Autor Thema:  Supermarine Spitfire Mk. IIa / 1/72 - Revell Art. Nr. 03953 (Neuheit)  (Gelesen 921 mal)

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mhase

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Supermarine Spitfire Mk. IIa 


Modell: : Supermarine Spitfire Mk. IIa
Hersteller:  Revell
Maßstab:   1/72
Art. Nr. : : 03953
Preis ca. :  7,99 EUR




Zum Vorbild:

Die Spitfire Mk. IIa mit der Seriennummer P7290 wurde Anfang Juli 1940 in Castle Bromwich als eine der ersten Maschinen dieses Typs ausgeliefert und war zunächst bei der No. 611 Sqn RAF ab Mitte August 1940 während der Luftschlacht um England im Einsatz. Nach einigen Zwischenstationen kam sie im März 1942 zur AFDU (Air Fighting Development Unit) nach Duxford und dann über die No.53 OTU im August 1943 zur RNAS (Marine) und war dort in Yeovilton bis Anfang Januar 1945 „on strength“.

Hier ein Bild, aufgenommen am 06.04.1942

Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Supermarine_Spitfire_Mk_IIa_aircraft_of_the_Air_Fighting_Development_Unit_based_at_Duxford,_6_April_1942._CH5291.jpg


Der Bausatz:

Seit wenigen Tagen ist nunmehr die „frühe“ Spitfire Mk Iia aus dem Hause Revell im Maßstab 1/72 im Handel. (Jetzt hat wirklich jeder der „Großen“ seine eigene Spitfire im Programm….)

Revell wählte hier eine Mk. IIa nach konkretem Vorbild mit DH-Propeller, wie er auch 1942 am Original befestigt war. Diese Maschine wurde nach diversen Reparaturen nachgerüstet, was sich an der Frontscheibe und den "Fishtails" zeigt.

Der Bauplan ist übersichtlich gestaltet, die Decals sauber und in den Originalfarbtönen gedruckt. Als Farben sind Farbtöne aus dem hauseigenen Sortiment angegeben, in wie weit diese zutreffend sind, vermag ich momentan mangels Vergleichsmöglichkeit (noch) nicht zu sagen. Auch der Anstrich könnte interessant werden - ich gehe hier - anders als Revell - von einem frühen Standardanstrich in Dark Green/Dark Earth auf der OPberseite und Sky Blue auf der Unterseite aus (Baujahr 1940!)

Ich habe Farbbilder, u.a. dieses

http://1.bp.blogspot.com/-LVDLHX0wfpA/UuR63dTlgnI/AAAAAAAAQeU/dNSsREqWFf0/s1600/Supermarine+Spitfire+Mark+IIA%252C+P7895+%2527RN-N%2527%252C+of+No+72+Squadron%252C+Royal+Air+Force+based+at+Acklington%252C+Northumberland%252C+in+flight+over+the+coast%252C.jpg

Neben zwei verschiedenen Frontverglasungen des Cockpits liegen auch zwei verschiedene Radsätze mit 4- bzw. 5-Lochfelgen bei. Die Flügelenden sind separat ausgeführt.
Die Querruder sind als „Metallbauweise“ ausgebildet, die Höhenruder in einer – nennen wir es einmal – angedeuteten Stoffbespannung, dto. das Seitenruder. Die Inneneinrichtung ist nahezu komplett, die Auspuffstutzen sind in Form der sog. „Fishtails“ gestaltet. Der erste Eindruck des Bausatzes ist gut, doch fallen sofort Grate und teilweise leichte Versätze in den Spritzrahmen auf.

Werfen wir einen Blick in die Schachtel:

In der nunmehr Revell-typischen schwarzen Faltschachtel sind drei beigegraue Spritzlinge mit insgesamt 34 Bauteilen und eine in glasklarem Kunststoff gespritze, dreiteilige  Cockpitverglasung relativ bruchsicher in einer Klarsichttüte verpackt. Bauplan und Decals liegen separat in der Schachtel.




Spritzling A – Vorderseite


Spritzling A- Rückseite


Spritzling B/C



Spritzling D


Cockpitverglasung - Spritzling E

Anmerkung:
1 =Frontscheibe mit externer Zusatzpanzerung bis frühe Mk V
2= Frontscheibe ohne Panzerglas - für frühe Mk. Ia
 
Bauplan                                                                                                                                     Lackier- und Abziehbilderanleitung:
                                                                                                       


Decals:



Hier noch ein paar Details und Anmerkungen:

Die linke Cockpitseite mit der Einstiegsklappe. Für Fetischisten: Die "crow bar" (3) wurde erst ab Bauserie Mk. V in die Spitfire eingebaut.


Filligran dargestellte Panellines außen, der Trägerrahmen für den Sitz hat zwar die zusätzlich angebrachte Panzerung am Kopf (4), nicht aber hinter dem Sitz. Hier ist etwas Plastikmaterial vonnöten


Hier sieht man deutlich die Versätze (5), der Steuerknüppel (6) ist allerdings völlig "daneben".


Hier tut es weh... (8) - die Darstellung der Flaps in diesem Bereich und die Kröpfung des Flügels sind zwar um Klassen besser als bei der Mk. V des Hauses, aber duchaus noch mit "Luft nach oben" - will heißen - Eigenbau. Im Gegensatz dazu sind die Verkleidungen (9) dargestellt, bislang erstmals bei einer Mk. I/II in diesem Maßstab.



Nochmals im Detail Spritzling "C" - der Propeller



Aus der Mk. IIa lässt sich probllemlos eine Mk. Ia aus der Zeit der BoB bauen - es muss nur der Blister des sog. "Coffmann-Starters" entfernt werden. Je nach Maschine müssten der Antennenmast geändet und ein anderer Propeller angebracht werden um eine weitere Variante aus dem bausatz zu bauen.


Fazit:

Ich bin mir bei Revell nie ganz sicher, wie tief man dort auch bei den kleineren Kits ins Detail gehen möchte. Einige Details sind hervorragend herausgearbeitet, dann wieder einfach zu recherchierende Dinge nicht beachtet.
Wenn man die Teile im Bausatz betrachtet, könnte es durchaus sein, dass aus der Mk. IIa eine Mk. Va wird - das hatten wir doch letztes Jahr schon einmal beim Mitwettberwerber.....

Ungeachtet dessen, ich freue mich schon auf den Bau!

+ Material (hartes Plastik)
+ Preis
+ Bau nach Vorbildphoto möglich
+ sehr feine Gravuren!
+ Qualität Decals

- Vorbildauswahl - yet another Spitfire.....
- Grate und Versätze

Gruß

Michael 
« Letzte Änderung: 18. Februar 2018, 12:44:14 von mhase »