Autor Thema: Flugzeuge Kategorie 4 - Saab J29F Tunnan Österreich  (Gelesen 4096 mal)

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Ralf_B

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Flugzeuge Re: Kategorie 4 - Saab J29F Tunnan Österreich
« Antwort #15 am: 18. März 2011, 11:11:10 »
Mensch Hans,

das klingt nach viiiel Arbeit! Du legst sie Messlatte ganz schön hoch...

Bin gespannt auf die Bilder!

Ralf

Hans

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Re: Kategorie 4 - Saab J29F Tunnan Österreich
« Antwort #16 am: 18. März 2011, 17:17:06 »






Der aktuelle Stand. Hier nochmal die Zusammenfassung der Lackierung:
- Tamiya X-11, zu grob
- 50% Vallejo Air Alu und Steel, 50% Revell Aqua hellgrau. Farbe ist berührungsempfindlich, soll heissen, bei Berührung schlägt das Alu durch. Kann man nutzen, indem man es poliert. Die Vallejo Air-Metallfarben sind eingeschränkt polierfähig, der Metalleffekt wird besser.
- Paneele in Vallejo Air Alu / 30% Future
- weitere Paneele in Alu-Decal von MicroScale. Klappt nur bedingt, trotz superscharfen neuen Skalpells sind die Schnittkanten nicht 100% gut.

Es musste mehrere Male hin-und her abgeklebt werden, einfach aus Schlamperei und Hektik. Das nächste Mal geb ich gleich eine Schicht Future über das Grau-Alu, damit es besser grifffest und abklebefest ist.

Hier nun die Future-Schicht zum "versiegeln", als Weathering-Basis und Anti-Silvering-Basis. Jetzt werden die Blechtstösse betont und die Decals kommen drauf.

Hinweis: Die Paneele sind nicht wirklich in der Form der Originale. Komplett umgravieren wollte ich nicht.

H
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KlausH

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Re: Kategorie 4 - Saab J29F Tunnan Österreich
« Antwort #17 am: 18. März 2011, 17:56:50 »
Klingt ein wenig praradox, wenn du bei den Gravuren auch noch von "betonen" sprichst. ;) Aber du weißt ja bekanntlich, was du tust, drum schau ich einfach mal weiter zu.

Schöne Grüße
Klaus 

Hans

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Re: Kategorie 4 - Saab J29F Tunnan Österreich
« Antwort #18 am: 18. März 2011, 18:28:21 »
Da hast du völlig recht. Aber ich sag ja, was völlig normales wird das nicht... ;)
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Hans

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Re: Kategorie 4 - Saab J29F Tunnan Österreich
« Antwort #19 am: 18. März 2011, 21:03:48 »






Die TL-Decals sind recht trotzig. Eher starr, gehen nicht gern in die Grube. Gegen Weichmacher resistent, aber das ganze harte Zeug will und kann ich nicht nehmen, da das alles nur das Future / und /oder den Acryllack angreift. Decadry sind Rubbelbuchstaben, die ich vor ca 30 Jahren mal in Bozen gekauft habe - und die es verblüffender Weise heute noch unverändert gibt. ( http://www.decadry.de/page/153/decadry-anreibeschriften )  (Obacht, Grosshandelspreise!! 12er-Pack).
Ich habe die Ziffer jedoch auf klaren Decal-Film (Superscale) aufgerubbelt und mit MrGunze Super Clear aus der Spraydose versiegelt, bevor ich es wie ein ganz normales Decal aufgebracht habe.
Einige Wartungshinweise sind aus der Originalbox. Sie sind aus dem Register, die rote Farbe ist weiss grundiert und das Weiss sieht man. Auf silber aber eher nicht.
HaSpez ist CorelDraw 11, ein Foto des Wappens, CorelPhotoPaint, ACT-Decal Papier für Inkjet (klare Version), HP 4580 Inkjet, Mr Gunze Super Clear als Decklack.

Das Staffelwappen, ein Steinbock, ist bei den Originalen so angebracht gewesen, dass der Steinbock immer in Flugrichtung blickt. Linke Rumpfhälfte also Blickrichtung links auf dem Wappen. Ich hab natürlich das Wappen nur mit einer Blickrichtung gedruckt und das erst gemerkt, als alles drauf war.
Wer zudem sehr scharfe Augen hat, erkennt, dass der schwarze Rahmen um das gelbe M unvollständig und beschädigt ist. War ein Haufen Arbeit, das so hinzubekommen.

H
« Letzte Änderung: 18. März 2011, 21:07:14 von Hans »
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Universalniet

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Re: Kategorie 4 - Saab J29F Tunnan Österreich
« Antwort #20 am: 18. März 2011, 21:07:39 »
Hallo Hans,

sieh schaaaarf aus.  :P :P

Ein Frage, auf dem linken Flügel, hast Du da an der Spitze etwas zu weit abgeklebt, oder warum scheint da ein Ecke Hellsilber zu fehlen?  ?(

Gruß,

Marc

Hans

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Re: Kategorie 4 - Saab J29F Tunnan Österreich
« Antwort #21 am: 18. März 2011, 21:09:38 »
Das ist durch das mehrmalige Hin-und Her-Abkleben entstanden. Ein echter Fehler. Aber wart's ab.

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Universalniet

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Re: Kategorie 4 - Saab J29F Tunnan Österreich
« Antwort #22 am: 18. März 2011, 21:10:29 »
... Aber wart's ab.

H

Mach, weißt Du doch   ...  :winken:

Hans

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Re: Kategorie 4 - Saab J29F Tunnan Österreich
« Antwort #23 am: 24. März 2011, 19:50:41 »
So, Paneele sind fertig, erstes Weathering ist drauf, Mattlack (Gunze Aquaeus) auch. Bilder gibt es im Moment nicht, da der aktuelle Zustand eher verwirrt.... :D. Ich muss mich jetzt auf die Suche nach einer Grundplatte machen, mal sehen, was ich da mache. Dann erst kanns weitergehen.

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Hans

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Re: Kategorie 4 - Saab J29F Tunnan Österreich
« Antwort #24 am: 25. März 2011, 22:18:11 »
Ich habe mich mit dem Fotografen in Verbindung gesetzt, der das Vorbildfoto (siehe ersten Beitrag) gemacht hat. Ich hatte ihn gebeten, mir zu erlauben, das Vorbildfoto zu zeigen, nicht nur zu verlinken - was ich zwischenzeitlich getan habe. Zusätzlich schickte er mir auch einen Link zu einem Bild der anderen, der rechten Seite. Murks. Auf die Maschine gehört unter das Cockpit eine schwarze 700 im Lorbeerkranz. Keine grosse Sache ----wenn ich denn das Modell nicht schon mit Mattlack behandelt hätte. Jetzt muss ich mal sehen, was ich jetzt mache.

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Foto: Erik Frikke
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KlausH

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Re: Kategorie 4 - Saab J29F Tunnan Österreich
« Antwort #25 am: 26. März 2011, 04:15:36 »
Den Mattlack mit einem Baumwolltuch etwas aufpolieren und dann nachher wieder ein wenig nachbessern, wenn das Decal drauf ist? Den Tip hat mir Stefan mal gegeben, und es klappt meist tatsächlich recht gut. Wobei, zugegeben, der Lorbeerkranz schon recht viel Gelegenheit zum Silvern gibt...

Hans

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Re: Kategorie 4 - Saab J29F Tunnan Österreich
« Antwort #26 am: 26. März 2011, 13:35:35 »
Sowas in der Richtung wird es sein. Mattlack an dem Paneel polieren und Decal mit Future aufschwimmen, danach wieder Mattlack. Jetzt anschließend versuch ich, das Motiv mal zu zeichnen.

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Hans

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Re: Kategorie 4 - Saab J29F Tunnan Österreich
« Antwort #27 am: 26. März 2011, 14:35:15 »
Bin i deppert. Der Lorbeerkranz ersetzt das Staffelwappen, das schon drauf ist und auch unter dem Mattlack sauber eingebettet ist...nee...ich glaub ich lass das so...
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Wolf

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Re: Kategorie 4 - Saab J29F Tunnan Österreich
« Antwort #28 am: 28. März 2011, 19:05:56 »
man kann sowas ausbessern, wenn man möchte. Das entsprechende Panel zum Schutz rings herum abkleben. Lack und Decal runterschleifen. Neuer Lack, neues Decal, Weathering und wieder Mattlack drüber. Anschließend Schutzabklebung entfernen und evt den Bereich gr0ßzügig nochmal beilackieren (Falls überhaupt notwendig).
Wer Future hat, hat noch lange keine Zukunft
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Stand 19.02.2009, Neues Kapitel "Airbrush, Erweiterung Galerie Bf 109 E-7/trop"

Hans

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Re: Kategorie 4 - Saab J29F Tunnan Österreich
« Antwort #29 am: 28. März 2011, 21:52:47 »
Richtig, so könnte es gehen. Mein Problem: Es geht letztlich über zwei mit unterschiedlichen Silberfarbtönen lackierten Panels. Naja, das eine könnte man "retten", da würde polieren reichen. Und wenns ein Wettbewerbsmodell wäre, würde ich es versuchen. Aber es ist letztlich mein persönlicher "Teaser" für das Matchbox-Projekt, ich hab ja noch die FW 190 vor mir. Langer Rede, kurzer Sinn, ich ändere nix mehr.

Nochmal zum Vorbild, hier zwei Bilder, die mir der Fotograf zur Verfügung gestellt hat, jetzt von beiden Seiten:





Die Lackierarbeiten sind bis auf das Weathering abgeschlossen, nun also die Basis. Zwei Plastikplatten, eine in 3mm und eine in 2mm wurden zugeschnitten, verklebt und verschliffen. War weitaus aufwendiger als ich mir das vorgestellt hatte. Beim ersten Lackierversuch fiel mir die geklebte Platte hinunter und die beiden Platten sprangen auseinander. Damits "schneller" geht, hatte ich Superkleber genommen, der halt Scherbelastungen gar nicht mag. Die erneute Verklebung mit Pattex Plastik ging dann schon gut, aber die Platten passten nicht mehr 100% aufeinander (Kleberreste...) und es musste verfugt werden. Danach mit Spritzspachtel behandelt, der die Farbreste anlöste. Zudem bekam er seltsame Trocknungsrisse, obwohl nur dünn gespritzt. Endlackierung dann in irgendeinem Dunkelgrau (Spraydosenrest aus dem Museum....), danach Gunze seidenmatt.


Danach der Landschaftsaufbau: Eine Ecke Strasse wurde aus 800er Sandpapier geschnitten und mit Superkleber aufgeklebt. Die erste Schicht Boden wurde mit Acrylmasse aufgebracht. Das auf dem Foto gezeigte Produkt ist sehr gut geeignet, aber definitiv kein Muss. Irgendeine andere Acrylmasse (Künstlerbedarf) plus Farbe plus Sand würde es genauso tun. Solche Massen, sogar strukturiert (also mit Sand) gibt es jede Menge im Künstlerbedarf. Die Vallejo-Masse ist dagegen ggf für den Modellbauer evtl. leichter zu beschaffen. Allerdings tuts letztlich auch Acrylfugenmasse aus dem Baumarkt, halt eben eingefärbt und ggf mit Sand strukturiert. Die erste Schicht wurde aufgebracht, um Volumen zu erzeugen, die Oberfläche ist nicht endgültig.



Nach dem Antrocknen der ersten Schicht, wurde eine leicht verdünnte zweite Schicht aufgetupft, im die Pinselstriche zu verdecken.



Nach dem Durchtrocknen wurde die Strasse bemalt: Dunkelgrau Vallejo oder Revell Aqua, danach Schattierungen in dunkelbraun und schwarz, einfach vertupft. Danach Drybrushing in mittelgrau und hellem Ocker. Die Mittellinie wurde als Maske in Tamiyatape geschnitten und hellgrau aufgetupft, danach weisses Nachtupfen.

Als Gras hab ich mal ein anderes Produkt versucht: Heki Decovlies Herbst (aus dem Eisenbahnmodellbau). Der Farbton ist ganz brauchbar, wirkt wie angetrocknetes Gras. Das Vlies ist sehr leicht auseinander zu ziehen, man klebt es nicht deckend auf, sonst könnte man ja gleich eine Nullachtfünfzehn-Grasmatte nehmen. Als Leim habe ich Tesakleber, wasserlöslich, mit Tamiya Mattierer mattiert und mit Pigment eingefärbt. Farbe würde auch gehen. Das auseinander gefetzte Grasvlies wurde dann mit Reinhartshagener "Weide" überstreut, gibts leider nicht mehr. Es gehen aber auch die anderen Pülverchen, die der Eisenbahnladen bietet. Ohne abzuschütteln, habe ich dann ein Küchenpapier über das Ganze gedeckt und alles kräftig angedrückt. Das Gras soll ja nicht hoch stehen (wobei es natürlich in echt auch unterschiedliche Mäh-Zustände gibt....). Danach trocknen lassen und dann erst kräftig ausgeschüttelt.



Eigentlich hatte ich damit gerechnet, jetzt noch farblich nachbehandeln zu müssen. Aber das Gras "schillert" nicht (wie viele Grasmatten) und das "Weidepulver" hat alles schön verblendet.
Der Ständer besteht aus zwei ineinandergesteckten Rai-Ro-Polystyrol-Röhrchen, das innere dann mit Innendurchmesser ca 1mm, in das dann ein Messingdraht gesteckt wurde. Die Plastikplatte wurde durchbohrt. Ein Nagel mit dem Durchmesser des ganzen Innenrohres wurde von unten durchgesteckt (der Kopf natürlich versenkt). Auf diesen Nagel dann das Rohrkonstrukt. Das geht sicherlich eleganter, aber ich nahm, was ich grad da hatte. Irgendwas geschraubtes wäre natürlich inschinörsmässiger, aber ich bin ja keiner.

Zu guter Letzt die Passprobe:




Fortsetzung folgt...
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