Autor Thema:  Anfängermodell Teil 2: FW 190 F-8 1:48  (Gelesen 75902 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

StiftRoyal

  • MB Großmeister
  • ******
  • Beiträge: 4705
  • Triplexer
Anfängermodell Teil 2: FW 190 F-8 1:48
« Antwort #45 am: 24. September 2005, 14:52:34 »
letzten endes hast du ja damit recht das der titel relativ egal ist. es war ja auch kein einwand von mir sondern viel mehr ein vorschlag. den wie schon gesagt ich denke doch das dieses modell eine professionelere aufmachung hat als teil1 aber wie schon gesagt-is ja auch egal!!!!

dickes lob bekommst du von mir für´s cockpit-sieht echt super aus!

und mit oelfarben werde ich es das nächste mal sicher auch probieren. ich habe da mal auf geschnappt das die ewig lange trocknungszeiten haben sollen. ist da was dran?????

Update 30.12.2013 A6 Intruder + A6m5 Zero "Wonsan" + U-VIIC...

Hans

  • Figurenbau Moderator
  • Globaler Moderator
  • Lebende MB Legende
  • *****
  • Beiträge: 18154
Anfängermodell Teil 2: FW 190 F-8 1:48
« Antwort #46 am: 24. September 2005, 16:05:23 »
Das Cockpit ist ein tolles Stück Arbeit, aber 100%ig überzeugt es mich noch nicht. Das Drybrushing ist ein wenig heftig, kann an der Beleuchtung liegen, sieht im Moment etwas wie der berühmte 'Sugar frosted'-Effekt aus. Wie Rauhreif. Auch die Umrandung der Instrumente war eigentlich nicht weiss, könnte man aber um des Effekts willen so lassen. Das heftige Drybrushing kann man mit etwas verdünnter dunkelgrauer Farbe wieder abmildern.

Grüße
Hans



Ist die 190D, die gelbe 10, restauriert, aber die ist soweit ok und stimmt im wesentlichen mit einer F8 überein. Letztere müsste noch spezifischere Dinge für den Bombenwurf haben und nur entsprechende Anzahl an Schusszählern, aber wir wollen es nun mal nicht übertreiben....  :D
Poly(1-phenylethan-1,2-diyl) makes it all

Spritti Mattlack

  • MB Superstar
  • *******
  • Beiträge: 8808
Anfängermodell Teil 2: FW 190 F-8 1:48
« Antwort #47 am: 24. September 2005, 16:27:26 »
Was das Drybrushing angeht, stimme ich Hans zu. Ich find´s auch ein wenig übertrieben. Da kann mal wieder sehen, wie schnell das geht, dass man eine Technik zu stark einsetzt. Aber Dude ist ja noch klein..;) Daher schließe ich mich Hans noch einmal an und rate auch, das nochmal zu überarbeiten.

Was die mögliche Kritik an der historisch korrekten Ausführung angeht, hast du (Steffen) bei der Modellauswahl wohl ins Klo gegriffen.  X(  Da gibt es reichlich Experten, die Dir hilfreich zur Seite stehen können. Ist zweifelsfrei auch lobenswert. Und für Tipps und Korrekturhinweis bin ich ja auch immer dankbar. Bei diesem Vorhaben geht es imho jedoch in erster Linie um die Techniken beim Modellbau.

Daher meines Erachtens an dieser Stelle höchstens zweitrangig, ob da nun die Instrumentenumrandung
die richtige Farbe aufweist oder die Fußgurte nun standen oder gebaumelt haben.  :rolleyes:

Spritti :winken:
A man who is tired of Spitfires is tired of life

Lupus

  • MB Experte
  • **
  • Beiträge: 382
  • Denn man Tau!
    • Pete's Mancave
Anfängermodell Teil 2: FW 190 F-8 1:48
« Antwort #48 am: 24. September 2005, 19:50:55 »
Tolle Arbeit!  :klatsch:  Da bekommt man lust sich wieder auf ein Flugzeug zu stürzen, ich hab noch ein paar
im Keller rum fliegen. Wenn ich sie eingefangen habe, wird mir dieseer Bericht sicher von Nutzen sein.
Denn man Tau!

'I love to sing and I love to drink scotch. Most people would rather hear me drink scotch'
George Barns

Pete's Mancave

Dude

  • MB Gigant
  • *****
  • Beiträge: 1823
  • turning kits into scrap since 1988.
    • Modellbaufreunde Siegen
Anfängermodell Teil 2: FW 190 F-8 1:48
« Antwort #49 am: 25. September 2005, 02:26:31 »
Gääähn...bin irgendwie noch zu aufgedreht um schlafen zu können... :santa: hat mich heute abend auf RTL jemand im Publikum gesehn?;)

Zuallererst muss ich Sprittis Aussage betonen, dass es hier hauptsächlich um die Techniken geht. Dass das Cockpit nicht so ohne weiteres 100%ig authetisch ist, war mir von vornherein klar, deshalb ja auch mein kleiner Verweis, dass beispielsweise das Instrumentenbrett nicht an ein fotogeätztes Pendandt herankommt. Hauptproblem beim Tamiyateil ist hier IMHO die jeweils fehlende Instrumentenumrandung; die Skalen selbst bilden auch die Instrumentenränder und die typischen verschraubten Ecken fehlen. Auf Hans´ Bild sieht man das wohl am deutlichsten an dem rötlichen Steigratenmesser in der Mitte: beim Original an allen 4 Ecken ne Schraube und ein schöner hoher Rand, am Bausatzteil nur n bloßer Kreis.

Ich hab mal noch ein altes Bild meines D-9- Cockpits in 1:32 mit photogeätztem Instrumentenbrett hervorgekramt. Von der Ausleuchtung recht kühl, von der Quali recht schlecht, aber die unterschiedlichen Instrumentenformen kann man im Vergleich zum Tamiyateil glaub ich recht gut erkennen.



Groß was ändern wollte ich nicht, also blieb nur das Trockenmalen mit der Skalenfarbe, damit man überhaupt was erkennen kann!;) So ganz originalgetreu ist es jedoch freilich nicht, da muss ich Hans absolut zustimmen. :1:

@Ulf: Ob zu stark...hmm...vom Foto her eher ja, vom echten Eindruck her eher nein. Natürlich wirkt alles auf den gezoomten Bildern alles zigmal heftiger als in Natura, aber das Thema hatten wir ja schon 1000mal. Wenn man die ungefähre Größe des eigentlichen Bauteils in Betracht zieht, find ich es eigentlich noch im Rahmen...andere Meinungen sind jedoch allerausdrücklichst und allerherzlichst willkommen, denn ich bin ja noch klein und muss noch viel lernen!:D



Gerade bei diesen kleineren Cockpitdetails finde ich persönlich es wichtig, sie im Zweifelsfall auch mal ein wenig stärker zu betonen. Das Cockpit hier ist ja eh ne ziemlich dunkle, triste Kiste die zu allem Überfluss auch noch in einer recht tiefen, engen Öffnung verschwindet. Da das Auge des Betrachters allerdings vom Kontrast und Farbdifferenzen lebt, entscheide ich mich bei so einer Sache eher für ein wenig mehr ...hmm... "Show" und ein wenig weniger Authentizität - alles natürlich in einem gewissen vertretbaren Rahmen, versteht sich. Die ganze Geschichte mit Schattieren von Panels auf Tragflächen beispielsweise und dem betonen mit dunkleren Washings ist ja auch nicht immer so richtig realistisch...beleben tut sie ein Modell jedoch allemal - ist halt ein Scheideweg zwischen Realismus und Interpretation des Gesehenen am Modell.

Aber jeder wie er will und möchte; das kann ich gar nicht oft genug betonen und erst diese verschiedenen Sichtweisen machen das Ganze erst so interessant! :P

@StiftRoyal: professionell? Ich? Ich sag nur:  8o  :D

Dass Ölfarben eine wesentlich längere Trockenzeit als z.B. Wasserfarben haben ist richtig. Selbst nach Stunden kann man mit einem mit Verdünner angefeuchteten Pinsel noch im Washing rummengen und kleine Korrekturen vornehmen, was mir persönlich sehr entgegenkommt!;) Das bedeutet allerdings natürlich auch, dass man dem Washing genügend Zeit zum Trocken geben muss; mit 48h sollte man da auf der sicheren Seite sein, ein wenig länger schadet aber sicherlich auch nicht.

 :winken:
...denn mehr als ein Siegerländer kann der Mensch kaum werden.

Aufs Allerherzlichste,
Steffen

De Sejener

Dude

  • MB Gigant
  • *****
  • Beiträge: 1823
  • turning kits into scrap since 1988.
    • Modellbaufreunde Siegen
Anfängermodell Teil 2: FW 190 F-8 1:48
« Antwort #50 am: 25. September 2005, 12:11:38 »
Ätzteile - immer ein gaaanz großes Thema. Der Markt ist schier unüberschaubar und die Origami- Techniken, die so manches Mal angewendet werden sollen manchmal echt abartig!:D Für dieses Modell halten wir uns aber noch etwas zurück und greifen lediglich auf fotogeätzte Gurte von Eduard zurück. Die Platine enthält verschiedene Gurtsysteme für verschiedene deutsche Jagdflugzeuge aus dem zweiten Weltkrieg; Gurte für unseren Würger sind auch mit dabei.



Die Palette liegt vor uns - wie bekommt man die dummen Dinger aber jetzt möglichst unbeschadet da raus?! Eine Möglichkeit liegt darin, die Einzelteile mit einem scharfen Skalpell herauszuschneiden. Das einzelne Teil sollte man dabei aber tunlichst irgendwie festhalten oder fixieren, da es sich sonst mit einem leisen *pliinnng* quer über den Basteltisch in irgend eine dunkle Ecke verzieht, Ehrenwort! Auf dem Foto dient hierfür ein kleiner Acrylstempel, den ich mir vor einiger Zeit für diesen Zweck mal zusammen mit einigen kleinen Schneideplättchen im Fachhandel gekauft habe.



Eine andere Alternative ist das Herauslösen der Teile mit einem speziellen Seitenschneider oder notfalls auch per scharfer Schere. Der blaue Seitenschneider ist ein spezieller Ätzteileschneider von Xorox; einfach fantastisch, das Teil...Ätzteile lassen sich damit wie Butter schneiden.



Ist das Ätzteil herausgetrennt, so muss es oftmals in einem bestimmten Winkel gebogen werden. In vielen Fällen ist hier eine gute Pinzette und irgendeine scharfe Kante im entsprechenden Winkel ausreichend; mit einem Biegegerät ist man jedoch natürlich auf der sicheren Seite. Ja, ich weiss dass die Dinger ziemlich teuer sind, dafür sind sie aber auch eine Anschaffung fürs Modellbauerleben.



Um unser kleines Gurtschloss hochzubiegen, wird der Gurt in die Biegemaschine geklemmt, so dass nur noch das Schloss hervorsteht, die Rasierklinge vorsichtig daruntergeschoben und das Teil bis zum gewünschten Winkel gebogen - fertig!



Unter den Gurt wird noch ein Polster geklebt; hier ist wieder Sekundenkleber gefragt. Wie bei den Pedalen einen kleinen Tropfen auf ein Centstück o.Ä. geben und per feiner Drahtlitze auf die Klebefläche auftragen...



Genauso wird beim anderen Gurt verfahren und schon können die beiden Beckengurte an den Sitz geklebt...



...und vorsichtig zurechtgebogen werden.



Etwas komlizierter wird es bei den Schultergurten, denn sie sind nicht am Sitz selber, sondern an den markierten Stellen am Rumpf angebracht. Um Maß zu nehmen, habe ich mal alles trocken zusammengesteckt...



Nun können die Schultergurte an der Abdeckung angeklebt...



...und schon einmal vorsichtig zurechtgebogen werden. Das ist insofern wichtig, weil man die Gurte im bemalten Zustand nicht mehr allzustark biegen sollte, damit die Farbe nicht wieder von den Gurten abbricht.



Jetzt kann alles wieder demontiert und mit der Bemalung begonnen werden.

 :winken:
« Letzte Änderung: 23. Januar 2009, 17:00:52 von Wolf »
...denn mehr als ein Siegerländer kann der Mensch kaum werden.

Aufs Allerherzlichste,
Steffen

De Sejener

Spritti Mattlack

  • MB Superstar
  • *******
  • Beiträge: 8808
Anfängermodell Teil 2: FW 190 F-8 1:48
« Antwort #51 am: 25. September 2005, 12:24:57 »
Ich schon wieder ;)

Kannst Du mal zeigen, wie man mit der Xuron-Schere am besten vorgeht? (Wenn´s hier nicht den Rahmen sprengt)

Wie war das nochmal? Es gibt keine blöden Fragen?  :rolleyes:

Ulf
A man who is tired of Spitfires is tired of life

Dude

  • MB Gigant
  • *****
  • Beiträge: 1823
  • turning kits into scrap since 1988.
    • Modellbaufreunde Siegen
Anfängermodell Teil 2: FW 190 F-8 1:48
« Antwort #52 am: 25. September 2005, 13:35:28 »
Das ist ja das Feine an dem Ding: ein besonderes Vorgehen braucht man eigentlich nicht, denn man kann die Ätzteile wirklich wie Papier schneiden; sogar jede Art von Entgraten o.Ä. entfällt. Ich bin restlos begeistert und mehr als froh, dass ich sie mir von Peter hab aufschwätzen lassen!;) Einfach vom Rahmen abschneiden, dabei einen guten mm Material stehen lassen und dann einfach vorsichtig zurechtstutzen - wirklich wie mit ner Schere durch Papier, nur dass man das abgeschnittene Material immer von den Schneiden des Cutters entfernen sollte, damit sich das Ätzteil nicht verbiegt. Ansonsten völlig ohne großes Überlegen.

Ist in Deutschland aber glaub nicht soo einfach zu bekommen, ich hab meine damals in Mol in Belgien gekauft. Wenn Du Interesse hast, kannst Du dich aber auch an Peter wenden, der weiss glaub ich auch noch ne Bezugsquelle...Kostenpunkt etwa 16€, wenn ich mich recht erinnere...

die Version mit orangenem Griff für Plastikteile nutze ich auch - ebenfalls vorgbehaltslos zu empfehlen!
...denn mehr als ein Siegerländer kann der Mensch kaum werden.

Aufs Allerherzlichste,
Steffen

De Sejener

Spritti Mattlack

  • MB Superstar
  • *******
  • Beiträge: 8808
Anfängermodell Teil 2: FW 190 F-8 1:48
« Antwort #53 am: 25. September 2005, 14:29:02 »
Danke für die Hinweise

Ich hab´die auch. Aber man muss sich tatsächlich erstmal den "Weg bahnen", um ein Verbiegen zu vermeiden.

Werde ich jetzt mal intensiver benutzen. Obwohl die Anwendung bei Kleinstteilen auch wieder nicht so einfach ist.

Spritti :winken:
A man who is tired of Spitfires is tired of life

Dude

  • MB Gigant
  • *****
  • Beiträge: 1823
  • turning kits into scrap since 1988.
    • Modellbaufreunde Siegen
Anfängermodell Teil 2: FW 190 F-8 1:48
« Antwort #54 am: 25. September 2005, 14:48:00 »
Zitat
Original von Spritti Mattlack
 Obwohl die Anwendung bei Kleinstteilen auch wieder nicht so einfach ist.

Echt? Gerade bei kleinsten Teilen find ich das Ding besonders problemlos. Das Ätzteil mit ner Flachpinzette halten und mit dem Cutter Stück für Stück ans Teil heranschnibbeln; die abgeschnittenen "Späne" dabei immer gleich von den Schneiden pusten...funzt einwandfrei, wie ich finde. :P

Soo...die fehlenden Cockpitteile haben schonmal ihre Grundlackierung erhalten.



Und da das Cockpit als komplette Baugruppe von unten in den Rumpf eigeschoben wird, hab ich eben diesen auch schonmal mit dem Tamiya- Kleber zusammengeklebt.



Einfach die Rumpfhälften locker fixieren, den Klebstoff in den Spalt laufen lassen...



und dann für eine gute Minute fest zusammenpressen. Der Kleber wird dabei ein wenig wieder herausgequetscht und verschließt so gleichzeitig die Reste des Spalts zwischen den Rumpfhälften. Mit etwas Glück muss das Ganze dann nur noch überschliffen werden und man kann sich sogar den Überzug mit Flüssigspachtel sparen; einfacher gehts kaum. :P

« Letzte Änderung: 23. Januar 2009, 17:02:08 von Wolf »
...denn mehr als ein Siegerländer kann der Mensch kaum werden.

Aufs Allerherzlichste,
Steffen

De Sejener

Spritti Mattlack

  • MB Superstar
  • *******
  • Beiträge: 8808
Anfängermodell Teil 2: FW 190 F-8 1:48
« Antwort #55 am: 25. September 2005, 16:24:41 »
Wieder mal so ein Thema, bei dem ich im Nachhinein froh bin es angeschnitten zu haben.
Also Kleinstteile erstmal grob (konventionell) aus dem Rahmen trennen und dann mit der Zange glatt schnibbeln. Ein direktes Herausschneiden mit der Zange geht nun wirklich nicht.

Wäre ich nicht so ohne weiteres drauf gekommen. Obwohl die Ausgangsfrage schon blöd anzuhören ist.

Danke, Steffen

Ulf :winken:
A man who is tired of Spitfires is tired of life

Spritti Mattlack

  • MB Superstar
  • *******
  • Beiträge: 8808
Anfängermodell Teil 2: FW 190 F-8 1:48
« Antwort #56 am: 25. September 2005, 17:24:37 »
EUR 15,70 ist doch ok. Meine habe ich übrigens von Micro-Mark

Spritti :winken:
A man who is tired of Spitfires is tired of life

Dude

  • MB Gigant
  • *****
  • Beiträge: 1823
  • turning kits into scrap since 1988.
    • Modellbaufreunde Siegen
Anfängermodell Teil 2: FW 190 F-8 1:48
« Antwort #57 am: 28. September 2005, 20:25:47 »
So gaaanz ohne Spachtel gehts selbst bei Tamiya nicht!;)

Nachdem die Klebenähte des Rumpfes verschliffen wurden, musste ich feststellen, dass die Oberfläche doch noch nicht so wirklich zufriedenstellend war. Ein paar kleine Macken und Unregelmäßigkeiten und eine recht deutlich zu erkennende Sinkstelle mitten auf dem Rumpfrücken - so geht das natürlich nicht!:D



Aber kein Problem, denn dafür gibts ja Modellbauers´ besten Freund: Mr. Surfacer von Gunze. Mr. Surfacer ist ein Flüssigspachtel, den es in verschieden feiner Ausführung gibt. Für unsere Zwecke reicht "Mr. Surfacer 500" , die feineren Varianten kann man angeblich sogar durch die Airbrush jagen, nur hab ich mich das ehrlich gesagt noch nicht getraut. Mit dem feinen Surfacer lassen sich wirklich auch die allerkleinsten Kratzer ausbügeln; besonders wichtig beispielsweise für Naturmetall- Lackierungen. Wer jedoch keine Metalizer- Farben verarbeiten will, wird auch mit der 500er- Variante nix vermissen - die ist nämlich für praktisch alle Anwendungen rund ums Flugzeug völlig ausreichend. 6€, die sich lohnen! :P



Der Flüssigspachtel wird mit einem feinen ( ALTEN! ) Pinsel oder auch einfach per Zahstocher über die Klebenaht getupft... wenn das ganze getrocknet ist, kann man dann ganz normal überschleifen.



Sprung zurück ins Cockpit: unsere lackierten Cockpitteile bekommen jetzt auch noch ein wenig Farbe verpasst. Wir haben ja alles dunkelgrau lackiert und jetzt jetzt die hellen Gurte...hmm.........

um die Farbe auch nur halbwegs deckend auftragen zu können, habe ich die Gurte zunächst einmal mit verdünnter weisser Grundierung von Modelmaster bemalt. Das hat zwei Vorteile: zum einen erhält man dadurch eine hellere Grundlage für den schlecht deckenden Beigeton der Gurte und zum anderen bekommt eben diese Farbe durch die Grundierung eine etwas bessere Haftung auf den geätzten Gurtteilen. Ich sage jedoch ausdrücklich etwas , denn auf den flexiblen Gurten hat die spröde Farbe natürlich grundsätzlich schlechte Karten.



Das Sitzpolster wurde mittelbraun bemalt, wieder mit verdünnter Acrylfarbe. Die Gurte selbst wurden ebenso behandelt; sie erscheinen mir inzwischen jedoch etwas zu dunkel...ich werde sie also nochmal etwas aufhellen müssen.



Während die Farbe trocknet, gehts an anderer Stelle weiter: wenn man sich denn dann endlich mal für eine Auswahl an Aussenlasten entschieden hat, müssen auf der Flügelunterseite noch die entsprechenden Befestigungslöcher geöffnet werden...mit einem passenden kleinen Bohrer ist das kein Problem. Ich habe mich für den "klassischen" Abwurftank unter dem Rumpf sowie die Abschussschienen für die "Panzerschreck"- Raketen unter den Flügeln entschieden.



Den Fahrwerksschacht habe ich nur auf die Klebestellen gelegt und dann wieder Tamiyakleber ringsum laufen lassen. Danach wird alles mit kleinen Zwingen oder Klammern fixiert.



Eine anständige Auswahl an Klammern und Zwingen sollte zur Grundausstattung gehören. Man braucht sie einfach überall, sei es um Teile zusammenzudrücken oder sie beim Lackieren sicher halten zu können, sie zum Trocknen wegzustellen oder sie fürs Fotographieren zu fixieren! :6:



Kunststoffklammern mit beweglichen Gummigreifern, spitz zulaufende Metallklammern, Kreuzpinzetten, Holzwäscheklammern usw. usw.

Zu bekommen im Fachhandel Ihres Vertrauens oder oftmals auch für deutlich kleineres Geld im Baumarkt nebenan...;)

 :winken:
« Letzte Änderung: 23. Januar 2009, 17:03:12 von Wolf »
...denn mehr als ein Siegerländer kann der Mensch kaum werden.

Aufs Allerherzlichste,
Steffen

De Sejener

Dude

  • MB Gigant
  • *****
  • Beiträge: 1823
  • turning kits into scrap since 1988.
    • Modellbaufreunde Siegen
Anfängermodell Teil 2: FW 190 F-8 1:48
« Antwort #58 am: 28. September 2005, 20:27:23 »
Ach ja, Ozzy: Vielen Dank fürs Festpinnen! :9:

 :winken:
...denn mehr als ein Siegerländer kann der Mensch kaum werden.

Aufs Allerherzlichste,
Steffen

De Sejener

Wolf

  • The Vacuform Victim
  • Administrator
  • Lebende MB Legende
  • *****
  • Beiträge: 18426
  • Wolfgang Henrich <1/72>addicted
    • Wolfs Modellwelt
Anfängermodell Teil 2: FW 190 F-8 1:48
« Antwort #59 am: 28. September 2005, 20:34:46 »
die Gurte würde ich nicht heller machen. Im Gegenteil, sind meiner Meinung nach schon fast zu hell.
Wer Future hat, hat noch lange keine Zukunft