Autor Thema: Flugzeuge North American P-51D Mustang, 1:48, Hasegawa  (Gelesen 1281 mal)

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ralph21075

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Flugzeuge North American P-51D Mustang, 1:48, Hasegawa
« am: 30. Juni 2015, 12:33:59 »
Ich freue mich sehr, endlich wieder einen Roll-Out geschafft zu haben. Eine kleine schöpferische Pause hatte ich mir gegönnt...  :pffft: und nun ging es mit meinem ersten Propellerflieger weiter. Nachdem ich einige Woche den Bastelkeller nicht betreten hatte, habe ich mir ein relativ einfaches und leicht zu bauendes Kit von Hasegawa gegönnt. Das einzige After-Market-Produkt war eine Eduard Maskierfolie für das Cockpit. Nach Fertigstellung bin ich nun hoffentlich wieder motiviert genug, um mich weiter meinem Phantom-Projekt zu widmen...

Zum Vorbild: Dargestellt ist die Maschine von Major Harry C. Crim, 21. Fighter Group, 531. Fighter Squadron, Iwo Jima, April 1945. Die Mustang hat es mir schon immer angetan, einfach eine (in meinen Augen) fast unerreicht schöne Kiste. Wer über diesen einen Satz mehr Information zu diesem Flugzeugtyp benötigt, dem sei dieser Link ans Herz gelegt: Wikipedia

Zum Modell: Wie erwähnt bereitet dieser Bausatz so gut wie gar keine Probleme. An der Unterseite des Lufteinlasses unter dem Rumpf bedurfte es einiger kleiner Spachtelarbeiten. Und mit der Kanzel bin ich nicht glücklich. Sie ist nicht ganz passig. Beim Versuch, das mit etwas Kraft passiger zu machen, ergab sich leider ein kleiner Riss auf der Steuerbordseite.  8o Wie bei Hasegawa scheinbar üblich sind die Konturen der Kanzel kaum zu erkennen, was das Anbringen der Masken zu einem Geduldsspiel werden lässt. Als kleines Extra habe ich die MGs durch Spritzen-Kanülen ersetzt. Das muss ich noch üben.. der Bohrer war einen Hauch zu breit und dadurch wurde das Ganze etwas unsauber.

Zur Lackierung: Zunächst gab es ein Preshading der Blechstöße und dann habe ich vorsichtig Schicht um Schicht verdünnter Gunze Silberfarbe aufgebracht. Die Farbe ist recht grob pigmentiert, es "sprotzte" ziemlich, so das auch die verdünnte Farbe einen recht hohen Deckungsgrad hat. Dennoch schimmert das Preshading in meinen Augen grade richtig durch. Die weißen und schwarzen Streifen wurden auch lackiert – auf die Decals habe ich verzichtet. Zum ersten Mal hat es bei mir gut geklappt, ohne hinter die Maskierung kriechende Farbe. Dafür habe ich immer erst eine dünne Schicht Klarlack aufgebracht, ehe die Farbe zum Einsatz kam. Der olivfarbene Blendschutz vor dem Cockpit wurde mit Trockenmalen und mit leichtem Schaben/Kratzen mit dem Bastelmesser mit ein paar Lackabplatzern versehen, wie auch die Propellerkanten. Nach Glanzlack, Decals, Glanzlack gab es ein Washing mit feuerzeugbenzinverdünnter (geiles Wort) Ölfarbe, darüber dann Seidenmattlack. Der Glanzgrade war mir aber zu gering, darum gab es noch eine Schicht mit einem Gemisch aus Seidenmatt- und Glanzlack. Der Blendschutz wurde dann nochmal mit dem Pinsel mattiert. Zum Abschluss kamen die Abgasfahne und leichte Schmauchspuren, aufgebracht per Gun mit sehr stark verdünntem, matten Dunkelgrau.

Fazit: Hat einfach Spaß gemacht, das Rennpferdchen!





























Ich freue mich wie immer sehr über eure konstruktive Kritik!

Viele Grüße,
Ralph  :winken:
« Letzte Änderung: 06. Juli 2015, 09:51:48 von ralph21075 »
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Floppar

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Re: North American P-51D Mustang, 1:48, Hasegawa
« Antwort #1 am: 30. Juni 2015, 16:37:13 »
Also absoluter Nichtexperte der Mustang gefällt mir deine P-51 wirklich sehr gut.
Besonders die Lackierung finde ich ansprechend.

Gruß
Sören


Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.
Oscar Wilde

StiftRoyal

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Re: North American P-51D Mustang, 1:48, Hasegawa
« Antwort #2 am: 30. Juni 2015, 16:59:39 »
Moin Ralph,

sieht wirklich gut aus! Gerade ein Metal-Finish erfordert beim Altern viel Gefühl und das hast du auch wirklich gut hin bekommen.

