Autor Thema: Flugzeuge Arado Ar 234 C-3, 1:48, Revell  (Gelesen 3784 mal)

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Skyfox

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Flugzeuge Re: Arado Ar 234 C-3, 1:48, Revell
« Antwort #60 am: 04. Juni 2018, 16:36:15 »
Moin

Dankeschön für Euer Interesse an meinem Baubericht – das nächste update wird nicht sooo lange auf sich warten lassen, Versprochen!  :1:

@Puchi: ...das mit dem 'reinmischen in die Gunze Metal Color Farben hatte ich mal irgendwo aufgeschnappt – frag' nicht wo, könnte sogar hier im MB gewesen sein  :woist:
Für kleine Flächen die keinen besonderen Hochglanzlook brauchen ist das ideal. Und für mehr brauche ich's ja so gut wie nie... :pffft:  :D
Den "Mr. Metal Primer" kenne ich an und für sich als Versiegelung für selbstgedruckte Decals (so schreibt es ACT auf die Blanko-Decalbogen Beilage).
Die "Primer" Funktion, also als Oberflächenvorbereitung, habe ich noch nie genutzt.

@Bohemund: Kein Wunder – einen 4-strahligen Bomber erwartet doch ernsthaft niemand so kurz vor "Toreschluß"  8)
Ist ein absolut faszinierendes Muster, daher auch mein Baubericht  :1:
Primer im Metalliclack (der Metal Primer ist im wahrsten Sinne echt ätzend)..
"Ätzend"? Öh...  ?(
...eigentlich ist das ein klarer, schnelltrocknender und hochglänzender Acryllack – als Oberflächenvorbereitung vor einer Metalliclackierung mit den "Mr. Metal Color" Farben gedacht.
Oder auch für die Versiegelung selbstgedruckter Decals verwendbar (s.o.)

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Skyfox
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RLHDLW

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Re: Arado Ar 234 C-3, 1:48, Revell
« Antwort #61 am: 04. Juni 2018, 19:20:32 »
Hätte ich ja fast übersehen! Schau ich mir an.  :1:


Jeder tut, was er kann. Aber nicht jeder kann, was er tut.

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bughunter

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Re: Arado Ar 234 C-3, 1:48, Revell
« Antwort #62 am: 04. Juni 2018, 22:15:28 »
Natürlich bin ich hier auch dabei!

...eigentlich ist das ein klarer, schnelltrocknender und hochglänzender Acryllack – als Oberflächenvorbereitung vor einer Metalliclackierung mit den "Mr. Metal Color" Farben gedacht.
Nicht nur für die Metallfarben!
Die originale Bestimmung sind wirklich Metalle, wie z.B. Ätzteile, von denen man die meisten Farben wieder leicht runterkratzen kann. Der MetalPrimer hält darauf wie Teufel (wenn gut ausgehärtet), den habe ich selbst mit Alclad-Airbrush-Reiniger kaum wieder entfernen können, und ist damit eine gute Basis für eine Lackierung.

Viele Grüße,
Bughunter


Wikipedia sagt: "Ein Modell ist ein vereinfachtes Abbild der Wirklichkeit."
Deshalb baue ich lieber verkleinerte Originale.

Skyfox

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Re: Arado Ar 234 C-3, 1:48, Revell
« Antwort #63 am: 05. Juni 2018, 09:23:43 »
Moin

@RLHDLW: Freut mich Burkhard  :1:

@Bughunter: Ebenso, Frank!  :1:
Und wieder etwas gelernt  :P – es lohnt sich wirklich, Bauberichte zu schreiben!
(Ich hab's nicht wirklich nachgelesen oder gegoogelt, warum das Zeug "Metal Primer" heißt – besorgt hatte ich mir das nur für selbstgedruckte Decals...  :pffft: )

 :V:
Skyfox
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mumm

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Re: Arado Ar 234 C-3, 1:48, Revell
« Antwort #64 am: 05. Juni 2018, 10:23:34 »
Ja, das ist analog zu der Messerschmitt 262 in München umgesetzt: das wird vermutlich eine Art Zinkchromat-Farbe (daher der gelblich-grünliche Farbton?)
als Oxidationsschutz für Biege- und Falzkanten sowie Nietreihen im Inneren gewesen sein.

