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Abo Bausätze => Abo Bausatz - Stuka 1/16 => Thema gestartet von: Michael am 25. August 2010, 20:53:55

Titel: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 25. August 2010, 20:53:55
Heute habe ich auch begonnen an der Stuka zu bauen. Ich möchte vorwiegend alle Metallteile verlöten soweit es möglich ist. Einen regelbaren Lötkolben verwende ich hierfür mit einer Spitze welche 3mm Durchmesser hat und im 45gradwinkel abgeschrägt ist um eine größere Auflagefläche zu haben. Die Bausatzteile sind doch recht dick und mit einer normalen Lötspitze dauert es ewig bis das Material sich erwärmt. Vorerst habe ich die Zapfen die Amati zum verkleben vorgesehen hat soweit gekürzt das sie etwas kürzer sind als die Materialstärke der Teile. Alles fixiert mit einer dritten Hand etwas Lötwasser aufgetragen und mit etwas Lötzinn (Elektroniklot S-Sn60Pb40) gut verlötet.

(http://i869.photobucket.com/albums/ab253/themadbat/spant1.jpg)

Auf folgendem Bild sieht man die Lötnähte die entstehen wenn man es gut erwärmt.

(http://i869.photobucket.com/albums/ab253/themadbat/naht.jpg)

Auch gab es keine Probleme das sich eine Lötnaht wieder gelöst hätte. Allerdings änderte ich die Baureihenfolge. Wenn man sich strikt nach der Anleitung richtet bekommt man evtl. Probleme. Amati verklebt zuerst alle Teile des Spants und fügt dann erst die Bodengruppe an. Zum Löten eigentlich ungeeignet. Teil 9 habe ich erst angelötet nachdem der Spant mit der Bodengruppe verlötet war.

(http://i869.photobucket.com/albums/ab253/themadbat/spant.jpg)

Beim Armaturenbrett ging ich wie folgt vor: Zuerst verzinnte ich die anzubringenden Kleinteile mit ganz wenig Zinn:

(http://i869.photobucket.com/albums/ab253/themadbat/Armavz.jpg)

Nachdem dies geschehen war strich ich die Stellen am Armaturenbrett mit Lötwasser ein. Legte es auf ein Holzbrett damit die Wärme nicht so schnell verloren geht und lötete ein Teil nach dem anderen aufs AB.
Mit einer Pinzette drückte ich das zu verlötende Teil aufs AB. und hielt nur die Lötspitze auf das Teil bis es sich miteinander verbunden hatte. Wenn man die Kleinteile vorher verzinnt verbinden sie sich so schnell das zuvorgelötete Teile sich nicht mehr lösen.

(http://i869.photobucket.com/albums/ab253/themadbat/Armaturenbrett.jpg)

Das Löten der Teile ist kein Hexenwerk und die Verbindungen halten fast wie geschweißt. Nur Mut :1: Sollte eigentlich jeder hinbekommen.

Gruß Michael
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Hans am 25. August 2010, 21:25:31
Lötstellen anschließend unbedingt von allen Resten von Lötwasser, Lötpaste etc reinigen! Sonst gibts bei der hoffentlich irgendwann mal stattfindenen Lackierung Probleme.

H
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 25. August 2010, 21:31:07
Lötstellen anschließend unbedingt von allen Resten von Lötwasser, Lötpaste etc reinigen! Sonst gibts bei der hoffentlich irgendwann mal stattfindenen Lackierung Probleme.

H
:1: Hatte ich vergessen zu schreiben. Mit warmen Wasser und einer alten Zahnbürste geht das gut. Und solange sich keine Klebestellen daran befinden hilft auch ein Bad in Nitrowaschverdünnug , damit sich "absolut nichts" vor der Lackierung auf den Teilen befindet.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 25. August 2010, 22:36:10
Sieht ja gut aus! Mit welcher Temperatur gehts du da ran? Kannst du bitte ein Foto deiner Lötspitze einstellen, kann mir das Teil schlecht vorstellen. Danke!!
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 25. August 2010, 22:45:35
Zur Temperatur kann ich Dir leider nichts genaues sagen, ist kein digitaler Lötkolben. Er hat 58Watt und ich habe ihn auf Anschlag stehen :pffft:
Hier ein Foto der Spitze
(http://i869.photobucket.com/albums/ab253/themadbat/Spitze.jpg)
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Universalniet am 25. August 2010, 23:16:20
Ich hab so ein analoges Teil von reichelt mit 48. Der hat 450°C beim Anschlag für Industrielote. 
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 25. August 2010, 23:25:12
Ich hab so ein analoges Teil von reichelt mit 48. Der hat 450°C beim Anschlag für Industrielote.  

Ich denke das die Temperatur schon hinkommt +/-. Habe es auch ein wenig schwächer getestet, aber aufgrund der Größe und Dicke der Teile gab es keine zufriedenstellende Verbindung.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 26. August 2010, 12:28:38
Was mir auch auffällt wie sauber du die Teile nach dem Löten bekommen hast. Entschuldige bitte die ständige Fragerei, aber ich will ja vom Meister lernen:

- auf dem Foto auf dem du auf die schönen Lötnähte hinweist, wie hast du die Außenseite so schön glatt und sauber bekommen? Schleifpapier?
- dein fertiges Armaturenbrett: das sieht so schön sauber und wie poliert aus. Selbe Frage: wie?  ?(
- wie versäuberst du Lötarbeiten generell?

Danke!!

Thomas
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 26. August 2010, 19:23:10
Nur Fragen :P wenn ich mich vor Fragen drücken wollte hätte ich den Beitrag nicht eingestellt :1: mit einer Fingernagelfeile, oder wie man die Teile nennt. Die sind flexibel und gibt es in verschiedenen Körnungen. Bin gerade erst nach Hause gekommen und hab mächtigen Hunger. Ich stell nachher mal ein Foto von dem Teil ein. Und das Armaturenbrett hab ich innerhalb von 2 min mit einem Glasfaserradierer wie ihn früher technische Zeichner für Tuschezeichnungen hatten abgerieben.

gruß Michael
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 26. August 2010, 19:41:30
So, hier ein Foto von den Feilen.

(http://i869.photobucket.com/albums/ab253/themadbat/Nagelfeilen.jpg)


Die obere und untere Feile sind aus einer Drogeriekette. Und die mittlere gehört zu einem fünfteiligen Set das ich mal vor 2 Jahren, ich glaube bei Modellbau König, gekauft habe. Die funktionieren immer noch obwohl ich sie auch für Plastikteile nutze. Mit der oberen habe ich die Lötpunkte weggeschliffen, geht ruck zuck, und mit einer etwas feineren noch einmal nachpoliert. Die untere ist eigentlich schon zu fein für Messingteile. Im ersten Beitrag der zur Stuka entstanden ist hatte ich soweit ich weiß einen Link gepostet von dem Glasfaserradierer. Im Architekturbedarf und auch bei Conrad bekommt man so ein Teil für knapp 4 Euro. http://www.modulor.de/shop/oxid.php/sid/485b3c59a96ed5fe4debcd83d97f03d0/cl/details/anid/KBBS/listtype/search/searchparam/Glasfaserradierer/sFilterFieldSet/1,2,4,9,11. (http://www.modulor.de/shop/oxid.php/sid/485b3c59a96ed5fe4debcd83d97f03d0/cl/details/anid/KBBS/listtype/search/searchparam/Glasfaserradierer/sFilterFieldSet/1,2,4,9,11.) Ist nur ab und zu etwas unangenehm wenn der Abrieb an den Händen hängt, ist besser Handschuhe dabei zu benutzen.Hoffe ich konnte weiterhelfen. :1:

gruß Michael
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 26. August 2010, 20:06:19
Klasse, danke dir!
Besonders ulkig finde ich die Tatsache, dass die Schleifmittel die du zeigst schon immer zu meinem Werkzeug gehören. Nur habe ich sie nie mit Löten in Verbindung gebracht...

Von Glasfaserradierern lasse ich die Finger. Bei mir am Arbeitsplatz staubt und bröselt schon genug herum, da will ich nicht auch noch winzigste abgebrochene Fasersplitter in der Luft haben. Die Dinger sind nicht ohne!

Ich habe mir heute im Baumarkt einen Gasbrenner und anderes Lot (Bastellot mit Flußmittel drin) geholt. Ein Teststück habe ich lange erhitzt und dann das Lot rangehalten. Lief nach Zugabe weiterer Hitze gut rein, aber die Teile sehen durch die Hitze verfärbt aus. Naja, war ja nur ein erster Test...
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Hans am 26. August 2010, 20:18:08
Beim Löten auf keinen Fall vergessen, dass die Oberfläche oxidfrei und fettfrei sein muss. Ist die halbe Miete! Plus Lötwasser. Alles andere gibt ein Gepatze, Gemurkse und greisliche Farben.

Eine gutes Hilfmittel ist auch Lötpaste zum SMT-Löten. Gibts zB bei Conrad in einer Art Injektionsspritze. Das macht bei den Stellen Sinn, bei denen das Lot schwer zu positionieren ist oder man eine fünfte Hand bräuchte - man kann die Paste ja im kalten Zustand vorher positionieren. Als Standardlot wärs allerdings etwas teuer...


H
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 26. August 2010, 20:25:32
Jepp die Glasfaserteile sind nicht so besonders, ich benutz den eigentlich auch nur ab und zu mal um zuviel Sekundenkleber auf Ätzteilen zu entfernen. Polierte Messingteile sind ja nicht gerade förderlich für die Lackhaftung :D Die Verfärbungen sind ja kein Problem, ich denke das die nach dem Schleifen sowieso nicht mehr zu sehen sind. Und wenn deckt die Farbe es zu. Manchmal verfärben sich ja auch Ätzteile schon beim Kleben mit Sekundenkleber wenn sie hauchdünn sind.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 26. August 2010, 20:31:04
Beim Löten auf keinen Fall vergessen, dass die Oberfläche oxidfrei und fettfrei sein muss. Ist die halbe Miete! Plus Lötwasser. Alles andere gibt ein Gepatze, Gemurkse und greisliche Farben.
H
Ja, Ich habe meine Teile zuvor mit Aceton gesäubert, Danke für Deine Hilfe. Das sind alles so Kleinigkeiten die man schnell vergißt wenn einem Löten, Schweißen etc. in Fleisch und Blut übergeht.  Es gibt auch normale Lötpasten die im Verhältniss zu der SMT- Lötpaste billiger sind, aber was macht man mit 1Kg Lötpaste wenn man sie nur für den Stuka benutzt.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Hans am 26. August 2010, 20:32:49
Die Anlassfarben aus dem Link, gelten die auch für Messing? Weil da "Stahl" drüber steht?

H
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 26. August 2010, 20:34:53
Die Anlassfarben aus dem Link, gelten die auch für Messing? Weil da "Stahl" drüber steht?

H
Nee, habe den Link gerade gelöscht :1: Ich denke das die Verfärbungen die Thomas beschrieben hat eher anderer Natur sind.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 26. August 2010, 20:40:17
Ich denke bei Messing dürften die Anlassfarben vom Stahl etwas dunkler aussehen. Poliertes oder blankes Eisen ist ja silberfarben. Hier ein Link in dem Stahl, Kupfer und Messing beschrieben wird. Sie unterscheiden sich aber nur geringfügig.

http://www.zeno.org/Lueger-1904/A/Anla%C3%9Ffarben (http://www.zeno.org/Lueger-1904/A/Anla%C3%9Ffarben)
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 26. August 2010, 21:34:05
(Au Backe: ich bin unter die Profis geraten...  8o)

Große Güte, was ihr alles wisst. Irre! Ich kenne den Anlasser am Auto, helfen die Farben wenn die Karre im Winter wieder mal nicht will?  :D

Schurz beiseite: ihr seid Klasse! meine ich ehrlich!!
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 26. August 2010, 22:20:51
Danke für die Blumen :D aber alles wissen wir auch nicht. Da Hans beruflich und als Hobby sich mit Bronzegießen und  Herstellen von Repliken beschäftigt muß man sich zwangsläufig auch in Metallurgie und Werkstoffkunde auskennen. Und ich durfte es aufgrund meiner beruflichen Ausbildung bis zum erbrechen büffeln, und irgendetwas bleibt immer hängen :8: Dafür habe ich woanders jede Menge Defizite. :rolleyes:
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: olli am 26. August 2010, 23:49:22

Eine gutes Hilfmittel ist auch Lötpaste zum SMT-Löten. Gibts zB bei Conrad in einer Art Injektionsspritze. Das macht bei den Stellen Sinn, bei denen das Lot schwer zu positionieren ist oder man eine fünfte Hand bräuchte - man kann die Paste ja im kalten Zustand vorher positionieren. Als Standardlot wärs allerdings etwas teuer...


Hier möchte ich mal kurz einhaken. Bei uns in der Firma werden u.a. Antennen für die Masten von Mobilfunknetzen hergestellt, in "meiner" Abteilung die Grundkörper im Inneren (Reflektoren, das Material ist überwiegend bleifrei verzinntes Kupfer).
Dazu werden im allerersten Schritt, nach dem Stanzen und Biegen, Trennwände eingebaut um einzelne Bereiche mit Baugruppen abzutrennen. Diese Trennwände werden eingelötet, der genaue Ablauf und die genaue Technik würde jetzt den Rahmen sprengen. Aber, dazu wird Lötpaste aus Tuben verwendet, die Spritzen ähneln. Zu sehen ist so eine Tube HIER (http://www.glt-pforzheim.de/index.php?option=com_content&task=view&id=33&Itemid=62). Auch kann man hier erkennen daß es wie bei Spritzen so einen Kolben gibt (in dem Datenblatt als PDF etwas weiter unten auf der Seite).
Wie Hans schon anmerkte, gibt es sowas auch bei Conrad: SMD-Lötpaste (http://www.conrad.de/ce/de/product/145009/SMD-LOeTPASTE-BLF03-10-GR/SHOP_AREA_27791&promotionareaSearchDetail=005). Der Haken ist hier der Preis.... 9,95€ für 10g.

Die Firma, in der ich arbeite, kriegt so 50g Tuben zwecks der Abnahmemengen zu einem ganz anderen Preis. Hilfreich wäre aber, wenn man sich mal umschaut ob es noch andere Händler gibt, evtl. spezielle im Elektronikbereich, die nicht ganz so teuer wie Conrad sind.
Das Zeug an sich ist jedenfalls sehr sehr praktisch. Unsere Tuben haben an der Öffnung z.B. ein Schraubgewinde, sodaß man Kanülen in den unterschiedlichsten Stärken verwenden kann.

