Autor Thema:  Löten statt Kleben  (Gelesen 39716 mal)

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Michael

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #30 am: 02. September 2010, 20:58:19 »
und eine Möglichkeit die Teile, die zu verlöten sind, zu fixieren.

Das ist das Problem dabei, ohne die Teile zu fixieren ist es fast unmöglich sie zu verlöten. Ich benutz dazu Krokodilklemmen und 2 Kreuzpinzetten :1: Nur Mut :P

Habe heute auch einmal Heft 2 und 3 verbaut. Da Thomas ja beim verkleben auf die Probleme hingewiesen hat die entstehen beim vorgehen  nach Bauanleitung, mußte ich nicht all zu lange über die Vorgehensweise beim Löten nachdenken.
Zuerst habe ich Spant 17 mit den Teilen 18, 19 und 20 verlötet, anschließend die beiden Teile 22 darauf angebracht. Daraufhin lötete ich ihn umgehend an die Kabinenplattform. Die Teile welche rot markiert sind ( die beiden Spanten 26 und Spant 27 mit den 4 Teilen 28) miteinander verbunden. Spant 21 angelötet, und dieses Gebilde mit der Kabinenplattform verbunden. Die Teile 24 (2x) und 25 (2x) kamen nun an die Reihe und zum Abschluß die Längsträger 29.



Der Vorteil beim Löten finde ich, ist: Man kann nach Abschluß der Lötarbeiten alles ausrichten und in Form bringen ohne Angst zu haben das man es wieder auseinander bricht.

Gruß Michael
« Letzte Änderung: 02. September 2010, 21:00:44 von Michael »
Ich hab keine Macken! Das sind Special-Effects.

Takage

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #31 am: 24. September 2010, 19:55:34 »
Hi

Ich bekomm das mit dem Löten nicht hin ... werden nur klumpen oder einfache Kügelchen die nicht halten (obwohl das Metall extrem heiß ist :( ... heißt ja eigentlich das das Metall nicht warm genug ist deswegen die Oberflächenspannung nicht verloren geht).

Auch tue ich mit den stellen wo Lötwasser dran ist super schwer ... ohne gehts besser aber auch nicht gut :(

habt ihr da tipps für mich?

Michael

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #32 am: 24. September 2010, 21:10:09 »
Ohne Lötwasser, Lötfett oder irgendwelche Flußmittel bilden sich Klumpen da das Zinn nicht fließt. So wie Du dein Problem beschreibst, nehme ich an das du einen Lötbrenner verwendest? Vielleicht verbrennst Du das Lötwasser weil das Material zu heiß wird und es verdampft bevor Du Zinn aufträgst.
versuch mal nicht direkt mit der spitze der Flamme an die Lötstelle zu gehen und nutze sie nur zum erwärmen. Meiner Meinung nach ist die beste möglichkeit die Teile zu verlöten mit einem Lötkolben. Mit einer offenen Flamme zu löten erfordert schon einiges an Erfahrung.

Deine Teile müssen nur die Temperatur erreichen bei der das Zinn schmilzt, und das ist nicht sehr hoch ca 180 bis 260Grad.
« Letzte Änderung: 24. September 2010, 21:15:49 von Michael »
Ich hab keine Macken! Das sind Special-Effects.

olli

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #33 am: 24. September 2010, 21:17:30 »
Ich werde das irgendwann mal auch mit dem Lötkolben probieren. Ich hatte das Problem, das die Flamme zu groß war und schon verlötete Teile mit erwärmt hatte, sodass die sich wieder lösten. Man gut daß ich noch vier erste Ausgaben zum üben habe:D
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Takage

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #34 am: 24. September 2010, 21:19:56 »
Ohne Lötwasser, Lötfett oder irgendwelche Flußmittel bilden sich Klumpen da das Zinn nicht fließt. So wie Du dein Problem beschreibst, nehme ich an das du einen Lötbrenner verwendest? Vielleicht verbrennst Du das Lötwasser weil das Material zu heiß wird und es verdampft bevor Du Zinn aufträgst.
versuch mal nicht direkt mit der spitze der Flamme an die Lötstelle zu gehen und nutze sie nur zum erwärmen. Meiner Meinung nach ist die beste möglichkeit die Teile zu verlöten mit einem Lötkolben. Mit einer offenen Flamme zu löten erfordert schon einiges an Erfahrung.

Deine Teile müssen nur die Temperatur erreichen bei der das Zinn schmilzt, und das ist nicht sehr hoch ca 180 bis 260Grad.

hi

ne ich verwende einen regelbaren Lötkolben


« Letzte Änderung: 25. September 2010, 17:20:24 von Takage »

Erdinger

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #35 am: 24. September 2010, 21:33:14 »
Ich verwende sowohl als auch (Lötstation und Gasbrenner), weil ich beide Wege ausprobieren möchte. Es geht soweit ganz gut, aber von "Perfekt" bin ich noch weit weg...

Takage, hast du die Teile ordentlich gesäubert und entfettet?

Sehe gerade deine Bilder, so nach einer Minute Ladezeit...  :rolleyes:
Tu uns bitte den Gefallen und mach die Dinger kleiner, so wie in den Forenregeln beschrieben. Ich mache meine auf 800x600 Pixel bei ca. 100dpi.

