Autor Thema:  Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI  (Gelesen 15915 mal)

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KUO

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Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #30 am: 21. Juni 2016, 14:18:22 »
UPDATE 2von5

DER GLEISPLAN *NEU*

Für jede Planung bedarf es gewisser Rahmenbedingungen. Im H0 Forum gibt es eine Art Checkliste um anderen die Planungsgrundlagen näher zu bringen.

Diese kopiere ich hier jetzt mal ganz frech rein!  :D (Is ja meine!)

Zitat
1. Titel
Bahnhof Epoche V/VI mit Betriebswerk

2. Spurweite & Gleissystem
H0
Unterbau ROCO Line
im sichtbaren Bereich TILLIG ELITE

3. Raum & Anlage
3.1 Raumskizze, evtl. auch Bilder davon
Der Raum, und auch der Platz der Anlage bleiben gleich (siehe Eingangspost)

3.2 Anlagenform (L, U, Rechteck, An der Wand entlang...)
U-Form, jedoch nun "der Wand entlang" mit geringerer Tiefe

3.3 Anlagengrösse oder verfügbare Fläche im Raum
Breite: 5,3m
Tiefe Links: 3,3m (beschränkt durch Nische)
Tiefe rechts: 2,5 - 3m (aktueller Plan 2,8m)

4. Technisches
4.1 Modellbahn vs. Spielbahn
Spielbahn

4.2 Hauptbahn und/oder Nebenbahn
Hauptstrecke

4.3 Mindestradius (sichtbar / verdeckt)
420mm

4.4 Maximale Steigung
2,5%

4.5 Maximale Zugslänge
solange wie möglich

4.6 Anlagentiefe (minimal, maximal)
90cm an der Wand
150cm bei Zugriffsmöglichkeit von mehreren Seiten (nur an den beiden Enden gegeben)

4.7 Eingriffslücken / Servicegang
Eingiffslücken in den Schattenbahnhof

4.8 Anlagenhöhe der Hauptebene
~100cm

4.9 Schattenbahnhof / Fiddle Yard
Schattenbahnhof mit Umfahrungsmöglichkeit (ZS_seq?)

4.10 Oberleitung ja / nein
wahrscheinlich

5. Steuerung
5.1 Fahren analog oder digital
Digital mit BIDIB

5.2 Steuern analog oder digital
Digital mit BIDIB

5.3 PC-Steuerung
RocRail, BIDIB

6. Motive
6.1 Epoche
V/VI

6.2 Bahnhofstyp(en)
Durchgangsbahnhof, kleiner Verladeanschluß, BW mit Ausbesserungswerk

6.3 Landschaft
___

6.4 Szenerie (Stadt, Vorstadt, Land; Industrie, Gewerbe)
österreichische Vor- Kleinstadt

6.5 Bw (Bahnbetriebswerk), Lokeinsatzstelle (Kleinst-Bw)
Betriebswerk

7. Sonstiges
7.1 Vorhandene Fahrzeuge
BRAWA Talent 4023, ÖBB 5047, ÖBB 2016 mit Wendezug (City Shuttle), PIKO RailJet, ÖBB 1163, 1016, 1116,.... um die wichtigsten zu nennen

7.2 Vorhandener Gleisplan (eigener, Link zu anderen)
https://www.dropbox.com/s/dt4r05tyoyzrlx...20V7.scarm?dl=0 VERALTET

7.3 Betrieb als Einzelspieler oder zu mehrt
Computerunterstützt Einzelspieler und Mehrspieler mit Kindern

7.4 Budget
Über Geld spricht man nicht! ;-)

7.5 Zeitplan
___

8. Anhänge

9. Sonstiges
Die Anlage muss in transportablen Modulen (max 150x150cm) aufgebaut werden da, zwar nicht in nächster Zeit aber doch irgendwann, noch ein Estrich in den Raum kommen soll.



Soweit die Rahmenbedingungen.

Der Platz ist gegeben und wird durch eine Nische an der linken, und einem Fenster auf der rechten Seite beschränkt. Und ist natürlich IMMER viel zu wenig!  :(
Im ursprünglichen Plan war eine Anlagentiefe von max. 120cm geplant. Dabei sollte zwischen Anlage und Wänden ein 30cm "Kriechgang" für notwendigen Zugriff bleiben.
Im Nachhinein gesehen, war es wirklich richtig UND wichtig eine Testanlage mit den wahrscheinlichen Maßen zu bauen. Der ganze Aufbau war einfach viel zu "klobig" und das verwendete Material viel zu schwer und instabil.


So wurde die Grundfläche nun:
A) auf ein "U" erweitert
B) die Anlagentiefe im wesentlichen auf 90cm reduziert
C) die Anlage vollständig an die Wand gerückt
D) die Anlagenhöhe um 25cm reduziert (durch Unterbau und Gleisplanung)
E) die Aufteilung der Segmente nicht mehr auf ein Fixmaß, sondern den Gegebenheiten angepasst (unter Berücksichtigung der maximalen Größe; siehe Checkliste)
F) Die Segmente werden nun als "offene Rahmen" aus 19mm Tischlerplatte gebaut und mit 10mm Pappelsperrholz beplankt.



Als erstes habe ich mich dem Schattenbahnhof gewidmet.
Das Betriebskonzept, also Richtungsbetrieb (gegen den Uhrzeigersinn), bleibt gleich.



Zur Erklärung:

- Um Richtungen besser ansprechen zu können habe ich eine fiktive Himmelsrichtung eingeführt.
- Um mir die Zwischenebene sparen zu können, erfolgt die Aufteilung/Zusammenfassung der Fahrtrichtungen "Ost" und "West" nun schon im Schattenbahnhof.
- Die sichtbare Ebene wird über 2 Wendeln (hier nicht sichtbar) erreicht.
- Die Wendel im Westen hat nur 1 1/2 Umdrehungen und erreicht dann über die Rampe "Ein- Ausfahrt West" Level "0" bzw. umgekehrt
- Die Wendle im Osten hat 2 1/2 Umdrehungen und geht von Level 0 auf annähernd sichtbare Ebene.

