Autor Thema:  Hallo aus München  (Gelesen 130 mal)

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Romeo Delta

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Hallo aus München
« am: 11. August 2017, 00:35:49 »
Nach einigem Suchen habe ich mich hier angemeldet, um ein wenig Hilfe zu suchen. Ich baue mehrere Rümpfe für RC Helis und habe mir in den Kopf gesetzt, diese mit etwas mehr Details zu versehen und selbst zu lackieren. Für meine ersten Werke bin ich auf dem Teppich geblieben und habe mir Rümpe von der (asiatischen) Stange oder aus tiefgezogenem PET besorgt. Diese kosten nicht viel und abgesehen von der investierten Zeit ist es keine Tragödie, sollte ich einen Bausatz ruinieren.

Einer dieser Rümpfe stellt eine nicht genauer benannte Variante einer Bell 204, also einer Huey, dar. Hier ein Bild vom Rumpf, so wie er geliefert wurde:
https://www.modellbau-breu.de/images/product_images/info_images/ha450uh1002-uh1_white.jpg

Sagen wir einfach, daß er für den Preis ganz ok ist, aber eben etwas schlicht. Es fehlen fast alle Details und die wenigen vorhandenen sind eher grob modelliert. Deswegen habe ich diverse Antennen und Anbauteile angebaut, Panele und Abdeckungen modelliert und auch jede Menge Nieten mit Weißleim aufgetragen. Bis auf die Bauchseite ist das auch schon recht weit gediehen und bald stellt sich die Frage nach der Lackierung.

Nach einigem Suchen habe ich diesen kleinen Modellbausatz (http://yellowairplane.com/Models_Helicopters/images/UH-1_Iroquois_Huey_Helicopter_Gunship_Revell_Model_Kit.jpg) und dieses eine Bild vom Original gefunden: http://www.helis.com/h/h1e_151886.jpg

Es ist eine UH-1E aus dem Vietnamkrieg, was bis auf wenige Details auch zum Rumpf passt. Die Lackierung ist nicht einfach nur olivgrün, sondern wenigstens etwas bunter, was auch beim Fliegen helfen wird. Nichts führt schneller zu einem Crash, als wenn man nicht mehr erkennen kann, wie der Heli gerade in der Luft liegt. Zudem habe ich vor, ein etwas verwittertes Aussehen zu erreichen, nur daß ich sowas noch nie gemacht habe. Dabei könnte ich eine Menge Rat gebrauchen.

Und dann wären da noch die Waffen, welche beim Modellbausatz mit dabei sind. Die Teile wären natürlich im falschen Maßstab, aber ich möchte sie als Vorbild benutzen, um sie mit einem 3D Drucker im korrekten Maßstab (ungefähr 1:16) nachzubilden.

Hier noch ein paar Bilder vom Rumpf und meinen zusätzlichen Details:

https://ibb.co/ez0dnF
https://ibb.co/k1taZv
https://ibb.co/eZiynF
https://ibb.co/dKxr7F
https://ibb.co/kzdL1a

Bitte seid gnädig mit mir. Ich mache das zum ersten Mal. :-)

Bongolo67

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Re: Hallo aus München
« Antwort #1 am: 11. August 2017, 08:20:03 »
Hallo Romeo Delta,

herzlich willkommen hier im Forum! :winken:
Schön, Dich hier begrüßen zu dürfen. Ich hoffe Du fühlst Dich wohl bei uns.

Es ist schon ein sehr spezielles Anliegen, das Du da verfolgst. Ich drücke Dir die Daumen, dass Du hier die Hilfe findest, die Du suchst.

Falls Du es noch nicht getan hast, mach Dich bitte erstmal in Ruhe mit unseren Forenregeln vertraut (Ich sehe in Deinem Baubericht, dass Du das schon getan hast, aber dieser Teil gehört nun mal zu meiner Standard-Begrüßung. ;) ).

Die beiden Methoden, Bilder in Deine Beiträge einzufügen, findest Du hier beschrieben.
Wenn Du noch Fragen dazu haben solltest, wende Dich bitte vertrauensvoll per PM an mich oder meine Mitstreiter vom MB-Team.

Gruß

Ulf
                    Mein MB-Portfolio
Zum Großprojekt: "E.B.F.D.N."

Romeo Delta

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Re: Hallo aus München
« Antwort #2 am: 11. August 2017, 10:10:18 »
Guten Morgen und vielen Dank!

Ich denke schon, daß ich hier einiges an Hilfe finden kann. Beim Lackieren gibt es genügend Dinge, die ich noch nie gemacht habe und wenn mir jemand eine Schnapsidee ausreden kann, dann hat es sich schon gelohnt.  Bis hier bin ich mit Abgucken und Improvisation gekommen, aber früher oder später mache ich sicher einen Fehler.

Und abgesehen davon, tut es auch gut, nicht einfach nur im stillen Kämmerlein zu werkeln.

