Autor Thema: Flugzeuge Supermarine Spitfire Mk.I, Tamiya, 1/48  (Gelesen 3915 mal)

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PzGren

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Flugzeuge Re: Supermarine Spitfire Mk.I, Tamiya, 1/48
« Antwort #15 am: 23. August 2018, 23:39:33 »
Sieht sehr gut aus. Hab noch eine Spit in 1/72 bei mir liegen. Da schau ich gespannt zu. Besonders auf die Lackierung freu ich mich schon. Da darfst du gern seeeehr ausführlich berichten  :1:

Deine Fotos sind ja immer 1A. Besonders mit den wechselnden farbigen Hintergründen. Und dein Set-Up ist so, wie es sein soll: einfach, aber effektiv. 5D + L ist natürlich auch über alle Zweifel erhaben. Bei mir hat die Nutzung des Statives in Verbindung mit kleinerer Blende und höherer Belichtungszeit den Durchbruch gebracht. Da entsteht schnell gutes Material.

Robert

BAT21

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Re: Supermarine Spitfire Mk.I, Tamiya, 1/48
« Antwort #16 am: 26. August 2018, 13:45:11 »
Hallo zusammen,

erst mal vielen Dank fürs Lob, das motiviert dann doch für die nächsten Bauschritte.

Das Cockpit habe ich jetzt fertiggestellt.
Dafür habe ich das Instrumentenbrett und Steuerknüppel montiert, die Gurte bemalt und angeklebt und den Sitz finalisiert.
Es wurde dann doch die spätere Version aus Bakelit. DAfür habe ich den Sitz mit rotbrauner Farbe lackiert.
Ich konnte es aber nicht übers Herz bringen, die schönen Sitzpolster zu entfernen.  :2:
Diese habe ich mit Schwarz bepinselt und anschließend mit grauer Farbe trockengemalt.

So sieht das Cockpit dann aus:






Der Rumpf wurde auch schon zusammengeklebt. Das Cockpitmodul wird dann von unten an seinen endgültigen Platz geschoben.






Da ja ein Pilot einsteigen soll, muss die Cockpittür offen montiert werden.
Dafür muss am Rumpf die geschlossene Tür ausgesägt werden. Als Ersatz für die offene Klappe legt Tamiya ein separates Teil bei.




Die aufmodellierte Brechstange passt aber nicht zur Mk.I Variante. Aufs mühsame Entfernen hatte ich keine Lust - zum Glück hilft der Zubehörmarkt hier für die schnelle Lösung weiter. Ultracast liefert ein Set mit zwei frühen Türen - im Bild einmal im Rohzustand und dann schon lackiert:




Das war es für dieses Update - Danke fürs Reinschauen!

Jens  :winken:


mhase

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Re: Supermarine Spitfire Mk.I, Tamiya, 1/48
« Antwort #17 am: 26. August 2018, 21:43:55 »
Sehr gut... ein weiterer Stolperstein umschifft.... das Brecheisen kam erst später

Kleiner Tipp: Zwischen dem Schott, an dem das Kopfpolster und der Frequenzumwandler montiert ist und dem Rahmen dahintzer befindet sich im Original ein Trägerstück - direkt unter der Verglasung. Nur falls Du das ergänzen möchtest

M. 

BAT21

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Re: Supermarine Spitfire Mk.I, Tamiya, 1/48
« Antwort #18 am: 27. August 2018, 17:16:49 »
Das Trägerstück ließe sich sicherlich schnell ergänzen.
Aber: dann könnte ich die die Verglasung an der Stelle überhaupt nicht mehr montieren.
Obwohl ich das Cockpitmodul schon tiefer verklebt habe, als es die Passung zugelassen hätte, war es wohl immer noch zu hoch - die Verglasung liegt am Frequenzumwandler auf.



Das Teil scheint aber auch etwas zu breit zu sein. Da muss ich wohl mit sanfter Gewalt eine bündige Verklebung hinbekommen?



Ich werde dem Vorschlag von Tamiya folgen und das Trägerstück mit Farbe darstellen:




 :winken:

Maesi

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Re: Supermarine Spitfire Mk.I, Tamiya, 1/48
« Antwort #19 am: 27. August 2018, 19:25:10 »
Kann es sein das Dir bei dem Bauteil A14 ein Fehler unterlaufen ist? Habe mir mal den Bauplan runtergeladen und irgendwie schaut es da komplett anders aus .

M.

BAT21

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Re: Supermarine Spitfire Mk.I, Tamiya, 1/48
« Antwort #20 am: 27. August 2018, 19:46:43 »
Am Tamiya Teil habe ich die fehlenden Panzerplatten mit Eduard Ätzteilen ergänzt:



Deshalb sieht es etwas anders aus.

Maesi

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Re: Supermarine Spitfire Mk.I, Tamiya, 1/48
« Antwort #21 am: 27. August 2018, 20:04:07 »
Ah ok, Danke für den Hinweis  :P .

