Autor Thema: Flugzeuge Saab Draken J35Ö - 1/48 Hasegawa 3fach-Bau (ÖBH in flight) FERTIG  (Gelesen 3969 mal)

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Helge

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Flugzeuge Re: Saab Draken J35Ö - 1/48 Hasegawa 3fach-Bau (ÖBH in flight) upd. 23.03.
« Antwort #30 am: 26. März 2018, 19:51:40 »
..... jetzt hast kaum angefangen und bist schon wieder fertig ..... ok fast fertig
Wenn Du denkst es geht nicht mehr, dann .... Dann gib einfach auf!

old rookie

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...immer wieder interessant einem Meister über die Schulter schauen zu dürfen :1: :1:
Liebe Grüße,
Robert

Flugwuzzi

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Danke für eure netten Kommentar   :1:

@Helge ... fast fertig ist etwas übertrieben ... stecke mitten drin in der Lackierarbeit. Bei 3 Drachen gleichzeitig ist das ganz schön viel Arbeit  :1: also wird es wohl noch ein Weilchen dauern.

lg
Walter
MACHEN ist wie WOLLEN ... nur viel besser!

Floppar

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Wirklich Klasse was du hier zeigst Walter.
Gefällt mir richtig und macht Lust meine Draken demnächst auch mal anzugehen. :)
Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.
Oscar Wilde

Puchi

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Fein, dass Du den Virenüberfall niedergekämpft hast! :P

Und das Ergebnis des letzten Updates lässt darauf schließen, dass Du wieder voll einsatzfähig bist. Klasse Fortschritte! :D :klatsch: :klatsch:


Liebe Grüße,

Karl
Es gibt eine grundlegende und sehr wertvolle Aussage in der Wissenschaft, sie ist ein Zeichen von Weisheit und lautet: Ich weiß es nicht. (Data in TNG/"Illusion oder Wirklichkeit")


Scale35

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Servus Walter,
Du schaffst es auch im Serienbau nicht die Qualität zu verlieren  :klatsch: .

Gruß
Matthias

Flugwuzzi

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Danke für euer nettes Feedback Leute ... weiter gehts im Serienbau  :1:

LACKIERUNG der drei Draken
Zu Ostern wurden nicht nur Eier gefärbt, sondern auch Draken Modelle ;-)

Ich befürchte, dass der Baubericht jetzt ziemlich zerfleddert wird. Manches kann ich für alle drei Draken gleich lackieren, bei anderen Dingen springe ich zwischen den drei Modellen hin und her. Da fällt es schwer eine Übersicht zu behalten und eine vernünftige Struktur für den dreifach Baubericht zu machen. Ich bitte vorab schon mal um Nachsicht.

"Black Knight" Lackierung
Grundiert wurde mit AK Primer Black (verdünnt mit Mr. Color Levelling Thinner).



Die Farbmenge die man auf so einen 1/48er Draken aufbringen muss ist gar nicht wenig. Nachdem mir der AK-Primer ausgegangen war, bin ich für die Kleinteile auf den schwarzen MRP Primer black umgestiegen.

Dabei gabs leider ein unschönes Erlebnis. Nachdem ich 2 dünnen Schichten MRP-85 Primer Black aufgebracht hatte, hab ich eine dickere Schicht aufgesprüht .... und dann hat der Primer begonnen in die Plastikoberfläche zu fressen.  ;(
Erst dachte ich es bildet sich eine Orangenhaut, aber nein, das Hasegawa Plastik wurde komplett runzelig und weich.



Letztlich musste ich, nach aushärten des Plastiks, den Zusatztank mit Schleifpapier komplett überarbeiten, damit er wieder eine halbwegs glatte Oberfläche bekam.  :5:

Was lernt man daraus ... den MRP Primer nur in vielen, dünnen Schichten auftragen und auf gaaar keinen Fall eine satte Lage aufsprühen ... jedenfalls nicht bei Hasegawa Plastik!

