Autor Thema:  Bradhower´s Baubericht zur HMS Victory von 1805 (1/84)  (Gelesen 63184 mal)

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Bradhower

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Re: Bradhower´s Baubericht zur HMS Victory von 1805 (1/84)
« Antwort #15 am: 08. Februar 2011, 11:52:52 »
Hallo alter Korse,  :6:

na was macht das Plan-Studium!? :)

Die solide Bauweise ist leider bald vorbei, die Spantenteile sind alle verleimt, einzig die Teile für den Bug fehlen noch. Danach werde ich mich damit beschäftigen, dass Schiff etwas MASSIVER aufzubauen. Den Freiraum zwischen die Spanten gedenke ich mit Balsaklötzchen aufzufüllen, was die Beplankung erleichtern sollte. Ebenso möchte ich die Verbindung zwischen den einzelnen Teilen der Spanten verstärken, denn alleine nur dem Leim, vertraue ich nicht so wirklich. Denn auch die Passgenauigkeit einzelner Spanten ist eher durchwachsen und könnte bei einer zu starken Beanspruchung nachgeben bzw. sich verziehen.

Übrigens, bevor die Spanten fest eingebaut werden, werde ich sie auf Papier nachzeichnen - vielleicht kann man die Form der Spanten mal für einen reinen Scratchbau verwenden :)

Auch die Böden der Geschützdecks möchte ich gerne verstärken, sprich unterfüttern. Im Mittelteil der Decks gedenke ich ein paar Säulen einzusetzen. Außerdem soll das Ankertau später auch über das Batteriedeck verlaufen. Ich habe auch schon einen Gedanken ans aufbugen der Decks verschwendet. Aber das hebe ich mir vielleicht für die "sichtbaren" Schiffsdecks auf.

Das sind so die kleinen Aufwertungen und Stabilisierungsmaßnahmen, die ich eigentlich fest eingeplant habe. Am liebsten würde ich auch das Innenleben des Schiffes darstellen. Aber da der Umbau bis zum Jahr 1803 vollzogen sein soll, könnte das ne knappe Geschichte werden... ;)

Ergebenst, der Assistent von Mr. Portnoy
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« Letzte Änderung: 22. Februar 2011, 20:45:19 von Bradhower »
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Klaus L aus M

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Re: Bradhower´s Baubericht zur HMS Victory von 1805 (1/84)
« Antwort #16 am: 08. Februar 2011, 18:35:35 »
Hi Mr Portnoy,

holy moly, willst Du mit dem Kahn in See stechen? Vielleicht bist Du in der Fraktion hier falsch und Du solltest lieber Panzerschiffe bauen?  :D

Spaß beiseite, ich habe auch vor, zwischen den Spanten eine "Unterhaut" aus Balsaholz aufzubringen, sozusagen als Unterbeplankung. Ich glaube, damit haben wir einerseits mehr Stabilität, andererseits ist es dann für die eigentliche Beplankung einfacher. Das habe ich bei einem anderen Schiffchen auch schon gemacht und war von mir selbst begeistert  :O! Die Zwischendecks werde ich nicht verstärken, die haben nach meiner Auffassung genügend Auflagefläche, da passiert nix. Aber wer weiß, vielleicht willst Du ja die Bewaffnung verstärken?  X( Oder Du baust eine Panzerzelle für Herrn Nelson, damit er sich nicht von einem simplen Scharfschützen meiner Armee erschießen läßt?  :5:

Spanten und Kiel habe ich auf meinen Scanner gepackt und eingescannt, man weiß ja nie. Vielleicht ist das ja mal die Basis für die Victory von 1765?  :7: Paßungenauigkeiten hatte ich bisher nicht, aber das wird sicher noch kommen.

Plan-Studium? Man-o-man! Ich komme mir vor wie bei einer anwaltlichen Beratung! Zwei Anwälte - drei Meinungen! Drei Pläne - alles unterschiedlich! Aber ich bleibe bei meiner Entscheidung, ich baue die Victory nach DeAgo mit moderaten Verbesserungen. Da werden wir uns sicher noch oft treffen.