BAT21

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Re: Supermarine Spitfire Mk.I, Tamiya, 1/48
« Antwort #22 am: 01. September 2018, 13:20:00 »
Hallo Spitfire Freunde,

da sich der Rohbau langsam dem Ende nähert, wird es Zeit, sich Gedanken über die Lackierung zu machen.
Dafür habe ich mir dann noch einen Abziehbilderbogen von Xtradecal gekauft.
Hier finde ich aufgrund der Schwarz Weiß Unterseite die angebotene RN-N sehr interessant.



Dann gibt es aber noch ein paar Fragen:

- Wie sah der frühe Antennenmast genau aus?
- Wie verliefen die Antennen Richtung Höhenleitwerk?
- Welche Frontscheibe würde hier passen? Tamiya bietet eine dünnere und eine Variante mit dicker Panzerscheibe an...
- Wie sah die in der Anleitung erwähnte Anti-glare Platte aus?

Vielleicht kann ja die ein oder andere Frage geklärt werden?

Danke und Grüße
Jens

BAT21

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Re: Supermarine Spitfire Mk.I, Tamiya, 1/48
« Antwort #23 am: 01. September 2018, 18:09:35 »
An manchen Tagen sollte man nicht basteln...  ;(

Vorm Lackieren sind noch die Klarsichtteile zu verkleben.
Wie ich ja kürzlich schon gezeigt hatte, passt der hintere Teil der Kanzelabdeckung nur suboptimal.
Also hieß es schrittweise vorgehen. Als erstes hatte ich den rechten unteren Teil vom Klarsichtteil mit dem Rumpf verklebt.
Nach einigen Stunden Warterei, damit der Kleber aushärten kann, habe ich dann mit sanftem Druck das Teil zusammengedrückt und den linken untern Rand mit dem Rumpf verklebt.
Abschließend habe ich noch Tamiya Extrathin zwischen hinterem Rand und Rumpf laufen lassen, um das Ganze zu stabilisieren.

Ein Knackgeräusch kündigte dann an, dass die letzte Aktion eine dumme Idee war.



Jetzt habe ich zwei halbe Kanzelteile. :5: :5: :5: :5: :5: :5:
Den Rest des Abends werde ich nochmal alle Schimpfwörter Revue passieren lassen, die ich so im Laufe des Lebens schon kennengelernt habe.

 :blaw: trinken :blaw:

mumm

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Re: Supermarine Spitfire Mk.I, Tamiya, 1/48
« Antwort #24 am: 01. September 2018, 18:19:54 »
Boah, wie ärgerlich... ?(

Ich hätte eventuell noch Kanzeln von der Eduard´schen Early Spit hier..., vielleicht kannst du damit was anfangen?

Peter  :winken:

BAT21

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Re: Supermarine Spitfire Mk.I, Tamiya, 1/48
« Antwort #25 am: 02. September 2018, 12:34:22 »
Danke für die Anteilnahme und das Angebot.
Da im eigenen Lager noch diverse Eduard Bausätze schlummern, habe ich mich dort bedient - für die Spitfire Mk.IX habe ich noch einige Vacuhauben gekauft. Damit konnte ich dann erst mal ohne große Scheu zugreifen.  :pffft:

Das Eduard Teil passt auch nicht ganz, ließ sich aber ohne Bruch festkleben:



Das von Michael angesprochene Trägerstück musste ich dann doch noch nachbauen. Hier habe ich ein Streifen aus dem Ätzteilbogen geschnitten, angepasst und mit der Tamiya Cockpit Farbe bepinselt.

Bevor ich jetzt weiterklebe, nochmal die Frage: welches Teil soll ich bei der Frontscheibe nehmen?





Ich tendiere zur flachen Variante, aber vielleicht kommt ja noch der entscheidende Tipp?

 :winken:

mhase

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Re: Supermarine Spitfire Mk.I, Tamiya, 1/48
« Antwort #26 am: 02. September 2018, 16:46:39 »
Hallo Jens,

ich bringe mich mal wieder ein und hoffentlich verstehst Du das nicht als Klugscheißerei...

Das ist jetzt alle sehr speziell und ich wette, 99 von 100 Betrachtern Deines Werkes werden das nicht erkennen. Ich denke aber, dass der eine oder andere histoisch Interessierte mit liest und möchte da ein paar Dinge ergänzen.

Du siedelst deine Spitfire sehr früh an, damit sind sowohl im Inneren, als auch außen u. U. bestimmte Dinge machbar oder eben auch nicht.

Wenn man von Deiner Inneneinrichtung ausgeht, dann "kann" Mai 1940 bei der Maschine nicht sein. Die rückwärtige Panzerung kam erst ab Juni 1940, die als häufig als "Bakelitsitze" benannten Sitze (tatsächlich SRBP, d.h. Synthetic Resin Bonded Paper) kamen Mitte/Ende Mai 1940 auf. Zudem hatten die frühen Spitfires manuelle Fahrwerkspumpen, erkennbar an den Stangen rechts neben dem Sitz. Dein Modell stellt schon den späteren Rüstzustand mit hydraulischer Fahrwerkspumpe dar.

