Modellboard

Tipps und Tricks* => T & T - Das Nachschlagewerk => Thema gestartet von: juatafu in 08. August 2003, 21:19:13

Titel: Das kleine MB-Lexikon
Beitrag von: juatafu in 08. August 2003, 21:19:13
Na dann versuch ich das auch mal!
Krabbelkiste=
Nennt sich der Behälter (können auch mehrere sein) in denn die ungebrauchten Teile eines Bausatzes kommen (oder ganze Bausätze wenn sich nix taugen)
Gibt es nicht zu kaufen, muß man sich selber anlegen, wird mit der zeit immer Größer, und ist von Modellbauer zu Modellbauer verschieden!
War das gut so?
Rolli
Titel: Das kleine MB-Lexikon
Beitrag von: oZZy in 08. August 2003, 22:00:09
dann mal ich *ggg*

Unsichtbares Nähgarn : dünner, transparenter Nylonfaden, sehr gut geeignet für Tragflächenverspannungen an flugzeugen und zum darstellen von Antennendraht.
(200 meter pro Rolle = ca. 2,40 Euro im Laden)

;)

oZZy
Titel: Das kleine MB-Lexikon
Beitrag von: oZZy in 08. August 2003, 22:54:40
DECAL :  Wasserschiebebildchen, wird in Wasser gelegt, bis sich die trägerschicht vom Bild löst. Bild vorsichtig auf dem Modell platzieren und in Position rücken, mit einem weichen Papiertaschentuch festdrücken.  

Weichmacher:  Mr. Mark Softer oder einen schuss essig ins Wasser:
Macht das decal weich, so dass es sich besser in vertiefungen und gravuren legen kann.

Rotmarderpinsel:  Feinste Pinselqualität, behält bei guter pflege lange eine schöne spitze.
Titel: Das kleine MB-Lexikon
Beitrag von: Rubber in 09. August 2003, 00:08:42
Supern  = Das verfeinern oder verbessern von Modellen
Altern(Weathering)   = Anbringen von Verwitterungs und Betriebspuren

Gruß Rubber  
Titel: Das kleine MB-Lexikon
Beitrag von: juatafu in 09. August 2003, 00:21:38
Drybrusch  = Trockenmalen =
Wenig Farbe auf den Pinsel aufnehmen diese noch so lange am Dosenrand absteifen bis nur noch so eben Farbe am Pinsel ist, dann ohne Druck Streichen!
Ergebnis: feine Gravuren können so farblich abgesetzt werden!
Rolli
Titel: Das kleine MB-Lexikon
Beitrag von: oZZy in 09. August 2003, 00:40:30
@ Juatafu: ich würde, wenn ich darf das drybrushing gerne ergänzen :)

ich tupfe den pinsel (meistens einen schmalen flachpinsel) ein wenig in die farbe und streiche den dann solange auf einem weissen papier bis fast gar nix mehr vom pinsel kommt... und dann auf den erhabenen stellen (die vorher mit einer dunkleren, glänzenden oder seidenmatten farbe lackiert worden sind) hin und her, ohne druck, nur lange genug mit dem pinsel hin und her wedeln...

meine bevorzugten farben dabei sind für die grundierung Schwarz seidenmatt und fürs drybrushing Silber 90 (weil da die pigmente feiner sind als bei den anderen silberfarben)

grüsse
oZZy
Titel: Das kleine MB-Lexikon
Beitrag von: juatafu in 09. August 2003, 00:53:10
@oZZy
aber sicher, mach nur! Nur so kann ich noch was lernen!
Rolli

Titel: Das kleine MB-Lexikon
Beitrag von: oZZy in 09. August 2003, 01:45:01
okay!

Airbrush  - (aus dem amerikanischen : Luftpinsel) Gerät, das mittels luftstrom farbe auf dem Untergrund aufbringt.

oZZy
Titel: Das kleine MB-Lexikon
Beitrag von: Rubber in 09. August 2003, 09:26:53
Scratch (Scratchbuild)  = Eigenbauten bei denen der Modellbauer die Teile selbst herstellt .

@Boardgrufti
Habe gesehen das du Altern und Supern zusammengefasst hast....hmm weiß nicht, stell dir vor es baut jemand einen neuen Ferrari und er supert ihn ,würde heißen er altern ihn  8o
Gruß Rubber  :D
Titel: Das kleine MB-Lexikon
Beitrag von: Max in 09. August 2003, 12:42:04
Dürfte ich einen kleinen Vorschlag machen, Bordgrufti?