Die Tage werde ich mal schauen, ob ich noch ein oder zwei erste Ausgaben finde und ggf. nächste oder übernächste Woche mit der bei uns verwendeten Lötpaste (aber auch mit normalen Lötzinn als Draht) einen Versuch starten mittels Gasbrenner. Lötkolben haben wir zwar auch, aber ich denke ein Gasbrenner ist bei der Dicke des Materials effektiver (am effektivsten wäre einer unserer Reflow-Öfen, aber bis man da die richtige Einstellung hat;) )

Mal schauen, was dabei rauskommt.

EDIT:

Für die, die das näher interessiert, HIER (http://www.solderchemistry.com/de/pdf/SCBLF01.pdf) gibt es das Datenblatt der am meisten verwendeten Lotpaste (zumindest in diesen Tuben) bei uns.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: uman 9te am 26. August 2010, 23:51:46
was mich wundert, das von löhten und sekkleber bis jetzt gepostet wurde, aber nicht von 2K kleber.
2K kleber ist eine bessere alternative als sekkleber.

gruß uman
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 27. August 2010, 00:38:00
was mich wundert, das von löhten und sekkleber bis jetzt gepostet wurde, aber nicht von 2K kleber.
2K kleber ist eine bessere alternative als sekkleber.

gruß uman

vielleicht weil es hier um das "Löten" geht und nicht um das "Kleben" :D
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: uman 9te am 27. August 2010, 02:08:21
da gebe ich dir recht, dann hätte auch der sekkleber hier nichts zu suchen.
aber wo soll man das sonst posten, ohne einen neuen thread auf zu machen?
BESSER WÄHRE ES, verbindungs techniken  bei der ju87 1:16 zu schreiben. anfänger wurden da eher infos suchen.
manch einer wird bei löhten nicht anklicken, weil es für ihn nicht in frage kommt.

gruß uman
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 27. August 2010, 07:49:28
@ Uman 9te:
Es spricht aber auch sicher nichts dagegen, wenn du oder jemand sonst einen weiteren Thread aufmacht mit dem Thema: "Kleben statt Löten" oder einfach nur "Kleben - Möglichkeiten und Mittel".
Das würde mit nur einem weiteren Gesprächsfaden alles abdecken, was nicht unter Löten fällt.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: standart2k am 27. August 2010, 08:33:19
@Michael

Mal ne blöde Frage, wie hast du bei Instrumentenbrett das Lötzinn aufgebracht. Habs gestern auch versucht, aber entweder ist es nicht verlaufen und hat Klumpen gebildet oder es hat alles zugesetzt.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 27. August 2010, 08:50:51
Jepp die Glasfaserteile sind nicht so besonders, ich benutz den eigentlich auch nur ab und zu mal um zuviel Sekundenkleber auf Ätzteilen zu entfernen. Polierte Messingteile sind ja nicht gerade förderlich für die Lackhaftung :D Die Verfärbungen sind ja kein Problem, ich denke das die nach dem Schleifen sowieso nicht mehr zu sehen sind. Und wenn deckt die Farbe es zu. Manchmal verfärben sich ja auch Ätzteile schon beim Kleben mit Sekundenkleber wenn sie hauchdünn sind.
Hier ging es um einen Glasfaserradierer und wofür ich den benutze, und um die Verfärbungen die Thomas beim Löten feststellte, in diesem Zusammenhang  habe ich Sekundenkleber erwähnt. Ist ja auch kein Problem das Du 2K Kleber erwähnst. Habe nur Deine Frage beantwortet warum noch niemand darüber geschrieben hat.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 27. August 2010, 08:58:12
@Michael

Mal ne blöde Frage, wie hast du bei Instrumentenbrett das Lötzinn aufgebracht. Habs gestern auch versucht, aber entweder ist es nicht verlaufen und hat Klumpen gebildet oder es hat alles zugesetzt.

Ich habe nur einen kleinen Tropfen Lötzinn auf die Spitze des Lötkolbens gebracht und die zu verzinnenden Teile gut mit Lötwasser eingestrichen, dann das Zinn über dem Kleinteil verteilt und vor dem verlöten mit dem Armaturenbrett dieses auch gut mit Lötwasser eingestrichen. Wenn sich alles zugesetzt hat hast Du zuviel Lötzinn verwendet, nicht verlaufen und Klumpen passiert normal nur wenn Du kein Lötwasser verwendet hast. Mit einem Gaslötbrenner und einer Bürste bekommst Du die Teile wieder sauber die sich zugesetzt haben.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: standart2k am 27. August 2010, 09:14:32
@Michael

Mal ne blöde Frage, wie hast du bei Instrumentenbrett das Lötzinn aufgebracht. Habs gestern auch versucht, aber entweder ist es nicht verlaufen und hat Klumpen gebildet oder es hat alles zugesetzt.

Ich habe nur einen kleinen Tropfen Lötzinn auf die Spitze des Lötkolbens gebracht und die zu verzinnenden Teile gut mit Lötwasser eingestrichen, dann das Zinn über dem Kleinteil verteilt und vor dem verlöten mit dem Armaturenbrett dieses auch gut mit Lötwasser eingestrichen. Wenn sich alles zugesetzt hat hast Du zuviel Lötzinn verwendet, nicht verlaufen und Klumpen passiert normal nur wenn Du kein Lötwasser verwendet hast. Mit einem Gaslötbrenner und einer Bürste bekommst Du die Teile wieder sauber die sich zugesetzt haben.

Ah, Ok, danke für die Hilfe. Ich habs nämlich erst mit nem Gaslötbrenner und offener Flamme versucht. dabei kam gar nix raus. Und dann mit nem normalen Regelbaren das Teil von unten erhitzt und dann das Lötzinn aufgetragen, hat dann eben auch nicht funktoniert. Werds jetzt mal so probieren.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: olli am 02. September 2010, 18:53:23
Ich habe heute in der Firma das verlöten mit unsere Lötpaste mal ausprobiert (man gut daß ich mir nochmal das erste Heft gekauft habe...)
Vom Prinzip her eine feine Sache, sofern man nicht unter Zeitdruck steht, keine zittrige Hand hat und eine Möglichkeit die Teile, die zu verlöten sind, zu fixieren. Sprich, mein Ergebnis ist... milde ausgedrückt, ziemlich suboptimal.

Sofern es zeitlich möglich ist, werde ich weitere Versuche unternehmen und bei halbwegs erfolgreicher Arbeit Bilder präsentieren.

Falls man nichts mehr von mir hört, habe ich mir die Finger verbrannt oder bin zu unfähig und lass es sein :pffft:
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 02. September 2010, 19:00:31
Mensch Olli,
mein ganzer erster Bausatz war suboptimal! Wie oft hast du bisher gelötet? Löten ist für mich ein Thema welches ich jetzt erst für mich erforsche. Und was erwarte ich am Beginn? Gar nichts! Hauptsache, sich nicht entmutigen lassen!
Bin gespannt auf deine Bilder und Erfahrungen! :santa:
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 02. September 2010, 20:58:19
und eine Möglichkeit die Teile, die zu verlöten sind, zu fixieren.

Das ist das Problem dabei, ohne die Teile zu fixieren ist es fast unmöglich sie zu verlöten. Ich benutz dazu Krokodilklemmen und 2 Kreuzpinzetten :1: Nur Mut :P

Habe heute auch einmal Heft 2 und 3 verbaut. Da Thomas ja beim verkleben auf die Probleme hingewiesen hat die entstehen beim vorgehen  nach Bauanleitung, mußte ich nicht all zu lange über die Vorgehensweise beim Löten nachdenken.
Zuerst habe ich Spant 17 mit den Teilen 18, 19 und 20 verlötet, anschließend die beiden Teile 22 darauf angebracht. Daraufhin lötete ich ihn umgehend an die Kabinenplattform. Die Teile welche rot markiert sind ( die beiden Spanten 26 und Spant 27 mit den 4 Teilen 28) miteinander verbunden. Spant 21 angelötet, und dieses Gebilde mit der Kabinenplattform verbunden. Die Teile 24 (2x) und 25 (2x) kamen nun an die Reihe und zum Abschluß die Längsträger 29.

(http://i869.photobucket.com/albums/ab253/themadbat/Teil3.jpg)

Der Vorteil beim Löten finde ich, ist: Man kann nach Abschluß der Lötarbeiten alles ausrichten und in Form bringen ohne Angst zu haben das man es wieder auseinander bricht.

Gruß Michael
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Takage am 24. September 2010, 19:55:34
Hi

Ich bekomm das mit dem Löten nicht hin ... werden nur klumpen oder einfache Kügelchen die nicht halten (obwohl das Metall extrem heiß ist :( ... heißt ja eigentlich das das Metall nicht warm genug ist deswegen die Oberflächenspannung nicht verloren geht).

Auch tue ich mit den stellen wo Lötwasser dran ist super schwer ... ohne gehts besser aber auch nicht gut :(

habt ihr da tipps für mich?
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 24. September 2010, 21:10:09
Ohne Lötwasser, Lötfett oder irgendwelche Flußmittel bilden sich Klumpen da das Zinn nicht fließt. So wie Du dein Problem beschreibst, nehme ich an das du einen Lötbrenner verwendest? Vielleicht verbrennst Du das Lötwasser weil das Material zu heiß wird und es verdampft bevor Du Zinn aufträgst.
versuch mal nicht direkt mit der spitze der Flamme an die Lötstelle zu gehen und nutze sie nur zum erwärmen. Meiner Meinung nach ist die beste möglichkeit die Teile zu verlöten mit einem Lötkolben. Mit einer offenen Flamme zu löten erfordert schon einiges an Erfahrung.

Deine Teile müssen nur die Temperatur erreichen bei der das Zinn schmilzt, und das ist nicht sehr hoch ca 180 bis 260Grad.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: olli am 24. September 2010, 21:17:30
Ich werde das irgendwann mal auch mit dem Lötkolben probieren. Ich hatte das Problem, das die Flamme zu groß war und schon verlötete Teile mit erwärmt hatte, sodass die sich wieder lösten. Man gut daß ich noch vier erste Ausgaben zum üben habe:D
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Takage am 24. September 2010, 21:19:56
Ohne Lötwasser, Lötfett oder irgendwelche Flußmittel bilden sich Klumpen da das Zinn nicht fließt. So wie Du dein Problem beschreibst, nehme ich an das du einen Lötbrenner verwendest? Vielleicht verbrennst Du das Lötwasser weil das Material zu heiß wird und es verdampft bevor Du Zinn aufträgst.
versuch mal nicht direkt mit der spitze der Flamme an die Lötstelle zu gehen und nutze sie nur zum erwärmen. Meiner Meinung nach ist die beste möglichkeit die Teile zu verlöten mit einem Lötkolben. Mit einer offenen Flamme zu löten erfordert schon einiges an Erfahrung.

Deine Teile müssen nur die Temperatur erreichen bei der das Zinn schmilzt, und das ist nicht sehr hoch ca 180 bis 260Grad.

hi

ne ich verwende einen regelbaren Lötkolben


Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 24. September 2010, 21:33:14
Ich verwende sowohl als auch (Lötstation und Gasbrenner), weil ich beide Wege ausprobieren möchte. Es geht soweit ganz gut, aber von "Perfekt" bin ich noch weit weg...

Takage, hast du die Teile ordentlich gesäubert und entfettet?

Sehe gerade deine Bilder, so nach einer Minute Ladezeit...  :rolleyes:
Tu uns bitte den Gefallen und mach die Dinger kleiner, so wie in den Forenregeln beschrieben. Ich mache meine auf 800x600 Pixel bei ca. 100dpi.

Auf den Bildern sieht es für mich "Ahnungslosen" aus als wäre deine Hitze zu groß: ich sehe weggespritztes Lötzinn. Das war bei mir auch als das Lötzinn mit dem wegkochenden Lötwasser in alle Richtungen spritzte. Ich denke Michael hat den zielführenden Weg schon schön beschrieben.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 24. September 2010, 21:46:12
hmm......... Ich würde eher sagen das die Teile nicht genug Hitze haben. Bevor ich löte halte ich für 1-2 min. den Lötkolben auf das größte Bauteil damit es sich gut erwärmt. Wenn es dann heiß genug ist fließt das Lötzinn wie von selbst an die Stellen wo sich Lötwasser befindet. Lötest Du mit einer normalen Lötspitze?
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 24. September 2010, 21:48:45
(http://i869.photobucket.com/albums/ab253/themadbat/Spitze.jpg)
 
Ich benutze oben abgebildete Lötspitze, weil der Versuch mit einer normalen Spitze auch bei mir nicht funktioniert hat.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Takage am 24. September 2010, 22:00:30
hi michael

hab meine lötspitze nach den ersten 2 versuchen auch so angesägt ... dann ging es bissal besser.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 24. September 2010, 23:42:44
Persönlich Dir zu zeigen wie es einfach geht wäre kein Problem, aber nur anhand von Bildern ist es immer schwer die Ursache für das Problem zu finden.
Es kann auch an der Unterlage liegen, vielleicht geht die hitze woanders wieder aus dem teil......
Mal anders versuchen....Wenn ich z.B. den Spant auf eine Eisenplatte lege und versuche mit dem Lötkolben zu löten, dann sitze ich solange davor bis ich die Eisenplatte auf die Löttemperatur gebracht habe. Etwas extrem ausgedrückt.

Dein Werkstück gibt die Hitze an die Eisenplatte ab und erwärmt sich einfach nicht auf Löttemperatur.
Deshalb gibt es diese Lötunterlagen aus Keramik, oder eine günstigere Alternative, ein Schamottstein aus dem Baumarkt.
 z.b. der Hitzeschild am Space Shuttle besteht aus Keramikkacheln.
Schamottstein nimmt man zum auskleiden von Öfen.
Beim Löten ist die Temperatur das wichtigste, Messing, Zinn und Blei verbinden sich nur miteinander wenn die Temperatur stimmt.
Ist das Messing zu kalt, dann bildet das Lot Kügelchen und  rollt auf der Oberfläche umher und bleibt irgendwo ein wenig festkleben.
Wenn es zu heiß wird ist auch nicht gut. Messing ist eine Kupfer-Zink Legierung, und verbrannt bekommt sie alle farben und sieht matt aus.
Diese Stellen verbinden sich auch nicht mit dem Lot wie sie sollen, auch mit literweise Lötwasser nicht. Die Lötstelle muß blank sein(glatte Oberfläche)und sollte während des Lötens auch so bleiben. Ich säubere die Teile auch nicht vor dem Löten, dafür gibt es Lötwasser, Ätzend und Umweltgefährlich :D Besser kann ich Sie nicht säubern.
Nur wo Lötwasser ist, verbindet sich das Lot unter Verwendung der richtigen Temperatur mit Messing.

