Autor Thema: Dioramen Tiger II mit Motorschaden, sPzAbt.505, Ostpreußen Oktober '44 (Dragon 1:35)  (Gelesen 1190 mal)

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marco_1973

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Hallo Leute,

Ich möchte euch heute mein gestern fertiggestelltes Projekt vorstellen. Es ist ein Herbstdiorama und stellt einen Tiger II der schweren Panzerabteilung 505 (3. Kompanie) Ende Oktober 1944 in Ostpreußen dar.

Der Panzer hat einen Motorschaden, zwei Männer der Werkstattkompanie machen sich an die Behebung des Schadens. Der Panzerkommandant drängt zur Eile. Derweil nutzen Ladeschütze, Funker und Fahrer die Zeit für eine Zigarettenpause.

Für den Bau habe ich insgesamt 252 Stunden aufgewendet. Dabei war mir wichtig, den Tiger mit seinem Fahrwerk ans Gelände anzupassen, obwohl das der Bausatz eigentlich nicht hergab. Weiterhin habe ich mich an meinem ersten selbstgefertigten Baum versucht.

Verwendete Materialien und Bausätze

Diorama: Styropor, Gips, Holzleisten, Geländematten von Langmesser, Islandmoos, Forest in a Pod, eine echte Baumwurzel u.a.
Baum: ca. 50 cm verzinnte Kupferleitung NSGAFÖU 1x50mm², Spachtelmasse, Laub von MiniNatur/Silhouette & jede Menge Zinn.
Tiger: Dragon 6840, Fenders von Eduard, Antenne von RB-Model, Motor von Tamiya 35180
Kübelwagen: Tamiya 35213 + Eduard 35355
Figuren: ICM 35211, Masterbox 35160, Tamiya 35180
Werkzeugkasten: Aber 35A068

Meinungen & Kritik erwünscht!

LG Marco
 :winken: :winken: :winken:
« Letzte Änderung: 19. Februar 2018, 12:21:06 von marco_1973 »
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eydumpfbacke

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Hallo Marco,

insgesamt ein schönes Dio  :P :klatsch: :klatsch: :klatsch:

Einzige Kritik, die ich habe: Dafür, dass du die Kettenspuren so stark am Heck ausgeformt hast, ist die Kette zu sauber.
Wenn die Kette den Boden durch die Bewegung aufnimmt, bleibt auch etwas an der Kette haften.

Aber das ist Kritik auf sehr hohem Niveau.
Es grüßt der Reinhart :santa:

Pille: Eins muss ich sagen, Sie erstaunen mich immer wieder.
Spock: Ich mich auch, Doctor.

Hans

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Endlich mal passende Vegetation, jahreszeitengerecht. Gut gemacht!!
Poly(1-phenylethan-1,2-diyl) makes it all

marco_1973

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Nun noch ein paar Bilder von der Anpassung des Fahrwerks und vom Werkzeugkasten.

Anders als sonst habe ich zuerst mit dem Diorama begonnen, dabei eine unregelmäßige Ebene mittels Styropor und Gips erschaffen.
Dann habe ich mir eine maßstabsgerechte Schablone geschnitten, bei der auch der Turm „schwenkbar“ war.  Ich musste den Panzer so platzieren, dass der Turm wegen der offenen Motorraumklappe eingeschwenkt ist und die Kanone aber nicht etwa über das Diorama hinausragt. Des Weiteren musste ich noch Platz für den Kübelwagen (wurde aber später geändert) und den Baum vorsehen.

Die Kettenauflage des Tigers wurde entsprechend aufgemalt und beim Bau des Panzers konnte das Fahrwerk nunmehr genau angepasst werden. Die Geländematte wurde dann am Ende an diesen Stellen ausgeschnitten. Nun ja, ich habe nicht jeden Schritt dokumentiert, aber ich denke man kann es sich vorstellen.
Das Werkzeug ist ein filigraner Ätzteilsatz aus dem Hause Aber (35A068) und wie gewohnt hochwertig und detailliert.
« Letzte Änderung: 19. Februar 2018, 11:22:01 von marco_1973 »
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marco_1973

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Und noch zum Baumbau:

Der Bau der Birke stellte schon eine Herausforderung dar. Dank dieser hervorragenden Anleitung vom Experten Dragonfan konnte ich mich Schritt für Schritt herantasten. Zunächst nahm ich ca. 50 cm sogenannte „hochfeste“ Leitung (NSGAFÖU) 50 mm². Diese hat den Vorteil, dass ihre flexible Kupferlitze bereits verzinnt ist. 

Das Kabel wurde komplett von seiner Gummiisolierung befreit. Zirka 17 cm wurde für das Wurzelwerk verwendet, so wie es in dem Baumguide schön beschrieben ist. Dann wurde mit einem 70W-Lötkolben verlötet. Dabei wurde trotz der bereits verzinnten Einzeladern noch relativ viel Zinn benötigt.

Ich arbeitete mich entsprechend der Anleitung zu den Ästen empor (Bilder 1 und 2). Nur hat meine Birke keine klassische Baumkrone erhalten.
Dann habe ich abweichend von der Anleitung gleich die hervorragende Spachtelmasse von Lidl (Bild 9) aufgetragen, damit konnte ich im Bereich des Stammes eine tolle Rindenstruktur erstellen (Bild 3). Wo diese nicht erwünscht ist, kann man dies mit Pinsel und Wasser verhindern bzw. glätten.

Anschließend wurde mit Revell Aquacolor bemalt, weiß mit einem leichten Graustich, anthrazit und andere dunkelgraue und grünliche Töne, die feinsten Zweige dunkelbraun (Bild 5).

