Autor Thema: Schiffe Geleitboot Kl. 319 F209 Brummer (Heller / 1:400) - Update 03 - 04.12.17  (Gelesen 2356 mal)

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Graf Spee

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Lang lang ist´s her, dass ich hier einen Baubericht am Laufen hatte.
Und ich gebe zu, ich werde alt, denn mittlerweile bin ich vom Maßstab her 6x so groß wie bei meinen letzten Modellen. :woist: :6:

Darstellen möchte ich, wie im Titel zu lesen, ein Geleitboot der Klasse 319.
Diese Einheiten, die zum Erstbestand der jungen Bundesmarine gehörten, haben eine wechselvolle Geschichte hinter sich.
Gebaut als Minensuchboot vom Typ 1935 gingen sie als Kriegsbeute an die USA, welche sie aber an Frankreich abgaben.
Von dort wurden dann 5 Boote von Deutschland zurückgekauft und nach ein paar Umbauten als Geleitboote der Klasse 319 in Dienst gestellt.
Sie erhielten die Kennungen F207 - F211, Kennungen die auch heute noch in der Marine präsent sind.
Auch bekamen sie Traditionsnamen, wie z.B. Brummer.
Von den Anwohnern der Küste wurden die Boote auch liebevoll "Insektengeschwader" genannt.

Als Grundlage für den Bau dient mir der einzige Plastik-Bausatz eines Minensuchbootes Typ 35 der mir so auf Anhieb einfällt.
Den 1:400er Bausatz von Heller.

Den hatte ich ja schon mal vor einiger Zeit als Minensuchboot fertiggestellt.
(KLICK)

Das ist dann das, was sich im Kasten befindet, plus ein bisschen was an PE-Teilen.

Ergänzt wird das noch um dies und das, was die Grabbelkiste halt so hergibt.

Als erstes wurde das Bausatzdeck von den überflüssigen Angüssen befreit.


Klassische Herangehensweise halt bei einem Heller Schätzchen.

Danach wurden die Aufbautengruppen soweit fertiggestellt, also verspachtelt und verschliffen.

Das vordere Geschütz wird durch einen Hedgehog ersetzt.
Achtern kommt eine 40mm Bofors anstelle der 3,7cm.
Die Minenräumausrüstung sowie die Minenschienen entfallen komplett.
Der Schornstein muss umgestaltet werden, wie auch die Brückenaufbauten/-decks.

Dann kam Farbe ins Spiel:

Die Bundesmarine fuhr zu Anfang das alte Friedenschema der Kaiserlichen Hochseeflotte / Kriegsmarine.
Allerdings kombiniert mit schon einigen Aspekten die sich auch heute so wiederfinden, wie Farbe der Decks und des Unterwasserschiffs.
Das Holzdeck achtern wurde beibehalten und von mir mittels Drucker selbst erstellt.

Als nächstes werden dann die bereits fertiggestellten Bereiche mit PE-Teilen und was sich noch so findet aufgebrezelt.
Mal schauen.

:winken:
« Letzte Änderung: 04. Dezember 2017, 22:07:13 von Graf Spee »
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nuggetier

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Ein interessantes Projekt.
Da schaue ich gerne als Erster mal zu.
Fertig gebaute Modelle seit ich hier angemeldet bin: Porsche 356 B/C 1:24, ---  Umbau/Streckung ägyptische Figur "Sobek";
Angefangene Bauberichte:  "Rio Magdalena" 1:160, "Ghostbusters Cadillac", diverse "Citroen B14" 1:24, "Mississippi Queen" 1:271 http://www.modellboard.net/index.php?topic=43112.msg643463#msg643463, "Mississippi-Schauferaddampfer" 1:250, "Burgmodell" 1:400, "Odawara-Castle" 1:350, "Burg Eltz" Scratchbau 1:160, Umbau - aus '34er Ford wird ein Mercedes C

maxim

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Eine frühe Bundesmarine-"Fregatte", interessant! Da gibt es ja einige interessante Umbaumöglichkeiten, diese hier hatte ich gar nicht auf dem Schirm.
Im Bau: Geschützte Kreuzer USS Olympia (WSW) und USS Raleigh (Modelkrak)

Graf Spee

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Tja, aus der Zeit ist vieles nicht so präsent im Gedächtnis der Leute.
Das hat aber den Vorteil, dass man mal etwas außergewöhnliches präsentieren kann.

Interessant finde ich, dass sie auch als Schulboote weiter ihre F-Kennung behalten haben...

:winken:
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Graf Spee

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Geleitboot Kl. 319 F209 Brummer (Heller / 1:400) - Update 01 09.05.17
« Antwort #4 am: 09. Mai 2017, 20:45:38 »
Eigentlich wollte ich mit dem nächsten Update warten bis es ein bisschen mehr zu zeigen gibt.
Aber nach meinem Kleinen Arbeitsunfall* hat sich das mit dem Basteln erst Mal erledigt.

Also zeige ich Euch hier mal die bereits erzielten Forstschritte.

Nachdem die Mittschiffsaufbauten soweit komplettiert waren, habe ich sie mit einigen Details gemäß Vorbildfotos versehen.

Das heißt anbringen von Schotten, Bullaugen, Fenstern und Lüftungsöffnungen sowie auch Handläufen.
Hierbei ist mir aufgefallen, dass die ganzen kleinen Kisten, die im Krieg auf den Booten waren, nicht mehr an Bord sind.
Ob dies durch die Amerikaner, Franzosen oder dann die Bundesmarine erfolgt ist, kann ich aber nicht sagen.
Auch ist die gesamte Minenräumausstattung, die sich an den Wänden befand, aufgrund der Umwidmung nicht mehr präsent.

Hier dann einmal das Ganze mit Farbe versehen.


Es fehlen noch ein paar Kleinigkeiten, wie Lüftergitter, Feuerlöschschläuche oder Rettungsringe.
Das ergänze ich aber zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die Aufbauten soweit im Rohbau komplettiert sind, dass ich mich an die Detaillierung als Ganzes machen kann.

Als Nächstes habe ich mich an den Schornstein gemacht.
Dieser unterscheidet sich erheblich von der Bausatzvariante.

Die Lamellen für die Zuluft mussten entfernt und die dadurch entstanden Löcher verspachtelt und verschliffen werden.

Auch muss die Schornsteinkappe erhöht werden.

Dabei gilt es auch zu beachten, dass die gesamte Kappe an sich nach hinten geneigt ist.

Nächster Schritt:
Brückenaufbauten.
Dazu musste zunächst einmal Tabula Rasa gemacht werden.


Im Anschluss wurde dann die Form gemäß Fotos und Skizzen angepasst, bzw. so einiges neu aufgebaut.


Auch hier galt wieder es wieder zu verspachteln und verschleifen.

Probepassung:

Bedingt durch die Änderungen und Ergänzungen bereits an der Grundform der beiden wesentlichen Aufbauteile gilt es genau zu prüfen, ob sich alles vernünftig an seinen Platz fügt.

Danach wurde die Grundlackierung gemacht:


Denn diese bereitet den Boden für die weiteren Detaillierungsschritte:

Die Aufbauten sind nach wie vor nur lose aufgelegt, denn so kann ich sie abnehmen um sie besser bearbeiten zu können.
Achtern habe ich auch das 10,5 cm Geschütz probehalber angebracht.
Hier ist die Arbeit recht einfach, denn es war hinten auf allen Fotos die ich habe, mit einer Persenning verschlossen.

Dies ist dann auch der derzeitige Stand der Dinge.

Ich hoffe, es gefällt soweit, auch wenn noch nicht soooo viel passiert ist.

:winken:


*Quetschung des rechten Daumens.
« Letzte Änderung: 13. August 2017, 00:37:46 von Graf Spee »
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Frank381

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Moin,
interessantes Projekt,da setze ich mich dazu.Arbeitest du mit Orig. - Plänen vom Schiff ?
Die Holzdecknachstellung ist die Papiervariante?

Viel Spaß u. gutes gelingen + Gruß aus der Werft

Frank

ralph21075

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  • Yeah, well, that's just, like, your opinion, man
Man fragt sich, warum das Ding nicht gleich komplett scratcht...  :D

Sieht schon toll aus, da schaue ich gern weiter zu!

Viele Grüße,
Ralph  :winken:

Graf Spee

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@ralph:
Komplett scratch wäre mir dafür zu viel des Guten.
Außerdem kann ich so den direkten Vergleich mit dem Typ während des Kriegs darstellen.

@Frank:
Ich habe leider keine Original-Pläne der Klasse 319. :2:
Allerdings genug Fotos, sowohl aus dem Netz als auch aus dem betr. Marine-Arsenal Heft.
Wobei sich da auch Skizzen befinden.

