Modellboard

Die Modellbau Themen* => Funktionsmodellbau - RC => Thema gestartet von: Armored am 29. August 2016, 09:27:10

Titel: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Armored am 29. August 2016, 09:27:10
Hallo,

Beim stöbern bin ich auf ein paar Mikrocontroller Entwicklungsbords gestoßen und ich habe mir die Frage gestellt wozu sie anwendbar wären im Modellbau. Es waren welche für nur ein paar Euro dabei die aber ordentliche Leistung (für dieses Gebiet) mitbringen (Digital I/O, PWM, A/D Wandler, usw).

Spontan sind mir folgende Einsatzgebiete eingefallen:

- LEDs steuern
- DC (Micro-)Motoren steuern
- Soundgeneratoren

Als Nachteil erscheint mir im Moment das Größe da diese Platinen selbst für Modelle im 1/35 oder 1/48 vermutlich zu groß sind. Man könnte sie aber auch in einem Sockel unterbringen und mit Drähte und/oder Lichtleiter anbinden.

Vielleicht könnte sich hier ein versatiler Platform mit add-on Boards (für LEDs, Motoren, usw) entwickeln da viele Sachen bereits als Fertigmodule existieren und damit auch für Elektronik Einsteigern zu bewältigen wären. Das selbe gilt vermutlich auch für Software Bausteine.

Hat sich schon jemand mit solche Dinge beschäftigt? Ich wäre an Eure Sicht der Dinge sehr interessiert!

Es ist mir klar das es einfachere Wege vermutlich existieren, das DIY-Weg scheint mir aber viel interessanter :)

Danke!
Cristian
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Universalniet am 29. August 2016, 16:35:06
http://modellboard.net/index.php?topic=54980.0

So was?
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Armored am 29. August 2016, 16:46:17
Ziemlich genau! :) Danke!
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Universalniet am 29. August 2016, 17:30:54
Als Antwort auf die Frage: Ja habe ich mich mit beschäftigt und ich habe auch keleinere eigene Module entwickelt.
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Riker am 31. August 2016, 21:54:58
Ich hab mich auch damit beschäftigt und bin immer noch dabei eine Platine für bis zu einzeln ansteuerbare 16 LED's oder vielleicht auch Motoren zu entwickeln. Das ganze soll über einen kleinen integrierten Akku versorgt und über Funk gesteuert werden können.

Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Armored am 01. September 2016, 07:15:03
Ich danke euch! Das alles hört sich sehr gut an!

@Universalniet: Kannst Du uns bitte deine Module zeigen?
@Riker: Schaltung mit Schieberegister, SPI und PWM? Kannst Du uns hier was zeigen?

Ich habe mir gestern ein ATMega32U4 und ein bisschen Kleinkram bestellt. Mal sehen wie weit ich damit komme :) Die Boards sind echt klein und bieten trotzdem einiges an I/Os und Optionen.

Ich wäre an weitere Ideen was in unserem Bereich zu bauen  gibt interessiert. Vielleicht Sachen an dem sich nicht jede rantraut, sei es Elektronik oder auch "nur" Software.
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Riker am 01. September 2016, 18:31:33
Hey Armored,

hier ein Link (http://modellboard.net/index.php?topic=54114.0) zu meiner angefangenen Idee solch einer Schaltung.
Das Funkmodul wäre über SPI angesteuert. Allerdings gibt es das Modul nur noch sehr schwer zu bekommen, daher bin ich mitlerweile
auf den Nachfolger umgestiegen und auch die Platine in dem Link ist nicht mehr aktuell. Schieberegister habe ich da nicht verwendet, eher eine Art Multiplex-Betrieb um auch höhere Ströme für die Hard- und Software-PWM gesteuerten Ausgänge zu realisieren.

Derzeit ist bei der Platine noch das Problematische, sie klein genug aber dennoch halbwegs lötbar  zu bekommen.
Ist diese Hürde geschafft und der erste Prototyp realisiert, kommt die Software als zweites Problem. Die Firmware soll im eingebauten
Zustand upgradfähig sein.

Viel Spaß beim Stöbern im Thema.

schöne Grüße,
Sven  :winken:
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Armored am 02. September 2016, 07:22:07
Hey Sven,

Ich habe dein Thread gelesen. Coole Sache!

Ich hatte ähnliche Gedanken was der MUX angeht allerdings wollte ich es mit einem 75HC595 oder TPIC6x595 angehen damit der nötige Platz klein beliebt, das ganze einfacher baubar wird und man mehr als nur ein LED anschließen kann (Port Pins können ja nur 20 mA). Ich wäre an Deine Lösung ohne Schieberegister aber auch interessiert. Baust Du es dann mit Transistoren auf?

Die Idee mit dem Funkmodul hat auch was! Denkst Du hier auf ein Art Bootloader über Funk nach? Oder wird es allein der Ansteuerung dienen?
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Riker am 03. September 2016, 17:09:53
Hey Armored,

schön, dass ich dich für die Schaltung interessieren konnte  :1:
Zu Begínn hatte ich es auch mit einem Porterweiterer versucht wie du ihn im Sinn hast, allerdings musste ich schnell feststellen, dass diese zu groß sind und ich dann keinen Platz mehr für die Leiterbahnen habe. So bin ich auf einfache Transistoren umgestiegen, auch wegen dem 20mA Problem. In der Ansteuerung später benötigt es auch nicht so viel Zeit, da es eine Parallele Ansteuerung wird und ich nur ein oder zwei Prozessortakte dafür benötige im Vergleich zu einem Schieberegister  ;). Die verwendeten Transistoren können locker die 150 - 170mA Strom für die LED im PWM Modus ab. Ansonsten wären sie viel zu dunkel, da sie ja immer nur ein Sekundenbruchteil an sind, um die Stromaufnahme soweit wie möglich zu senken ( Batteriebetrieb eben ;) ).

Jep, ich denke da wirklich ernsthaft über einen Bootloader über Funk nach, allerdings muss ich zugeben, hab ich hier keinerlei Erfahrungen was Bootloader angeht :woist: :pffft: . Hast du in dem Bereich schon einige Erfahrungen machen können?

Gruß,
Sven   :winken:
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Armored am 03. September 2016, 20:01:04
Hi Sven,

Ich habe mit Bootloadern eher wenig Erfahrung daher würde mich Deine Lösung auch interessieren.

Ich habe die Komponenten bis auf dem ATMega Board (noch nicht geliefert) alle zusammen. Ich habe gehofft damit jetzt am Wochenende was machen zu können... muss aber noch warten.

Cheers,
Cristian
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Universalniet am 03. September 2016, 20:16:39
Armored, was für ein Board ist das genau? Der Atmega wird ja auf vielen Boards verbaut?
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Armored am 03. September 2016, 20:24:28
Es ist ein ATMega32U4. Etwa 33mm x 18 mm x 6mm groß und sieht ungefähr so aus:

(http://modtronix.com/images/detailed/1/ard-promicro-5v.jpg)
Quelle: www.modtronix.com
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Universalniet am 03. September 2016, 20:33:58
Ein Arduino Board. Alles klar
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Armored am 03. September 2016, 20:38:42
Ich weiß jetzt nicht in wieweit es ein "offizieller" Arduino Board ist kommt einem aber ziemlich nahe... zu einem sehr freundlichen Preis :)
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Universalniet am 03. September 2016, 20:49:20
Es ist kein "offizielles" Arduino Board, aber Arduino ist eine offene Hardware, sprich, sie darf kopiert werden.
Sollte mit der Arduino Software funktionieren.
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Flugwuzzi am 03. September 2016, 21:45:18
Der China Klon ist spottbillig und funktioniert problemlos mit der Arduino IDE, du musst in der Software nur als Boardtyp Arduino Leonardo wählen  ... in dem Thread hab ich das Board verwendet und beschrieben. http://modellboard.net/index.php?topic=54980.0

lg
Walter
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Riker am 04. September 2016, 01:35:16
Die Arduino und dessen Clone sind sehr gut, kann ich nur bestätigen. In meinem Entwurf kommt auch ein mega328p zum Einsatz. Der 32u4 ist durch die Hardware USB Unterstützung etwas einfacher zu handhaben bei der Programmierung. Die Maße sind auch schön klein, mit ein paar zusatzkarten hätte man schon fast die, die ich alle auf eine vereinen will  :3:

Die Software mit dem Bootloader ist mir derzeit noch ein Buch mit Sieben Siegeln. Kann also etwas dauern, bis es da zu einer brauchbaren Version kommt.
Eine erste Version zur Ansteuerung der LED's ( jede einzeln definierbar ob blinkend, wie lange Blinkend oder dauerlicht ) und des Funkmoduls hab ich bereits auf einem steckboard erfolgreich getestet ;)

Gruß,
Sven  :winken:
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Armored am 04. September 2016, 07:35:03
@Walter: Dein Build war sehr inspirierend :) Nicht ganz meine Nische aber trotzdem sehr interessant.

