Autor Thema: Schiffe Panzerkanonenboot S.M.S. WESPE in 1:160  (Gelesen 9932 mal)

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wefalck

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Schiffe Panzerkanonenboot S.M.S. WESPE in 1:160
« am: 17. Februar 2010, 13:26:23 »
Nachdem sich verschiedene Leute hier ebenfalls die Augen verderben, mal in ein Einblick in meine Dauerhauptbaustelle - der Versuch eines ultimativen Modells der SMS WESPE in 1:160. Wegen der mit meiner Umsiedelung aus den Niederlanden nach Frankreich verbundenen Arbeiten hat sich in den letzten Monaten leider gar nichts getan und es wird wohl auch noch eine Weile so bleiben.




Auf meiner Web-Seite (http://www.maritima-et-mechanika.org) gibt es eine Einführung in das Thema: http://www.wefalck.eu/mm/maritime/models/wespe/wespeclass.html

Ein (nicht chronologischer) Baubericht findet sich auf einer Extra-Seite: http://www.wefalck.eu/mm/maritime/models/wespemodel/wespemodel.html

Den größten Fortschritt gab es bisher bei dem Geschütz:




Auch einige Teile der Decksausrüstung sind schon ziemlich fertig:




Die Quadrate auf der grünen Schneidmatte sind übrigens 10 mm x 10 mm groß ...


EDIT: fehlendes Prefix ergänzt
Skyfox
« Letzte Änderung: 08. Juli 2015, 21:07:03 von Skyfox »

maxim

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Re: Panzerkanonenboot SMS WESPE in 1:160
« Antwort #1 am: 17. Februar 2010, 19:07:51 »
Das sieht sehr beeindruckend aus - insbesondere das Geschütz.  :klatsch:

Die Einführung auf Deiner Homepage ist schön umfassend. Da werde ich mich mal durchlesen.
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strippenflieger

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Re: Panzerkanonenboot SMS WESPE in 1:160
« Antwort #2 am: 19. Februar 2010, 13:06:31 »

 
    8o 8o 8o

W:O:W: !!!

Superschöne Details , Das Geschütz ist absolut Klasse.

 :winken:
aus nachvollziebaren Gründen wurde bei den Ballontruppen das tragen von Pickelhauben untersagt...

HWB

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Re: Panzerkanonenboot SMS WESPE in 1:160
« Antwort #3 am: 20. Februar 2010, 22:18:39 »
 :respekt: das ist beeindruckend. Metallbearbeitung ist so gar nicht meine Welt, daher bin ich immer wieder erstaunt, was Modellbaukollegen daraus zaubern.
Das Geschütz ist ein Highlight. Die Streben am Oberlicht sind wahrscheinlich geätzt?


 :winken:

Holger

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In Planung:
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wefalck

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Re: Panzerkanonenboot SMS WESPE in 1:160
« Antwort #4 am: 21. Februar 2010, 19:27:26 »
Ja, das Oberlicht ist geätzt (wie die Einzelteile des Geschützes auch). Auf der Innenseite sind Rillen eingeätzt, in die später noch dünne Drähte eingelegt werden, um die Schutzgitter darzustellen. Das 'Glas' ist aus dem Vollen aus Plexiglas gefräst - siehe die Web-Seite.

wefalck

shark19843

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Re: Panzerkanonenboot SMS WESPE in 1:160
« Antwort #5 am: 13. Oktober 2012, 09:49:29 »
Hallo,

erst einmal Kompliment : Toller Bericht!

Im Zusammenhang mit der Wespe habe ich eine Frage:

Hat jemand zufällig einen Spantenriss für die Wespe Klasse. Ich habe schon das Kartonmodell vom HMV als Vorlage, aber da ist ja kein Rumpf dabei.

Vielen Dank schon einmal für die Hilfe!

Gruss

Shark19843

wefalck

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Re: Panzerkanonenboot SMS WESPE in 1:160
« Antwort #6 am: 13. Oktober 2012, 20:26:24 »
Das HMV-Kartonmodell ist mit Zustimmung des Autors aus dem Plan von Wolfgang Bohlayer entwickelt worden. Durch 'googeln' läßt sich eine Bezugsquelle des Plansatzes ermitteln.

Dieser Plan ist, was diverse Details anbelangt, inzwischen schon etwas in die Jahre gekommen und es gibt diverse neue Erkenntnisse, die auch auf meiner Web-Seite zur WESPE-Klasse (Link in der Signatur) zu finden sind.

Leider stagniert der Bau meines Modells seit geraumer Zeit aus verschiedenen Gründen  :rolleyes:

wefalck

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Re: Panzerkanonenboot S.M.S. WESPE in 1:160
« Antwort #7 am: 12. Dezember 2014, 23:10:31 »
So, nachdem nun der Zuiderzee-Botter (http://www.modellboard.net/index.php?topic=33918.msg784130#msg784130) fertig ist, geht es an dieser Baustelle weiter. Irgendwie war dieser Faden bisher mehr ein Platzhalter mit ein paar Bonbons. Deswegen möchte ich ein bißchen ausholen und am Anfang anfangen:


Künstlerische Darstellung von S.M.S. WESPE aus HENK (1895) ‘Zur See’

S.M.S. WESPE war das erste Schiff der Kaiserlichen Marine, das von Anfang an ohne jegliche segeltragende Bemastung konzipiert wurde. Taktisch gesehen war diese Serie von zehn Panzerkanonenbooten eine gewisse Fortentwicklung der Ruderkanonenboote des späten 18. Jh. Sie stellten eine mehr oder weniger stabile Plattform für ein (über)schweres Geschütz dar und an die Seefähigkeit wurden keine allzugroßen Anforderungen gestellt, da die Boote nur im Küstenraum operieren sollten. Zu dieser Zeit war die Kaiserliche Marine vorallem defensiv ausgerichtet und man hatte dabei vorallem Frankreich im Auge, da zur Zeit Wilhelms I. und Friedrichs III. eine eher England-freundliche Politik vorherrschte. England hatte die Idee solcher Kanonenboote bereits Anfang der 1860er Jahre in das Dampfzeitalter übertragen. Armstrong suchte eine Testplattform für seine Geschütze, was zur Entwicklung der sogenannten Rendell-Gunboats führte, die in verschiedenen Varianten an viele Marinen der Welt verkauft wurden.


Lithographierte Zeichnungen von S.M.S. WESPE im Deutschen Museum München

Es gibt einen umgezeichneten Plan für Modellbauer von Wolfgang Bohlayer, den ich aber nur als Referenz verwendet habe, da inzwischen mehr detaillierte Informationen verfügbar sind und er SMS WESPE in ihrem letzten Bauzustand gezeichnet hat. Ich habe mir aber zum Ziel gesetzt das Schiff so zu zeigen wie es wahrscheinlich kurz nach seiner Indienststellung ausgesehen hat. Leider scheint es aus der frühen Zeit nur eine einzige Photographie zu geben, die die WESPE noch bei der Ausrüstung und ohne Geschütz zeigt.


Erste (bekannte) Photographie von S.M.S. WESPE (1876)

Auf dieser Photographie basieren auch fast alle künstlerischen Darstellungen. Als weitere wichtige Referenz gibt es noch im Deutschen Museum in München Lithographien mit Decksplänen und Querschnitten sowie einem Längschnitt. Diese zeigen das Schiff in einer sehr frühen Form, vor den größeren Umbauten in der Mitte der 1880er Jahre. Damals wurden zusätzlich zum der 30,5 cm-Ringkanone ein Bugtorpedorohr eingebaut und zwei 8,7 cm-Geschütze in Knicklafette kamen an Bord, wie auch zwei 3,7 cm-Revolverkanonen. Ich werde das Modell aber nur mit der RK 30,5 cm/L22 zeigen, die bis weit in das 20. Jh. das größte Kaliber in den deutschen Marinen war. Krupp verkaufte dieses Geschütz auch an andere Marinen. Im Orlogmuseet in Kopenhagen gibt es ein schönes Instruktionsmodell, das das Geschütz in einer nahezu identischen Lafettierung für die Türme des dänischen Panzerschiffs HELGOLAND zeigt.


Instruktionsmodell für die RK 30,5 cm/L22 im Orlogmuseet Kopenhagen

In dem Baubericht werde ich die bisherigen Arbeiten in loser Folge nachvollziehen.


maxim

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Re: Panzerkanonenboot S.M.S. WESPE in 1:160
« Antwort #8 am: 13. Dezember 2014, 09:38:01 »
Ich bin gespannt wie es weiter geht!

Was hältst Du von den Plänen aus dem Deutschen Museum? Und was ist die Quelle dieser Pläne? Ich habe mir auch eine größere Zahl davon kopieren lassen.
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Universalniet

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Re: Panzerkanonenboot S.M.S. WESPE in 1:160
« Antwort #9 am: 28. Dezember 2014, 10:55:44 »
Da bin ich auch dabei. Diese Epoche der Marine finde ich am interessantesten. Mit dem Erscheinen der Dreadnoughts war es dann vorbei ...

