Autor Thema:  Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI  (Gelesen 21953 mal)

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KUO

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Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« am: 19. August 2015, 11:43:32 »
Hallo zusammen

Ich war schon als Kind, wie die meisten meiner Generation, vom Virus "Modellbahn" befallen. Nicht ganz unschuldig daran war mein Großvater, der mir mit 2 Jahren meine erste Eisenbahn, eine KLEINBAHN 1042 mit 2 Personenwagen, einem Autotransporter, und einem Bahnhof, schenkte. Die Lok habe ich im übrigen immer noch, und sie fährt sogar noch (Stichwort Zinkpest bei den alten KLEINBAHN Modellen)

Ich habe die Modelbahn über die Jahre nie ganz aufgegeben, aber aufgrund von Platzmangel eher als Jäger und Sammler betrieben.

Inzwischen hat sich meine Wohnsituation mit einem eigenen Haus grundsätzlich (zu meinen Gunsten) geändert. Dennoch kamen in den letzten Jahren aufgrund von Arbeit, Ausbildung und nicht zuletzt Nachwuchs (alle) Hobbys zu kurz.
Für den Plastikmodellbau finde ich derzeit weder Zeit noch große Lust, und wenn man ehrlich ist, ist es nicht gerade ein ideales Hobby das man gemeinsam mit einem 4jährigen (ok, der vielleicht schon) und einem 2jährigen ausüben kann.
Unsere Nähe zum Bahnhof hat es dann mit sich gebracht, dass das Virus auf meine Jungs übergesprungen ist. So war/ist es abendliches Ritual, eine Runde zum Bahnhof zu spazieren und dort Züge zu schauen. Und direkt an der Westbahn gibt es da wirklich des öfteren interessantes zu sehen.

Zuletzt:

* DSC_1441.JPG (96.79 KB . 800x450 - angeschaut 87 Mal)


Was lag also näher als das Hobby Modellbahn wieder etwas intensiver zu betreiben.
Nach einer mehrtägigen Aufräumaktion im bisher ungenutzten Dachgeschoß (hat was mit dem Salzburger Wohnbau Föderungsgesetzt zu tun, aber das ist eine andere Geschichte), war genügend Platz geschaffen. Ein 45qm Spielzimmer!!  :9:


* Spielzimmer.JPG (58.24 KB . 700x393 - angeschaut 85 Mal)

Und da es, wenn schon, nicht nur eine einfache "im Kreis rum Platte" werden sollte, musste ein Vorbild her. Und was liegt da näher als der Bahnhof vor der Haustüre?

Der Bahnhof Seekirchen liegt wie gesagt an der Westbahnstrecke. Früher noch mit mehreren Verladegleisen ausgestattet, sind davon noch die beiden Durchfahrtsgleise, 2 Bahnsteiggleise, und 3 Abstellgleise übrig geblieben. Er zählt außerdem noch zu den nicht im Einheistsbrei umgebauten Bahnhöfen und hat sich mit den noch teilweise erhaltenen alten Gebäuden einen gewissen Charme bewahrt.


* BHF.JPG (67.46 KB . 800x450 - angeschaut 86 Mal)

Fahrtrichtung Wien

* Wien.JPG (102.72 KB . 700x393 - angeschaut 85 Mal)

Fahrtrichtung Salzburg

* SBG.JPG (87.92 KB . 700x393 - angeschaut 83 Mal)

Eine Maßstäbliche Verkleinerung wäre zwar annähernd möglich gewesen, aber das erschien mir dann doch etwas übertrieben. So habe ich mich dann für eine verkürzte Version, die jedoch alle wesentlichen Elemente enthalten soll damit man es eindeutig als Bahnhof Seekirchen erkennen kann, in L-Form entschieden.

Weiter gehts im zweiten Teil
« Letzte Änderung: 23. August 2017, 10:01:55 von KUO »
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Hans

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Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #1 am: 19. August 2015, 11:59:13 »
Da guck ich zu... ein ambitioniertes Projekt!
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KUO

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Grundsätzliche Planung
« Antwort #2 am: 19. August 2015, 12:28:32 »

Aufgrund des gegebenen Platzes habe ich mich wie gesagt für eine L-Form entschieden. Unter Berücksichtigung eines Zugriffraumes hinter der Platte komme ich auf eine Länge von 5,2m auf der Langseite und 3m auf der Kurzseite, bei einer durchgehenden Tiefe von 1,2m.
20-30cm mehr Tiefe hääte zwar einen positiven Effekt auf die zu verwendenden Gleisradien gehabt, hätte aber Problem beim Zugriff auf die Fahrzeuge und beim Bau mit sich gebracht. 1,2m ist da schon die Obergrenze, will man die Anlage nur von einer Seite aus bedienen.

An Gleismaterial wird das über die Jahre zusammen gekommene ROCO Line (mit und ohne Bettung) für den Schattenbereich, und TILLIG Elite für den sichtbaren Bereich, verwendet.
Der Gleisplan wurde mit SCARM erstellt.

Nach einigem hin- und herüberlegen, bin ich bei einem Hundeknochen-Layout in 3 Ebenen gelandet.

Zur Erklärung hier mal das Prinzip eines Hundeknochens:

* hundeknochen.JPG (38.59 KB . 800x273 - angeschaut 83 Mal)

An der Form lässt sich erkennen woher der Name kommt.
In meinem Konzept bildet der Schattenbahnhof (oder in meinem Fall ein sequentieller Zugspeicher [ZS_seq], dazu aber später mehr) einen geschlossenen Kreis auf der untersten Ebene. Über eine Abzweigung und eine Gleiswendel wird die zweite Ebene erreicht, welche wie der Zugspeicher verdeckt sein wird. Hier können die Züge so verteilt werden, dass sie entweder aus Richtung Wien oder Salzburg kommen.
Die oberste, sichtbare, Ebene bildet dann der Bahnhof selbst.

Hier mal ein Screenshot des mit SCARM erstellten 3D Modells. Stimmt zwar nicht mehr ganz mit der aktuellen Planung überein, aber so kann man sich zumindest mal vorstellen wie das ganze im Endausbau aussehen soll.


* ost.PNG (131.88 KB . 600x324 - angeschaut 85 Mal)

* west.PNG (131.97 KB . 600x325 - angeschaut 85 Mal)



Noch kurz ein paar Worte zur Steuerung

Da auch die Modellbahn inzwischen den Sprung ins 21. Jahrhundert geschafft hat (und ich als Elektroniker einfach nicht anders kann), wird natürlich digital gefahren.
Dabei werden 2 Software basierte Systeme kombiniert.
Das wäre zum einen die z21 (weiß) von ROCO mit 4 zu Boostern umgebauten ROCO 10764 Digitalzentralen, und die Software Steuerung Rocrail

Mit der z21 bin ich zwar noch nicht so ganz glücklich, aber selbst mein 2jähriger schafft es, mit der graphischen Oberfläche der dazugehörigen App fürs Tablet, Züge und Weichen gezielt zu steuern. Das war der Hauptgrund für deren Anschaffung.
Wobei die z21 nur als Knoten/Hirn des gesamten Systems, und zur Versorgung des Programmiergleises dient. Zur Versorgung der Anlage mit dem DCC-Signal/Strom habe ich 4 ROCO 10764 Digitalzentralen zu Boostern (ROCO 10765) umgebaut. Jeweils 1 Booster pro Ebene, und 1 Booster zum Schalten. Wobei wahrscheinlich aufgrund der Verwendung von Servos zur Weichensteuerung zumindest 1 weiterer notwendig sein wird.

Rocrail bildet die "Intelligenz" im Hintergrund. Mit dieser Software kann zum Beispiel ein automatischer Fahrbetrieb bei GLEICHZEITIGEM manuellen Fahrbetrieb realisiert werden. Des weiteren übernimmt die Software, in Kombination mit Stromfühlern, das Belegt-Melden von Gleisabschnitten und mit Rückmeldekontakten das Auslösen von Aktionen und Reaktionen. Also z.B. das schließen von Schranken oder das Halten von Zügen vor einem Signal.

Bei den sonstigen notwendigen Komponenten wie den erwähnten Rückmeldern,und Servo- und Magnetartikel Decodern, habe ich mich für einen relativen Neuling am Markt entschieden. http://www.digikeijs.de/ Mit allen bisher verwendetet Artikeln, habe ich gute Erfahrungen im Bezug auf Einstellung und Bedienung gemacht, auch wenn die Übersetzung der Anleitungen aus dem Höllandischen oft etwas mangelhaft sind. Wie gut sie dann tatsächlich im Dauerbetrieb sind kann ich natürlich noch nicht abschätzen, aber da habe ich auch schon mit namhaften Hertsellern so manches blaues Wunder erlebt.

Konkret wirds im nächsten Teil
« Letzte Änderung: 23. August 2017, 10:05:38 von KUO »
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Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #3 am: 19. August 2015, 13:37:25 »
Meine aktive Modellbahnzeit liegt mittlerweile auch schon einige Jahre zurück; trotzdem werde ich Dein Projekt aufmerksam verfolgen.

Mir fehlen bei Deinem aktuellen Entwurf -soweit erkennbar- die Möglichkeiten zu rangieren, kein Güterschuppen, Landhandel oder Werksanschluß. Neben dem Bau der Module hat mir das Rangieren am meisten Spaß gemacht. Leider bietet die gewählte Epoche da auch nicht so viele Möglichkeiten wie die Epochen II und III.

Und etwas geht natürlich überhaupt nicht: keine dampfenden, fauchenden schwarzen Ungetüme auf den Gleisen :5: ;)

Viel Spaß und Erfolg beim Bau Deiner Anlage

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"Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

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Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #4 am: 19. August 2015, 13:46:47 »

Und etwas geht natürlich überhaupt nicht: keine dampfenden, fauchenden schwarzen Ungetüme auf den Gleisen :5: ;)

Viel Spaß und Erfolg beim Bau Deiner Anlage



Auch das gibt es bei uns zu sehen!  :D


* UNSET1.JPG (80.21 KB . 800x600 - angeschaut 85 Mal)
« Letzte Änderung: 23. August 2017, 10:46:38 von KUO »
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WaltMcLeod

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Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #5 am: 19. August 2015, 13:48:00 »
Was? Keine Autos, die da auf den Strassen rumfahren .......  :D
Ein ungenutzter Raum für so ein Projekt ... ja, das wär was. Ich schau Dir zu ..... allein schon, weil ich die Gegend kenn

Inspirationen kannst Dir ja noch im Stellwerk Parsch holen, dass Du sicher bestens kennen wirst


:winken: Walter
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Der Schattenbahnhof
« Antwort #6 am: 19. August 2015, 13:53:42 »
Der Schattenbahnhof

 
...oder wie ich lernte was ein sequentieller Zugspeicher ist.

Also der Reihe nach.
Ein Schattenbahnhof dient dazu, Züge die gerade nicht im Fahrbetrieb sind, unsichtbar/im Schatten zu parken. So weit, so gut.
Maßgeblich für die Anzahl der Gleise ist natürlich der vorhandene (oder zu erwartende  ;) ) Fuhrpark.

Dabei ergeben sich aber einige Probleme.

1) Züge die hintereinander stehen
Irgendwann ist die Zahl der parallel verlaufenden Gleise erschöpft (Platz, Kurven Radien). Also bleibt nur die Länge und das daraus resultierende hintereinander Abstellen von Zügen. Will man aber jetzt genau jenen Zug haben der gerade hinten steht, muss der vordere eine Runde über die Anlage fahren damit der hintere frei wird. Kein wirklich großes Problem, aber auf Dauer nervig.