Ah ja, dachte ich mir´s doch, besten Dank für die Aufklärung...
Peter  :winken:

rabapla

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Re: Arado Ar 234 C-3, 1:48, Revell
« Antwort #65 am: 06. Juni 2018, 09:59:39 »
das ist das, was wir immer als Spachtel an z.B. He 162 und Me 262 interpretiert hatten :woist:.
Was aber lt. Hans eben eine mit dem Pinsel aufgetragene Schutzschicht von Pfalzen und Nietenreihen ist.
Gruß

Ralf

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Hans

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Re: Arado Ar 234 C-3, 1:48, Revell
« Antwort #66 am: 06. Juni 2018, 10:27:46 »
Was man an der Münchener 262 auch wirklich deutlich sieht. Normalerweise ist Flugzeugaluminium durch eine hauchdünne Oxidschicht gegen Korrosion geschützt - deshalb auch der leicht matt-graue Schimmer. An Knickkanten und Bohrstellen platzt diese dünne Schicht aber ab - man hat die dann schnell überpinselt.
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Travis

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Re: Arado Ar 234 C-3, 1:48, Revell
« Antwort #67 am: 11. Juni 2018, 09:22:38 »
Sehr schön, Andy!
Gibt's auch 'nen nen kleinen Einblick von außen, wie die Fahrwerkschächte letztendlich durch die kleine Öffnung wirken?  :woist:

Tho :santa:
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Skyfox

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Re: Arado Ar 234 C-3, 1:48, Revell
« Antwort #68 am: 11. Juni 2018, 09:59:32 »
@rabapla: wir hatten hier irgendwo unlängst eine Diskussion bzgl. des Spachtels auf den Flächenverlängerungen der Dornier Do 335:
*Spachtelfarbe LW '44–'45, Dornier Do 335*
Hans hatte dort wirklich hervorragende Fotos zum Thema gepostet: http://modellboard.net/index.php?topic=57375.msg883927#msg883927
Die Arado war anzunehmenderweise innen genauso behandelt worden.
Was die Außenhaut angeht, wird es noch andere Methoden gegeben haben: die Arado Ar 234 war von herausragender Oberflächengüte, wenn man den Berichten der Amerikaner glauben schenken darf.
Irgendwo stand auch das geschrieben, finde das aber gerade nicht mehr...* :pffft:
@Travis: Öööh... :woist:
...noch nicht – außerdem fehlen natürlich noch die Hauptfahrwerksräder sowie die Klappen um den endgültigen Eindruck wiederzugeben.
Derzeit frickel' ich am Cockpit rum während die Rumpfhälften vor sich hintrocknen, daher im kommenden Update: wenige Plastik- dafür viele Ätzteile.

 :V:
Skyfox

EDIT: ...hier der Link auf eine Antwort von Universalniet im obigen Thread:
http://modellboard.net/index.php?topic=57375.msg883717#msg883717
*Es scheint ein Buch zu geben, in dem das Thema Oberflächenbehandlung der Arado näher beschrieben steht.
Leider besitze ich das nicht – hat jemand einen Tip um welches Buch es sichn handelt? RLHDLW?  :woist:

EDIT 2: ...man sollte sich auch den ganzen Thread durchlesen – Universalniet hat die entsprechende Textpassage dort auch gepostet:
http://modellboard.net/index.php?topic=57375.msg883869#msg883869

Zitat
HBF Besprechungsniederschrift 2/44

....

X. Zur Diskussion stand die Arbeitsvorschrift , die zur Erzielung einer glatten Oberfläche bei der Ar234 V und B-Reihe von MFo-Bra ausgearbeitet worden ist.

Die darin an die Serie gestellten Anorderungen hinsichtlich der Liegezeiten (Trockenzeiten) sind in dem gedachten Umfang untragbar. Das Problem der Liegezeiten wurde als einzigster Punkt zu diesem Arbeitsverfahren auch nur zur Debatte gestellt. Sowohl seitens der Konstruktion als auch seitens der Kontrolle wurde der z.Z. noch notwendige erhebliche Aufwand zur Erzielung der Oberflächenbeschaffenheit im einzelnen begründet.

Im Rahmen dieser Debatte ergaben sich folgende positive Punkte:

1. Verfahren.
Die der Serie bekannte bzw. noch bekannt zu gebende MFo-Arbeitsvorschrift vom 28.1.1944 muß aus den einzelnen, allen Besprechungsteilnehmern genannten Gründen mindestens bei Anlauf der Fertigung durchgeführt werden.

2. Aufwand
a) Spachtel
1,5kg Gummi-Füller und 9kg Auftragstempel lt. Versuch von MFo.

....

5. Entscheid
a) Das Auskitten mit Gummi-Füller wird nur bei Blechstößen, also nicht bei Flächennietreihen gefordert.
b) Das gesamte Leitwerk wird nicht gespachtelt.

....

Wie gesagt: das bezieht sich NUR auf die Außenhaut der Maschine – innen wurde der besagte grünlich-gelbe Anstrich verwendet.
« Letzte Änderung: 11. Juni 2018, 11:22:33 von Skyfox »
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