Ablauf für richtungsgebundene Züge:
- Der Zug erreicht über die jeweilige Wendel die Einfahrtsgleise des Schattenbahnhofes (grün)
- Die Einfahrt in den Schattenbahnhof liegt im nordöstlichen Ecken der Anlage
- Für diese Züge stehen 6 Abstellgleise zur Verfügung, welche in jeweils 4 Blöcke mit ~ 1,2m Länge unterteilt sind.
- Das "Parken" übernimmmt vollständig der PC.
-->Durch definieren von Zuglängen sucht die Software automatisch freie Blöcke entsprechender Länge oder reserviert bei einem Zug von mehr als den ~1,2m einfach einen 2ten Block. Ein nachfolgender zug würde somit in Block Nr.3 geparkt. Verlässt ein zug den Zugspeicher, rücken dahinter stehende Züge automatisch bis zur vordersten, freien Position nach. (Komprimier Vorgang)
- Züge die den Zugspeicher verlassen, fahren über das lila Gleis. Es ist gleichzeitig die für die Umpolung notwendige Kehrschleife.
- An der Bogenweiche im Bereich der Einfahrt erfolgt dann wieder die Aufteilung in Richtung "Ost" oder "West"
- Das kurze, blaue Stück dient als Umfahrung. Somit kann ein Zug der im Zugspeicher vorne steht, aktuell aber nicht in den sichtbaren Bereich soll, im Zugspeicher wieder hinten angereiht werden.

Ein Zug kann so aus jeder Richtung kommend, in jede Richtung geführt werden ohne Umgesetzt werden zu müssen. (Also Lok auf die andere Seite).

Ablauf für Wendezüge:

Diese Garnituren sollen je nach Einfahrtsrichtung, also aus "Ost" oder "West" kommend, aus der einen Richtung "Steuerwagen voraus" und aus der anderen Richtung "Lok voraus" einfahren.
Es ist somit notwendig diese Züge zu "stürzen".

Das sieht dann so aus:
- Der Zug kommt z.B. aus Ost mit Lok voraus in den Schattenbahnhof
- Die Einfahrt bleibt die gleiche, jedoch werden für diese Züge nicht die 6 Durchfahrtsgleise, sondern die 3 Kopfgleise verwendet.
--> Diese sind in jeweils 2 Blöcke mit ~1m unterteilt. Somit können 2 kurze Garnituren hintereinader abgestellt werden.
- Wendezüge verlassen diese Kopfgleise direkt über die Doppelkreuzungsweiche in Richtung Ausfahrt.
- Dadurch ist der Zug gestürzt. Er verlässt die Kopfgleise also nun mit Steuerwagen voraus.


Sämtliche Klarheiten beseitigt?  :D


Sehen sie, nach einer kurzen Werbeunterbrechung, wie es weitergeht. Bleiben sie dran!  ;)
« Letzte Änderung: 21. Juni 2016, 17:28:11 von KUO »
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(Keiner soll den anderen zum Zorne reizen, doch wenn du Frieden willst,bereite dich auf den Krieg vor)

KUO

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Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #31 am: 21. Juni 2016, 15:45:54 »
UPDATE 3von5

Der sichtbare Bereich

Wie in UPDATE 1 schon erwähnt, erschien mir der Bau nach Vorbild für eine Spielbahn als "zu langweilig".

Es musste also eine Variante her.

Aber zuerst stellte sich mir die Frage "was macht eine Spielbahn aus"?

Nach einer kleinen Fragestunde mit meinen Jungs und dem Betrachten unzähliger Fotos diverser Anlagen wurden folgende Punkte festgelegt:
- Ein Bahnhof für Personenverkehr, lange/groß genug um auch Fernzüge wie RailJet, ICE,... darin realistisch Abfertigen zu können
- Gütergleise, lange genug um dort zu Rangieren, und neue Züge zusammenstellen zu können
- Ein Werksanschluß, damit Güterwagen auch irgendwo Be- und Entladen werden können
- Ein Betriebswerk MIT DREHSCHEIBE!!!!

Wie schon gesagt brauchte es einige Anläufe bis Ich und meine Planungshelfer (im H0 Forum) mit dem Ergebnis zufrieden waren.

Und so sieht der Gleisplan der sichtbaren Ebene nun aus:



Zur Erklärung: (die Gleise im Bahnhof sind am Plan nicht nummeriert, die im Text verwendete gleisnummerierung erfolgt von Nord nach Süd)

An beiden Schenkeln sind die Gleiswendeln vom und zum Schattenbahnhof zu sehen. Diese sind teilweise verdeckt/sichtbar (Tunnelsymbole)

Im Bahnhof:
Gleis 1+2: Bahnsteige für Personen(fern)züge (grundsätzlich im Rechtsverkehr zu nutzen)
Gleis 3: Bahnsteig für Personen- Nahverkehrszüge und Personenzüge die Überholt werden sollen (in beide Richtungen)
Gleis 4-6: Güterzüge (beide Richtungen)
Gleis 7: Überholgleis für Verschub

Im Westen:
Gleis A: Auszieh- und Lokwartegleis (Verschub und Umsetzen)
Gleis B-D: Betriebsanschluss; aktuell als Sägewerk mit Rundholz Anlieferung und Verladung von Schnittholz geplant

Im Osten:
Dominant der Ringlokschuppen mit 9 Ständen (7 lang, 2 kurz) und der langen Fleischmann Drehscheibe (um auch meine 18 201 drehen zu können. Die Zufahrt zur Drehscheibe entweder über Gleis 7 des Bahnhofs oder aus dem südlich gelegenen Wartungsbereich.

Gleis E+F: Behandlugsgleise; entweder mit einer Behandlugsbühne für z.B. Reinigungsarbeiten oder aber eine Verladestelle für die "Rollende Landstraße". Das werde ich aber erst entscheiden wenn ich die Gleise vor mir sehe.
Gleis G: Behandlugsgleis für Loks
Gleis H-J: Ausbesserung mit Werkhalle
Gleis K: Auszieh- und Lokwartegleis
Gleis L+M: Zu- und Abfahrtsgleise zur Drehscheibe

Hier sind auch einige Wartugseinrichtungen geplant:
1) Tankstelle für Dieselloks
2) Besandungsanlage (auch moderne Loks brauchen Sand)
3) Kohlebunker
4) Wartungs- und Schlackegrube
5) Rohrblasgerüst
6) Wartungsbühne oder Laderampe
7) (?) zusätzliches Abstellgleis

Auf einen Wasserkran habe ich verzichtet da Dampfloks heute meist an Hydranten, oder durch Pumpwagen, versorgt werden.

Anlagen wie Kohlebunker, Rohrblasgerüst,..... findet man heutzutage eigentlich auch nicht mehr. Da in meinem BW aber eben auch ein paar Museums(dampf)loks beheimatet sein werden, müssen diese Anlagen natürlich auch zur weiteren Verwendung zur Verfügung stehen (und tun dies es in Museums BW`s auch tatsächlich)


Für mich mit das schwierigste an der Planung war, Größenverhältnisse abschätzen zu können.
Ein Gleisplan mag zwar in 2D "homogen" wirken, das hilft aber nichts, wenn keine Gebäude mehr Platz finden oder einfach deplaziert wirken.

Wie schon die gesamte Planung, habe ich auch hier mit Scarm weiter geplant.
Ein wirklich tolle Funktion in diesem Programm ist, dass man sich selbst 3D Objekte, wie eben z.B. Gebäude, selber erstellen kann.

Ich habe mich also hingesetzt, mir die Maße von Gebäuden die mir für dieses Projekt zusagen auf den Seiten der diversen Hersteller (FALLER, KIBRI, AUHAGEN,......) gesucht, und dann 3D modelle davon gezeichnet.
In manchen Maßen werden diese zwar von den "echten" Modellen abweichen (die Informationen zu den Maßen sind recht dünn), aber um einen Eindruck von deren Größe und Wirkung zu bekommen, reicht es alle mal!

Hier ein paar Beispiele:

Der Kohlebunker von FALLER (noch ohne Kran):



Der Bahnhof Horhem, ebenfalls von FALLER:



Und dann noch die Dieseltankstelle und der 3ständige E-Lokschuppen (bei mir als Werkshalle), auch von FALLER:






Und hier noch ein Teil des Wartungsbereichs herausgenommen:





Zum Schluss habe ich noch 2mal eine Totale der Anlage:




(Die "Geisterlinien" sind die Mauern)




Soweit also zur Planung der neuen Anlage.


Fehlt nur noch das Update zur Steuerung. Dann lass ich euch wieder in ruhe basteln!  X(

LG

Philip
« Letzte Änderung: 21. Juni 2016, 17:27:57 von KUO »
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pucki

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Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #32 am: 21. Juni 2016, 16:28:04 »
Du weißt das Wendekreise im Digitalbetrieb böse sind.  :5:

Ich würde dir deshalb dringend raten, dich schlau zu machen, wie die Steuerung der Anlage mit Wendekreise umgeht.  Als ich mich das letzte mal (vor einigen Jahren) damit beschäftigt habe, musste man da noch riesige Klimmzüge machen.

Welche Steuerung (Bus-System) willst du denn jetzt machen. ?

Gruß

   Pucki
Ich bin PucKi, ein älterer Mann und überzeugter Single, der immer noch versucht ein perfektes Modell zu bauen.

KUO

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Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #33 am: 21. Juni 2016, 16:56:59 »
Du weißt das Wendekreise im Digitalbetrieb böse sind.  :5:

Ich würde dir deshalb dringend raten, dich schlau zu machen, wie die Steuerung der Anlage mit Wendekreise umgeht.  Als ich mich das letzte mal (vor einigen Jahren) damit beschäftigt habe, musste man da noch riesige Klimmzüge machen.

Welche Steuerung (Bus-System) willst du denn jetzt machen. ?

Gruß

   Pucki

Also "böse" halte ich für übertrieben. Überhaupt im Zusammhang mit Digital.
"Klimmzüge" waren vielleicht in Zeiten von Analog und zu Beginn des (MOBA)Digitalzeitalters notwendig (Stichwort "Kurzschluß-Kehrschleifenmodule").
Mit modernen Systemen sind sie absolut kein Beinbruch mehr, da sie:
a) entweder von einer Software schon im Vorfeld richtig gepolt werden
oder
b) durch Sensorgleise frühzeitig, und kurzschlußfrei geschaltet werden.


Ich betreibe das Hobby Modellbahn nun doch auch schon seit mehr als 25 Jahren und habe praktisch alle Entwicklungen auf mehr oder weniger großen "Platten" (diese als Anlage zu bezeichnen wäre fast schon anmaßend) ausgiebig getestet.

Eine Anlage auf der man nicht nur wie Niki Nationale im Kreis fährt, lässt sich nun mal nicht ohne Kehrschleifen (oder unnötig komplizierten Zwischenebenen) aufbauen.
Nur AC Fahrer habens da etwas leichter, aber ein "Pickel-Gleis" kommt mir nicht ins Haus!  X(



Den Beitrag zur Steuerung verfasse ich gerade. Bitte um etwas Geduld.

LG Philip
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Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #34 am: 21. Juni 2016, 17:27:37 »
UPDATE 4von5

Die Steuerung:

Wie schon erwähnt, zeigte die geplante Steuerung mit ROCO z21 in Kombination mit rocrail und, nennen wie sie mal "handelsüblichen" Komponenten, bereits im Probebetrieb deutliche Schwächen.

Wobei ich hier auch ganz deutlich sagen möchte, dass ich die z21 und ihre große Schwester die Z21 für durchaus gelungene Steuerungen halte. Vor allem durch die Möglichkeit der Einbindung von mobile Clients, also einem Smartphone oder Tablet zur Steuerung, bieten sich tolle Spielmöglichkeiten. Leider ist das System noch nicht 100% ausgereift und hat so seine Macken.

Was mich aber mit am meisten daran gestört hat ist, dass man für Rückmeldesysteme (zumindest bei der z21, die Z21 ist da etwas flexibler) praktisch vollständig an den ROCO R-BUS gebunden ist. Und da ist die Zahl an kompatiblen Herstellern mehr als überschaubar. Und will man dann noch die Vorzüge von RailCom nutzen, geht das so richtig ins Geld! Mal abgesehen davon dass die Modellbahn inzwischen weit davon entfernt ist, ein günstiges Hobby zu sein.  :rolleyes:

So habe ich mich schon im ursprünglichen Konzept nach Alternativen umgesehen und bin dabei auf die Selbstbauprojekte von opendcc gestoßen. So war es dann auch geplant anstatt gewöhnlicher Booster (zur Versorgung mehrer Digitalkreise) die booster2 von opendcc zu verwenden.



