Autor Thema:  Stuka - Der Baubericht (offener Baubericht)  (Gelesen 73066 mal)

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pc_versteher

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Re: Stuka - Der Baubericht (offener Baubericht)
« Antwort #45 am: 21. September 2010, 21:25:34 »
Also Heft 6 und 7 habe ich noch nicht angefangen... mal schauen wann ich das mache und wie ich das mache. Aber ich denke mal, dass ich die Teile aus Heft 6 auch löten werden.

Erdinger

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Re: Stuka - Der Baubericht (offener Baubericht)
« Antwort #46 am: 21. September 2010, 22:17:31 »
Hmmm hat bis jetzt keiner die Hefte 6 und 7 verbaut?

Ich habe heute mit den Teilen aus Heft 5 begonnen. Dabei versuche ich zunehmend die Verbindungen durch Löten herzustellen. Nachdem ich anfangs Lötpaste und meinen 10 Euro Gasbrenner eingesetzt habe kam heute Elektroniklot mit Flußmittel und meine regelbare Lötstation zum Einsatz, nachdem ich in der Packung auch eine breite Lötspitze gefunden habe. Bilder evtl. morgen.

Die ersten drei Hefte habe ich ohne Probleme mit dünn- und dickflüssigem Sekundenkleber verarbeitet. Beim manipulieren mit dem Rumpfstück höre ich immer so eine Art leichtes Spannungsknacksen, jedoch hält alles bombenfest. Seit ich nun versuche zu löten werden schon die kleinsten Verbindungen unkaputtbar. Also dient mir die Stuka auch als Übungsobjekt Metall zu löten. Und Spaß macht es (fast immer) auch!
Grüße!
Thomas 
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Erdinger

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Re: Stuka - Der Baubericht (offener Baubericht)
« Antwort #47 am: 25. September 2010, 19:34:35 »
Von wegen Bilder morgen...

Also, hier nun ein paar Eindrücke was in den letzten Tagen aus den ersten Teilen aus Heft 6 entstand. Hier werden die Anforderungen zum ersten Mal etwas knuffiger, es müssen mehrere genau passende Winkel gebogen werden, um einen (möglichst  :pffft:) rechtwinkligen Kasten entstehen zu lassen.

Hier die ersten Seitenteile 41 und 42, als auch das mehrfach zu biegende Teil 40:


Ich habe versucht eine möglichst gute Seitenansicht des mit mehreren genau zu biegenden Teils 40 zu erstellen, bitte aber die schlechte Qualität zu entschuldigen. Vielleicht hilft es beim Nachbiegen:

Beim Biegen mithilfe meines Hold&Fold Biegegerätes wurden die einzelnen Biegungen immer wieder gegen geprüft. Mit gut Glück hatte ich das Teil recht schnell passend gebogen. Uff...

Die drei eben gezeigten Teile sind nun verlötet. Dazu stecke ich die betreffenden Teile zusammen, trage etwas Lötwasser in die Naht und lege dann mit einer Pinzette passend zugeschnittene Stücke Elektroniklot direkt an die Verbindungsstelle. Mein Lötkolben ist auf 350 Grad eingestellt, dennoch zerfließt das Lot nur wenn ich die Spitze des Lötkolbens direkt an das Lot halte. Ein Erhitzen des Bleches von der Außenseite macht die Teile zwar sauheiß, aber das Lot schmilzt nicht... Für weiterführende Hilfe im Unterthema Löten wäre ich dankbar!

Teil 43, der untere Teil des Fensterrahmens, habe ich lediglich in die Führungen eingesetzt. Ich werde ihn zu einem späteren Zeitpunkt mit Sekundenkleber befestigen.

Auch Teil 44, die spätere Führung der Bedienhebelachse, wurde im rechten Winkel gebogen. Danach wurde es nur mit der Seitenwand 41 verlötet. Beim Festlöten hat es sich etwas angehoben und sitzt daher nicht 100%ig genau auf Teil 45 auf, aber das dürfte nachher nicht mehr zu erkennen sein. Eine spätere Lackierung mit RLM 66 tarnt viel weg  :D.
Teil 45 wird als Letztes aufgesetzt und ebenfalls verlötet.


Das ist der Stand von heute Abend. Ich freue mich (nicht!) auf das Entfernen und Versäubern der ganzen Paßstifte. Danach erfolgt eine erste Grundierung, um Fehlstellen besser zu erkennen. Das dauert noch ein wenig bis das Teil fertig lackiert daliegt.

Gibt es von euch anderen auch schon neue Bilder?

« Letzte Änderung: 01. Oktober 2010, 15:55:43 von Erdinger »
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Erdinger

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Re: Stuka - Der Baubericht (offener Baubericht)
« Antwort #48 am: 01. Oktober 2010, 16:24:30 »
Aufgrund der großen Resonanz hoffe ich nicht dass das hier bald anstelle eines offenen Bauberichts ein Solo-Flug wird... :rolleyes:

...

Egal, weiter gehts! Nachdem das Gehäuse des Zielerfassungsfensters nun verlötet war wurde es mit Alclad II "Gray Primer & Microfiller" mittels der Spritzpistole grundiert. Dieses Produkt hat sich bei mir für nahezu alle Materialien (Resin, Metall, etc.) als die perfekte Grundierung etabliert. Ganz wichtig hierfür ist es die Dose mehrfach und sehr gründlich durchzuschütteln, dabei muß die sich in der Dose befindliche Kugel hörbar sein! Nur so ist eine gute Durchmischung gewährleistet!
Mindestens ebenso wichtig ist bei Verwendung von Alclad II die Benutzung einer guten Atemmaske wegen der starken Lösemittel!!!

Der Primer trocknet sehr schnell, noch bevor ich die Spritzpistole gereinigt habe! Nach ungefähr 4 Stunden wurden die Teile bereits mit Gunze RLM 66 lackiert:


Der Verstellhebel wurde in einer Wäscheklammer gehalten, das Gehäuse habe ich erst innen lackiert, die Farbe antrocknen lassen und dann ein Stück zusammengerolltes starkes Papier durchgeschoben. So konnte ich das Gehäuse am Papier halten und auch außen lackieren. Teil 48, der obere Fensterrahmen, wurde auf ein Stück Tamiyaband geklebt, das wiederum auf eine Holzleiste geklebt wurde. Dadurch konnte ich die Seiten und die Oberseite lackieren während die zu verklebende Innenseite farbfrei bleibt.
Den Drehknopf oben auf dem Verstellhebel habe ich mit dem Pinsel in Mattschwarz gestrichen um ihn etwas abzuheben.

Nachdem auch das RLM 66 gut durchgetrocknet war habe ich die Verglasung von der Trägerfolie genommen und mit Gator Glue (eine Art Weißleim, nur viel besser) auf den Innenrahmen des Gehäuses geklebt. Anschließen wurde der obere Rahmen 48 mit dünnflüssigem Sekundenkleber angebracht. Um diesen Rahmen ohne Verzug anpressen zu können habe ich mir ein Stück Plastikplatte in der selben Größe zugeschnitten und auf das Teil 48 gelegt. Damit konnte ich dieses Teil plan andrücken ohne den dünnen Rahmen zu verbiegen:


Leider wies die Klarsichtfolie für das Fenster winzigste Oberflächenstörungen auf, die das Makro geradezu perfekt verdeutlicht...  :rolleyes:
Kleine Lackschäden am RLM 66 wurden zum Schluß mit dem Pinsel ausgebessert.




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Re: Stuka - Der Baubericht (offener Baubericht)
« Antwort #49 am: 01. Oktober 2010, 16:44:04 »
Heft 7:

Während der oben beschriebenen Lackierarbeiten habe ich die Wartezeit genutzt und erste Schritte aus Heft 7 umgesetzt. Begonnen habe ich mit Arbeitsschritt 05, in dem beginnend ziemlich viele kleine Messingteile vorbereitet werden müssen. Und da die Stuka meines Wissens zwei Fußpedale hat bin ich mir fast sicher dass wir diesen Spaß nochmals machen dürfen...