@Sven: Bei dem Bootloader gibt es so einiges zu beachten was die Sache nicht einfacher macht. Ich glaube man kann nur das ganze Flash als ein Block löschen was dann heißt dass der Bootloader erst ins RAM muss und von da ausgeführt werden. Dann muss man es zuerst wieder ins Flash bringen gefolgt von der Applikation. Was passiert aber wenn etwas schief läuft? In schlimmsten Fall ist alles weg, inklusive der Bootloader. Dann muss das ganze noch klein genug sein um überhaupt ins RAM zu passen.

Ich habe jetzt nicht nachgeschaut ob der USB Bootloader Code verfügbar ist, ich würde aber darauf setzen und mich an die Daten Block kopiererei dranhängen. Praktisch da, wo der Protokoll die Daten schon "ausgepackt" hat. Hier kannst Du dann dein Protokoll und die Anbindung an das Wireless Modul "anschließen". Nur ganz so einfach ist es nicht :D

Apropos, hat eine von Euch mal versucht die Sachen direkt aus China zu bestellen? Die kosten da teilweise ein Bruchteil des Preises und man hat sie in 2-3 Wochen. Ich meine mit Paypal sollte man ziemlich sicher sein und der Zoll müsste da auch nicht viel dazu sagen können.
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Universalniet am 04. September 2016, 08:38:21
Nein, weil z.B bei Amazon die Dnger schon spottbillig sind und ich das Ganze Gedöns rund um den Zoll nicht habe, vor allem, wenn die schon in Deutschland im Lager sind und in zwei Tagen da sind.

Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: BV141 am 04. September 2016, 11:01:12
Nein, weil z.B bei Amazon die Dnger schon spottbillig sind und ich das Ganze Gedöns rund um den Zoll nicht habe, vor allem, wenn die schon in Deutschland im Lager sind und in zwei Tagen da sind.

Du musst aber bei Amazon (und Ebay) höllisch aufpassen - da steht nämlich oft im "Kleingedruckten", dass "Versand aus China" ist. Also - Lieferung aus D ist bei manchen Teilen Glückssache, noch dazu wo manche Verkäufer den "Versand aus China" so gut verstecken, dass man es kaum findet oder schon mal gar nicht angeben - hatte ich auch schon.
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Universalniet am 04. September 2016, 12:33:33
Nee, muss man gar nicht so sehr aufpassen.
1. Indiz: Amazon Prime Lieferung wird angeboten
2. Indiz: Lieferzeit von ca. 2 Tagen

Dann ist alles gut.
Habe auch schon mal über Amazon in Hong Kong bestellt. Kein Problem, war 10 Tage später da.
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: BV141 am 04. September 2016, 13:03:07
Gut, Du weisst, wie's geht. Viele aber nicht.

Habe das selber zigmal im Bekanntenkreis erlebt, dass Beschwerden kamen, weil Zeug aus China (oder sonstwoher, UK ist auch beliebt) kam und das Verkaufsangebot alles andere als eindeutig diesbezüglich war. Es gibt sogar welche, die z.B. auf Ebay den Artikelstandort Frankfurt oder HH angeben und in Wirklichkeit kommt die Ware aus dem Ausland.

Leider sind die chinesischen Händler da nicht selten sehr hemdsärmelig und wenn sie dann gesperrt werden, machen sie einfach unter neuem Namen einen weiteren Account auf - manche haben eh schon eine Vielzahl von Accounts.

Ein gutes weiteres Indiz ist auch eine ordentliche Widerrufsbelehrung und Angaben zur Geschäftsadresse in D (haben zwar inzwischen auch Chinahändler, aber nicht alle)

Bewertungen - insbesondere die negativen - lesen hilft auch. Oder eben ganz bewusst in China bestellen.
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: pucki am 04. September 2016, 15:04:53
Ich habe 2 davon unterwegs aus China für a 2.38 Euro inkl. VK.  Ebay-Paypal .
http://www.ebay.de/itm/371082057546 (http://www.ebay.de/itm/371082057546)

Dazu ein Expansionsboard für 1 Euro das Stück.
http://www.ebay.de/itm/121896284109? (http://www.ebay.de/itm/121896284109?)

Ich denke das man bei den Preis nix falsch machen kann.  Allein die Anschluss-Stecker bei den Expansionsboard kosten in DE bei den üblichen Verdächtigen ;) locker das 4 fache.

Ich wollte diese Boards als "zum Verbauen im Objekt" nutzen. Ich hab ein "Arduino UNO" bloß der ist körperlich für die geplanten Sachen viel zu groß.

Der einzige Nachteil wenn man in China bestellt ist, das man ca. 4-6 Wochen auf die Ware warten muss. Da der Pucki aber nit reich ist, wartet er gerne. Ich bestelle oft über Ebay-Paypal in China und bisher ist die Ware immer top angekommen. Ich bin den Chinesen auch nicht böse wenn sie so lange brauchen. Sie schreiben es ja in die Beschreibung mit rein und dann fühle ich mich auch nicht verarscht.

Wenn das mini-Board (s.o.) was taugt, werde ich mir auf jeden Fall noch einige Bestellen. Mit ein paar Transistoren  kann ich nämlich damit dann Problemlos meine LED-Streifen (5 Meter ca. 5 Euro leider 12 V/ Eine Farbe mit Schere trennbar)  einsetzen um wunderschöne Lichteffekte zu erzeugen in meinen Modellen.

Gruß

  Pucki
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Riker am 04. September 2016, 15:06:45
Das mit in China bestellen sehe ich auch so wie BV141.
Bisher hab ich noch nichts direkt in China bestellt, da ich meistens durch tiefe Recherche einen Händler/Anbieter in Deutschland oder der EU finden konnte.

@Armored:
Wenn ich das mit dem Bootloader richtig verstanden habe, ist es ein komplett eigenständiges Programm was völlig unabhängig vom eigentlichen Hauptprogramm geflasht wird. Ebenso andersrum. Daher, wenn der Booloader einmal drauf ist und funktionier, sollte es kein großes Problem darstellen. Der Bootloader wird zwar im gleichen Speicherbereich () abgelegt wie das Hauptprogramm, mit den FUSE-Bits kannst du dann aber der Kontrolllogik mitteilen, das der Bootbereich besonders geschützt ist und auch welche größe er haben soll.
Stimmt, die eigentliche Schwierigkeit ist, den Bootloader klein genug zu bekommen  :pffft:
Wie meinst du es mit den 'ausgepackten' Daten und das Protokoll zur Anbindung an das Funk-Modul? Ich würde einfache ASCII-Zeichen und Zahlen verwenden.

Achso, zur Entwicklung mit den Arduino-Boards ist die mitgelieferte Arduino-IDE eine gute Startmöglichkeit. Es eignen sich allerdings auch viele andere IDE's wie z.B. AtmelStudio (mit guter Syntaxhighlight), Eclipse (komplett freie Software) u.v.m.
Allerdings sind diese vom Umfang her wesentlich größer. Man kann sogar die bisher erstellten Projekte aus der Arduino-IDE importieren und deren fertige mitgelieferten Quellcodes für bestimmte Module der Mikrocontroller für andere Projekte mit einbinden.

Edit:
@Pucki
Das Board und das Expansionsboard sieht ganz gut aus. Für den Preis kann man wirklich nichts falsch machen. Wobei mir der Sinn des Expansionboards, abgesehen von der Möglichkeit schneller Kabel an und abzuklemmen, etwas entzieht. Für Testzwecke würde ich es einsetzen, für die fertige Schaltung in den Modellen dann aber die Drähte fest verlöten, um eine gute Kontaktstelle zu gewährleisten und ein ungewolltes lösen zu verhindern.

Gruß,
Sven  :winken:
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: pucki am 04. September 2016, 15:17:26
Zum Thema China Bestellung.

IMMER über Paypal bestellen. Ebay ist perfekt dafür. Ich habe wie oben geschrieben sehr oft so Elektronik bestellt. LED'e, PC-Fernbedienung, etc. in China bestellt. 

Man muss aber einige Dinge beachten. 