Doch jetzt erstmal fröhliches weiterbasteln und viele Grüße,

Klaus

AnobiumPunctatum

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Re: Bradhower´s Baubericht zur HMS Victory von 1805 (1/84)
« Antwort #17 am: 08. Februar 2011, 19:05:58 »
Marcel,
klasse Einstand :7:

Ich hoffe hier verirren sich noch einige andere Nicht-Vic Bauer hin, um den Bericht zu lessen :1:
:winken:  Christian

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"Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

ghost

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Re: Bradhower´s Baubericht zur HMS Victory von 1805 (1/84)
« Antwort #18 am: 08. Februar 2011, 19:40:12 »
Ihr törichter, junger Master Shipwrite

Da hat Er seine eigene Werft, baut das schnellste Schiff der nördlichen Hemisphäre und eine glänzende Zukunft vor sich, und was macht er?

Er verdingt bei einem Herrn Augustini :5:, (scheint Italiener zu sein, dem Namen nach), baut was Ihm angesschafft wird, anstatt seinen Freien Geist weiter durchs Forum wehen zulassen.

Er wird bald das Geratter der Dekupiersäge und das Kreischen der Kreissäge, die Musik der freien Schiffbauer, vermissen.

Denkt an meine Worte, wenn Ihr Euch mit der Admiralität rumschlagen müsst. :7:

Spass beiseite, dein Baubericht ist allererste Sahne, ganz grosses Lob.

Viele Grüsse
Edwin
Grüße  Edwin
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Bradhower

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Re: Bradhower´s Baubericht zur HMS Victory von 1805 (1/84)
« Antwort #19 am: 08. Februar 2011, 20:02:08 »
Danke Christian und Edwin für das Lob - das ist mein erster Baubericht, denn ich in zwei Foren poste - mal sehen, wo zu erst zu Teer und Federn gegriffen wird...  :pffft:

@Klaus:
So spricht auch nur ein Franzose, berrauscht von Wein und leichten Mädchen, die ihr in den dunklen Ecken von Versailles verköstigt, sofern diese nicht als Latrine dienen. Hörte ich doch von einem Gesandten des Königs, dass bei dem kostspieligen Prunk und Protz den Versailles verschlungen hat, eine kleine Sache vergessen wurde...  :6:

Gewiss aber, ein Panzerschiff soll die Victory nicht werden. Panzerschiff? Klingt nach einem rundum gekupferten Schiff, dass gewiss schneller sinken wird, als eure Flotte bei K-J-U-S-S-A-N-T  :7:

Nein, dieses Schiff wird so massiv gebaut, dass man viele Muskeln braucht um es überhaupt zu bewegen - immerhin ist der Rumpf nach 40 Jahren doch arg zerfressen und leider so mancher Konstruktionsfehler hat sich in den letzten Jahren gezeigt. Wo ihr Franzosen wahrscheinlich nie drauf gekommen wärt.

Aber ich bin mir sicher, kleiner Korse - wir werden uns hier nicht zum letzten Mal begegnen...  :6:

@Edwin:
Manchmal bedarf es einem Grundkonstrukt, um sich daran auszutoben, dies habe ich gewiss bald zusammen - gedrehte Rohre liegen auch schon bereit. So seit versichert, dem eigenen freien Geist, wird auch dieses Schiff nicht Einhalt gebieten können. Ich sehe es aber als ersten Schritt, diese wilden, geistigen Auswüchse in kontrollierte Bahnen zu lenken und sie so eines Tages zu beherrschen.

Sollte ich diesem allerdings überdrüssig werden, so liegt nur einen Steinwurf entfernt die Frucht, meiner geistigen Ergüsse, die noch nicht aufgezehrt sind...  :6:  :7:

Ergebenst, der Assistent von Mr. Portnoy
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« Letzte Änderung: 22. Februar 2011, 20:45:34 von Bradhower »
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Bradhower

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Re: Bradhower´s Baubericht zur HMS Victory von 1805 (1/84) - Update Nr. 5
« Antwort #20 am: 08. Februar 2011, 21:01:04 »
Baulogbuch – 5. Tag – der Griff zu Feder und Papier

Wir schreiben den 8. Februar 1800.

Es ist vollbracht! Dank der Stärke des eigenen Geistes und der Muskelkraft des stolzen, britischen Werftarbeiters, dessen Liebe zum Empire genauso glüht, wie der Hammer in seiner Hand, den er zum Treiben der Bolzen auf- und niederschwingt, ist es uns gelungen, die Spanten der HMS Victory binnen weniger Tage zusammen zu fügen, so dass sie am Kiel ausgerichtet werden konnten (wie man sieht sind die Winkel und Flügelschrauben inzwischen auch eingetroffen):



Auch die Bugsektion nähert sich zusehend ihrer vorläufigen Fertigstellung:



Aber es gibt nicht nur Sonnenschein in diesen Stunden des Fortschritts – Bauarbeiter zeigten mir einen offensichtlichen Mangel in der Konstruktion von Spant Nr. 30:



Dieser Spalt, ist wie eine klaffende Lücke in der Schlachtformation, durch die der Feind eindringt. Ein Akt der Sabotage, natürlich von den Franzosen, liegt auf der Hand.

Bevor ich aber den Spion und Saboteur in den eigenen Reihen suchen lasse, muss ein eigener Irrtum nahezu unmöglich sein und dies geht am besten am Zeichentisch. Die Pläne von Mr. Longridge offenbaren mir hoffentlich die Wahrheit und inwiefern dieser Spant wohlmöglich nachhaltigen Schaden anrichten wird.

So greife ich doch zu einer festen Schreibunterlage und nehme mir Spant für Spant vor:



Zunächst versuche ich die Formen von 4-5 Spanten auf das Papier zu übertragen.

Verzeiht die Teils wackeligen Bilder – der königliche Hofzeichner hat leider nach dem Sonntagsgottesdienst zu tief ins Glas geschaut:






Auf diese Weise habe ich mich langsam dem Spantenriss angenähert und diesen dann gezeichnet – links vom Strich befinden sich die Spanten von der Mitte zum Heck und rechts die Spantenlinien von der Mitte zum Bug - einzig Spant Nr. 12 fehlt rechter Hand - da an diesem, wie oben zu sehen, noch gearbeitet wird:



Danach habe ich zum Spantenriss von Mr. Longridge gegriffen:



Diesen anschließend meiner Zeichnung gegenüber gelegt:



Der Riss von Mr. Longridge ist leider nicht ganz maßstäblich. Ich muss den Zeichner noch einmal anweisen, diese noch einmal etwas zu vergrößern. Auch habe ich mich bei den Spanten Nr. 29 -31 geirrt und müsste die in meiner Zeichnung ein wenig höher ansetzen.
Aber leider sieht man mit dem bloßen Auge schon, dass der Spantenriss von Mr. Longridge bedeutend bauchiger daherkommt, als auf meiner Skizze. Selbst, wenn man noch ein wenig Toleranz durch die Bleistiftlinie hat und die Korrektur der drei Spanten mit einbezieht. Wirkt doch Mr. Longridge´s Version auf den ersten Blick schon glaubwürdiger.

Ich werde meine Zeichnung aber noch einmal erneuern und vielleicht eine noch feinere Feder verwenden, eventuell auch verschiedene Farben, um alle Spanten besser unterscheiden zu können. Außerdem muss ich noch vergleichen, wo Mr. Longridge´s Spanten auf dem Plan ansetzen und ob dies identisch mit meiner Version ist. Außerdem möchte ich jeden einzelnen Spant noch einmal auf Papier bannen, sollte nämlich u. U. ein Nachbau von Nöten sein. Diesen betrifft aktuell vor allem Spant Nr. 30. Mal sehen ob sich noch geeignetes Holz dafür finden lässt. Die Ulmenwälder zwischen Chatham, Rochester und Gillingham sind doch schon arg gelichtet. Die Venezianer und die Rebellen in Nordamerika sollen angeblich Pappelholz für ihre Schiffe verwenden. Ich verzage mich diesem Holz allerdings und greife lieber zu Bewährtem.

Die Leser dieses Baulogbuches dürften auf jedenfall gespannt sein, wie diese Geschichte ihr Ende findet - wenn es denn eines geben wird. Das Magengefühl und die tief fliegenden Möwen, lassen nichts Gutes erahnen. Glücklicherweise ist es aber an Mr. Portnoy gelegen, am Ende eine Entscheidung zu fällen und der lässt sich meistens von solchen „Kleinigkeiten“ nicht aufhalten oder gar demotivieren…

Fortsetzung folgt…

Ergebenst, der Assistent von Mr. Portnoy
seines Zeichens Schiffszimmermeister von Königs Gnaden

« Letzte Änderung: 22. Februar 2011, 20:45:50 von Bradhower »
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Re: Bradhower´s Baubericht zur HMS Victory von 1805 (1/84)
« Antwort #21 am: 08. Februar 2011, 21:19:20 »
Oh Mann, das sind ja unglaubliche Unterschiede! Ich hoffe nur, daß Du Deinen Spantenriß mit ein paar Litern Ale (oder vielleicht auch Krombacher) im Bauch gemacht hast. Da liegen ja Welten zwischen!

Wenn sich das bestätigen würde, stehen wir ja wieder vor der Frage, was wir hier eigentlich bauen? Hm, ein Segelschiff? Ich bleibe gespannt und fürchte eine unruhige Nacht...

Beste Grüße,

Klaus

SantaFeFan

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Re: Bradhower´s Baubericht zur HMS Victory von 1805 (1/84)
« Antwort #22 am: 08. Februar 2011, 21:25:00 »
Hallo Marcel ,
Es macht echt Spass Deinen Baubericht zu lesen  :klatsch:  .Toll das Du auch die Victory in Angriff genommen hast .....
schönen Gruss,Rudi
I am a SantaFe Fan
HMS Victory im Bau .....
Die Bounty ist geplant....
Santa Maria als Übungsobjekt....

Bradhower

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Re: Bradhower´s Baubericht zur HMS Victory von 1805 (1/84)
« Antwort #23 am: 08. Februar 2011, 21:51:03 »
Hallo SantaFeFan,

freut mich zu lesen, mal sehen ob der Spaß auch bis zum Ende anhält. Denn latent verbreitet sich doch das Gefühl, dass dieser Bausatz viele, viele Unstimmigkeiten haben wird. Nicht das es mich abschrecken oder gar überraschen würde, aber es treibt mich doch an, schnellstmöglich in die Scratch-Phase überzugehen :)

Ach ja, der ursprüngliche Plan sieht übriegens vor (andernorts habe ich dies schon verkündet) - aus dieser Sammelserie möchte ich die Spanten- und Kielteile nach Möglichkeit so übernehmen, ebenso die Deckenelemente. Alles andere was noch so kommt, hängt dann davon ab, wie weit es sprichwörtlich "gefällt" bzw. inwiefern man es aufwerten oder verbessern kann bzw. was die Pläne und Bücher dazu sagen.

Gruß Marcel  

@Klaus:

Zitat
Oh Mann, das sind ja unglaubliche Unterschiede! Ich hoffe nur, daß Du Deinen Spantenriß mit ein paar Litern Ale (oder vielleicht auch Krombacher) im Bauch gemacht hast. Da liegen ja Welten zwischen!

