Autor Thema: Flugzeuge Dornier Do 335 B-2, 1:48, Tamiya – eine Nachlese in mehreren Teilen...  (Gelesen 4698 mal)

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AnobiumPunctatum

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Flugzeuge Re: Dornier Do 335 B-2, 1:48, Tamiya – eine Nachlese in mehreren Teilen...
« Antwort #30 am: 18. April 2017, 13:55:20 »
Zitat
...mit kühler Überlegung und ruhiger Herangehensweise – Dinge, die zu dem Zeitpunkt das letzte waren, an die ich gedacht hätte...  :aerger:
Daher Grundsätzlich: im Schadenfall IMMER zuerst das Modell/das "Unfallopfer" ausser Reichweite des Modellbauers/"Unfallverursachers" bringen...

Es kostet einen häufig sehr viel Überwindung, diese Selbstbeherrschung aufzubringen. Ich habe sie in den von DIr geschilderten Fällen im Normalfall nicht :rolleyes:
:winken:  Christian

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"Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

WaltMcLeod

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Also, diese Selbstbeherrschung hätt ICH locker aufgebracht ........ :D :pffft:
Freu mich schon, das gerettete Teil in WD zu sehen

:winken: Walter
         ... dahoam im schönen Oberalm

Countdown bis Wilnsdorf 2018

Flugwuzzi

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Ein richtiger Modellbauhorror  8o .... da kann ich gut mitfühlen  :1:

Im nächsten Teil zeige ich dann, wie ich das SCH...TEIL gerettet habe und aus dem häslichen Entlein ein ziemlich fieser Schwan wurde.... :6:

Aber schön zulesen, dass es Hoffnung für dein Modell gibt ... ich bin gespannt.  :P

lg
Walter
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Postbote

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Servus Skyfox,

da hast Du ja einen ziemlichen Pechvogel in der Mache gehabt.
 :respekt:,daß Du den bei diesen heftigen Mißgeschicken noch gerettet hast.

Und die Glitzer-Rückspiegel: genial, wenn jemand völlig "modellbaufremde" Dinge einem vernüftigen Zweck zuführt. :P

Mit schönem Gruß
Christoph
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Skyfox

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Moin!

@AnobiumPunctatum:
...Es kostet einen häufig sehr viel Überwindung, diese Selbstbeherrschung aufzubringen. Ich habe sie in den von DIr geschilderten Fällen im Normalfall nicht :rolleyes:
Glaub' mir, das war ganz einfach: ich bin aufgestanden und habe völlig paralysiert alles stehen und liegen gelassen – ich war in dem Moment so geschockt, das ich an ein nachhaltiges
zertrümmern meines Modells/meiner Mancave/meiner Umgebung/des Planeten nicht mal im Ansatz gedacht habe...  8o
Spannenderweise habe ich dann auch verhältnismäßig kurz danach an dem Modell weitergemacht, um zu retten was noch zu retten war..  ;)

Also, diese Selbstbeherrschung hätt ICH locker aufgebracht ........ :D :pffft:
...wissen wir, Doc Faust!  :D

Ein richtiger Modellbauhorror  8o .... da kann ich gut mitfühlen  :1:
Danke Dir – ich hatte wirklich schon das Gefühl beim Bau und bei der Lackierung dieses Vogels das Pech gepachtet zu haben...
...um so wichtiger, auch solche Probleme und deren Lösungen aufzuzeigen – alles andere wäre ja auch Langweilig...  8)

...Und die Glitzer-Rückspiegel: genial, wenn jemand völlig "modellbaufremde" Dinge einem vernüftigen Zweck zuführt. :P
:D freut mich, wenn es gefällt!
Die Aderendhülsen im weiteren Verlauf des Baus kommen noch besser...  8)

Stay tuned
 :V:
Skyfox
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Skyfox

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Nochmal Moin!

Kurz vor Wilnsdorf noch ein kleines update, kommen wir also zu Teil V ...
Ja, kein Witz – ich habe 3 Tage nach dem Vorfall eine Flasche "Mr. Thinner" und eine Packung "Q-Tips" gegriffen
und das Modell nach einer genauen Schadensbegutachtung für rettungswürdig erklärt.
Da sich die Schäden nur auf den Rumpf beschränkten und die Gravuren  relativ gut ausgeprägt sind, entschloss ich mich für eine partielle Neulackierung.
(Für den Fall eines Fehlschlags hätte ich immer noch komplett entlacken können  8) )

Zunächst also die beschädigten Lackflächen großzügig mit in "Mr. Thinner" getränkten/angefeuchteten Taschentüchern entlackt:





Dann habe ich die begrenzenden Gravuren von außen mit dünnen Streifen Tamiya-Tape abgeklebt und den kompletten Rest des Modells mit Tesa-Precision Tape geschützt.
Mit in "Mr. Thinner" GANZ LEICHT angefeuchteten Q-Tips immer von den maskierten Flächen weg, die Ränder bis zu den Gravuren entlackt:






(Die Gravuren und Nietreihen brauchten etwas mehr Zuwendung, bis auch die letzten Reste entfernt waren...)