1. Die Anleitung bekommt man meist per PDF und sie ist max. in guten Englisch. Ich hab noch nie eine deutsche Anleitung gesehen dabei.
2. Der Versand erfolgt zu 90% im irgendwie gepolsterten Briefumschag.
3. ab 25 Euro INKL. VERSAND hat man oft den Zoll am Hals. Was im Klartext heißt , bis 150 Euro Wert inkl. VK = PLUS 19 % MWST.
4. Der Versand dauert in der Regel 4 - 6 Wochen.

Persönlicher Rat von mir. NIEMALS CHEMIE in irgend einer Form bestellen, da der Zoll so was nicht mag.  Ich bin mit ca. 15 Bestellungen (alle über Ebay - Bezahlung IMMER Paypal) noch nie auf die Fresse gefallen. Und wenn ich mir die Bewertungen in Größenordnungen von > 100.000 ansehe, denke ich das das zu 99,9 % alles seriös ist.

Allerdings möchte ich klar betonen das ich NIEMALS über die obengenannte 25 Euro Grenze in China bestellt habe, und deshalb auch ein möglichen Totalverlust mich nicht in die Insolvenz treiben wird.

Was ich mich aber frage ist, wie die ein kostenlosen Versand rund um die Welt anbieten können, wenn mich ein einfacher Brief in DE schon fast 70 Cent kostet.   :pffft:

Gruß

   Pucki
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Universalniet am 04. September 2016, 15:29:51
Ganz einfach, das Porto aus China ist subventioniert. Wenn man aber weiß, dass man einen 20 Fuss Container per Schiff für ca. 1500€ von Hong Kong nach Hamburg bekommt, dann wird schnell klar, dass diese kleinen Elektronikteile kaum Transportkosten haben. Das kriege ich Millionen von denen in einen Container nach Europa kriege.

Wie gesagt, ich zahle schon mal ein zwei Euro bei Amazon mehr, habe aber die Teile in zwei Tagen und Amazon im Hintergrund bei Problemen.
5 Nano Boards kosten da 17.98€. Qualität ist top.
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: pucki am 04. September 2016, 15:57:36
@Pucki
Das Board und das Expansionsboard sieht ganz gut aus. Für den Preis kann man wirklich nichts falsch machen. Wobei mir der Sinn des Expansionboards, abgesehen von der Möglichkeit schneller Kabel an und abzuklemmen, etwas entzieht. Für Testzwecke würde ich es einsetzen, für die fertige Schaltung in den Modellen dann aber die Drähte fest verlöten, um eine gute Kontaktstelle zu gewährleisten und ein ungewolltes lösen zu verhindern.
Gruß,
Sven  :winken:

Völlig richtig erkannt. Ich erkläre dir mal den genauen Einsatzbereich. ;) Ich habe einige Modellhäuschen mit Teile eines LED-Lichtstreifen (12 V / auf der Rolle) ausgestattet. Dazu habe ich einfach den Streifen an der richtigen Stelle (lt. Hersteller) durchgeschnitten und da normale Kabel angelötet (mehradrige Kabel). Nur passen diese Enden zu gut wie nicht in Steckboards. Mit den Expansionsbord kann ich nun die Kabel für TESTZWECKE entweder über das Board oder über die beiliegenden grünen Stecker am Board stressfrei befestigen. Und für 1 Euro sind so viele Stecker ein MEGA Schnäppchen. Das Board ist eigentlich vermutlich nur nette Beilage. :)

Wenn alles TOP fertig ist, erstelle ich mir eine Platine selbst (Belichten / Entwickeln / Ätzen) hab ich schon vor 35 Jahren gemacht. Die ersten sogar ohne belichten (Rubel-Teile direkt auf die Kupferplatine).

Diese Steckboards sind für den Dauerbetrieb eh nicht geeignet aber zum Testen einfach erste Klasse. Einfach digital mit  Fritzing bauen Parallel  dazu mit den Board. Und wenn fertig ist, Routen lassen.

Geplant ist, per Infrarot-Fernbedienung hinterher diverse Beleuchtung-Programme ablaufen zu lassen.

Gruß

   Pucki
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: BV141 am 04. September 2016, 17:28:10
Nur dass kein falsches Gerücht aufkommt, ich bestelle auch - absichtlich - manchmal in China. Dort bekommt man wirklich oft Sachen ungeheuer günstig. Und ja, das Porto ist sowohl in China als auch Hongkong stark subventioniert. Das ist oft billiger als deutsches Inlandsporto.

Was ich nur gar nicht mag sind Händler, die vorgeben aus D zu versenden und in Wirklichkeit aus China schicken (oder von woanders her). Aber ehrliche Chinahändler gibt es reichlich und wenn man warten kann ist alles ok. Komischerweise ist der Zoll bei Chinalieferungen nach meinen persönlichen Erfahrungen "harmloser" als bei US-Lieferungen. Ich durfte schon wegen ein paar $ (weit unter der €25-Grenze) zum Zoll schippern und habe dann doch nichts bezahlen müssen, bei vielen Chinalieferungen, die oft sehr dubios als "Gift" bezeichnet werden dagegen noch nie. Die Logik des Zolls verstehe ich manchmal nicht.

Und ja - das Fahren zum Zoll ist für mich das Ärgerlichste überhaupt - ca. 35 km durch dichten (Stadt-)Verkehr hin und zurück.

Aber nun weiter mit den Platinen - interessiert mich auch, vor allem, welche Größen ihr hernehmt und was sich bewährt.

Ich überlege auch einen 1/72-4-mot-Bomber mit Lichtern und drehenden Motoren auszustatten. Allerdings überlege ich immer noch, ob bezüglich der Motoren nicht das System von der Busch-Me 109 besser ist - mit kleinen Magneten und E-Magnet in der Bodenplatte.
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Riker am 04. September 2016, 22:51:36
Pucki,
dein Projekt liest sich richtig gut. Mit dem Testboard kann man auch schnell mal eine kleine Änderung vornehmen, ohne gleich wieder eine komplette Platine neu zu ätzen. Praktiziere es genauso wie du  ;) Wo läßt du deine Platinen ätzen oder hast du ein eigenes Ätzbad Zuhause?
Hatte schon überlegt die Platine ätzen zu lassen auch wenn ich die Möglichkeit über die Arbeit habe, da ich bei dem Controller allerdings einen sehr kleines Packmaß wählen muß, komme ich da bereits an die Grenzen (Pitch von 0,5mm)

@BV141
Für mein erstes Projekt wo das ganze verbaut werden soll, bin ich auf knapp 20mm breite und 10cm länge für die Platine begrenzt. Sie soll später in den Rumpf einer A320 in 1/144 passen. Für andere Projekte kann man sich wirklich über ein modulares system unterhalten, dass wie in dem anderem Thread über schmale/dünne Leiterplatenverbinder verbunden wird, damit das ganze in sehr vielen Modellen platz finden kann.
Die Idee mit den kleinen Motoren finde ich echt gut. Eine vernünftige Lagerung der Propeller braucht man auf alle Fälle und die kleinen Motoren kosten auch nicht mehr all die Welt. Daher würde ich als erstes die Motoren Variante bevorzugen. Die Ansteuerung ist auch nicht so schwer. Mit ein paar Transistoren ist das ziemlich schnell realisiert und auch ziemlich klein. Das tolle ist, alles ist sozusagen kompakt im Flieger drin, nix extern, abgesehen von der Energieversorgung vielleicht. Bei dem E-Magnet in der Bodenplatte, wären wieder viele Externe komponenten. Es sei denn, der Flieger bleibt permanent auf der Platte.
Bei meiner A320 z.B. will ich alles intern haben, damit ich sie auch in der Vitrine oder unter der Decke über Funk 'bequem' steuern kann.

Bei der ganzen Elektronik auf der Platine (Kontroller, Widerstände, Kondensatoren, etc.)  würde ich auf SOP-Gehäuse bzw. die Bausform 1206 setzen, sprich die erste SMD-Gehäuse Variante. Schon recht klein, aber noch gut mit der Hand zu löten.
Für LED's ist es je nach geschmack und verwendeten Maßstab. Bei der A320 werde ich 0805er LED's nehmen.
Einige werden es vermutlich wissen ;) : Zahlen bei den LED Bauformen geben immer die Kantenlängen in 1/100 Zoll an sprich 1206 = 0,12 Zoll lang und 0,06Zoll breit ( 3,2x1,6mm ). Mit einer Lupe und einer ruhigen Hand die wir Modellbauer ja irgendwie doch haben, doch noch zu schaffen ;)

Gruß,
Sven  :winken:
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Armored am 05. September 2016, 08:05:47
Die Motoren sind wirklich eine ganz nette Idee! Was genau meinst Du Sven mit "Eine vernünftige Lagerung der Propeller braucht man auf alle Fälle". Die sind schon recht klein und leicht.. Braucht man hier eine extra Lagerung? Wie würdest Du so etwas angehen?

