Autor Thema:  auslaufende Welle und nassen Sand darstellen  (Gelesen 2709 mal)

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passra

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auslaufende Welle und nassen Sand darstellen
« am: 08. Februar 2016, 19:45:28 »
Hallo,

ich hätte eine Frage an die Dioramabauer unter uns. Und zwar mit welchen Mitteln stellt man am besten so eine Welle dar:

http://photoopia.com/bilder_up/vorschau/81/1270792346.jpg

Mit dem 2k Wasse von Noch, Kunstharz oder doch ganz anderes?

Und die zweite Frage: Wie stellt man nassen Sand (wie auf dem Bild) am Besten dar? Bin da selber noch nicht zu einer zufrieden stellenden Lösung gekommen...

Danke für Eure Antworten.

Servus
Simon

Flugwuzzi

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Re: auslaufende Welle und nassen Sand darstellen
« Antwort #1 am: 08. Februar 2016, 22:38:36 »
Hallo Simon,

vielleicht kann ich dir mit einem Tipp weiterhelfen.

Jean-Bernard André http://www.jbadiorama.com/dioramas hat im "The Weathering Magazine - Water" auf 4 Seiten Schritt für Schritt erklärt wie er dieses Diorama erstellt hat http://www.jbadiorama.com/number-8-diorama-1-35. Dort gibt es flache Uferzone, nassen Sand usw. Das Magazin kostet um die 8€ beim Modellbaufachgeschäft deines Vertrauens und gibt dir vielleicht die passenden Tipps. http://www.migjimenez.com/en/english-version/325-issue-10-water-.html
Auf der Website von Jean-Bernard gibt es noch mehrere beeindruckende Wasserszenen zu bestaunen  :1:

lg
Walter
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Hans

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Re: auslaufende Welle und nassen Sand darstellen
« Antwort #2 am: 08. Februar 2016, 22:52:55 »
Gießharz (Polyester oder Epoxid oder Polyurethan) fließt erstmal und ist nur mit Trick modellierbar. Für Anfänger m.E. schwer zu verwirklichen. Man muss den Zeitpunkt erwischen, an dem die 2K-Masse geliert, aber noch nicht hart ist. Schwierig.

Besser zu modellieren sind Acrylgele. Mit den mitunter im Modellbaubedarf angebotenen kleinen Gebinden kommt man aber nicht weit. Im Künstlerbedarf (zB Boesner oder viele andere) gibt es verschiedene Gele oder transparente Spachtelmassen. Schaumkronen gehen zB mit kleinen Wattenfizzelchen, die man mit Acryl übermodelliert.

Der "nasse" Sand muss "nur" glänzen. Da geht vieles, entweder halt auch mit dem Gel vermischen und glattziehen oder mit dickem Glanzlack arbeiten. Insgesamt ist ohnehin zu empfehlen, dass auch die Acrylmasse insgesamt mit Klarlack schlussbehandelt wird.
Poly(1-phenylethan-1,2-diyl) makes it all

Hajo L.

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Re: auslaufende Welle und nassen Sand darstellen
« Antwort #3 am: 09. Februar 2016, 19:18:41 »
In welchem Massstab soll das ganze denn sein?

Vllt. kann ich dir mit meinem Minidiorama in 1:700 noch einige Anregungen geben:

http://www.modellboard.net/index.php?topic=50326.0


HAJO
"My theory is longer, thicker and harder than yours." (Frank Farrelly)

Aufgrund der Photobucket-Problematik sind zahlreiche Bilder von mir nicht sichtbar. Bei signalisiertem Interesse stelle ich die fehlenden Bilder gerne über einen anderen Host wieder online.

passra

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Re: auslaufende Welle und nassen Sand darstellen
« Antwort #4 am: 09. Februar 2016, 19:33:41 »
erst mal danke für Eure schnellen Antworten. Ich werds mal beim Künstlerbedarf probieren.

@Hajo L. : des Diorama soll 10 auf 10cm gross sein und im Massstab 1:24 sein.

servus
Simon

wefalck

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Re: auslaufende Welle und nassen Sand darstellen
« Antwort #5 am: 10. Februar 2016, 10:24:04 »
Acrylgel und Acrylklarlack glänzenden sind die Materialien meiner Wahl. Unten ein Beispiel von Wellen, die an den Strand einer Koralleninsel in Mikronesien plätschern (die Aufnahmen wurden noch vor dem digitalen Zeitalter gemacht):





Das Wasser wurde in mehreren Sitzungen aus Acrylgel aufgebaut. Man sollte sich Photos von der gewünschten Situation ansehen. Nicht alles, was naß ist, glänzt auch. Sobald etwas Wind weht, kräuselt sich die Wasseroberfläche und sieht mehr oder weniger matt aus. Man kann dies darstellen, in dem man Acrylgel mit einem Borstenpinsel auftupft. Die Schaumkämme wurden mit Weiß gehöht. Schaumkämme lassen sich auch sehr gut mit einer Mischung aus (wenig) Acrylgel und Kristallzucker modellieren.

Nasser Sand glänzt nicht notwendigerweise, höchstens wenn gerade eine Welle wieder abläuft. Meistens ist ist es die dunklere Farbe (was mit dem unterschiedlichen Reflektionsverhalten für einfallendes Licht zu tun hat), die ihn von trockenem Sand unterscheidet. Man muß da ggf. mit etwas Farbe nachhelfen. Das Phänomen tritt bei den hochweißen Korallensanden aus dem obigen Beispiel weniger stark in Erscheinung.
 

daddel201

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Re: auslaufende Welle und nassen Sand darstellen
« Antwort #6 am: 18. August 2016, 13:37:39 »
Moin!

Falls es noch hilfreich ist.

Habe mal als Geschenk ein Stück Sylt zusammengebruzzelt im Maßstab 1:200.
Ist aber letztlich wurscht, welche Größe Du hast/hattest.
Es eignet sich dafür transparentes Acrylgel am besten. Dazu im Vorwege eine entsprechende farbliche Gestaltung des Untergrundes und fertig ist die Laube.

https://lh4.googleusercontent.com/-zI_WsvUQXZo/VR5m445yOEI/AAAAAAAACqw/0Zp1EDGwBuo/s912/IMG_2384.JPG

https://lh4.googleusercontent.com/-CKi4CVARF2g/VR5nmJ4JjeI/AAAAAAAACrc/0YHqDYh_ow0/s912/IMG_2389.JPG

https://lh6.googleusercontent.com/-B7xTd_7_PsU/VR5ntJLXrpI/AAAAAAAACro/DccIrX5TSHA/s912/IMG_2391.JPG

https://lh3.googleusercontent.com/-jUM9Gd5yDqc/VR5pl9TptJI/AAAAAAAACr8/mFSVlsWHuJw/s912/IMG_2392.JPG
Over, Ende & Out

Daddel

 

passra

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Re: auslaufende Welle und nassen Sand darstellen
« Antwort #7 am: 18. August 2016, 14:49:48 »
Hallo daddel201,

danke für deine Antwort. Das Dio is schon fertig und ich habe die Wellen wie du vorgeschlagen hast mit Acrylgel gestaltet.

Alles weitere findest du hier: http://modellboard.net/index.php?topic=55790.msg859777#msg859777

Servus
Simon