Autor Thema:  H&S Evolution und Acrylfarben - Wie soll es weiter gehen?  (Gelesen 1284 mal)

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Armored

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Hallo,

Ich verzweifle langsam an der Versuch Revell Aquas, AK Acrylics und/oder MiG Acrylics durch mein H&S Evolution (0.2 mm Düse) zu jagen. Es klappt einfach nicht... Die Düse verstopft nach wenige Sekunden, ich muss es immer sauberwischen um dann noch ein paar Sekunden malen zu können. Auf die andere Seite, klappt das Ganze mit MR Paint Farben wirklich wunderbar... allein, die stinken mir die Bude voll.

Nach mehrere Stunden Recherche glaube ich zwei alternativen gefunden zu haben:
- auf AK Real Colors um zu steigen: die scheinen mit dem Evo 0.2 mm Düse kein Problem zu haben und stinken nicht so sehr wie die MRP Farben
- auf eine 0.4 mm oder sogar 0.6 mm Düse um zu steigen: Acrylics scheinen mit kleinere Düsen ein Problem zu haben, obwohl meine BD-130 mit 0.2 mm Düse diese Probleme nicht hatte oder zumindest nicht in diesen Ausmaßen

Ich habe aber noch Zweifel, welche Weg ich hier gehen muss daher möchte ich aus eure unendliche Weisheit schöpfen :) Was wären eure Vorschläge?

Vielen Dank im Voraus!
Cristian
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Floppar

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Re: H&S Evolution und Acrylfarben - Wie soll es weiter gehen?
« Antwort #1 am: 26. April 2018, 08:18:51 »
Für die AK/Ammo Farben brauchst du einen entsprechenden Druck - bei mir gings um die 1,5 bar sehr gut in einer 0,2er Düse - ansonsten musst du diese entsprechend verdünnen - sprich Thinner und/oder Flow Improver.

Bezüglich der normalen MRP Farben in den Glasfläschen handelt es sich bei diesen um KEINE Acryl Farben und zusätzlich sind diese von Haus aus schon entsprechend verdünnt.
(ausser du hast die richtigen Acryl Farben in den Plastikfläschen von denen, welche vor einigen Monaten erschienen sind, aber diese stinken auch nicht)

« Letzte Änderung: 26. April 2018, 08:29:12 von Floppar »
Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.
Oscar Wilde

Armored

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Re: H&S Evolution und Acrylfarben - Wie soll es weiter gehen?
« Antwort #2 am: 26. April 2018, 08:29:44 »
Danke, Floppar! War das auch bei Dir ein H&S Evolution? Wenn ich dass richtig verstanden habe ist der Evo in diesem Punkt "sensibler" als z.B. die Iwatas.

Ich habe auch einen höheren Druck schon ausprobiert aber mit genau so wenig Erfolg... Ich bin mir jetzt aber nicht mehr sicher wie hoch der Druck war... Ich müsste mit dem BD-130 so gut wie nie über 20 psi (~1.3 bar) gehen. Ein Versuch ist es aber sicherlich Wert!

Ich danke Dir!
Cristian

PS: Die MRP Farben waren als Beispiel gemeint um zu verdeutlichen das es nicht am Nadel/Düse liegt.

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Floppar

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Re: H&S Evolution und Acrylfarben - Wie soll es weiter gehen?
« Antwort #3 am: 26. April 2018, 08:37:35 »
Ja, ich nutze auch eine Evo bzw. nutze nur Guns von H&S und bei diesen ist Problem leider allgemein so.

Ich habe auch vorher sehr große Probleme mit den Farben gehabt (also AK und AMMO) bei einem Bardruck von ca. 1 bar, welchen ich für Gunze, Tamiya und MRP nutze.
Bei 1,3-1,5bar ging dann aber die Ammo Farbe ohne Probleme und unverdünnt durch.
Es wird aber nicht ausbleiben, dass du bei diesen öfter die Düse vorne leicht mit Thinner bzw. Iso reinigen musst.
« Letzte Änderung: 26. April 2018, 08:40:24 von Floppar »
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Armored

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Re: H&S Evolution und Acrylfarben - Wie soll es weiter gehen?
« Antwort #4 am: 26. April 2018, 08:44:43 »
Ich danke Dir!

Mit "öfter" sind aber nicht 10-20 Sekunden gemeint, oder? :)
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Floppar

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Re: H&S Evolution und Acrylfarben - Wie soll es weiter gehen?
« Antwort #5 am: 26. April 2018, 08:47:26 »
Kommt drauf an wie oft du Pause zwischen drin machst ;), aber nein bei mir ging es teilweise länger gut bei den AMMO Farben.
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jackrabbit

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Re: H&S Evolution und Acrylfarben - Wie soll es weiter gehen?
« Antwort #6 am: 26. April 2018, 09:08:23 »
Hallo,

Wenn ich dass richtig verstanden habe ist der Evo in diesem Punkt "sensibler" als z.B. die Iwatas.
Ja, ich nutze auch eine Evo bzw. nutze nur Guns von H&S und bei diesen ist Problem leider allgemein so.

es ist so wie Ihr es schreibt.
Die Evo setzt sich mit diesen Farben sehr schnell zu, insbesondere wenn man die Pistole kurz absetzt "trocknet" sie vorne ein.

Abhilfe kann eine andere Pistole schaffen, von IWATA oder alter BADGER kenne ich es nicht,
auch bei meiner TRIPLEX ist es besser.

