Autor Thema:  Sd.Kfz.184 "Ferdinand"  (Gelesen 1615 mal)

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Steffen

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Re: Sd.Kfz.184 "Ferdinand"
« Antwort #15 am: 30. August 2018, 22:34:37 »
@ Wotan
"Ferdinand" und "Elefant" waren nicht das Gleiche !
Die "Ferdinand" waren noch ohne Zimmerit und ohne Bug-MG. Das stellte sich als Nachteil heraus. Die überlebenden "Ferdinand" kamen nach Unternehmen Zitadelle zur Generalüberholung zurück ins Werk und wurden umgebaut. Jetzt mit Zimmerit und Bug-MG (sowie noch weiteren Modifikationen) wurden die Fahrzeuge in "Elefant" umbenannt.
Man muss also sauber unterscheiden zwischen "Ferdinand" und "Elefant". Insofern ist Ostwinds Aussage vollkommen richtig ; es gab keine Elefant ohne Zimmerit !  ;)

Ostwind

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Re: Sd.Kfz.184 "Ferdinand"
« Antwort #16 am: 31. August 2018, 07:57:50 »
Hallo Wotan, wie mein Vorredner schon sagte Ferdinand gab es nur 1943 im Osten Schlacht um Kursk und Unternehmen Zitadelle.

Als die Schlacht vorbei war hatten sie noch 50 Ferdinand im Bestand das war August 1944.

Die wurden bei schwereren Reparaturen sporadisch ins Nibelungenwerk zurückgeführt und dort auf Level Elefant umgebaut und eingelagert.

Ab Dezember 1943 waren noch 42 Ferdinand vorhanden, AH befahl dem OKH einen Namenswechsel
der Bezeichnungen für Panzerfahrzeuge und sonstige Waffen vorzunehmen.

Nach dem Umbau gingen im Februar 1944 nur 11 Elefant zur 1 Kompanie der s.Pz.Jg.Abt.653 nach Italien,
wurden dort aber in Kriegsstärke Nachweisen immer noch als Ferdinand geführt(der Landser gewöhnt sich nur langsam an neue Namen).

Auch die letzten 31 Elefant gingen im April1944 zur 2+3 Kompanie der s.Pz.Jg.Abt.653 Nordukraine/Ostfront.

Die verbliebenen Reste aus Italien wurden im Ende Juni 1944 auch in die Nordukraine/Ostfront verlegt
also war das Gastspiel von Italien Elefant nur vier Monate.

14 Elefant überlebten den September 1944, im Oktober 1944 wurden diese dann der s.Pz.Jg.Kp.614 gegeben.

Diese hatten im Februar 1945 noch 4 Elefant, die im April 1945 mit der Kampfgruppe Ritter die dann im
Gebiet Zossen südlich von Berlin untergingen.

MfG Ostwind



« Letzte Änderung: 31. August 2018, 11:59:56 von Ostwind »

Wotan

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Re: Sd.Kfz.184 "Ferdinand"
« Antwort #17 am: 31. August 2018, 22:01:26 »

Autsch

dachte es geht nur ums Zimmerit

nicht um Panzerschieberei

auch die Frage ,,ob alle Elefanten mit Zimmerit vollständig oder nur zum Teil gestrichen waren!!!!!

Danke Ostwind......für den Aufsatz,wäre nicht Notwendig gewesen,



Grüße aus dem Bauland
  ,,Franz,,


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Ostwind

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Re: Sd.Kfz.184 "Ferdinand"
« Antwort #18 am: 01. September 2018, 08:05:22 »
Hallo Franz, Recherche ist bei so einem Thema immer wichtig schließlich sind wir nicht bei WoT. :D

Alle überholten Ferdinand und es wurden wirklich alle noch existierende Ferdinand umgebaut, hatten Zimmerit.

Selbst die Bergeferdinand (jetzt Bergeelefant) bekamen Zimmerit und ein rundumfeuer MG vom Jagdpanzer 38,
da es nur sehr wenige Fahrzeuge gab ist alles auch sehr gut dokumentiert.

Bei einem Pz.IV oder Panther wo tausende gebaut wurden, bin ich in Ausführung und Farbgebung schon etwas freier als bei diesen Exoten die nur begrenzt eingesetzt wurden.

Da es nur zwei Museumsfahrzeuge gibt , Kubinka Ferdinand und Aberdeen Elefant sind diese nicht mehr 100% im Original.

Die Amis haben den ganzen Zimmerit entfernt und alles über die Jahre verschiedendlich lackiert, selbst heute entspricht die Lackierung nicht annähernd dem Original halt Amis.

Bei den Russen nicht besser, wo es doch so gute Farbvorlagen gibt.

Ich sehe meine Bericht nicht als vergebene Liebesmühe, den nur wer viel weiss kann gute und korrekte Modelle bauen.

P.S. Ich baue auch schon 40 jahre Modelle, und habe auch mal bescheiden angefangen und viel dazugelernt.

