Autor Thema:  Film-Material?  (Gelesen 990 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

pucki

  • MB Star
  • ****
  • Beiträge: 829
Re: Film-Material?
« Antwort #15 am: 27. Mai 2018, 18:30:25 »
Yep, so kenn ich das beruflich (Mediengestalter) auch. Es gab früher auch Belichter, die direkt Farbdias belichtet haben, so muss man nicht mit Negativen arbeiten. Habe ich unzählige von erstellt.

Aua.  So was nennt man ANALOG-KAMERA. ;) Dias sind POSITIV-Filme. Was bedeutet, man musste sie zwar entwickeln aber nicht "umkopieren".  Ich habe selbst das schon gemacht.  In einer Dunkelkammer die Dose geknackt, den Film in eine Entwicklerdose getan, die passende Flüssigkeit dazu und warten. Danach den Film (bei normalen Licht) aus der Dose genommen, abgewaschen, geschnitten und in die Dia-Rahmen gefloppt. (Ich habe immer Rahmenlose benutzt wo das Dia in den Schlitz gefloppt wurde).

Dia-Filme sind auf den Markt noch erhältlich. Analogkameras auch, Entwickeln macht jedes Labor noch (Meine Schwester hat ihre letzten Analogfilme beim DM-Markt abgegeben).

Was bedeutet das jetzt.

Man kann also hingehen, das Objekt analog auf ein DIA !!!! Film fotografieren, den entwickeln lassen, und bekommt dann 24 x 36 mm große "Folien" wenn man so will. Die kann man dann ausschneiden. Bei uns als Modellbauer halt nicht nach Norm sondern was man braucht. Das ausgeschnittene halt dann in das Objekt kleben und was empfehlenswert ist, mit einer LED !!!! von hinten vielleicht beleuchten.  VORSICHT. Der Film ist Temperatur empfindlich. Also auf die Hitzeentwicklung achten.

Gruß

   Pucki

p.s. : Ich hoffe ich habe das Thema nicht mistverstanden. ;)
Ich bin PucKi, ein älterer Mann und überzeugter Single, der immer noch versucht ein perfektes Modell zu bauen.

Hans

  • Figurenbau Moderator
  • Globaler Moderator
  • Lebende MB Legende
  • *****
  • Beiträge: 17852
Re: Film-Material?
« Antwort #16 am: 27. Mai 2018, 19:00:14 »
Naja, ein bisschen schon. Der Threadersteller ist auf der Suche nach dünnem Film - auch Folien oder Überzugsfolien heissen so. Nicht Film im Sinne der guten alten Analogfotografie. An sowas denken nur solche wie du und ich, die wir vor 2000 mit dem Fotografieren begonnen haben.
Wobei die unbelichteten Reste eines entwickelten Umkehrfilms schon genau das wäre, wonach ich suche. Aber nachdem ich alles digitalisiert habe, sind auch alle meine Firmstreifen einfach im Müll gelandet. Und jetzt jammere ich....  :woist: :D :D
Poly(1-phenylethan-1,2-diyl) makes it all

pucki

  • MB Star
  • ****
  • Beiträge: 829
Re: Film-Material?
« Antwort #17 am: 27. Mai 2018, 19:21:13 »
Naja, ein bisschen schon. Der Threadersteller ist auf der Suche nach dünnem Film - auch Folien oder Überzugsfolien heissen so. Nicht Film im Sinne der guten alten Analogfotografie. An sowas denken nur solche wie du und ich, die wir vor 2000 mit dem Fotografieren begonnen haben.

Danke sehr freundlich. Ich habe mein ersten Diafilm 1974 ca. belichtet ;)

Wobei die unbelichteten Reste eines entwickelten Umkehrfilms schon genau das wäre, wonach ich suche. :woist: :D :D

Einfach produzieren lassen.  (Dia o. KB-Film kaufen, Und gleich entwickeln lassen) ;)

Wenn du aber nur ein paar Schnipsel brauchst, ich habe noch Reste von einen Kleinbildfilm (nix Dia) max. 24 x 36 schätze ich als größtes Teil.

Gruß

   Pucki
Ich bin PucKi, ein älterer Mann und überzeugter Single, der immer noch versucht ein perfektes Modell zu bauen.

pucki

  • MB Star
  • ****
  • Beiträge: 829
Re: Film-Material?
« Antwort #18 am: 27. Mai 2018, 19:29:38 »
Mir ist da gerade noch was eingefallen.