ich hätte mir vorher vielleicht den hier genehmigen sollen: http://www.whisky.de/tws/product_info.php?info=p12859_ - habe aber doch leider recht nüchtern gezeichnet und es sogar mehrmals verglichen. Wie gesagt, kleine Abweichungen will ich nicht auschließen, aber es ist doch schon recht offensichtlich. Ich versuche bis zum Wochenende eine noch genauere Zeichnung anzufertigen und auch den Longridge etwas größer zu skalieren. Aber vielleicht ist dieser ja auch ungenau - er ist immerhin aktuell nur meine einzige Vergleichsmöglichkeit - aber es soll ja auch Menschen geben, die noch an den Weihnachtsmann glauben...  :6:

Zitat
Wenn sich das bestätigen würde, stehen wir ja wieder vor der Frage, was wir hier eigentlich bauen? Hm, ein Segelschiff? Ich bleibe gespannt und fürchte eine unruhige Nacht...

als Segelschiff kann man es gewiss am Ende bezeichnen ;) Den größten Fehler den man machen kann, ist es hier mit einem Anspruch von 100%iger historischer Korrektheit heranzugehen. Diesen Anspruch hat diese Sammelserie nicht und das war ja schon sehr früh, mehr als deutlich klar. Ich glaube wenn es am Ende zu 30-50% reicht, ist diese Sammelserie schon besser als erwartet. Deswegen bin ich da eigentlich ganz entspannt - es macht aber Spaß der einen oder anderen Ungenauigkeit hinterher zu jagen :) Von daher, nicht verzagen - einfach weiterbauen und mal sehen was sich so verbessern lässt...  :6:
« Letzte Änderung: 08. Februar 2011, 21:54:17 von Bradhower »
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Re: Bradhower´s Baubericht zur HMS Victory von 1805 (1/84)
« Antwort #24 am: 09. Februar 2011, 13:40:29 »
Sehr geehrter Mr. Fetherston,

Sehr geehrter Franzose,

gewiss ist es in der französischen Rechtschreibung richtig, dass Ouessant so geschrieben wird, wie Sie es mir weiß machen wollen. Wir befinden uns allerdings in England und dort verbrennt man sich lieber die Zunge, als sich an eure Aussprache zu gewöhnen - so ist es mir ein sichtliches Vergnügen gewesen das "O", durch das einzeichnen eines kleinen Hakens, mit einem "Q" zu ersetzen. ;)

Was übrigens den ehrenwerten Admiral Keppel betrifft: Im gelang es tatsächlich nicht die Verfolgung eurer flüchtenden Schaluppen zu organisieren. Vor allem nachdem eine französische Kanonenkugel die Kiste mit den Signalflaggen zerstört hat. Das Marineministerium hat daraufhin beschlossen zwei Kisten mit Signalflaggen an Bord jedes Schiffes zu bringen, um so eine missliche Situation nicht noch einmal zu erleben. Was dann dafür gesorgt hat, dass ihr in der zweiten Seeschlacht von K-J-U-S-S-A-N-T das bekommen habt, was euch in der ersten Schlacht noch verwehrt wurde... :)
Bitte verzeihen Sie mir die Einmischung, wenn ich Sie darauf Hinweise, daß dieser unsägliche Ort in Frankreich, den eine britische Zunge einfach nicht auszusprechen vermag, im großen britischen Reich allgemein "Ushant" genannt wird. Und wohl auch in zwei- oder dreihundert Jahren so ausgesprochen und geschrieben werden wird!
Zitat
gez. Jasper Fetherston
Biograf der königlichen Admiralität


gez.

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Re: Bradhower´s Baubericht zur HMS Victory von 1805 (1/84)
« Antwort #25 am: 09. Februar 2011, 13:46:15 »
Hallo Marcel, hallo Klaus,

Oh Mann, das sind ja unglaubliche Unterschiede! Ich hoffe nur, daß Du Deinen Spantenriß mit ein paar Litern Ale (oder vielleicht auch Krombacher) im Bauch gemacht hast. Da liegen ja Welten zwischen!

Wenn sich das bestätigen würde, stehen wir ja wieder vor der Frage, was wir hier eigentlich bauen? Hm, ein Segelschiff? Ich bleibe gespannt und fürchte eine unruhige Nacht...