Grüsse

Armored

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Re: H&S Evolution und Acrylfarben - Wie soll es weiter gehen?
« Antwort #7 am: 26. April 2018, 09:20:17 »
Kann hier eine größere Düse abhilfe schaffen?
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Floppar

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Re: H&S Evolution und Acrylfarben - Wie soll es weiter gehen?
« Antwort #8 am: 26. April 2018, 09:23:21 »
Soweit ich weiß nicht, weil es was mit dem Sprühmechanism an sich zu tun hat.
Größere ist bei der Airbrush ja auch nicht immer besser, weil du dann kleinere Details etc. auch schlechter sprühen kannst.
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Armored

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Re: H&S Evolution und Acrylfarben - Wie soll es weiter gehen?
« Antwort #9 am: 26. April 2018, 09:26:46 »
Dann bleibt zu hoffen dass ein höhere Druck mein Problem lösen kann...

Ich danke euch!
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vonMackensen1914

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Re: H&S Evolution und Acrylfarben - Wie soll es weiter gehen?
« Antwort #10 am: 26. April 2018, 09:34:10 »
HI,

habe ich auch schon gehört/ hat wohl mit der Inneren Beschichtung bei den H&S Gusn zu tun, bei anderen Pistolen gibt es das Problem nicht.
Eine menge Zurzeit im Bau.

Viquell

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Re: H&S Evolution und Acrylfarben - Wie soll es weiter gehen?
« Antwort #11 am: 26. April 2018, 10:30:03 »
Moin Armored  :1:

Acrylfarbe ist nicht gleich Acrylfarbe .

Mit Valejo und Revell Aquas hatte ich in allen Guns Probleme , H&S Evolution und Colani, Revell Master, IWATA HP
Mit den Tamiya und Gunze Acrylfarben fluppt es ohne jedes Problem,
Gunze und Tamiya werden mit Alkoholbasierenden Verdünnern gemischt .....
Also Wasserbasierende Acryl´s sind allgemein etwas "Problem" behaftet und in der Verarbeitung sehr Erfahrungsbedingt zu gebrauchen.
Verzögerer, Druck, Verdünnermenge, Düsengrösse ..............am Ende auch Kleinigkeiten wie Abstand zur Oberfläche, Tempo der Bewegung ...
Airbrush halt  :D

Bleibt für Dich einfach nur Testen und probieren, den Kollegen über die Schulter schauen und dabei über die Zeit den Umgang mit den Farben zu perfektionieren.

Pauschalieren kann man bei keiner Farbe, jede Charge und jeder Farbton hat seine Eigenheiten  :1:

Also ganz gelassen an den Umgang mit den Dingen gehen, und nicht nervös werden, wenn es einmal funktioniert, beim nächsten Versuch aber alles daneben geht  ;)

 :winken: :winken: :winken:

Gruss Jens
((( ړײ).......Nein, ich mache keine Sachen
.(▒.)..kaputt!!
.╝╚...Ich verändere nur die Gebrauchfähigkeit

Armored

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Re: H&S Evolution und Acrylfarben - Wie soll es weiter gehen?
« Antwort #12 am: 26. April 2018, 10:46:44 »
Danke, Jens! Ich muss da einfach mal Sachen ausprobieren...
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Koffeinfliege

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Re: H&S Evolution und Acrylfarben - Wie soll es weiter gehen?
« Antwort #13 am: 26. April 2018, 11:05:50 »
Das alte Problem, ich habe darüber hier auch schon mal um Hilfe gerufen.

Meine Erfahrungen:
- Originalverdünner nehmen! Vallejo hat z.B. den Flow-Improver/Retarder mit drin.
- Größere Düse, min 0,2. Hast Du ja schon. Bei größeren Flächen nehme 0,3.
- Mehr Druck. Auf einem Airbrush Workshop bei H+S für Minis empfahl Robert Carsson min. 1,7 Bar. Man muss dann zwar höllisch aufpassen, aber es geht.
- Relativ stark verdünnen. Ich muss sogar Vallejo-Air dünner machen, damit es läuft.
Ohne Nadelkappe arbeiten. Gefährlich für die Nadel und ich weiß nicht warum, aber es hilft etwas.
- Mit Verdünner getränktes Wattestäbchen bereithalten und immer mal wieder die Spitze damit abziehen.


Mit all den Punkten kann ich mit der Infinity (ist ja quasi eine Evolution) halbwegs arbeiten, Spaß ist aber was anderes. Wenn es geht, ziehe ich Tamyia oder Gunze (eben die Stinkefarben) vor.
Ich habe deswegen schon mal mit einer Iwata geliebäugelt, aber auch damit haben die Leute die Probleme.



Rafael Neumann

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Re: H&S Evolution und Acrylfarben - Wie soll es weiter gehen?
« Antwort #14 am: 26. April 2018, 11:25:45 »
Hallo zusammen,

ich habe das Problem vor längerer Zeit mit dem holländischen Airbrushhändler auf der EME in Heiden bequatscht.
Alle genannten Punkte kann man abarbeiten, aus Sicht des Holländers fehlt nur ein Aspekt:
Verzichten auf die normale Vorgehensweise bei der DoubleAction-Pistole mit Luft auf - Farbe hinzu - Farbe weg - Luft weg, sondern bei wasserbasierten Acrylfarben die Luft immer stehenlassen.
Dann kommt es auf jeden Fall nicht so häufig dazu, dass die Farbe bereits an der Düse trocknet. Ganz verhindern kann man es nicht, denn die soll ja an jeder Oberfläche haften und schnell trocknen, aber man kann länger ohne Wattestäbchen und Verdünner auskommen.

Viel Erfolg beim Testen
Rafael
Wenn ich mal sterbe, hoffe ich, dass meine Frau die Bausätze nicht zu den Preisen verkauft, die ich Ihr genannt habe ...