Sachse 3

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Re: Panzerkanonenboot S.M.S. WESPE in 1:160
« Antwort #10 am: 11. Januar 2015, 17:47:00 »
Hallo,
na da möchte ich auch platznehmen und zuschauen. Das wird sicher interessant und lehrreich.

Gruß
Michel
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Re: Panzerkanonenboot S.M.S. WESPE in 1:160
« Antwort #11 am: 12. Januar 2015, 11:57:15 »
Maxim, dies Zeichnungen aus dem DMM sind wohl zu Demonstrations-/Illustrationszwecken angefertigt worden und habe mit dem Bau wohl nichts zu tun. Auf Grund der Details kann man sie zeitlich in den Beginn der 1880er Jaher einordnen, bevor ein größerer Umbau der Boote erfolgte. Sie sind so ziemlich die einzigen zeitnahen Zeichnungen, die erhalten geblieben sind.

Die letzten Wortmeldungen haben mich daran erinnert, daß ich diesen Bericht gar nicht weitergeführt hatte ...

**********

Mein Plan sah ein Wasserlinienmodell vor: SMS WESPE bei schönem Wetter und ruhiger See macht Langsamfahrt, während sich die Crew die Zeit mit Geschützexerzieren vertreibt. Die (inzwischen) beste Ehefrau von allen (frei nach Kishon) rümpft bei szenischen Darstellungen aber immer etwas die Nase (auch wenn sie vom Botter sehr angetan war). Unterem auch deswegen denke ich inzwischen über ein Vollrumpfmodell auf gedrehten Messingständern nach. Noch habe ich etwas Zeit diese Entscheidung vor mir her zu schieben. Ein Wasserlinienmodell hätte den Vorteil, daß der Bau recht simpel ist, da der Rumpf ab der Unterkante des Panzergürtels bis zur Oberkante nur in der Längsrichtung gekrümmt ist. Mit anderen Worten, der Rumpf besteht zunächst aus einer simplen Platte in Schiffsform.


Bearbeitung der Seiten des Rumpfkerns

Als Material habe ich feine MDF aus dem Architekturbedarf gewählt, da das Material homogen ist und sich leicht bearbeiten läßt, dabei aber scharfe Kanten behält. Die Schichten aus verschieden dicker MDF wurden mit der Dekupiersäge ausgesägt und die Kanten mit einem improvisierten Tellerschleifer bearbeitet, um sicherzustellen, daß sie genau vertikal bleiben.


Ausarbeitung der Barbetten-Rundung mit einem improvisierten Trommelschleifer

Die runden inneren Ausschnitte wurden aus dem gleichen Grund mit einem improvisierten Trommelschleifer bearbeitet. In beiden Fällen bewährte sich einmal mehr meine 30+ Jahre alte PROXXON-Standbohrmaschine.


Fräsen des Schlitzes für die Scheuerleiste

Der Handlauf des Oberdeckschanzkleides geht in die Scheuerleiste entlang der Back über und wird deswegen aus einem Stück bestehen. Dafür habe ich gleich auf der Fräsmaschine einen entsprechenden Schlitz in die Back gefräst.


Der rohe, aus Schichten zusammengesetze Rumpf

Fortsetzung folgt ...

wefalck

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Re: Panzerkanonenboot S.M.S. WESPE in 1:160
« Antwort #12 am: 22. Januar 2015, 09:04:38 »
In Ermangelung eines geigneten Rohres für den Barbetten-Panzer habe ich mir selber eines aus Bristol-Karton unter Zugabe von Weißleim gewickelt. Die Frontfläche wurde Plangedreht und die richtige Länge abgestochen. Die Länge stimmte zwar für die verwendeten Schichten, aber irgendwie fehlt mir 1 mm in der Höhe gemessen, wie ich später festgestellt habe. Inzwischen ist mir ein Stück passendes Plexiglasrohr untergekommen, so daß ich den Panzer vielleicht noch einmal neu mache. Dazu muß ich allerdings die inzwischen verklebten Schichten wieder auseinandernehmen.


Aus Bristol-Karton laminierter Barbetten-Panzer


Bearbeiten des Papprohres auf der Drehmaschine

Der Bristol-Karton wurde übrigens mit Porenfüller stabilisiert. Während dieser Arbeiten habe ich mir auch einen Tellerschleifer aus einer Proxxon-Oberfräse gebaut. Damit lassen sich beim Schleifen gut rechte (oder andere) Winkel einhalten.


