Autor Thema:  Das Anfängermodell - Hellcat 1:72  (Gelesen 55938 mal)

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Talisker

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Das Anfängermodell - Hellcat 1:72
« Antwort #15 am: 26. Oktober 2003, 20:23:55 »
Zahnpasta  8o
und Flüssigspachtel/Farbe  :8:

Versuch macht kluch... werde ich gleich mal ausprobieren!

Dude

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Das Anfängermodell - Hellcat 1:72
« Antwort #16 am: 26. Oktober 2003, 20:32:10 »
So ein bisschen Farbe bringt uns bei unserem dicken Spalt auf der Rumpfunterseite natürlich nicht sonderlich weiter; da kommen wir ums Spachteln nicht herum. Und damit der Spachtel auch nur dahin kommt wo wir ihn hinhaben wollen wird der Spalt erstmal mit Klebeband abgeklebt.



Also wir etwas Spachtel auf eine geeignete Unterlage gegeben und danach mit einem angeschnittenen Zahnstocher o. Ä. schön verrührt...



und auf die Baustelle aufgetragen und richtig in die Fuge reingedrückt...



Sieht wild aus, aber wenn das Klebeband entfernt ist sieht es schon übersichtlicher aus...



Und wieder gehts mit dem Schleifen los, danach wieder polieren und das ganze sieht dann so aus:

...denn mehr als ein Siegerländer kann der Mensch kaum werden.

Aufs Allerherzlichste,
Steffen

De Sejener

Starfighter

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Das Anfängermodell - Hellcat 1:72
« Antwort #17 am: 26. Oktober 2003, 23:05:37 »
fein gemacht bisher! :P mein bericht wird noch etwas dauern, denn ich studiere jetzt und komme daher nicht viel zum basteln - und internett hab ich in meiner bude auch noch nicht. und was noch dazu kommt - andere projekte haben momentan noch vorrang. aber - versprochen- mein hellcat-bericht kommt auch!

mm

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Das Anfängermodell - Hellcat 1:72
« Antwort #18 am: 27. Oktober 2003, 10:11:52 »
Zitat
Original von Dude


Sieht wild aus, aber wenn das Klebeband entfernt ist sieht es schon übersichtlicher aus...




Wild? Wild ist gar kein Ausdruck :D
Wobei ich das mit den Klebestreifen auch noch nicht kannte, mein Motto immer feste druff mit dem Zeugs, naja sind ja auch nicht solche Minis ;)

Abrams

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Das Anfängermodell - Hellcat 1:72
« Antwort #19 am: 27. Oktober 2003, 21:40:29 »
@Dude
Ich habe mir den Baubericht leider nur sporadisch durchgelesen(sorry hab leider keine Zeit)

Aber da du ja schon eine teilweise gebrushte und gespachtelte Maschine baust, hab ich folgende Überlegung:


Was hälst du davon, wenn ich meine Hellcat folgendermaßen, also:

- Ohne Airbrush
- ohne Hilfsmittel, wie Spachtelmasse, Graviernadel
- Hausmittelchen pur, also: Essig als weichmacher, Spachtemaße aus Kleber +Grad

- keine Klarlackschichten


Oder so:

-Airbrush in Lackierung

- Eigenzurüstteile(sofern ich dies hinkriege)

- Gravuren je nachdem ziehen

- Weichmacher sets

- Spachtelmasse

- Verwendung von Plastiksheet(je nach Möglichkeit)

- Alterung pur


Ferraristo

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Das Anfängermodell - Hellcat 1:72
« Antwort #20 am: 28. Oktober 2003, 14:32:00 »
@ Abrams: Du hast zwar Dude gefragt, ich gebe aber trotzdem meinen Senf dazu  :D
Ich wäre für deinen zweiten Vorschlag, also den anspruchsvolleren Weg, da ich denke, dass unsere Mitglieder den ganz einfachen Weg auch von alleine hinbekommen werden, mit einer Bauanleitung, die das Modell supern würde, würdest du bestimmt mehr Leute hier ansprechen (mich auch) und es wäre bestimmt auch für die wirklichen Anfänger nützlich.

P.S. Ich finde solch ausführliche Anleitungen einfach traumhaft, die Bilder hat Dude perfekt eingebunden, es macht einfach Spaß das zu lesen!!!  :respekt:

Achim

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Das Anfängermodell - Hellcat 1:72
« Antwort #21 am: 28. Oktober 2003, 15:08:32 »
@Dude

Super Baubericht. :respekt:

Die Hilfsmittel sind alle im grünen Bereich, so das jeder alles nachvollziehen kann. Ein Hinweis: Was es alles zum maskieren gibt und was du z.B. bevorzugst( wie jetzt bei dir :Tamiya). Genauso die Zahnpasta. Es muß ja nicht die teure Elmex sein (Die wird übrigens bei uns hergestellt :D ).