Für einen leicht anderen Einsatz habe ich mir mal die Ebay Platinen mit einem TB6612FNG angeschaut. Die sind recht klein (20x20x5mm) und müssten eigentlich für 2 Micromotoren dicke reichen.

(https://cdn.sparkfun.com//assets/parts/3/1/5/7/09457-02c.jpg)
Quelle: www.sparkfun.com

Was die kleinen LEDs angeht, hier habe ich an Lichtleitern (Glasfaser) als Alternative gedacht. Man kann sie (auch mehrere) an Standard LEDs "ankleben", sind flexibel und lassen sich mit den original Klarsichtteilen kombinieren. Ich wollte es mal an einem F-16 in 1/72 ausprobieren. Nur der zeit fehlt mir noch im Moment.
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: BV141 am 05. September 2016, 09:05:17
Für die Lagerung der Propeller hatte ich an Injektionsnadeln unterschiedlicher Größen gedacht - also z.B. eine sehr dünne Diabetikerinjektionsnadel am Prop befestigt, gelagert in einer dickeren Injektionsnadel als Hülse. Wobei die am Prop befestigte Nadel nicht unbedingt eine Injektionsnadel sein müsste, da ginge auch ein stabilerer dünner Stahlstift - aber ich denke, Injektionsnadeln sind wohl i.d.R. doch stabiler. Ob man da zur Schmierung etwas reintun müsste weiss ich allerdings nicht bzw. habe ich noch nicht ausprobiert. Öl hätte den Nachteil, dass es bald verdunstet und/oder bei schlechtem Öl auch verharzt. Ich denke, ich werde es ohne Öl probieren, da die Reibungskräfte nicht sehr hoch sein dürften.
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Armored am 05. September 2016, 09:39:48
Hast Du vor es bald aus zu probieren?  :pffft:
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: pucki am 05. September 2016, 09:47:36
Frage
Wieso braucht ihr eine Steuerplatine für die Motoren. ???  Brauchen die soviel Ampere? Normal müsste sich das doch über die Analog-Ports der Platine regeln lassen. Für ein Propeller brauch man doch keine Schrittmotoren. Da reichen doch 2-Draht Micro-Motoren.

Was das Platinen herstellen angeht, da gibt es mehrere Methoden. Grundsätzlich wird eine Platine in 3 Schritten hergestellt.

Schritt 1 :  Die Leiterbahnen auf die Platine geben.
Variante 1 : Das Fotopositiv-Verfahren.
Eine preiswerte Methode ist es das Layout mit einen LASER !!! kein Tintenstrahler !!! auf Folie auszudrucken. Dann mit TONER-Verdichter den Druck abzusprayen. Die Folie auf eine Foto-Positiv-Platine legen, mit einer Glasscheibe die keine Linien wirft anzudrücken, und das ganze dann zu Belichten.   (Diese Variante habe ich selbst schon gemacht)

Variante 2. Das Rubbelverfahren.
Dazu nehme man eine normale Kupferplatine und Rubbel spezielle Symbole von der Trägerfolie mit ein stumpfen Bleistift auf die vorher mit Aceton gereinigte Platine.  (Diese Variante habe ich selbst schon gemacht)

Variante 3 : Das Back-Verfahren
Da ich diese Variante noch nie gemacht habe, und nur aus den Internet kenne, hier mal einfach nur den Link dazu.
http://thomaspfeifer.net/platinen_aetzen.htm (http://thomaspfeifer.net/platinen_aetzen.htm)


Schritt 2 :  ÄTZEN

Das ist eigentlich eine Kinderleichte Methode.
Man kaufe sich z.b. das : https://www.reichelt.de/?ARTICLE=44573 (https://www.reichelt.de/?ARTICLE=44573) Bade die Platine darin bis aller Kupfer den man sieht weg ist.
Und man hat eine halbfertige Platine.
Der Nachteil : Man muss sie Flüssigkeit dann wenn sie gesättigt ist, bei einen Sondermüll-Mobil BESCHRIFTET entsorgen. Ich hab dazu damit ein großes Gurkenglas genommen deren Beschriftung ich entfernt habe, und mit 3 Gefrieretiketten beklebt im Bastelschrank gestellt habe.

Schritt 3 :  Weiterverarbeitung und Versiegelung.

1.) Nach den sorgfältigen Reinigen unter FLIESSEND Wasser mit Aceton den Leiterbahnschutz entfernen und nochmals sehr gut reinigen.

2.) Dann die Platinen bohren. Ich empfehle DRINGEND das mit einen Bohrständer zu machen. Durch das Kupfer haben zwar die Bohrlöcher eine leichte Führung aber man rutscht böse ab. Besonders da man relativ viel Druck aufbauen muss. Platinen sind ekelhaft hart.

3.) Nach den Bohren kann man die Platinen versiegeln.



Es gibt sicher noch mehr Varianten die ich aber nicht kenne. Da das Rubbel-Verfahren relativ teuer ist, werde ich man überlegen, ob ich mir nicht mal einen der preiswerten s/w - Laser (ca. 50 Euro im Wochennblatt) kaufen werden. Toner hält sich sehr lange wenn der Raum normale Temperaturen hat, ergo brauch ich vermutlich nie ein neuen Toner.

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So das war erst mal eine GROBE Anleitung wie man Chemisch Platinen erstellt.

Die Alternative die sehr gern bei sehr kleinen Platinen gemacht wird ist das Lochraster-Verfahren. Prinzipiell kann man sich drüber streiten ob das überhaupt Platinen sich.

Vorgehensweise.

Man kaufe sich eine "Platinen" OHNE Kupfer mit ganz vielen Löchern. http://www.reichelt.de//2/index.html?ACTION=2&GROUPID=7785&SHOW=1&OFFSET=500& (http://www.reichelt.de//2/index.html?ACTION=2&GROUPID=7785&SHOW=1&OFFSET=500&)

Wenn ich damit arbeite, mache ich folgendes: Ich schneide mir ein Stück harte Pappe o.ä. genau in der Größe zu. Dann stecke ich alle (oder eine Teil der) Bauteile durch die Löcher in die Position. Nun nehme ich 2 Gummis und Spanne sie über Platine und Pappe. Nun herumdrehen und die "Beinchen" direkt oder mit einen Draht verbinden. Es gibt sogar "Fädeldraht" mit den das Besonders bei IC's sehr schnell geht. http://www.reichelt.de//2/index.html?ACTION=3;ARTICLE=55442;SEARCH=FAEDELSTIFT (http://www.reichelt.de//2/index.html?ACTION=3;ARTICLE=55442;SEARCH=FAEDELSTIFT)

Der Preiswerteste Platinenservice den ich gefunden habe, nimmt nur für Schritt 1 + 2 (s.o.) bei einer 80x100 mm Platine 15 Euro. Conrad-Electronik fängt irgendwo bei 25-30 Euro an.  Allerdings wird Conrad sehr viel günstiger bei Serien-Produktion.

Wer sich noch schlauer machen will, sollte sich die PDF von Conrad Runterladen. http://produktinfo.conrad.de/datenblaetter/525000-549999/529494-an-01-de-Leiterplattenherstellung_Hobbyelektronik.pdf (http://produktinfo.conrad.de/datenblaetter/525000-549999/529494-an-01-de-Leiterplattenherstellung_Hobbyelektronik.pdf)

Ich bitte die Mods zu entschuldigen das ich das Board vollmülle,  :rolleyes:  aber ich hab grade Langeweile und das Gefühl das der ein oder andere hier vielleicht über eine Alternative nachdenkt. Immerhin sind wir doch alle irgendwie auch Bastler.

Gruß

   Pucki







Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: pucki am 05. September 2016, 09:53:49
Frage an euch zu den Motoren.

Wie dick dürfen die max. sein, und wie Lang. Es gibt die nämlich schon 4 mm dick und 8-12 mm lang. Allerdings mit 10 Euro a Stück relativ teuer.  6 mm Dick für 5 Euro a. ;)

Ist mir grade einfallen das ich das schon 2 x für Freunde recherchiert habe und gebookmarkt :)

Gruß

  Pucki
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Armored am 05. September 2016, 10:22:17
SUPER Anleitung Pucki!!! Danke Dir!

Ich habe zuletzt vor etwa 20 Jahren Platinen selbts geätzt  :3: Damals müsste man die Bahnen mit Teer (heißt es so auf Deutsch? das schwarze Zeug was auch für den Straßenbelag genommen wird) ausmalen und dann im Eisenchlorid ausätzen.

