Autor Thema:  Erstellung eines Archivartikels für Airbrushanfänger  (Gelesen 4324 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

jörg

  • Gast
Erstellung eines Archivartikels für Airbrushanfänger
« Antwort #15 am: 02. September 2002, 13:57:27 »
Hi Twist, der Omega ist ein echter Kolbenkompressor, deshalb ja auch das Öl und der Wasserabscheider.
An Pistolen, versuche mal eine Evolution von Harder H&S Evolution "F"0.20 + 0.40mm, in einer gelben Schachtel/Kiste. Sehr gut, aber so um die 180.-
Aber auch Triplex Pistolen von Gabbert sind ganz ok. Benutzen viele und Zufälligerweise ich auch.
Da kann man 3 verschiedene Düsen für bekommen und das sollte unseren Bereich volkommen abdecken.
http://www.unholzer-airbrush.de/index.html
http://www.citypoint-shop.de/cgi-bin/content/index_leit1.cgi?sc=2
http://aura-shop.de/seite962.htm

Der Unholzer berät zum Beispiel klasse. Wenn Du irgendwelche Fragen hast, rufe da mal an.

So dann noch viel Vergnügen,

Abrams

  • Gast
Erstellung eines Archivartikels für Airbrushanfänger
« Antwort #16 am: 02. September 2002, 19:14:32 »
Na endlich kommt mal wieder was!


Dachte schon, dass keiner mehr Bock hat mir zu helfen. ;)



Es wäre natürlich schön, wenn noch andere was schreiben würden.

Twist

  • Gast
Erstellung eines Archivartikels für Airbrushanfänger
« Antwort #17 am: 04. September 2002, 00:16:33 »
hi Jörg, ähm meinte ich auch, Kolbenkompressor.........ich hatte zwischendurch mit mal den alten Alpha von Revell geliehen, das war ein irre lautes teil............

danke für die Tips mit der Pistole

Gruß Christian

memphis

  • Gast
Erstellung eines Archivartikels für Airbrushanfänger
« Antwort #18 am: 08. September 2002, 09:23:34 »
Ich hätt noch ne frage zu den pistolen. Zuerst wollt ich mir ne Evolution holen und dann hab ich bei Conrad die Triplex gesehn. Da hab ich ja Fließ- und Saugbecher. Das hat ja eigentlich den Vorteil das man auch mal große Flächen (Grundieren, Klarlackieren) sprühen kann. Is die Pistole denn auch gut oder bin ich besser beraten wenn ich mir die Evolution kaufe und für flächen die Revell Standard benutzte?
Womit erziehl ich die besseren Ergebnisse

Wow den Omega für 150 is nich schlecht, bei uns hat son Spielwarenladen das teil für 500DM. Die Packung is schon ziemlich verstaubt und steht bestimmt schon paar Tage in dem Laden. Muß ich mal Handeln das ich den für so 200Euro bekomme :rolleyes:

birdie

  • Gast
Erstellung eines Archivartikels für Airbrushanfänger
« Antwort #19 am: 08. September 2002, 14:56:53 »
Hallo Memphis,
kann Dir die Triplex nur allerwämstens empfehlen!!!!!
Hat überall nur sehr gute Kritiken. Habe sie gerade selber bestellt! Der Triplex-Koffer kostet bei Hobby-Kit 129,- Euro und beinhaltet die Pistole mit drei Düsensätzen ( 0,25 mm/0,35 mm/0,55 mm) sowie drei Fließbecher und einen 15 ml Saugbecher. Werde meine Evolution mit zwei Düsensätzen verkaufen (wurde nur sehr selten gebraucht). Kuck hier:  http://www.hobbykit.de

MfG
Birdie

birdie

  • Gast
Erstellung eines Archivartikels für Airbrushanfänger
« Antwort #20 am: 08. September 2002, 22:27:12 »
Meine Erfahrungen mit Farbspritzpistolen (Airbrush).

Vor über 30 Jahren kaufte ich mir die erste Farbspritzpistole (hier nachfolgend „FSP“ genannt). Ein Außenmischer von der US-Firma Binks inclusive Membrankompressor. Diese FSP mischte Luftstrom und Farbe außerhalb der FSP und war daher nur für gröbere Arbeiten geeignet. Daher legte ich mir noch eine FSP mit Innenmischung der US-Firma Badger zu. Sie entsprach etwa der heutigen Badger 200 BF mit mittlerer Düse und Saugbecher. Diese FSP besitze ich heute noch. Sie hat meine Flugzeuge in 1:72 und später die RC-gesteuerten Schiffsmodelle überlebt! Dann war über 20 Jahre Ruhe bis sie vor zwei Jahren wieder zu Ehren kam! Immer noch mit dem uralten Membrankompressor, der dann allerdings nach kurzer Zeit seinen Geist aufgab. Zu Kompressoren komme ich noch in einem späteren Bericht.

Nun zu den innen mischenden FSP. Hier gibt es zwei Typen: zum Einen die Single-Action FSP und zum Anderen die Double-Action FSP. Bei Single-Action wird bei der Betätigung der Taste die Luft freigegeben. Mit der am Ende der FSP befindlichen Rändelmutter wird die Farbemenge eingestellt. Ist diese Mutter ganz hineingedreht verschließt die Nadel von der Innenseite her die Düse und es wird keine Farbe gefördert (der Luftstrom reißt ja durch in der Düse entstehenden Unterdruck die Farbe mit). Je weiter nun die Mutter herausgeschraubt wird umso mehr Farbe tritt aus der Düse. Man muss/kann also bei dieser FSP die Farbmenge fest einstellen.

