Autor Thema:  Vielseitige Steuerplatine  (Gelesen 5839 mal)

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Armored

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Re: Vielseitige Steuerplatine
« Antwort #60 am: 08. September 2016, 14:06:49 »
Danke für den Tipp, Pucki! :P

Ich bin jetzt im erste Linie kein "Flugzeugbauer", würde mich aber gerne mal an dem eingebauten Motor probieren. Habt Ihr ein Tipp welche Kit sich dafür eignen könnte, der auch noch einfach zu bauen ist? Vorzugsweise militär und modern :woist:
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Re: Vielseitige Steuerplatine
« Antwort #61 am: 08. September 2016, 15:26:14 »
Ich habe jetzt keinen konkreten Tip - aber "einfach zu bauen, militärisch und modern"?

Ich denke mal, Du brauchst ein modernes Prop-Flugzeug, wenn der Motor was zeigen soll. Da fällt nicht so viel drunter - große mehrmot. Transporter fallen schon mal meist wegen "einfach zu bauen" aus. Bleiben noch so Sachen wie Cessnas, Pipers usw. Aber die sind auch nicht so arg "militärisch", wenn man sie mit modern kombiniert. Mir fiele da grade mal ne Cessna 0-2 Skymaster aus Vietnam ein ... ist aber auch nicht grade sehr modern.

Du könntest es mit einem Hubschrauber probieren. Die sind allerdings meist auch nicht so arg einfach zu bauen und hängende Rotoren sollten sich ja auch strecken, wenn sie rotieren. Wird wohl ein bisserl schwierig.

Bin schon gespannt, welche Vorschläge kommen. Mein Wissen über Kits hört so in den Modellen der End-50er auf.

Armored

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Re: Vielseitige Steuerplatine
« Antwort #62 am: 08. September 2016, 15:49:58 »
Eine Option wäre der A400M von Revell... Wegen Einbauraum, bin ich mir nur noch nicht ganz sicher ob es die 1/144er oder 1/72er sein sollte.
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Riker

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Re: Vielseitige Steuerplatine
« Antwort #63 am: 08. September 2016, 21:59:56 »
@Pucki
Jep, ich weiß... die 433MHz Frequenz ist die 'Schlampen'-Frequenz.... Das liegt sicherlich auch daran, das laut ISM-Spezifikation in dem Frequenzband keinerlei Zeitslots beachtet werden müssen oder ob gerade ein anderer auf der Frequenz sendet. Sozusagen die freie Spielwiese im Datenfunk ;) Für einen Kurzstreckenbetrieb und wenn man einen selten benutzten Kanal verwendet, kann man dem ganzen etwas den Wind aus dem Segel nehmen. Man ist ja nicht direkt auf die 433 MHz beschränkt. Der freigegebene Bereich bewegt sich von 433,05 MHz bis 434,79 MHz. Mit den Hoperf Funkmodul RFM12B könnte man sich sogar im Bereich von 430,24 bis 439,75 MHz mit einer Schrittweite von 0,0025MHz bewegen. Der Bereich ist natürlich nicht ganz erlaubt und wenn sich jemand gestört fühlt, könnte es vielleicht ärger geben. Wenn die Sendeleistung allerdings auf das notwendige Maß reduziert ist und ca 10-20m abdeckt, sollte es keinerlei Probleme bereiten.
Ein Übertragungsprotokoll mit Checksumme bringt dann auch Störsicherheit gegenüber Fremdsendern. Somit kann man es schon verwenden ;)
Mit dem Raspberry und dem Funkmodul hab ich auch schon ein paar wenige Experimente veranstaltet und es ist ganz witzig ;)

@ Armored
Vielen Dank für das Lob, schön das es dir gefällt :1:  Wie gesagt, einen Prototypen würde ich wahrscheinlich auf der Arbeit ätzen lassen. Dort wird das Layout auf eine Folie ausgedruckt, auf eine UV empfindliche Leiterplatte gelegt und mit Hilfe einer UV Lampe belichtet und in einem Fixierbad fixiert. Die unbelichteten Stellen  (quasi die ausgedruckten Leiterbahnen) sind nun gegen die Säure resistend und die unbelichteten Stellen werden in einem Säurebad weggeätzt.
Sollte es womöglich im Bereich des Kontrollers (Pinabstand von 0,5mm) zu erheblichen Problemen kommen, würde ich es bei einem Leiterplattenservice fertigen lassen. Aber eine andere Platine konnte ich schon mit einem Pinabstand von 0,5mm für eine USB-Micro Buchse auf der Arbeit fertigen lassen.

Heute habe ich mir mal ein paar Sachen von Exp-Tech bestellt. Womöglich kann man diese sehr gut für die Modellbeleuchtung verwenden und so teuer sind sie zum Glück ja auch nicht. Mit dabei ist ein fertiges Board mit einem Atmel 32u4 in Verbindung mit einem Bluetooth Low Energie Modul (BLE). Das hat den Vorteil, dass man auf ein recht Störunanfälliges, fertiges System zurück greifen kann und das BLE-Modul wie eine einfache Serielle Datenübertragung fungiert. Über ein spezielles Datenübertragungsprotokoll, Frequenzen, Modulkonfigurationen etc. braucht man sich nicht so sehr drum kümmern.

