Autor Thema: Flugzeuge Pfalz D.IIIa, Eduard 1:48, Finale 17.3.2017 * * * F E R T I G ! * * *  (Gelesen 4492 mal)

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Flugzeuge Re: Pfalz D.IIIa, Eduard 1:48, Update 20.2.2017 Reihensechszylinder
« Antwort #30 am: 23. Februar 2017, 23:16:58 »
Ja ja, hack nur weiter auf meinen Augen rum.  ?(
Gruß Peter

Professioneller Nichtbastler und großer Bewunderer der Modellbaukunst.

bughunter

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Re: Pfalz D.IIIa, Eduard 1:48, Update 20.2.2017 Reihensechszylinder
« Antwort #31 am: 24. Februar 2017, 00:00:09 »
Ne :2:, Du hattest ja clevererweise Deine Lupe dabei :1:
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Wikipedia sagt: "Ein Modell ist ein vereinfachtes Abbild der Wirklichkeit."
Deshalb baue ich lieber verkleinerte Originale.

Flugwuzzi

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Re: Pfalz D.IIIa, Eduard 1:48, Update 20.2.2017 Reihensechszylinder
« Antwort #32 am: 24. Februar 2017, 14:46:56 »
Sehhilfe gehört zur Pflichtausstattung ! wenn man ein Bughunter Modell in allen Details genießen möchte  :1:

lg
Walter
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wefalck

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Re: Pfalz D.IIIa, Eduard 1:48, Update 20.2.2017 Reihensechszylinder
« Antwort #33 am: 24. Februar 2017, 15:58:43 »
Ich denke, die Umwicklung ist Asbestschnur, die sollte dann eher grau-weiß sein.

Was mich immer wieder an diesen alten 'fliegenden Kisten' fasziniert, ist die doch primitiv und recht klapprig anmutende Technik mit denen die sich damals in Luftkämpfe gewegt haben. Außerdem saßen die Piloten ja quasi auf einem simplen Polstersessel und mußten mit Armen und Beinen gleichzeitig arbeiten, um das Flugzeug und die Waffe(n) zu kontrollieren ... und das dann auch noch womöglich mit Kopf nach unten ... 8o

bughunter

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Re: Pfalz D.IIIa, Eduard 1:48, Update 20.2.2017 Reihensechszylinder
« Antwort #34 am: 24. Februar 2017, 16:14:56 »
Danke :winken:

Ob das Asbest ist? Soll ja nur eine Vereisung verhindern, hier habe ich einen Albatros-Nachbau gefunden:

Quelle: wingnutwings.com


und mußten mit Armen und Beinen gleichzeitig arbeiten, um das Flugzeug und die Waffe(n) zu kontrollieren ... und das dann auch noch womöglich mit Kopf nach unten ... 8o
DAS ist heute immer noch so, aber vielleicht etwas komfortabler (beheizt/gekühlt), allerdings heute bei viel schnelleren Abläufen, Beschleunigungen und Geschwindigkeiten.

Bis bald zum nächsten Update,
Bughunter
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wefalck

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Re: Pfalz D.IIIa, Eduard 1:48, Update 20.2.2017 Reihensechszylinder
« Antwort #35 am: 24. Februar 2017, 16:39:03 »
Das sind mit Sicherheit Asbestbandagen - damals wußte man ja noch nichts/nicht viel über die Kanzerogenität mancher Asbestmineralien. Asbesttextilien wurden viel zur thermischen Isolierung verwendet.

Ich weiß schon, daß das in heutigen Flugzeugen genauso ist, nur denke ich irgendwie, daß heute der Halt im Sitz vielleicht besser ist, als in diesen Wohnzimmersesseln von damals ...

bughunter

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Pfalz D.IIIa, Eduard 1:48, Update 24.2.2017 Innenleben
« Antwort #36 am: 24. Februar 2017, 16:50:17 »
Innenleben


Beim nächsten dt. Doppeldecker werde ich mal das Kissen des Originalfotos von Hans probieren, hier habe ich dieses eingeklebt, bei dem ich mich an dieser Pfalz-Zeichnung von 1917 orientiert hatte:



Soweit ist jetzt alles eingebaut, ich werde gleich den Rumpf Verkleben:



Steuerseile sind auch drin, die Führungen dafür waren im Ätzdeckel vorhanden. Am Steuerknüppel sind noch die Bowdenzüge (geglühter 0,2mm Neusilberdraht) ergänzt. Echt viel zu Schade, die Details nun zu verstecken :blaw:



Die obere Tragfläche habe ich auch schon für die Lackierung vorbereitet. Für die Gegenlager der Streben waren Ätzteile dabei, allerdings waren mir die Köpfe zu flach.



Ich habe 0,326mm Löcher gebohrt und 0,33mm Neusilber eingeklebt, denn auf einigen Fotos kann man Bolzen erkennen. Geht auch deutlich schneller :D
Ach ja, den Kühler werde ich lassen, das Ätzteil sieht genau so aus.



Die Querruder sind herausgetrennt, war bei den dicken Flächen nicht so leicht.
Für die Anlenkung habe ich einen Schlitz eingebracht, das vorhandene Loch für den Ansteuerbügel mit Gußast gestopft und  ein neues gebohrt. Da das Decal im Weg sein wird, klebe ich den Bügel erst mit den Seilen ein.



