Autor Thema: Schiffe Jahr 1768: Schwedische Fregatte "Jupiter" 1:72 POB (Chapman, Tafel XXXI+XXXII)  (Gelesen 76510 mal)

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Revier

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Ich bin durch den Baubericht von http://www.modellmarine.de/hwb/jupiter infiziert worden und habe begonnnen, mir die Details des Heckspiegels genauer zu besehen.
Die Zeichnungen aus CHAPMANs Buch sind beeindruckend und genau genug, um sie in 300% Vergrößerung nachzumodellieren.
Später will ich dieses Schiff zumindest im Detail des Hecks so ab Spant 20 als Schnittmodell bauen.
Der Tip mit FIMO Knetmasse in o.g. Link war nicht schlecht. Und wenn ich mir den Maßstab vorstelle, so sind die in o.g. Baubericht vorgestellten Verzierungen toll geworden.
Ich habe mich bemüht, die Knetmasse auszureizen.
Wichtige Hilfsmittel waren ein sehr scharfes Messer, eine Insektennadel Größe 2, FIMO und natürlich ein Ausdruck in der gewünschten Größe.
Mit den Adlern links und rechts sowie zum Testen mit der Galionsfigur habe ich begonnen.
Danach folgten die Adler und der Spiegel in der Mitte und zum -bisherigen- Schluss der Rand des Heckspiegels.
Ich forme erst eine kleine Rolle aus der Knetmasse und lege diese direkt auf den Ausdruck. Einen zweiten Ausdruck daneben zur Kontrolle. Dann wird die Masse mit dem Messer wie mit einem Spachtel in die grobe Form gebracht und dabei flach ausgearbeitet. Details brauchen hier noch nicht beachtet werden.
Nun das erste Mal die Konturen freilegen.
Mit dem Kopf der Insektennadel und mit einer zu einem schmalen Spachtel breitgeschlagenen Drahtspitze (Büroklammer o.ä.) kann nun die Form verfeinert werden. Ergänzungen und Ausbesserungen von Löchern lassen sich problemlos mit kleinen Knetmasseröllchen vornehmen.
Die Messerspitze dient zum Schneiden und in Form legen der Details sowie zum Herausarbeiten von scharfen Kanten.
Der Nadelkopf dient zum Abrunden und in Form drücken der Ränder.
Leider scheitere ich jetzt an der Frage, wie ich Euch die Beweise der Arbeit zeigen soll, denn ich kriege die Bilder erstens nicht scharf genug und zweitens nicht hier rein.
Hilfe!
 
« Letzte Änderung: 22. Mai 2014, 14:52:29 von Revier »

Revier

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Re: Schwedische Fregatte "Jupiter" Heckdetails
« Antwort #1 am: 14. Mai 2008, 07:25:53 »
Hier noch ein weiteres Bild, aber leider immer noch nicht scharf...

Revier

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Re: Schwedische Fregatte "Jupiter" Heckdetails
« Antwort #2 am: 14. Mai 2008, 07:40:12 »
Hier noch mit Seitenlicht. Aber das Schärfeproblem liegt bestimmt an meiner Kamera...

hwe

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Re: Schwedische Fregatte "Jupiter" Heckdetails
« Antwort #3 am: 14. Mai 2008, 08:25:22 »
Hallo Revier,

also erstmal "herzlich Willkommen" hier im Board!

Toll, dass Du uns deine Ergebnisse gleich vorführen möchtest. - Vielen Dank dafür!

Was deine Kamera-Probleme angeht, will ich gerne versuchen, die ein paar Tipps zu geben:

1. Versuche bei so viel Licht wie möglich zu knipsen. - Seitliche Beleuchtung hebt die Tiefen hervor.
    Viel Licht bedeutet viel Spielraum bei der Schärfentiefe.
2. Hast du nicht viel Licht, versuche es mit einer längeren Belichtungszeit. Und/oder mit einer höheren Empfindlichkeit (falls du das einstellen kannst).
3. Vielleicht bist Du etwas zu hektisch beim fotografieren? - Viele Fotoapparate haben einen Autofocus. - Das ist ganz normal und Standard.
   Dieser Autofocus misst den Abstand zum Objekt und stellt dann das Objektiv auf die richtige Schärfe ein. - Je nach Kamera kann dieser Prozess durchaus eine Weile dauern. Auf jeden Fall muss man den Auslöser zuerst nur antippen (leicht draufdrücken und drauf bleiben!) und dann warten, bis die Kamera fokussiert hat. - Erst dann ganz abdrücken. - Es gibt Kameras (früher) mit Festbrennweite und fester Blende und festen Belichtungszeiten. Bei denen konnte man einfach so draufdrücken. - Es gab' eh' keine Alternative. - Bei allen anderen muss man der Kamera etwas Zeit geben, sich optimal einzustellen.