Das ist alles beim Löten, und wenn Du zum ersten mal gesehen hast wie sich alles vebindet, dann kannst Du das flüssige Lot überall hinschieben wo sich Lötwasser befindet.
Dein Spant ist nicht heiß genug, streich die Lötstellen mit Lötwasser ein und halte den Lötkolben einfach auf den Spant ca 1cm neben der Lötstelle.
Achte darauf was passiert wenn er heiß genug wird :1:
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Takage am 25. September 2010, 01:03:31
Was ist das denn für ne braune schmieriege Flüssigkeit die beim Erhitzen an der Stelle mit dem Lötkolben kommt? Ist das ne Legierung oder Lack der sich löst??
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 25. September 2010, 01:11:39
Lötpaste oder Rückstände vom Lötwasser, mit dem Lötkolben kannst Du Messing nicht verbrennen, dafür braucht man schon einen Lötbrenner.
Von was soll der Lack sein? Die Teile sind nicht lackiert.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Takage am 25. September 2010, 12:06:24
Hi Michael

Kommt auch bei stellen wo kein Loetwasser dran war. Du siehst das auf dem Bild oben ... dieser brauner fleck um die Lötstellen herum
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 25. September 2010, 12:23:05
Hi Michael

Kommt auch bei stellen wo kein Loetwasser dran war. Du siehst das auf dem Bild oben ... dieser brauner fleck um die Lötstellen herum

welches Lot benutzt Du?, vielleicht kommt es daher, je nachdem welches Flußmittel im Lot ist. Aber daran liegt es nicht, Dein Spant ist nicht warm genug.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Takage am 25. September 2010, 15:11:37
Also Lötzin aus 99% Zinn und diese schmierigen klebrigen braunes Zeug entsteht aber bevor ich den Lötzinn auftrage
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Rolle am 25. September 2010, 16:31:27
Hallo Takage, verkleinere bitte deine Bilder, sowohl Bildergröße als auch Dateigröße, wie von Erdinger schon geschrieben,800x600 und 100kb. Die Ladezeit ist eindeutig zu lang.

Was das Löten anbelangt, wie hat mein Ausbilder immer gesagt? Das Lot muss am Werkstück schmelzen und nicht am Lötkolben, bzw. in der Flamme, wenn man mit einer Flamme lötet. Also wie schon geschrieben du hast zu wenig Wärme in das Werkstück gebracht.

Nicht aufgeben, wird schon.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 25. September 2010, 20:26:48
@Erdinger

Die drei eben gezeigten Teile sind nun verlötet. Dazu stecke ich die betreffenden Teile zusammen, trage etwas Lötwasser in die Naht und lege dann mit einer Pinzette passend zugeschnittene Stücke Elektroniklot direkt an die Verbindungsstelle.   Für weiterführende Hilfe im Unterthema Löten wäre ich dankbar!

Lot in die Naht legen? Nur die Fläche die sich berührt benötigt eine dünne Schicht Lötzinn, alles was außerhalb dieser Fläche ist, ist unnötig.


"Mein Lötkolben ist auf 350 Grad eingestellt, dennoch zerfließt das Lot nur wenn ich die Spitze des Lötkolbens direkt an das Lot halte."

dann sind die Bauteile nicht heiß genug.

"Ein Erhitzen des Bleches von der Außenseite macht die Teile zwar sauheiß, aber das Lot schmilzt nicht..."

gleiche Antwort :1: Du mußt nicht auf die Aussenseite, aber nahe der Lötstelle, die Löttemperatur soll man dort haben wo man Lötet.
Dein Lötkolben braucht eine gewisse Zeit bis er auf Temperatur ist, und dies geschieht mit Strom. Und nur durch die Berührung mit dem Lötkolben geht die Wärme in das zu lötende Blech. Und das geht nich ruck zuck. Je näher die wärmequelle an der Lötstelle um so schneller wird es da heiß genug.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Takage am 25. September 2010, 23:41:03
Hi

Hab mir jetzt so einen Lötkolben noch zusätzlich gekauft der für so Platten geeignet ist. Ist halt 80W und wird 430° heiß. Bei mir wird das Blech aber so leicht rötliche , ist das normal? Zu heiß kann es ja nicht sein, da das noch passiert BEVOR das Lot flüssig wird (an der Stelle direkt in der nähe des Kolben)
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 26. September 2010, 00:18:02
Es verfärbt sich rötlich, ist schon ok
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Takage am 26. September 2010, 01:01:38
Es verfärbt sich rötlich, ist schon ok

Wie bekomme ich es denn wieder hin das es dann so schön wieder messing artig glänzt?
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: standart2k am 26. September 2010, 09:35:47
Ich hab so ein ähnliches Problem. Hab gestern endlich angefangen, die ersten Teile zu verlöten. Hab dabei den Kolben auf Anschlag hochgedreht und einige Minuten auf die Bodenplatte gehalten. Das einzigste, was passiert ist, ist, dass das Lötwasser verdampft ist. Als ich dann mit einem kleinen Stück lötzinn direkt auf die Spitze gegangen bin, ist das natürlich sofort geschmolzen und ich konnte dann unter Zuhilfenahme von Lötwasser das Lötzinn die Kante der beiden Bleche quasi "entlangziehen". Aber nur durch erhitzen der Bauteile krieg ich das Zinn nicht flüssig. Ich denke mal, dass das Löten selber von der Temperatur her funktioniert hat. Allerdings hab ich so meine Zweifel, ob das Lötzinn dadurch, das ich es nur an der Kante enlanggezogen habe auch wirklich unter die Bauteile gekommen ist und nicht nur an den Rand und somit die Verbindung auf Dauer nicht fest bleibt.

(http://foto.arcor-online.net/palb/alben/41/4257241/3364363733303536.jpg)
(http://foto.arcor-online.net/palb/alben/41/4257241/6431666463336233.jpg)
(http://foto.arcor-online.net/palb/alben/41/4257241/6238653337653965.jpg)

Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 26. September 2010, 10:00:37
Es verfärbt sich rötlich, ist schon ok

Wie bekomme ich es denn wieder hin das es dann so schön wieder messing artig glänzt?

 8o
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 26. September 2010, 10:34:02
@Standart2K

Warum lötest Du es überhaupt dort in der Ecke? Geh doch mal von der anderen Seite ran. Ich habe alle Teile durch die kleinen Löcher verlötet, selbst wenn der Stift drinsteckt ist noch genug Platz das Zinn durchfließen kann. Und nicht soviel Lot.

Mit dem Lot was manche hier in die Nase eines Bausatzes packen damit es kein Tailsitter wird kann man fast die ganze Stuka löten.
Löten hat nichts mit Schweißen zu tun, es braucht keine Kehlnähte :2:
Genaugenommen müssen die zu verbindenden Teile auf ganzer Fläche aufsitzen und es darf so gut wie kein Spalt sein.

Die Bauteile sollen sich unter Zuhilfenahme des Zinns verbinden, die Atome des Zinns vermischen sich mit den Atomen des Messing, zwar nur am Rand aber soviel das es hält.
Und je mehr Lot dazwischen ist um so weniger hält es. Das sieht man daran wie leicht es sich verbiegen läßt.

Ich benutze zum Löten  1mm Radiolot von Conrad "S-Sn60Pb40" 60% Zinn und 40% Blei. Je mehr Blei im Lot um so besser fließt es.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: standart2k am 26. September 2010, 10:58:54
@ Michael

Ok, danke für die Hilfe. Werd's dann mal von der anderen Seite versuchen und hoffen, das es klappt.

Ein Teil hat sich nach leichten biegen eh schon wieder gelöst. Werd jetzt erstmal alles abschleifen und dann nochmal anfangen.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 26. September 2010, 11:01:07
Lot in die Naht legen? Nur die Fläche die sich berührt benötigt eine dünne Schicht Lötzinn, alles was außerhalb dieser Fläche ist, ist unnötig.
Nur dass die Teile zueinander leider keine Schmatzpassung haben, und ich mir halt Gedanken mache ob eine dünne Verzinnung der Kontaktflächen beim Verlöten eine spaltfüllende haltbare Verbindung ergibt.  ?(

Zitat
"Mein Lötkolben ist auf 350 Grad eingestellt, dennoch zerfließt das Lot nur wenn ich die Spitze des Lötkolbens direkt an das Lot halte."
dann sind die Bauteile nicht heiß genug.
Ich habe mir eben eine etwas größere Lötspitze bestellt, in der Hoffnung durch die größere Fläche etwas mehr Hitze ans Messing zu bekommen.
Dennoch: wenn ich den Lötkolben auf höchster Stufe (regelbar bis 450 Grad...) auf das Messing halte und warte ob (und wann...) das Lot sich verflüssigt, dann lösen sich doch auch benachbarte bereits angebrachte Verbindungen, da Messing die Hitze ja nicht nur an die zu lötende Stelle leitet, oder?

Zitat
"Ein Erhitzen des Bleches von der Außenseite macht die Teile zwar sauheiß, aber das Lot schmilzt nicht..."
gleiche Antwort :1: Du mußt nicht auf die Aussenseite, aber nahe der Lötstelle, die Löttemperatur soll man dort haben wo man Lötet.
Dein Lötkolben braucht eine gewisse Zeit bis er auf Temperatur ist, und dies geschieht mit Strom. Und nur durch die Berührung mit dem Lötkolben geht die Wärme in das zu lötende Blech. Und das geht nich ruck zuck. Je näher die wärmequelle an der Lötstelle um so schneller wird es da heiß genug.
Ich lasse meiner Lötstation durchaus ihre Zeit um aufzuheizen, so bis zu 5-10 Minuten. Das sollte wohl reichen, denke ich.
Wie lange ungefähr hältst du deine Lötspitze bei welcher Temperatur an das Metall bis die Verbindung sitzt? Nur dass ich einen Anhaltswert habe ob ich mir ein Brötchen für Zwischendurch an den Arbeitsplatz lege...  :rolleyes:

Mein Lot: S-Pb60Sn40 (Bastlerlot). Das würde bedeuten ich habe 60% Blei im Lot, sollte also doch ganz gut verlaufen, oder?

Danke dass du uns hier so geduldig mit deinen Ratschlägen weiterhilfst!  :P
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 26. September 2010, 11:20:33
@ Michael

Ok, danke für die Hilfe. Werd's dann mal von der anderen Seite versuchen und hoffen, das es klappt.

Ein Teil hat sich nach leichten biegen eh schon wieder gelöst. Werd jetzt erstmal alles abschleifen und dann nochmal anfangen.
Ja, weil das Zinn zu weich ist deshalb kannst Du es biegen, man kann auch die Teile erhitzen und das überschüssige Lot abbürsten.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: standart2k am 26. September 2010, 11:34:31
Hab jetzt mal an beiden Bodenplatten ( Hab mir sicherheitshalber die ersten beiden Ausgaben auch am Kiosk geholt) wo schon eine Wand dran ist, alles überschüssige Lot weggeschliefen und -gekratzt. Bei einer hält die Seite ziemlich fest, bei der anderen ist nur das eine Ende der Seite etwas "beweglicher".
Na ja, Übung macht den Meister.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 26. September 2010, 12:25:26

Nur dass die Teile zueinander leider keine Schmatzpassung haben, und ich mir halt Gedanken mache ob eine dünne Verzinnung der Kontaktflächen beim Verlöten eine spaltfüllende haltbare Verbindung ergibt.  ?(


Ich habe mir eben eine etwas größere Lötspitze bestellt, in der Hoffnung durch die größere Fläche etwas mehr Hitze ans Messing zu bekommen.
Dennoch: wenn ich den Lötkolben auf höchster Stufe (regelbar bis 450 Grad...) auf das Messing halte und warte ob (und wann...) das Lot sich verflüssigt, dann lösen sich doch auch benachbarte bereits angebrachte Verbindungen, da Messing die Hitze ja nicht nur an die zu lötende Stelle leitet, oder?


Wie lange ungefähr hältst du deine Lötspitze bei welcher Temperatur an das Metall bis die Verbindung sitzt? Nur dass ich einen Anhaltswert habe ob ich mir ein Brötchen für Zwischendurch an den Arbeitsplatz lege...  :rolleyes:

Mein Lot: S-Pb60Sn40 (Bastlerlot). Das würde bedeuten ich habe 60% Blei im Lot, sollte also doch ganz gut verlaufen, oder?

Danke dass du uns hier so geduldig mit deinen Ratschlägen weiterhilfst!  :P

Zu 1, Ein Spalt ist nicht immer unumgänglich, die Spanten hatten ja diese eingefräste Vertiefungen, sind aber kaum der Rede wert.
        Es gibt ja noch genügend andere Flächen die Press aufeinander stehen.

Zu 2  Das kannst Du verhindern indem Du ein nasses Tuch Dir in die nähe legst und benachbarte Lötstellen ab und zu einfach mal abtupfst.
        Dadurch sinkt die Temperatur an der schon gelöteten Stelle. Und bei Teilen die ohne Löten miteinander fixiert sind  ist selbst das unnötig.

Zu 3  Ich schalte meinen Lötkolben ein, wenn dann alle Teile fixiert sind die ich Löten möchte, hat er genug Temperatur.
        Nach 2-3 min. , dann ist die Stelle zum Löten warm genug.
        Dann nehm ich etwas Lötzinn mit dem Kolben auf( ein Kügelchen von ca.2 mm Durchmesser) und bringe es an die zu lötende Stelle.
        Der Lötkolben bleibt dann an der zu lötenden Stelle solange bis das Lot die Teile verbindet.
        