Dein Sutton-Harness ist noch nicht komplett, da fehlt das Y-förmige Teil unter den beiden Schultergurten. Dies ging m. W. über den Sitz hinter dem Sitz runter und war da fest am Rumpf, nicht Sitz, verbaut. - anders als z. Bpl. bei der Hawker Hurricane, wo dieses Teil vorne an der Sitzlehne herunter- und durch den Sitz geführt wurde.

Doch nun zu Deinen Fragen:

1.
Der Antennenmast dieser Maschine war 68cm langer Stab - hier eine gute Abhandlung über die diversen Antennenmaste:

http://spitfiresite.com/2010/04/spitfire-masts-and-aerials.html

Der Draht ging da durch und von dort aus direkt zum Seitenleitwerk

Zu dem Zeitpunkt gab es noch keine FF-Antennen, d.h. keine vom Rumpf zum Höhenleitwerk gehende Antennedrähte. Die kamen erst gegen Ende der BoB, d.h. September/Oktober 1940 zum Einbau. Auch das wird häufig falsch dargestellt

2.
Kabinenverglasung:

Panzerung möglich aber nicht zwingend, diese wurde schon früh und zur Zeit der Dünkirchen-Evakuierung nachgerüstet. Ist bei dem Bausatz nur die eine Form der Frontscheibe dabei? Ich denke da an die Form der Auflage auf den Rumpf. Bei den frühen Spitfires bis hin zum MK V (frühe Bauform) war diese in einem Bogen nach unten außen gewölbt, danach genau umgekehrt in einem Bogen nach oben.

Wichtig ist aber, dass Du die flache, nicht "aufgeblasene" Kabinenhaube nimmst, möglichst ohne den links eingebauten, ovalen "Break-Out Panel". Die erste der zwei gebräuchlichen, gewölbten Kabinenhauben kamen erst später.

3.
Anti-Glare Panel:

Ich kenne da nur einige Aufnahmen von Spitfires, die meisten sind eher von der Hurricane mit diesen Panels. Das waren schmale Metallstreifen die auf die Ölbehälterhaube parallel zu den Auspuffstutzen angeschweißt/genietet wurden. Ich würde die weglassen.

Gruß

Michael






BAT21

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Re: Supermarine Spitfire Mk.I, Tamiya, 1/48
« Antwort #27 am: 02. September 2018, 17:12:17 »
ich bringe mich mal wieder ein und hoffentlich verstehst Du das nicht als Klugscheißerei...

Hallo Michael,

ganz im Gegenteil - deshalb mache ich ja den Baubericht, nur so kann ich beim Bau Fragen stellen und dann hoffentlich mit den passenden Antworten ein halbwegs korrektes Modell bauen.
Wenn mein Cockpit nur eine Maschine ab Juni 1940 zulässt, suche ich mir eine neue Bemalungsvariante raus. Etwas Auswahl habe ich ja...  :pffft:
War ja nicht die letzte Spitfire, die Schwarz Weiß Variante wird dann mit früherem Rüststand gebaut. Die notwendigen Infos dafür habe ich jetzt ja.

Das Gurtzeug lag so im Eduard Bogen vor. Naja, mit dem Fehler werde ich jetzt leben müssen. Eine Ergänzung im eingebauten Zustand ist mir zu fummelig.


Danke für die kompetenen Hinweise.  :P

Grüße
Jens  :winken:

mhase

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Re: Supermarine Spitfire Mk.I, Tamiya, 1/48
« Antwort #28 am: 03. September 2018, 08:41:00 »
Schwarz-weiß würde auch für Juni noch passen. Die Lackierung war u. a. im Mai gebräuchlich. Nicht alle Maschinen wurden dann im Juni auf den Unterseiten umlackiert,

Insofern gab es auch schwarz-weiße im Juni/Juli

Gruß

Michael

BAT21

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Re: Supermarine Spitfire Mk.I, Tamiya, 1/48
« Antwort #29 am: 03. September 2018, 13:32:08 »
Hallo zusammen,

mittlerweile konnte ich den Rohbau abschließen. Hier gab es fast keine Probleme, nur die Tragflächengruppe wollte am vorderen und hinteren Ansatz nicht ganz passen.
Mit minimalem Spachteleinsatz war das schnell erledigt. Die Passung zwischen Rumpfseiten und Tragflächen war dagegen überragend.
Ein paar kleinere Ätzteile habe ich noch nicht verklebt. Diese würden spätestens bei der Alterung wieder abbrechen. Also werden diese bei der Endmontage angebracht.

Zeit für die Farbe: nach einigem Blättern in diversen Kagero Heften fiel  meine Wahl jetzt auf diese Spitfire:



Zum Start der Lackierung hat das Modell eine schwarze Grundierung erhalten.



Hier habe ich den OneShot Primer von Ammo verwendet. Nach einigen Einsätzen bin ich ganz zufrieden mit dem Produkt. Es hat bisher ohne Probleme funktioniert.

 :winken: