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Autor Thema:  Douglas A-1J Skyraider, Zoukei-Mura, 1/32  (Gelesen 3164 mal)

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BAT21

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Douglas A-1J Skyraider, Zoukei-Mura, 1/32
« am: 20. Mai 2016, 22:17:42 »
Douglas A-1 Skyraider U.S. Air Force  


Modell:  Douglas A-1 Skyraider U.S. Air Force
Hersteller:  Zoukei-Mura
Maßstab:   1/32
Art. Nr. :   SWS07
Preis ca. :  140 €








Beschreibung: 



Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:A-1J_602SOS_1968.JPG


Die Douglas A-1 Skyraider (bis 1962 Douglas AD Skyraider) war ein Jagdbomber des US-amerikanischen Unternehmens Douglas Aircraft Company, der 1946 in Dienst gestellt wurde.

Schon im Juni 1941 beauftragte die U.S. Navy Douglas, ein Nachfolgemodell des Sturzkampfbombers Douglas SBD Dauntless zu entwickeln, zudem auch der eigentliche Nachfolger, die Curtiss SB2C Helldiver mit zahllosen Problemen zu kämpfen hatte. Douglas entwickelte daraufhin die zweisitzige Douglas SB2D Destroyer, die erstmals am 8. April 1943 flog. Durch die Kriegserfahrungen hatten sich die Anforderungen an ein trägergestütztes Kampfflugzeug jedoch so gewandelt, dass nur 28 SB2D gebaut wurden. Die U.S. Navy forderte nun ein Flugzeug mit der Bezeichnung „BT“, ein einsitziges Kampfflugzeug, das als Sturzbomber („B“) und Torpedobomber („T“) eingesetzt werden sollte. Alle Abwurfwaffen sollten an Außenstationen mitgeführt werden. Drei Flugzeughersteller entwickelten 1943 ein solches Flugzeug, Curtiss die BTC, Martin die BTM und Kaiser-Fleetwings die BTK. Douglas baute die SB2D daraufhin in ein einsitziges Flugzeug um, was die U.S. Navy im Juni 1944 aber ablehnte. Der Chefkonstrukteur von Douglas, Ed Heinemann reiste im gleichen Monat nach Washington D.C., um die US-Marine umzustimmen. Der zuständige Admiral Laurence B. Richardson gab Heinemann jedoch nur eine Nacht, um einen neuen Vorschlag einzureichen. Nach telefonischer Erlaubnis von Douglas konstruierte Heinemann daraufhin die „BT2D Dauntless II“ mit zwei weiteren Konstrukteuren, Leo Devlin und Gene Root, in einer Suite des Statler Hotels in nur einer Nacht. Zwar war die U.S. Navy trotzdem nicht überzeugt, aber Douglas konnte bis August 1944 eine Attrappe bauen und damit erreichen, dass die letzten 15 Maschinen aus dem ursprünglichen SB2D/BTD-Auftrag als „XBT2D“ fertiggestellt werden sollten. Der erste Prototyp flog am 11. März 1945. Obwohl die U.S. Navy immer noch die Martin BTM favorisierte, konnte Douglas Aufträge für 548 BT2D bekommen, die aber nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wieder auf 277 reduziert wurden. Im Februar 1946 wurde der Name der Maschine in Skyraider geändert, zwei Monate später die Bezeichnung in „AD“. Inzwischen zeigte sich, dass die nun als Martin AM Mauler bezeichnete Maschine mehr Waffen tragen konnte, die Skyraider aber leichter und wesentlich einfacher zu fliegen war. Am 5. November 1946 flog die erste Serienmaschine der AD-1, die im Dezember 1946 zuerst bei der Staffel VA-19A der Naval Air Station Alameda in Dienst gestellt wurde.[1]

Insgesamt wurden 3.180 Skyraider in sieben Basisversionen gebaut. Die AD-1 bis AD-4, AD-6 und AD-7 waren einsitzige Kampfflugzeuge. Die ab 1951 produzierte AD-5 jedoch hatte einen verbreiterten und verlängerten Rumpf, der zwei Piloten nebeneinander aufnahm. Theoretisch konnte diese Version als Ambulanzflugzeug oder Transportflugzeug für bis zu 12 Personen umgerüstet werden, was jedoch praktisch nicht genutzt wurde. Dafür gab es bei den AD-1 bis AD-5 eine Vielzahl von Unterversionen, die für Nachtangriffe („N“) oder für Elektronische Gegenmaßnahmen („Q“) ausgerüstet waren. Am deutlichsten unterschieden sich aber die 418 Frühwarnflugzeuge („W“), die ein großes APS-20-Radar unter dem Rumpf trugen. Die „B“-Versionen konnten Nuklearwaffen tragen, die damals noch zum taktischen Arsenal der Kriegsführung gehörten. Zur Verwendung der Zusatzbezeichnungen der Navy siehe auch die Liste der Codes zur Sonderausrüstung. Als 1962 das Bezeichnungssystem für Luftfahrzeuge der US-Streitkräfte vereinheitlicht wurde, wurde aus der AD die A-1. Da die Versionen AD-1 bis AD-3 nicht mehr geflogen wurden, wurden die Bezeichnungen A-1A bis A-1C nicht vergeben. Die noch in Dienst stehenden Versionen erhielten die neuen Bezeichnungen A-1D bis A-1J.