Ich werde beim nächstenmal versuchen Bilder während des Lötens zu machen


Ich nehm alles was der Kolben an Wärme hergibt, 58 Watt schätze mal um die 400Grad. Je mehr ich einsetzen kann um so schneller kann ich Löten.
Hier im Forum gibt es viel zu Lernen, auch für mich. Somit ist es eine Selbstverständlichkeit auch etwas zurückzugeben, wenn ich es kann :1:
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: standart2k am 26. September 2010, 12:33:59
Also meine Lötstation bringt laut Aufdruck 900° Fahrenheit, umgerechnet also ca. 480°C. Hat bei mir gestern wie gesagt nicht gereicht, die Teile auf Temp zu bringen. War aber vermutlich zu kurz dran. Egal, werd nachher weiterprobieren. Ist ja auch das erste Mal, das ich mit der Station und Lötzinn von der Spule löte. Bis jetzt hab ich bei den normalen Fotoätzbögen von Eduard, Aber und Co. einfach immer etwas Lötpaste aufgetragen, das ganz kurz unter die Gaslötflamme gehalten und gut wars.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 26. September 2010, 12:40:43
...etwas Lötpaste aufgetragen, das ganz kurz unter die Gaslötflamme gehalten und gut wars.
So habe ich an der Stuka die ersten Gehversuche an den Spanten und Rippen gemacht. Teile zusammenstecken, Lötpaste drauf, und Feuer!  :D

@ Michael:
Danke für deine Ausführungen, das machts schon etwas klarer. Wenn du allerdings die Mühe nicht scheust und uns eine Bilderstrecke einstellen könntest wäre das toll.  :P
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Falko am 26. September 2010, 12:54:03
Wie stark sind eigentlich eure Bleche?
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 26. September 2010, 13:20:00
Peter, ich glaube ich verstehe die Frage nicht. Wenn du auch die Stuka baust dann sind deine Bleche doch höchstwahrscheinlich genauso stark wie unsere?!?
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 26. September 2010, 13:42:38
Sobald ich wieder Teile habe und Zeit zum Bauen, mach ich ein paar Bilder vom Lötvorgang. Denke mit Stativ und Funkauslöser wird es schon gehen .

Gruß Michael
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: EHamisch am 26. September 2010, 14:00:19
Moin

Ich möchte hier auch mal meinen Senf dazu geben. Wenn des Lötzinn nicht richtig verläuft, gibt es
mehrere Gründe. Darauf wurde schon eingegangen.
Ich kann euch nur beschreiben, wie ich es mache.
Als Unterlage benutze ich eine Glasscheibe.
Vor dem Zusammenlöten werden die Lörstellen ganz dünn vorverzinnt
Ich benutze einen 40W / 220V Lötkolben, den ich an einen Spannungsregler 0 - 220V angeschlossen habe. Die Temperatur regle ich nach Gefühl,
wenn das Zinn nicht richtig käuft, gebe ich mehr, wenn die Lötkolberspitze anfängt zu verzundern, gebe ich weniger Spannung.
Beim Löten gehe ich folgendermaßen vor: Metall blank machen, Lötfett drauftun, und mit dem Lötkolben vorverzinnen, wo er geht. Das ist schon die halbe Miete. Dann werden die Teile zusammengesteckt, und fixiert. Etwas Lötfett darauf, und den Lötkolben möglichst fast ohne Lötzinn neben
die Lötstelle halten. Wenn dann das Zinn an der Lötstelle anfägt zu laufen ( wird glänzend ) gehe ich mit dem Lötzinn an die Lötstelle und lasse etwas
hineinlaufen.
Lötzinn verwende ich von der Firma Stannol. Es ist Elektroniklot Durchmesser 0,5 mm 60% Zinn, 30% Blei, 10% Kolofonium (Flussmittel)
Ich habe ein Paar Bilder von den verlöteten ersten 5 Ausgaben gemacht :  
(http://img821.imageshack.us/img821/1257/img2264h.jpg)
(http://img180.imageshack.us/img180/1899/img2265q.jpg)
(http://img707.imageshack.us/img707/3135/img2266vz.jpg)
(http://img689.imageshack.us/img689/8416/img2267y.jpg)
(http://img706.imageshack.us/img706/6845/img2269yp.jpg)
(http://img826.imageshack.us/img826/9457/img2270w.jpg)
(http://img375.imageshack.us/img375/379/img2271v.jpg)
(http://img690.imageshack.us/img690/7091/img2272q.jpg)
(http://img545.imageshack.us/img545/5261/img2274o.jpg)
(http://img24.imageshack.us/img24/534/img2275w.jpg)
(http://img713.imageshack.us/img713/4062/img2276n.jpg)
(http://img710.imageshack.us/img710/8456/img2277e.jpg)

Ich stelle hier noch mal den Link zum Album ein, für alle,die größere Bilder wollen:   
http://picasaweb.google.com/ehamisch9/StukaBilder1?feat=directlink (http://picasaweb.google.com/ehamisch9/StukaBilder1?feat=directlink)
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Falko am 26. September 2010, 14:09:38
@Thomas
Nein, ich bau die Stuka nicht selbst, les aber gern bei euch mit.
Vielleicht kann ich auch den einen oder anderen Tipp zum Löten geben.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 26. September 2010, 14:28:12
@Falko:
Ah, das erklärt einiges... :)
Na, gute Tips sind doch immer willkommen!
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 26. September 2010, 14:35:31
@EHamisch:
Magst du die Bilder nicht hier mit einstellen? Es lässt sich eher darüber diskutieren wenn man das Material nicht auf einer anderen Website betrachten muss.

Solche Lötnähte, davon träume ich! Das will ich haben! Du hast sehr großzügig vorverzinnt, was die flächenmäßige Ausdehnung angeht. Hat das einen technischen Hintergrund?
Und wie lange hast du für die ganze Vorverzinnerei gebraucht? Das muss doch ewig gedauert haben. Passen die vorverzinnten Steckverbindungen noch problemlos ineinander?

Dein altes DDR-Equipment find ich klasse! Warum neu wenn es das alte tut?  :P
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: EHamisch am 26. September 2010, 15:00:17
@EHamisch:
Magst du die Bilder nicht hier mit einstellen? Es lässt sich eher darüber diskutieren wenn man das Material nicht auf einer anderen Website betrachten muß  :P
Ich stelle eigentlich meine bilder immer so ein, das ist für mich einfacher, da kann ich sie auch woanders nutzen
@EHamisch:

Solche Lötnähte, davon träume ich! Das will ich haben! Du hast sehr großzügig vorverzinnt, was die flächenmäßige Ausdehnung angeht. Hat das einen technischen Hintergrund? :P
Nein, ich habe nir das überschüßige Lötzinn vom Lötkolben abgestreift. Man kann mit einem Tropfen Zinn eine "riesige" fläche verzinnen.
@EHamisch:

Und wie lange hast du für die ganze Vorverzinnerei gebraucht?   :P
Ich habe nicht auf die Uhr geschaut, aber ich vermute, pro Teil 1-3 min. Das Teil mit Lötfett bestrichen, mit einem Holzstab auf die Glasplatte gedrückt, und mit dem Lötkolben drübergefahren - fertig.
@EHamisch:
Passen die vorverzinnten Steckverbindungen noch problemlos ineinander?
 :P
Bei mir fast immer, zwei mußte ich etwas nacharbeiten, weil ich etwas zuviel Zinn am Lötkolben hatte. Wie schon geschrieben, beim Vorverzinnen sehr, sehr wenig Zinn benutzen.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Hans am 26. September 2010, 17:11:50
(http://lh5.ggpht.com/_TaUhIPFyh1g/TJ8se3CGGvI/AAAAAAAAA7Y/10S967AlSIM/s800/IMG_2265.JPG)

Zitat
Ich stelle eigentlich meine bilder immer so ein, das ist für mich einfacher, da kann ich sie auch woanders nutzen

Alle anderen stellen aber ihre Bilder so ein, dass man sie direkt sehen kann. Du möchtest ja auch Antworten haben und dein Beitrag oben zeigt ja nicht mal einen funktionierenden Link. Die Bilder direkt zu verlinken ist ja nicht schwer oder aufwändig. Bei den Icons auf der Antwortsite ist ein kleines gerahmtes Bild (ganz links) dabei, es erzeugt den entsprechenden Befehl. Zwischen die Img-Einträge kopierst du dann die URL des Bildes, ganz einfach und schnell. Hilft den Antwortschreibern ungemein, wirklich.

H.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: olli am 26. September 2010, 18:42:49
Sobald ich wieder Teile habe und Zeit zum Bauen, mach ich ein paar Bilder vom Lötvorgang. Denke mit Stativ und Funkauslöser wird es schon gehen .

Gruß Michael

Erstmal ein Dankeschön an Dein Bemühen und Zeitaufwendungen hier! :klatsch: ;)

Da ich mit dem Löten nach wie vor extreme Probleme habe und nichts zusammenbekomme, bin ich auf die Bilder schon mal gespannt :pffft:
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: EHamisch am 26. September 2010, 20:26:47
Moin

Ich habe den Beitrag geändert, und die Bilder direkt eingefügt.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Wolf am 26. September 2010, 21:59:59
Vielen Dank, so ist es für alle direkt einfacher das nachzuvolziehen  :P
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 26. September 2010, 22:33:53
@ EHamisch:
Dankeschön!  :P
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: EHamisch am 26. September 2010, 22:44:26
Moin
Ich möchte mal versuchen, Euch zu zeigen, wie ich beim Zusammenlöten des Zielerfassungskasten vorgeganen bin:
Die Teile wurden ausgeschnitten, entgradet und gebogen. Darauf gehe ich nicht ein.
Alle Teile wurden mit Aceton entfettet.
Bei allenTeile wurden vor dem Einlöten noch mit einem Glasfaserstift ev. Oxyd entfernt (http://img692.imageshack.us/img692/8017/img2315m.jpg)
Die Teile 40 und 41 sind vorbereitet (http://img543.imageshack.us/img543/3648/img2278.jpg)
Die beiden Teile sind zusammegesetzt, fixiert und die Lötstellen mit Lötfett bestrichen (http://img696.imageshack.us/img696/3248/img2283w.jpg)
Jetzt werden die rausstehenden Verbindugsstege erwärmt und das Lötzinn daran gehalten. Es läuft von allein in das Loch und in die Spalte darunter. Bitte sparsam mit dem Lötzinn umgehen, es wird nicht viel gebraucht (http://img299.imageshack.us/img299/7466/img2284b.jpg)
Nun sieht man wie schön das Zinn verlaufen ist (http://img26.imageshack.us/img26/4567/img2285wa.jpg)(http://img522.imageshack.us/img522/1867/img2287y.jpg)
Ich habe nur an den Verbindungsstegen Zinn aufgebracht(http://img94.imageshack.us/img94/3535/img2288yo.jpg)
Nun wird Teil 42 auf die gleiche Weise angelötet(http://img10.imageshack.us/img10/1254/img2289d.jpg)(http://img121.imageshack.us/img121/5254/img2290e.jpg)
Hier siehe man wieder, wie das Zinn verlaufen ist(http://img827.imageshack.us/img827/4916/img2292k.jpg)(http://img202.imageshack.us/img202/6105/img2293mg.jpg)
Teil 43 wurde an den Stirnseiten verzinnt, mit Lötfett bestrichen und in den Schlitz der Teile 40 - 42 eingeschoben. Danach mit Draht fixiert und mit dem Lötkolben erwärmt. Das Zinn ist in dem Schlitz geschmolzen. Das Teil 43 hält.(http://img714.imageshack.us/img714/1925/img2295z.jpg)(http://img841.imageshack.us/img841/7323/img2298m.jpg)(http://img580.imageshack.us/img580/966/img2300d.jpg)
Nun wird Teil 44 auf die gleiche Weise eingelötet, nur an den Verbindungsstegen (http://img201.imageshack.us/img201/1650/img2301d.jpg)(http://img541.imageshack.us/img541/7952/img2302q.jpg)(http://img827.imageshack.us/img827/5548/img2304r.jpg)
Teil 45 ist fixiert und wird eingelötet. Wieder nur an den Verbindungsstegen(http://img828.imageshack.us/img828/8733/img2306l.jpg)(http://img201.imageshack.us/img201/2658/img2307.jpg)(http://img215.imageshack.us/img215/238/img2308h.jpg)
Zum Schluß noch die Überstände der Verbindungsstege abgeschnitten und die Lötpunkte verschliffen(http://img213.imageshack.us/img213/7016/img2309d.jpg)(http://img545.imageshack.us/img545/3520/img2310.jpg)(http://img831.imageshack.us/img831/2097/img2311cc.jpg)(http://img833.imageshack.us/img833/9990/img2312so.jpg)(http://img827.imageshack.us/img827/6591/img2313o.jpg)
Und zum Schluß noch ein Bild vom Lötzinn(http://img137.imageshack.us/img137/2811/img2314q.jpg)
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 27. September 2010, 12:10:45
Danke, Egbert!
Sieht so einfach aus...

Was hast du da um die Griffe deiner kleinen Holzklammern gebunden?
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: EHamisch am 27. September 2010, 12:18:03

Was hast du da um die Griffe deiner kleinen Holzklammern gebunden?


Das ist Bindedraht, der bei verschiedenen Frischhaltebeuteln beiliegt. Ich habe damit die Holzteile und die Feder zusammengebunden, weil die kleinen Klammern manchmal, wenn ich sie schräg ansetze auseinanderfallen. Jedesmal die Teile einsammeln war etwas worauf ich verzichten wollte.
Ich habe alle Holzklammern so gebunden, auch die großen.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 27. September 2010, 12:23:09
Ist das raffiniert...  :P
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 27. September 2010, 13:44:41
Moin
Ich möchte mal versuchen, Euch zu zeigen, wie ich beim Zusammenlöten des Zielerfassungskasten vorgeganen bin:


 :P Es sieht nicht nur einfach aus, es ist auch so, Es ist mitunter das wichtigste die Teile zu fixieren, alles andere geht fast von selbst :1:
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Takage am 01. Oktober 2010, 23:21:00
Huhu Leute

hab ein neues Problem :( ... nachdem ich mir nen stärkeren Lötkolben geholt habe und andere Lötspitzen läuft das jetzt einwandfrei ABER irgendwie sind schon nach ein paar Tagen meine Lötspitzen total im eimer. Die sehen mitlerweile so aus, als hätte man da Teile der Lötspitze weggeäzt.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 02. Oktober 2010, 00:09:14
Kannst du das bitte ein wenig präzisieren?  ?(
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: kaewwantha am 02. Oktober 2010, 07:01:47
Hallo Takage,
hast Du die Lötspitze vor dem ersten gebrauch verzinnt.
Sonst wird die Spitze vom Lötfett angefressen.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 02. Oktober 2010, 19:54:58

Das mit dem Löten habe ich immer noch nicht heraus. Meinen 50 Watt Lötkolben muss ich teils minutenlang an die Teile halten (eingestellte Temperatur ca. 250 - 300 Grad) bis das Lot sich verflüssigt. Olli, der gerade zu Besuch weilt, lötet gerade am Tisch hinter mir und meint dass er seinen 50 Watt Lötkolben nur wenige Sekunden lang an die Teile halten muss... Wo liegt da die Logik?  ?(

Also wenn ich mir die Bilder von Dir ansehe :P Ist doch sauber verlötet, besser bekomme ich die auch nicht hin. Mit meinem Lötkolben geht es auch ruck zuck, an dem ist auch das Heizelement direkt an der Lötspitze. Sieht so aus als würde darin der kleine Unterschied liegen. Sauber gelötet ist es dennoch, nur der Zeitaufwand ist mehr.