Könntest Du die Begriffe fett schreiben, damit sie sich besser vom anderen Text abheben?
Und bei englischen Begriff den Hinweis auch 'eng.' hinter dem Begriff schreiben?
Titel: Das kleine MB-Lexikon
Beitrag von: Max in 09. August 2003, 13:00:18
Na in deisem Fall sei Dir gesagt: Die Sache lohnt sich denk' ci h in jedem Fall ...  :P  :P  :P
Titel: Das kleine MB-Lexikon
Beitrag von: mke124 in 09. August 2003, 14:21:04
Hallo Boardgrufti!

Im board ist html erlaubt. Versuche es mal damit. Ich habe mal probehalber eine Erklärung von Dir hineingefügt. Die Systematik schicke ich Dir per pn.











BegriffErklärung
Maskierflüssigkeitdient ebenfalls zum abdecken wie Maskierband, wird aber hauptsächlich verwendet bei Rundungen und ähnlichen Sachen die schlecht abzukleben sind. Nach der Verwendung lässt sich die getrocknete Flüssigkeit rückstandslos entfernen.

Titel: Das kleine MB-Lexikon
Beitrag von: raven_bd in 12. August 2003, 16:21:47
Versuchen wirs doch auch mal:

Spachtelmasse:  Masse zum füllen von grösseren Lücken oder spalten am Modell

Titel: Das kleine MB-Lexikon
Beitrag von: Wolf in 12. August 2003, 16:43:54
PE  = engl. Abkürzung für Photoetched  = Foto Ätzteile

Sekundenkleber, wird benötigt um kleine Teil schnellst möglich am Modell zu befestigen, auch unter Superkleber oder english Superglue

pre shading  = vor schattieren. Vor dem eigentlichen lackieren werden die Gravuren mit dunkler, meist schwazer Farber lackiert. beim späteren spühen mit der Tarnfarbe werde diese Bereiche dann nur leicht übergenebelt, so daß die dunkle Farbe noch durchschimmert. Der umgekehrte Weg ist das nachschattieren oder auch post-shading. Hierbei wird auf die Gravuren über der Tarnung die Tarnfarbe nochmal in abgedunkelter Form aufgebracht

Titel: Das kleine MB-Lexikon
Beitrag von: Axel1954 in 13. August 2003, 12:09:32
Sheet - Polystyrolplatten, werden benötigt zu selbstanfertigen von Bauteilen u.s.w. Gibt es in verschiedenen Dicken und Abmessungen, auch als Streifen förmig), mit glatter und auch mit strukturierte Oberfläche, Farbe weiß und klar.

Polystyrolprofile  - wie Sheet, in verschiedenen Formen L/U/T/H/halbrund/Rund/Rohr/Vierkantrohr/Vierkant/Rechteck/Viertelstab, Farbe weiß.

Evergreen  - Marken- oder Sammelbegiff für Sheet und Polystyrolprofile
Titel: Das kleine MB-Lexikon
Beitrag von: Abrams in 19. August 2003, 19:31:14
Set=setting solution
Flüssigkeit, die unter das Decal gepinselt wird.
Durch das wegtrocknen der Flüssigkeit, wird das Decal an die Modelloberfläche gedrückt.

Sol= solvent solution
Weichmacher. Wird auf das Decal gepinselt.
Das Sol macht das Decal so weich, dass es eine lapprige Masse wird(decal nicht berühren!). Dadurch legt sich auch das dickste und zäheste Decal in die Gravuren.  
Anschließend wirkt das Sol wie ein Spannlack und glättet das Decal wieder.


Set und Sol werden meist in Verbindung miteinander genutzt.


P.S.: Ich hab alle wichtigen Begriffe in den einzelnen Beiträgen fett gemacht.
Titel: Das kleine MB-Lexikon
Beitrag von: Gast in 19. August 2003, 20:50:13
Scale-Effect oder Maßstab-Effekt:  

Ein wichtiger Punkt, der die Bestimmung von Farbtönen an/bei Modellen einschränkt, ist der so genannte Maßstabs- oder Scale-Effect. Ein Modell reflektiert aufgrund seiner geringeren Größe eine wesentlich geringere Menge Licht als das Original. Ein Modell, welches ,,nur" in den Originalfarben bemalt wurde, wirkt daher immer zu dunkel. Um dem entgegenzuwirken, mischt man – abhängig vom Maßstab des Modells - der Farbe einen entsprechend hohen Anteil Weiß bei. Allerdings scheiden sich auch an diesem Thema einmal mehr die Geister:

In den USA und auf dem europäischen Festland scheint sich eher die ,,amerikanische Formel" durchgesetzt zu haben, währen die Modellbauer in England und einigen anderen Ländern – hauptsächlich des Commonwealth – eher die ,,britische Methode" nach Ian Huntley bevorzugen.