Soweit ich mich erinnern kann gab es damals ein "Hightech" Markerstift was den Eisenchlorid einigermaßen aushält war aber recht schwer zu bekommen. Kennt Ihr das? Gibt es heute vielleicht Alternativen dazu?

Frage
Wieso braucht ihr eine Steuerplatine für die Motoren. ???  Brauchen die soviel Ampere? Normal müsste sich das doch über die Analog-Ports der Platine regeln lassen. Für ein Propeller brauch man doch keine Schrittmotoren. Da reichen doch 2-Draht Micro-Motoren.

Die kleinsten die ich gefunden habe ziehen 40 mA im Leerlauf und ein vielfaches beim starten und unter Last daher sind sie nur bedingt direkt über Ports ansteuerbar da diese in Normalfall nur etwa 20 mA liefern.

Allerdings mit 10 Euro a Stück relativ teuer.

Ich habe welche für 2.89 EUR inkl. Versand bei Ebay gefunden. 4x17mm groß, 66000 U/min. Vielleicht nicht ganz so langlebig und verlässlich wie Markenprodukte aber für unseren Bereich müssten sie reichen. Ich wollte hier keine Ebay Links posten für den Fall das es nicht gewollt ist.
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: pucki am 05. September 2016, 10:39:55
SUPER Anleitung Pucki!!! Danke Dir!

Ich habe zuletzt vor etwa 20 Jahren Platinen selbts geätzt  :3: Damals müsste man die Bahnen mit Teer (heißt es so auf Deutsch? das schwarze Zeug was auch für den Straßenbelag genommen wird) ausmalen und dann im Eisenchlorid ausätzen.

Soweit ich mich erinnern kann gab es damals ein "Hightech" Markerstift was den Eisenchlorid einigermaßen aushält war aber recht schwer zu bekommen. Kennt Ihr das? Gibt es heute vielleicht Alternativen dazu?

Ich mein Beitrag "Platinen ätzen" ist ein Link zu einer Anleitung von Conrad.  Dort verweisen die auf den EDDING 780. Ich denke mal das ist der Stift den du meinst.

Eisen3-chlorid  ist das größte Dreckszeug was ich zum Ätzen Kenne und rühre ich nie mehr an. 1 x reicht völlig. Grund ist. Kommst du irgendwie mit den Fingern damit in Berührung läufst du die nächste 6 Wochen mit gelben Fingern herum.

In den Starter-Set ist eine Substanz die wesentlich freundlicher ist als das Dreckzeug. Und Preiswerter.  Allerdings muss ich zugeben ich hab das Zeug damals aus mein Chemiebaukasten genommen. Geätzt habe ich nie damit.

Damals war ich noch nicht in der Lage selbst Belichtete Folien herzustellen. Bevor nun jemand sagt ich schwindele. Es gab in der ELO (hieß hieß die Zeitung glaub ich) immer Schaltungen zum selber machen. Die hatten in der Mitte dann die fertigen Folien zum "abbelichten". Damit habe ich damals meine Erfahrungen mit den Positiv-Verfahren gemacht.  Meine Eigenen Entwicklungen von Platinen (Eine Katzen-Alarm-Anlage für ein Aquarium z.b.) habe ich im Rubbel-Verfahren gemacht. Ich hab mich grade mal schlau gemacht, die Rubbelbögen kosten ca. 2.55 a Bogen und sind wirklich nur für sehr kleine Platinen geeignet.

Aktuell denke ich grade über ein neues Spezial-Verfahren nach. ;) Man schneide mit den Schneideplotter eine Säurebeständige Folie aus, klebe die auf eine Kupferplatine und ätzt sie. Lt. Oracal sind einige deren Folien kurzfristig säurebeständig. Ich kontaktiere die mal, und frag was die für Säuren meinen. 

Gruß

   Pucki

Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Armored am 05. September 2016, 11:06:36
Das Edding muss es gewesen sein. Danke! Ich sehe gerade das auch von Dalo Stifte gibt die säurefeste Tinte haben. Für PCBs mit ICs ist es wohl schwieriger was "per Hand" zu zeichnen aber für den Rest vielleicht brauchbar.
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: alf-1234 am 05. September 2016, 11:57:28
Ja, das sind die Edding Stifte. Mit denen zeichne ich heute noch meine Platinen.
Geätzt habe ich früher auch mit Eisen 3 Chlorid und meine Finger waren auch gelb. Kann ich nur bestätigen. Heute nehme ich Ammoniumpersulfat.
Und die Zeitschrift früher hiess ELO weil ich die auch immer so gut fand zum nachbauen.
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: pucki am 05. September 2016, 12:20:02
Alf  :winken: du bist ein Genie und meine Rettung glaub ich  :klatsch: :klatsch: :klatsch: :klatsch:

Mir ist grade eine perfekte Idee eingefallen wie ich meine Platinen demnächst im Belichtungsverfahren OHNE Laser erstellen kann. DANKE.

Um die anderen an meiner Weisheit teilhaben zu lassen, teile ich euch meine Idee mit. Ich lasse den Computer einfach das Layout mit einen Edding malen. Muss nur eine gescheite Folie nehmen, denn Schneideplotter in den STIFT-Modus setzen, und dann mit den Edding das Layout malen.

Alf würdest du mir bitte den Gefallen nun und die DICKE des Eddings messen. NICHT die Schreib-dicke sondern die Dicke da wo du ihn oben anfasst. Ich muss wissen ob der in den Stifthalter passt.  VIELEN DANK

Was du von Hand machst kann mein Plotter wenn er passt viel besser und genauer als wir beide. Nit Böse sein.  :1:

Gruß

   Pucki
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Armored am 05. September 2016, 13:25:13
Noch eine super Idee! :) Lass uns bitte wissen wie es klappt.
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: alf-1234 am 05. September 2016, 14:15:04
Pucki.
ich möchte dir nicht deine Träume nehmen, aber so wie du dir das vorstellst klappt das nicht.
Ich habe hier auch einen Cameo Schneideplotter stehen und habe auch versucht, da einen Edding dran zu besfestigen. Das war mehr schlecht als recht.
Mittlerweile habe ich hier einen UM2 stehen und könnte mir in Acad einen Edding Stifthalter konstruieren und dann ausdrucken.
Aus zeitlichen Gründen bin ich leider noch nicht so weit gekommen.

Aber eine andere Idee habe ich noch.

Es gibt in der Bucht bestimmt günstige Stiftplotter zu kaufen die noch unter xp laufen. Da könnte man einen Edding oder einen Tuschestift mit ätzfester Tusche dran befestigen.
Man könnte mit Eagle das Layout erstellen und mit den Plotter ausplotten. das sollte gehen.
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: BV141 am 05. September 2016, 14:42:18
Hast Du vor es bald aus zu probieren?  :pffft:

Das mit den Propellerhülsen habe ich schon ausprobiert - im Kurzzeitbetrieb an einem Dremel. Hat funktioniert.

Was aber die Motoren bzw. die Busch'sche Methode mit Magneten angeht, so habe ich noch nicht viel probiert. Ich habe mir eine Busch Me 109 gekauft und die mal auseinandergebaut. Das lässt sich leicht woanders auch realisieren. Der Nachteil ist aber, dass man einen relativ kleinen Abstand (je nach Magnet) von der Bodenplatte (mit E-Magnet) zum Motorgehäuse mit der Welle mit den Permanentmagneten braucht. Dafür kann man andererseits eine Dioramaplatte mit E-Magneten bauen und da drauf unbegrenzt Flugzeuge abwechselnd draufstellen, die lediglich ein paar kleine Neodym-Magneten rund um eine Welle geklebt haben und kann so mehrere Flugzeuge "betreiben".

Mit Elektromotoren ist es halt so, dass man für jeden Motor auch einen kompletten Minimotor braucht. Da habe ich mich noch nicht reingekniet, habe aber mal in einem anderen Forum was gelesen, dass man billige Handymotoren nehmen könne. Ob das funzt weiss ich nicht. Kleinstmotoren gibt es viele, jedoch werden die umso teurer, je kleiner die werden (zumindest in den für mich interessanten Größen).

Ich überlege, ob ich nicht eher die ganz einfache DIY-Methode nutze - die kostet fast nix:

http://www.instructables.com/id/3-mini-motors/

Aber bis ich dazu richtig Zeit habe - da läuft noch etwas Wasser die Isar hinunter. Momentan kocht Modellbau bei mir auf Sparflamme - lebensbedingt.

Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Armored am 05. September 2016, 15:03:58
Nette Idee! :)
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: pucki am 05. September 2016, 16:20:24
Pucki.
ich möchte dir nicht deine Träume nehmen, aber so wie du dir das vorstellst klappt das nicht.