Viquell

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Re: Hallo aus München
« Antwort #3 am: 11. August 2017, 10:30:34 »
 Servus Romeo Delta  :1:

zum UH 1 und den Details kann ich nichts beitragen, leider,
aber bei der Lackierung, oder dem Grundwerkzeug dazu, könnte ich wohl meinen Käse beisteuern.

Und dann auch gleich die Schlüsselfrage womit lackierst Du
welche Farben
Hersteller der Airbrush, Düsengrössen usw.
Kommpressortyp

Könntest du ev. mit Industriepistolen lackieren ??

Gruss Jens
((( ړײ).......Nein, ich mache keine Sachen
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Romeo Delta

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Re: Hallo aus München
« Antwort #4 am: 11. August 2017, 11:13:23 »
Guten Morgen Jens!

Ich wollte mir das Lackieren leicht machen, indem ich einfach die in der Bauanleitung des Modellbausatzes genannten Farben nehme und wie dort verlangt mische. Das wären in diesem Falle Die Akrylfarben von Revell. Eine Airbrush habe ich noch nicht, da habe ich also noch freie Auswahl.

Die Ganze Arbeit, Nieten und andere Oberflächendetails zu modellieren, mache ich mir ja nur, damit ich nicht mit einer langweiligen einfarbigen Fläche ende. So sieht der Rumpf aus, wenn man in fertig lackiert kauft: https://heliartist.com/showroom/images/thumbnails/Fiber%20Glass%20Scale%20Body/500%20Fiber%20Glass%20Scale%20Body/HA500UH1001/HA500UH1001_01.jpg

Ist das nicht ein langweiliges und detailarmes Ding? Mit etwas Geschick kann man doch wirklich etwas mehr draus machen. Ich habe gesehen, wie bei Flugzeugmodellen die Nietenreihen zuerst dunkel grundiert und dann die eigentliche Farbe in dünnen, nicht ganz deckenden Schichten aufträgt. Auf diese Weise werden diese Details etwas hervorgehoben und verleihen dem Modell einen schmutzigeren gebrauchten Look. Ich habe nur keine Ahnung, ob ich das auch so hinbekomme.

Ein 'wash' mit verdünnter Farbe, Drybrushing für abgestoßene Kanten, Ausbleichen im oberen Bereich oder 'Lehm' an den Kufen oder Fußspuren auf dem Dach und den Trittbrettern kommen auch in Betracht. Alles, nur kein olivgrüner Klecks in der Landschaft. Ich habe sogar gelesen, daß damals ständig an diesen Helis repariert und umgerüstet wurde. Die neuen Teile wurden dann mit den Farben lackiert, die man gerade zur Hand hatte und selbst der offiziell vorgeschriebene Farbton hat sich einige Male geändert. Die Helis müssen also wie ein Flickenteppich ausgesehen haben.

Viquell

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Re: Hallo aus München
« Antwort #5 am: 11. August 2017, 12:18:12 »
Moin Romeo Delta  :1:


Als erstes würde ich von Revellfarben abraten
die haben sicher ihre Daseinsberechtigung, aber für einen Neuling in Sachen Sprühlackierung wohl mehr was für Frusterlebnisse als für den Spass und Erfolgserlebnisse

Gunze oder Tamiya Farben versprechen da mehr Erfolg
Ohne Airbrush dann natürlich auch als Farbspray  einsetzbar.

Verwittern und Altern im Modellbau ist immer eine Sache für sich,
bestimmt kann man viel ( manchmal auch zu viel  :D :D :D  ) machen, aber dafür ist doch ein gewisses Grundwissen im Umgang mit den Arbeitsmitteln notwendig.
Also , erstmal kleine Brötchen backen und vielleicht mit Standmodellen in die Materie einarbeiten.
Bei Grossmodellen gibt es ja ganz andere Formeln und Möglichkeiten, mit Farben und "Ersatzmitteln", entsprechende optische Effekte zu erzielen

Dein Start mit den Nieten und Panels ist ja schon mal sehenswert, das kann man mit Farbe aber dann auch wieder alles vernichten,
also gemütlich, und wirklich Stück für Stück.

Gruss Jens
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Romeo Delta

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Re: Hallo aus München
« Antwort #6 am: 11. August 2017, 13:50:18 »
Das sehe ich schon ein. Was wäre, wenn ich ein Stück Verpackung nehme, dort ein paar Reihen Nieten und einige Panels improvisiere and dann das alles daran mal ausprobiere? Könnte das reichen oder bin ich danach vermutlich so schlau wie zuvor? Irgendwo muss man ja mal anfangen. Ich hoffe auch, daß die Nieten durch das Grundieren versiegelt werden und nicht völlig verschwinden.

Viquell

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Re: Hallo aus München
« Antwort #7 am: 11. August 2017, 14:45:43 »
sicher kann man auf Verpackungen o.Ä. die ersten Versuche machen
Das Grundwissen um das Abdunkeln oder Aufhellen hat man damit ,
der Umgang mit den Farben bringt dennoch immer wieder Überraschungen, manchmal auch den Aha Effekt.
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