Je mehr ich mich dann jedoch mit den Projekten von opendcc beschäftigt habe, umso klarer wurde für mich, dass dieses System genau das bietet was ich haben will:
- Ein System für praktisch alles
- Was es nicht gibt, wird nach und nach (unter Einbindung der Community) entwickelt
- Ständige Weiterentwicklung
- kompetenter Support (durch eine große Community und Entwickler)
- "kostengünstig" durch Selbstbau
- Spaß am (Elektronik)Basteln und Raum für eigene Spielereien
-.......


Das selbe gilt im übrigen auch für die Steuerungssoftware von rocrail

Daher habe ich mich dann zu einem kompletten Systemwechsel zu den Komponenten von opendcc/Fichtelbahn entschieden.

Eines gleich vorweg.
Beide Projekte, also sowohl rocrail, als auch die Fichtelbahn Module, sind nicht für den "Auspacken und losfahren" Modellbahner gedacht, und sind dafür auch nicht geeignet!

Man sollte schon ein gewisses Grundwissen in Elektronik und Programmieren, solide Erfahrungen mit dem PC (auch wenn`s mal etwas tiefer ins System geht), und eine gut ausgestattete Löt-Werkstatt haben!
Und jemanden, am besten in der Nähe, den man fragen kann wenn man selber auch nicht mehr weiter weiß!  :D


Ich werde hier nur kurz die Funktion der opendcc/Fichtelbahn Steuerung erklären. Für alle die sich etwas genauer in die Materie einlesen wollen, hänge ich dann noch die Links zu den entsprechenden Seiten an.

Bei den meisten "handelsüblichen" Digitalsystemen erhalten Komponenten wie Weichensteuerung, Signalsteuerung,..... ihre Befehle aus dem DCC-Signal. Also jenem Signal das am Gleis anliegt und das auch den Loks ihre Fahrbefehle übermittelt. Die Booster erhalten ihre Befehle entweder über eine separate Steuerleitung/BUS, oder aber ebenfalls über das DCC Signal. Rückmelder arbeiten auschließlich über BUS-Systeme, jedoch hat hier fast jeder Hersteller ein eigenes System am Start, und auch wenn diese normiert sind, so ist ein Zusammenwirken von Komponenten verschiedener Hersteller oft mit Funktionseinschränkungen verbunden.

Will man also ein System mit Rückmeldung (was bei Verwendung einer PC Steuerung zwingend erforderlich ist) hat man schon mal mindestens 2 verschiedene Wege wie Informationen von der Zentrale zum Gleis und wieder retour kommen. Wahrscheinlich werden es aber eher 5-6 verschiedene Wege sein. --> unterschiedliche Signallaufzeiten in den System = falsche Befehle, "Geistermeldungen",....


Die Komponenten von Fichtelbahn kommunizieren untereinander alle an ein und dem selbem BUS. Dem BiDiB --> Bidirektionaler BUS
Werden neue Elemente hinzugefügt, identifizieren sich diese selber durch eine auf die Hardware geflashte Unique-ID. Der Aus- und Eingänge werden über grafische Interfaces, dem BiDiB Wizard, und dem BiDiB Monitor, konfiguriert. Dadurch entfallen die in Digitalsystemen üblichen Adressen. 

Was es alles gibt und was möglich ist, kann der geneigte Mitleser auf folgenden Seiten nachlesen:

Fichtelbahn
opendcc
opendcc Forum

rocrail wiki
rocrail Forum

Alles hier aufzuzählen würde einfach den Rahmen sprengen.

Auf die Software werde ich an dieser Stelle auch nicht genauer eingehen. Dies werde ich zu gegebener Zeit mit dem konkreten Projekt machen.

Ich werde mich hier also auf die von mir eingesetzten Komponenten von Fichtelbahn beschränken.

Weiter gehts in Update 5



Ut nullus aliam et iram provocet,si vis pacem para bellum.
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KUO

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Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #35 am: 21. Juni 2016, 18:04:37 »
UPDATE 5von5


Nun komme ich (endlich  :D ) zu den eingesetzten Komponenten

Die Zentrale

Jedes Digitalsystem braucht eine Zentrale.
In ihr wird das DCC Signal erzeugt, dass dann am Gleis ausgegeben und von den Decodern in den Loks in Fahrbefehle umgewandelt wird. Außerdem wird von ihr sämtliches Zubehör wie Weichen, Signale, Beleuchtung, sontige Bewegung, angesteuert. Im Falle einer PC Steuerung bildet sie außerdem, entweder direkt oder über ein Interface, die Schnittstelle zum PC.

In meinem Fall übernimmt diese Aufgabe der GBMboost Master in Variante3

Zitat
Variante 3 als Zentrale mit Booster und Rückmeldesystem:
Der GBMboost im Vollausbau mit seinen drei Funktionen "Zentrale, Booster und Rückmeldesystem". Der Master GMBboost erhält vom PC alle Fahrbefehle (vollständige DCC-Zentrale) und schickt diese an die angeschlossenen GBMboost Module (Booster). Sie benötigen keine externe Zentrale und Booster. Der Master empfängt und leitet an die angeschlossene PC-Software den aktuellen Belegt-Status der Melder.

Im System können mehrer GBMboost, analog zu Boosterkreisen in herkömmlichen Digitalsystemen verwendet werden wobei es NUR EINEN MASTER gibt. Alle anderen GBMboost werden als NODE betrieben.

Zusätzlich wurde mein Master mit einer Xpressnet Schnittstelle bestückt. Somit kann daran ein ROCO Multimaus als klassischer Handregler angeschlossen werden.



Rückmeldung:

Pro GBMboost können bis zu 3 GBM16T angeschlossen werden.
Meist bildet ein GBM16T eine Einheit mit dem GBMboost. Die zwei anderen werden abgsetzt (bis 1m).

Zitat
Der GBM16T ist die zweite Komponente bei dem GBM Gespann, ein Belegtmelder mit 16 Gleiseingängen.

Dieser Baustein meldet an den GBMboost den aktuellen Belegtstatus der 16 angeschlossenen Gleise mit einem eigenen Flackerschutz. Dabei wird an das Steuerungssystem nicht nur die Belegung gemeldet sondern auch den Namen der Lok (DCC Lokaddresse) sowie die aktuelle Fahrtrichtung.