Da bin ich etwas anderer Meinung.  Ich habe mir von Silhouette den Stifthalter gekauft. https://www.hobbyplotter.de/shop/pi.php/Silhouette-Stifthalter-mit-3-Kunststoffkappen.html (https://www.hobbyplotter.de/shop/pi.php/Silhouette-Stifthalter-mit-3-Kunststoffkappen.html)  Ich hab zwar den Portrait aber die sind was Zubehör angeht gleich.

Da kann man mit einer Klemmvorrichtung sehr gut malen. Ich habe mir z.b. aus den 1-Euro-Markt Tintenschreiber gekauft, diese mit Tesafilm dicker gemacht am Schaft damit sie in den Halter passen, und dann damit für ein Freund Nr.-Etiketten gemalt. (War vor meiner Corel-Plug-in Zeit) .  Das Ergebnis war PERFEKT.

Ich denke das die Probleme eher bei den Zauberwort WISCHFEST AUF KLARER FOLIE liegen MIT PERFEKTER DECKUNG.

Deshalb brauchte ich die Schaftmaße. Weil dicker machen ist kein Problem. Dünner machen fast unmöglich.

Gruß

   Pucki

Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Riker am 06. September 2016, 21:38:29
Hey Armored,
Das mit der Lagerung meinte ich so ähnlich wie BV141. Die Motoren würde ich fluchtend mit dem Plastikgehäuse verkleben und/oder mir ein Stützgerüst aus Plastikkarte bauen. Die Welle sollte dann gut gelagert sein um die Reibungskräfte gering zu halten.
Deine Variante, BV141, hört sich ganz gut an. Wäre da auch mal an den Ergebnissen deines Tests interessiert  :6:
Ich denke man kann die Motoren über einem Transistor mit einer Diode als Schutzschaltung für den Transistor, direkt an dem Kontroller betreiben. Spezielle Motortreiber bräuchte man nicht wirklich bei den kleinen Dingern, wenn sie nur in eine Richtung drehen sollen ;). Das spart wieder eine Menge Platz auf der Platine und Strom der Batterie.

@Pucki
Die Fotoätzvariante wende ich auch immer bei meinen Platinen an. Bedingt durch meine Arbeit eben  :pffft: Da kann ich allerdings nur bis 0,8mm Pinabstand runter gehen. Darunter wird es kritisch und es kann schon mal etwas Restkupfer drauf bleiben, wo keins sein soll.
Früher, in meiner Kindheit, hab ich mit meinem Vater auch Platinen hergestellt. Da nutzten wir auch Eisen3chlorid und einen Ätzfesten Stift. Mit dem haben wir dann die Leiterbahn mit der Hand auf die Platine gezeichnet und dann rein ins Ätzbad.

Heute hab ich nochmal etwas wegen dem Bootloader über Funk recherchiert und festgestellt, die Idee ist gar nicht so neu. Es gibt scheinbar schon ein paar wenige die es angegangen sind. Leider konnte ich nichts fertiges finden, dass für den Fall hier brauchbar ist.

Allerdings bin ich bei meinen Recherchen auf eine andere Idee gekommen..... derzeit sollte das ganze über ein 433MHz Funkmodul von Hoperf (RFM12 bzw RFM69) laufen. Da ist man bezüglich der Gesetzeslage auch sehr frei und muss nur wegen der Sendeendergie aufpassen (wegen Batteriebetrieb eh unter der max. erlaubten Grenze).
Die ganze Ansteuerung dafür braucht allerdings etwas viel Platz im Speicher.
Jetzt bin ich auch ganz einfach zu bedienende Bluetooth-Module mit geringen Energiebedarf gestoßen (BLE - Bluetooth Low Energie). DIe werden über eine Serielle Schnittstelle mit dem Mikrokontroller verbunden womit die Softwareanbindung wesentlich einfacher wird.
Für die Gegenstelle brauch man auch nichts extra mehr bauen, da es bereits viele gute Bluetooth-USB Dongle gibt, bzw. man kann das ganze dann auch mit einer App auf dem Smartphone steuern  8o :klatsch: ....
Auf dem PC kann man das ganze über ein einfaches Terminalprogramm bedienen.
Die BLE-Module bewegen sich Preislich sogar identisch wie die 433MHz Module von Hoperf

Glaube das lässt sich ganz gut realisieren.

Gruß,
Sven  :winken:
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: BV141 am 06. September 2016, 22:14:10
Deine Variante, BV141, hört sich ganz gut an. Wäre da auch mal an den Ergebnissen deines Tests interessiert  :6:

Wie weiter oben schon gesagt - ich habe nur "Trockenversuche" dazu angestellt. Soll heissen, ich habe aus einem Bausatz einen Plastikpropeller auf einer Nadel für Diabetesspritzen aufgeklebt. Dann eine grosse Injektionsnadel gesucht (habe ein ganzes Sortiment davon rumliegen) und die Diabetesnadel durchgesteckt. Hinten dran habe ich für den Test einen Dremel mit flexibler Welle gehängt und das ganze eingespannt. Das ganze lief "trocken", also ohne Schmierung, ganz gut. Wie lange so was ohne Schmierung gutgeht weiss ich allerdings nicht. Könnte mir vorstellen, dass es innerhalb von Jahren nicht mehr ganz so gut läuft.

Dafür war der Dremel natürlich unnatürlich - denn der dreht ja mit ordentlich U/min. Wenn ich denn mal irgendwann dazu komme (wird aber sicher nicht so bald passieren, da mein Leben momentan ziemlich rotiert - jenseits des Modellbaus), würde ich den Antrieb sicher ordentlich einstellen - d.h. wesentlich geringere Drehzahlen als am Dremel. Idealerweise angesteuert, so dass der Prop originalgetreu langsam anläuft und dann schneller wird. Dann noch ein kleines Soundmodul dazu (ähnlich wie bei Modellbahnloks, nur billiger, weil ja in der Platte integrierbar). Das ist der - langfristige - Plan. Im Internet habe ich auch schon mal irgendwo so was gesehen, ich weiss nur nicht mehr, wie es da aufgebaut war.

Hier ist ein Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=Ix1d1eiTSOc

Ich hatte schon mal ein noch besseres gesehen - Videoqualität war besser. Finde ich aber grade nicht mehr, war glaube ich eine B-17.
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Flugwuzzi am 07. September 2016, 10:00:21
Wars vielleicht die B-17G von hier? http://modellboard.net/index.php?topic=45554.0
Galeriebeitrag mit Videos http://modellboard.net/index.php?topic=47969.0
soweit ich weiß war das mit Arduino gemacht - jedenfalls ganz toll gemacht   :P

lg
Walter
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: BV141 am 07. September 2016, 10:21:41
Danke, Flugwuzzi. Ja, das war zumindest eine von denen, die ich im Hinterkopf hatte. Ich denke zwar, dass ich auch schon mal eine 1/72er irgendwo gesehen hatte, aber die hier ist ideal, was die Beleuchtung, Sound und Motoren angeht. Nur wird es in 1/72 dann noch mal ein kleines Stück kniffliger.
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: pucki am 07. September 2016, 10:27:28
Schonmal über ein Mikrokugellager nachgedacht. ?  Könnte das ganze stabilisieren. 

Ach und noch was. Du solltest die Propeller NACH den bemalen auswuchten. Je nach Windkraft reißt es dir sonst vielleicht den Propeller aus den Bausatz.  Ich hatte mal tierischen Probleme als ich die Propeller einer meiner Drohnen angemalt hatte (mit Airbrush). Das auswuchten hat mich 5 Stunden arbeite gekostet.

Gruß

   Pucki
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: BV141 am 07. September 2016, 10:37:30
Microkugellager? Nu, das wäre Overkill und in 1/72 auch sehr knapp mit dem Einbau. Auswuchten braucht man einen Plastikprop sicher auch nicht, das Dingens soll ja nicht fliegen. Sogar am Dremel mit ordentlich Umdrehungen ist das kein Problem, ganz zu schweigen von vernünftigen Drehzahlen.

Schwieriger ist nur, eine passende Hülse (Injektionsnadel) zu finden, damit die "Propellerwelle" nicht eiert. Aber ein größeres Sortiment Injektionsnadeln oder auch Kupfer- oder andere Rohre hilft da.
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: pucki am 07. September 2016, 10:42:58
Versuchs mal mit "omnican fine" ;) die feinsten Nadeln die ich kenne. Pikse ich mir jeden Tag mit in den Bauch.  ;(

Ach die Maße die angeben werden sind um ca. 1 cm länger. Grund die geben die Stechtiefe an, nicht die Länge auf der anderen Seite.

