Autor Thema:  Ein kleiner Guide für 1/35 Vignetten bzw mini-Dio´s Update 30.11.2016  (Gelesen 17732 mal)

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Drache74

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Re: Ein kleiner Guide für 1/35 Vignetten bzw mini-Dio´s
« Antwort #15 am: 14. Mai 2008, 19:51:36 »
Hallo,

sehr schöne Anleitung muss ich sagen. Gefällt mir echt gut. So Anleitungen müssten öfters her zu verschiedenen Themen :o)
Zeigst Du uns auch die Straßenecke?

Gruß Drache

Ulkor

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Re: Ein kleiner Guide für 1/35 Vignetten bzw mini-Dio´s
« Antwort #16 am: 14. Mai 2008, 20:25:46 »
@ Ulkor : Was auch geht ist Oregano! Je nach Maßstab noch etwas zerreiben damit das Blattwerk nicht zu grob wirkt!


Gruß Olli, der Plastiker

Gut das ich euch hab... :D
Auf die simpelsten Ideen komm ich nie von allein.
Ist notiert, wird probiert! Danke!  :P

Mfg,
Daniel

Dragonfan

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Re: Ein kleiner Guide für 1/35 Vignetten bzw mini-Dio´s
« Antwort #17 am: 14. Mai 2008, 22:47:51 »
Nabend Zusammen

Zunächst einemal muss ich sagen, dass meine Bäume mit sicherheit noch nicht der Weisheit letzter schluss sind. Ich habe mich diesbezüglich bei einem örtlichen Modellbahndealer ende Juni zu einem 2-Tages-Seminar bezüglich Baumbasteleien angemeldet (HansTrauner wäre das nicht was für dich?? kann man bestimmt als Weiterbildungsmaßnahme absetzen). Meine erkenntnisse werde ich natürlich weitergeben.

@Drache74: Natürlich zeige ich noch die Stassenecke!!

3. Die Strassenecke

In nun folgenden Abschnitt möchte ich euch zeigen wie eine Strassenecke mit Kopfsteinpflaster,Gehweg, einem Bretterzaun und etwas Vegetation entsteht.

Zunächst baue ich wieder eine Dio-Base und baue eine Stufe auf um den Gehweg von der Straßenoberfläche abzugrenzen. Im Vorteil ist hier der, der Styrodur benutzt und nicht wie ich Kapa-Platten. Wenn man Kapa-Platten laminieren möchte empfehle ich dringenst die Papierschicht an beiden Seiten zu entfernen, da sonst das Wasser des Weißleims das Papier aufquellen lässt und die Platten krummzieht!!!!!
In die Oberfläche der geplanten Straße graviert man nun mit einem spitzen, harten Bleistift oder einer Reißnadel die Steine. Nicht zu gleichmäßig aber auch nicht zu stark unterschiedlich.


Als nächstes benötigt man Karton, ein scharfes Skalpell, ein Stahllineal und einen Stift


Zunächst setzen wir die Kantsteine. Die höhe der Stufe des Bürgersteiges wird ermittelt und dann schneidet man streifen des doppelten Höhe und gewünschter länge der Kantsteine ab . Taktischeweise zeichnet man vorhes alles auf die Rückseite des Kartons. Wichtig ist auch entlang der Mittellinie einen Strich zu ziehen. Nun ritzt man vooorsichtig entlang dieses Striches den Karton und knickt entlang dieser "Bruchstelle" den Karton mit den Rückseiten zusammen. Wenn alles richtig geklappt hat sollte die Hochglanzseite jetzt noch heile sein. Jetzt noch die beiden Ecksteine auf gehrung schneiden und aufkleben. die anderen Kantsteine nach der gleichen Methode fertigen und beim Kleben ruhig über den Rand überlappen lassen (Nach dem Trocken schneiden ist wesentlich genauer)








Als nächstes Gehwegplatten von beliebigem Maß schneiden und aufkleben.


Für die nächsten schritte benötigen wir wieder Acryl-Spachtelmasse, Ballettspachtel, Wattestäbchen und Brennspiritus.


Mit den Ballettspachteln und der Spachtelmasse "verfugen" wir nun die Gehwegplatten und das Kopfsteinpflaster. Bei dieser Gelegenheit sollte man die übergangsstellen Vom Karton zum Hartschaum gleich mitverspachteln.



(Achtung nur partiell arbeiten, da der Karton der Spachtelmasse erstaunlich schnell die Feuchtigkeit entzieht!!!!!)