Der von mir zur Zeit benutzte Lötkolben hängt an einer Station, die es mir erlaubt die Temperatur zu regeln. Der Lötkolben selber hat ebenfalls das Heizelement direkt an der Spitze, so dass ich auch hier vom günstigsten Fall ausgehe. Bleibt also die Frage warum das Lot zwar schmilzt wenn ich die Lötkolbenspitze direkt reinhalte, es aber nahezu unmöglich ist das Lot zu schmelzen wenn ich meinen Lötkolben auch nur einen Millimeter davon entfernt dauerhaft auf das Blech drücke...
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 02. Oktober 2010, 20:21:26

Der von mir zur Zeit benutzte Lötkolben hängt an einer Station, die es mir erlaubt die Temperatur zu regeln. Der Lötkolben selber hat ebenfalls das Heizelement direkt an der Spitze, so dass ich auch hier vom günstigsten Fall ausgehe. Bleibt also die Frage warum das Lot zwar schmilzt wenn ich die Lötkolbenspitze direkt reinhalte, es aber nahezu unmöglich ist das Lot zu schmelzen wenn ich meinen Lötkolben auch nur einen Millimeter davon entfernt dauerhaft auf das Blech drücke...
hmmmm...... probier mal den Lötkolben an dem Loch immer hin und her zu bewegen, oder um das Loch kreisen, sollte schneller gehen mit erwärmen.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: kaewwantha am 02. Oktober 2010, 21:31:19
Hallo Thoams,
welche Watt Leistung hat der Lötkolben.
Wenn die Leistung zu klein ist kann er das Metall nicht richtig erwärmen. Dabei ist es egal ob der Lötkolben an einer Staion hängt oder ein normaler Lötkolben ist.
Bei der Material Stärke und größe der Bauteile wirdman mindestens einen 80 Watt Lötkolben benötigen.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 02. Oktober 2010, 22:02:24
Also mein Lötkolben hat nur 58 Watt und funktioniert einwandfrei
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 02. Oktober 2010, 23:04:35
Hallo Thoams,
welche Watt Leistung hat der Lötkolben.
Mein Lötkolben hat 50 Watt, der von Olli ebenfalls, und bei ihm geht es ratzfatz. Gleiche Leistung, unterschiedliches Resultat...  ?(
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: EHamisch am 05. Oktober 2010, 00:12:51
Moin

Ich vermute, wenn die Lötkolben das Material nicht erwärmen, sind die Spitzen verzundert. Bei vielen Lötkolbenhaltern sind keine Schwämme mit angebracht. Immer den Lötkolben damit reinigen vor jedem Lötvorgang.
Das Zinn muß am Lötkolben glänzen, wenn es matt aussiht, ist es oxydiert und leitet keine Wärme.
Zum verzinnen der Lötkolbenspitze benutze ich als Flußmittel immer Kolofonium. Es dauert etwas länger. Hält auch länger.
Wenn die Lötspitze sogenannte Einfressungen hat, sie im heißen Zustand geradefeilen und sofort neu verzinnen.
Seit ich es so mache, habe ich keine Probleme mehr beim verlöten.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 05. Oktober 2010, 13:33:15
Danke Egbert!

Olli hat einen Lötkolben, den man direkt in dier Steckdose hängt, ich jedoch eine Station, deren Spitzen am Lötkolben auswechselbar sind. Ich vermute hier die bauartbedingte Abweichung in der Leistung. Ich hatte mir ja eine breitere Wechselspitze besorgt und gleich beim ersten Erhitzen verzinnt. Regle ich meine Station auf Full Throttle (Vollgas) dann erhitzt sie Lot und Metall genauso wie der Lötkolben von Olli, nur dass es etwas länger dauert.

Habe mir am Samstag einen Lötkolben mit 60 Watt im Baumarkt geholt (ca. 15 Euro). Der wird auch direkt in die Steckdose eingesteckt und erhitzt Blech und Lot ratzfatz. Werde den also für dickere Bauteile nehmen, die Station für die dünneren.

Alle meine Spitzen sind ohne Einfressungen und werden nach dem Löten immer neu verzinnt.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 05. Oktober 2010, 19:47:05
Olli hat einen Lötkolben, den man direkt in dier Steckdose hängt, ich jedoch eine Station, deren Spitzen am Lötkolben auswechselbar sind. Ich vermute hier die bauartbedingte Abweichung in der Leistung.


Ich benutze eine regelbare Lötstation, kann normalerweise nicht der Grund dafür sein das es zu lange dauert.

Vielleicht sehen es einige Hersteller nicht so genau mit den Wattangaben, das es zu so großen Abweichungen kommt.
Aber wenn ich mir eure Fortschritte beim Löten ansehe :P es wird doch :1: Und der Rest ist Übung.

Gruß Michael
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Takage am 06. Oktober 2010, 00:23:23
Kannst du das bitte ein wenig präzisieren?  ?(


hi ... so schauen meine Lötspitzen mitlerweile aus :(

(http://img651.imageshack.us/img651/6872/dscf1409l.jpg) (http://img651.imageshack.us/i/dscf1409l.jpg/)

(http://img835.imageshack.us/img835/2260/dscf1410.jpg) (http://img835.imageshack.us/i/dscf1410.jpg/)

Uploaded with ImageShack.us (http://imageshack.us)
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 10. Oktober 2010, 19:20:49
So, wie versprochen habe ich mal Bilder vom Löten gemacht.

Zuerst habe ich die beiden Teile mit Krokodilklemmen fixiert
(http://i869.photobucket.com/albums/ab253/themadbat/l1.jpg)

als nächstes mit einer der Klemmen an der dritten Hand eingespannt
(http://i869.photobucket.com/albums/ab253/themadbat/l3.jpg)

Lötwasser aufgetragen an den Stiften die ein wenig hervorstehen, im Idealfall besser kürzer.
(http://i869.photobucket.com/albums/ab253/themadbat/l2.jpg)

mit dem verzinnten Kolben einer billig Lötstation für 15Euro verlötet(E-Bay mit 5 Wechselspitzen)
(http://i869.photobucket.com/albums/ab253/themadbat/l7.jpg)

gut zu sehen wie das Lot verlaufen ist an einer der vielen Lötstellen
(http://i869.photobucket.com/albums/ab253/themadbat/l8.jpg)

das erste Teil verlötet
(http://i869.photobucket.com/albums/ab253/themadbat/l6.jpg)

und von der Rückseite. Schön zu sehen das auch dort wo sich keine Löcher befinden die Teile verlötet sind.
(http://i869.photobucket.com/albums/ab253/themadbat/l5.jpg)

das zweite Teil mit dem Spant fixiert, und wie oben beschrieben verlötet
(http://i869.photobucket.com/albums/ab253/themadbat/l4.jpg)

Nachdem dies geschehen ist noch den zweiten Teil des Spants mit den anderen Teilen verlötet.
(http://i869.photobucket.com/albums/ab253/themadbat/l9-1.jpg)

Hier sieht man schön das ich während des Lötens die lage der zwischenstücke mit dem Lötkolben nachgefahren habe.

Und so sieht der fertige Spant nach dem Löten aus.
(http://i869.photobucket.com/albums/ab253/themadbat/l11.jpg)
 die braunen Stellen stammen vom Lötwasser.

Arbeitsaufwand für Löten und schleifen der Lötstellen ca 10 Min.

Ich hoffe das ich euch damit ein wenig weiterhelfen kann :6:

Lg Michael

Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: olli am 10. Oktober 2010, 19:32:38
Ja, konntest Du :klatsch:

Aber das mit dem Verlöten über die Zapfen funktioniert bei mir nicht so wirklich. Das Lötzinn läuft selbst unter Zuhilfenahme von Lötwasser und/oder Lötfett nicht so schön wie bei dir den Spalt entlang. Auch wenn ich das Teile lange erwärme und von der Oberseite her ungefähr am Spalt mit der Lötspitze entlangfahre.
Mittlerweile klappt es halbwegs gut, wenn ich, wie in einem Fall, von einer Seite beide Bauteile mit der Spitze erwärme und von der anderen Seite das Lötzinn heranführe und dann mit der Lötspitze am Spalt entlangfahre.
Funktioniert natürlich (bezogen auf Dein Bauabschnitt) nur beim ersten Spant mit dem Steg.

Aber nunja, bei Thomas konnte ich auch nochmal etwas üben und ich denke mittlerweile klappt es einigermassen. Ich habe nur Schiss bei den nicht mehrfach vorhandenen Teilen (also ab Ausgabe 2) irgendwas zu verhunzen.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 10. Oktober 2010, 19:39:59
Ich schneide die Zapfen mit einer Ätzteilschere ungefähr soweit ab das sie im Normalfall etwas kürzer sind als das Blech dick ist. Auch gehe ich mit dem Lot nicht an die Bauteile sondern nehme nur ein klein wenig mit der Lötspitze auf.

Wenn die Zapfen etwas über das Blech stehen kommt man mit dem Lötkolben nich genau mittig auf das Loch, und wenn ich Ihn auf den herausstehenden Stift setze habe ich eine so kleine Auflagefläche das sich das Blech nicht richtig erwärmt.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 10. Oktober 2010, 20:17:49
Und so sehen alle verbauten Teile aus, alles verlötet.

(http://i869.photobucket.com/albums/ab253/themadbat/r2.jpg)
 an den oberen Holmen sieht man die Löcher durch die ich gelötet habe.

etwas vergrößert
(http://i869.photobucket.com/albums/ab253/themadbat/r4.jpg)

Zusätzlich habe ich die Holme zwischen den Spanten mit Lötwasser eingestrichen und nur mit einem verzinnten Lötkolben überstrichen.
(http://i869.photobucket.com/albums/ab253/themadbat/r1.jpg)


Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 11. Oktober 2010, 09:33:50
hi ... so schauen meine Lötspitzen mitlerweile aus :(

Schleifen, schleifen, schleifen... Echt, mein erster Ansatz wäre entweder gleich neue zu holen, oder die Dinger gründlichst zu schleifen. Dann mit Alkohol oder Universalverdünner entfetten (Fenster auf!). Bis aufs blanke Metall. Dann erhitzen und gleich neu verzinnen.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 11. Oktober 2010, 09:37:53
Ich habe nur Schiss bei den nicht mehrfach vorhandenen Teilen (also ab Ausgabe 2) irgendwas zu verhunzen.
Olli, schließ auf alle Fälle das Abo nochmal ab! So hast du immer genügend Ersatzteile...  X(
 :D
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 11. Oktober 2010, 09:46:40
Michael,

danke für die tollen Bilder und deine Erklärungen! Wenn ich die ganzen Beiträge und Bilder so überdenke sollte aus der Summe der Herangehensweisen jeder für sich einen praktikablen Weg finden.

Ich habe zu Anfang auch Lötwasser (von ABER, dem Ätzteilhersteller) verwendet. Aber da ich nun entweder den ungeregelten 60 Watt Lötkolben oder meine auf Vollgas aufgedrehte Station hernehme sind die erreichten Temperaturen so hoch dass das Lötwasser bei Berührung in kleinsten Tropfen wegpratzelt. Mit meiner neuen breiteren Lötspitze habe ich mir auch Lötfett besorgt, damit geht es (für mich) viel besser. Da spritzt nichts weg!

Bevor ich zwei Teile löte streiche ich die Kontaktstellen mit Lötfett ein und verzinne die Teile vorab, oder ich setze sie zusammen und führe das Lot vom Lötkolben über die Paßstiftlöcher zu. Es wird mangels Übung nicht immer schön, aber die Teile halten meistens...  :rolleyes: Hauptsache, ich über weiter! Ein paar Teile fehlen ja noch bis zur Fertigstellung der Stuka...
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 11. Oktober 2010, 10:06:27
Bevor ich mit dem Lötkolben an das Material komme ist mein Lötwasser eigenlicht komplett weg (Flüssigkeit) man sieht nur noch die matten Stellen wo zuvor der Tropfen war.
Vielleicht nimmst Du zuviel Lötwasser.

Die Teile zuvor verzinnen ist auch eine Lösung, nur denke ich ein größerer Aufwand. Beim Armaturenbrett geht es nur mit vorher verzinnen.
Letztendlich ist der Weg egal, was zählt ist das Endergebniss.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Takage am 12. Oktober 2010, 08:55:28
Was mach ich denn eigentlich falsch, dass meine spitzen so zerstört wurden? (siehe Bild Seite 6)
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: deleted_Account am 12. Oktober 2010, 19:59:24
Mal ein kleiner Hinweis. Die Aufgabe von Lötwasser ist die Lötstelle zu reinigen damit das Zinn eine Haftung erzielen kann. Sonst nix.

Gruß Maeks
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 12. Oktober 2010, 22:34:04
Mal ein kleiner Hinweis. Die Aufgabe von Lötwasser ist die Lötstelle zu reinigen damit das Zinn eine Haftung erzielen kann. Sonst nix.
Gruß Maeks

Markus,
danke für den Hinweis! Nur ist das ja allgemein bekannt, dass das Lötwasser durch seine Zusammensetzung die Lötstelle entfettet und die Fließeigenschaften des Lots verbessert. So sehr ich, und ich denke alle Mitleser für Hinweise und Vorschläge dankbar sind, was hat dich dazu bewogen das mit deinem Beitrag nochmals zu betonen?  ?(
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Takage am 13. Oktober 2010, 12:07:22
Mal ein kleiner Hinweis. Die Aufgabe von Lötwasser ist die Lötstelle zu reinigen damit das Zinn eine Haftung erzielen kann. Sonst nix.
Gruß Maeks

Markus,
danke für den Hinweis! Nur ist das ja allgemein bekannt, dass das Lötwasser durch seine Zusammensetzung die Lötstelle entfettet und die Fließeigenschaften des Lots verbessert. So sehr ich, und ich denke alle Mitleser für Hinweise und Vorschläge dankbar sind, was hat dich dazu bewogen das mit deinem Beitrag nochmals zu betonen?  ?(


Ich denk er wollte damit auf mein Post reagieren ... aber ich bin eigentlich recht sparsam mit dem Lötwasser ... naja mal noch sparsamer sein :)
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 13. Oktober 2010, 17:16:46
hi ... so schauen meine Lötspitzen mitlerweile aus :(

Schleifen, schleifen, schleifen... Echt, mein erster Ansatz wäre entweder gleich neue zu holen, oder die Dinger gründlichst zu schleifen. Dann mit Alkohol oder Universalverdünner entfetten (Fenster auf!). Bis aufs blanke Metall. Dann erhitzen und gleich neu verzinnen.