Gruß

  Pucki
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: BV141 am 07. September 2016, 11:53:37
Danke, brauche ich aber nicht. Ich kriege über meine Schwiegermama BD Micro-Fine Ultra, die gibt's sogar noch dünner (0,23mm) im Vergleich zu 0,25mm Omnican.

Wobei die Dicke nicht das Problem darstellt. Man muss ein Paar finden, wo die dünne Nadel (Aussendurchmesser) möglichst gut in die dicke (Innendurchmesser) passt. Damit nichts eiert bzw. damit man die eine in die andere stecken kann.

Wie gesagt, ich habe ein ganzes Sortiment rumliegen - die Dinger sind ja auch für MG-Läufe usw., Farbe ziehen und mischen und vieles andere gut.

Heutzutage sind die dickeren fast schwerer zu bekommen als die dünnen.
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Riker am 07. September 2016, 22:19:26
Denke auch das die Nadeln reichen sollten als "Lager"-Ersatz. Soll ja wirklich nicht gleich abheben das gute Stück  :D
Die Idee mit den Nadeln werde ich mal bei einem anderem Projekt versuchen umzusetzen, erstmal noch ohne Motor. Es sein den, bis dahin ist schon alles da an Elektronik wie Motor, Steuerung usw  :rolleyes:

Hier übrigens mal ein aktueller Entwicklungsstand der Platine (auch im anderem Thread zu finden ;) )
(https://picload.org/image/dgoliara/mefs2.12016.09.07.jpg)

Im vorderen Bereich befindet sich das Funkmodul (noch die 433MHz Version) mit PCB-Antenne in der Spitze. Dahinter kommt schon der Mikrokontroller Atmega328P, gefolgt von der 4x4 LED-Matrix (grau mit orangen Streifen) mit Treiber-Transistoren. Anschließend kommt die Ladeschaltung für den LiPo-Akku (nicht im Bild zu sehen). Der LiPo Akku hat genau die passenden Maße knapp 20mm breit, 50mm lang und nur ca 2mm hoch, dafür recht wenig Kapazität: nur 200mAh. Sollte aber für ne Stunde oder zwei reichen.
Im hinterem Bereich der Platine befinden sich dann noch zwei Spannungswandler (3,3V Allgemein und 5V für die LED's).
Es fehlen im Bild noch die beiden Spulen für die Spannungswandler, da hab ich noch kein 3D-Modell für erstellt  :pffft:

Ich hoffe es gefällt.....

WIe gesagt, in den letzten Tagen bin ich auf viele kleine Vorgefertigte Module der Adafruit-Serie gestoßen und ich denke die lassen sich gut für solche Beleuchtungs- und Motorenzwecke verwenden.
Bin mir nur noch nicht so sicher, ob sie sich auch für mein spezielles Projekt A320 verwenden lassen (Platzbeschränkung in der breite).

Für viele Projekte scheint es mit den ganzen Zubehör-'Wings' fast die "Eierlegende Wollmilchsau" zu sein.

Hier mal ein Link zu einem Anbieter Adafruit-Feather (http://www.exp-tech.de/mainboards/adafruit-feather)

Gruß,
Sven  :winken:
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: pucki am 08. September 2016, 00:24:57
Ihr wisst das 433 Mhz die Schlampen.-Frequenz ist. ?? Da röddelt so ziemlich alles drauf herum. Ich hab irgendwo noch ein Link wo man mit einen Raspberry Pi über das Netz die 10 Euro Funksteckdosen-Sets aus den Baumarkt steuern kann. 

Was ich damit sagen will. Man muss dann höllisch aufpassen, das nicht irgend ein Gerät in der Umgebung anfängt zu spinnen. Ich kann mich noch an meine Jungendzeit erinnern wo man mit den FUNK-US-Telefonen die Garage vom Nachbar öffnen konnte.

Wozu braucht man eigentlich die Frequenz. Für einfache Steueraufgaben reicht doch auch eine Infrarot-Diode. Und für die höherwertigen Aufgaben bekommt das Teil ein Wlan verpasst.

Gruß

  Pucki
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Armored am 08. September 2016, 08:42:30
Das sieht wirklich super aus, Sven! Wie/Wo ätzt und bestückst Du dann die Platine?

Mein ATMega32U4 Board ist auch endlich angekommen. Rx/Tx LEDs blinken auch schon  :3: Jetzt muss ich endlich mal Zeit für meine LED + Shift Register Schaltung finden. Schaltplan und PCB stehen schon es muss "nur" noch gebaut werden.

Was die verschiedene Boards angeht, es ist wirklich erstaunlich wie viel es da schon fertig  zu kaufen gibt. Ich überlegte schon ob ich so einen Satz meinen Neffen schenken soll. Er ist aber mit knapp 11 Jahren vielleicht doch noch zu jung dafür.
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: pucki am 08. September 2016, 10:07:03
Ich überlegte schon ob ich so einen Satz meinen Neffen schenken soll. Er ist aber mit knapp 11 Jahren vielleicht doch noch zu jung dafür.

Kauf Ihn doch ein Lernpaket von Franzis. Die sind doch extra für diese Altersgruppe +/- gemacht.  Wenn er Interesse hat kannst du Ihn ja mal ein Start-Paket für den Arduino kaufen. Hab ich auch mit angefangen (mit den Start-Paket, 43 Euro). Da sind fett Sensoren drin, das Platinchen, Steckboard und so.

Gruß

  Pucki
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Armored am 08. September 2016, 10:22:02
Danke für den Vorschlag, Pucki! Ich müsste nur noch ein Pendant auf Englisch finden.
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: pucki am 08. September 2016, 10:25:28
Englisch. ??!  Ich wollte grade wegen Deutsch zu Franzis. Englisch nimm das Starter-Paket und druck die Anleitungen aus. ;) Die sind ALLE auf Englisch. Für den Rest kann er ja dich fragen oder das Internet. ;)

Gruß

  Pucki
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Armored am 08. September 2016, 11:00:32
Das schaue ich mir dann genauer an! Ich war mir jetzt nicht ganz sicher was da im Paket mit drin ist...
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: pucki am 08. September 2016, 11:05:54
Wiederholung des vorangegangenen Beitrags entfernt

Bin ich auch nicht ;)  Der Grund ist das es ganz viele davon gibt. Gib einfach mal bei ebay arduino starter kit ein. Da findest du Pakete ohne Ende. Meins war mit Links zu PDF-Dateien wo die einzelnen Sensoren / Techniken des Pakets in englischen Anleitungen erklärt wurde und hat 40 Euro gekostet (Lieferung aus DE).

Gruß

  Pucki

Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Armored am 08. September 2016, 14:06:49
Danke für den Tipp, Pucki! :P

Ich bin jetzt im erste Linie kein "Flugzeugbauer", würde mich aber gerne mal an dem eingebauten Motor probieren. Habt Ihr ein Tipp welche Kit sich dafür eignen könnte, der auch noch einfach zu bauen ist? Vorzugsweise militär und modern :woist:
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: BV141 am 08. September 2016, 15:26:14
Ich habe jetzt keinen konkreten Tip - aber "einfach zu bauen, militärisch und modern"?

Ich denke mal, Du brauchst ein modernes Prop-Flugzeug, wenn der Motor was zeigen soll. Da fällt nicht so viel drunter - große mehrmot. Transporter fallen schon mal meist wegen "einfach zu bauen" aus. Bleiben noch so Sachen wie Cessnas, Pipers usw. Aber die sind auch nicht so arg "militärisch", wenn man sie mit modern kombiniert. Mir fiele da grade mal ne Cessna 0-2 Skymaster aus Vietnam ein ... ist aber auch nicht grade sehr modern.

Du könntest es mit einem Hubschrauber probieren. Die sind allerdings meist auch nicht so arg einfach zu bauen und hängende Rotoren sollten sich ja auch strecken, wenn sie rotieren. Wird wohl ein bisserl schwierig.