2) Fahrtrichtung 1
Wird der Schattenbahnhof in beide Richtungen bedient, kann es passieren dass 2 Züge quasi Kopf an Kopf auf einem Gleis zum stehen kommen. Zu lösen wie in 1, aber schon deutlich unschöner. (Rückwärts ausparken  :2: )

3) Fahrtrichtung 2 / Wendezüge
Das Problem lässt sich am leichtesten am Beispiel RAILJET erklären. Dieser fährt im Original immer mit Lok voraus in Richtung Salzburg. In Richtung Wien logischer Weise mit dem Steuerwagen voraus.
Um das auch im Layout "Hundeknochen" zu ermöglichen, ist es notwendig den Zug zu stürzen. Wird der Schattenbahnhof in beide Richtungen bedient kein Problem. Man fährt einfach in die Richtung aus der man gekommen ist, wieder aus. Nur ergibt sich, wie man schon an den oberen Beispielen erkennen kann, mit jedem neuen Zug ein größerer Rangier Aufwand. Irgendwann Rangiert man mehr im Schatten als man auf der Anlage fährt.


Die Lösung des Problems lautet Ringspeicher, oder eben sequentieller Zugspeicher (ZS_seq).
Hört sich sehr hochtrabend an, ist aber eigentlich (wenn man bei den wenigen zu dem Thema zu findenden Beiträgen durchgeblickt hat) ganz simpel.

Wie der Name schon sagt, ein Ring. Damit fängt die Planung einmal an. Nicht vergessen sollte man eine Ein- bzw. Ausfahrt. Sonst fährt man einfach nur im Kreis.  ;) Aufgrund der Gleisen eigenen Geometrie ergibt sich in einem Ring gezwungener Maßen eine separate Ein- und Ausfahrt. Und eigentlich ist der Zugspeicher nun schon fertig.
Nur bezeichnet man den Bereich zwischen Ein- und Ausfahrt nun als Speicher, und die Verbindung zwischen Aus- und Einfahrt als Umfahrungsgleis.
Stehen also nun zwei Züge hintereinander, und man will den hinteren, fährt der vordere einfach eine Rund übers Umfahrungsgleis und stellt sich wieder an die vorderste verfügbare Position. der hintere verlässt inzwischen den Speicher über das Ausfahrtsgleis.

Zu kompliziert? Ich hab auch ein, zwei Momente gebraucht! :D

Jetzt mal konkret wie das in meinem Fall aussieht:


* f5e806cc-89f3-4f63-b115-38b8bf8f1abf.JPG (109.79 KB . 800x501 - angeschaut 87 Mal)

Nicht von den vielen Farben verwirren lassen. Die stellen nur die einzelnen Blöcke dar.

Zur Erklärung:
- Der Zugspeicher wird im Uhrzeigersinn bedient
- links außen sind zwei Gleise zu sehen (rot und grün) die scheinbar im Nichts enden. Das ist die Rampe über die die Züge die Zwischenebene erreichen, bzw. aus dieser kommen. Rot = Ausfahrt, Grün = Einfahrt
- der Einfahrt folgend kommt man zur Gleisharfe, dem eigentlichen Speicher, mit den 5 Durchfahrtsgleisen und 3 Stumpfgleisen. Die Durchfahrtsgleise sind in je 2 Blöcke unterteilt. Es können also 2 hintereinander stehende Züge von der Software separat erfasst werden.
- die 3 Stumpfgleise sind für Wendezüge reserviert. Diese müssen über die Kehrschleife (rot) verlassen werden. ==> Kommt ein Wendezug z.B. mit Lok voraus auf ein Stumpfgleis, steht er nach dem Verlassen über die Kehrschleife, mit Steuerwagen voraus im Speicher.
- Verlässt ein Zug den Speicher in Richtung sichtbarer Bereich, fährt er über den Bogen lila zum Ausfahrtsgleis rot.
- bei der Weiche Richtung Ausfahrt können nun Züge die im Speicher nur umgereiht werden, wieder Richtung Speicher fahren. Dazu stehen 2 Gleise zur Verfügung, wobei das vordere (dem Rand nähere) außerdem als Programmiergleis dient.

