Autor Thema:  Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI  (Gelesen 15888 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Jensel1964

  • MB Gigant
  • *****
  • Beiträge: 2045
  • Hoisdorf - Stormarn - Schleswig-Holstein - Erde
Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #45 am: 07. September 2016, 21:33:58 »
ARGH.....das sieht echt verlockend aus. Vielleicht sollte man doch nochmal ne Eisenbahn bauen. Dein Projekt verspricht sehr, sehr schön zu werden. Aber klar, mit den Hilfskräften kann auch nichts schief gehen.... :6:
Jens  :winken:

KUO

  • MB Experte
  • **
  • Beiträge: 373
Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #46 am: 13. Oktober 2016, 16:52:52 »
Hallo zusammen,

mühsam nährt sich das Eichhörnchen....  ;) Aber schrittweise geht dann doch was weiter!


Der Schattenbahnhof nähert sich, zumindest was den Gleisbau betrifft, seiner Fertigstellung. Aktuell fehlen noch etwa 2m Gleis an der Ausfahrt. Leider ist mir das Material (Flexgleis) ausgegangen. Sollte aber noch vor dem Wochenende da sein.

Auf den Bildern fehlen noch die 6 Gleise der "Kurve" und die Ausfahrtsweichen. Die sind inzwischen eingebaut.






Hier nochmal sieht man nochmal gut wie ich die Übergänge der einzelnen Module gemacht habe.



Sieht zwar optisch nicht schön aus, ist aber funktional und sicher. Denn neben dem sicheren Halt an den Modulkanten, bieten die Lochraster-Streifen eine gute Möglichkeit zum Anlöten der Stromversorgung.

Außerdem enden alle Gleise vor/nach einer Weiche mit so einem Streifen. Die Weichen sind geschraubt und können somit ohne größeren Aufwand heraus genommen werden. Das erleichtert mir den Einbau der Stelldrähte und ist auch im Hinblick auf möglicherweise notwendige Wartungen (gebrochene Stellschwellen,...) von Vorteil.

Auf Bild 1 und 2 sind solche Streifen auch auf "offener Strecke" auf den Modulen sichtbar. Sie bilden die Übergänge von einzelnen Blöcken. Hier werden die Gleise beidseitig getrennt und jeder Abschnitt wird über einen eigenen Stromfühler versorgt. Dies dient dem System zur Verfolgung und Belegtmeldung der einzelnen Züge.

Jetzt müssen noch, abgesehen von den fehlenden 2m Gleis, alle Übergänge verlötet und versäubert werden. Dann werden die Gleise noch mit Leim/Wasser Gemisch voll flächig verklebt.

Fehlt eigentlich nur noch
- Einbauen der Weichenantriebe
- Justieren und Programmieren der Weichenantriebe
- Verlegen der Kabel
- ...


...dann kann es eigentlich schon mit den "elektrischen" Testfahrten losgehen.   :rolleyes:


LG

Philip
« Letzte Änderung: 13. Oktober 2016, 16:55:45 von KUO »
Ut nullus aliam et iram provocet,si vis pacem para bellum.
(Keiner soll den anderen zum Zorne reizen, doch wenn du Frieden willst,bereite dich auf den Krieg vor)

KUO

  • MB Experte
  • **
  • Beiträge: 373
Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #47 am: 23. November 2016, 10:28:23 »
Guten Morgen zusammen,

es wird wieder einmal Zeit für ein Update.



...dann kann es eigentlich schon mit den "elektrischen" Testfahrten losgehen.   :rolleyes:



Es zieht sich......  :rolleyes:

Ich habe mich beim Verkabeln sowohl zeitlich als auch beim Materialaufwand verschätzt.

Bevor ich mit dem Verkabeln begonnen habe, wurde der "Blockplan" des Schattenbahnhofes nochmal überarbeitet.
Der gesamte Schattenbahnhof ist in 48 Rückmeldeabschnitte eingeteilt, weilche auf 3 GBM16T mit je 16 Anschlüssen aufgeteilt werden. Es gibt keine "blinden Flecke", also Züge sind lückenlos verfolgbar.
1 GBM16T ist direkt am GBM Master. Dieser ist in der Mitte der Anlage montiert. Die anderen 2 GBM16T sind ~1m links und rechts abgesetzt.
Die Blöcke wurden grundsätzlich so aufgeteilt, dass sie mit dem nächstgelegenen GBM16T verbunden werden. Dabei sind die Blöcke mit der Nummerierung 1.X dem Master, also dem GBM16T in der Mitte zugeordnet. 2.X dem linken und 3.X dem rechten. Aber nur grundsätzlich.