Eine zu lange Belichtungszeit als Fehlerursache würde ich anhand deiner Fotos eher ausschliessen wollen, da keine "Bewegungsunschärfe" in den Bildern ist.

Ich hoffe, ich kann dir damit helfen. - Natürlich gibt es auch noch die Möglichkeit eines defekten Objektivs, oder eines defekten Autofokus, aber sowas passiert eher selten (sehr selten). Die anderen Punkte sind wahrscheinlicher.

Eines noch: Versuche in der Anleitung der Kamera herauszufinden, wie du sie auf "Makro"-Bereich umstellen kannst. - Bei den meisten Kameras ist das Symbol dafür eine Blume (Tulpe). Die solltest Du ebenfalls unbedingt dafür nutzen!

Ich hoffe, ich konnte dir helfen!

Ciao,

HWE
:mariinee:

Revier

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Re: Schwedische Fregatte "Jupiter" Heckdetails
« Antwort #4 am: 14. Mai 2008, 11:16:13 »
Danke HWE!
Ich habe nur eine Kamera, die "normale" Bilder schießt. Ich werde mal mit meiner alten Minolta ein paar Makrobilder machen und diese einscannen. Viele Wege führen nach Rom...
Bis dahin!

AnobiumPunctatum

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Re: Schwedische Fregatte "Jupiter" Heckdetails
« Antwort #5 am: 14. Mai 2008, 18:56:57 »
Auch wenn ich leider nicht wirklich Details erkennen kann  :2: bin ich auf den Fortgang des Projektes sehr gespannt.

Hat Deine Kamera evtl. einen Knopf mit einer Blume als Symbol? Damit schaltest Du die Kamera in den Nahbereichsmodus. Ansonsten kannst Du auch einfach größere Bilder machen und den Bildausschnitt am PC herausschneiden.
:winken:  Christian

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Re: Schwedische Fregatte "Jupiter" Heckdetails
« Antwort #6 am: 14. Mai 2008, 22:18:21 »
Ps. solange es halbwegs flach und ein bisschen stabil ist kann man es auch ruhig mal einscannen. An die Qualität eines Scanners kommt man nicht so schnell mit einer DigiCam ran.

Update 30.12.2013 A6 Intruder + A6m5 Zero "Wonsan" + U-VIIC...

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Re: Schwedische Fregatte "Jupiter" Heckdetails
« Antwort #7 am: 15. Mai 2008, 18:13:47 »
Hallo Revier,

dass ich mit meiner Fregatte nun jemanden für ein eigenes Modell begeistern konnte, macht mich schon ein wenig stolz  :9:

Wäre prima wenn du ein paar schärfere Fotos einstellen könntest. Der verschwommene Anfang sieht aber schon mal sehr überzeugend aus.  ;)
Es gibt auch Knetmasse, die ohne Erwärmung aushärtet. Nach dem Härten kann man sie sogar mit Feilen und Schmirgelpapier weiterbearbeiten. Vielleicht ist das eine bessere Alternative zum Fimo.
Ich selbst habe leider noch keine Erfahrungen damit gesammelt. Dafür liegt das Zeug (Magic Sculp) schon ein starkes Jahr in der Schublade.