Zuletzt dann das Laub von Mininatur (Birke Spätherbst) mittels uhu hart angeklebt. Leider kam ich mit den 3 Matten 9 x 15 cm  (910-34; ca. 21 €; Bild 8 ) nicht hin, so dass ich nochmal nachkaufen musste und nun insgesamt fünfeinhalb Matten verwendet habe. Aber mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.

Der „gerade“ Wurzelstrunk wurde auf ca. 2 cm eingekürzt, die seitlichen Wurzeln beschnitten. Auf dem Diorama wurde dann der Baum positioniert und an entsprechender Stelle ein Loch gebohrt. Das seitliche Wurzelwerk wurde angezeichnet und anschließend mit Messer und scharfem Schraubendreher aus dem Gips herausgearbeitet (Bild 7). Später dann wurden die Wurzeln mit Spachtelmasse überzogen und der Strunk eingeleimt – hält buchstäblich wie Ast!

Die Birke ist letzten Endes ca. 26 cm hoch geworden.

LG, Marco
 :winken: :winken: :winken:
« Letzte Änderung: 19. Februar 2018, 11:17:44 von marco_1973 »
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coporado

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Moin Marco,

wunderbares Dio hast du da gebaut. Besonders die Base mit der Vegetation und der Baum sind ein absoluter Hingucker :P :P :P

Hast du die Äste an dem umgekippten Baum auch mit Draht ergänzt?

Klugscheißen auf ganz ganz hohem Niveau** Mir ist beim Werkzeug aufgefallen, dass die Griffe der Zangen und Schraubendreher teilweise den Plastikgriffen von heute nachempfunden sind. Ob es die damals schon so gegeben hat, kann ich nicht sagen. Hätte hier eher auf Holz- oder Metallgriffe getippt.


Gruß
Sascha  :winken:

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...und weißt du keinen Rat, nimm Draht!

marco_1973

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Der umgekippte Baum ist reine Natur - ohne Draht. Nur etwas mit MIG Slimy Grime light bemoost.

Und Schraubendrehergriffe aus Holz können doch trotzdem farbig lackiert sein... :pffft:

 :winken: :winken: :winken:
« Letzte Änderung: 19. Februar 2018, 13:29:08 von marco_1973 »
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Fetzi85

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Moin Marco,
ein schönes Dio hast du da auf die Platte gebracht. Geländebau und insbesondere der Baum gefallen mir sehr gut, besonders dem Baum sieht man deine Mühe an.
Die Fahrzeuge gefallen mir auch, die Figuren scheinen ein wenig von dem übrigen Niveau abzufallen, die wirken etwas eintönig im Farbauftrag. Hier könntest du vielleicht beim nächsten Dio etwas mutiger bei den Lichtern und Schatten sein. Das schmälert aber in keinster Weise den gelungenen Gesamteindruck.
Freue mich auf dein nächstes Werk
Gruß
Moritz

coporado

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Der umgekippte Baum ist reine Natur - ohne Draht. Nur etwas mit MIG Slimy Grime light bemoost.

Und Schraubendrehergriffe aus Holz können doch trotzdem farbig lackiert sein... :pffft:

 :winken: :winken: :winken:

Das Slimy Grime Zeug muss ich mir auch mal besorgen, das schaut schön mosig, gammelig aus  :P

Klar können die Holzgriffe auch lackiert sein, die haben in mir beim Betrachten einfach den "neuzeitlich"- Reflex ausgelöst.  :winken:
Gruß
Sascha  :winken:

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flying wing

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Saubere Arbeit :klatsch:

gefällt mir sehr gut dein KöTi.

Das mit den Ketten sehe ich wie Dumpfbacke. Hauste am besten noch ne Schippe Dreck drauf.

Die Birke ist der Hingucker  :klatsch: :klatsch:

Eine Frage hätte ich jedoch: Was hat es denn mit der gelben Fahne an der Antenne auf sich?
Was bedeutet die? Kenne so was nur von modernen Manövern, wenn ein Fahrzeug als zerstört oder beschädigt ausgewiesen wird.
Aber sicher waren damals keine Schiedsrichtereinheiten unterwegs.  :D

 :respekt:

flying wing
« Letzte Änderung: 19. Februar 2018, 14:29:33 von flying wing »

marco_1973

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Eine Frage hätte ich jedoch: Was hat es denn mit der gelben Fahne an der Antenne auf sich?
Was bedeutet die? Kenne so was nur von modernen Manövern, wenn ein Fahrzeug als zerstört oder beschädigt ausgewiesen wird.
Aber sicher waren damals keine Schiedsrichtereinheiten unterwegs.  :D
flying wing

Die Anregung mit dem Wimpel an der Antenne habe ich aus Schneiders "Tigers in Combat II", siehe Foto und Texterklärung. Irgendwo habe ich dann auch gelesen, dass diese Wimpel wohl gelb waren. Ob die tatsächlich immer zur Anwendung kamen, weiß ich nicht. Ich fand es jedenfalls für mein Diorama nicht unpassend.

LG, Marco
 :winken: :winken: :winken:
« Letzte Änderung: 19. Februar 2018, 15:20:39 von marco_1973 »
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Danke für deine Antwort :klatsch:

Das war mir nicht bekannt :8:

wieder was gelernt :pffft:

 :winken:

old rookie

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Ganz tolle Arbeit, die du hier zeigst! :respekt: Eine schöne Szenerie, gefällt mir unheimlich gut!  :P :klatsch: :klatsch: :klatsch:
Gruß,
Robert