Doch die Versäuberung der 15 Teile ging schneller als ich anfangs dachte. Mit meinem zugeschliffenen kleinen Schraubendreher vom Rahmen getrennt und mit der Dremel vorsichtig(!) entgratet hat das Ganze kaum 10 Minuten gedauert. Und schon lagen die Teile vor mir:


In der Anleitung in Schritt 06 schreibt Hachette dass man die Metallstange in einen kleinen Schraubstock oder ein Holzklötzchen mit einem Loch von der Stärke des Stangendurchmessers stecken soll. Einen Minischraubstock habe ich nicht, Lust ein Loch in ein Stück Holz zu bohren auch nicht. Doch die Lösung lag direkt vor mir:


Die Metallstange paßt gar wunderhübsch in meine Dremel und das Bohrfutter sorgte dafür dass die nun aufzuschiebenden einzelnen Metallplättchen sich schön rechtwinklig zur Stange anbringen ließen! Pefekt!

In der beschriebenen Reihenfolge aufgefädelt und mit jeweils ca. 4 Tröpfchen Sekundenkleber untereinander verbunden (als Applikator benutze ich zur Zeit eine gebrauchte Akupunkturnadel) war die Montage in wenigen Minuten erledigt. Dabei immer wieder testen dass kein Kleber an die Metallstange kommt! Das "Paket" muss sich jederzeit wieder von der Stange abziehen lassen!
Kurz darauf habe ich die großen Flächen noch mit einer Metallfeile geglättet und als letztes Teil die kleine runde Scheibe 62 angebracht. Habe fertig!


Jetzt müssen wieder Messingbleche zum Löten vorbereitet werden. Eine neue, breitere Lötspitze und diverse Lötmittelchen sind mittlerweile eingetroffen (Danke, Kabel AS!). Aber davon später mehr!
 :winken:



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Re: Stuka - Der Baubericht (offener Baubericht)
« Antwort #50 am: 01. Oktober 2010, 17:02:39 »
Sieht doch gut aus. Ich bin immer noch bei der Bodenplatte von Ausgabe 1. Hab mir gestern auch diese Keramikunterlage bestellt, da die Lösung mit der 3ten Hand auf Dauer nicht ideal ist. Allerdings klappt das mit dem Löten bei mir mittlerweile besser.

Im Bau:
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Re: Stuka - Der Baubericht (offener Baubericht)
« Antwort #51 am: 01. Oktober 2010, 17:29:07 »
Sieht doch gut aus. Ich bin immer noch bei der Bodenplatte von Ausgabe 1. Hab mir gestern auch diese Keramikunterlage bestellt, da die Lösung mit der 3ten Hand auf Dauer nicht ideal ist. Allerdings klappt das mit dem Löten bei mir mittlerweile besser.

Na, das hört sich doch gut an!  :P
Wobei ich den Preis für die Keramikplatte schon etwas doll finde, andererseits, wenn man das Teil nicht vom Tisch fegt sollte es ewig halten.

Lass dich bloss nicht hetzen, ich findes es ganz gut dass du (im Gegensatz zu mir) erst Erfahrungen mit dem Löten machst und dann baust.
Grüße!
Thomas 
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Erdinger

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Re: Stuka - Der Baubericht (offener Baubericht)
« Antwort #52 am: 02. Oktober 2010, 17:03:22 »
Gestern Abend habe ich dann noch die restlichen Teile von Heft 7 fertig gemacht, sprich gelötet. Gemäß Bauanleitung habe ich erst die beiden schmalen Stege aufgelötet und mir einen Krampf geholt die dabei möglichst senkrecht zu halten. Später dann, nachdem alles fertig war, ist mir eingefallen wie es einfacher gegangen wäre:

Die beiden schmalen Stege mit Lötfett versehen und aufsetzen. Das U-förmig gebogene Teil dann ebenfalls mit Lötfett versehen und darüberstecken. Dieses Teil hält dann die gesamte Konstruktion stabil und senkrecht beieinander! Dann das Ganze mit der flachen Unterseite nach oben auf die Keramikplatte legen und erhitzen. Den Lötkolben an einen der durchgesteckten Pins halten und Lot zugeben. Das Lot verflüssig sich und läuft durch das Lötfett in die Nähte der zusammengesteckten Teile.

Hier das fertige Ensemble:


Die Unterseite. Man kann noch erkennen wo durch die Pins das Lot angesetzt wurde. Ich musste mein gröbstes Schleifpad hernehmen um das Lot und die Pins später wegzufeilen. Anschließend mit immer feineren Schleifpads glätten:


Hier nochmals eine Nahansicht der schön verlaufenen Lötnähte. Ich wäre froh wenn mir das immer gelingen sollte!