Bei dem Kopfsteinpflaster folgendermassen vorgehen: Erst die Fugen füllen und anschliessend mit sanftem Druck den Ballettspachtel über das Pflaster führen. Dadurch wird ein Teil der Spachtelmasse wieder aus den Fugen gedrückt und vom Spachtel aufgenommen. Anschliessend mittels in Brennspiritus getränkter Wattestäbchen die Fugen leicht glätten und die Gehwegplatten säubern. Wer schon mal Fliesen eingeschlemmt hat weis wie man vorgehen sollte.




Demnächt bau´n wir nen Bretterzaun

MFG Thorsten
« Letzte Änderung: 22. Juni 2008, 19:26:04 von Dragonfan »
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On3

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Re: Ein kleiner Guide für 1/35 Vignetten bzw mini-Dio´s
« Antwort #18 am: 14. Mai 2008, 22:52:03 »
super, es geht weiter!!!! :1:

Zu den Bäumen könnte ich dir einige Tipps geben wenn du willst.

Gruss On3 :winken:


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Dragonfan

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Re: Ein kleiner Guide für 1/35 Vignetten bzw mini-Dio´s
« Antwort #19 am: 14. Mai 2008, 23:02:01 »
Nabend On3

Wie schon gesagt schreibt bitte alles was anderen Leuten helfen kann!!!! Wenn jemand zu einem Tread von mir oder jemand anderem einer Idee oder einen Verbesserungsvorschlag hat - lasst euch um Himmes willen nicht davon abhalten. Meine Gedanke zu diesem Tread war möglicht viele Ideen in eine "Topf" zu werfen, so dass man nicht quer durchs ganze Board suchen muss, was Boardneulinge oder Anfänger zunächst einmal verwirrt.

MFG Thorsten

P.S. An alle:  Tut mir und den anderen nur einen Gefallen und fangt hier bitte keine wilden Diskussionen an welche Idee nun schluss endlich endlich besser ist  :D
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On3

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Re: Ein kleiner Guide für 1/35 Vignetten bzw mini-Dio´s
« Antwort #20 am: 14. Mai 2008, 23:25:07 »
Dragonfan

Mache ich doch gern! Es ist auch nicht die beste Lösung aber schaue es dir mal an:

http://public.fotki.com/MarcTheilkaes/trees/

Wichtig scheint mir, dass du deinen Stamm verwendest. Der sieht super aus!!! Jetzt könntest du mit feinen zusammengedrehten Drähten die feinen Äste darstellen. Ich habe danach natürliche Gartenschur aufgedreht und in ca. 5 mm lange Stücke zerschnitten. In einer billigen Kaffemühle wird aus den Schnurstücken eine Wolle. Dann die Äste mit Sprühkleber einnebeln und die Wolle (so eine Handvoll) darauf tupfen. Dieser Vorgang kann wiederholt werden. Die Äste mit der Spritzpistole färben. Nun wieder Sprühkleber und die Blätter deiner Wahl darauf streuen.

Die Birke auf diesem Dio ist auch so entstanden (Stamm auch aus Draht gedreht). Ist 1/48
http://public.fotki.com/MarcTheilkaes/g99g/oellagerklein1051005.html

Gibt viel Arbeit aber es lohnt sich für einen einzelnen Baum!

Gruss On3
« Letzte Änderung: 14. Mai 2008, 23:38:16 von On3 »
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Re: Ein kleiner Guide für 1/35 Vignetten bzw mini-Dio´s
« Antwort #21 am: 15. Mai 2008, 17:12:35 »
Tach zusammen

Bin Heute mal etwas früher dran.

@Plastiker: Olli tut mir leid, dass ich mich erst jetzt auf deine Frage von gestern Mittag antworte. Die Figuren sind fest aufgeklebt. Liegende oder kniende Figuren kann man, meiner meinung nach, prinzipiell mit Nadeln oder ähnlichem auf der Base befestigen, aber irgendwann ist das loch in der Base halt ausgeleiert und dann "stehen" die Figuren leicht "angetrunken" dort rum.

@On3: Die Buche ist Super  :respekt: :respekt: :respekt: 1a , nur die bezeichnung "Gartenschnur" ist mir unverständlich - was meinst Du damit ?? Paketkordel? oder irgendeine dünne Hanfschnur??? könntest Du diese Vorgehensweise evtl. genauer beschreiben (bitte, bitte, bitte... :D). Vielen Dank in Voraus

Es geht weiter mit dem angekündigten Bretterzaun.

Zunächt einmal sollte für die Pfosten die höhe des Zaunes feststehen (Bei mir ein Mannshoher Zaun) - also 5cm plus 1cm länge um den Pfahl in der "Erde" zu befestigen. Ich habe aus Balsaholz Pfosten von 6cm länge und ca 4-5mm Kantenlänge zurechtgeschnitten.