 :winken:
Holger

Im Bau: holländische Fregatte "Wapen van Edam" von 1644

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Re: Schwedische Fregatte "Jupiter" Heckdetails
« Antwort #8 am: 15. Mai 2008, 20:44:00 »
Hallo zusammen!
Hier mal ein erster Versuch mit einem gescannten Adler.
Der Rest wartet noch auf das härten, da ich erst die Unterkonstruktion auf Krümmungen untersuche um ein späteres abstehen zu vermeiden.
Zum Vergleich mal der aus CHAPMANs Aufriss.

hwe

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Re: Schwedische Fregatte "Jupiter" Heckdetails
« Antwort #9 am: 19. Mai 2008, 00:49:49 »
Hallo Revier,

also, für meinen Geschmack besitzt du echt Talent! - Schade, dass da immer nochnicht viel Schärfentiefe in dem Bild drin ist. - Irgendwas läuft da immer noch schief. - Wenn ich nur wüsste, was...

Vielleicht solltest Du deine Kamera mal auf ein Stativ stellen und mit einem Drahtauslöser auslösen und eine so lange Belichtungszeit einstellen, wie du nur kannst!

Das sollte helfen...

Ciao,

HWE
:mariinee:

jaerschen

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Re: Schwedische Fregatte "Jupiter" Heckdetails
« Antwort #10 am: 19. Mai 2008, 09:18:45 »
Hallo Revier,

an dem Schärfeproblem arbeitest du ja, deswegen hierzu keine Worte mehr. Macht deine Cam eine höhere Auflösung? Dann könnte man trotz Unschärfe noch ein büschen mehr erkennen (denk ich mal)  :1:

Ansonsten siehts wirklich sehr vielversprechend aus  :klatsch: , scheint eine echte Alternative zu echtem Holz zu sein.
Bin schon auf die nächsten gespannt
Gruß
Jürgen :winken:


Im Bau:
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Revier

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Re: Schwedische Fregatte "Jupiter" Heckdetails
« Antwort #11 am: 19. Mai 2008, 11:52:51 »
Vielen Dank für Eure Tips.
Ich habe den Versuch mit der Kamera aufgegeben und auch den Scanner wieder weggestellt. Nun mache ich Bilder mit meiner Minolta 500 und 28-80 inkl. Makro-Objektiv.
Damit ist bisher alles geworden. Hochglanzbilder müssten sich ja immer noch in guter Qualität scannen lassen.
Bis dahin bitte etwas Geduld!

Papillon

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Re: Schwedische Fregatte "Jupiter" Heckdetails
« Antwort #12 am: 01. Juni 2008, 20:39:42 »
Gutentag Revier,

Dass sieht ja gut aus und ich mochte auch mal versuchen mit Fimo zu arbeiten. Sie schreiben '.....Der Tip mit FIMO Knetmasse in o.g. Link ......; wo kann ich den Link finden?
Sehe mein Project auf http://www.modellboard.net/index.php?topic=22678.msg319789#msg319789
und http://modelshipworld.com/phpBB2/gallery/de+Colbert+1670/

Gruss Papillon.

Revier

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Re: Schwedische Fregatte "Jupiter" Heckdetails
« Antwort #13 am: 04. Juni 2008, 15:49:22 »
Hallo Zusammen!
Hier ein paar Bilder mit dem Umweg über die analoge Schiene.
Die Galionsfigur kann z.B aus Einzelteilen geformt und dann an der Galion montiert werden und dann gehärtet werden.
Ich habe ein Stück Holz von den Maßen des geplanten künftigen Galions genommen und die Figur darauf modelliert.
das Gesicht ist so lala, aber der Rest geht. Wenn man Draht mit einarbeitet, müsste auch die Steifigkeit der Adlerflügel erhöht werden können. Hier sind diese leider etwas verbogen. Lässt sich aber immer wieder neu formen(abdremeln und neu ankleben). Ansichten von Vorn, links, schräg oben und unten.

Revier

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Re: Schwedische Fregatte "Jupiter" Heckdetails
« Antwort #14 am: 04. Juni 2008, 15:56:00 »
Die Fertigung der Zierschnitzereien am unteren Heckspiegel zeigt dieses Bild. Erst einen Streifen FIMO plattdrücken, dann grob mit dem scharfen Messer ausschneiden, dann in Form drücken, gegebenenfalls etwas Überflüssiges abschneiden und fertig. um Scharfe Kanten zu erzeugen nutze ich das Messer und die Insektennadel um diese erhaben aufzudrücken.
Fertigungszeit für dieses Teil (nach einigen Übungsstunden an anderen Objekten) ca. eine halbe Stunde.