Es folgte das komplette neu-abmaskieren der unbeschädigten Lackflächen und Flügel und dann wieder ganz von vorne: Preshading...



















...RLM82





...RLM81





...und das verblenden der neu lackierten Flächen mit den "alten":




(Gut, das ich die Masken der ersten Lackierung nicht weggeworfen habe – so konnte ich den Tarnverlauf ziemlich genau nachvollziehen
und die Übergänge zur übrigen Lackierung wieder Herstellen.
Was soll ich sagen? Es hat geklappt! Und nachdem ich noch ein paar Stellen retuschiert hatte, war alles wieder so wie von dem Missgeschick...
Schwein gehabt!

Weiter geht's in Teil VI mit Aluminium...
 :V:
Skyfox
« Letzte Änderung: 16. Juli 2017, 14:53:43 von Skyfox »
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Meikan

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 eine TOP Rettung  :P

Scale35

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Ganz wunderbarer Baubericht, schön Dir bei allen Facetten des Modellbaus über die Schulter blicken zu dürfen  :klatsch: . Wieder einmal mehr bewahrheitet sich " in der Ruhe liegt die Kraft " . Der Flieger schaut schon jetzt spektakulär aus  :respekt: .

Eine Frage zu den schwebenden Masken; hast Du diese in der Mitte d.h unterhalb einer jeder Maske mittels Knetmasse fixiert ?

Ich bin schon mächtig gespannt wie es weitergeht.

Travis

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Aaaaaalter, ey...  8o

 :P :D

Tho :santa:
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I knew it, I knew it! Well, not in the sense of having the slightest idea but I knew there was something I didn't know!

Come to the dark side, Luke...   We have cookies!!!

Floppar

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Einfach nur genial was du hier zeigst!
Ich glaube ich brauch mal einen Airbrush Kurs bei dir.  :D :pffft:


Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.
Oscar Wilde

bughunter

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Rettung? Welche Rettung? Ich sehe da nur ein Toll lackiertes Modell. :P :pffft:
Du hast das bestimmt von vornherein nur Panelweise lackiert und zeigst jetzt einfach die Bilder in einer anderen Reihenfolge :ziel:

Spaß beseite, sauber recovered :P :respekt:

Bis bald,
Bughunter

Wikipedia sagt: "Ein Modell ist ein vereinfachtes Abbild der Wirklichkeit."
Deshalb baue ich lieber verkleinerte Originale.

Flugwuzzi

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Super ... dein Rettungseinsatz ist wirklich gut gelungen.   :klatsch: :klatsch:

lg
Walter
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Skyfox

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Moin!

Danke Leute – so viel Resonanz auf einen nachträglichen Baubericht hatte ich jetzt echt nicht erwartet,
das freut mich wirklich und zeigt mir das sich die Mühe, das Modell zu retten und noch einen BB zu schreiben, definitiv gelohnt hat!  :meister:
Ich denke, solche Mißgeschicke gehören dazu und ich halte es auch für wichtig dann die entsprechenden Lösungen und/oder "Rettungsmaßnahmen" zu zeigen.
Falls dazu Fragen aufkommen: nur zu!  :1:
@Scale35:
...Eine Frage zu den schwebenden Masken; hast Du diese in der Mitte d.h unterhalb einer jeder Maske mittels Knetmasse fixiert ? ...
Genau, unter den Masken sind kleine "Kügelchen" oder "Würstchen" der Knetmasse (Ø=ca. 1,5 – 2 mm) die die Masken auf Abstand halten, also "schweben" lassen.

...Ich glaube ich brauch mal einen Airbrush Kurs bei dir.  :D :pffft: ...
Uuuuuh!  8o zuerst brauch' ich aber 'nen Kurs, wie ich die Airbrush "kleckerfrei" führe  :6:

Das große Motivationsloch seit 2015 scheint Überwunden: ein weiteres Modell ist gerade im werden...
Aber ich greife vor – erstmal geht's hier nach der Ausstellung in Wilnsdorf mit der Do 335 weiter.

Stay tuned
 :V:
Skyfox
MBSTHH 
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Skyfox

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Moin!

