Autor Thema:  Merkava Mk.1, Takom, 1/35  (Gelesen 447 mal)

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BAT21

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Merkava Mk.1, Takom, 1/35
« am: 11. November 2017, 15:21:28 »
Merkava Mk.1  


Modell:  Merkava Mk.1
Hersteller:  Takom
Maßstab:   1/35
Art. Nr. :   2078
Preis ca. :  33 - 45 €








Beschreibung: 

Zitat
Merkava (hebräisch מרכבה „Streitwagen“) ist eine Serie israelischer Kampfpanzer, die seit 1978 produziert werden. Das neueste Modell (Merkava IV) wird seit 2003 an die israelischen Streitkräfte ausgeliefert. Eine Besonderheit des Kampfpanzers ist der Einbau des Antriebsstranges in die Wannenfront, um als zusätzlicher Schutz für die Besatzung zu dienen. Mit einer Fahrzeugmasse von 65 Tonnen ist der Merkava IV der zur Zeit schwerste in Serie produzierte Panzer der Welt. Das Chassis wird auch im Mannschaftstransporter Namer verwendet.

Spätestens nach dem Sechstagekrieg war klar, dass sich das kleine Israel keine großen Verluste im Krieg leisten konnte. Während des Krieges kämpfte die Zahal mit AMX-13-Panzern, Centurions und M50 Super Shermans, während die Gegner mit gleichwertigen oder unterlegenen Fahrzeugen wie T-34-85, SU-100 oder dem M48 Patton angriffen. Um auch in zukünftigen Konflikten zumindest eine technologische Parität zu erreichen, unterzeichnete Israel 1966 ein Abkommen mit Großbritannien, um gemeinsam den Kampfpanzer Chieftain zu entwickeln. Kurz zuvor fiel der bis dato zuverlässigste Waffenlieferant Frankreich aus, als Charles de Gaulle am 2. Juni 1967, unmittelbar vor Ausbruch des Sechstagekrieges, ein Waffenembargo über Israel verhängte. Großbritannien verlangte, dass Israel obsolete Centurions aus britischen Beständen kaufen sollte, im Gegenzug würde die Zahal an der Entwicklung des Panzers beteiligt werden. Die Briten erklärten sich ebenfalls bereit, eine Chieftain-Produktionslinie in Israel aufzubauen. Jedoch trat Großbritannien 1969 auf Druck der arabischen Länder von diesem Abkommen zurück, nachdem zwei Prototypen des Panzers geliefert worden waren.

Israel erkannte, dass es sich von den Waffen- und Ersatzteillieferungen aus den alliierten Staaten unabhängig machen musste. Ein weiterer Grund für eine Eigenentwicklung waren die spezifischen Anforderungen der israelischen Armee. Während die Modelle der NATO-Staaten dazu konstruiert wurden, an jedem Ort der Erde und unter allen klimatischen Bedingungen zu funktionieren, stellt der Merkava eine Antwort auf das eng begrenzte Einsatzgebiet der Streitkräfte wie auch auf ihre charakteristische Taktik dar. So begann 1970 unter Leitung von General Israel Tal die Entwicklung eines Panzers, bei dem besonderes Augenmerk auf den Schutz der Besatzung gelegt wurde, der aber gleichzeitig möglichst einfach und preiswert sein sollte. Dadurch ergab sich eine Reihe von Besonderheiten: Da die zu dieser Zeit verfügbare Panzerungstechnologie keinen vertretbaren Schutz vor Hohlladungsgeschossen bot, wurde entschieden, den Antriebsstrang als zusätzlichen Schutz für die Besatzung in die Front des Fahrzeuges einzubauen. Der Turm wurde sehr schmal gestaltet, da er in teilgedeckter Stellung die einzige Trefferfläche darstellt, und die Panzerung an der Turmfront wurde sehr stark geneigt. Die Hauptmasse der Munition wird in der Wanne gelagert, um bei Turmtreffern das Brandrisiko zu reduzieren.[4] Bei den beweglichkeitsbestimmenden Komponenten wurden, verglichen mit den Kampfpanzern anderer Staaten, ebenfalls neue Konzepte umgesetzt: So wurde ein hoher Wert auf den Schutz vor Minen und Sprengfallen gelegt und der Unterboden entsprechend stark gepanzert. Das Fahrwerk verwendet Schwingarme, deren Unterseiten gegen Schraubenfedern drücken. Durch den Verzicht auf Drehstäbe konnte der Wannenboden bereinigt werden, auch lassen sich beschädigte Fahrwerksteile schnell und kostengünstig reparieren. Konsequenterweise wurden die Luftfilter der Motoren für die Wüste optimiert, und bei den Gleisketten auf Gummipolster verzichtet. Da auch keine feuchten, matschigen Gebiete durchquert werden müssen, spielt der spezifische Bodendruck und somit das Fahrzeuggewicht eine untergeordnete Rolle. Nachvollziehbarerweise ist kein Merkava-Panzer tiefwatfähig. Auf die Transportierbarkeit mittels Bahn oder Flugzeugen wurde ebenfalls keine Rücksicht genommen.