Nun breche ich die Kanten der Pfosten unregelmäßig, denn kein Mensch hat damals 100%ig gehobelte Hölzer als Zaunpfähle misbraucht.



Als nächstes widme ich mich der Oberseite der Pfähle. Wie bekommt man die Orginalen in die Erde - Richtig mit dem Vorschlaghammer. Also den Pfahl auf die Tischplatte stellen und mit einem mäßig schweren Gegenstand (Cuttermessergriff...) die Kanten leicht ausfransen.


Um die Pfähle zu befestigen bohrt man ein Loch in den Hartschaum, schneitet die Ecken vorsichtig aus und klebt den Pfahl mittels Weißleim ein. Überquellenden Weißleim bitte sofort entfernen.



Im nächsten Schritt werden die Querlatten angebracht. Auch bei diesen brechen wir die Kanten wie bei den Pfählen und kleben sie fest.


So jetzt beginnt die eigendliche Fleißarbeit. Aus Balsaholz werden zunächst Streifen geschnitten die wir anschliessend auf passendes Brettmaß ablängen. Nun legen Wir alle Bretter nebeneinander und zeichnen eine Linie auf höhe der Querlatten über alle Bretter. Die Oberseite der Bretter wird nun von beiden Seten mi dem Skalpell leicht eingeschnitten und zerfranst und die Kanten nach Gutdünken gebrochen.


Für den nächsten Arbeitsschritt benötigen wir einen dünnen Stahlstift oder einen abgebrochenen Minibohrer. Ich habe einen alten 0.5mm Bohrer als Stanze zweckentfremdet. Mit dieser Stanze drückt man nun vorsichtig ein oder zwei Nagellöcher an den Querbalkenstrichen in die Bretter und leimt diese auf




Beim Zweiten Brett von links sind noch keine Kanten gebrochen und die Oberseite ist nicht ausgefranst.


Vorderseite Fertig


Auf der Rückseite fehlt noch die Diagonalverstrebung.


Auch die Diagonalverstrebung auf der Rückseite wird wie die Querlatten bearbeitet und eingeklebt. Abschliessend werden auf der Vorderseite die entsprechenden Nagellöcher Nachgesetzt.



Stellprobe:


Demnächst: Gartenbau und Bemalung


MFG Thorsten
« Letzte Änderung: 22. Juni 2008, 19:48:20 von Dragonfan »
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On3

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Re: Ein kleiner Guide für 1/35 Vignetten bzw mini-Dio´s
« Antwort #22 am: 15. Mai 2008, 17:39:40 »
Hallo Dargonfan

Ich werde die Baumbestandteile vorstellen und einen Baubericht schreiben  :woist:

Gruss On3
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panzerchen

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Re: Ein kleiner Guide für 1/35 Vignetten bzw mini-Dio´s
« Antwort #23 am: 15. Mai 2008, 19:16:41 »
Die Nagelköpfe drücke ich ( in Balsa ) erst ganz zum Schluß mit einem frisch gespitzten Bleistift ein, die werden dadurch gleich mit eingefärbt.

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Re: Ein kleiner Guide für 1/35 Vignetten bzw mini-Dio´s
« Antwort #24 am: 15. Mai 2008, 21:37:01 »
Ist ja nicht so dramatisch das deine Antwort etwas warten ließ! Im Prinzip ist das schon richtig, vorallem wenn die Oberfläche sehr weich ist! Ich habe mir es zur Gewohnheit gemacht die Miniaturen zu "stiften", meist nehme ich dafür eine Näh- oder Stecknadel und das reicht auch aus. Immerhin sollen die Miniaturen etwas besser stehen und wenn man nicht 5* täglich dran rumrüttelt hält es doch ganz vernünftig.

Eine Frage noch! Was sind Kapa-Platten?


@ Ulkor : Keine Ursache! Natürlich gibt es noch unendlich viele andere Möglichkeiten Bäume zu belauben und jede Technik bringt Vor- & Nachteile mit sich, was man auch bedenken sollte.

Gruß Olli, der Plastiker


Ps: Gibt es demnächst auch eine Wüstenvignette?

Derzeitige Bauvorhaben:



Skyline KPGC10 http://www.modellboard.net/index.php?topic=25639

Drache74

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Re: Ein kleiner Guide für 1/35 Vignetten bzw mini-Dio´s
« Antwort #25 am: 15. Mai 2008, 22:15:48 »
Hallo Dragonfan,

Danke für die Straßenecke  :klatsch:
Die Ecke ist jetzt schon der Knaller und sieht klasse aus, obwohl sie noch nicht fertig ist.  :respekt:

Gruß Drache
« Letzte Änderung: 16. Mai 2008, 15:30:20 von Drache74 »

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Re: Ein kleiner Guide für 1/35 Vignetten bzw mini-Dio´s
« Antwort #26 am: 15. Mai 2008, 22:48:53 »
Nabend Allerseits

Zunächst einmal vielen Dank für euer positives Feedback - das ermuntert mich an diesem Guide auf jeden fall weiterzumachen.

@Plastiker: Kapa-Platten sind Hartschaumplatten in verschiedenen dicken mit bedseitiger Kaschierung aus Papier, Folie oder Polystyrol. Gibt es in Bastelläden und sind für Häuserkonstruktionen sehr geeignet. Eine Wüstenvignette wird es in gegebener Zeit ebenfalls geben, da ich Dragon´s Ramcke-Brigade Figurensatz als Auftrag hier liegen habe und auch entsprechend in Szene setzen möchte. Wie gesagt - es kann etwas dauern weil ungebaut.

@Panzerchen: Gute Idee - hätte ich auch selber drauf kommen können

MFG Thorsten
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Re: Ein kleiner Guide für 1/35 Vignetten bzw mini-Dio´s
« Antwort #27 am: 17. Mai 2008, 20:49:51 »
Nabend zusammen

Heute nur ein kleines Mini-Update

Zunächst einmal hebe ich den Gartenteil auf der Rückseite des Zaunes mit den selben Methoden wie im ersten Teil gestaltet.


Dann wurde das ganze bemalt (Alle folgenden Farben sind, so nicht extra beschrieben, aus dem Vallejo Modell Color Sortiment). Für den Zaun kam 896 Extra Dark Green, und für das Kofsteinpflaster 862 Black Grey zum Einsatz, wohingegen der Gehweg mit 869 Basalt Grey bemalt wurde.


Nachdem die Farben getrocknet waren wurde es zeit ein Washing durchzuführen. Hierfür verdünnte ich 950 Black mit Sidolin im Verhältniss 12/1. Diese Washing-Mixtur trug ich mit dem Pinsel auf und habe nach kurzem antrocknen die Farbe auf den erhabenen Stellen vorsichtig mit einem Wattestäbchen wieder abgetupft. Nun sollte die Farbe nu in den Vertiefungen sein. Die gleiche Vorgehensweide kam beim Bretterzaun zum einsatz, wobei hier aber die Farbe nur von der Mitte der Brettfläche wieder abgenommen wurde.



Für die Gehwegplatten verwende ich eine andere Technik.Da Steinplatten meist eine Marmorierung haben habe ich mir folgendes überlegt. Man nimmt ein Wattestäbchen und taucht dieses in die verbliebene Washing-Mixtur. Danach rollt man das Stäbchen flach über die gehwegplatten und fertig ist die Marmorierung.





Nun noch die Fugen mit der Washing-Mixtur nachziehen und fertig.


Als nächstes:Drybrushing

MFG Thorsten
« Letzte Änderung: 22. Juni 2008, 19:53:04 von Dragonfan »
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Re: Ein kleiner Guide für 1/35 Vignetten bzw mini-Dio´s
« Antwort #28 am: 18. Mai 2008, 13:18:29 »
Tach zusammen

Heute gibt es leider auch nur ein Mini-Update zum Thema Drybrushing oder Trockenmalen. Die von Euch die noch nicht so langedieses schöne Hobby betreiben, habe sicher schon irgendwo davon gehört oder gelesen. Mit dieser Technik werden erhabene Details oder Kanten betont. Man benötigt hierfür eine mehr oder minder breiten Flachpinsel, einen Putzlappen oder ein Küchentuch und eine Farbe eurer wahl. Idealerweide sollte diese Farbe ein aufgehellter Farbton der Grundfarbe sein, mit der Ihr Euer Modell bemalt habt. In meinem Fall habe ich ein mittelgrau genommen, um auf dem Bretterzaunverwittertes Holz darzustellen (Ich habe mir nochmal mac´s Felsenkellerbaubericht reingezogen und schaue mir da den einen oder anderen Tip ab  :D :D).
Zunächst gibt man von der Drybrushfarbe seiner wahl etwas auf eine Pallette oder wenn zu dünn auf einen Karton, so dass die Löse/Bindemittel ausdunsten bzw eindicken. Nun nimmt man mit dem Flachpinsel nur ein wenig Farbe an der Spitze auf und streicht so lange überden Putzlappen, dass nur noch gaaaanz wenig farbe im Pinsel ist. Dann wird mit wenig druck der Pinsel über die entsprechenden Stellen des Modells gestrichen, bis man mit den ergebnis zufireden ist.