Der originale Black Knight Dragon hat eine Glanzlackierung. Dafür habe ich erst Mr. Color Black GX2 Gloss Ueno Black (verdünnt 50/50 mit Mr. Color Levelling Tinner) gesprüht. Leider konnte ich den Glanzgrad nicht über die ganze Fläche richtig satt, glänzend einstellen. Da habe ich kurzerhand Mr. Color GX Super Clear III aufgesprüht(50/50 verdünnt mit Mr. Color Levelling Thinner).

Immer noch kein perfektes Glanzfinish, wie bei den Autobauern, aber für die Decals sollte das reichen.  :D




"Ostarrichi 996" Lackierung
Für die rot weiß rote Sonderlackierung benötigt man eine weiße Grundierung. Nach der Erfahrung mit dem schwarzen MRP Primer bin ich auf die altbewährte Methode umgestiegen - Tamiya Primer Fine White aus der Spraydose.
Das Wetter war gut und am Balkon war der Primer in wenigen Minuten - und ohne Herzrasen - aufgesprüht.



Danach wurde der weiße Bereich der Ober- und Unterseite mit Maskierband abgedeckt.



Ein wenig schwierig war die Wahl der passenden roten Farbe.
Wie üblich sieht das Rot auf jedem Foto irgendwie anders aus. Deshalb wurde eine "Farbkarte" weiß grundiert und aus alle bei mir verfügbaren roten Farben gesprüht. Rot ist nicht gleich rot ... wie man sieht ;-)



Am besten gefallen hat mir die Farbe von Alclad II ALCE 605 Signal red. Die Farbe ist ähnlich wie die von MRP, muss nicht verdünnt werden, das Rot trocknet jedoch (leider) völlig matt auf.





Danach erhielt der Ostarrichi Drache einen Klarlacküberzug mit Alclad II Aqua Gloss. Leider ist die rote Fläche nicht besonders glatt geworden. Ich vermute das liegt an der komplett matten roten Oberfläche.
Die weiße Fläche hingegen wurde schön glänzend. Auf jeden Fall benötige ich eine ziemlich glatte Oberfläche, um die großen Decals vom Ostarrichi Schriftzug aufzubringen. Danach kommt sowieso wieder Mattlack darüber, da diese Sonderlackierung am Vorbild matt ausgefallen ist.




"Einsatzlackierung"
Die Einsatzlackierung wurde mit grauem Tamiya Surfacer aus der Dose gesprüht.



Danach wurde die 3farben Tarnung mit MRP Farben, in mehreren dünnen Schichten und mit wenig Druck, aufgesprüht.

Unterseite mit MRP-38 Light Grey.



Oberseite ... vorderer Bereich und Leitwerk wurden mit MRP-39 Grey gesprüht und schon ein wenig nebelig aufgebracht um etwas Ausbleichung anzudeuten.



Danach wurde maskiert und das dunkle Grau mit MRP-40 Dark Grey aufgesprüht. Der Übergang zum hellen grau ist mit einem UHU-Tac Würmchen unscharf gemacht. Auch hier erfolgte der Farbauftrag unregelmäßig.



Nun folgt ein Schritt der bei allen drei Draken gleich abläuft.

Fiberglas Lufteinläufe
Die Vorderkanten der Lufteinläufe sind bei den Vorbildern aus leicht durchscheinendem Fiberglas.

Hier an den Vorbildern:


(c) Walter Lampel, Saab Draken Zeltweg/Hangar 8


(c) Walter Lampel, Saab Draken Zeltweg/Hangar 8


(c) Walter Lampel, Saab Draken Zeltweg/Hangar 8


Ich habe mir aus 3 Farben (MRP-226 Sand, MRP-283 Silk grey, MRP-92 Light green-grey) eine sandgrüne Farbmischung zusammengepanscht.
Die Vorderkante wird mit flexiblem, weißen Tamiya (Masking Tape for curves) abgeklebt. Der Rest mit normalem Maskierband. Es macht nix wenn was in die Lufteinläufe hineinsprüht ... am Vorbild ist das Innere auch Fiberglas.






Es folgten weitere umfangreiche Abklebearbeiten.



Am Seitenleitwerk und beim Bremsschirmbehälter am Rumpfheck gibt es Teile aus Fiberglas.

Hier am original Black Knight Draken:


(c) Walter Lampel, Saab Draken Zeltweg/Hangar 8


(c) Walter Lampel, Saab Draken Zeltweg/Hangar 8

Die wurden bei allen drei Draken mit der selbstgemischten Fiberglasfarbe gesprüht.



Der rote Ostarrichi Draken und die graue Einsatzlackierung erhalten Flügelvorderkanten aus Aluminium (AK Xtreme Metal).
Beim roten Draken ist nur der Lufteinlauf an der Vorderkante vom Seitenleitwerk aus Alu, bei der Einsatzlackierung hingegen die gesamte Vorderkante. Beim schwarzen Draken sind keine Flügelkanten in Alu ausgeführt.



Der schwarze Draken und der rote Draken haben am Rumpfrücken auf der rechten Seite einen Lufteinlass, der ebenfalls in Alu lackiert wird.



Beim grauen Draken in Einsatzlackierung gibt es am Rumpfrücken einen Bereich, der Schwarz lackiert wird. Der Lufeinlass ist dort jedoch grau lackiert.



Die linke Flügelspitze bei den Draken ist schwarz (auch beim roten Draken).



Somit ist die Basisfarbgebung abgeschlossen und die drei Draken warten auf ihre jeweiligen Decals.





Soweit die österlichen Fortschritte.
Ich hoffe die Decalarbeiten werden nur halb so schlimm wie befürchtet. Umfangreich werden Sie auf jeden Fall.

lg
Walter
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Pacific Strafer

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bughunter

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Mich beeindruckt, natürlich neben Deinen tollen Ergebnissen, Deine "Experimentierwut" mit Farben, Grundierungen und Klarlacken immer wieder 8o
Ich hätte da viel zu viel Angst vor der "Mehrarbeit", wenn was versaut ist, und bleibe lieber bei Bewährtem, wenn ich mit einem Produkt gut zurechtgekommen bin :pffft: Mich ärgert dann eher, wenn etwas nicht mehr verfügbar ist und ich mir zwangsweise was Neues suchen muß :5:

Viel Spaß und Glück mit den Decals,
Bughunter


Wikipedia sagt: "Ein Modell ist ein vereinfachtes Abbild der Wirklichkeit."
Deshalb baue ich lieber verkleinerte Originale.

Hobbybastler

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Moin Walter,

ich kriege ja schon beim Lackieren eines einzelnen Fliegers Zuckungen und kleine Herzrisse, weil da gerne so wahnsinnig viel daneben geht. Und dann lackst du mal eben en passant drei Modelle ...  8o

Ich freue mich auf die weiteren Baufortschritte!  :D

Viele Grüße
Christian

Viquell

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Moin Walter  :1:


Schick , schick, die Draken hat echt was und die Sonderbemalungen sind echte Blickfänger  :1:

Mit den Alclad Farben habe ich ähnliche Erfahrungen, z.Zt. verarbeite ich Chromoxyd und Innengrün , um da einen echten Glanz zu bekommen gehe ich mit Alclad Klear Kote Gloss Clear sehr dünn drüber, darauf kommt dann Gunze Mr GX , habe ich dann raue Flächen, bekommt es eine Behandlung mit Nassschleif, das ist aber schon mehr Politur, mit dem Papier habe ich auch schon Wachsspachtel angeschliffen, entsprechend fein und verbraucht  ist es.
Die Alcladfarben verdünne ich aber auch noch, 2/3 Farbe , 1/3 Universalverdünner , nur so Flächendeckend, wie Du das Rot auf der Draken,  hab ichs noch nicht versucht ....

In jedem Fall Spannend zu sehen, wie deine Vögel flügge werden, ich bleibe Neugierig  :P :P :P


Gruss Jens
((( ړײ).......Nein, ich mache keine Sachen
.(▒.)..kaputt!!
.╝╚...Ich verändere nur die Gebrauchfähigkeit

Puchi

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Boah, was für ein Lackiermarathon samt Maskierorgie! 8o

Dass Dich das Hoppala mit dem plastikfressenden Primer gleich zu Beginn nicht stoppen kann, ist seit dem Eufi ja klar. :D

Die Sonderlackierungen wirken jedenfalls richtig edel.  :klatsch:

Ich drück Dir die Daumen, dass die Decals nicht blöd herumzicken.


Liebe Grüße,

Karl
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Floppar

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Sehr schön was du hier zeigst!  :1:
Besonders die "Ostarrichi 996" Maschine hat es mir sehr angetan.


Das mit dem MRP Primer wundert mich doch sehr, weil ich mit diesem bei meiner Ki27 gar keine Probleme hatte - im Gegensatz zu deren Klarlack....
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Oscar Wilde

Flugwuzzi

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Erstklassiger Bericht, wunderbar!  :P
Danke, schön dich als Mitleser dabei zu haben  :1:


Mich beeindruckt, natürlich neben Deinen tollen Ergebnissen, Deine "Experimentierwut" mit Farben, Grundierungen und Klarlacken immer wieder 8o
:D ... probieren geht über studieren. Wenn ich ein Produkt gefunden habe das absolut super für mich funktioniert, dann wechsle ich auch nicht mehr. Aber bei Grundierungen und Klarlacken suche ich derzeit noch den Heiligen Gral  :D Bei Farben ist mir eine breite Auswahl an Farbtönen wichtiger als Herstellertreue.


ich kriege ja schon beim Lackieren eines einzelnen Fliegers Zuckungen und kleine Herzrisse, weil da gerne so wahnsinnig viel daneben geht. Und dann lackst du mal eben en passant drei Modelle ...  8o
Christian, das Lackieren ist gar nicht so schlimm. Ich habe eher logistische Probleme. wo und wie ich die Modelle halbwegs staubgeschützt trocknen lassen kann. Mein Arbeits-/Hobbyraum ist dafür eigentlich zu klein  :D


Dass Dich das Hoppala mit dem plastikfressenden Primer gleich zu Beginn nicht stoppen kann, ist seit dem Eufi ja klar. :D
Danke für das große Vertrauen Karl  :D ... andere Hoppalas beim Bau hab ich diesmal großzügig verschwiegen. Es wäre sonst statt Baubericht nur eine Aneinanderreihung von Mißgeschicken  :3:

Das mit dem MRP Primer wundert mich doch sehr, weil ich mit diesem bei meiner Ki27 gar keine Probleme hatte - im Gegensatz zu deren Klarlack....
Mit dem Klarlack hatte ich auch schon mal Probleme. Einzelne MRP Produkte darf man wirklich nur hauchdünn aufsprühen. Ich frage mich ob die vielleicht ein Problemchen mit dem Mischen haben, so dass einige Chargen vielleicht zu "aggressiv" sind . Den weißen Primer habe ich bei den Pylonen ziemlich geflutet und dort ist absolut nix passiert :pffft:

lg
Walter

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Flugwuzzi

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Mit den Alclad Farben habe ich ähnliche Erfahrungen, z.Zt. verarbeite ich Chromoxyd und Innengrün , um da einen echten Glanz zu bekommen gehe ich mit Alclad Klear Kote Gloss Clear sehr dünn drüber, darauf kommt dann Gunze Mr GX , habe ich dann raue Flächen, bekommt es eine Behandlung mit Nassschleif, das ist aber schon mehr Politur, mit dem Papier habe ich auch schon Wachsspachtel angeschliffen, entsprechend fein und verbraucht  ist es.
Die Alcladfarben verdünne ich aber auch noch, 2/3 Farbe , 1/3 Universalverdünner , nur so Flächendeckend, wie Du das Rot auf der Draken,  hab ichs noch nicht versucht ....

Danke für den Hinweis zu Alclad Farben Jens.
Ich hab auf der Unterseite versucht ein wenig glatt zu schleifen, aber leider verändert das den roten Farbton und es wird fleckig, auch wenn man danach wieder Klarlack aufbringt. Ich lass das mal lieber so und versuche die Decals lieber mit Weichmachermagie aufzubringen  :D

lg
Walter
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