Die Piloten nannten die Skyraider liebevoll oft Able Dog (nach der Kennung „AD“), Spad (nach dem Jagdflugzeug Spad XIII der AEF im Ersten Weltkrieg) oder Sandy (nach dem Funkrufzeichen der A-1 der USAF im Vietnamkrieg).


Weiterlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Douglas_A-1




Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/File:A-1H_602SOS_Jun1970.jpg


Weitere Infos zum Original:
http://www.bredow-web.de/Museum_Duxford/Douglas_Skyraider/douglas_skyraider.html
https://en.wikipedia.org/wiki/Douglas_A-1_Skyraider





Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:A-1J_6SOS_bombing.jpg



Schachtelinhalt: 

Unter der Artikelnummer SWS07 erschien beim japanischen Hersteller Zoukei-Mura ein weiteres Modell der Skyraider im Maßstab 1/32 - diesmal die Version A-1J.
Im großen und stabilen Karton sind jede Menge sauber gegossene Plastikteile gelandet.
Die Auswerfermarken halten sich bei diesem Modell in überschaubaren Ausmaßen.
Wie üblich in der Super Wing Serie gibt es jede Menge Details, von denen ein Großteil aber im später nicht sichtbaren Bereich verschwindet.
Leider gibt es in "guter" japanischer Tradition keine Abwurfwaffen. Diese werden in einem separat verkauftem Bausatz angeboten.
Beim aufgerufenen Preis für den Bausatz eine doch sehr fragwürdige Politik.  :]

Die meisten Teile sind bereits aus der ersten Auflage bekannt.
Es gibt aber einen neuen Rahmen mit den Teilen für die J-Version: hier findet man neue Felgen, andere Tragflächenendstücke und weitere Antennen.
Weitere positive Änderung: alle Teile sind diesmal in grauem Plastik abgespritzt. Auf die bastelunfreundlichen Teile in Silber und Schwarz wurde diesmal verzichtet.  :P

Schauen wir mal in den Karton:
























Die Klarsichtteile:






Weiterhin gibt es noch vorgeschnittene Abdeckmasken für die Klarsichtteile und zwei vorgebogene Metallstangen.




Hier ein paar Detailimpressionen:


































Die Anleitung kommt als Heft und ist wieder mal sehr attraktiv gestaltet. Da bekommt man gleich Lust loszubasteln. :P
Es liegt einmal die Anleitung aus dem A-1H Bausatz bei:




Und dann gibt es noch eine Anleitung, die auf die Änderungen für die A-1J Version eingeht:










Bei den Bemalungsvarianten war Zoukei-Mura etwas zurückhaltend - nur zwei Maschinen der 602nd SOS.
Der Abziehbilderbogen für die J-Version:




Weiterhin gibt es auch noch den Bogen aus der H-Version:





Fazit:  

Der Bausatz verspricht viel Bastelspaß. Detailierung und Gussqualität sehen auf den ersten Blick sehr überzeugend aus.
Was den Gesamteindruck etwas eintrübt, sind fehlende Abwurfwaffen und die magere Auswahl an Bemalungsvarianten.
Da neben der J-Version auch alle Teile und Abziehbilder der H-Version beiliegen, liefert Zoukei-Mura hier die attraktivere Auflage der Skyraider ab.

+  Vorbildauswahl
+  Detailierung
+  Gussqualität
+  Alle Teile in verarbeitungsfreundlichem Grau gespritzt
+  Auch die H-Version kann aus dem Bausatz entstehen
+  Aufmachung der Bauanleitung

-  Preispolitik

 :winken:
« Letzte Änderung: 06. November 2018, 17:37:26 von BAT21 »

GerhardB

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Re: Douglas A-1J Skyraider, Zoukei-Mura, 1/32
« Antwort #1 am: 18. September 2017, 11:17:00 »
Dieser Flieger landet diese Woche auch bei mir (vorgezogenes Weihnachtsgeschenk an mich selber)
Die Preispolitik versteht keiner, die Bombenlast (sepparat erhältlich) schlägt auch mit ca. 25 €uronen zu.
Danke (verspätet) für die Vorstellung  :P

... im Bunker brennt noch Licht (Walter Moers)
... tue niemanden etwas Gutes, dann tut dir niemand etwas Böses (Bennerle)

Gruß Gerhard

jackrabbit

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Re: Douglas A-1J Skyraider, Zoukei-Mura, 1/32
« Antwort #2 am: 18. September 2017, 12:41:50 »
Hallo,

ein verspätetes DANKE auch von mir.  :1:

Die Angüsse hätten m.E. teilweise etwas "filigraner" ausfallen können,
wobei ich die Größe der Bauteile ggf. falsch einschätze.

Grüsse