Autor Thema: Propeller Militär Heinkel He 111 P  (Gelesen 973 mal)

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BAT21

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Propeller Militär Heinkel He 111 P
« am: 29. Juli 2017, 15:47:02 »
Hallo zusammen,

mal ne Frage an die Heinkel Experten:
Um welche Variante der He 111 P handelt es sich hier?

http://fcdn.valka.cz/attachments/121/He_111_P-1.jpg

Die Antennenanlage lässt auf eine P-1 schließen, aber die Auspuffrohre deuten eher auf eine P-2 hin.
Gab es nachgerüstete P-1? Oder wurde die Ringantenne auch noch bei der P-2 verwendet?

Grüße
Jens

Fumator

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Re: Heinkel He 111 P
« Antwort #1 am: 29. Juli 2017, 16:37:50 »
In einem älteren modelpres Heft über die He 111 wird diese Maschine als P-1 der III./KG 255 im Frühjahr 1939 bezeichnet, die in dem Film "Kampfgeschwader Lützow mitgewirkt habe. Ich gebe das unkommentiert weiter.
Die Antenne und die ungewöhnliche Tarnung, lt. modelpres 61/62/63, deuten m. E. auf ein Versuchsmuster hin, das aus einer F oder J umgebaut wurde. Das wiederum würde zu einer Verwendung in einem 1940 gedrehten Film passen.

Gruß Axel


edit: Zeitangabe korrigiert
« Letzte Änderung: 29. Juli 2017, 18:03:38 von Fumator »

Hans

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Re: Heinkel He 111 P
« Antwort #2 am: 29. Juli 2017, 21:35:37 »
Diese Tarnung hatten Serienmuster. Die Maschine in Gardermoen zB startete so ihre Karriere.

Serienübergänge fanden nicht immer "glatt" und "umfassend" statt. Eine "späte" P-1 könnte neue Auspuffstutzen gehabt haben, eine "frühe" P-2 noch die alte Funkanlage. Man darf nie vergessen, dass solche Bezeichnungen rein bürokratischen Hintergrund haben, sie dienen der Dokumentation und der steuerung dieser Abläufe. Man müsste in eben genau diese Unterlagen einsteigen - was den modellbauerischen Sinn aber ein bisschen übersteigt. Modell so bauen, wie das Foto zeigt, bingo.
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BAT21

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Re: Heinkel He 111 P
« Antwort #3 am: 29. Juli 2017, 21:56:00 »
Dann halte ich mich an Montex und baue die Maschine als He 111P ohne Nummer:

http://www.montex-mask.com/_files/_productFotos/K32227.jpg

 :pffft:

Leider hat Revell die Antenne nicht mitgeliefert.
Also selber bauen... kann ich mich dabei an der Bf 110 von Dragon wegen der Maße orientieren?
Oder hatten die Teile unterschiedliche Durchmesser bei verschiedenen Fliegern?

Primoz

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Re: Heinkel He 111 P
« Antwort #4 am: 02. August 2017, 20:08:00 »
Schade, dass niemand das Wappen des "Kampfgeschwaders Lützow" anbietet. Wer sich für Flieger aus dem Film interessiert, kann auch die "polnische" Avia B.534 bauen:

http://www.samolotypolskie.pl/samoloty/358/126/Avia-B-5342
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Hans

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Re: Heinkel He 111 P
« Antwort #5 am: 02. August 2017, 20:41:23 »
Naturmetallfarbene P-39 mit RAF-Markierungen sind besser!

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Primoz

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Re: Heinkel He 111 P
« Antwort #6 am: 04. August 2017, 11:25:25 »
Das waren Curtiss P-36. Und sie brannten sehr leicht, wie man sieht (das lag wohl am fehlenden Anstrich :7:).

Übrigens, die He 111P trug das Wappen des Film-Geschwaders - ich finde es sehr unwahrscheinlich, dass die im Film gezeigten Maschinen die Wappen ihrer echten Verbände trugen.
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Russfinger

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Re: Heinkel He 111 P
« Antwort #7 am: 04. August 2017, 14:33:16 »
Um noch mal auf Hans und seine Erklärung zurück zu kommen: Die Abbildungen auf der Montex Maske demonstrieren sie sehr gut.
Die KG 51 "Edelweiss" Maschine hat beispielsweise die Vorkriegstarnung und auch die Vorkriegs-Kennungen, aber bereits das "neue" Balkenkreuz.
Bei der He 111 vom Kampfgeschwader Boelcke ist es genau umkehrt: Kriegstarnung 70/71/65, Geschwaderkennung wie sie im Krieg verwendenden wurde - aber noch das alte, schmale Balkenkreuz.

 :winken:

Russie


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