Warum?:
 Durch das Layout des Schattenbahnhofes ergeben sich 2 Kehrschleifen (mit KS2 + KS3 im Plan eingezeichnet). Eine dritte Kehrschleife, KS1, ergibt sich aus der Durchfahrt des Bahnhofes in der sichtbaren Ebene. Diese Kehrschleife habe ich aus Gründen der Aufteilung und Verkabelung in die Auffahrt der Rampe "West" gelegt.
Im Gegensatz zu den Kehrschleifenmodulen der "großen" Hersteller, werden bei den Kehrschleifenmodulen von FICHTELBAHN die Kehrschleifen nicht über Kurzschlusserkennung geschaltet, sondern über Melder.
Die Kehrschleife selbst besteht aus 3 Abschnitten (B,C,D), wobei B und D nur kurze Sensorabschnitte sind, C die eigentliche Kehrschleife. Umgepolt werden alle 3. Die beiden davor und dahinter liegenden Abschnitte A und B sind die gegengleich gepolten Abschnitte. Da die Sensorik für die Schaltung der Kehrschleife direkt in den GBM16T integriert ist, müssen auch diese beiden Abschnitte aus dem selben GBM16T versorgt werden.
Daher liegt zum Beispiel der Sensorabschnitt E der Kehrschleife 2, welche ganz links liegt, am rechten Rand der Anlage.


So sieht der Blockplan nun aus:




Nun zur eigentlichen Verkabelung.

Als erstes wurde die Spannungsversorgung gemacht.

Die Booster und Servosteuerungen werden über stabilisierte (Laptop)Netzteile versorgt
Für die 3 geplanten Boosterabschnitte sind 3 baugleiche Netzteile mit 15V/5A verbaut. Diese sind an der ausgangsseitig an Masse verbunden um Ausgleichströme zwischen den Boosterabschnitten zu vermeiden.
Für die Servosteuerung und sonstige Verbraucher sind 3 baugleiche 15V/4A Netzteile verbaut. Ein Netzteil reicht (mit reichlich Reserve) für die Verbraucher des Schattenbahnhofes. Die anderen beiden sind für die sichtbare Ebene vorgesehen. Im Notfall habe ich noch 2 in Reserve.
Die Hilfsspannung für die Relais der Kehrschleifenmodule auf den 3 GBM16T (110mA beim Schalten) kommt aus einem 5V/0,5A USB Steckernetzteil zum Einsatz. Versuche mit verschiedenen 5V Netzteilen haben gezeigt dass diese USB Netzteile die einzigen sind die sowohl im Leerlauf als auch unter Last stabile 5V liefern. Manche "billigen" 5V Stecker liefern im Leerlauf bis zu 8V (!!!) was so manchen IC in die ewigen Jagdgründe befördern kann.
Zum Schluss gibt es noch eine 12V DC Versorgung. Hieraus sollen dann die Hall-Sensoren für die "Punktmelder" versorgt werden.

Angeschlossen sind die Netzteile über spezielle Steckerleisten wie sie auch in Netzwerkschränken verwendet werden. Beim Einschalten dieser Steckerleisten werden die "Dosen" zeitlich gestaffelt (im ms Bereich) geschaltet. Das verhindert Stromspitzen an der Zuleitung was im schlechtesten Fall zum Auslösen des Leitungsschutzes (Sicherung) führen kann. Dies hängt mit den in den Netzteilen verbauten Kondensatoren zusammen, da diese zum Zeitpunkt des Einschaltens quasi einen Kurzschluss darstellen. Bei einem Netzteil nicht tragisch, das kann die Sicherung ohne Probleme ab. Bei 6 oder mehr gleichzeitig ans Netzt gehenden Netzteilen kann das schon zu viel sein.



So sieht das "Power Board" im Moment aus:



Hier soll zukünftig auch noch ein Raspberry PI, als Server der Steuersoftware rocrail, seinen Platz finden.




Die Anlage ist ja zerlegbar in 10 Module aufgeteilt.
Ursprünglich hatte ich geplant die Verkabelung zwischen Gleis und GBM16T  erst mal durch zuziehen, und die Auftrennung zwischen den Modulen erst nachträglich zu machen.
Das hat sich aus mehreren Gründen als "unpraktisch erwiesen.
Zum einen ist die Bewegungsfreiheit unter der Anlage ja doch ziemlich eingeschränkt. Es ist daher ziemlich mühsam ständig herumzukriechen. Bei der Größe der Module ist die Verkabelung eines Moduls immer innerhalb einer Armlänge erreichbar.
Zum anderen habe ich sämtliche Leitung verdrillt. Ich arbeite mit 0,75mm2 Einzeladern in 4(5) Farben, für welche ich mir einen eigenen "Farbcode" erstellt habe. Damit ist es einfacher die Kabel zuzuordnen und die Gefahr der Verpolung ist geringer. Aber jedes Kabel muss händisch verdrillt werden. Das ist bei kurzen Kabeln natürlich deutlich einfacher.


