Autor Thema:  Strv 103 motorisiert von Tamiya in 1:48 - Japanimport ein Baubericht  (Gelesen 376 mal)

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Drizzel98

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Moin,
um es gleich vorweg zu sagen: Ich bin kein Profi! Erwartet also kein perfekt gealtertes Modell mit edlem Finish.
Ich denke allerdings, das euch das Modell dennoch auf Grund des Alters und der Seltenheit interessieren könnte, zumal es auch für den Einsteiger sehr leicht zu bauen ist.

Beim öffnen der Schachtel, fällt zuerst auf, wie wenig Teile eigentlich vorhanden sind: 1 Spritzling, der zb. Die Laufrollen, das MG und den Fahrer enthält, 1 Spritzling aus einem weicheren Plastik, der Teile für die bewegliche Radaufhängung enthält und 1 Spritzling, der aber eigentlich nur Ober- und Unterwanne zusammen hält. Das wars mit Spritzguss. In der Packung finden sich sonst nur noch die Vinylketten, der Motor und eine Anleitung mit einem kleinen Decalbogen.

Wenn man jetzt mit dem Bau beginnt, ist das erste was einem auffällt, die Anleitung, die ist nämlich auf Japanisch. Ist aber nicht weiter tragisch, die Arbeitsschritte, auch die Verkabelung des Motors ist gut bebildert und bereitet somit keinerlei Probleme. Die Passgenauigkeit und Gussqualität ist Tamiya typisch sehr gut und erfordert kaum Nacharbeit. Der einzige Minuspunkt: Da im inneren des Panzers Batterien sind, ist die Oberwanne nur auf die Unterwanne aufgesteckt, wodurch ein relativ großer Spalt sichtbar bleibt.

Wie schon erwähnt, muss man den Motor selber Verkabeln, was sich auf 2 Kabel beschränkt, die den Motor und das Getriebe, mit den Batterien versorgen. Diese müssen laut Anleitung nicht einmal gelötet werden sondern können einfach verdreht werden (hält bis jetzt ganz gut auch bei sehr unebener Strecke).

Ist der Motor installiert, die Laufrollen und Ketten eingebaut, bleibt eigentlich nur noch die Oberwanne zu gestallten, allerdings sind die einzigen Teile, die der Modellbauer noch selbst anbringen darf, die Scheinwerfer das MG, der Fahrer (kann man auch weglassen und die Luke zu darstellen) und das Rohr. Die Antennen liegen nicht bei und müssen aus Gussästen selbst gezogen werden.

Ist man dann damit fertig, bleiben noch die Decals, die bei meinem Set aufgrund ihres Alters teilweise im Wasser zerfallen sind, und die Bemalung. Bei der Alterung muss man sich ggf. zurückhalten die Ketten und das Laufwerk so zu verdrecken wie man gerne möchte, wenn man immer noch die Möglichkeit haben will seinen Panzer am Ende noch fahrenlassen zu können.

Ist das Ding dann fertig, fährt es mit leider sehr lautem Sound "mehr oder weniger" gemächlich, schafft aber, nicht zuletzt wegen den Gummiketten, beeindruckende Steigungen und fährt spielend leicht über kleinere Hindernisse.

Alles in allem ein sehr schönes Modell, das nicht zu viel Zeit in Anspruch nimmt und schön an einem Nachmittag gebaut werden kann.
« Letzte Änderung: 20. März 2018, 17:57:31 von Drizzel98 »