Autor Thema:  Air gun  (Gelesen 997 mal)

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salamander

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Air gun
« am: 30. Juni 2017, 12:32:37 »
Ich bin auf der Suche nach einem Nachfolger meiner alten Revell Profi Class Pistole.
Da ich mit der Evolution 2 in 1 nicht wirklich zurechtkomme trage ich mich mit dem Gedanken mir eine Badger zuzulegen. Hier gibt's aber auch Auswahl ohne Ende.
Dazu hab´ ich mehrere Fragen, bei denen ihr mir vielleicht helfen könntet.
- was ist besser bzw. welchen Vorteil hat ein Fließbecher gegenüber einem Saugbecher (Saugbecher ziehe ich an sich vor da die
  Verdünnung/Farbe Mischung direkt im Becher vorgenommen werden kann).
- Vor allem aber, sind Badger Geräte (z.B. die 150er) in der Qualität ähnlich einer Triplex, Evolution etc. oder gibt's da starke
  Unterschiede?
- mir geht es vor allem auch um freihändiges auftragen von Tarnschemen, vorwiegend arbeite ich mit Gunze/Tamya aber fallweise auch
  mit Model Master bzw. Humbrol.
- Ist ein Farbmengenbegrenzer wirklich sinnvoll oder nur eine Spielerei?

Mir ist bewusst das dieses Thema welche air gun schon oft behandelt wurde aber betreffs Badger habe ich in diesem Forum fast nichts gefunden und da ich das System von der Revell gun her kenne würde ich die Badger vorziehen.

Danke im voraus und
liebe Grüße aus Wien
Sala



:winken:

Steffen

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Re: Air gun
« Antwort #1 am: 30. Juni 2017, 13:17:05 »
Auch in einem Fließbecher kannst du direkt im Becher Verdünnung/Farbe mischen. Geht dort sogar einfacher ; Farbe /Verdünner gegbenfalls mit Pipette einfüllen, Airbrush vorn an der Düse zuhalten und kurz Luft durchjagen (nur Luft, ohne Farbe auszulösen ... geht bei einer Double-Action-Airbrush). So tritt die Luft durch den Farbbecher aus, es blubbert und die Farbe wird wunderbar durchmischt.

Vorteil bei Fließbecher : du kannst freier arbeiten, ideal bei Auftragen bei Tarnmustern. Macht sich auch besser bei kleinen Farbmengen.

Farbmengenbegrenzer ? Die meißten Double-Action-Airbrush haben die Möglichkeit das Luft-Farbe-Gemisch optimal einzustellen. Das ist sehr nützlich. Gerade bei Tarnmustern mit nicht sehr deckenden Tarnmustern.

Viquell

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Re: Air gun
« Antwort #2 am: 30. Juni 2017, 16:25:34 »
Moin  salamander  ,

Die Badger ist fast Baugleich mit der alten Revell, die 150 mit Saugbecher wäre sicher eine Alternative und wenn man es gewohnt ist, wie ein Fließbecher zu arbeiten.
Mit der Badger 150 habe ich vor 31 jahren die ersten Gehversuche mit der Airbrush gemacht.

Ich würde aber dennoch zu IWATA Pistolen raten, die sind in der Mechanik sensibler, bei den Düsen (Schraubdüsen) zwar etwas teurer, aber auch da feiner abgestuft,
Die HP Serie deckt den Bereich Modellbau voll ab.
Dann wäre noch die Triplex von Gabbert, wenn man sich an die Funktionsweise gewöhnt hat, eine Pistole der Oberliga und was die Ersatzteilversorgung angeht, deutlich im Vorteil, weil ein deutsches Produkt .
Für beide Hersteller bekommt man die Farbmengenbegrenzer.
Ein Farbmengenbegrenzer hat seine Vorteile wenn man mit kleinen Farbmengen arbeiten möchte, Flecktarn und Mäander der Luftwaffe oder der Japaner, vorallem bei kleineren Maßstäben ein echter Gewinn.
Ich kann aber auch aus eigener Erfahrung nur dazu raten, ich verliere seid einem Jahr mehr und mehr das Gefühl in der rechten Hand, die Finger sind praktisch Taub, ohne den Begrenzer wäre der Gebrauch einer Airbrush unmöglich, ohne Tastsinn könnte ich weder Luft noch Farbe regulieren, der Begrenzer erleichtert die wesentlichen Arbeiten.

Welchen Hersteller du am Ende den Vorzug gibst, bleibt immer noch bei dir, Badger USA, IWATA Nippon oder Triplex Germany, qualitativ bleiben Triplex und Iwata wohl doch die bessere Wahl.

Wo ich aber zur Vorsicht raten möchte, das Mischen im Becher, einfach Düse zu und Luft durchjagen ergäbe wohl eine explosionsartig verteilte Farbmenge in Tropfenform am und um den Modellbauer  ........,
also bitte nur dezent die Luft öffnen und ein leises Blubbern provozieren !!!





Gruß  Jens
« Letzte Änderung: 30. Juni 2017, 16:43:21 von Viquell »
((( ړײ).......Nein, ich mache keine Sachen
.(▒.)..kaputt!!
.╝╚...Ich verändere nur die Gebrauchfähigkeit

Hörnchen

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Re: Air gun
« Antwort #3 am: 30. Juni 2017, 18:07:21 »
Moin Salamander, eine weitere Alternative wäre die Hansa 281 oder 381 von Harder & Steenbeck.
Die Pistole hat einen Farbmengenregulierer, Fließsystem, Steckdüse und eine kombinierte Double Action Funktion.
Preislich liegt sie bei ca. 120€. Eine Ersatznadel liegt bei ca. 12€ und eine Düse bei ca. 18€. Preise habe ich jetzt auf die schnelle von Amazon.
Wir haben die Pistole letztes Jahr einem Freund geschenkt, bis jetzt ist er absolut begeistert.

Ich würde immer zu Steckdüsen raten, bei Schraubdüsen ist die Gefahr eines abreißen bei der Montage einfach sehr hoch da die Gewinde sehr fein und die Düsen aus weichem Material sind. Beim Fließsystem hast du den Vorteil das man recht dicht über dem Objekt arbeiten kann. Vorteilhaft bei Tarnlackierungen. Und durch die kombinierte Double Action brauchst du den Hebel nur ziehen, die Luft- und Farbmenge kann man mit ein wenig Übung sehr gut dosieren.
Wenn du die Möglichkeit hast und bei euch ist irgendwo ein Händler probier die genannten Pistolen aus und die dir am besten zusagt solltest du dann kaufen.

Gruß André

Es gibt eine Sache auf der Welt, die teuerer ist als Bildung - keine Bildung (JFK)

Wolf

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Re: Air gun
« Antwort #4 am: 05. Juli 2017, 13:47:25 »
Aus welchem Grund bist du mit der Evo nicht zurechtgekommen?
Wer Future hat, hat noch lange keine Zukunft
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Stand 19.02.2009, Neues Kapitel "Airbrush, Erweiterung Galerie Bf 109 E-7/trop"

salamander

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Re: Air gun
« Antwort #5 am: 05. Juli 2017, 16:41:43 »
Hallo,

danke vorerst mal für die Antworten,

 an Wolf:
1. das "Ding" fasst sich irgendwie nicht so gut an, ich kann´s nicht richtig beschreiben, kommt mir vor wie ein glitschiger Fisch, vielleicht
    auch deshalb da ich relativ große Hände habe.
2. die relativ komplizierte Reinigung (zumindest im Vergleich zu meiner alten Revell/Badger)
3. ich krieg´ mit der gun keine halbwegs randscharfen Ränder hin - bei freihändigen Tarnmuster bzw. Übergängen wie bei US Navy
    Flugzeuge WK II, für größere Flächen brauch ich die Evolution eh nicht, da tut´s meine Revell profi plus auch.
4. diese Fliesbecher!!!!! ich bin´s gewohnt mit Saugbecher zu arbeiten (obwohl die natürlich eine Verzögerungszeit beim arbeiten
    haben), warum? es ist so unheimlich praktisch im Saugbecher die Farben spritzfertig zu mischen und dann anstecken, keine
    Schnapsbecher zum anmischen, keine Pipetten zum einbringen der Farbe, einzig die Reinigung ist ein wenig aufwendig.
5. hat keinen Farbmengenbegrenzer, habe ich jetzt auch nicht, hatte mal einen auf einer uralten Badger, ist aber schon lange her.

Liebe Grüße aus Wien
Sala
:winken:

bughunter

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Re: Air gun
« Antwort #6 am: 08. Juli 2017, 19:33:20 »
Was für große Modelle lackierst Du denn?
Ich finde den Mikrobecher bei der Evo genial, da reichen für meine 1/48 bei vielen Teilen wenige Tropfen Farbe.
Selbst der seitlich anzuschraubende Fließbecher bei meiner Vorgänger Gun war die reinster Verschwendung ...
Da geht dann auch die Reinigung schnell, weil nur wenig Teile mit der Farbe in Berührung gekommen sind.
Bei größeren Modellen ist es sicher was anderes.

Viele Grüße,
Bughunter

Wikipedia sagt: "Ein Modell ist ein vereinfachtes Abbild der Wirklichkeit."
Deshalb baue ich lieber verkleinerte Originale.

MNGL

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Re: Air gun
« Antwort #7 am: 09. Juli 2017, 17:14:13 »
Wiederholung des vorangegangenen Beitrags entfernt - Bongolo67

bughunter,

was genau ist an dem Mikrobecher so genial im Vergleich zu dem kleinen, serienmässigen 2ml-Becher?
Ich repariere mit meiner Evo Silverline regelmässig Steinschläge an Autos und hab' mir auch schon überlegt, für die winzigen Mengen Basis- und Klarlack den Mikrobecher anzuschaffen, weil grad beim Basislack ein Tropfen meistens mehr als ausreichend ist.
Bin aber bisher auch mit dem 2ml-Becher klar gekommen.

Viele Grüße
Martin
« Letzte Änderung: 10. Juli 2017, 10:58:19 von Bongolo67 »

bughunter

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Re: Air gun
« Antwort #8 am: 09. Juli 2017, 21:41:12 »
1. das "Ding" fasst sich irgendwie nicht so gut an, ich kann´s nicht richtig beschreiben, kommt mir vor wie ein glitschiger Fisch, vielleicht
    auch deshalb da ich relativ große Hände habe.
Da habe ich auch noch einen Tip!
In der Bucht gibt es für kleines Geld Mini-Wasserabscheider.


Damit habe ich die super bequem in der Hand, evtl. Kondensattropfen im Schlauch werden auch noch gefangen.



@MNGL
Es ist einfach noch leichter zu reinigen, allein im 2ml Becher bleibt verglichen relativ viel hängen. Gerade bei der Lackierung von Kleinteilen ist der Mikro praktisch.

Viele Grüße,
Bughunter

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MNGL

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Re: Air gun
« Antwort #9 am: 10. Juli 2017, 00:04:46 »
bughunter,

danke.
Den Wasserabscheider hab' ich auch. Aber Vorsicht. Der transparente Teil ist nicht lösemittelfest.
Falls man mal sabbert. Wollte ihn mit Nitroverdünnung putzen. Nun ist das Plastik blind.

Grüße
Martin

salamander

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Re: Air gun
« Antwort #10 am: 11. Juli 2017, 18:01:46 »
Hallo,

das mit dem kleinen Becher bzw. dem zusätzlichen Wasserabscheider ist eine Überlegung wert, zur Frage welche Modelle ich baue - definitiv nur 1:72 und WK II, da braucht es entsprechende feine Linien wie z.B. bei US Navy, Nachtjäger oder auch bei französischen Maschinen.

Ich seh´schon das ich mit der Evo arbeiten muss, aber wie gesagt das herumgepansche (Ostösterreichischer Ausdruck für Flüssigkeiten hin und her leeren !!) liebe ich nicht wirklich - wird mir nicht erspart bleiben.

Nochmals danke für die Tipps und

liebe Grüße aus Wien
Sala
:winken:

BV141

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Re: Air gun
« Antwort #11 am: 11. Juli 2017, 23:56:40 »
Kann es sein, dass Du mit Double-Action nicht so ganz klar kommst? Mir jedenfalls ging das lange so. Wenn das so ist, solltest Du nur eine DA Airbrush mit Farbmengenbegrenzer nehmen. Oder noch besser: bei Single-Action bleiben. Da wäre dann auch noch die Triplex oder Hansa interessant, weil die erst mal nicht die Geschicklichkeit einer DA erfordern - anderes System.

Wolf

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Re: Air gun
« Antwort #12 am: 12. Juli 2017, 11:31:45 »
Hallo,

danke vorerst mal für die Antworten,

 an Wolf:
1. das "Ding" fasst sich irgendwie nicht so gut an, ich kann´s nicht richtig beschreiben, kommt mir vor wie ein glitschiger Fisch, vielleicht
    auch deshalb da ich relativ große Hände habe.
2. die relativ komplizierte Reinigung (zumindest im Vergleich zu meiner alten Revell/Badger)
3. ich krieg´ mit der gun keine halbwegs randscharfen Ränder hin - bei freihändigen Tarnmuster bzw. Übergängen wie bei US Navy
    Flugzeuge WK II, für größere Flächen brauch ich die Evolution eh nicht, da tut´s meine Revell profi plus auch.
4. diese Fliesbecher!!!!! ich bin´s gewohnt mit Saugbecher zu arbeiten (obwohl die natürlich eine Verzögerungszeit beim arbeiten
    haben), warum? es ist so unheimlich praktisch im Saugbecher die Farben spritzfertig zu mischen und dann anstecken, keine
    Schnapsbecher zum anmischen, keine Pipetten zum einbringen der Farbe, einzig die Reinigung ist ein wenig aufwendig.
5. hat keinen Farbmengenbegrenzer, habe ich jetzt auch nicht, hatte mal einen auf einer uralten Badger, ist aber schon lange her.

Liebe Grüße aus Wien
Sala

zu 1: gut, an der Haptik kann man nichts ändern. Ist natürlich ein wichtiges Argument. Die Airbrush muss einem in der Hand liegen.

zu 2: Kann ich nicht nachvollziehen. Die Evo gehört meiner Meinung nach zu den am einfachsten zu reinigenden Airbrushs

zu 3: das ist in erster Linie abhängig von der verwendeten Farbe, Einstellung und Übung. Randscharf geht genauso gut wie bei anderen Airbrushs.

zu 4: Ist Geschmackssache. Der Saugbecher hat den Nachteil dass er nicht mehr mit ganz niedrigen Drücken zurecht kommt die man manchmal braucht.
Außerdem gibt es auch eine Evo mit Saugbecher. (Evolution X und Evolution Silverline M)

5: es gibt die Evo auch mit Farbmengenbegrenzer.
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Stand 19.02.2009, Neues Kapitel "Airbrush, Erweiterung Galerie Bf 109 E-7/trop"