Das mit dem Löten habe ich immer noch nicht heraus. Meinen 50 Watt Lötkolben muss ich teils minutenlang an die Teile halten (eingestellte Temperatur ca. 250 - 300 Grad) bis das Lot sich verflüssigt. Olli, der gerade zu Besuch weilt, lötet gerade am Tisch hinter mir und meint dass er seinen 50 Watt Lötkolben nur wenige Sekunden lang an die Teile halten muss... Wo liegt da die Logik?  ?(



Grüße!
Thomas 
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Axel1954

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Re: Stuka - Der Baubericht (offener Baubericht)
« Antwort #53 am: 02. Oktober 2010, 17:26:19 »
Ganz einfach es kommt auf die Bauart des Lötkolben an.

Ich besitze diesen:




....der ist in etwas so groß wie frühere 20W Lötstifte, hat aber 80W Wärmeleistung.

Hier sind allerdings die Lötspitzen extrem klein,
die Heizpatrone sitzt ganz vorne und muß nicht eine riesige Lötspitze aufheizen,
also die Wärmeleistung geht fast verlustfrei vom Erzeuger ins Werkstück.
Mit diesem ansich kleinen Lötkolben kann ich mit der breiten Lötspitze noch Kupferkabel
bis 6mm² schnell und sauber verlöten, ebenso wie Bleche und das recht schnell.

Anders sieht es aus bei Lötkolben mit der Heizpatrone weiter hinten.

Axel

 

standart2k

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Re: Stuka - Der Baubericht (offener Baubericht)
« Antwort #54 am: 02. Oktober 2010, 17:32:30 »
Also bei mir dauert es auch einige Minuten, bis das Bauteil heiß genug ist und das, obwohl ich meinen immer bis zu Anschlag hochdrehe( ca.450°). Allerdings gehts dann auch ganz gut. V.a. nachdem ich statt Lötwasser Lötfett nehme ( Das Wasser ist mir immer vorher komplett verdampft) "saugt" es bei mir das Lötzinn schön durch die Löcher rein und hält. Vorher hab ich immer von der Seite Lötzinn ran, was aber nicht so toll gehalten hat.

Allerdings habe ich festgestellt, das sich auf einigen schon verbauten Teile ( Sind zwar nicht viele) grünliche "Ablagerungen" bilden. Greift da evtl. das Lötfett das Metall an??? Wäre aber seltsam, da es nur an ein paar Stellen ist, und das Lötfett aber auch noch an anderen Stellen.
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Axel1954

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Re: Stuka - Der Baubericht (offener Baubericht)
« Antwort #55 am: 02. Oktober 2010, 17:40:47 »

Allerdings habe ich festgestellt, das sich auf einigen schon verbauten Teile ( Sind zwar nicht viele) grünliche "Ablagerungen" bilden. Greift da evtl. das Lötfett das Metall an??? Wäre aber seltsam, da es nur an ein paar Stellen ist, und das Lötfett aber auch noch an anderen Stellen.

Jepp, das Zeugs solltes du möglichst wieder runter holen, das zersetzt auch die Löstellen auf dauer.

Die Elektronikmodule, die ich dienstlich herstelle, werden immer nach dem Löten
mit einer Reinigungslauge gewaschen um das Zeugs zu entfernen

Axel

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Re: Stuka - Der Baubericht (offener Baubericht)
« Antwort #56 am: 02. Oktober 2010, 17:54:55 »
Geht das mit 70% Isopropylalkohol weg oder brauch ich da was spezielles??
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Axel1954

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Re: Stuka - Der Baubericht (offener Baubericht)
« Antwort #57 am: 02. Oktober 2010, 18:03:04 »
.........geht schon, eine stark angesetzte Spülmittellauge müsste es aber auch tun.

Axel

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Re: Stuka - Der Baubericht (offener Baubericht)
« Antwort #58 am: 02. Oktober 2010, 18:05:59 »
Ok, danke für den Hinweis. Werd dann mal schnell alles saubermachen
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Falko

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Re: Stuka - Der Baubericht (offener Baubericht)
« Antwort #59 am: 02. Oktober 2010, 18:11:16 »
... oder brauch ich da was spezielles??
Ja ;),
heisses Wasser, Scheuermilch und eine Zahnbürste.
:winken: Peter