Nach einem wunderbaren Ausstellungs-Wochenende in Wilnsdorf bei den Modellbaufreunden Siegen kann ich kaum noch an mich halten, das nächste Modell anzugehen...  :D
...aber ich habe ja hier noch etwas fertigzustellen, also: weiter im Text mit Teil VI  :1:

Die Flügelverlängerungen sind – ebenso wie die Fahrwerkschächte –  mit den "normalen" Metallizern von Gunze (Aluminium & Steel) lackiert
(Gunze hat ja auch noch die "Super-Metallic" im Programm, welche für meine Zwecke aber nicht in Frage kommen)
Um hierfür eine gewisse Abriebfestigkeit zu erhalten, habe ich ca. 30% "Mr. Metal Primer" (Acryl-Klarlack) beigemischt.
Anschließend erfolgte eine Versiegelung des ganzen Modells mit Future zur Vorbereitung für die Decals.








(Hier auf dem letzten Bild hatte ich noch eine schadhafte Stelle im Lack ausbessern müssen)

...die Decals...  :rolleyes:
*SEUFZ*
...aus dem Bausatz hatten mehrere Unzulänglichkeiten (u.a. erschienen sie mir "Tamigawa"-mäßig dick),
   daher stellte ich ein ziemliches Sammelsorium aus verschiedensten Quellen zusammen:

• Die Balkenkreuze der Flügeloberseiten stammen von einem Bf 109 Eagle-Strike Bogen ("Augsburg Flyers Pt. IV."), passten aber von den Abmessungen her.
• Die Balkenkreuze der Rumpfseiten sind bei der B-Version größer als die anderer Do 335 Prototypen – und die Bausatz-Decals sind demnach zu klein...
  hier habe ich die aus jeweils 4 einzelnen Winkeln bestehenden dem CMK-Conversion Kit entnommen, die die richtigen Abmessungen hatten.
• Ebenfalls aus dem CMK-Set stammen die ebenfalls wahrlich riesigen Balkenkreuze der Flügelunterseiten.
• Die Kennung "RP+UP" für die Rumpf- und Flügelunterseiten sowie die weiße "13" für das untere Seitenleitwerk habe ich mir drucken lassen.
  Dem Bausatz liegen nur die weiße "14" und die Kennung "RP+UQ" für die andere Maschine bei (diese Buchstaben sind übrigens zu hoch und zu schmal).
• ein Teil der Wartungsmarkierungen kommt von einem Decalbogen, den Revell seiner alten Monogram-Do 335 beigelegt hat, der Rest vom Bausatz-Decalbogen
• und nur der Vollständigkeit halber: die Hakenkreuze (hier selbstverständlich wegretuschiert) kommen von einem Aeromaster-Bogen (Arado Ar 234 "Blitzbombers").











...ich liebe es, wenn Wartungshinweise sauber gedruckt und gut lesbar sind!  8)
Alle Decals – egal aus welcher Quelle – haben sich Problemlos mit etwas Micro-Set an die Oberflächen gelegt, eine Nachbehandlung mit Micro-Sol war unnötig.

Es erfolgte nach einer weiteren Schicht Future die Alterung und ein Washing mit Ölfarbbrühe.
Als Verdünner verwende ich meist Odourless-Thinner aus dem Künstlermarkt, oder Shellsol-T.





Lackschäden simulierte ich diesmal mittels eines Silberstiftes – mal eine andere Methode, nachdem ich früher meist mittels einer alufarbenen Grundierung 

und dem abtragen/abschaben der eigentlichen Lackschicht (Haarspray-Methode) gearbeitet hatte...





Das Ergebnis mit diesem Stift hier im Bild war nicht befriedigend – ich habe danach noch weitere Stifte ausprobiert
und schlußendlich eine Sorte gefunden, mit der ich bessere Ergebnisse erzielt habe.

Einzelne verblichene Stellen habe ich mit kleinen Tupfen "Warm Grau", die im Anschluß trocken ausgerieben wurden, erzeugt.
Ein "zuviel" lies sich einfach mittels einem, mit Odourless-Thinner angefeuchteten Q-Tipp wieder entfernen.





Einige, auf Originalfotos der M13 erkennbare Ölspuren/-schlieren rund um den vorderen Kühler und Motor sowie der vorderen Fahrwerksklappe
(und an 2–3 weiteren Stellen) sind mit unverdünnter Ölfarbe erzeugt und mit dem Finger, Q-Tip, Tempotaschentuch verwischt:







Die Flügelverlängerungen erhielten noch einen ganz leichten Farbnebel mit stark verdünntem,
sehr hellen Grau, um das Aussehen von oxidiertem Aluminium zu erzielen:





Das war's auch schon wieder – Fragen, Tipps und Kommentare? Nur zu!  :1:
Ansonsten geht's hier demnächst in den Endspurt: Kleinteile, Fahrgestell und Klappen – dann ist der Vogel bereit für den Schlußlack...

 :V:
Skyfox
« Letzte Änderung: 16. Juli 2017, 14:54:43 von Skyfox »
MBSTHH 
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mumm

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  • Peter Justus
Fragen, Tipps und Kommentare?

Nö, nix von meiner Seite.
Gehe jetzt nochmal die Bilders gucken...  :D