Vielleicht ein Lot verwenden in dem ein wenig Kupfer enthalten ist, zumindest bei den Hammerlötkolben die man verwendet um Dachrinnen zu löten verwendet man Lötzinn mit Kupferanteil, weil das Kupfer am Lötkolben sich wegfrißt. Durch den Kupferanteil im Zinn kann man das etwas verlangsamen, aber nicht ganz ausschließen.
Oder Du besorgst Dir eine billige Lötstation bei der die Spitzen nicht aus Kupfer bestehen und sich nicht abnutzen.

Gruß Michael
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Bauzel am 13. Oktober 2010, 17:19:21
Hallo,

Lötwasser hat die Aufgabe die auf den zu verlötenden Bauteilen vorhandene Oxidschicht zu entfernen, dadurch ist erst die Möglichkeit gegeben, dass sich das Lötzinn mit dem Material verbindet. Dazu sind im Lötwasser Säuren enthalten die das Material angreifen. (Deshalb werden auch nicht beschichtete Kupferlötspitzen mit der Zeit abgetragen) Deswegen müssen die Lötwasserrückstände auch wieder entfernt werden. Durch das Entfernen der Oxidschicht wird auch der Wärmefluß zwischen Lötspitze und Materialoberfläche verbessert. Das gleiche bewirkt auch Kolophonium oder die anderen Flußmittel die in Lötzinn enthalten sind. Nur da wird das Flußmittel erst bei Schmelzen des Lötdrahtes aufgebracht und kann auch dann erst wirken. Die im Lötdraht enthaltenen Flussmittel sind teilweise dafür ausgelegt nach dem Lötvorgang auf der Lötstelle zu verbleiben ohne einen Schaden zu verursachen.

Der Begriff Flussmittel ist also von der Wirkungsweise her falsch. Aber Lötvorherantioxidationsmittel war wohl nicht praktisch genug.

Ach und für die Profis, Flussmittel wirkt in meist drei Phasen:

1. Oxidschicht entfernen
2. Lötstelle während der Lötung vom Luftsauerstoff abschotten, durch Schichtbildung
3. Verringerung der Oberflächenspannung des Lotmaterials


Und noch mal ausdrücklich die Warnung: Wenn ihr lange Freude an dem Modell haben wollt, entfernt die Rückstände des Lötwassers.

Gruß Markus
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Wolf am 14. Oktober 2010, 11:24:20
Wer kein Lötwasser verwenden möchte kann die zu verlötenden Stellen auch mit einem Glaspinsel reinigen. Man kann gezielter vorgehene und die Spitzen der Lötkolben leiden nicht so. Außerdem vermeidet man dann die unschönen Flecken auf dem Ätzteil.

Nachteil ist, dass immer winzige Stückchen von den Glashaaren abbrechen und die wirklich unangenehm piecksen wenn man sie sich in die Haut reibt.

Also am besten über einem  Auffangbehälter verwenden, damit nichts auf die Arbeitsplatte kommt.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Bauzel am 14. Oktober 2010, 14:34:36
Hallo,

das mit den Glasfasern kenne ich. Ist auch toll wenn man dies im Sitzen über den Beinen macht. Nach ein paar Stunden sind die durch die Hose durch und es fängt an zu picksen. Was auch geht sind die etwas härteren Radiergummis, die es auch in Bleistiftform mit zwei verschiedenen Spitzen (Faber Castell Radierstift PERFECTION 7057) gibt. Habe ich immer im Werkzeugkoffer gehabt um leicht oxidierte Stellen zu reinigen.

Gruß Markus
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 14. Oktober 2010, 15:09:19
Ich selber mache um diese Glasfaserdinger einen möglichst großen Bogen. Das Thema pieksende Hose ist ja schon unangenehm genug, aber diese abbrechenden Faserteilchen können auch eingeatmet werden und welchen Schaden die in der Lunge anrichten möchte ich gar nicht wissen... :]
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Wolf am 14. Oktober 2010, 15:15:15
Ich habe viele Jahre als Radio und Fernsehtechniker gearbeitet, jeden Tag mit den Glasfaserstiften hantiert......und ich lebe noch.

Wenn man solche Befürchtungen hat, dann muss man sich fragen ob a. Das Hobby Modellbau das richtige ist oder man b. mit seinem Werkzeug wirklich richtig umgeht.

Ich habe in all den Jahren noch sicherlich keine solchen Teile eingeatmet. Ich denke mal, das hätte ich gemerkt.

Ansonsten gibt es immer noch Staubschutzmasken, wenn man all zu viele Bedenken hat.

Aber ehrlich, dann müsste man eigentlich das Löten direkt drangeben. Denn die Dämpfe und anderen FLüssigkeiten die man dort verwendet/einatmet/berührt sind auch nicht in der Kategorie "Biokost" einzusortieren.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 14. Oktober 2010, 15:26:46
@ Wolf:
ICH habe nur geschrieben dass ICH um diese Dinger einen Bogen mache. Ich habe nirgends verlangt dass DU das auch tun sollst...

Warum dein Beitrag nun derart offensiv formuliert ist, und warum du mir ob meiner Zurückhaltung in Bezug auf diese Glasfaserstifte die Aufgabe des Hobbys nahelegst ist mir unerklärlich und steht dir nicht zu!
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Takage am 14. Oktober 2010, 15:31:19
Wer kein Lötwasser verwenden möchte kann die zu verlötenden Stellen auch mit einem Glaspinsel reinigen. Man kann gezielter vorgehene und die Spitzen der Lötkolben leiden nicht so. Außerdem vermeidet man dann die unschönen Flecken auf dem Ätzteil.

Nachteil ist, dass immer winzige Stückchen von den Glashaaren abbrechen und die wirklich unangenehm piecksen wenn man sie sich in die Haut reibt.

Also am besten über einem  Auffangbehälter verwenden, damit nichts auf die Arbeitsplatte kommt.

Was ist denn ein Glaspinsel genau und wie funktioniert er?
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: jackrabbit am 14. Oktober 2010, 15:41:20
Hallo,


Glaspinsel  =>   google ist Dein Freund

http://de.wikipedia.org/wiki/Glasfaserradierer (http://de.wikipedia.org/wiki/Glasfaserradierer)
Das ist ein "Radierer", bei dem ein Bündel von feinen Glasfasern zum Radieren / zum "Wegkratzen" verwendet wird.
Kommt ursprünglich vom technischen Zeichnen (zum Entfernen von Tusche von Transparenten).
Der Nachteil ist, dass die Glasfasern brechen und sich verteilen können und man dann damit in Kontakt kommt,
einatmen sollte man sie nicht.

Grüsse
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Takage am 14. Oktober 2010, 15:44:48
@jack
Google my ass!

Ich wollte eher wissen wie der funktioniert beim Löten im Vergleich zum Lötwasser ...
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 14. Oktober 2010, 15:58:48
@jack
Google my ass!
die Bemerkung gehört sich eigentlich nicht :(

Der Glasfaserstift ersetzt kein Lötwasser, man kann ihn nur benutzen um das Material blank zu machen oder zu säubern, mehr auch nicht.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: jackrabbit am 14. Oktober 2010, 16:18:31
@Takage

@jack
Google my ass!

Ich wollte eher wissen wie der funktioniert beim Löten im Vergleich zum Lötwasser ...

a) Danke
b) denk nächtes Mal einfach mal nach.

Grüsse
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Wolf am 14. Oktober 2010, 16:45:03
@Erdinger: interpretiere bitte da nicht etwas was da nicht steht. Ich habe DIR garnichts nahegelegt. Ich habe lediglich meine Meinung kund getan dass, wenn man schon solche Befürchtungen bei solch relativ harmlosen Dingen hat "MAN" sich überlegen sollte ob das Hobby als solches (Verdünner, scharfe Messer, Verbrennungsgefahr, Resinstäube etc. p.p.) für einen das richtige ist.
Vielleicht solltest du nicht direkt aus jeder Mücke einen Elefanten machen (jetzt habe ich dich persönlich angesprochen)

@Michael: und eben das reinigen reicht in den meisten Fallen. Ich habe viele Jahre in dem Bereich gearbeitet und unter anderem recht diecke Kühlbleche etc eingelötet. Im Grunde also nichts anderes als das was man jetzt mit den Fotoätzteilen auch macht. Dazu habe ich ganz normales Elektrolot mit eingebetteten Kolophonium verwendet. Lötwasser habe ich nie benötigt und alles hat wunderbar gehalten und eine glatte Oberfläche gebildet. Außerdem verursacht es im Gegensatz zum Lötwasser/fet keine Korrosion.
Allerdings sollte man diese Produkte nur in gut belüfteten Räumen anwenden, da die Dämpfe als schädlich gelten.

Und wie immer: Es ist nur EINE aufgezeigte Alternative. Jeder so wie er will.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 14. Oktober 2010, 17:24:29
@Michael: und eben das reinigen reicht in den meisten Fallen. Ich habe viele Jahre in dem Bereich gearbeitet und unter anderem recht diecke Kühlbleche etc eingelötet. Im Grunde also nichts anderes als das was man jetzt mit den Fotoätzteilen auch macht. Dazu habe ich ganz normales Elektrolot mit eingebetteten Kolophonium verwendet. Lötwasser habe ich nie benötigt und alles hat wunderbar gehalten und eine glatte Oberfläche gebildet. Außerdem verursacht es im Gegensatz zum Lötwasser/fet keine Korrosion.
Allerdings sollte man diese Produkte nur in gut belüfteten Räumen anwenden, da die Dämpfe als schädlich gelten.

Streite ich Dir ja auch nicht ab, nur um ohne Lötwasser zu Löten sollte man es schon können. Die Frage nach dem Unterschied kam von einem Anfänger was das Löten angeht, deshalb meine Antwort das der Glasfaserstift das Lötwasser nicht ersetzt.
Und als Ätzteile kann man die fast 1mm dicken Bleche der Stuka auch nicht bezeichnen.

Wenn ich jemanden beibringen möchte wie man mit Elektroden schweißt kann ich ihm nicht gerade Spezialelektroden in die Hand geben. ( Nur zum Vergleich)
Sicher gibt es hunderte Möglichkeiten um zu Löten, die auch alle richtig sind, aber einen Anfänger verwirren.
Wenn ich jetzt ein Anfänger wäre ich wüßte schon nicht mehr wie ich es jetzt machen soll aufgrund der verschiedenen Antworten die gepostet werden.

Vielleicht verstehst Du jetzt meine Antwort auf Takages Frage
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 14. Oktober 2010, 17:51:58
@ Wolf:
Zitat
Vielleicht solltest du nicht direkt aus jeder Mücke einen Elefanten machen
So einen Rat darf man mir im Einzelfall durchaus gerne geben. Aber den darf ich dir, bei allem Respekt, gerne zurückgeben.

In meinem Beitrag habe ich von der möglichen Gefahr dieser Stifte gesprochen, und du hast direkt im Anschluss darauf Bezug genommen, ob nun mit der Anrede "man" oder nicht. Da interpretiere ich nichts, da bin ich, bzw. mein Beitrag, angesprochen. Niemand anders hat vor der Gefahr dieser winzigen herumfliegenden Partikel gesprochen, oder? Und womit kannst du belegen, dass diese "harmlos"sind? Alles was als winzige Partikel in der Luft herumfliegt und in die Lunge, Augen, Haut oder sonstwo in den Körper eindringen kann ist u.U. alles andere als "harmlos"! Da zählst da selber als Beispiel Resinstäube auf. Bezeichnest du die als harmlos? Das sind sie genausowenig wie die anderen Aspekte unseres Hobbys die du aufzählst!

Jeder mag verwenden was er möchte, da schreibe ich niemandem etwas vor. Aber ich nehme mir das gute Recht heraus die Vor- und Nachteile eines Werkzeuges abzuwägen und meine Meinung dazu zu äußern. Und aus der Mücke "Glasfaserradierer" habe nicht ich den Elefanten gemacht ob dieses Hobby womöglich für mich oder andere zu gefährlich ist.

Ich kann Glasfaserradierer nutzen bis ich grau bin. Ich kann auch jahrelang zigarettenrauchend mit 180 Sachen über die Autobahn brettern. Das kann gut gehen, muss es aber nicht. Ich wollte mit meinem Beitrag nur etwas dazu beitragen dass man sich über die potentiellen Gefahren unserer Werkzeuge hin und wieder mal nachdenkt und bewußt wird. War das wirklich so schwer herauszulesen?
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Wolf am 14. Oktober 2010, 18:24:32
mir ging es bei meinem Post nicht um die Mücke Glasfaserradiere sondern um die Mücke "ICH springe direkt drauf an weil MIR vorgeschrieben werden sollte das Hobby aufzugeben"

Nochmal: Ich hatte einzig allein damit sagen wollen dass man, wenn man es so dramatisch sieht auch direkt das Hobby aufgeben kann.

Ansonsten: Du kannst das Thema gerne hier weiter diskutieren: http://www.modellboard.net/index.php?topic=2931.15 (http://www.modellboard.net/index.php?topic=2931.15) =2931.15[/url]
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: jackrabbit am 14. Oktober 2010, 19:59:48
Hallo Wolf,

warum kommst Du heute so "patzig" rüber?
Weniger ist manchmal mehr.