Das ergibt also 48 Blöcke pro GBMboost.
Jeder Block kann seine Belegtmeldung direkt an die Zentrale melden. Die Meldung wird auf 2 Arten erfasst:
a) Stromfühler: Steht ein Verbraucher in diesem Bereich, eine lok oder aber auch ein Wagon mit "Kurzschlußachse", wird der Block als belegt gemeldet
b) RailCom: In Diesem Fall wird der Decoder der Lok abgefragt. Neben seiner Adresse und der aktuell eingestellten Fahrtrichtung, können in der neuesten Firmware Version auch Geschwindigkeit, Belastung, Verschmutzungsgrad der Gleise,..... gemeldet werden

Durch eine in die GBM16T eingespeiste Hilfspannung bleiben diese Meldungen auch im Kurzschlußfall erhalten. --> Wichtig für PC Steuerung
Überhaupt wird im Kurzschlußfall nur der betroffene Boosterkreis abgeschaltet. Über den BiDiB bleiben somit sämtliche Steuermöglichkeiten voll erhalten.

An jedem GBM16T können außerdem noch bis zu 2 Kehrschleifenerweiterungen angeschlossen werden.

Dadurch dass die "Erkennung" bereits auf dem GBM16T sitzt, entfällt aufwendige Hardware.
Die Kehrschleifen können auf mehrere Arten ausgelöst werden:
- Sensorgleise
- Kontaktgesteuert (z.B: einen Rückmeldekontakt)
- Softwaregesteuert



Rückmeldung mit Momentkontakten:

Sie sind das zweite Meldesystem.
Durch sie werden Ereignisse ausgelöst. Das kann z.B. der Befehl zum Halten an einem bestimmten Punkt sein, das Auslösen einer Soundfunktion (Horn), das Schalten einer Kehrschleife,...... Durch die Möglichkeit von Makros im BiDiB System sind die Möglichkeiten unzählig.

In meinem Fall werden diese Kontakte durch HALL-Sensoren realisiert. Für deren Auswertung werden die einzigen Module verwendet die nicht von Fichtelbahn sind. Es handelt sich dabei um die DR4088CS Module von Digikeijs.
Sie schicken ihre Meldungen am sogenannten s88(N) Bus weiter. Dabei handelt es sich im Prinzip um ein einfaches Schieberegister. Diese Protokoll ist fast bei allen Herstellern zu finden.

Um diese Meldung in den BiDiB integrieren zu können, gibt es die s88N BiDiB Bridge

Sie sammelt die Meldungen und gibt sie in Echtzeit an den BiDiB weiter.


Es gibt zwar inzwischen ein Modul von Fichtelbahn an welches die Hall Sensoren direkt angeschlossen werden können, aber auch dieses dient als BiDiB Bridge zur Einbindung von s88N Modulen.

Warum? Sie sind recht günstig zu bekommen und bei richtiger Verkabelung auch in Hinsicht auf Fehlmeldungen ziemlich betriebssicher.



Weichen und Zubehör Steuerung

Dafür werde ich den OneControl mit Herz8 Addon verwenden.

Dieses Modul ist fast die eierlegende Wollmilchsau im Bereich der Steuerung.

Im Vollausbau bietet sie 8 Servo Ports, 16 Power Ports für 8 Magnetartikel (mit Addon Modul auch für motorische Weichenantriebe), und 16 I/O Ports die als Ein- oder Ausgänge konfiguriert werden können.
Das Herz8 Addon belegt 8 der I/O Ports und dient zum Polarisieren von Weichenherzstücken.



Für den Schattenbahnhof habe ich mir nun

1 GBMboost Master
3 GBM16T
3 Kehrschleifenerweiterungen
1 BiDiB Bridge
3 OneControl
3 Herz8 Addons

angeschafft. Damit sollte ich fürs erste das Auslangen finden.



Praktisch sämtliche Module sind im Fichtelbahn Shop in 2 Versionen erhältlich.
- Als SMD Bausatz. Dabei sind alle SMD Teile vorbestückt. Es müssen nur noch THT Teile und Klemmen montiert werden
- Als Lötbausatz. Hier sind meist die Platine und Spezialteile welche sonst nur schwer erhältlich sind enthalten. Für die fehlenden teile gibt es vorkonfigurierte Warenkörbe bei Reichelt


Ich habe mir den Master als SMD Bausatz gekauft. Ich wollte einfach sicher gehen. Sollte sich hier nämlich ein Fehler beim Zusammenbau einschleichen wird`s oha!  :rolleyes:
Auch die BiDiBone`s, die Schnittstellen auf den OneControl Modulen, waren schon SMD bestückt. Sie sind nur so erhältlich.

Alle anderen Module habe ich als Lötbausätze angeschafft.
Als die Lieferung mit den benötigten bbauteilen von Reichelt ankam, habe schon mal kurz überlegt ob das eine gute Idee war.  :rolleyes:

So sah es dann auf meinem Arbeitsplatz aus:


Wirkt auf den ersten Blick nicht so wild, aber immerhin sind mehr als 100 verschiedene Bauteile, und das mehrfach, zu verbauen.
Alles SMD, kleinste Baugröße 0603.

0603?
Hier mal eine LED in 0603;


Da ist so ein Widerstandsnetzwerk mit 8 Beinchen in Baugröße 1206 schon fast entspannend:




Eine echte Herausforderung war dann noch der Atmega auf den GBM16T
128Pins mit einem Pitchabstand von 0,5mm


War dann aber eigentlich halb so schlimm. Zum Glück habe ich erst kürzlich in eine ordentliche SMD Lötstation investiert.



Irgendwann war ich dann fertig. Arbeitszeit: etwa 5-6 Stunden pro Modul bei den größeren, die kleinen sind in je 1-2h erledigt (Löten, Prüfen, Testen,...)

Der GBMboost Master mit einer Kehrschleifenerweiterung Huckepack am GBM16T



Eines der 2 abgesetzten GBM16T Module:



Ein oneControl mit dem aufgesetzten BiDiBone Plus Modul und das dazugehörige Herz8 Addon




Und zum Schluß noch die BiDiB Bridge




So, das wars.
Ein Update kommt noch, aber das beschäftigt schon mit dem Bau der Anlage.