Stellpult/PC, Zentrale,.... Stehen im Eck der Schenkel


Wirklich zur Sache gehts im nächsten Abschnitt
« Letzte Änderung: 23. August 2017, 10:47:28 von KUO »
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Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #7 am: 19. August 2015, 13:57:53 »
Was? Keine Autos, die da auf den Strassen rumfahren .......  :D
Ein ungenutzter Raum für so ein Projekt ... ja, das wär was. Ich schau Dir zu ..... allein schon, weil ich die Gegend kenn

Inspirationen kannst Dir ja noch im Stellwerk Parsch holen, dass Du sicher bestens kennen wirst


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Carsystem ist geplant, aber soweit bin ich noch (lange?) nicht.

Parsch hat schon mein Opa mit mir besucht (etwa 30 Jahre seit meinem ersten Besuch), und inzwischen Fixprogramm zu Weihnachten mit meinen Jungs.

Kennst du auch die Anlage in der Remise?
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Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #8 am: 19. August 2015, 14:02:56 »
Wenn das die in der Nähe des Gasthauses zum Guten Hirten am Bahnhof ist, ja .... aber da war ich erst einmal, weil ich vorher gar nicht wusste, dass da eine ist  8o
Stellwerk Parsch gehört eigentlich auch zum jährlichen Weihnachtsprogramm .... ist schon Tradition

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Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #9 am: 19. August 2015, 14:07:27 »
Ach ja, grad eingefallen .... wahrscheinlich auch nix neues für Dich
Im benachbarten bayrischen Anger hat ja Hans Peter Porsche sein Traumerk eröffnet ..... kann aber noch nix dazu sagen, muss ich mir erst anschauen: http://www.hanspeterporsche.com/

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Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #10 am: 19. August 2015, 14:11:52 »
Modellbauerisch .... naja, kann weder Parsch noch Remise das Wasser reichen. Museum..... top!

Und die Kinder wollten garnicht mehr von der Gartenbahn runter!  :D
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Die Grundplatte
« Antwort #11 am: 19. August 2015, 14:19:23 »
Nach viel Geplane gehts nun ans Eingemachte!

Bisher ware die Jungs außen vor, aber mit dem Beginn des "Hardworks" sollte sich das ändern! :D

Die ganze Anlage steht auf einzelnen Elementen mit jeweils 1,2mx1,2m

Sinn des (nicht zu vernachlässigenden) Aufwandes ist es, die Anlage "mobil" zu machen. Es ist zwar nicht geplant sie irgendwo anders hin zu bringen, aber irgendwann wird im Dachgeschoß ein Umbau (Estrich, Heizung, Elektrik,...) fällig werden, und 5mx3m krieg ich beim besten Willen nicht durch die Tür!  :D

Unter der Grundplatte versteckt sich ein Spantengerüst welches dem ganzen Stabilität verleiht und eine gute Möglichkeit zur Kabelführung bietet.

Mit tatkräftiger Unterstützung meiner beiden Handwerker, wurden die Elemente zusammen geschraubt, mit Füßen versehen, und zu einem Ganzen montiert


* DSC_1224.JPG (53.04 KB . 450x800 - angeschaut 81 Mal)


* DSC_1223.JPG (48.92 KB . 800x450 - angeschaut 87 Mal)


* DSC_1222.JPG (50.67 KB . 800x450 - angeschaut 88 Mal)



Als die Elemente dann endlich standen, musste natürlich sofort der Probebetrieb aufgenommen werden!