Bin schon gespannt, welche Vorschläge kommen. Mein Wissen über Kits hört so in den Modellen der End-50er auf.
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Armored am 08. September 2016, 15:49:58
Eine Option wäre der A400M von Revell... Wegen Einbauraum, bin ich mir nur noch nicht ganz sicher ob es die 1/144er oder 1/72er sein sollte.
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Riker am 08. September 2016, 21:59:56
@Pucki
Jep, ich weiß... die 433MHz Frequenz ist die 'Schlampen'-Frequenz.... Das liegt sicherlich auch daran, das laut ISM-Spezifikation in dem Frequenzband keinerlei Zeitslots beachtet werden müssen oder ob gerade ein anderer auf der Frequenz sendet. Sozusagen die freie Spielwiese im Datenfunk ;) Für einen Kurzstreckenbetrieb und wenn man einen selten benutzten Kanal verwendet, kann man dem ganzen etwas den Wind aus dem Segel nehmen. Man ist ja nicht direkt auf die 433 MHz beschränkt. Der freigegebene Bereich bewegt sich von 433,05 MHz bis 434,79 MHz. Mit den Hoperf Funkmodul RFM12B könnte man sich sogar im Bereich von 430,24 bis 439,75 MHz mit einer Schrittweite von 0,0025MHz bewegen. Der Bereich ist natürlich nicht ganz erlaubt und wenn sich jemand gestört fühlt, könnte es vielleicht ärger geben. Wenn die Sendeleistung allerdings auf das notwendige Maß reduziert ist und ca 10-20m abdeckt, sollte es keinerlei Probleme bereiten.
Ein Übertragungsprotokoll mit Checksumme bringt dann auch Störsicherheit gegenüber Fremdsendern. Somit kann man es schon verwenden ;)
Mit dem Raspberry und dem Funkmodul hab ich auch schon ein paar wenige Experimente veranstaltet und es ist ganz witzig ;)

@ Armored
Vielen Dank für das Lob, schön das es dir gefällt :1:  Wie gesagt, einen Prototypen würde ich wahrscheinlich auf der Arbeit ätzen lassen. Dort wird das Layout auf eine Folie ausgedruckt, auf eine UV empfindliche Leiterplatte gelegt und mit Hilfe einer UV Lampe belichtet und in einem Fixierbad fixiert. Die unbelichteten Stellen  (quasi die ausgedruckten Leiterbahnen) sind nun gegen die Säure resistend und die unbelichteten Stellen werden in einem Säurebad weggeätzt.
Sollte es womöglich im Bereich des Kontrollers (Pinabstand von 0,5mm) zu erheblichen Problemen kommen, würde ich es bei einem Leiterplattenservice fertigen lassen. Aber eine andere Platine konnte ich schon mit einem Pinabstand von 0,5mm für eine USB-Micro Buchse auf der Arbeit fertigen lassen.

Heute habe ich mir mal ein paar Sachen von Exp-Tech bestellt. Womöglich kann man diese sehr gut für die Modellbeleuchtung verwenden und so teuer sind sie zum Glück ja auch nicht. Mit dabei ist ein fertiges Board mit einem Atmel 32u4 in Verbindung mit einem Bluetooth Low Energie Modul (BLE). Das hat den Vorteil, dass man auf ein recht Störunanfälliges, fertiges System zurück greifen kann und das BLE-Modul wie eine einfache Serielle Datenübertragung fungiert. Über ein spezielles Datenübertragungsprotokoll, Frequenzen, Modulkonfigurationen etc. braucht man sich nicht so sehr drum kümmern.

Daher liegt die Selbstentwicklung der Platine erst einmal  auf Eis bis ich die bestellten Sachen bekommen und getestet habe  ;)

Der A400M mit bewegten Propellern würde mich auch mal interessieren, Armored. Hoffe du machst dann einen Baubericht??  :1:

Gruß,
Sven  :winken:
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Armored am 09. September 2016, 07:11:19
Über mein Vorschritt werde ich gerne berichten. Allerdings muss ich noch zwei weitere Bausätze erst noch fertig kriegen.
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Daniel_22 am 20. September 2017, 20:57:09
Hey wie sieht's aus bei euch?

Hab mir den Thread mal durchgelesen und finde das Thema generell sehr interessant. In den letzten beiden Jahren habe ich mit genau diesen Elektronikgeschichten zu tun gehabt.

Ich weiß nicht wie weit ihr bei euren Entwicklungen seid aber grundsätzlich muss ich sagen, dass Bluetooth eine durchaus gute Variante zur Fernsteuerung ist. Und auch was die Motoren angeht braucht man keine großartigen Driver oder H-Brücken (zumindest nicht bei den normalen DC Mini-Motoren). Da reichen ein paar MOSFETs. Die Schaltungen dafür gibt's online zu Hauf. Erstens günstiger, zweitens geht bei einigen gängigen Drivern Leistung verloren durch Verluste im Modul. Bei einer selbstgebauten Schaltung sind die Verluste vernachlässigbar.

Ich würde ganz generell auch zu MOSFETs raten und weniger zu Transistoren. Bei LEDs geht das meist noch gut aber der Ärger mit den passenden Basiswiderständen ist doch manchmal nervend. Die MOSFETs sind spannungsgesteuert. Man muss bei den niedrigen Spannungen des LiPos  nur auf die richtigen Spezifikationen achten und den etwas höheren Preis im Vergleich zu den Transistoren in Kauf nehmen.

Arduino ist dabei sehr gut zum lernen und entwickeln geeignet. Wenn's "nur" LEDs, Motoren und vllt. ein paar Sensoren sein sollen, dann geht das voll klar :P

Und in SMD-Bauweise geht das sogar so klein, dass man bei 1/144 keine Probleme haben wird. Erst auf dem Steckbrett komplett testen und dann die Platine ätzen (lassen), dann sollte es laufen. Wenn man es klug angeht, kann man sogar später ohne Probleme die Software auf dem Mikrocontroller per USB o.Ä. updaten. Der Atmega328 ist hierbei am einfachsten zum Einstieg, wenn es um Arduino geht.

Gruß
Daniel
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: pucki am 20. September 2017, 21:23:48
Da ich persönlich nur Modellautos baue, habe ich für mich das Problem getrennt. ;)

Ich baue diese Platine (sieh Foto) in das Auto an.  Der Chip in der Mitte ist ein PCF-7574, Die Kontaktpunkte oben sind + / - und der I2C-Bus. 1+2 sind die Verbindung eines Transistor. Damit es passt ist alles in SMD aufgebaut. Wiederstände in der Größe 1206. Feiner Löten bekomme ich mit mein Lidl-Lötkolben noch nicht hin  :2:

Diese 4 Drähte versuche ich so unsichtbar wie möglich aus den Modell heraus, an den Sockel zu bringen. Eingebaut wird die Platine meist in den Kofferraum.

Im Sockel kann ich dann verstecken was ich will. Ich werde in den Sockel eine Kombi-Möglichkeit der Fernsteuerung einbauen. Eine davon wird eine einfache Infrarot-Diode. Auch wird eine "doppelte" Stromversorgung (Via Schalter) eingebaut, der zwischen Netzteilstrom und Akku umschaltet.

Über das 2 Fernbedienungssystem denke ich noch nach. Es gibt ein sehr günstigen WLAN-Chip. Der kommt in ca. 4-5 Wochen aus China. Das der Arduino-Nano nur 2.50 Euro kostet und die Rest ca. 10 Euro habe ich vor, jedes meiner Modelle mit ein solchen "Elektronischen Sockel" auszustatten.

Ich träume momentan noch daran, den Strom durch die Reifen zu leiten. Dazu müssen die Reifen allerdings fixiert werden (mit Kleber). Das hätte den Vorteil das das Auto vom Sockel abnehmbar wäre.

Die Preise sind alle EBAY / Paypal und in China bestellt. Lieferzeit : 4-6 Wochen.



Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: Romeo Delta am 17. Oktober 2017, 19:44:32
Da geht noch viel mehr, vor allem im RC Bereich: http://ardupilot.org/

Allerdings habe ich bisher meine Finger davon gelassen, weil ich schon den ganzen Tag bei der Arbeit am programmieren bin. Ich halte es schon für etwas gefährlich, einen meiner Helis blind GPS-Waypoints abklappern zu lassen. Ich fliege da lieber selber.

Und ich würde gerne mal einen richtigen Roboter bauen. Dafür bräuchte ich dann allerdings mehrere vernetzte Controller für verschiedene Aufgaben. Es ist aber schon eine Aufgabe, alles selber zu entwickeln. Leider ist ein NAO ( https://de.wikipedia.org/wiki/Nao_(Roboter) ) doch recht teuer. Ich habe mal einen in Aktion gesehen. Tolle Spracherkennung. Mustererkennung und Bewegungssteuerung, nur keine nennenswerte Intelligenz.
Titel: Re: Vielseitige Steuerplatine
Beitrag von: mause am 08. Februar 2018, 09:02:54
Zitat
Tolle Spracherkennung. Mustererkennung und Bewegungssteuerung, nur keine nennenswerte Intelligenz.

Genau wie beim humanuiden Teil der Erdbevölkerung.

<°JMJ-