Vor ca. 10 Jahren habe ich mal für ein Projekt auf der Firma eine Ausbelichtung machen lassen. Das funktionierte folgendermaßen:
Ich habe ein Werbeblatt von uns genommen, es als PDF ausgedruckt und an einer Druckerei vor Ort per USB-Stick getragen. Die haben mir das dann mal eben auf Folie gedruckt. Lt. Aussage der Druckerei sind das die Folien die die auch für Ihre Druckmaschinen benutzen. Die Kosten hielten sich dabei im Rahmen.

Mein Tipp als Idee. Frag mal bei einer Druckerei vor Ort an, ob sie dir so was machen und was es kostet. Bei Uns z.b. gibt es auch ein Druckservice wo du mit einer PDF-DATEI auf Stick reingehst, und mit einen Ausdruck deiner Wahl raus kommst. Ich habe das gemacht, um meine Belichtungsfolie für meine Auto-Platine erstellen zu lassen. (Hab nur Tintenstrahler und damit ist das Mist).
Kosten für das Luxus-A4-Folie = 2 Euro.

Ist wie gesagt nur eine Idee. Ich hab aber keine Ahnung mehr wie dick damals die Folie war. Und bei der Folie die ich wollte war mir die Dicke auch egal.

Fragen kostet nix (Wenn man eine Telefonflatrate hat ;) )

Gruß

   Pucki
Ich bin PucKi, ein älterer Mann und überzeugter Single, der immer noch versucht ein perfektes Modell zu bauen.

Geno

  • MB Gigant
  • *****
  • Beiträge: 1563
  • You'll never walk alone
Re: Film-Material?
« Antwort #19 am: 27. Mai 2018, 20:34:55 »
Es könnte PET-G (Polyethylenterephthalat mit Glycol modifiziert) sein. Lässt sich 1a tiefziehen, gibt es auch in UV stabilisierter Ausführung und in Stärken bis runter auf 100µm.

Das Problem: Ich habe leider noch niemanden gefunden, der einem das Zeugs auch in kleineren Mengen vertickt. Üblicherweise werden Blisterverpackungen damit hergestellt, vielleicht kann man irgendwo bei einem Verpackungshersteller Klinken putzen?

Geno

Marco Scheloske

  • MB Gigant
  • *****
  • Beiträge: 2428
Re: Film-Material?
« Antwort #20 am: 28. Mai 2018, 22:45:14 »
Yep, so kenn ich das beruflich (Mediengestalter) auch. Es gab früher auch Belichter, die direkt Farbdias belichtet haben, so muss man nicht mit Negativen arbeiten. Habe ich unzählige von erstellt.

Aua.  So was nennt man ANALOG-KAMERA. ;) Dias sind POSITIV-Filme. Was bedeutet, man musste sie zwar entwickeln aber nicht "umkopieren".

Korrekt. Aber nix „Analog Kamera“. Das war digital, es wurde eine Datei erstellt (meist in Macromedia Freehand), die dann vom Computer auf einen Diabelichter übertragen wurde. Im Gegensatz zur klassischen Repro, in der Negativfilm belichtet und dann umkopiert wurde. Aber alles bereits digital auf computergesteuerten Belichtern, nicht mit Kameras. Anfang der 90er Jahre war das.
Gruß aus MG und "Just glue it!"
Marco (Triliance.de), "The Baseman"


Skyfox

  • Globaler Moderator
  • MB Großmeister
  • *****
  • Beiträge: 3552
  • Wyrd bið ful aræd...
    • Modellbau Stammtisch Hamburg
Re: Film-Material?
« Antwort #21 am: 30. Mai 2018, 20:34:11 »
Moin

Der Vollständigkeit halber hier noch das Ergebnis meiner Messungen (ich habe tatsächlich noch Lithofilme in meinem Archiv  :woist: )

 

* Film_01 Kopie.jpg (131.33 KB)


Hier ein Lithofilm einer Whiskas-Dosenbanderole von 1993:

 

* Film_02_Kopie.jpg (133.43 KB)


...und hier der Film, der dem Eduard-Ätzteilesatz zu meiner aktuellen Arado Ar 234 C beiliegt:

 

* Film_03 Kopie.jpg (137.5 KB)


Ergo: die Materialstärke ist schon mal identisch.
Ich bleibe bei meiner Behauptung, das es sich bei den Ätzteil-Filmen um einfache Digitalfilm-Belichtungen handelt, wie sie in den 90er Jahren üblich waren... 8)