So, jetzt kommt der Rumpf zu!

Viele Grüße,
Bughunter
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mumm

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Re: Pfalz D.IIIa, Eduard 1:48, Update 24.2.2017 Innenleben
« Antwort #37 am: 24. Februar 2017, 17:00:34 »
Zitat
So, jetzt kommt der Rumpf zu!

Viel Glück dabei, aber das machst du bestimmt mit einer Hand auf dem Rücken und die andere unterm Tisch festgebunden... :6:

Peter  :pffft:

bughunter

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Pfalz D.IIIa, Eduard 1:48, Update 24.2.2017 Farbtest
« Antwort #38 am: 24. Februar 2017, 23:28:34 »
Peter, das ist eine Aufgabe, die ich gar nicht mag! Da geht so schnell was schief oder klebt nicht oder platzt später wieder auf ... Der Rumpf ist verklebt.


Farbtest

Was ich heute unbedingt noch machen wollte, war die Lackierung zu testen. Im Original wurde aus schwarzer Farbe und Zinkoxid ein grau gemischt, darein dann Alupulver.

Die obere Tragfläche habe ich mit Alclad grau grundiert und mit Micromesh geglättet.



Dann habe ich Alclad "semi matt aluminum" 116 gesprüht, das wird keine Metalloberfläche, das sieht so richtig schön nach grauer Alufarbe aus:



So habe ich mir das vorgestellt!



Ich denke, so kann das bleiben, für Decals müßte man es wohl noch Futuren, auch wenn auf der Flasche steht, daß eine Versiegelung nicht notwendig ist.

Viele Grüße,
Bughunter
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Hans

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Re: Pfalz D.IIIa, Eduard 1:48, Update 24.2.2017 Farbtest
« Antwort #39 am: 25. Februar 2017, 10:21:46 »
Ganz hardcore jetzt: Es waren zwei unterschiedliche Silber. Beides waren zwar mit Nitrozellulose angesetzt (gabs bis vor einigen Jahren als "Silberbronze" zu kaufen, man hat damit Ofenrohre gestrichen), aber die Anteile waren auf den Stoffflügeln anders als bei zwar mit Stoff überzogenen, aber verklebten Rumpf. Je nach Sonnenstand kann man das auf einigen Fotos erkennen - der Rumpf erschien dann heller als die Flügel. In 1/72 wäre das Quatsch, in 1/32 ein Muss. In 1/48 könnte man eine gaanz leichte Farbdifferenz akzeptieren.

Über die Rezeptur habe ich noch keine validen Erkenntnisse, aber für den Modellbau ist das ja egal.
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bughunter

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Re: Pfalz D.IIIa, Eduard 1:48, Update 24.2.2017 Farbtest
« Antwort #40 am: 25. Februar 2017, 11:46:18 »
Danke für die ausführliche Erklärung!

in 1/32 ein Muss.
In der WNW-Anleitung wird darauf keine Rücksicht genommen, der gleiche Mix aus zwei Teilen XF16 (Silber) und einem Teil XF19 (grau) soll auf alle Modellteile.
Da könnte ich auch noch mit Gunze experimentieren, habe Silber (H8), Alu und zig Grautöne.

Es gibt noch genug zu tun ...

Danke,
Bughunter
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Re: Pfalz D.IIIa, Eduard 1:48, Update 24.2.2017 Farbtest
« Antwort #41 am: 25. Februar 2017, 12:35:18 »
Blöde Frage: als alter Rottweiler (nein, nicht der Hund sondern gebürtig) kenn ich Nitrozellulose als Schießbaumwolle. In Rottweil gabs im Neckartal die Pulverfabrik, die mal explodiert ist. Heute wird da immer noch Jagdmunition hergestellt.

Oder ist das etwa auch die Basis für Nitrolack? Der wurde doch erst in den 1920ern erfunden, Stichwort Henry Ford.

Gruß
Jürgen :winken:

PS: Servus Frank, ich lese hier natürlich begeistert und beeindruckt mit  :D

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Re: Pfalz D.IIIa, Eduard 1:48, Update 24.2.2017 Farbtest
« Antwort #42 am: 25. Februar 2017, 12:43:45 »
Tolles Lackierergebnis bis! Faszinierend wie du die homogene Oberfläche hinbekommen hast! :klatsch:
Die Pigmente wirken sehr maßstabsgetreu! Chapeau! :6:

Gruß Flo

Hans

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Re: Pfalz D.IIIa, Eduard 1:48, Update 24.2.2017 Farbtest
« Antwort #43 am: 25. Februar 2017, 15:43:28 »
Jürgen, Nitrocellulose als Bindemittel für Lacke gibts seit ca 1880. Was Ford gemacht hat, war der einbrennbare Nitrolack auf Grossserienbasis.
Spannlacke für Flugzeuge wurden aus Nitrozellulose-Lacken und Celluloseacetatlacken hergestellt. Hochbrennbar das Zeug. Die Hindenburg hat deshalb Feuer gefangen, nicht aufgrund einer H-Explosion.
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Re: Pfalz D.IIIa, Eduard 1:48, Update 24.2.2017 Farbtest
« Antwort #44 am: 25. Februar 2017, 16:14:11 »
Danke Hans  :P   :8:

Gruß
Jürgen  :winken: