Autor Thema: Funktionsmodellbau Bell 47D/ H-13D (Eigenentwicklung 3D Druck / 1:32 )  (Gelesen 2987 mal)

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vandragon

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Funktionsmodellbau Re: Bell 47D/ H-13D (Eigenentwicklung 3D Druck / 1:32 )
« Antwort #15 am: 01. Mai 2014, 14:33:50 »
Danke für Euren Zuspruch :)
@Rolle ja das Material hält schon so einiges aus. Man muss schon einen ordentlichen Crash bauen um das Gestell zu zerstören. unkapputbar ist es aber auch nicht.

@Flugwuzzi ich mache ja auch keine richtiges CAD, Blender ist eher ein 3D Modellierungswerkzeug und da hat muss man nicht 100%tig auf das Maß achten.

@tsurugi 3D Druck ist gerade für unser Hobby sehr spannend, man hat eben die Möglichkeiten, wenn man sich die Fähigkeiten aneignet, was eigenes zu kreieren und kann das dann beliebig vervielfälltigen. Einfach toll :) Meine SA-315b ist ja ebenfalls nach dem Prinzip entstanden ... rauskram..



@Ralf_B als Standbausatz könnte man es nehmen aber da müsste schon noch einiges an Details gebastelt werden. Diese Modelle sind eben vor allen fürs fliegen konzipiert wurden.

@knightofthesky danke :)

Dannebrog

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Re: Bell 47D/ H-13D (Eigenentwicklung 3D Druck / 1:32 )
« Antwort #16 am: 06. Mai 2014, 16:22:00 »
Sehr schick!  :P  Schade, daß man das Cockpit nicht noch ein bißchen scaliger ausbauen kann.
Mit besten Empfehlungen vom Mike!
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tengel

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Re: Bell 47D/ H-13D (Eigenentwicklung 3D Druck / 1:32 )
« Antwort #17 am: 06. Mai 2014, 18:37:17 »
Wow - feine Sache.
Eine Frage: Wo hast Du die Teile Drucken lassen? Die sehen ja wirklich klasse aus.
Best Regards
Torsten
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vandragon

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Re: Bell 47D/ H-13D (Eigenentwicklung 3D Druck / 1:32 )
« Antwort #18 am: 07. Mai 2014, 08:23:10 »
@Dannebrog danke, für ein Cockpitausbau ist bei der Bell wenig Platz vorhanden, bei der SA-315 könnte man es zumindest versuchen aber auch hier fehlt ja noch der Akku im Foto. Vor allem muss man aber immer auf das Gewicht achten und das wird durch einen Ausbau des Cockpit eben nicht weniger.

@tengel :) die Teile habe ich bei Shapeways drucken lassen, ich arbeite mit diesem Dienstleister schon ein paar Jahre und kann wenig Negatives berichten.

Heute sollten die neuen Teile eigentlich verschickt werden, schauen wir mal :)

vandragon

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Re: Bell 47D/ H-13D (Eigenentwicklung 3D Druck / 1:32 )
« Antwort #19 am: 22. Mai 2014, 09:24:09 »
Die Teile der Bell 47D sind vom Druckdienstleister zurück. Hat ein wenig länger gedauert, da die Stabilität der Teile beim Glätten nicht gereicht hat. Da muss ich noch mal schauen wo es gehackt hat. Ist halt auch mein erstes flugfähiges Modell was fast komplett aus dem Drucker kommt.

Mal alle Teile fein säuberlich nebeneinander gelegt, somit bekommt man schon mal einen besseren Eindruck. Viele Teile sind es ja nicht gerade, aber trotzdem hat es bis hierher recht lange gedauert. Dazu gekommen sind vor allem noch die Auflagen für die Tragen und die Schutzabdeckungen für die Köpfe der Patienten.



Zur Probe wurden die großen Teile auch gleich mal zusammen gesteckt, aber viel Überraschendes war nicht dabei. Zum großen Teil ist es ja noch das alte Modell.



Warum ich mir trotzdem die Arbeit gemacht habe die Kanzel fast noch einmal komplett neu zu konstruieren, sieht man schön auf dem diesem Bild. Da habe ich mal die erste Version (rechts) neben die neue Version (links) gestellt. Die Bodenplatte ist jetzt ebener und der hinter Teil hat jetzt einen schönen auslaufenden Bauch zum Boden hin. Somit hat das Modell schon eine größere Ähnlichkeit mit einer D Version.



Somit kann der eigentliche Prototypenbau jetzt los gehen.

vandragon

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Re: Bell 47D/ H-13D (Eigenentwicklung 3D Druck / 1:32 )
« Antwort #20 am: 27. Juni 2014, 08:55:54 »
Ich bin in letzter Zeit nicht wirklich dazu gekommen was an der Bell zu machen, also staubte Sie so vor sich hin. Da ich ja vorhabe, die Bell in einem kleinen Diorama oder in einem Tabletop zu präsentieren, fehlten eben auch noch ein paar Teile, welche aber jetzt da sind.

Natürlich habe ich mich im Vorfeld mal umgeschaut um ein paar Anreize für das eigene kleine  Diorama gesammelt. Mir schwebte eine Mini Szenerie mit einer Figur als Ergänzung zum Modell vor. In etwa Pilot präsentiert sich vor seiner Maschine. Das Problem dabei war aber schon mal, es gibt in 1:32 kaum brauchbare Figuren, welche man für diesen Zweck hätte benutzen können. Dazu kommt das die Zeitliche Epoche die Auswahl noch einmal begrenzt.

Da ich einfach nicht die passende Figur gefunden habe, blieb mir nix anderes übrig als eine eigene zu zeichnen.  Damit habe ich aber bis jetzt auch noch keine wirkliche Erfahrung gesammelt. Mit Hilfe einer Grundfigur und viel Geduld, ist ein für mich doch recht befriedigendes Ergebnis raus gekommen.



Das ging dann wieder zum Druckdienstleister. Anfang der Woche konnte ich die Figur dann in Empfang nehmen und bis auf ein paar abgebrochene Finger war auch alles soweit i.O. Ein wenig Farbe drauf und dann gleich mal in Position gebracht.

Vor dem zukünftigen Arbeitsgerät


Und vor der Ersatzmaschine :)



Am Modell selber ist auch schon ein wenig weiter gearbeitet worden. Vor allem habe ich die Teile erst einmal säubern müssen, da es ja bei diesem Testdruck dem Dienstleister leider nicht möglich war die Teile zu polieren und somit waren diese eben noch recht rau. Ich habe mal versucht es anhand eines Bildes zu verdeutlichen was die Behandlung mit einfachen Klarlack (Revell Aqua Color) und ein wenig Schleifen ausmacht.


Das gleiche Bild noch mal vergößert.
http://web55.cyberwebserver-04.de/bilder/modellbauboard/47d/img34.jpg

So sobald es weitere nennenswerte Fortschritte gibt, geht es hier weiter :)
« Letzte Änderung: 27. Juni 2014, 09:26:22 von vandragon »

KUO

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Re: Bell 47D/ H-13D (Eigenentwicklung 3D Druck / 1:32 )
« Antwort #21 am: 01. Juli 2014, 10:03:52 »
Cooles Projekt!

Mal eine Frage am Rande. Kann man die Blender Datei direkt zum Drucken verwenden oder wie kommst du bzw. dein Druckdienstleister zu den Druckdaten?

Hab nämlich gerade einen 3D Printer zum Testen hier und schau mich gerade um passende Zeichen-Software um.

MFG

Philip
Ut nullus aliam et iram provocet,si vis pacem para bellum.
(Keiner soll den anderen zum Zorne reizen, doch wenn du Frieden willst,bereite dich auf den Krieg vor)

vandragon

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Re: Bell 47D/ H-13D (Eigenentwicklung 3D Druck / 1:32 )
« Antwort #22 am: 01. Juli 2014, 13:29:35 »
Danke erst einmal :)

Also Shapeways erlaubt ja ein paar Formate, und diese werden dann bestimmt in Ihr gewünschtes Zielformat konvertiert. Aus Blender heraus exportiere ich entweder in STL oder DAE. Alle beiden Formate verarbeitet Shapeways problemlos.
Wenn Du jetzt selber einen 3D Drucker zu Hause zum testen hast, dann musst Du einfach schauen welche Dateiformate das zu Verarbeitende Programm annimmt. Oder aber, wenn der 3D Drucker ein direktes drucken ohne angeschlossene Hardware+Software zulässt, dann sollte es in den Technischen Details stehen.

vandragon

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Re: Bell 47D/ H-13D (Eigenentwicklung 3D Druck / 1:32 )
« Antwort #23 am: 01. September 2014, 12:14:45 »
Nach langer Pause bin ich endlich dazu gekommen an meine Baustelle Bell 47D weiter zu arbeiten.

Als erstes wurden die Magnete für die Tankattrappe komplementiert.


Des Weiteren habe ich eine Maske angefertigt um die Heckfinne für die Bell herzustellen. Dazu nehme ich Reste von einer Plastiksheet Platte.


Ist ein bisschen fummelig die Verstrebung der Finne anzubringen aber trotzdem keine Hexerei (Da habe ich irgendwie das Foto vor dem Lackieren vergessen).


Danach ging es direkt in die Lackierkabine. Als Farbe kommt hier Revell Aqua Color zu Einsatz. Man könnte auch alles ohne Probleme mit dem Pinsel anmalen aber ich habe trotzdem die Airbrush Pistole geschwungen.
Viele Teile sind es ja nicht :)

Jetzt strahlt alles in einen schönen olivgrün.


Das Grundmodell steht, da ging es an die ersten kleineren Teile. Die Motorattrappe wurde erst ein bisschen bereinigt und bekam den Grundanstrich. Gleichzeitig wurde der Luftansaugschlauch auch gleich ein wenig aufgepeppt.


Danach habe ich versucht die Attrappe ein wenig zu verschmutzen, nun ja geht schon so :)


Danach wurde alles an seinen angestammten Platz montiert. An dieser Stelle fand dann ebenfalls gleich der Ansaugstutzen seine endgültige Position.


...

vandragon

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Re: Bell 47D/ H-13D (Eigenentwicklung 3D Druck / 1:32 )
« Antwort #24 am: 02. September 2014, 14:05:08 »
Ich habe jetzt die letzten Bilder noch zusammengestellt und kann somit heute zum aktuellen Stand zurückkehren.

Der nächste Schritt nach dem lackieren waren hier direkt das Aufbringen der überschaubaren Decals.
Da ich als Vorlage die Decals von MRC heranziehen konnte, war die Erstellung diesmal eher einfach. Zuerst war ich auch am Überlegen ob ich die M*A*S*H Variante baue aber mich hat das Blech, auf welchem der Schriftzug platziert ist, gestört. Damit hätte ich ein Großteil der Motorattrappe verdeckt.


Die Eisengurte, welche den Tank beim Original halten, hatte ich ja schon bereits bei der Chile Variante probiert einfach anzudeuten. Das fand ich Optisch doch recht ansprechend, daher war es nur logisch dies hier ebenfalls anzuwenden. Wie damals kam wieder ein bisschen Material aus einer AluAssiette zum Einsatz.


Wenn man einmal beim Schneiden von Alustreifen war, konnte gleich auch etwas mehr für die weitere Verblendung der Motorgruppe abgeschnitten werden. Bei einigen Modellen der Bell 47D findet sich zwischen dem Motor und der Rückwand ein Art Schutzabdeckung aus Leder oder Stoff. So richtig konnte ich das auch nicht deuten. Aber das habe ich gerne aufgegriffen um eben etwas mehr Blickschutz zu bekommen. Wie schon geschrieben wurde ebenfalls ein wenig Alu zurecht geschnitten und grob gefaltet. Dann mittels Sekundenkleber an seinem Bestimmungsort angeklebt.


Ein wenig Farbe drauf und damit kann ich leben. Das fehlende Bodenschubrad wurde gleich mit angebracht.


Vom verlegen der Kabel für den Heckmotor habe ich jetzt keine weiteren Bilder, aber so spannend ist das ja auch nicht :)

Bevor ich zum Abschluss des eigentlichen Helis komme, wollte ich mal noch anhand der Tragen ein wenig genauer zeigen wie diese bei mir entstanden sind.
Zuerst wurden die Folienkörper ausgeschnitten



Danach erfolgte die Bemalung und Beklebung des Kanzelteiles.


Da bei einem Tiefziehteil ja logischerweise auf der Rückseite Vertiefungen entstehen, mussten diese Löscher ja geschlossen werden. Dazu habe ich wieder meine Alustreifen herangezogen. Mittels abpausen der Feilenoberfläche bekommt diese dann auch noch etwas Struktur.


Bevor ich aber diesen Streifen verkleben konnte, musste ja noch irgendwie die Befestigung am Heli realisiert werden. Gewicht bedeutet immer kürzere Flugzeit, also sollten die Tragen abnehmbar sein um hier ein Flugbetrieb ohne zu ermöglichen. Das einfachste war wieder der Einsatz von Magneten. Dazu habe ich von einem Aktendulli ein paar kleine Stücke abgeknipst und diese wurden dann am Landegestellt angebracht.


Sobald dies geschehen war, konnte ich die ausgeschnittenen Tragen drauf platzieren und mittels Magnet fixieren. Passt, Leim drauf.


Danach erfolgte die Bemahlung und Montage der paar Einzelteile + einem kleinen Haltegriff aus Messingrundmaterial (sieht man auf späteren Bildern)


So fast fertig, noch schnell die Tankzuleitung imitieren und dass sollte es gewesen sein.


Das fertige Modell im aktuellen Zustand. Als nächstes folgt dann der Präsentationssockel.