Autor Thema:  Löten statt Kleben  (Gelesen 40668 mal)

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Michael

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #15 am: 26. August 2010, 20:34:53 »
Die Anlassfarben aus dem Link, gelten die auch für Messing? Weil da "Stahl" drüber steht?

H
Nee, habe den Link gerade gelöscht :1: Ich denke das die Verfärbungen die Thomas beschrieben hat eher anderer Natur sind.
« Letzte Änderung: 26. August 2010, 20:37:59 von Michael »
Ich hab keine Macken! Das sind Special-Effects.

Michael

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #16 am: 26. August 2010, 20:40:17 »
Ich denke bei Messing dürften die Anlassfarben vom Stahl etwas dunkler aussehen. Poliertes oder blankes Eisen ist ja silberfarben. Hier ein Link in dem Stahl, Kupfer und Messing beschrieben wird. Sie unterscheiden sich aber nur geringfügig.

http://www.zeno.org/Lueger-1904/A/Anla%C3%9Ffarben
« Letzte Änderung: 26. August 2010, 20:47:25 von Michael »
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Erdinger

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #17 am: 26. August 2010, 21:34:05 »
(Au Backe: ich bin unter die Profis geraten...  8o)

Große Güte, was ihr alles wisst. Irre! Ich kenne den Anlasser am Auto, helfen die Farben wenn die Karre im Winter wieder mal nicht will?  :D

Schurz beiseite: ihr seid Klasse! meine ich ehrlich!!
Grüße!
Thomas 
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Michael

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #18 am: 26. August 2010, 22:20:51 »
Danke für die Blumen :D aber alles wissen wir auch nicht. Da Hans beruflich und als Hobby sich mit Bronzegießen und  Herstellen von Repliken beschäftigt muß man sich zwangsläufig auch in Metallurgie und Werkstoffkunde auskennen. Und ich durfte es aufgrund meiner beruflichen Ausbildung bis zum erbrechen büffeln, und irgendetwas bleibt immer hängen :8: Dafür habe ich woanders jede Menge Defizite. :rolleyes:
« Letzte Änderung: 26. August 2010, 22:34:25 von Michael »
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olli

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #19 am: 26. August 2010, 23:49:22 »

Eine gutes Hilfmittel ist auch Lötpaste zum SMT-Löten. Gibts zB bei Conrad in einer Art Injektionsspritze. Das macht bei den Stellen Sinn, bei denen das Lot schwer zu positionieren ist oder man eine fünfte Hand bräuchte - man kann die Paste ja im kalten Zustand vorher positionieren. Als Standardlot wärs allerdings etwas teuer...


Hier möchte ich mal kurz einhaken. Bei uns in der Firma werden u.a. Antennen für die Masten von Mobilfunknetzen hergestellt, in "meiner" Abteilung die Grundkörper im Inneren (Reflektoren, das Material ist überwiegend bleifrei verzinntes Kupfer).
Dazu werden im allerersten Schritt, nach dem Stanzen und Biegen, Trennwände eingebaut um einzelne Bereiche mit Baugruppen abzutrennen. Diese Trennwände werden eingelötet, der genaue Ablauf und die genaue Technik würde jetzt den Rahmen sprengen. Aber, dazu wird Lötpaste aus Tuben verwendet, die Spritzen ähneln. Zu sehen ist so eine Tube HIER. Auch kann man hier erkennen daß es wie bei Spritzen so einen Kolben gibt (in dem Datenblatt als PDF etwas weiter unten auf der Seite).
Wie Hans schon anmerkte, gibt es sowas auch bei Conrad: SMD-Lötpaste. Der Haken ist hier der Preis.... 9,95€ für 10g.