Beste Grüße,

Klaus

Der Fehler ist bereits identifiziert und liegt (Sorry to say so, aber auf der anderen Seite ist es wieder beruhigend...) eindeutig bei Marcel.

Marcel, Du hast die Heck- und Bugspanten nicht in ihrer Höhe berücksichtigt!

Je weiter du nach achtern, oder in den Bug gelangst, um so "höher" rutschen die unteren Spant-Enden. - Im Bug enden sie zwar auch am Kiel, aber die Kiel geht dort ja im Bogen nach oben. - Das musst Du berücksichtigen! - Du hast sie einfach alle unten stumpf auf der Nulllinie enden lassen. - Das ist Käse und gibt einen falschen Eindruck. - Im Gegenteil, wenn ich raten darf, sieht das sogar ganz manierlich aus!

Ciao,

HWE

Bradhower

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Re: Bradhower´s Baubericht zur HMS Victory von 1805 (1/84)
« Antwort #26 am: 09. Februar 2011, 14:08:31 »
Hallo Herbert,

Zitat
Der Fehler ist bereits identifiziert und liegt (Sorry to say so, aber auf der anderen Seite ist es wieder beruhigend...) eindeutig bei Marcel.

Marcel, Du hast die Heck- und Bugspanten nicht in ihrer Höhe berücksichtigt!

guckst du hier:
Zitat
Auch habe ich mich bei den Spanten Nr. 29 -31 geirrt und müsste die in meiner Zeichnung ein wenig höher ansetzen.

deswegen gibt es auch noch mal eine neue Zeichnung in den kommenden Tagen. Ich will auch noch einmal den Hackney zücken und den Spantenriss damit vergleichen. Außerdem habe ich in einem anderen Buch ebenfalls Risse der Victory gefunden und versuche nur herauszufinden, wo weg die stammen bzw. ob die irgendwie genauer datiert sind.

Gruß Marcel
« Letzte Änderung: 09. Februar 2011, 14:29:55 von Bradhower »
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Re: Bradhower´s Baubericht zur HMS Victory von 1805 (1/84)
« Antwort #27 am: 09. Februar 2011, 14:22:33 »
Zitat
Bitte verzeihen Sie mir die Einmischung, wenn ich Sie darauf Hinweise, daß dieser unsägliche Ort in Frankreich, den eine britische Zunge einfach nicht auszusprechen vermag, im großen britischen Reich allgemein "Ushant" genannt wird. Und wohl auch in zwei- oder dreihundert Jahren so ausgesprochen und geschrieben werden wird!

Ehrenwerter, junger Mr. Cochrane,

gewiss weiß ich Ihren Hinweis in dieser Sache zu schätzen. Aber ich denke, dass Sie gewiss besser darin aufgehoben sind, die Weltmeere von den Franzosen und Spaniern mit Hilfe Ihrer HMS Speedy zu säubern, als die Schreibweise einer unbedeutenden Insel zu hinterfragen. Ich habe Ihren Hinweis allerdings zur Kenntnis genommen und werde Ihn an Mr. Jervis weiterleiten. Dieser wird entscheiden, wie die Geschichtsschreibung des Empires mit dieser Insel zukünftig verfahren wird.

gez. Jasper Fetherston
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« Letzte Änderung: 09. Februar 2011, 15:16:54 von Bradhower »
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Re: Bradhower´s Baubericht zur HMS Victory von 1805 (1/84)
« Antwort #28 am: 09. Februar 2011, 18:12:29 »
Mit der HMS Speedy??? Ich bin mir sicher, dann sind unsere Weltmeere noch in 100 Jahren für meine Flotte ein sicherer Tummelplatz!  :7:

...sorry für die Einmischung, aber das mußte ich loswerden...  :winken:

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Re: Bradhower´s Baubericht zur HMS Victory von 1805 (1/84)
« Antwort #29 am: 09. Februar 2011, 19:02:57 »
 :7: Einfach nett
:winken:  Christian

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