit
Das Instrumentenbrett kannst du mit Farbe auf Holz trimmen. Bughunter und andere haben da schon tolle Ergebnisse erziehlt. Für die Instrumente gibt es Decals z.B. von Airscale http://www.airscale.co.uk/ Die könntest du einkleben und mit Micro Kristal Klear (eine Art Holzleim der glasklar härtet) einkleben. Sieht dann ganz gut aus.

Ich wünsch dir echt viel Durchhaltevermögen bei dem Bau  :D

lg
Walter
MACHEN ist wie WOLLEN ... nur viel besser!

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Eine Stinson SR-9C Reliant fliegt bei uns in der Gegend.

Christian, ein schönes Exemplar. Und klar kannst Du hier Bilder reinpacken, bin dankbar für jede Version.
Cool finde ich ja den Vogel der oben am Flügel hängt ;)

8o Oha ... die Lücken sehen ja abenteuerlich aus. Da wirst du wohl ordentlich auffüllen müssen.

@Cockpit
Das Instrumentenbrett kannst du mit Farbe auf Holz trimmen. Bughunter und andere haben da schon tolle Ergebnisse erziehlt. Für die Instrumente gibt es Decals z.B. von Airscale http://www.airscale.co.uk/ Die könntest du einkleben und mit Micro Kristal Klear (eine Art Holzleim der glasklar härtet) einkleben. Sieht dann ganz gut aus.

Ich wünsch dir echt viel Durchhaltevermögen bei dem Bau  :D


Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, das mein Leidensweg der sich hier im Baubericht wohl ergeben wird, auf Freude bei den werten Kollegen trifft. Aber sei's drum. Das macht es nur pikanter :D

Deine Seite habe ich mir angesehen, irgendwie führen die nichts in 1/72 oder ich bin blind. Die Amaturen sind auch nur Stecknadelkopf groß. Das ist in der Tat Sadomaso  :pffft:

Heute hat sich nicht viel getan. Ich habe heute die beiden Rumpfhälften heiß gebadet und eine ganze Kiste mit 15 Tamiya Farben drauf gestellt um die etwas zu begradigen. Der Spalt ist etwas geringer geworden. Sie liegen zumindest plan auf dem Tisch, und der Spalt ist gefühlt schmaler geworden. Im Hintergrund das von der Frau geklaute Bleiband für die Schwimmer.  :6:



Außerdem habe ich die Türen angespasst. Die wollten überhaupt nicht in die dafür vorgesehenen Löcher. Aber schlußendlich hat es gepasst.



Dabei habe ich mich entschieden die rechte Tür geöffnet darzustellen, das Modell soll ja später an einem Pier in ein Diorama gesetzt werden. Also Türen eingeklebt.

Außerdem habe ich das Innenleben und die Sitze einmal mit Dunkelrot, gemischt aus Tamyia XF1 und X7, einmal vollgekleistert, das werde ich noch dezent mattieren, waschen und altern. Das ist alles ziemlich Mini, hab etwas muffe das ich die feinen Details absaufen lasse.



Mehr ist bisher nicht passiert.  :rolleyes: Achja im Hintergrund ist der 50er Ford, auch so ein Zwischending.

Frage: Hatten die Propeller Maschinen zwischen 30 und 40 schon Schultergurte oder nur ums Becken herum?

Gruß Tom


Fumator

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Bei einer zivilen Maschine würde ich nur Beckengurte einbauen. Das ist auch heute noch so.

chriock

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Cool finde ich ja den Vogel der oben am Flügel hängt ;)

Ja, man hat da am Boden, passend zum Namen auf dem Flieger, eine Möwe als Schutz des Pitotrohrs angebracht. Eine wirklich coole Idee. :)
 
Quelle: eigenes Foto

Sieht gut aus deine Arbeit mit den Türen bisher.  :P

Gruß
Christian