Zu meckern habe ich natürlich auch, es sind wieder mal die Fotos  :ziel:  :D. Du hast ein wenig zuviel/zu lang belichtet. Das frisst die Kontraste und man kann viele Details nicht mehr sehen. Evtl. kannst du nochmal ein wenig "dunklere" Bilder machen?!? Das stände dienem Pony wirklich 10x besser.

Das einzige was mir noch auffällt sind die inneren Fahrwerksklappen, wenn ich mich nicht täusche verschließen die sich nach dem Ausfahren des Fahrwerks wieder und gehen auf dem Boden nur ein Stück weit auf wenn kein Hydraulikdruck mehr anliegt. Komplett ausgefahrene sieht man die eigentlich nur bei Wartungen. Allerdings kann es auch sein das mit der Zeit die Dinger komplett runter plumpsen, das können dir die Experten für das muster bestimmt besser sagen.


Sonst ist alles super, wie gesagt, für die Alterung und die suabere Ausführung des Baus bekommst du von mir höchsten Respekt!!!  

Update 30.12.2013 A6 Intruder + A6m5 Zero "Wonsan" + U-VIIC...

Exodus

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Re: North American P-51D Mustang, 1:48, Hasegawa
« Antwort #3 am: 30. Juni 2015, 19:57:17 »
Hallo Ralph,

den Spaß beim Bau sieht man dem Modell an.
Sieht sehr gelungen aus  :P

Gruß Johne

Commander JJ

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Re: North American P-51D Mustang, 1:48, Hasegawa
« Antwort #4 am: 30. Juni 2015, 22:55:31 »
Hi,
vom Gesamteindruck ein tolles Modell. Und ich finde es immer toll, wenn jemand ohne die berühmten Alcad-Farben ein schönes Silberfinish hinbekommt. Die Lackabplatzer durch Kratzen muss ich mir merken, die sehen besser aus als die lackierten.
Was mir nicht so gefällt, ist die "Naht" rund um das Cockpitdach. Da sind viele Unsauberkeiten - nicht ausreichend verschliffen - zu erkennen. Überhaupt hätte ich den Teil nicht vorher verklebt, sondern später aufgesetzt - ist doch sowieso ein bewegliches Teil. Und hier hat die Naht nicht mal ein Washing abbekommen ;(.
Das andere ist die Farbe der Radschächte - sind die nicht in Zinkchromat?
Aber wie geschrieben, ein tolles Modell.
VG JJ

ralph21075

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Re: North American P-51D Mustang, 1:48, Hasegawa
« Antwort #5 am: 01. Juli 2015, 11:15:06 »
Hallo in Runde, vielen Dank für Euer Lob! Immer wieder seeeehr motivierend!  :klatsch:

Du hast ein wenig zuviel/zu lang belichtet. Das frisst die Kontraste und man kann viele Details nicht mehr sehen. (...) Das einzige was mir noch auffällt sind die inneren Fahrwerksklappen, wenn ich mich nicht täusche verschließen die sich nach dem Ausfahren des Fahrwerks wieder und gehen auf dem Boden nur ein Stück weit auf wenn kein Hydraulikdruck mehr anliegt

@Stift Royal: Mit den Fotos bin ich auch noch nicht recht zufrieden. Ich knipse im dunklen Keller mit zwei großen Tageslichtlampen. Leider hatte ich versäumt, im RAW-Format die Bilder aufzunehmen. So sind es jetzt nachbearbeitete JPEG-Dateien. Ich glaube, ich werde Deinen Hinweis dahingehend umsetzen, bei Zeiten nochmal bessere Bilder zu machen.
Mit den Klappen hast Du Recht, das viel mir aber erst beim späteren Durchklicken von Vorbildsfotos auf. Dieses Modell habe ich recht strikt aus der Kiste gebaut und mich an die Anleitung gehalten. Aber vielleicht bessere ich das noch nach...


Was mir nicht so gefällt, ist die "Naht" rund um das Cockpitdach. Da sind viele Unsauberkeiten - nicht ausreichend verschliffen - zu erkennen. (...) Das andere ist die Farbe der Radschächte - sind die nicht in Zinkchromat?

@JJ: Zur Kanzel hatte ich schon was im Eingangstext geschrieben: Da hast Du natürlich absolut Recht und ich bin nicht so recht zufrieden mit. Nun ist Schleifen nicht so mein Steckenpferd, da habe ich noch Luft nach oben. Aber für diese Kiste reicht mir der Stand jetzt.. bei der nächsten Mustang würde ich die Kanzel beweglich halten. Was die Farbe der Radschächte angeht, habe ich mich an die Anleitung gehalten und keine weiteren Quellen konsuliert. Wenn es anders war...  :pffft:

Danke an alle! Viele Grüße,
Ralph  :winken:

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Viquell

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Re: North American P-51D Mustang, 1:48, Hasegawa
« Antwort #6 am: 01. Juli 2015, 13:12:02 »
Moin Ralph   :1:

der Untergrund macht die echt ein bischen Blaß
auf den Bildern im Projekt hat das Pferdchen mehr Kontrast

aber dennoch
 :klatsch: :klatsch: :klatsch: :klatsch:

do hescht oifach ebbes saubres nogschtellt  :P

gefällt mit absolut  :klatsch:

Gruss Jens
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ralph21075

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Re: North American P-51D Mustang, 1:48, Hasegawa
« Antwort #7 am: 01. Juli 2015, 14:38:13 »
Moin Jens – vielen Dank!! Und: Hier zeichnet sich ein Trend ab..  8o ... ich werde in Kürze bessere Bilder machen...  :woist:

Viele Grüße,
Ralph  :winken:
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Viquell

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Re: North American P-51D Mustang, 1:48, Hasegawa
« Antwort #8 am: 01. Juli 2015, 16:38:11 »
öhhhhhhhhmmmmm   Ralph , ich kenn mich bei Bildern nicht aus
Null Plan ,meine könnte nur noch schlimmer sein  ;)
die im Projekt gefallen mir einfach besser  ;)

hau rein und weite so  :P

Gruss Jens
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Hans

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Re: North American P-51D Mustang, 1:48, Hasegawa
« Antwort #9 am: 01. Juli 2015, 17:28:11 »
Es gibt ein paar wenige klassische Stolperstellen, über die die P-51-Bauer immer wieder mal fallen...  :D

Die Schächte innen sind grün, welches hängt vom Hersteller ab. Die Innenseite der Klappen können grün oder silber sein.
Die Flügel sind lackiert, in silberfarben, nicht naturmetall. Sie wurden oft freipoliert, aber keineswegs immer. Falls sie entlackt sind, gibts deutliche Farbunterschiede zu den silber lackierten stoffbespannten Rudern, Querrudern.
Die inneren Fahrwerksklappen sind immer geschlossen. Sie öffnen nur kurz, wenn das Fahrwerk ein-oder ausfährt. Wenn der Hydraulikdruck fällt, klappen sie langsam runter. In WWII waren die Pausen zwischen den Einsätzen oft nicht lang genug, damit sie komplett runterfallen. Aber Achtung: Die Landeklappen hängen am selben System, sie senken sich ebenfalls. Also wenn Fahrwerksklappen bei abgestellten Maschinen ohne laufenden Motor ganz oder halb offen, dann auch Landeklappen ganz oder halb unten.

H.

P.S. Zu den Fotos: Du leuchtest zu direkt aus. Entweder die Lampen an die (weisse) Decke richten oder weisses Backpapier davor.

H
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ralph21075

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Re: North American P-51D Mustang, 1:48, Hasegawa
« Antwort #10 am: 01. Juli 2015, 21:51:53 »
@Alle: Vielen Dank nochmal für Eure Anmerkungen. Nun habe ich neue Bilder eingepflegt, besser ausgeleuchtet und nicht so überbelichtet.  :winken:
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Re: North American P-51D Mustang, 1:48, Hasegawa *NEUE BILDER*
« Antwort #11 am: 01. Juli 2015, 22:29:23 »
Klasse, danke!   :P :P
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Re: North American P-51D Mustang, 1:48, Hasegawa *NEUE BILDER*
« Antwort #12 am: 02. Juli 2015, 00:43:53 »
Sehr schöne Bilder jetzt. Und mit dem gräßlichen Gunze-Silber so ein Finish hinzubekommen: Respekt. Ist mir noch nicht gelungen. Silber mit weiß sieht sehr edel aus. Prima!

ralph21075

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Re: North American P-51D Mustang, 1:48, Hasegawa *NEUE BILDER*
« Antwort #13 am: 03. Juli 2015, 10:25:11 »
Und mit dem gräßlichen Gunze-Silber so ein Finish hinzubekommen

Danke schön! Ich war ehrlich gesagt selbst verwundert, das das Ergebnis ganz passabel ist. Denn das Silber sprenkelt ganz schön grobkörnig raus (habe den Druck dafür von sonst 0,6-0,8 auf 1,1-1,3 erhöht), aber das kennst Du dann ja. Für meine nächste Metall-Finish-Maschine werde ich vielleicht einen anderen Weg wählen, mal sehen...  :winken:
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Shorty84

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Re: North American P-51D Mustang, 1:48, Hasegawa *NEUE BILDER*
« Antwort #14 am: 03. Juli 2015, 11:19:54 »
Hi Ralph,

echt gelungen dein Wildpferd. Mustangs in Markierungen des pazifischen Kriegsschauplatzes sieht man eh sehr selten, daher  :P. Welche Decals hast du denn verwendet?

Bezüglich der Gunze-Metallfarben: Hast du die normalen (nicht polierfähigen) benutzt? Ich frage, weil ich mir als Ergänzung zu meinen Modelmaster Metallfarben (inzwischen schwer zu bekommen) ein paar Gunze "Mr. Metal Colours" angeschafft habe und bis jetzt eigentlich nur Gutes gehört habe.

 :winken:
Markus

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