Zwischenzeitlich war es ziemlich unübersichtlich (auf diesem Bild eigentlich noch harmlos)





Inzwischen kommt aber Ordnung in das ganze:






Auf den beiden Bildern ist auch die räumliche Trennung von DCC (Fahrstrom) und DC Versorgungsspannung zu sehen. DCC läuft oben, DC unten.



Hier noch der Bereich eines Modulüberganges:





Zusätzlich zur Farbcodierung sind alle Kabel, an allen Enden, mit Kabelmarkern versehen.





Für die Verkabelung des Schattenbahnhofes habe ich mir 4 Rollen Kabel à 100m gekauft. Bei etwas mehr als der Hälfte habe ich nachbestellt!  :pffft:
Aktuell liegen, bei etwa 85% Fahrstromverkabelung, 350m Kabel unter der Anlage! Ich träume schon von Adernendhülsen!  :10:  :3:





Neben der Fahrstrom Verkabelung wurden auch noch die Weichenantriebe eingebaut.
Bis auf 5 Weichen werden alle über Servos gesteuert. Die anderen 5 mit "herkömmlichen" Überflur Doppelspulen Antrieben.

Zur Montage der Servos habe ich mir, aus 6mm Sperrholz, einfache Winkel gebaut. Davon eine "linke" und eine "rechte" Variante.


Hier mal die "Variante links"




Als Stelldraht verwende ich 0,3mm Federstahldraht. Ein kurzes Stück Bowdenzug-Hülle am Winkel dient als Führung.
Der Draht wird möglichst nach an der Drehachse des Servohorns eingehängt. Dadurch ergibt sich ein kurzer Stellweg bei großer Drehbewegung. Dadurch können die Servos feiner eingestellt werden.

Das "Z" im Draht dient als Federelement.
Die Stelldrähte habe ich mit einer einfachen Lehre, ein Brett mit ein paar Schrauben, vor gebogen.




Hier liegen die Servos für die Weichenharfe an der Einfahrt zum Zugspeicher bereit zum Einbau.






Bei dem ganzen Arbeitsaufwand darf ich die Motivation meiner beiden Jungs nicht aus den Augen verlieren.
Sie sind zwar mit Eifer dabei, schön langsam möchten sie aber auch mal fahren können (ich im übrigen auch  :pffft: ).
Es wäre wahrscheinlich "ökonomischer" gewesen den Gleisbau bis zu den Übergangen in die sichtbare Ebene abzuschließen und dann erst mit dem Verkabeln zu beginnen. Das hätte aber noch mehr Zeit in Anspruch genommen. Aber die Wendeln sind für einen (eingeschränkten) Fahrbetrieb nicht notwendig. Daher habe ich sie für's erste hinten angestellt.


So, das war`s dann mal wieder.

LG

Philip
Ut nullus aliam et iram provocet,si vis pacem para bellum.
(Keiner soll den anderen zum Zorne reizen, doch wenn du Frieden willst,bereite dich auf den Krieg vor)

b.l.stryker

  • MB Star
  • ****
  • Beiträge: 1049
  • Mein Name ist Björn, einfach Björn
    • http://strykers144.jimdo.com/
Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #48 am: 23. November 2016, 11:40:37 »
Einfach nur Wahnsinn. Respekt vor so viel Fachwissen.
Glück Auf, Björn


WaltMcLeod

  • MB Großmeister
  • ******
  • Beiträge: 4040
  • Sir Walter by the Grace of Palin
    • Walt's Homepage
Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #49 am: 23. November 2016, 12:27:36 »
Ich versteh sowieso nur Bahnhof .....  :D *dummi*

:winken: Walter
         ... dahoam im schönen Oberalm

Countdown bis WD

KUO

  • MB Experte
  • **
  • Beiträge: 373
Re: Projekt Bahnhof Seekirchen Epoche V/VI
« Antwort #50 am: 23. November 2016, 15:42:14 »
Ich versteh sowieso nur Bahnhof .....  :D *dummi*

:winken: Walter

SCHATTENbahnhof!!!!!!!  :12:  :D

Aber aufgrund unserer örtlichen Nähe kann ich dir den Unterschied gerne mal bei einem kühlen GÖSSER erklären.  ;)
Ut nullus aliam et iram provocet,si vis pacem para bellum.
(Keiner soll den anderen zum Zorne reizen, doch wenn du Frieden willst,bereite dich auf den Krieg vor)