Autor Thema:  Diskussion zur P-51  (Gelesen 1231 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

jackrabbit

  • MB Star
  • ****
  • Beiträge: 1171
Re: Diskussion zur P-51
« Antwort #15 am: 11. Juni 2018, 15:34:23 »
Hallo,

@Jackrabbit: Die mussten sehr vorsichtig starten und landen wegen der Empfindlichkeit der Triebwerke auf Lastwechsel. In der Zeit hat dann die Papageienstaffel übe dem Platz ache geschoben .....   (mit Fw190Ds ...... aber Psssst ......  )

ach was  :rolleyes:
Die Start- und Landegeschwindigkeit und auch die benötigte Zeit dafür war aber trotzdem nicht anders als bei Props.
Es war nur für die allierten Jäger einer der wenigen Momente, wo sie eine Me 262 erwischen konnten,
also langsam fliegend oder am Boden - das hat aber widerum mit "Taktik" zu tun.

Für die Platzschutzstaffel hätte aufgrund der niedrigen Höhen auch Fw190A gut funktioniert.  ;)


Grüsse

Russfinger

  • MB Gigant
  • *****
  • Beiträge: 2893
  • in memoriam Ulf Petersen 1967 - 2018
Re: Diskussion zur P-51
« Antwort #16 am: 11. Juni 2018, 16:22:29 »
... angeblich haben die beteiligten Piloten des JG 54, die mit ihren nagelneuen Doras als erste Aufgabe Platzschutz für das Kommando Novotny flogen, exakt das geäussert  ;)


 :winken:

Russie


No Kit left behind!

Universalniet

  • Globaler Moderator
  • MB Superstar
  • *****
  • Beiträge: 6253
  • Marc Schimmler
Re: Diskussion zur P-51
« Antwort #17 am: 11. Juni 2018, 17:51:03 »
@Russie: Weil es ja auch stimmte ... ich hätte mich aber auch nicht gegen eine F190D gewehrt .... :6:

@jackrabbit: Nein natürlich nicht langsamer als bei anderen aber behudsamer und bestimmt nicht mit einer scharfen Kurve kurz nach dem Abheben sondern einen Geradeausflug bis die notwendige Geschwindigkeit für Manöver erreicht war.

Das hat nicht nur mit Tatik zu tun sondern mit der Unzulänglichkeit der Triebwerke und deren tendenz zum flame-out - ergo ein Schwachpunkt der 262.

Das Faultier

  • Erstmalgucken
  • Beiträge: 18
Re: Diskussion zur P-51
« Antwort #18 am: 11. Juni 2018, 22:05:42 »
zu Eric Brown und seiner Meinung über die 262 - habe das Buch gerade nicht zur Hand, aber ich weiß zu 100% dass Brown die 262 als "a pilot´s airplane" lobte - ein Flugzeug dass wunderbar zu fliegen war und bezog sich hier vor allem auf die positiven Flugeigenschaften, gute Abstimmung der Steuerelemente etc - ähnlich wie die Spitfire, die ebenfalls als ein solches "pilot´s airplane" beschrieben wurde. Ich glaube nicht, dass er sich dabei zwingend auf ihre Qualitäten als Einsatzflugzeug im täglichen Kampfeinsatz gg. eine enorme Überzahl ausgereifter Kolbenjäger bezog.

Russfinger

  • MB Gigant
  • *****
  • Beiträge: 2893
  • in memoriam Ulf Petersen 1967 - 2018
Re: Diskussion zur P-51
« Antwort #19 am: 11. Juni 2018, 22:23:07 »
Wer "Eric Brown Me 262" googelt, stößt mehrfach auf dieses Zitat:
After his flight, Eric had the highest praise for the 262, the world’s first operational jet fighter, calling it, “the most formidable combat aircraft to evolve in World War II.”

Sagt eigentlich alles...

 :winken:

Russie





No Kit left behind!