 :V:
Skyfox
(DTP-Operator aka Reinzeichner aka Mediengestalter)
MBSTHH 
Im Gedenken an meinen Freund Ulf Petersen, 1967 – 2018

Hans

  • Figurenbau Moderator
  • Globaler Moderator
  • Lebende MB Legende
  • *****
  • Beiträge: 17852
Re: Film-Material?
« Antwort #22 am: 30. Mai 2018, 20:36:52 »
Denke ich auch. 0,1 mm bekommt man auch als Kopierfolie für den Farbkopierer (angeblich braucht man das in Schulen noch). Ich denke, dabei lasse ich das. Danke für die Aufklärung!
Poly(1-phenylethan-1,2-diyl) makes it all

pucki

  • MB Star
  • ****
  • Beiträge: 829
Re: Film-Material?
« Antwort #23 am: 30. Mai 2018, 20:46:22 »
Lieber Hans

Diese Folien werden noch mindestens 10 bis 15 Jahre auf dem Markt bleiben. Du machst nämlich einen kleinen Denkfehler . Ein Foto Kopierer und ein Laserdrucker sind im Prinzip dasselbe Gerät. Der einzige Unterschied ist wie die Quelle erzeugt wird.
 
Die Folien sind für beide Geräte gleich. Wichtig niemals Tintenstrahl Folien in einen Fotokopierer oder Laserdrucker tun ist bei den heutigen Geräten sofort ein Totalschaden. Der Grund ist dass die Folien für eine Fotokopierer Temperaturen von bis zu 300 Grad aushalten in der Regel müssen sie aber ca 170 bis 200 Grad aushalten. Das ist die Temperatur mit der die meisten Fixiereinheiten arbeiten Punkt eine Folie für einen Tintenstrahldrucker ist viel weicher rauer und schmilzt bei der Temperatur sofort weg irreparabel Schaden.
 
Gruß

  PUCKI
Ich bin PucKi, ein älterer Mann und überzeugter Single, der immer noch versucht ein perfektes Modell zu bauen.

Hans

  • Figurenbau Moderator
  • Globaler Moderator
  • Lebende MB Legende
  • *****
  • Beiträge: 17852
Re: Film-Material?
« Antwort #24 am: 30. Mai 2018, 21:31:22 »
Zitat
kleinen Denkfehler . Ein Foto Kopierer und ein Laserdrucker sind im Prinzip dasselbe Gerät

Was du nicht sagst. Warst du mal Lehrer?
Poly(1-phenylethan-1,2-diyl) makes it all

pucki

  • MB Star
  • ****
  • Beiträge: 829
Re: Film-Material?
« Antwort #25 am: 30. Mai 2018, 21:46:20 »
Was du nicht sagst. Warst du mal Lehrer?

Naja ich habe leider gezwungenermaßen durch meinen Ex-Chef unsere ganzen Außendienstmitarbeiter auf EDV Sachen geschult Punkt anscheinend ist von dem Instinkt noch was hängen geblieben.

Gruß

  Pucki
Ich bin PucKi, ein älterer Mann und überzeugter Single, der immer noch versucht ein perfektes Modell zu bauen.

Hans

  • Figurenbau Moderator
  • Globaler Moderator
  • Lebende MB Legende
  • *****
  • Beiträge: 17852
Re: Film-Material?
« Antwort #26 am: 30. Mai 2018, 21:50:07 »
Ja, aber das ist Allgemeingut seit 1985. Wir sind aber in 2018.
Poly(1-phenylethan-1,2-diyl) makes it all

pucki

  • MB Star
  • ****
  • Beiträge: 829
Re: Film-Material?
« Antwort #27 am: 01. Juni 2018, 12:56:20 »
Ja, aber das ist Allgemeingut seit 1985. Wir sind aber in 2018.

Und wieso sind in mein Bekanntenkreis in den Firmen 2 Geräte genau aus diesen Grund defekt gegangen. ?

Gruß

   Pucki
Ich bin PucKi, ein älterer Mann und überzeugter Single, der immer noch versucht ein perfektes Modell zu bauen.

Hans

  • Figurenbau Moderator
  • Globaler Moderator
  • Lebende MB Legende
  • *****
  • Beiträge: 17852
Re: Film-Material?
« Antwort #28 am: 01. Juni 2018, 13:16:34 »
Das frage ich mich auch. Ich frage mich aber auch, was das mit dem Thread zu tun hat.
Poly(1-phenylethan-1,2-diyl) makes it all