Auf den Bildern sieht es für mich "Ahnungslosen" aus als wäre deine Hitze zu groß: ich sehe weggespritztes Lötzinn. Das war bei mir auch als das Lötzinn mit dem wegkochenden Lötwasser in alle Richtungen spritzte. Ich denke Michael hat den zielführenden Weg schon schön beschrieben.
« Letzte Änderung: 24. September 2010, 21:38:04 von Erdinger »
Grüße!
Thomas 
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Michael

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #36 am: 24. September 2010, 21:46:12 »
hmm......... Ich würde eher sagen das die Teile nicht genug Hitze haben. Bevor ich löte halte ich für 1-2 min. den Lötkolben auf das größte Bauteil damit es sich gut erwärmt. Wenn es dann heiß genug ist fließt das Lötzinn wie von selbst an die Stellen wo sich Lötwasser befindet. Lötest Du mit einer normalen Lötspitze?
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Michael

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #37 am: 24. September 2010, 21:48:45 »

 
Ich benutze oben abgebildete Lötspitze, weil der Versuch mit einer normalen Spitze auch bei mir nicht funktioniert hat.
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Takage

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #38 am: 24. September 2010, 22:00:30 »
hi michael

hab meine lötspitze nach den ersten 2 versuchen auch so angesägt ... dann ging es bissal besser.

Michael

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #39 am: 24. September 2010, 23:42:44 »
Persönlich Dir zu zeigen wie es einfach geht wäre kein Problem, aber nur anhand von Bildern ist es immer schwer die Ursache für das Problem zu finden.
Es kann auch an der Unterlage liegen, vielleicht geht die hitze woanders wieder aus dem teil......
Mal anders versuchen....Wenn ich z.B. den Spant auf eine Eisenplatte lege und versuche mit dem Lötkolben zu löten, dann sitze ich solange davor bis ich die Eisenplatte auf die Löttemperatur gebracht habe. Etwas extrem ausgedrückt.

Dein Werkstück gibt die Hitze an die Eisenplatte ab und erwärmt sich einfach nicht auf Löttemperatur.
Deshalb gibt es diese Lötunterlagen aus Keramik, oder eine günstigere Alternative, ein Schamottstein aus dem Baumarkt.
 z.b. der Hitzeschild am Space Shuttle besteht aus Keramikkacheln.
Schamottstein nimmt man zum auskleiden von Öfen.
Beim Löten ist die Temperatur das wichtigste, Messing, Zinn und Blei verbinden sich nur miteinander wenn die Temperatur stimmt.
Ist das Messing zu kalt, dann bildet das Lot Kügelchen und  rollt auf der Oberfläche umher und bleibt irgendwo ein wenig festkleben.
Wenn es zu heiß wird ist auch nicht gut. Messing ist eine Kupfer-Zink Legierung, und verbrannt bekommt sie alle farben und sieht matt aus.
Diese Stellen verbinden sich auch nicht mit dem Lot wie sie sollen, auch mit literweise Lötwasser nicht. Die Lötstelle muß blank sein(glatte Oberfläche)und sollte während des Lötens auch so bleiben. Ich säubere die Teile auch nicht vor dem Löten, dafür gibt es Lötwasser, Ätzend und Umweltgefährlich :D Besser kann ich Sie nicht säubern.
Nur wo Lötwasser ist, verbindet sich das Lot unter Verwendung der richtigen Temperatur mit Messing.

Das ist alles beim Löten, und wenn Du zum ersten mal gesehen hast wie sich alles vebindet, dann kannst Du das flüssige Lot überall hinschieben wo sich Lötwasser befindet.
Dein Spant ist nicht heiß genug, streich die Lötstellen mit Lötwasser ein und halte den Lötkolben einfach auf den Spant ca 1cm neben der Lötstelle.
Achte darauf was passiert wenn er heiß genug wird :1:
« Letzte Änderung: 25. September 2010, 00:04:51 von Michael »
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Takage

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #40 am: 25. September 2010, 01:03:31 »
Was ist das denn für ne braune schmieriege Flüssigkeit die beim Erhitzen an der Stelle mit dem Lötkolben kommt? Ist das ne Legierung oder Lack der sich löst??

Michael

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #41 am: 25. September 2010, 01:11:39 »
Lötpaste oder Rückstände vom Lötwasser, mit dem Lötkolben kannst Du Messing nicht verbrennen, dafür braucht man schon einen Lötbrenner.
Von was soll der Lack sein? Die Teile sind nicht lackiert.
« Letzte Änderung: 25. September 2010, 01:17:09 von Michael »
Ich hab keine Macken! Das sind Special-Effects.

Takage

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #42 am: 25. September 2010, 12:06:24 »
Hi Michael

Kommt auch bei stellen wo kein Loetwasser dran war. Du siehst das auf dem Bild oben ... dieser brauner fleck um die Lötstellen herum

Michael

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #43 am: 25. September 2010, 12:23:05 »
Hi Michael

Kommt auch bei stellen wo kein Loetwasser dran war. Du siehst das auf dem Bild oben ... dieser brauner fleck um die Lötstellen herum

welches Lot benutzt Du?, vielleicht kommt es daher, je nachdem welches Flußmittel im Lot ist. Aber daran liegt es nicht, Dein Spant ist nicht warm genug.
Ich hab keine Macken! Das sind Special-Effects.

Takage

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #44 am: 25. September 2010, 15:11:37 »
Also Lötzin aus 99% Zinn und diese schmierigen klebrigen braunes Zeug entsteht aber bevor ich den Lötzinn auftrage