Der rot umrandete bereich ist noch nicht behandelt.


Fertig:



Zum schluss habe ich noch etwas Vegetation, in der gleichen vorgehensweis wie schon oben beschrieben, aufgebracht.


MFG Thorsten
« Letzte Änderung: 22. Juni 2008, 19:58:35 von Dragonfan »
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Re: Ein kleiner Guide für 1/35 Vignetten bzw mini-Dio´s
« Antwort #29 am: 21. Mai 2008, 22:43:31 »
Nabend Zusammen

Nachdem ich die letzten Tage abends was zu tun hatte geht es heute wieder weiter.

Nachdem zuletzt die Vegetation aufgebracht wurde folgt nun das Laub. Hierzu wird zunächst partiell Weißleim aufgetragen und anschliessend mit einem billigen Pinsel vorsichtig festgetupft. Auch sollte kein Laub auf den Pflanzen liegen bleiben, da die Szene sehr spät im Jahr spielt.







Für die nächsten Arbeitsschritte benötigen wir Acrylbinder (Man kann auch Weißleim benutzen), Pigmente, einen alten, strubbeligen Pinsel, und ein Mischbehältniss.


Zunächst geben wir etwas Acrylbinder in das Mischbehältniss und verdünnen diesen mit Wasser. Nachdem eine Konsistenz wie dünngerührter Jogurt erreicht ist geben wir Pigmente hinzu bis die gewünschte "modderigkeit" erreicht ist. Von dieser Masse geben Wir noch etwas in einen seperates Napf und verdünnen dieses sehr stark mit Wasser.





Was ich nun imitieren möchte ist, das Fahrzeuge (grade in Wintermonaten) eine Menge Dreck und Erde auf den Straßen der kleineren Städte verteilen, was bei den Straßenverhältnissten in den 40er Jahren sicherlich viel schlimmer was als heute. Also wird zur Fahrbahnmitte hin dicker Modder aufgetragen der zum Rand hin in die dünne Pigmentmixtur überläuft. Auch das Laub und der Gehweg sollte mit der Dünnen Pigmentmixtur behandelt werden. Da der von mir benutzte Acrylbinder glänzend war wirkt das ganze auch nass-schmierig.



Auch die Figuren und Fahrzeuge nicht vergessen.



Nachdem das Ganze getrocknet ist widmen wir uns dem letzten schritt: Es möge Schneien!!!!

Hierzu benötigt man: Weißleim, Natriumbikarbonat (als Pulver), eine alten Pinsel, eine Teelichtschale, einen linken und rechten Figurenfuß und gegebenenfalls Kettensegmente oder Räder.


Als erstes mischen wir dem Weißleim mit Wasser, so dass die Mixtur eine Konsistenz wie H-Milch bekommt.
In dieser Mixtur wird nun soviel Natriumbikarbonat aufgelöst, das eine gesättigte lösung entsteht. Diese Mixtur wird nun mittels Pinsel aufgetragen und mit Natriumbikarbonat-Pulver bestreut, bis man die gewünschte Schichtdicke erreicht hat.



Auch sollte man sich vor dem "Rumgepansche" gedanken machen aus welcher Richtung auf der Vignette der Wind weht, d.h. aus welcher richtung der Schnee an Wänden, Bäumen, usw. klebt. Auch die verschiedenen ebenen eines Gegenstandes wollen bedacht werden. Bei mir wehte der Wind von der Vegetationsseite, so das sich auf der Rückseite des Zaunes viel Schnee angesammelt hat.


Auf der Vorderseite habe ich die Mixtur großflächig aufgetragen und anschliessend mit Pulver bestreut. Als allererstes sollte man nun die Figuren auf ihren platz stellen und nachdem die Positionen in den Schnee gedrückt sind passende Fußspuren erzeugen. Aternativ kann man noch Rad- oder Kettespuren hinzufügen.




Achtung:Bild wurde bearbeitet um Fußspuren sichtbar zu machen!!!


Zuletzt wird die Figur mit Weißleim befestigt.


Fertig

So das wars leider estmal. Ich muss nun wieder Figuren malen um Vignetten bauen zu können, aber wie heißt es doch so schön:

Heute ist nicht aller Tage,
Ich komm wieder - keine Frage


MFG Thorsten
« Letzte Änderung: 22. Juni 2008, 22:25:24 von Dragonfan »
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