Ansonsten: Mach weiter so :9:

Gruß Achim :winken:  

Dude

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Das Anfängermodell - Hellcat 1:72
« Antwort #22 am: 01. November 2003, 15:32:22 »
So, erstmal vielen Dank für das viele Lob und das rege Interesse und gleichzeitig ein dickes Sorry dass es so langsam vorangeht, aber ich komm vor lauter Arbeit in der Woche überhaupt nicht an den Basteltisch und auch kaum ins MB. :5:

@Starfighter: Wäre echt klasse wenn Du Deine Hellcat irgendwann noch beisteuern könntest; da könnte ich nämlich ne Menge von Dir lernen! :P

Das Gleiche geht natürlich auch an Abrams: schön dass Du trotzdem noch mitmachen willst! :P  Was genau Du jetzt für eine Sorte Modell bauen willst...ich denke bei beiden Varianten gäbe es eine Menge zu lernen, aber eine Hochwertie Variante würde sich wohl in mehreren Bereichen mit Starfi´s Modell überschneiden; aber vielleicht könnt ihr Euch da ja noch absprechen. ;)

@Achim: Auf Maskierzeugs wollte ich dann später bei der Lackierung eingehen, aber Du hast natürlich Recht; Danke für den Hinweis! :1:  Und was die Elmex angeht: war ne geschenkte kleine Probetube und die hält jetzt schon seit zwei Jahren (Aber sie wird ja auch nur zum Basteln benutzt! :D )!

Im Moment bin ich noch fleißig am Schleifen und Gravieren; heute am späten Abend wird es dann wohl damit weitergehen.
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Aufs Allerherzlichste,
Steffen

De Sejener

Dude

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Das Anfängermodell - Hellcat 1:72
« Antwort #23 am: 02. November 2003, 00:11:56 »
Und weiter gehts mit der kleinen Höllenkatze! :D

Die Klebestellen sahen zwar am unlackierten Modell noch recht gut aus, doch wirklich sicher kann man sich erst sein wenn die betreffenden Stellen zur Probe mal überlackiert wurden. Genau das habe ich gemacht, und zwar wieder in Revell Nr 360 Farngrün, da die Klappen von innen ebenfalls in dieser Farbe lackiert werden - da kann man doch direkt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen! :D Motorhaube und Fahrwerk wurden schonmal angesteckt und alle Flächen die irgendwei mit Schleifpapier in Berührung gekommen sind mit der Airbrush lackiert.



Und schon zeigen sich die ersten Macken die auf dem unlackierten Kunststoff kaum bzw. gar nicht zu erkennen waren...einmal auf dem Rumpfrücken



und insbesondere an den Tragflächen.



Da hilft alles Jammern nicht; das ganze Spiel geht wieder von vorne los: die Nahtstellen mit Flüssigspachtel oder wie in unserem Fall auffüllen, lange genug aushärten lassen und dann wieder schleifen und polieren, schleifen und polieren...



Nach dem Schleifen sieht das Modell dann meistens in etwa so aus:



Um den ganzen Schleifstaub wieder herunterzubekommen geht es mit einer alten Zahnbürste bewaffnet an den Spülstein wo der Schleifstaub unter fließendem Wasser wieder aus den Gravuren gebürstet werden kann.
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Steffen

De Sejener

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Das Anfängermodell - Hellcat 1:72
« Antwort #24 am: 02. November 2003, 00:31:00 »
Wenn dann endlich alles anständig verschliffen ist geht es jetzt daran die Gravuren, die beim Schleifen verlorengegangen sind wieder zu erneuern. Man kann natürlich versuchen sie per Skalpell und fraihand nachzuziehen, aber das geht meistens schief und sieht auch nicht besonders toll aus; zumindest nicht bei mir! ;) Aus diesem Grund habe ich lieber einmal ein paar €us in Gravurwerkzeuge investiert und habe dafür Ruhe!

Man versucht lieber erst gar nicht die Gravuren freihändig zu ziehen, da dies nach Murphy stets gründlich in die Hose geht. Vielmehr sollte man stets irgend eine Art von Führung nutzen!

Das kann ein glattes festes Klebeband sein, das entlang der Gravurlinie geklebt wird und an dem die Gravurnadel dann entlang gezogen wird. Noch besser eignet sich dafür  sogenanntes Dyno-Band; ein plastikbeschichtetes Klebeband das eigentlich für alte Beschriftungsmaschinen gedacht ist - nur leider inzwischen recht schwierig zu bekommen.