LG

Philip

« Letzte Änderung: 21. Juni 2016, 20:37:30 von KUO »
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Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #36 am: 21. Juni 2016, 21:00:15 »
Hi Philipp,

ich habe mir noch nicht alles durchgelesen, aber Dein neuer Entwurf gefällt mir deutlich besser.
Er enthält den Spielbetrieb betrachtend immer noch einen großen Fehler. Es gibt zu wenig Möglichkeiten zu rangieren, Waggons an- und abzukuppeln.
Epoche V/VI ist dazu nicht ganz vorbildgerecht, aber warum soll man nicht mit modernem Material Szenen aus den 50er /60er Jahren nachspielen, als Industriebetriebe noch einen eigenen Gleisanschluß hatten.
Der Durchgangsbahnhof nimmt eine große Fläche ein, bietet aber kaum etwas um zu rangieren. Die Ortsgüteranlage mit ihren Ausziehgleisen fehlt,
dazu noch einige Industrieanschlüsse, die mit einer Kleinlok (Köf) oder ähnlich vom Bahnhof angefahren werden und Deine Jungs haben Spaß ohne Ende. Praktisch sind dabei auch Handregler, mit denen es möglich ist neben dem Zug herzugehen.

Wenn Du mal Gelegenheit hast, schau bei einer Fremo-Veranstaltung vorbei. Da kannst Du das beschriebene Spielprinzip im Großen sehen.

Wie tief ist Deine Anlage jetzt? Nach meiner Erfahrung sind 50 bis 60cm das Maximum, welches man beim Spielen gut erreichen kann.

Verstehe die Ausführungen bitte nicht als Kritik an Deinem Entwurf - Du suchst wie Du schreibst, Möglichkeiten damit Deine Jungs spielen können. Da bieten sich nach meiner Erfahrung Rangiermöglichkeiten geradezu an. Davon kann man nie genug haben.
:winken:  Christian

In der Werft:HM Sloop Fly, 1776 - Maßstab 1/32

"Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

KUO

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Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #37 am: 22. Juni 2016, 07:03:54 »
Guten Morgen,

keine Angst Christian, nur durch Kritik ist dieser Plan überhaupt entstanden!  :1:

Zu deinen Punkten.

Die Bahnhofslänge:

Der Durchgangsbahnhof nimmt eine große Fläche ein, bietet aber kaum etwas um zu rangieren.

Eine Grundlage für die Planung war, unter anderem, das vorhandene und gewünschte rollende Material. Das sind z.B. eine RailJet Garnitur, ein Westbahn KISS,......
Ein RailJet 5teilig, also Steuerwagen, 3 Mittelwagen und Lok hat 1,45m. 8teilig kommt er sogar auf 2,3m!
Die Westbahngarnitur hat 4teilig 1,15m, 6teilig 1,75m.

Die nutzbaren Bahnsteiglängen betragen zwischen 1,8m und 2,3m

Du siehst worauf ich hinaus will?


Verschub:
Die Ortsgüteranlage mit ihren Ausziehgleisen fehlt,
dazu noch einige Industrieanschlüsse, die mit einer Kleinlok (Köf) oder ähnlich vom Bahnhof angefahren werden und Deine Jungs haben Spaß ohne Ende.

In vorherigen Versionen waren mehrere kurze Anschlüsse geplant.

Im Osten mussten diesem dem BW und Ausbesserungswerk weichen. Wobei hier möglicherweise die Gleise E+F als Verladerampe/Rollende Landstraße ausgestaltet werden. Aber das werde ich erst entscheiden wenn die Gleise vor mir liegen.

Im Westen ist als Anschluss das Sägewerk geplant.
Hier waren wieder die Längen von rollendem Material Ausschlag gebend. Typischer Weise wird Schnittholz (heute) auf RS oder RGS Wagen verladen. 1 Wagen hat etwa 22cm LÜP. Die nutzbare Gleislänge beträgt ~1,2m. Somit haben 4-5 Wagen, also ein annehmbarer Transport, Platz.
Möglicherweise werde ich hier noch einen zweiten, kleineren Betrieb ansiedeln. Aber auch das werde ich erst dann entscheiden, wenn ich den Platzbedarf in natura bemessen kann.

Ausziehgleise/Lokwartegleise sind im übrigen auf beiden Seiten vorhanden, und von der Länge her so gewählt, dass ein Güterzug der auf Gleis4-6 passt, auch in ihnen Platz findet.


Praktisch sind dabei auch Handregler, mit denen es möglich ist neben dem Zug herzugehen.

Das ist auch so geplant.
Ich verwende hier jedoch keine klassischen Handregler.
Wie schon beim Testbetrieb mit der z21, kommen neben dem PC als Stellwerk, 2 SAMSUNG GALAXY X-Cover mit dem MobileClient "androc" zum Einsatz.
Die X-Cover, weil sie Stoß und Wasserfest sind. Der MobileClient, weil er mit der grafischen Oberfläche für Kinder leichter zu bedienen ist als ein Handregler. Müssen die Loks an klassischen Handregler mit Namen oder Nummer angewählt werden, so stehen hier Bilder für die Auswahl zur Verfügung. Das selbe gilt auch für Sound- und Sonderfunktionen.



Wie tief ist Deine Anlage jetzt? Nach meiner Erfahrung sind 50 bis 60cm das Maximum, welches man beim Spielen gut erreichen kann.

Die Anlage  hat eine Plattentiefe von 90cm, ausgenommen die beiden "Bäuche" an den Enden. Die Maximale Entfernung von Gleis zu Anlagen Vorderkante beträgt 80cm.
Bei einer Gesamthöhe von ~1m ist jeder Punkt gut zu erreichen.


Wenn Du mal Gelegenheit hast, schau bei einer Fremo-Veranstaltung vorbei. Da kannst Du das beschriebene Spielprinzip im Großen sehen.

Mit dem Thema FREMO habe ich mich im Zuge der Planung bereits beschäftigt.
(Leider) scheint FREMO in Österreich keine besonders große Gemeinde zu haben. Das letzte Treffen in Österreich war 2011.
Sollte es mal ein Treffen in der Nähe (>250km) geben, werde ich es mir sicher anschauen.

So muss ich mich mit Bildern und Videos der Treffen begnügen.
Was ich dort sehe gefällt mir wirklich sehr gut. Nur habe ich für mich entschieden, dass es eben nicht das ist was ich mir vorstelle.