* DSC_1234.JPG (58.37 KB . 800x450 - angeschaut 85 Mal)


* DSC_1235.JPG (71.39 KB . 800x450 - angeschaut 83 Mal)

Weiter gehts dann (endlich) mit dem Aufbau der Gleise
« Letzte Änderung: 23. August 2017, 10:50:10 von KUO »
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Gleisbau
« Antwort #12 am: 19. August 2015, 14:58:57 »
Geplant habe ich hauptsächlich mit festen Radien. Gebaut wird, zumindest in den Kurven, mit Flexgleis. Das hat den großen Vorteil, dass kaum Stöße auftreten. Und fällt ein Stoß in eine Kurve, werden die Stöße um 5-6 Schwellen versetzt gemacht. Dadurch erhält man einen fließenden Verlauf.
Für die Geraden verwende ich im Schatten auch einzelne Gerade (230mm). Im Oberbau kommt dann ausschließlich Flexgleis (auch die Weichen sind Flex-Bausätze) zur Anwendung.

Begonnen habe ich am rechten Rand. Hier habe ich mir zunächst den Radius des äußeren Gleises aufgezeichnet. Von dem ausgehend wurde dann weiter gebaut.


* DSC_1236.JPG (45.81 KB . 800x450 - angeschaut 84 Mal)

Natürlich wieder mit tatkräftiger Unterstützung! Und ganz wichtig! IMMER SCHUTZBRILLE TRAGEN!  :D


* DSC_1428.JPG (59.55 KB . 800x450 - angeschaut 85 Mal)

Da ich mit Flexgleisen arbeite, war es notwendig hoch technisches Werkzeug einzusetzen, damit auch in den Kurven der Gleisabstand eingehalten wird.  :D


* DSC_1421.JPG (85.79 KB . 800x450 - angeschaut 87 Mal)


* DSC_1420.JPG (93.71 KB . 800x450 - angeschaut 104 Mal)



Wie man sieht, verwende ich sowohl die ROCO Line Gleise mit und ohne Bettung. Das Gleis ohne Bettung wird auf Korkbettungen verlegt. Könnte man noch Schottern, diese Arbeit spare ich mir im Schatten aber. Hier dient es ohnehin nur der Geräuschdämmung.

Der momentane Bauzustand lässt sich wohl am besten mit Chaos beschreiben. ABER zumindest sind inzwischen alle Gleise verlegt. UND ich hatte endlich Zeit (und Lust  :santa: ) meine Vitrine Aufzuhängen!


* DSC_1539.JPG (59.52 KB . 800x450 - angeschaut 84 Mal)


* DSC_1425.JPG (67.74 KB . 450x800 - angeschaut 88 Mal)


* DSC_1538.JPG (63.49 KB . 800x450 - angeschaut 83 Mal)



Ist aber nicht so dass nichts passieren würde. Nur sieht man nichts davon, da sich alles unter der Platte abspielt.
Derzeit ist nämlich Kabeln angesagt. Und das ist ein Aufwand den ich ehrlich gesagt selber etwas unterschätz habe. Jeder Block erhält ja einpolig eine eigene Versorgung über die Stromfühler Module. Diese registrieren einen Verbraucher am Gleis (breits 0,1mA reichen) und schicken einen Belegtmeldung an den PC. Der zweite Pol ist als Ring/Stern ausgeführt. Also Alle Gleise einmal unter einander, und dann noch 4 Strahlen.
Außerdem wollen ja noch alle Weichenantriebe versorgt werden. Hier hat sich, zum Glück bevor ich mit dem nächsten Stockwerk begonnen habe, die Unzuverlässigkeit der ROCO Line Bettungsantriebe gezeigt. Bereits geringe Verschmutzung durch Staub hat zum Ausfall geführt. Etwas das man gerade im Schattenbereich überhaupt nicht brauchen kann!
Jetzt habe ich alle Weichen nochmal ausgebaut und die Bettungsantriebe durch Servos ersetzt. Hat nebenbei auch einen positiven Effekt. Servos in Kombination mit Microschaltern machen eine Herzstück Polarisierung recht einfach.