Die Firma, in der ich arbeite, kriegt so 50g Tuben zwecks der Abnahmemengen zu einem ganz anderen Preis. Hilfreich wäre aber, wenn man sich mal umschaut ob es noch andere Händler gibt, evtl. spezielle im Elektronikbereich, die nicht ganz so teuer wie Conrad sind.
Das Zeug an sich ist jedenfalls sehr sehr praktisch. Unsere Tuben haben an der Öffnung z.B. ein Schraubgewinde, sodaß man Kanülen in den unterschiedlichsten Stärken verwenden kann.

Die Tage werde ich mal schauen, ob ich noch ein oder zwei erste Ausgaben finde und ggf. nächste oder übernächste Woche mit der bei uns verwendeten Lötpaste (aber auch mit normalen Lötzinn als Draht) einen Versuch starten mittels Gasbrenner. Lötkolben haben wir zwar auch, aber ich denke ein Gasbrenner ist bei der Dicke des Materials effektiver (am effektivsten wäre einer unserer Reflow-Öfen, aber bis man da die richtige Einstellung hat;) )

Mal schauen, was dabei rauskommt.

EDIT:

Für die, die das näher interessiert, HIER gibt es das Datenblatt der am meisten verwendeten Lotpaste (zumindest in diesen Tuben) bei uns.
« Letzte Änderung: 27. August 2010, 00:09:32 von olli »
"Solange die Sterne noch steh'n, solang wird ein Traum nicht vergeh'n
solang das Feuer in uns brennt, und blau-weiß jeder kennt
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uman 9te

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #20 am: 26. August 2010, 23:51:46 »
was mich wundert, das von löhten und sekkleber bis jetzt gepostet wurde, aber nicht von 2K kleber.
2K kleber ist eine bessere alternative als sekkleber.

gruß uman

Michael

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #21 am: 27. August 2010, 00:38:00 »
was mich wundert, das von löhten und sekkleber bis jetzt gepostet wurde, aber nicht von 2K kleber.
2K kleber ist eine bessere alternative als sekkleber.

gruß uman

vielleicht weil es hier um das "Löten" geht und nicht um das "Kleben" :D
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uman 9te

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #22 am: 27. August 2010, 02:08:21 »
da gebe ich dir recht, dann hätte auch der sekkleber hier nichts zu suchen.
aber wo soll man das sonst posten, ohne einen neuen thread auf zu machen?
BESSER WÄHRE ES, verbindungs techniken  bei der ju87 1:16 zu schreiben. anfänger wurden da eher infos suchen.
manch einer wird bei löhten nicht anklicken, weil es für ihn nicht in frage kommt.

gruß uman

Erdinger

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #23 am: 27. August 2010, 07:49:28 »
@ Uman 9te:
Es spricht aber auch sicher nichts dagegen, wenn du oder jemand sonst einen weiteren Thread aufmacht mit dem Thema: "Kleben statt Löten" oder einfach nur "Kleben - Möglichkeiten und Mittel".
Das würde mit nur einem weiteren Gesprächsfaden alles abdecken, was nicht unter Löten fällt.
Grüße!
Thomas 
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standart2k

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #24 am: 27. August 2010, 08:33:19 »
@Michael

Mal ne blöde Frage, wie hast du bei Instrumentenbrett das Lötzinn aufgebracht. Habs gestern auch versucht, aber entweder ist es nicht verlaufen und hat Klumpen gebildet oder es hat alles zugesetzt.
Im Bau:
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Michael

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #25 am: 27. August 2010, 08:50:51 »
Jepp die Glasfaserteile sind nicht so besonders, ich benutz den eigentlich auch nur ab und zu mal um zuviel Sekundenkleber auf Ätzteilen zu entfernen. Polierte Messingteile sind ja nicht gerade förderlich für die Lackhaftung :D Die Verfärbungen sind ja kein Problem, ich denke das die nach dem Schleifen sowieso nicht mehr zu sehen sind. Und wenn deckt die Farbe es zu. Manchmal verfärben sich ja auch Ätzteile schon beim Kleben mit Sekundenkleber wenn sie hauchdünn sind.
Hier ging es um einen Glasfaserradierer und wofür ich den benutze, und um die Verfärbungen die Thomas beim Löten feststellte, in diesem Zusammenhang  habe ich Sekundenkleber erwähnt. Ist ja auch kein Problem das Du 2K Kleber erwähnst. Habe nur Deine Frage beantwortet warum noch niemand darüber geschrieben hat.
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Michael