Der Hinweis von Erdinger darauf, dass man die Glasfaserpartikel nicht einatmen sollte war durchaus legitim
und ich denke, dass das Hobby Modellbau das richtige für ihn ist.  ;)


Grüsse und schönen Abend


Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Lötprofi am 22. Oktober 2010, 14:47:04
Moin moin, jetzt muß ich mich hier auch mal mit einmischen. Ich beobachte das ganze schon längere Zeit und kann dazu nur sagen viel aufwand teilweise auch sehr gute Resultate ABER:
Man muß sich darüber im klaren sein das Messing  eigentlich Hartgelötet wird was bei solchen Filigranen Teilen nahezu unmöglich ist wegen der Hitze. Also greift man auf das Weichlöten zurück was auch super geht.
Der Punkt ist die Temperatur am Lötpunkt. Und da gibt es nur eine Art die Erfolg verspricht, die Flamme. Also ein Gasbrenner, damit kann man in Sekunden punktgenau die Hitze erzeugen um eine saubere Lötstelle zu erreichen alles andere ist meißtens Murks...
Dann ist da noch der Zugabestoff (Lötzinn). Bei den kleinen teilen reicht ein 1mm Elektroniklot mit integriertem Flussmittel, kein Lötwasser, Paste oder sonst was das verunreinigt nur das Material.....
Mit dieser Art brauch man hinterher nichts mehr machen, kein Kratzen mit Glasfaserstiften kein Schmirgeln oder Sandstahlen...
Nach Möglichkeit die Flamme von aussen das Lötzinn von innen, das sieht man nicht mal mehr die Naht..
Auf dem Bild ist alles was man dafür braucht, das reicht vollkommen...
(http://img255.imageshack.us/img255/5286/werkzeug.jpg)


(http://img837.imageshack.us/img837/1488/foto113i.jpg)
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Lötprofi am 22. Oktober 2010, 15:06:28
Noch mal zum Löten selber:
Weniger ist da bekanntlich mehr, das heißt Lötpunkt erhitzen dann die Flamme wegnehmen (ganz wichtig) und anschließend mit ruhiger Hand nur ganz kurz mit dem Zinn die Stelle anticken. Durch die Kapillarwirkung verteilt sich das wunderbar.
Wenn man dann doch mal zittert weil noch kein Jim Beam dabei war „g“, auch nicht schlimm da muß dann eben doch mal die Schlüsselfeile oder der Dremel her falls es an einer Stelle ist die man später sieht...
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 22. Oktober 2010, 18:12:40

Der Punkt ist die Temperatur am Lötpunkt. Und da gibt es nur eine Art die Erfolg verspricht, die Flamme. Also ein Gasbrenner, damit kann man in Sekunden punktgenau die Hitze erzeugen um eine saubere Lötstelle zu erreichen alles andere ist meißtens Murks...

Du kannst gerne mal bei mir vorbeikommen und versuchen meinen Murks auseinander zu reißen. Und ich denke das ich im Namen der vielen tausend Murkser auf diesem Planeten spreche.

Zum Sandstrahlen, ich strahle es damit die Farbe besser hält......Wer lesen kann ist klar im Vorteil!!!

Und als Lötprofi denke ich das Du auch in der Lage sein wirst diesen Thread weiter zu führen :klatsch:

Viel Spaß dabei...
Gruß Michael

Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 22. Oktober 2010, 18:33:38
@ Lötprofi:
Willkommen beim Stukabauen!

Ich denke wir alle die die Stuka bauen und dabei die Version "Löten" anwenden wollen sind gerne bereit weitere produktive Tips zu erfahren. Jedoch, auch nachdem ich deine ersten (!) Beiträge nochmals gelesen habe finde ich deine Ausführungen etwas, naja, oberlehrerhaft. Wir alle haben sicher unsere Empfindlichkeiten und andere "Antennen", jedoch kann ich Michaels Verärgerung verstehen.
Du stelltst deine Methode als die universell einzig richtige da, und wir anderen sind demnach Murksproduzenten. Das empfinde ich nicht so. Wenn du dieses Thema schon länger liest dann hast du vielleicht mitbekommen dass die meisten Lötanfänger sind. Daras hat sich eine fruchtbare und konstruktive Diskussion ergeben. Durch deinen Nickname "Lötprofi" und deine etwas belehrenden Worte stellst du dich über die anderen Löter, zumindest empfinde ich das (und vermutlich auch Michael).

Gesell dich zu uns, zeig uns deine Vorgehensweise, aber spiel bitte auf der selben Ebene wie wir. Danke!

Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Hans am 22. Oktober 2010, 18:46:38
Na, für anderer Leute Ratschläge sind wir aber recht empfindlich heute, was? Die Beschreibung des Lötens mit Flamme ist nicht oberlehrerhaft, sondern richtig. Ich kann da nix schlimmes entdecken. Aber vielleicht spielt der Nick dabei eine Rolle...

H
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: deleted_Account am 22. Oktober 2010, 19:01:08
Ich muß aber auch Lötprofi recht geben. Messing wird normalerweise Hartgelötet und nicht Weichgelötet. Löten mit offener Flamme würde ich auch bevorzugen, als gelehrnter Metaller. Wenn ich Lötprofis Bilder ansehe weiß ich das er es beherrscht.

Gruß Maeks

Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 22. Oktober 2010, 19:07:16
Na, für anderer Leute Ratschläge sind wir aber recht empfindlich heute, was? Die Beschreibung des Lötens mit Flamme ist nicht oberlehrerhaft, sondern richtig. Ich kann da nix schlimmes entdecken. Aber vielleicht spielt der Nick dabei eine Rolle...

H

Es geht einzig und allein um die Aussage das alles andere Murks ist.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 22. Oktober 2010, 19:08:20
Na, für anderer Leute Ratschläge sind wir aber recht empfindlich heute, was? Die Beschreibung des Lötens mit Flamme ist nicht oberlehrerhaft, sondern richtig. Ich kann da nix schlimmes entdecken. Aber vielleicht spielt der Nick dabei eine Rolle...
Grund meines Posts war nicht die Beschreibung sondern die Darreichung. Ich dachte ich hätte mich deutlich ausgedrückt... Und der Nick hat in diesem Zusammenhang tatsächlich etwas, naja, provokantes.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 22. Oktober 2010, 19:09:01
Ich muß aber auch Lötprofi recht geben. Messing wird normalerweise Hartgelötet und nicht Weichgelötet.

stimmt die Aussage, aber ich würde gerne sehen wie jemand die Stuka hartlötet.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Lötprofi am 22. Oktober 2010, 19:22:21
geht ja super ab hier, wie heißt es doch so passend..wer lesen kann ist meißt im Vorteil..
Ich habe geschrieben (allgemein)  das wird meißtens murks, ohne zu behaupten das irgendjemand wer auch immer Murks gemacht hat..
Ich habe auch geschrieben das Hartlöten für das Filigrane Material keine Alternative ist, also was soll das...??? Wird hier nur gestänkert...
dann machts mal gut mit eurem Murks...."g"   ciao
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Hans am 22. Oktober 2010, 19:36:27
Ein bisschen Querdenken wär manchmal nicht schlecht. Der Unterschied zwischen Hartlöten und Weichlöten liegt im Lot und dessen Schmelztemperatur, ums mal banal zu sagen. Bei keiner weiteren technischen Anforderung wie bei diesem Messingbausatz ist es recht egal, welche Härte das Lot hat und welche Bestandteile. Deshalb kann man sich irgendwelche Handwerkerrechthabereien schenken. Wichtig an den aktuellen Beiträgen ist dagegen die Beschreibung der Vorgehensweise mit der Flamme. Wenn ich mir die bisherigen Probleme mit den Lötkolben ansehe, so ist das insbesondere auch wg. der Größe der Bauteile sehr wohl eine Alternative. Ob ich dann Weichlot nehme, ist völlig schnurz, eher sogar zu empfehlen, da die Schmelztemperatur niedriger ist.

Und nehmt nicht immer alles so ehrpusselig, ist ja furchtbar.

H
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 22. Oktober 2010, 19:53:48
@ Hans:
Egal, ob Hart- oder Weichlöten, hier im Thread wurden sowohl die Löterei mit der Flamme als auch mit dem Lötkolben in allerlei Variationen angesprochen und ausprobiert. Mein Beitrag befasst sich mit einem Neueinstieg, den ich durchaus aufrichtig begrüße, aber auch mit einer Namensgebung und Darlegung die zusammengefasst für mich einen etwas überheblichen Unterton hatten. So empfand ich das, und das habe ich angesprochen. Wenn du das als empfindlich siehst, dann ist das halt so. Ich seh da nichts schlimmes dran.

@ Lötprofi:
Nein, hier wird nicht nur gestänkert  :D. Hier wird diskutiert, hier treffen alle möglichen Charaktere aufeinander. Wie halt im richtigen Leben. Und es werde hier auch Befindlichkeiten ausgetauscht, die kann man sich antun, muss aber nicht. Vielleicht schlafen du und ich und Michael einfach nochmal eine Nacht drüber und treffen uns die nächsten Tage zu einem Neustart. Das Angebot steht.

Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 22. Oktober 2010, 20:25:53
Es hat absolut nichts mit Ehre zu tun, es stimmt ja auch was Lötprofi schreibt wegen dem Hartlöten, und geht auch nicht um irgendwelche Handwerkerrechthabereien.
Es gibt auch noch einen weiteren Unterschied zwischen Hartlöten und Weichlöten als nur das Material und Schmelztemperatur, nur nebenbei bemerkt :6:

Ich fand die Aussage " meißtens Murks" als unangebracht. Dieser Thread wurde weit über dreitausendmal gelesen von Modellbauern die versuchen den Stuka zu löten.
Was sollen die jetzt denken wenn sie diese Aussage lesen? Klasse, jetzt klappt es einigermaßen und ich habe vielleicht gemurkst.

Und ganz nebenbei bemerkt, ich habe keine Probleme mit dem Lötkolben und es geht genauso schnell wie mit einem Lötbrenner.

Ich muß auch keine Nacht über irgendetwas schlafen, für mich ist diese Uneinigkeit bereits vergessen. Ich fände es nur nett wenn man etwas Rücksicht auf andere nehmen würde die keine Profis beim Löten sind. ( Keine Anspielung auf deinen Nick @Lötprofi)
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Lötprofi am 22. Oktober 2010, 20:36:05
Na dann sind wir uns ja jetzt alle einig, jeder so wie er will oder kann....
@ michael (Namensvetter)
Sandstrahlen ist Super mach ich auch, fürs lackieren wie du schon angemerkt hast.... hier gings aber ums Löten...gelle
und es ist nicht MEINE Methode sondern eigentlich der Handwerkliche Normalfall von dem jeder gerne nach seinen Möglichkeiten und Fertigkeiten abweichen kann..

@ Erdinger
der Name ist mit ja evt. mit absicht gewählt... wer weiß... :winken:
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 22. Oktober 2010, 20:41:34
@ Erdinger
der Name ist mit ja evt. mit absicht gewählt... wer weiß... :winken:
Dazu hatte ich schon eine Antwort formuliert, die ich aber wegen off topic hier nicht poste. Lasst uns hier löten.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Lötprofi am 22. Oktober 2010, 20:43:11
Habe ich vergessen obwohl eigentlich schon erklärt. meistens Murks bezieht sich auf meine eigenen Erfahrungen im Kirmes Modellbau da wird fast nur mit Messing gearbeitet und kannst mir glauben ich habe schon 100 meter Messingprofile gelötet, da weiß man wovon man spricht.....
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Lötprofi am 22. Oktober 2010, 20:49:17
Ja möge das Lot fließen.....
auf das wir uns alle die Finger verbrennen.... :klatsch:
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 22. Oktober 2010, 21:27:46
Habe ich vergessen obwohl eigentlich schon erklärt. meistens Murks bezieht sich auf meine eigenen Erfahrungen im Kirmes Modellbau da wird fast nur mit Messing gearbeitet und kannst mir glauben ich habe schon 100 meter Messingprofile gelötet, da weiß man wovon man spricht.....
Glaub ich Dir ja auch :1: es hörte sich nur blöd an...........aber Thema vergessen weiter gehts beim Bau der Stuka.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: standart2k am 23. Oktober 2010, 09:45:14
Und jetzt bitte Ende Gelände und zurück zum eigentlichen Thema :D

Ich hab die ersten, am Kiosk gekauften Teile auch versucht, mit dem Gaslötkolben zu verlöten, so wie ich es bisher bei den normalen Ätzteilsätzen von Eduard, Aber und Co. gemacht habe. Allerdings kam ich damit nicht weit. Mit dem Lötkolben und den hier besprochenen Tipps war das Ergebnis schon besser. Wobei seltsamerweiße die ersten Teile vom Abo super halten, während die am Kiosk gekauften, wieder auseinandergenommenen, gereinigten und mit dem Kolben verlöteten Teile gar nicht halten. Ich werd jetzt einfach mal die Tipps von Lötprofi probieren und nochmals den Brenner auspacken
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Lötprofi am 23. Oktober 2010, 14:27:50
@ standart2k
Moin moin, denke bitte dran nicht dicker als 1mm Radiolot. Wie beim Schweißen sollte die Elektrode oder der Schweißdraht nicht dicker als das zu verarbeitende Material sein.

cu
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 23. Oktober 2010, 15:13:52
Moin moin, denke bitte dran nicht dicker als 1mm Radiolot. Wie beim Schweißen sollte die Elektrode oder der Schweißdraht nicht dicker als das zu verarbeitende Material sein.
Ich denke, aus welchem Durchmesser auf der Rolle das Lötzinn stammt ist nicht ganz so wichtig als welche Menge Lot man auf den Lötkolben gibt, bzw. in die zu verbindende Naht. Es sollte einfach nur nicht zuviel sein.

Und wie alle anderen Lötanfänger hier im Stukaboard arbeite auch ich noch daran mich da ranzutasten. Zumeist entnehme ich mein Lot aus einer Rolle mit 0,5mm, was deinem Vorschlag rein zufällig entspricht da die zu lötenden Messingplatten 0,55mm stark sind.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 23. Oktober 2010, 15:26:39
Ich denke, aus welchem Durchmesser auf der Rolle das Lötzinn stammt ist nicht ganz so wichtig als welche Menge Lot man auf den Lötkolben gibt, bzw. in die zu verbindende Naht. Es sollte einfach nur nicht zuviel sein.

Aber je dünner das Lot umso weniger läuft man Gefahr zu viel aufzutragen. Theoretisch kann man jedes Lot verwenden (Durchmesser)
Leider geht es nur durch ausprobieren, und bevor man die Teile versaut, würde ich lieber die vielen Reststücke benutzen um zu üben.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: deleted_Account am 23. Oktober 2010, 15:29:48
Sorry lieber Thomas aber es macht schon Sinn auf den Durchmesser beim Lötdraht zu achten. Gerade wenn man nicht so geübt ist. Bei einem zu dicken Draht hast halt dann überall deine Batzen an der Lötstelle. Ich spreche hier da aus meiner Erfahrung vom WIG-Schweißen. Ich hab da bei einer Schweißnahtbreite von 2mm nie ein Draht genommen der Dicker war als 0,8mm. Meine Kollegen haben sich immer gewundert wie ich so saubere Schweißnähte schaffe. Klar die Anderen haben immer den dicken Stangendraht genommen beim schweißen. Ich dagegen den Draht von der Rolle die beim MIG-Schweißen verwendet wurde. Der ist etwas Dünner. Also nix für Ungut aber so unwichtig sind manche Tipps nicht.