Ein Bild meiner Konstruktion habe ich jetzt leider nicht zu Hand, werde ich aber noch nachreichen.




So!
Das wäre also der aktuelle Stand. Die Arbeit geht mir sicher nicht so schnell aus. Es fehlen immerhin noch um die 30 Rückmelder, die alle erst eingebaut und verkabelt werden müssen.
Außerdem habe ich momentan ein kleines Ideen-Tief, was die Planung der Zwischenebene anbelangt. Hier suche ich noch nach Varianten die vor allem im linken Bereich eine "elegante" Einfahrt in den Bahnhof, und eventuell einen zusätzlichen Haltepunkt (Eugendorf würde sich anbieten), ermöglichen. Aber vielleicht fällt mir, wie so oft, eine Lösung während des Bauens ein.

In diesem Sinne...

LG

Philip
« Letzte Änderung: 23. August 2017, 10:54:15 von KUO »
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Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #13 am: 19. August 2015, 19:41:35 »
Ist ja ein schönes Vorhaben.  :P :klatsch:

Aber mal eine Frage. Wieso planst du die Anlage so lang läufig. ?  Kehrschleifen sieht man eh kaum. Ich hätte die Kehrschleifen unterirdisch gelegt, anzufahren mit einen Gleiswendel. Dadurch kannst du auf einer 2 Ebene (Schattenbahnhof) jede Menge Züge und Co. "Auslagern" Grade bei einer digitalen Steuerung kommen da geile Möglichkeiten.

z.Z. Die Zug "Zusammenstellungen" am Computer planen und dann vom Computer im Schattenbahnhof zusammenstellen lassen. Ist relativ einfach zu machen. Einfach unter jeden Wagen ein Readkontakt / RFID-Chip / Barcode je nach Technik. Dann entkoppeln und mit Hilfe der Weichenstellung neu zusammenstellen. Wichtig ist dabei nur das man auf "Gefälle" entkoppelt damit die Wagen "ohne Antrieb" auf das richtige Gleis fahren können.

Ist nur so eine Idee . Gleiswendel sind (in meinen Augen relativ teuer) fertig zu kaufen, oder aber mit etwas Geschick selbst zu bauen.

Bedenke deine Kiddys werden auch mal älter. Und nur im Kreis fahren wird schnell langweilig.  Wenn du den Schattenbahnhof dann noch "relativ" gut verkleidest, haste sogar ein Staubschutz ;)

Flexgleis ist immer eine gute Lösung aber achte auf den Radius. Nicht das du für Güterzüge planst und dann eine "BIGBOY" kaufst und die nicht um die Kurve bekommst  :D  Ich würde mindesten die Strecke mit einen ICE 3-4 teilig (Kurzkupplung) testen.

Nebenbei kannst du auf die Weise den Schattenbahnhof später relativ bequem umbauen, da du nur 2-4 Gleisanschlüsse zur Hauptebene hast. Viele Weichen kosten halt viel Geld. ;)


Achja. Ich habe jede Menge Loks und Wagens in N-Spur (fast alles Original Arnold, gekauft vor der Übernahme durch Hornby) , einiges an Schienen aber leider NULL Platz für eine Eisenbahnplatte ;( Wird Zeit das die Digitale Loksteuerung mal in Z schaffen. Weshalb ich auch über Gleiswendel und Zug-Fahrstühle nachgedacht habe.

Gruß

   Pucki
Ich bin PucKi, ein älterer Mann und überzeugter Single, der immer noch versucht ein perfektes Modell zu bauen.

Tarab

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Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #14 am: 19. August 2015, 20:36:51 »
Tolle Sache, da schau ich gerne zu  :)