,,amerikanische Formel":  

Maßstab : Zwei = % des Zugabeanteils Weiß zur Basisfarbe

Beispiele:

72:2 = +36% Zugabe Weiß zur Basisfarbe (Maßstab 1:72)
32:2 = +16% Zugabe Weiß zur Basisfarbe (Maßstab 1:32).

Der Nachteil dieser Formel ist, dass sie bei sehr großen (1:24) bzw. kleinen Maßstäben (1:144 und kleiner) nicht mehr sauber anwendbar ist. Ab etwa 1:24 kann auf ein Aufhellen gänzlich verzichtet werden.

Die o. a. ,,Formel" wird in vielen Publikationen veröffentlicht (siehe auch: The Official Monogram Painting Guide to German Aircraft).


,,britische Methode":  

1:32   +   7% Weiss
1:48   + 10% Weiss
1:72   + 15% Weiss
1:144 + 23% Weiss

(Ian Huntley - Scale Aircraft modelling Vol. 5 / Nr. 10)


Beide Methoden haben den entscheidenden Nachteil, dass sie nicht für Primärfarben anwendbar sind. Diese müssen mit helleren Farbtönen der Primärfarbe aufgehellt werden – ansonsten wird aus einem Hinomaru ein rosa Sonnenrad... :13:



Gelegentlich wird noch von einer dritten Methode/Variante gesprochen. Diese scheint allerdings nicht viel mehr als ein Kompromiss zwischen den beiden oben genannten Methoden zu sein:

Hinzufügen eines prozentualen Anteils Weiss zu der Gesamtmenge der jeweils verwendeten Basisfarbe:

1:32 = 15%
1:48 = 25%
1:72 = 30%



naja - wer's braucht .... :D
Titel: Re: Das kleine MB-Lexikon
Beitrag von: neolithikus in 14. Februar 2008, 09:45:57
kaltwalzen = Vorbiegen von Polystyrol-Flachprofilen durch kalten Druck

- meine seit langen bewährte Methode, um Polystyrol-Flachprofile bereits vor Beginn des Klebens mit der benötigten Biegung zu versehen.
(Im Schiffsmodellbau z.B. bei gebogenen Schanzkleidern, Splitterschutz um Geschützstände und ähnlichem).

Man nehme: das benötigte Flachprofil, ein dickes Stück Pappe (z.B. die Rückseite eines Schreibblocks), und eine harte Walze*.

Das Flachprofil einfach auf die Pappe legen und mit gehörigem Druck mit der Walze darüberrollen. Je nach Druck und Durchmesser der Walze entsteht eine Biegung mit mehr oder weniger Radius. Mehrfaches Rollen ist kein Problem. Unmittelbar nach dem Walzen kommt es zu einer leichten Rückbiegung - anschliessend biegt sich das Profil nur noch sehr langsam zurück. Man hat auf alle Fälle genug Zeit sein Teil in Ruhe mit Polystyrol-Kleber zu verkleben und für das Aushärten des Klebers reicht es auch.
Vorteil - man muss die Krümmung nicht gewaltsam halten und es besteht keine Gefahr, dass das Profil gerade-schnappt und dabei den Kleber auf dem Modell verteilt.

*) Als Walze benutze ich persönlich die glatten hinteren Enden des HSS-Bohrersatzes meiner Bohrmaschine, da hat man gleich ein schönes Sortiment an verschiedenen Durchmessern. (Sie eignen sich auch als Schablone zum Biegen von PE-Teilen.)

Ich habe diese Methode hier etwas "ausgewalzt", da sie anscheinend relativ unbekannt ist.
gruss neolithikus  :winken:
Titel: Re: Das kleine MB-Lexikon
Beitrag von: HeiHee in 23. April 2008, 13:46:59
Ich probier's auch mal...

Resin (engl.)=Harz

Definition:
a) any of various solid or semisolid amorphous fusible flammable natural organic substances that are usually transparent or translucent and yellowish to brown, are formed especially in plant secretions, are soluble in organic solvents (as ether) but not in water, are electrical nonconductors, and are used chiefly in varnishes, printing inks, plastics, and sizes and in medicine

b) any of a large class of synthetic products that have some of the physical properties of natural resins but are different chemically and are used chiefly in plastics

c) any of various products made from a natural resin or a natural polymer

(Merriam-Webster English Dictionary)

Übersetzung:
a) Jede von verschiedenen festen oder halbfesten amorphen schmelzbaren brennbaren natürlichen organischen Substanzen meist tranparent oder transluszent gelblich bis braun, speziell entstanden in pflanzlichen Sekreten, lösbar in organischen Lösungsmitteln (Äther, etc.) aber nicht in Wasser, elektrische Nichtleiter, hauptsächlich genutzt in Lacken, Druckfarben, Plastik und ähnlichem und Medizin.

b) Jegliches einer großen Klasse von synthetischen Produkten, welche einige der Eigenschaften von natürlichen Harzen besitzen sich aber chemisch unterscheiden, verwendet meist in Plastik.

c) Jegliches Produkt hergestellt aus natürlichem Harz oder Polymer.