Universalniet

  • Globaler Moderator
  • MB Superstar
  • *****
  • Beiträge: 6253
  • Marc Schimmler
Re: Diskussion zur P-51
« Antwort #20 am: 12. Juni 2018, 00:06:17 »
Er scheint ja mehrere Flugzeuge gemocht zu haben. Warum auch nicht. DAS beste gibt es sicherlich nicht. Aber etliche wirklich gute ...

IchBins

  • MB Star
  • ****
  • Beiträge: 778
  • Home of the Focke-Wulf
Re: Diskussion zur P-51
« Antwort #21 am: 12. Juni 2018, 01:15:24 »
MMn. ist der Aufriss der um die Mustang gemacht wird ähnlich wie mit der Spitfire. Die Mustang war das Flugzeug, das gebraucht wurde und hat ihren Job gut gemacht. Technisch auf Höhe der Zeit (oder mehr mit Heck-Warn-Radar) und extreme Reichweite.

Aber nicht der Überflieger (5 Mark ins Phrasenschwein), wie immer schön auf dem Hystery-Chanel zu sehen. Individuell und unter guten Bedingungen wäre die G-14 mit MW 50 oder gar die K-4 109 ein richtiges Biest im Gegensatz. Klein, immer noch wendig aber strategisch gesehen nicht das, was die Amerikaner gebraucht haben. Genauso wie der Sherman war die Mustang eine strategische Entscheidung für ein Flugzeug, dass sowohl im Pazifik eingesetzt werden kann ohne Probleme oder in Europa. Überall dieselben Teile und genug davon mit guter Flugleistung.
Aber Mustang ist auch nicht gleich Mustang. Leistungstechnische Unterschiede zwischen D-5 z.B. und D-30 sind schon enorm, was die Volldruckleistung angeht.

Ich bin jedenfalls sehr neugierig, wie die il2 - Sturmovik Foren abgehen werden, wenn die Amerikaner in der neuesten Erweiterung kommen werden und die Mustang auf einmal unter klinischen Bedingungen vielleicht doch ihre Probleme mit späten Luftwaffe Fliegern haben werden  :D
Sine Ira et Studio

Wolf

  • The Vacuform Victim
  • Administrator
  • Lebende MB Legende
  • *****
  • Beiträge: 18227
  • Wolfgang Henrich <1/72>addicted
    • Wolfs Modellwelt
Re: Diskussion zur P-51
« Antwort #22 am: 12. Juni 2018, 12:29:26 »
Was will man hier eigentlich vergleichen?  So etwas funktioniert doch nicht wirklich. Man wechselt die Ausgangsparameter und schon könnte man ein anderes Flugzeug als das beste erachten.

Vielleicht war die 109 das beste Jagdflugzeug, weil sie die älteste Konstruktion war von allen in 45 eingesetzten Jägern und dennoch in der Hand eines guten Piloten in der 1 zu 1 Situation in der Lage siegreich zu sein.  Vielleicht die 190 wegen des Kommandogerätes welches auch dem durchschnittlichen Piloten zum Vorteil verhalf. Oder es war eben die Mustang, Spitfire oder Thunderbolt.

Ich denke Rescke hat es gut beschrieben. Die schiere Überzahl war ausschlaggebend. Der große Pluspunkt der Mustang war ihre Reichweite, welche es ermöglicht hat diese zahlenmäßige Überlegenheit tief nach Deutschland zu tragen.

Interessant wäre Vergleich unter klinischen Aspekten. Gleich gutes Material, gleich gute Fertigungsqualität, gleich guter Pilot. Gleich gute bzw. neutrale Ausgangsposition etc.
So etwas gibt es aber nicht.

Der Luftkrieg wurde nicht wegen dem besseren Flugzeug gewonnen sondern wegen der Menge an Material, der Qualität des Materials, wegen der besseren Taktik, wegen der besser auszugleichenden Verluste und allem was daraus resultierte.