Der erste Merkava Mark I wurde im April 1979 an die Zahal übergeben. Für die Produktion ist das MANTAK (Merkava Tank Office) zuständig, das dem israelischen Verteidigungsministerium untersteht. Der erste Kampfeinsatz eines Merkava Mk I fand im Libanonkrieg 1982 statt, als sich die ungewöhnliche Konstruktion gegen syrische T-72-Panzer bewährte.[4] Die Erfahrungen flossen in das Nachfolgemodell Mk II ein, das ab 1983 produziert wurde. 1989 folgte das Modell Mk III mit modularer Verbundpanzerung, besserem Feuerleitsystem und 120-mm-Glattrohrkanone von Israel Military Industries. Das neueste Modell Mark IV befindet sich seit 2003 in Produktion. Wanne und Turm wurden komplett neu entwickelt, um bessere Leistungsparameter zu erreichen.

Weiterlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Merkava


Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Merkava-1-latrun-2.jpg



Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Merkava-1-latrun-3.jpg


Schachtelinhalt: 

Nachdem in den letzten Jahren neue Modelle der späteren Merkava Baureihen erschienen sind, musste der Modellbauer, der die erste Variante bauen wollte, auf den über 30 Jahre alten Bausatz von Tamiya zurückgreifen. Mit dem Erscheinen des hier vorgestellten Bausatzes von Takom hat sich dies jetzt auch geändert.
Unter der Artikelnummer 2078 erschien die MK.I Variante vom Merkava.

Im Karton befinden sich neben sauber gespritzen Plastikteilen noch etwas Metall, ein kleiner Abziehbilderbogen und die Bauanleitung.
Auch wenn es einige Auswerfermarken auf den Plastikteilen gibt, sehen diese doch auf den ersten Blick sehr gut aus.
Bei dem Ketten hat sich Takom für die Segmentvariante aus Plastik entschieden.
Das Kanonenrohr setzt sich aus zwei Hälften zusammen.

Genug der Worte - hier kommen die Bilder der Teile:






















Für die Optiken und Lampen gibt es Klarsichtteile:




Die schon erwähnten Metallteile - gedrehter Draht, Bleifolie...




... und ein kleiner Bögen mit zwei Ätzteilen:




Ein paar Detailaufnahmen:






















Die Anleitung kommt als Heft:










Die Bemalungshinweise gibt es in Farbe:




Statt Werbung für das Farbset von Mig hätte ich mir lieber ein paar Infos zu den Originalen gewünscht.

Die Anzahl der Abziehbilder ist auch übersichtlich:




Fazit:  

Dank Takom kann der Freund moderner Panzer jetzt auch den Merkava I aus aktuellen Formen bauen.
Die Teile sehen auf den ersten Blick sehr vielversprechend aus.
Die Auswerfermarken an den Ketten erfordern aber etwas Nacharbeit.

Wer es genau nehmen möchte, sollte etwas Vorbildrecherche betreiben.
Turmkorb und Kettenpanzerung wurden erst später nachgerüstet. Dann muss aber vielleicht auch die Antirutsch-Beschichtung nachgebildet werden.
Hier helfen dann hoffentlich Internet und Literatur, um zum perfekten Modell zu kommen.