Wie zu sehen, ist resin im Englischen nicht genauer definiert - es umfaßt alle Sorten von Plastik, Thermoplaste und Duroplaste. Daher neige ich dazu, bei dem Wort "Resin" auch zu sagen welcher...

Wird im Modellbau von Resin geredet, ist meist die 2K-Gießvariante PU-Harz (Polyurethan) oder die 2K-Laminier-/Klebevariante Epoxydharz gemeint.
Titel: Re: Das kleine MB-Lexikon
Beitrag von: Zwoelfer in 30. Mai 2014, 08:44:18


Q-Tipp  Wattestäbchen zum " normalerweise " Ohren reinigen. Wird im Modellbau für viele Arbeiten genutzt.

Überschüßige Flüssigkeiten aufnehmen beim Anbringen von Decals und andrücken der Decals

Glattziehen von Spachtelmasse ( mit div. Flüssigkeiten wie Airbrushclean )

Aufbringen von Pigmenten

Polieren von Alcladfarben



Have a nice day,


Zwoelfer

Titel: Re: Das kleine MB-Lexikon
Beitrag von: Gilmore in 30. Mai 2014, 17:17:52
Bin soeben auf diesen Thread gestoßen. Viele Begriffe sind noch nicht erwähnt. Könnte man z.B. "Micro Mesh" (o.ä.) erläutern? Davon lese ich immer wieder, habe aber keine Ahnung, was das ist.

Ich möchte hier aber selber noch etwas beitragen:
Modelliermasse (z.B. Milliput) 2-Komponenten-Modelliermasse, wobei zwei Knetmassen miteinander verknetet werden. Anschließend können damit größere Ausbesserungen vorgenommen werden, da 2-K.-M. im Ggs. zu lösemittelhaltigen Spachtelmassen beim Härten nicht schrumpfen. Der "Schwund", der manchmal auch nach Wochen noch fortschreitet, ist der Grund, daß 1-Komponentenmasse nur für dünne Klebefugen etc. geeignet ist.
Milliput läßt sich nach einigen Stunden naß schleifen, sägen, bohren u.a. zerspanend bearbeiten.
Titel: Re: Das kleine MB-Lexikon
Beitrag von: Warlock in 30. Mai 2014, 17:34:21
Micro Mesh

gepolstertes Schleifleinen das es in Körnungen von 1.500 bis 12.000 gibt.
Seht gut geeignet zum allgemeinen Schleifen als auch zum Polieren von Klarsichteile.

Siehe auch :
Website des Herstellers : http://www.micro-mesh.de/ (http://www.micro-mesh.de/)
Titel: Re: Das kleine MB-Lexikon
Beitrag von: Modellbau Atelier in 08. Mai 2015, 20:51:22
Coole Idee, dann trage ich auch mal meinen Teil dazu bei:

3M Lapping Film:

Feinstschleifwerkzeug zum Schärfen von Klingen oder Glätten des Lackes über 12.000er Micro Mesh.

3M Lapping Film besitzt eine feine Oberfläche, die Hauptsächlich zum schärfen von Schneidwerkzeug genutzt wird. Hierbei muss der Film mit Wasser benetzt werden, damit dieser nicht beschädigt und somit unbrauchbar wird. Nun wird die Klinge in einer Richtung über den 3M Lapping Film gezogen und somit die Klinge geschärft.

Der 3M Lapping Film besteht aus einer dünnen Kunststoffschicht und kann darüber Hinaus auch für Lacke eingesetzt werden. Will man eine Astrein-pervers-glatte Oberfläche, wo nur via Microskop schleifriefen zu sehen sind, so kann man nach dem MicroMesh 12.000 noch den 3M Lapping film benutzen.

Hier der Link zum Kauf. Der Herr Schrägle hat mir diesen Film kostenlos zum ausprobieren zukommen lassen als Probestück, 3 Sorten - grob, mittel, fein. Habe es selbst schon ausprobiert, damjt gehe noch die kleinsten Kratzer raus und die Lackoberfläche sieht perfekt aus.

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LG