Daher liegt die Selbstentwicklung der Platine erst einmal  auf Eis bis ich die bestellten Sachen bekommen und getestet habe  ;)

Der A400M mit bewegten Propellern würde mich auch mal interessieren, Armored. Hoffe du machst dann einen Baubericht??  :1:

Gruß,
Sven  :winken:
Bauprojekte:
1:400 russ. SSN Akula       Abgeschlossen
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1:96 Columbia & Eagle Aufarbeitung Abgeschlossen
1:72 Supmarine Spitfire Mk Vc Abgeschlossen

Armored

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Re: Vielseitige Steuerplatine
« Antwort #64 am: 09. September 2016, 07:11:19 »
Über mein Vorschritt werde ich gerne berichten. Allerdings muss ich noch zwei weitere Bausätze erst noch fertig kriegen.
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Daniel_22

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Re: Vielseitige Steuerplatine
« Antwort #65 am: 20. September 2017, 20:57:09 »
Hey wie sieht's aus bei euch?

Hab mir den Thread mal durchgelesen und finde das Thema generell sehr interessant. In den letzten beiden Jahren habe ich mit genau diesen Elektronikgeschichten zu tun gehabt.

Ich weiß nicht wie weit ihr bei euren Entwicklungen seid aber grundsätzlich muss ich sagen, dass Bluetooth eine durchaus gute Variante zur Fernsteuerung ist. Und auch was die Motoren angeht braucht man keine großartigen Driver oder H-Brücken (zumindest nicht bei den normalen DC Mini-Motoren). Da reichen ein paar MOSFETs. Die Schaltungen dafür gibt's online zu Hauf. Erstens günstiger, zweitens geht bei einigen gängigen Drivern Leistung verloren durch Verluste im Modul. Bei einer selbstgebauten Schaltung sind die Verluste vernachlässigbar.

Ich würde ganz generell auch zu MOSFETs raten und weniger zu Transistoren. Bei LEDs geht das meist noch gut aber der Ärger mit den passenden Basiswiderständen ist doch manchmal nervend. Die MOSFETs sind spannungsgesteuert. Man muss bei den niedrigen Spannungen des LiPos  nur auf die richtigen Spezifikationen achten und den etwas höheren Preis im Vergleich zu den Transistoren in Kauf nehmen.

Arduino ist dabei sehr gut zum lernen und entwickeln geeignet. Wenn's "nur" LEDs, Motoren und vllt. ein paar Sensoren sein sollen, dann geht das voll klar :P

Und in SMD-Bauweise geht das sogar so klein, dass man bei 1/144 keine Probleme haben wird. Erst auf dem Steckbrett komplett testen und dann die Platine ätzen (lassen), dann sollte es laufen. Wenn man es klug angeht, kann man sogar später ohne Probleme die Software auf dem Mikrocontroller per USB o.Ä. updaten. Der Atmega328 ist hierbei am einfachsten zum Einstieg, wenn es um Arduino geht.

Gruß
Daniel

pucki

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Re: Vielseitige Steuerplatine
« Antwort #66 am: 20. September 2017, 21:23:48 »
Da ich persönlich nur Modellautos baue, habe ich für mich das Problem getrennt. ;)

Ich baue diese Platine (sieh Foto) in das Auto an.  Der Chip in der Mitte ist ein PCF-7574, Die Kontaktpunkte oben sind + / - und der I2C-Bus. 1+2 sind die Verbindung eines Transistor. Damit es passt ist alles in SMD aufgebaut. Wiederstände in der Größe 1206. Feiner Löten bekomme ich mit mein Lidl-Lötkolben noch nicht hin  :2:

Diese 4 Drähte versuche ich so unsichtbar wie möglich aus den Modell heraus, an den Sockel zu bringen. Eingebaut wird die Platine meist in den Kofferraum.

Im Sockel kann ich dann verstecken was ich will. Ich werde in den Sockel eine Kombi-Möglichkeit der Fernsteuerung einbauen. Eine davon wird eine einfache Infrarot-Diode. Auch wird eine "doppelte" Stromversorgung (Via Schalter) eingebaut, der zwischen Netzteilstrom und Akku umschaltet.

Über das 2 Fernbedienungssystem denke ich noch nach. Es gibt ein sehr günstigen WLAN-Chip. Der kommt in ca. 4-5 Wochen aus China. Das der Arduino-Nano nur 2.50 Euro kostet und die Rest ca. 10 Euro habe ich vor, jedes meiner Modelle mit ein solchen "Elektronischen Sockel" auszustatten.

Ich träume momentan noch daran, den Strom durch die Reifen zu leiten. Dazu müssen die Reifen allerdings fixiert werden (mit Kleber). Das hätte den Vorteil das das Auto vom Sockel abnehmbar wäre.

Die Preise sind alle EBAY / Paypal und in China bestellt. Lieferzeit : 4-6 Wochen.



Ich bin PucKi, ein älterer Mann und überzeugter Single, der immer noch versucht ein perfektes Modell zu bauen.

Romeo Delta

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Re: Vielseitige Steuerplatine
« Antwort #67 am: 17. Oktober 2017, 19:44:32 »
Da geht noch viel mehr, vor allem im RC Bereich: http://ardupilot.org/

Allerdings habe ich bisher meine Finger davon gelassen, weil ich schon den ganzen Tag bei der Arbeit am programmieren bin. Ich halte es schon für etwas gefährlich, einen meiner Helis blind GPS-Waypoints abklappern zu lassen. Ich fliege da lieber selber.

Und ich würde gerne mal einen richtigen Roboter bauen. Dafür bräuchte ich dann allerdings mehrere vernetzte Controller für verschiedene Aufgaben. Es ist aber schon eine Aufgabe, alles selber zu entwickeln. Leider ist ein NAO ( https://de.wikipedia.org/wiki/Nao_(Roboter) ) doch recht teuer. Ich habe mal einen in Aktion gesehen. Tolle Spracherkennung. Mustererkennung und Bewegungssteuerung, nur keine nennenswerte Intelligenz.