Zur Me 262: Rein akademisch betrachtet kann ich die Begeisterung nachvollziehen. Selbst unausgereift konnte keine der zeitgenössischen Maschinen der 262 in einer 1 zu1 Situation das Wasser reichen. Sie konnte im Luftkampf  was keine konnte, nämlich jederzeit den Kampf abbrechen und sich eine neue vorteilhafte Ausgangsposition suchen.
Wer Future hat, hat noch lange keine Zukunft
Wolfs Modellwelt
Stand 19.02.2009, Neues Kapitel "Airbrush, Erweiterung Galerie Bf 109 E-7/trop"

Primoz

  • MB Großmeister
  • ******
  • Beiträge: 4417
Re: Diskussion zur P-51
« Antwort #23 am: 12. Juni 2018, 18:32:56 »
Die 262 hatte einen weiteren Vorteil: sie konnte mit viel schlechterem Treibstoff fliegen.
Das Leben ist eine sexuell übertragbare unheilbare Krankheit mit tödlichem Ausgang

Russfinger

  • MB Gigant
  • *****
  • Beiträge: 2893
  • in memoriam Ulf Petersen 1967 - 2018
Re: Diskussion zur P-51
« Antwort #24 am: 12. Juni 2018, 22:00:19 »
Ja, man glaubt einfach nicht, was mit Ouzo alles möglich ist. ;)

 :winken:

Russie



No Kit left behind!

Universalniet

  • Globaler Moderator
  • MB Superstar
  • *****
  • Beiträge: 6253
  • Marc Schimmler
Re: Diskussion zur P-51
« Antwort #25 am: 12. Juni 2018, 22:10:13 »
 :7: :7: :7: :7: :7:

Marc, der weiß warum das lustig ist ...

Hagewi

  • MB Junior
  • Beiträge: 40
  • We love to MB you :-)
Re: Diskussion zur P-51
« Antwort #26 am: 12. Juni 2018, 23:17:25 »

Interessant wäre Vergleich unter klinischen Aspekten. Gleich gutes Material, gleich gute Fertigungsqualität, gleich guter Pilot. Gleich gute bzw. neutrale Ausgangsposition etc.
So etwas gibt es aber nicht. ...

Und das Ergebnis ist dann notwendigerweise ein Unentschieden.
Happy Modelling, Hermann

Hagewi

  • MB Junior
  • Beiträge: 40
  • We love to MB you :-)
Re: Diskussion zur P-51
« Antwort #27 am: 12. Juni 2018, 23:19:11 »
Die 262 hatte einen weiteren Vorteil: sie konnte mit viel schlechterem Treibstoff fliegen.

Aber selbst davon war fast nichts da. Weil der Begleitschutz durch die Mustang dafür gesorgt hatte.
Happy Modelling, Hermann

eydumpfbacke

  • MB Gigant
  • *****
  • Beiträge: 1505
  • Exercitatio potest omnia->Germanys Next Top Modell
Re: Diskussion zur P-51
« Antwort #28 am: 13. Juni 2018, 09:59:28 »
Ich habe jetzt die ganzen Bemerkungen durch.
Puh

Als bekennender Nichtkenner von Flugeigenschaften usw.
kann ich nur folgendes sagen:

Es kommt auf die Maschine und den Piloten und deren Zusammenspiel an.
Es nützt dir kein guter Pilot, wenn die Maschine nix taugt.
Anders herum nützt dir auch die besten Maschine nix, wenn der Pilot damit nicht umgehen kann.

und Stärken und Schwächen hatten alle Maschinen
Es grüßt der Reinhart :santa:

Pille: Eins muss ich sagen, Sie erstaunen mich immer wieder.
Spock: Ich mich auch, Doctor.

Universalniet

  • Globaler Moderator
  • MB Superstar
  • *****
  • Beiträge: 6253
  • Marc Schimmler
Re: Diskussion zur P-51
« Antwort #29 am: 13. Juni 2018, 13:58:49 »
 :6: :P