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #26 am: 27. August 2010, 08:58:12 »
@Michael

Mal ne blöde Frage, wie hast du bei Instrumentenbrett das Lötzinn aufgebracht. Habs gestern auch versucht, aber entweder ist es nicht verlaufen und hat Klumpen gebildet oder es hat alles zugesetzt.

Ich habe nur einen kleinen Tropfen Lötzinn auf die Spitze des Lötkolbens gebracht und die zu verzinnenden Teile gut mit Lötwasser eingestrichen, dann das Zinn über dem Kleinteil verteilt und vor dem verlöten mit dem Armaturenbrett dieses auch gut mit Lötwasser eingestrichen. Wenn sich alles zugesetzt hat hast Du zuviel Lötzinn verwendet, nicht verlaufen und Klumpen passiert normal nur wenn Du kein Lötwasser verwendet hast. Mit einem Gaslötbrenner und einer Bürste bekommst Du die Teile wieder sauber die sich zugesetzt haben.
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standart2k

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #27 am: 27. August 2010, 09:14:32 »
@Michael

Mal ne blöde Frage, wie hast du bei Instrumentenbrett das Lötzinn aufgebracht. Habs gestern auch versucht, aber entweder ist es nicht verlaufen und hat Klumpen gebildet oder es hat alles zugesetzt.

Ich habe nur einen kleinen Tropfen Lötzinn auf die Spitze des Lötkolbens gebracht und die zu verzinnenden Teile gut mit Lötwasser eingestrichen, dann das Zinn über dem Kleinteil verteilt und vor dem verlöten mit dem Armaturenbrett dieses auch gut mit Lötwasser eingestrichen. Wenn sich alles zugesetzt hat hast Du zuviel Lötzinn verwendet, nicht verlaufen und Klumpen passiert normal nur wenn Du kein Lötwasser verwendet hast. Mit einem Gaslötbrenner und einer Bürste bekommst Du die Teile wieder sauber die sich zugesetzt haben.

Ah, Ok, danke für die Hilfe. Ich habs nämlich erst mit nem Gaslötbrenner und offener Flamme versucht. dabei kam gar nix raus. Und dann mit nem normalen Regelbaren das Teil von unten erhitzt und dann das Lötzinn aufgetragen, hat dann eben auch nicht funktoniert. Werds jetzt mal so probieren.
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olli

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #28 am: 02. September 2010, 18:53:23 »
Ich habe heute in der Firma das verlöten mit unsere Lötpaste mal ausprobiert (man gut daß ich mir nochmal das erste Heft gekauft habe...)
Vom Prinzip her eine feine Sache, sofern man nicht unter Zeitdruck steht, keine zittrige Hand hat und eine Möglichkeit die Teile, die zu verlöten sind, zu fixieren. Sprich, mein Ergebnis ist... milde ausgedrückt, ziemlich suboptimal.

Sofern es zeitlich möglich ist, werde ich weitere Versuche unternehmen und bei halbwegs erfolgreicher Arbeit Bilder präsentieren.

Falls man nichts mehr von mir hört, habe ich mir die Finger verbrannt oder bin zu unfähig und lass es sein :pffft:
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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #29 am: 02. September 2010, 19:00:31 »
Mensch Olli,
mein ganzer erster Bausatz war suboptimal! Wie oft hast du bisher gelötet? Löten ist für mich ein Thema welches ich jetzt erst für mich erforsche. Und was erwarte ich am Beginn? Gar nichts! Hauptsache, sich nicht entmutigen lassen!
Bin gespannt auf deine Bilder und Erfahrungen! :santa:
Grüße!
Thomas 
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