Gruß Maeks
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Lötprofi am 23. Oktober 2010, 16:15:55
Richtig, du sprichst mir aus der Seele man nimmt auch keine 10mm Schweißelektrode aus dem Erdöl-Piplinebau um ein 1mm Kotflügelblech am Auto zu schweißen. Je dicker die Elektrode bzw. das Lot umso mehr Hitze brauch man. Beim Weichlöten soll das Werkstück die richtige temperatur haben und das Lot am Werkstück schmelzen und nicht in der Flamme..
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 23. Oktober 2010, 16:17:48
Markus,
ich habe nicht gesagt dass man dicken Draht nehmen soll. Da hast du etwas falsch herausgelesen. Ich nehme Draht von 0,5mm Stärke, das reicht mir völlig und lässt sich gut dosieren.

Zitat
Also nix für Ungut aber so unwichtig sind manche Tipps nicht.
Wo soll ich das denn behauptet haben?  ?(

Im Endeffekt sind wir uns doch darüber einig dass man mit sowenig Lot wie möglich und nötig arbeiten sollte, oder? Im Grunde sagtst du ja dasselbe, ob du nun von deiner Erfahrung beim Schweißen sprichst oder ich vom Löten.

Ich fürchte nur dass ich und andere Beginner so langsam etwas verwirrt werden wenn einmal von Schweißen und dann wieder von Löten gesprochen wird. Vielleicht sollten wir uns hier wieder etwas auf das Löten fokussieren.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: deleted_Account am 23. Oktober 2010, 17:53:09
Lieber Thomas
um wieder auf´s Löten zurück zu kommen. Lötprofi verwendet zum Löten eine offene Flamme und kein Kolben. Auf das bezog sich mein letztes Posting. Und da ist es schon wichtig welchen Durchmesser der Lötdraht hat. Bei einem Kolben ist es egal welchen Durchmesser der Lötdraht hat. Nur eines noch bei einer Löterei mit einem Kolben wirst du nie so eine saubere Lötnaht erreichen, als wenn du es mit einer offenen Flamme machst. Wenn nun jemand eine Lötnaht haben will wo er nichts verschleifen und versäubern will, wird er mit einer Kolbenlöterei nicht viel Freude haben und weit kommen. Ich denke ich werde um diesen Thread in Zukunft ein größeren Bogen machen, da das Gefühl habe, hier nur Leute erwünscht sind die selber eine Stuka bauen. Ach ja Löten und Schweißen haben eines gemeinsam. Sie sind eine nicht lösbare Verbindung.

Gruß Maeks
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Erdinger am 23. Oktober 2010, 17:59:50
...Ich denke ich werde um diesen Thread in Zukunft ein größeren Bogen machen, da das Gefühl habe, hier nur Leute erwünscht sind die selber eine Stuka bauen. ...
Hä?  :woist:
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: standart2k am 23. Oktober 2010, 18:15:30
Also ich habs jetzt gerade nochmal an dem Blech vom Spant von der 1ten Ausage mit dem Gaslötbrenner probiert. Hab dazu das Blech mittels Krokodiklemmen am Spant festgemacht, dann auf das Lötbrett gelegt, von oben ein winziges Stück Lötzinn draufgelegt und von unten kurz mit dem Lötbrenner hin. Das Lötzinn hat sich wunderbar über das Loch und den gekürzten Passstift zwischen die Teile gesaugt, ganz ohne zusätzliches Lötfett. Das Ergebnis ist meines Erachtens im Vergleich zum selben Teil mit dem Lötkolben gelötet um einiges besser.
Allerdings stellt sich mir die Frage, inwieweit diese Methode funktioniert, wenn schon zusammengelötete Teile und zu lötende Teile nahe beieinander liegen wie gerade diese doppelten Spantenbleche im Cockpitbereich. Da der Brenner ja eine viel höhere Wärme erzeugt und durch die Flamme auch eine größere Fläche erhitzt, besteht doch die Gefahr, das sich andere Teile wieder lösen?!?
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Lötprofi am 23. Oktober 2010, 18:49:22
da sollte es keine Probleme geben, bei mir jedenfalls nicht. Das ist ja der Punkt bei der Flamme das du in Sekunden an der Stelle wo du löten willst die richtige Temperatur hast und nicht erst mit dem Kolben das ganze Teil zum glühen bringen mußt. Außerden hast ja noch die Klemme die alles zusammenhält solle also eine stelle wieder weich werden passiert nix... bei den Spanten klappt das besonders gut was ich schon anmerkte "Flamme aussen Lötzinn von innen" da sieht man anschließend nicht die Spur einer Lötnaht...
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: deleted_Account am 23. Oktober 2010, 19:04:38
@standart2k
Die Gefahr das die die Teile wieder auseinander fallen hast du mit dem Kolben mehr als mit der Flamme. Der Grund ist, das du mit dem Kolben keine punktuelle Hitze ins Material bekommst. Der Kolben heizt das Blech zu langsam auf und damit verteilt sich die Wärme zu schnell. Mit der Flamme bekommst du eine genaue und schnelle Hitze ins Material ohne das sich sie schnell ausbreitet. Das von dir angesprochene Thema ist aber auch mit der offene Flamme nicht ganz so einfach. Um aber sowas zu vermeiden das Teile wieder auseinander fallen Bedarf es schon etwas mehr Löterfahrung. Ich hab als Schlosser beim Flammrichten immer ein Schneidbrenner benutzt und kein normalen Brenner. Nun werden wieder einige gackern, was hat Flammrichten wieder mit Löten zu tun. Ganz einfach beim Flammrichten und beim Löten von Teile wie du sie beschreibst gibt es eines was Gemeinsam ist. Man muß schnell eine punktuelle Hitze ins Blech bekommen. Das schaffe ich aber nur mit einer Flamme und nicht mit einem Kolben. Also mit einer Flamme solche Teile zu löten ist machbar. Nur Bedarf es ein wenig an Übung.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: standart2k am 23. Oktober 2010, 19:28:35
Also hier sind mal Fotos der verlöteten Teile:

(http://foto.arcor-online.net/palb/alben/41/4257241/3731653161663730.jpg)
Hier sind die Teile mittels Lötkolben, viel Lötfett und nochmehr Geduld zusammengefügt.

(http://foto.arcor-online.net/palb/alben/41/4257241/3761306563363064.jpg)
(http://foto.arcor-online.net/palb/alben/41/4257241/6538363235373266.jpg)

Hier der Versuch von heute, dasselbe Teil mittels Lötbrenner zu löten. Die Flamme habe ich unter den Spant gehoben und obendrauf aufs Loch ein kleines Stück Lötzinn, das sich dann reingesaugt hat. Allerdings ist hierbei die Lötstelle mehr oder weniger punktuell, während ich bei obigem Teil mit dem Lötkolben das Zinn quasi "durchs Blech" entlang der Kante ziehen konnte. Ich bin jetzt auch am überlegen, ob ich mir diesen Lötbrenner von Proxxon bestell, der auf dem Foto von Lötprofi zu sehen ist, da meiner nur so ein kleines Teil von Rothenberger aus'm Baumarkt ist, der des öfteren beim Schräghalten mal ausgeht.

Müsste ich eigentlich die Teile nach dem Löten nicht noch etwas ausrichten können, bei mir knackts jedenfalls immer, wenn ich versuche, bei minimalen Ungenauigkeiten etwas geradezurichten.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Lötprofi am 25. Oktober 2010, 11:50:02
jOOO; Du bist fast dran..
Was ich allerdings nicht verstehe ist diese sache mit den kleinen Stücken, wozu....????

1. Lötstelle erwärmen
2. Flamme wegnehmen
3.  Erst dann das Lötzinn aufbringen und zwar von der Rolle 2mm Radiolot

Wie schon vorher erwähnt, DAS LÖTZINN MUSS AM MATERIAL SCHMELZEN; NICHT IN DER FLAMME, das ist ganz wichtig..
Wenn du das zusammen machst, also die Zinnschnipsel mit dem Mat. zusammen erwärmst verdammpft das Flußmittel bevor es seiner Bestimmung nachkommen kann.
Bei den Spanten die teile mit Klammer fixieren, die Flamme von aussen anhalten und das Zinn durch die seitlichen Öffnungen zuführen ( von der Rolle) nur kurz reinticken, das schießt die ganze Naht entlang und von aussen sieht man überhaupt nichts.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: standart2k am 25. Oktober 2010, 13:05:51
Ich habs bis jetzt bei den Platten so gemacht, das ich die Verstrebungen mit der Klemme fixiert habe und das Ganze dann mit der Platte nach oben auf die Keramikplatte gelegt habe. Dann hab ich auf das Loch ein kleines Stück Lötzinn gelegt und gleichzeitig von unten mit dem Gasbrenner erhitzt. Erst erhitzen und dann Lötzinn drauf klappt nicht so ganz, da das Blech nach dem Wegnehmen der Flamme sofort wieder so kalt wird, dass das Zinn nicht mehr schmilzt.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Lötprofi am 25. Oktober 2010, 14:43:45
Moin, ich habe leider nix mehr zu Löten deshalb habe ich aus Resten einen Versuchsaufbau für dich gemacht. Im ersten Bild siehst die Querstreben von innen gelötet.  Innen Lot über die ganze länge (Linke Strebe) verteilt und von aussen (rechte Strebe ) sieht man nicht Spur..
Im Zweiten dann Quasi der Deckel mit Klemme fixiert hochkant hingestellt und Lot von innen und die Flamme von aussen. Habe nur zwei Hände deswegen das Lot auf dem Tisch nur um die Richtung zu zeigen.
So geht das perfekt evt. macht der brenner von Rothenberger nicht genug Hitze oder du hälst zu kurz drauf oder dein keramikdings leitet zuviel Hitze aber woanders dran kanns nicht liegen. Siehst ja, ich benutz ein olles Holzbrett wenns genug verkokelt ist kommts in die Tonne.. :V:
Diesen Rothenberger habe ich auch irgendwo, mal sehen ob ich den wiederfinde, dann versuch ich es damit auch mal.....

(http://img834.imageshack.us/img834/8359/1001294f.jpg)

(http://img834.imageshack.us/img834/528/1001295.jpg)
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Lötprofi am 25. Oktober 2010, 15:19:31
PS. nun aber wirklich zum letzten mal sonst nervt es die anderen langsam und leider hast keine PN ...
Das Material muß so heiß sein das es das Zinn überhaupt annimmt um eine echte Verbindung einzugehen.
Wenn man es zusammen erhitzt wie du das mit den kleinen Stücken machst, schmilzt das Zinn bevor das Messing die richtige Temperatur hat um eine feste Bindung einzugehen. Das siehst du schon an dem Zinn wenn es so kugelig wie quecksilber ist, dann haben die beiden Materialien keine echte Verbindung. Wie sagen die Schweißer immer "Gott gebe das es klebe" dann knackt es auch beim biegen, bei ner echten Verbindung da knackt nix und da kann man auch nix mehr biegen das ist Bombenfest.....
dsas ganze nennt sich auch kalte Lötstelle.. Hier ne Erklärung von Wikipeter

Kalte Lötstellen können viele verschiedene Ursachen haben:

    * Bei Handlötung wurde ein Lot mit weiter Temperaturspanne zwischen der Liquidus- und Solidustemperatur verwendet. Innerhalb dieser Temperaturspanne ist das Lot breiig, schon leichte Erschütterungen begünstigen das Entstehen einer Kalten Lötstelle.

    Für Handlötungen empfiehlt sich daher ein Lot, bei der beide Temperaturen zusammenfallen, wie z. B. L-Sn63PbAg mit 178 °C Solidus- und Liquidustemperatur.

    * Die Löttemperatur war zu gering – die Lötstelle war zu kalt – wohl der Namensgeber. Es erfolgte keine oder keine vollständige Benetzung.
    * Die Löttemperatur war zu hoch. Das Flussmittel hat sich zu schnell zersetzt, bzw. verdampft bevor eine deoxidierende Wirkung einsetzt. Die hohe Temperatur führt zu einer schnellen Oxidation der zu verbindenden Bereiche.
    * Beim Abkühlen einer Lötverbindung wurde nicht sichergestellt, dass der gesamte Lötbereich zwischen der Liquidus- und Solidustemperatur erschütterungsfrei bleibt.
    * Die zu benetzenden Oberflächen sind wegen Oxidation oder Überlagerung (Durchwachsen der Intermetallischen Phase) nicht mehr benetzbar, so dass das Lot eher formschlüssig eine Art „Verklammerung“ darstellt.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Lötprofi am 25. Oktober 2010, 17:42:05
So nach erfolgreicher Haus-Kellerdurchsuchung Herrn Rothenberger (Micropen 1300c) gefunden und getestet, der hat wirklich nicht richtig Power. Funktioniert zwar auch aber da muß man schon mit Vollgas lange draufhalten. was natürlich wieder zuviel Wärme im restblech erzeugt. Jetzt weiß ich auch wieder warum ich mir den Proxon Brenner gekauft habe. Aber es geht ohne Anlauffarben oder Ausglühen, ein wenig länger draufhalten und vor allem länger abkühlen lassen bevor man den haltbarkeits Test macht..
 :5:
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: standart2k am 25. Oktober 2010, 18:47:49
Danke für die vielen Tipps. Ich werd mir jetzt den Proxxon bestellen und dann das Ganze nochmal probieren.
Titel: Re: Löten statt Kleben
Beitrag von: Michael am 25. Oktober 2010, 19:48:35
Also ich habe auch einen Brenner von Rothenberger, der ist gänzlich ungeeignet hierfür, deshalb benutz ich einen regelbaren Lötkolben. Der Brenner von Proxxon ist mit Sicherheit die bessere Alternative, da der Rothenberger ausgeht sobald man ihn schräg nach unten hält.
Und wie Lötprofi schreibt, nur genug Wärme erzeugt wenn man ihn auf die stärkste Stufe einstellt, bleibt dann nur noch die schlechte Handhabung.
Die man aber nicht umgehen kann.

Ob jetzt Proxxon oder eine andere Marke, man sollte darauf achten das der Brennerkopf abgewinkelt ist.