MfG Ostwind




« Letzte Änderung: 01. September 2018, 10:18:41 von Ostwind »

Wotan

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Re: Sd.Kfz.184 "Ferdinand"
« Antwort #19 am: 01. September 2018, 10:01:26 »
Zitat
Ich baue auch schon 40 jahre Modelle, und habe auch mal bescheiden angefangen und viel dazugelernt.

meine Hochachtung

Leute mit dieser Erfahrung

aber man darf doch mal in Frage stellen,......

einige sagen so ,...andere wieder so,.....

ich war ja damals nicht dabei


Grüße aus dem Bauland
  ,,Franz,,


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Ostwind

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Re: Sd.Kfz.184 "Ferdinand"
« Antwort #20 am: 01. September 2018, 10:17:09 »
Hallo, ich sehe das in dem Forum so, das Ich hier jede mögliche Hilfe bekomme.

Ich werde jede Frage im Militär Sektor WWII wenn möglich hier beantworten.

Und Franz es hat mich sehr gefreud, dir weiterhelfen zu können.

Mensch wenn wir nur vor 40 Jahren schon Internet gehabt hätten, es gab nur wenige Bücher über unser Hobby.

MfG Ralf (Ostwind)


Steffen

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Re: Sd.Kfz.184 "Ferdinand"
« Antwort #21 am: 01. September 2018, 14:19:58 »
aber man darf doch mal in Frage stellen,......
Man darf nicht nur, man sollte sogar ! Denn selbst die erfahrensten Experten lernen ständig dazu. Würde man jedes Wort als gegeben hinnehmen, so würde der Mensch heute noch mit der Keule um den Busch rennen und Götzen anbeten. Nur Neugier, ständiges Hinterfragen und Überdenken bringt voran und macht schlauer.  ;)

einige sagen so ,...andere wieder so,.....
Ja, das ist ein leidiges Thema. Es gab und gibt Autoren, welche wild spekulieren und / oder ungeprüft Inhalte von anderen Autoren übernehmen. So hält sich mancher Nonsens hartnäckig über Jahrzehnte.
Das ist eine der Hürden beim Recherchieren, welchen Quellen kann man trauen und welche nimmt man besser nur als Fotoquelle zum angucken der Bilder (wobei nur zu oft auch die begleitenden Bildtexte inhaltlich falsch sind).
Es gibt eine Reihe Fachautoren, welche sich nur auf Primärquellen verlassen. Also Leute, welche wirklich in alten Archiven stöbern, um erhaltene Originaldokumente zu sichten bzw. auf erhaltenen Originalen herum klettern um sie penibel zu vermessen. Das sind so Fachbuchautoren wie Michael Svirin, Mikhail Kolomiets, Mikhail Baryatinskiy, Wolfgang Zimmermann, David Byrden, Scott Fraser, Neil Stokes, Hilary Louis Doyle, Thomas L. Jentz, Patrick Stansell und Kurt Laughtlin - um nur mal die Bekannteren zu nennen.
Geschrieben wird in Büchern, Heften sowie online sehr viel. Aber nur dem Wenigsten davon kann man vertrauen. Es erleichtert die Sache jedoch, wenn man die vertrauenswürdigen Autoren kennt.
Und richtig toll wird es, wenn diese Autoren sich auch online tummeln und man mit ihnen kommunizieren kann. Scott Fraser beispielsweise ist auf missing-lynx.com und armchairgeneral.com unterwegs (beides englischsprachige Foren). Wolfgang Zimmermann, David Byrden und Neil Stokes unterhalten eigene Internetseiten, über welche man sie kontakten kann.
Wie Ralf (Ostwind) schon ansprach ; durch das Internet sind uns Möglichkeiten der Informationsbeschaffung und des Austausches gegeben - es ist eine Wonne !
« Letzte Änderung: 01. September 2018, 18:50:53 von Steffen »

Ostwind

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Re: Sd.Kfz.184 "Ferdinand"
« Antwort #22 am: 01. September 2018, 17:06:59 »
Hallo Steffen, ich heiße zwar Ralf aber schwamm drüber :3:

Nein mal wieder ernst wer von uns normalos ( wenn du kein Geschichts- Professor oder vom Militär bist) hat schon Zugang zu irgendwelchen Archiven, gerade hier in Deutschland wo gerne immer noch das Mäntelchen des Vergessens darüber gelegt wird.

Also habe ich mir auch schon vor Jahrzehnten ein eigenes Archiv angeschafft, was ich regelmäßig erneuere.


Die Spreu vom Weizen zu trennen ist ein Balanceakt  der mir auch nicht immer gelingt, man hat so seine Kontakte aber die werden auch alle älter und sehen vieles durch eine rosa Brille.

Das beste war ja wieder mal der hype um diese scheiß Untertasse hier und im Net sowas gibt's ja nur in Deutschland. :7:

Wenn ich im Ausland auf Messen und Ausstellungen bin werden wir deutschen ja nur mild belächelt. :winken:

Unfehlbar bin ich natürlich auch nicht und lasse mich hier auch gerne verbessern.

So erst mal eine Briese Kleber schnüffeln  :meld: und weiter modelling machen.... :santa: :meister: :respekt:

MfG Ralf (Ostwind)

« Letzte Änderung: 01. September 2018, 17:12:04 von Ostwind »

Steffen

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Re: Sd.Kfz.184 "Ferdinand"
« Antwort #23 am: 01. September 2018, 18:57:31 »
Au, 'dammich !  8o Entschuldige bitte. Habe deinen Namen umgehend korrigiert.