Eine Alternative stellen Metalllinale dar, die sich um die Biegung herumbiegen lassen; ein Stück aus einem Metallmaßband kann hier schon gute Dienste leisten. Da für Zivis jedoch Geld keine Rolle spielt, habe ich mir eine Reihe von Gravurschablonen geleistet, die sich den Rundungen gut anpassen und auch jede erdenkliche zu gravierende Form beinhalten auf die man als Modellbauer jemals stoßen sollte. :D



Hat man sich für eine Variante entschieden, kann es ans Gravieren gehen und hierbei sollte man nicht versuchen die ganze Gravur in einem Rutsch zu ziehen, sondern sich vielmehr Stückchen für Stückchen vorritzen; damit hält man auch das Risiko mit der Gravurnadel auszurutschen so gering wie möglich. Beim Gravieren auch immer darauf achten die Gravuren nicht zu tief zu ziehen, denn sonst sind die selbstgezogenen Gravuren sofort von den ursprünglichen zu unterscheiden - am besten mal auf einem alten Schrottmodell ausprobieren! :1:

Nach dem Gravieren habe ich die neugezogenen Gravuren nochmal mit 1200er Schleifpapier überschliffen um eventuelle Unregelmäßigkeiten herauszuschleifen.

Wieder eine langwierige Arbeit die auch einige Geduld fordert, aber als Belohnung gibt es einen schönen glatten Rumpf mit gleichmäßig durchgezogenen Gravuren, der jetzt eigentlich schon fast fertig zum Lackieren ist.

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Steffen

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Das Anfängermodell - Hellcat 1:72
« Antwort #25 am: 02. November 2003, 00:45:06 »
Sauber Steffen, und nebenbei so gut beschrieben das einem kaum Fragen einfallen, zumindest mir fällt grad keine ein.

P.S. Mach dir wegen des Tempos mal keinen Sorgen ;)

Dude

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« Antwort #26 am: 02. November 2003, 00:47:53 »
Besten Dank Boss! :D

@ all: Wenn es noch Fragen gibt, egal wie banal - immer her damit! Hab um die Uhrzeit warscheinlich eh die Hälfte vergessen! :3:
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Steffen

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« Antwort #27 am: 02. November 2003, 00:53:50 »
Zitat
Original von Dude
Besten Dank Boss! :D



Weitermachen ... :D
Ich gehe jetzt schlafen, mein Boss steht mit dem Nudelholz hinter mir.
Und das du mir bloß die Stellung hier hälst ;)

Bono1975

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Das Anfängermodell - Hellcat 1:72
« Antwort #28 am: 02. November 2003, 14:03:48 »
@ Dude:

Spitze! Genau SO habe ich mir das "damals" als Frischling immer gewünscht: einen zusammenhängenden, AUSFÜHRLICHEN Bericht die mir all die böhmischen (westfälischen?) Dörfer näherbringen ... Sehr schön geschrieben und bebildert bis jetzt, SO stelle ich mir Hilfe vor!  :P

Habe bis jetzt auch keine weiteren Fragen euer Ehren, im Gegenteil: den Abschnitt über das Schleifen und Gravieren fand ich bis jetzt sehr ausführlich und genau. Fragen werden mir diesbezüglich am ehesten einfallen wenn ich es selber versuche und anfange zu fluchen ...

Weiter so!

LG, Marcus
Derzeit in Arbeit:
A-10 Thunderbolt II (Revell, 1:72)
F7F-Tigercat (Fly-Modell, 1:33)

Dude

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Das Anfängermodell - Hellcat 1:72
« Antwort #29 am: 07. November 2003, 23:59:18 »
WOCHENENDE - Zeit zum Basteln! :D

Eine mitunter manchmal recht kniffelige Aufgabe stellt die Flugzeugkanzel dar. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten eine Kanzel zu montieren und abzudecken; ich setze meistens auf Maskol-Abdecklack, Tamiya-Klebeband und eine extrascharfe frische Skalpellklinge.

Auf der mit etwas Plastikkleber vorsichtig angeklebten Frontscheibe kommt ausschließlich das Tamiya-Tape zum Einsatz; das ist zwar nicht ganz billig, aber sein Geld auf alle Fälle wert! :P Wie Ihr sehen könnt, wird das Tape einfach auf die Frontscheibe geklebt und mit einem Zahnstocher werden die Gravuren nachgezogen.



Die Konturen der Kanzelstreben sind gut zu erkennen und können jetzt mit einer neuen (= richtig scharfen) Skalpellklinge vorsichtig ausgeschnitten werden.



Die Frontscheibe wäre somit schonmal fertig zum Lackieren; bei der Schiebehaube wird eine etwas abgeänderte Technik angewandt:

Ein Stück Tamiya-Tape wird in mehrere dünne Streifen geschnitten, die dann per Pinzette entlang der Streben der Kanzel geklebt werden. Die überstehenden Enden werden vorsichtig abgeschnitten und fertig ist der Rahmen. Die dünnen Streifen sind sogar etwas flexibel und können so in gewissem Maße an Rundungen angepasst werden.



Die Klebebandstreifen sind alle aufgebracht, jetzt müssen die Innenräume noch gefüllt werden. Wer will, kann das natürlich auch mit Klebeband erledigen; ich hab Maskol genommen, das per Zahnstocher auf die Kanzel aufgetragen wurde.

 
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