+  Vorbildauswahl
+  Detailierung
+  Teileanzahl
+  Montagefreundliche Ketten
+  Preis

-  Auswerfermarken an den Ketten
-  Bemalungsvarianten
-  Zweiteiliges Kanonenrohr

 :winken:

eydumpfbacke

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Re: Merkava Mk.1, Takom, 1/35
« Antwort #1 am: 11. November 2017, 15:51:31 »
Danke für die Vorstellung
Es grüßt der Reinhart :santa:

Pille: Eins muss ich sagen, Sie erstaunen mich immer wieder.
Spock: Ich mich auch Doctor.

standart2k

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Re: Merkava Mk.1, Takom, 1/35
« Antwort #2 am: 11. November 2017, 17:11:23 »
Danke für die Vorstellung, die Hybrid Variante sthet auch auf meiner Haben-Will Liste. Schade allerdings, das wie schon bemängelt so dicke Auswerferspuren auf den Ketten sind und das zweiteilige Rohr. Frage mich, warum man das heutzutage noch macht, geht ja auch anders. Schade auch, das zumindest beim Hybrid wohl auch der Anti-Rutsch Belag fehlt, für nen frühen Mk.I geht das ja noch, aber der Hybrid sollte schon einen haben, immerhin ein sehr auffälliges Merkmal bei IDF Fahrzeugen.
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Re: Merkava Mk.1, Takom, 1/35
« Antwort #3 am: 11. November 2017, 22:21:30 »
Danke für die Bausatzvorstellung und die wirklich tollen Fotos  :klatsch: :klatsch:

Unglaublich wie viele Details am Turm schon angegossen sind  8o
Interessant dass der Kettenkugelvorhang als Spritzgussteil ausgeführt ist. Andere Herstelle legen da manchmal Kettchen oder gar flache Ätztreile bei.
Toll dass eine Lehre für die korrekte Kettenmontage beiliegt  :P
Beim zweiteiligen Rohr gebe ich dir völlig Recht, ist auch für mich ein Minus, das könnte man heutzutage besser lösen.

Wieder ein Teil mehr auf meiner Wunschliste  :3:

lg
Walter

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Re: Merkava Mk.1, Takom, 1/35
« Antwort #4 am: 11. November 2017, 23:45:06 »
Gibt es einen Merkava-Bausatz mit Antirutschbelag aber ohne Auswerfermarken an den Ketten?
Gruß
Markus

standart2k

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Re: Merkava Mk.1, Takom, 1/35
« Antwort #5 am: 12. November 2017, 09:01:55 »
Hobby Boss hat zumindest den Antirutschbelag drauf. Also geht's ja technisch. deswegen frag ich mich manchmal, was sich die Entwickler dabei denken. Der Turm wird in aufwendigem Slide-Mold mit möglichst vielen Details als ein Teil hergestellt, aber das Rohr ist zweiteilig wie vor 30Jahren und die Kette hat ziemlich dicke Auswerfermarken. Muss man nicht verstehen :2:
« Letzte Änderung: 12. November 2017, 09:04:00 von standart2k »
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vonMackensen1914

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Re: Merkava Mk.1, Takom, 1/35
« Antwort #6 am: 12. November 2017, 09:39:38 »
Ich habe mir die Hybrid Variante zugelegt, ist ganz gut das teil,

das mit dem Fehlenden Antirutschbelag stört wirklich,
das Rohr soll aber wohl ganz gut zusammenpassen,

hier gibt es schon einen BB dazu.
http://www.themodellingnews.com/2017/11/pauls-construction-guide-of-takom.html
Eine menge Zurzeit im Bau.

Haupti

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Re: Merkava Mk.1, Takom, 1/35
« Antwort #7 am: 12. November 2017, 10:24:25 »
Der Merkava der ersten Generation hatte keinen Rutsch Belag. Das Modell ist historisch absolut korrekt!

standart2k

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Re: Merkava Mk.1, Takom, 1/35
« Antwort #8 am: 12. November 2017, 10:40:59 »
Ja, die Early Mk.I hatten wirklich keinen, aber die "Hybrid" schon.
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