LG

Philip


« Letzte Änderung: 22. Juni 2016, 07:07:52 von KUO »
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Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #38 am: 22. Juni 2016, 07:43:48 »
Philipp,

Zitat
Die Anlage  hat eine Plattentiefe von 90cm, ausgenommen die beiden "Bäuche" an den Enden. Die Maximale Entfernung von Gleis zu Anlagen Vorderkante beträgt 80cm.
Bei einer Gesamthöhe von ~1m ist jeder Punkt gut zu erreichen.

Hast Du hierbei auch Einschränkungen durch Oberleitung, Bäume, Gebäude, Waggons usw. berücksichtigt? Ich war damals erstaunt, wie sich durch diese Punkte die Zugänglichkeit verändert hat.
:winken:  Christian

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Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #39 am: 22. Juni 2016, 13:59:46 »
Hallo Christian,

Hast Du hierbei auch Einschränkungen durch Oberleitung, Bäume, Gebäude, Waggons usw. berücksichtigt? Ich war damals erstaunt, wie sich durch diese Punkte die Zugänglichkeit verändert hat.

Gedacht ja. Berücksichtigt? So weit es in der Planung möglich ist.

Ich habe nun doch fast 1 Jahr am neuen Entwurf geplant, und da sind mir doch viele Sachen durch den Kopf gegangen. Manche davon konnte ich in die Planung einfließen lassen, andere hatten oft zur Folge dass ganze Abschnitte umgeplant wurden. Bei einigen habe ich mich aber dann dazu entschieden damit zu leben.

Ich denke beim Bau einer Modellbahn Analge ist es fast wie beim Hausbau:

"Das erste Haus baust du deinem Feind, das zweite deinem Freund, und erst das dritte dann für dich!"

Nach den mit den bisherigen "Testanlagen" gesammelten Erfahrungen, denke ich, ich bin bei Nr.2. Sie wird also nicht perfekt werden. Muss sie auch nicht.
Das kommt dann wenn die Kinder aus dem Haus sind und ich die Decken durchbrechen, Zwischenwände einreißen, und so die MOBA endlich vollständig nach meinen Vorstellungen bauen kann!  :D

Aber du hast natürlich recht. Ich habe mir hinsichtlich des Zugriffs auch einiges einfallen lassen.

- Die sichtbare Ebene liegt knapp 30cm über dem Schattenbahnhof. Das wäre nicht notwendig gewesen, ich hätte mir sogar eine Umdrehung in der Wendel sparen könnnen. Aber ich habe mir Sorgen wegen dem Zugriff gemacht. Also eine Etage höher.
- Die Segmente der Anlage, in Summe 10 Stk, sind in offener Rahmen-Bauweise aufgebaut. Noch sind sie vollflächig mit 10mm Sperrholz beplankt, da es so einfacher ist den Gleisplan zu übertragen. Sobald die Gleise aber liegen, werden alle nicht benötigten Bereiche ausgeschnitten um auch einen Zugriff von unten zu ermöglichen.
- Der Bereich der 3 Kopfgleise im Schattenbahnhof wird überhaupt herausnehmbar ausgeführt.
- Sämtliche Gleise des Schattenbahnhofs werden über ein Schalterfeld geführt, und könnnen so einzeln abgeschaltet werden. Somit erhalte ich die Möglichkeit im Kurzschlussfall die Fehlerquelle wegzuschalten. Somit können Züge die nicht betroffen sind einfach weggefahren werden.
- Im sichtbaren Bereich werden sämtliche, zusammenhängende Weichenfelder, als herausnehmbare Elemente ausgeführt. Dadurch entfällt die notwendig des Zugriffes von unten, sollte es mal ein Problem mit den Antrieben geben.


Auf eine Oberleitung werde ich erst mal verzichten. Sie ist zwar geplant, aber ich denke dass die Jungs noch zu unvorsichtig sind, und ich will nicht ständig irgendwo reparieren müssen.
Ich werde die Anlage aber, vor allem im Bereich des Schattenbahnhofes, soweit vorbereiten dass Züge auch ohne Oberleitung mit gehobenen Stromabnehmern fahren können ohne hängen zu bleiben.

LG

Philip
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Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #40 am: 22. Juni 2016, 14:33:53 »
OK, überhaupt gar keine Ahnung von nichts aber auch ... aber da mir als Salzburger zumindest der Begriff "Seekirchen" was sagt ... sag ich mal  ......  MEGACOOLES PROJEKT, da weiss einer wovon er spricht ...... ich schau da weiter zu, obwohl .... eh scho wissen, siehe Teil 1 vom Satz .....  :D

:winken: Walter
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Countdown bis WD

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Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #41 am: 22. Juni 2016, 15:06:04 »
So,

nun noch ein Update, dann seit ihr auf dem aktuellen Stand.

Wie schon mehrfach erwähnt, wird die Anlage in mehreren Segmenten gebaut.
Es ist zwar nicht geplant die Anlage zu Ausstellungen oder ähnlichem zu Transportieren, aber in einigen Jahren wird ein Ausbau des Dachbodens anstehen. Daher wurde alles so geplant, dass die Anlage abgebaut werden kann ohne dass das einem Totalabriss gleichkommt.


Dazu habe ich als ersten den Plan aus SCRAM als WMF exportiert und dann in COREL X4 importiert. Danach habe ich mir den kompletten Spantenplan gezeichnet.



In diesem habe ich mir dann auch gleich die Maße von Refernzpunkten eingetragen. Das erleichtert das Übertragen des Gleisplans ungemein.

Danach habe ich mir die Material Liste erstellt um beim Tischler zuschneiden lassen.
Hat zwar ein bisschen was gekostet, aber den Fehler das Holz im Baumarkt zuschneiden zu lassen mache ich auch kein zweites Mal. Das Holz das ich dort gekauft habe war erstens wirklich minderwertig, und zweitens war praktisch kein Stück auf Maß und keine Kante gerade.

Als Rahmenmaterial verwende ich 19mm Tischlerplatte. Diese sind 10cm hoch, und wurden so geschnitten dass die tragenden Kernholzstäbe in Längsrichtung liegen.
Zur Beplankung verwende ich 10mm Pappelsperrholz. In diversen Foren wird zwar zu Buche geraten, davon hat mir mein Tischler jedoch wieder abgeraten. Pappelholz ist weitaus unempfindlicher gegen schwankende Luftfeuchte.