Bearbeiten der Seitenflächen der verleimten Rumpfschichten

Da der Barbetten-Panzer nur ein Halbreis ist, wurde das Rohr halbiert und alles schön verschliffen. Das Deckshaus wurde ebenfalls aus Schichten von MDF aufgebaut und mit Ausparungen für die Oberlichter und Niedergänge versehen.

Fortsetzung folgt ...

Sachse 3

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Re: Panzerkanonenboot S.M.S. WESPE in 1:160
« Antwort #13 am: 22. Januar 2015, 16:17:48 »
Hallo,
schön es geht weiter. Die Wespe nimmt schon Formen an, gefällt mir. Ich habe bei mir noch den HMV-Bogen liegen. Denke mal das wird wohl mein nächstes Projekt, wenn die momentan angefangenen beendet sind.

Gruß
Michel
Ich betrachte auch einen siegreichen Krieg an sich immer als Übel, welches die Staatskunst den Völkern zu ersparen bemüht sein muß. (Otto von Bismarck)

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Re: Panzerkanonenboot S.M.S. WESPE in 1:160
« Antwort #14 am: 15. Februar 2015, 13:34:57 »
Ich habe mich dann mit der Anfertigung verschiedener Ausrüstungsteile, wie Poller, Ankerspill und Kettenstopper beschäftigt.
Es gab vier Doppelpoller an Bord, die wohl Gußteile waren, die auf einer hölzernen(?) Grundplatte mit der Deckstruktur verschraubt waren.


Photo vom Heck eines Bootes der WESPE-Klasse

Entsprechend werden die Poller auf dem Modell aus drei Teilen bestehen, den Pollern und der Grundplatte. Ausgangsmaterial für die Poller war jeweils ein Stück Rundmessing mit einem Durchmesser so groß, daß der Poller eingeschrieben werden kann. Zunächst wurde ein dünner Zapfen angedreht, mit dem die Poller später auf dem Modell befestigt werden, der aber auch zum Spannen bei den weiteren Bearbeitungsschritten dient. Auf dem Tisch der Fräsmaschine wurde dazu ein Teilkopf montiert mit Hilfe dessen die verschiedenen Rundungen an den vier Seiten des Pollers eingefräst wurden.


Teilkopf auf der Fräsmaschine (ich habe inzwischen eine verbesserte Ausführung)

http://www.maritima-et-mechanika.org/maritime/models/wespemodel/wespe-progress-055.jpg
Einfräsen der Rundungen in den Poller

Die weitere Formgebung des Pollers erfolgte mit dem Handdrehstichel und Feilen auf der Drehbank. Als Werkzeugauflage diente die sogenannte Feilrolle.


Bearbeiten des Pollers mit dem Handdrehstichel und Feilen

Für die Grundplatten wurde ein Stück Vierkantmessing verwendet um ‘Fleisch’ zum Einspannen bei der Bearbeitung zu haben. Zunächst wurde die Fräsmaschine als Koordinatenbohrmaschine eingesetzt und die Bohrungen für die Zapfen der Poller vorgenommen. Gespannt wurde das Material auf einer speziellen Spannvorrichtung für kleine, flache Teile, die ich mir vor einiger Zeit gebaut habe.


Bohren der Grundplatten in einer Spannvorrichtung auf der Fräsmaschine

Diese Vorrichtung spannt die Teile mit Klauen, die in einer T-Nut laufen. Die gleiche T-Nut hält verschiebbare Anschläge, die die zu bearbeitenden Teile in Längsrichtung fixieren.
Zur weiteren Profilierung wurde das Vierkantmessing in einen Schraubstock umgespannt


Profilieren der Grundplatten auf der Fräsmaschine

Auf dem Sägetischchen der Drehbank wurden dann die Grundplatten von Vierkantmessing abgetrennt.


Sägetisch mit Anschlag für die Uhrmacherdrehbank

Zum präzisen Ablängen kleiner Teile auf der Drehbank habe ich mir eine weitere Vorrichtung aus einem Stück Profil-Aluminium gefertigt. Diese Vorrichtung wird auf dem Oberschlitten der Drehbank an Stelle des Stahlhalters befestigt. Das Material wird mit Klauen geklemmt, die einer T-Nut verschiebbar sind.


Haltevorrichtung zum präzisen Ablängen von Teilen.

Die drei Teile jedes Pollers wurden durch Weichlöten verbunden.


Die drei Teile eines Pollers (Entschuldigung für das unscharfe Bild)


‘Vorrichtung’ zum Löten der Poller

Fortsetzung folgt ...