Das Holzdeck ist die auf Deine Idee zurückgehende Papiervariante. :1:

:winken:
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bughunter

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Lang lang ist´s her, dass ich hier einen Baubericht am Laufen hatte.
Yep - endlich ist er wieder da, der kleine grüne Schraubstock :P

Viel Spaß beim neuen Projekt (wenn der Daumen wieder fit ist) :winken:
Bughunter

Wikipedia sagt: "Ein Modell ist ein vereinfachtes Abbild der Wirklichkeit."
Deshalb baue ich lieber verkleinerte Originale.

Graf Spee

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(...)endlich ist er wieder da, der kleine grüne Schraubstock :P (...)
Aha, schon so eine Art Markenzeichen? :D

Aber das Boot zieht demnächst, wenn die Grundarbeiten erledigt sind, schon mal auf seinen Sockel um, dann ist es von der Handhabung her leichter.

:winken:
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Claas

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  • Die Luft über See gehört dem MFG!
Mal wieder ein sehr schöner Baubericht! Da setze ich mich gerne hinzu.

Auf "Brummer" hat mein Vater seine Seebeine erhalten und alles gelernt was man als 11er wissen muß, bevor er nach Plön wechselte um die zukünftige Wäsche vorn tragen zu dürfen und später auf Z3 einstieg...

Leider existieren keine Bilder aus der Ausbildungszeit, die wenigen Fotos die mein Vater hat sind zumeißt aus der Zeit von seiner Fahrenszeit auf Z3 und sein späteres Landkommando.

 :winken:

Jensel1964

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  • Parole: Cool bleiben und einfach mal "NÖ" sagen.
Also grundsätzlich wünsche ich Dir auch an dieser Stelle eine gute und schnelle Genesung. Da hat es jemand mit dem "Daumen drücken" etwas falsch verstanden.  :rolleyes:

Deinen Baufortschritt finde ich ganz großartig. Es ist schön, mal wieder echten Modellbau zu sehen.  Männer und Frauen, die das was das Urmodell nicht hergibt einfach mal scratchen.  :P
Deine Bauberichte sind immer wieder eine echte inspiration und eh man sich versieht, baut man selber an einem Modell weiter, obwohl man ja eigentlich keine Lust hat.  :1: Danke dafür.

Jens  :winken:


Graf Spee

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Danke Euch beiden. :meister:

@Claas:
Schön, wenn das Modell für Dich noch einen familiären Bezug hat. :1:
Dein Vater war also "Decksziege" ;)?
Dann dürfte ja noch Decksmeister geworden sein, denn Wäsche vorn gab es ja zu der Zeit erst ab Bootsmann.

@Jensel:
Man sollte sich auf Arbeit halt nicht ablenken lassen. :rolleyes:
Dann bleibt auch der Daumen heile...

Und es freut mich, wenn Du durch den Baubericht auch motiviert wirst, weiter zu bauen. :1:

:winken:
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Claas

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  • Die Luft über See gehört dem MFG!
Das ist richtig!

Mein Vater ist als Mannschafter zur Marine gegangen und wurde Ziege. Hat dann sich weiter verpflichtet und wurde Maat, wo er dann zwischenzeitlich in Brake Rekruten Dompteur spielen durfte ( Auf den existierenden Bildern auch Wäsche hinten ) und nachdem er zum Bootsmann wurde, kam er auf Z3... Dort war er auch für irgendwas Decksmäßig verantwortlich, aber je nach Rollenkarte war er auch an einen der Hopper tätig. Nach der Fahrenzeit hatte er nur noch ein Landkommando bei den Marinefliegern im Stabsdienst.
Er hat eigentlich zwei Verwendungsreihen inne gehabt. 76er und 11er. War zwischendurch noch bei den sogenannten "Standmeistern", Pionierausbildung etc... In den 12 Jahren also viel erlebt und im großen Bilderrahmen im Keller hängen viele Mützenbänder seiner jeweiligen Kommando´s.
Aber am liebsten erzählt er immer wieder von seiner Zeit auf Z3. War ja auch ein Abenteuer für sich, die alten Fletcher!  :D


Sorry für das OT !!!

 :winken:
« Letzte Änderung: 12. Mai 2017, 10:05:55 von Claas »

b.l.stryker

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Interessantes Projekt. Klebst du die Decksbeplankung jedes mal ab, wenn die Aufbauten vorlackierst und nach Anbringen der Äzteile (Türen und Bullis) wieder nachlackst?
Glück Auf, Björn