Das Rahmenholz wird dann über Ecke geleimt, verschraubt und gedübelt. Erst die Dübel geben dem Rahmen eine gewisse Stabilität. Wird nur geschraubt, ist das ganze ziemlich lapprig.

Zum Schluss kommen dann die Füße dran.
Dafür verwende ich getrocknete Fichte in 54x54mm. Um Unebenheiten im Boden ausgleichen, und die Segmente besser gegeneinander ausrichten zu können, wurden noch Langlöcher eingebohrt. In Diese habe ich dann M10 Einschlagmuttern montiert und mit M10 Sechskantschrauben versehen.
Anstatt den Sechskantschrauben hätte ich auch schraubbare Tischbeinchen verwenden können. Diese sind aber um ein vielfaches teurer und ich konnte keine finden die einen Sechskant, oder zumindest vierkant hatten. Die Erfahrung an der Testanlage, bei der ich solche Schraubfüße verwendet habe, hat gezeigt dass ohne eine solche Stelle an der man mit Werkzeug gut ansetzen kann, das Einstellen ziemlich schwierig ist.

Da die Füße natürlich auch demontierbar sein müssen, werden diese zu einer Seite mit Holzdübeln fixiert und dann mit Torbandschrauben verschraubt.


Und dann ging es endlich los

Als erstes wurde aber noch mit tatkräftiger Unterstützung meines großen die Testanlage demontiert





Danach wurden alle Füße vorbereitet...




...und der gesamte Zuschnitt sortiert




Und dann endlich das erste Segment






Natürlich musste die Belastbarkeit überprüft werden.
Passt!!!!  :D



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Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #42 am: 22. Juni 2016, 15:11:29 »
Inzwischen sind nun alle Segmente fertig und stehen an Ort und Stelle.


Das war vielleicht ein Aufwand!!!  8o
Es musste sogar schweres Gerät angefordert werden!  ;)







Das ist der aktuelle Stand.

Jetzt müssen alle Segmente gegeneinder ausgerichtet und verbunden werden. Danach kann ich damit beginnen den Gleisplan zu übertragen.


Aber das ist eine andere Geschichte....


LG

Philip
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Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #43 am: 22. Juni 2016, 15:21:58 »
OK, überhaupt gar keine Ahnung von nichts aber auch ... aber da mir als Salzburger zumindest der Begriff "Seekirchen" was sagt ... sag ich mal  ......  MEGACOOLES PROJEKT, da weiss einer wovon er spricht ...... ich schau da weiter zu, obwohl .... eh scho wissen, siehe Teil 1 vom Satz .....  :D

:winken: Walter

Es freut mich natürlich ganz besonders ein Landsmann hier begrüßen zu dürfen!!  :winken:

Auch wenn er keine Ahnung hat!  ;)



LG

Philip
« Letzte Änderung: 22. Juni 2016, 15:24:09 von KUO »
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Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #44 am: 07. September 2016, 07:51:28 »
Guten Morgen allerseits

Der Sommer ist ja ohnehin nicht unbedingt die Zeit um im Hobbykeller (oder in meinem  Fall Dachboden) zu verschwinden. Und wenn dann noch ein neues "Spielzeug" dazu kommmt (TRANSALP), mit dem man(n) schönes Wetter einfach ausnutzen MUSS.....  8)

Schön langsam beginnt jedoch wieder die Zeit des Basteln's. Daher geht es auch hier wieder mal weiter.

Als erstes wurde der Plan des Zugspeichers/Schattenbahnhofs in 1:1 gedruckt.
Da ich den Plan in COREL exportiert habe, wäre es möglich gewesen mir einen voll flächigen Plan plotten zu lassen. Da der Schattenbahnhof aber mit relativ vielen Geraden und Festradien geplant wurde, ging ich den etwas umständlicheren Weg. Ich habe mir nur die Bereiche mit den Weichen und Flexbögen direkt aus SCARM auf mehrere A3 Bögen gedruckt und diese dann zusammen gefügt. Ehrlich gesagt war ich erstaunt wie "Maßhaltig" diese Methode ist.

In COREL wurden schon im Vorfeld Fixpunkte ausgemessen. Das ist vor allem für die Übergänge/Anschlüsse in die nächste Ebene wichtig. Diese wurden auf die Platte übertragen, und an diesen wurden die Ausdrucke ausgerichtet.







Die fehlenden Verbindungen wurden anschließend mit Stahllineal und Schnur ergänzt.
Ein bisschen stolz bin ich schon auf meine Tischler(vor)arbeit. Immerhin hatte ich zwischen den Plänen des linken und rechten Schenkels am Ende eine Abweichung von nur 2mm. Und das auf 5,3m!  :1:

Inzwischen liegen auch die ersten Gleise.
Dabei arbeite ich quasi "rückwärts". Also nicht von Strecke zu Weiche sondern umgekehrt. Es werden daher zuerst alle Weichen an ihrem Einnbauort fixiert und danach die dazwichen liegende Strecke ergänzt. Das hat den Grund dass sich die Winkel der ROCO Weichen nicht ändern lassen. Sie sind, im Gegensatz zu den für den sichtbaren Bereich geplanten TILLIG ELITE Weichen, starr. Mögliche Ungenauigkeiten müssen daher auf der Strecke ausgeglichen werden.





Die Gleise werden nur sporadisch mit Gleisschrauben fixiert. Wenn alles an Ort und Stelle ist, werden die Gleise vollflächig mit einem Weißleim/Wasser Gemisch verklebt.



Außerdem werden gleich die Übergänge zwischen den einzelnen Modulen hergestellt.
Dazu verwende ich einfach Lochrasterplatten, welche annähernd die selbe Stärke wie die Schwellen der ROCO LINE Gleise haben. Im Übergangsbereich werden dazu einfach entsprechend viele Schwellen entfernt/verschoben, durch die Lochrasterplatte ersetzt und verlötet. Dieser Bereich wird dann links und rechts der Trennfuge möglichst nahe an dieser fixiert und dann mit einer feinen Diamantscheibe getrennt. Noch etwas entgraten und fertig!



Die notwendige Verkabelung werde ich erst nach Abschluss des Gleisbaus anbringen.


LG

Philip

« Letzte Änderung: 07. September 2016, 07:55:18 von KUO »
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