Bei den sogenannten Double-Action FSP’s hat die Tasten/Hebel-Kombination zwei Funktionen. Durch Herunterdrücken wird die Luft freigegeben und durch Zurückziehen die Farbe. Man kann hier also gleichzeitig mit einem Finger Luft- und Farbmenge regeln.

So, jetzt zu meinen Erfahrungen mit den oben genannten FSP’s. Ich kaufte mir vor ca. 1 Jahr eine Evolution vom Typ Double-Action. Ging bei normalen flächigen Tarnungen bestens. Nur eines ärgerte mich ein wenig: beim Reinigen musste jedes Mal auch die Nadel ausgebaut und gereinigt werden, da sie sonst in ihrem Lager durch getrocknete Farbe festklebte und sich dann nicht mehr bewegen ließ. Bei den Badger-FSP’s ist dies nicht nötig, hier genügt das Durchspritzen einer Ladung Verdünner zum Reinigen. Allerdings habe ich auch hier nach 10 bis 20maligem Gebrauch auch diese FSP auseinander genommen und sorgfältig gereinigt. Das gehört zur Pflege und zum langen Leben einer FSP nun Mal dazu! Zurück zum Thema Tarnungen. Als es nun an feine Flecktarnungen z.B. an einer Bf 109 E ging, bekam ich mit der Double-Action Probleme: für diese Flecktarnung muss die Farbe ja stark verdünnt und mit recht niedrigem Druck gespritzt werden. Da man hierbei sehr dicht an die Modelloberfläche geht, darf man nur wenig Farbe freigegeben. Dabei passierte es mir immer wieder, dass ich den Hebel eine Idee zu weit zurück zog und zu viel Farbe auf das Modell traf! Die Folge war ein dickerer Fleck, der dann auch noch auf Grund der dünnflüssigen Farbe vom Luftdruck manchmal sternförmig auseinander getrieben wurde! Sch….., wieder Alles versaut! Um dies in Zukunft zu vermeiden kaufte ich mir die beiden Badger 200 FSP mit Single-Action und mottete die Evolution erst einmal ein. Deshalb halte ich die Badger 200 für Airbrush-Anfänger und Leuten mit nervösem Finger (damit meine ich mich) für gut geeignet. Man kann natürlich mit einer Double-Action auch anfangen (eventuell den Hebelweg mit einem Stück Tesafilm begrenzen). Die Airbrush Aztek 470 von Testors/Faller kann auf beide Arten umgeschaltet werden! Ich mag allerdings nicht so recht die reine Plastik-FSP mit dem wabbeligen Auslöseknopf. Andere schwören aber darauf.
Zur oben abgebildeten Triplex kann ich noch nichts sagen. Sie soll eine gekoppelte Double-Action-Funktion haben. Werde zu dieser FSP aber bald was sagen können, da ich sie mir gerade bestellt habe.

MfG
Birdie

Hier folgend ein Bild der Badger 200 mit feiner Nadel und Fließbecher.

Wolf

  • The Vacuform Victim
  • Administrator
  • Lebende MB Legende
  • *****
  • Beiträge: 19161
  • Wolfgang Henrich <1/72>addicted
    • Wolfs Modellwelt
Erstellung eines Archivartikels für Airbrushanfänger
« Antwort #21 am: 08. September 2002, 22:48:08 »
Das ist ja lustig, das ist fast genau der gleiche Weg den ich gegangen bin. Binks, Badger, Aztek, Evolution.
Allerdings habe ich mir vor der Aztek noch eine Olympos gekauft....für die feinen Sachen. War aber auch nicht ganz der Hit. Außer der Binks habe ich alle anderen noch. Die Aztek mag ich garnicht....die Badger macht zur Zeit etwas Probleme und die Evolution habe ich so eingestellt dass sie schon beim Luftauslösen minimal Farbe freigibt ohne dass ich den Hebel ziehen muss.
Wer Future hat, hat noch lange keine Zukunft

birdie

  • Gast
Erstellung eines Archivartikels für Airbrushanfänger
« Antwort #22 am: 08. September 2002, 23:03:22 »
:D  Hehe Wolf, wir haben immer mehr Gemeinsamkeiten! Vom Maßstab einmal abgesehen.  :]

Birdie

Abrams

  • Gast
Erstellung eines Archivartikels für Airbrushanfänger
« Antwort #23 am: 09. September 2002, 21:16:11 »
@Birdie

Danke für den ausführlichen Bericht!! :)


Ich hab derweil auch schon mal einen Entwurf für den 1. Teil meiner Airbrushserie, nähmlich Airbrush allgemein, fertig gestellt:


Airbrush allgemein

In diesem Artikel werden die grundlegenden Fragen zu Airbrush geklärt.
In Teil 2 und 3 wird genauer auf die Geräte, das Zubehör, und das perfekte Finish bzw. den besten Lackauftrag mit Airbrush eingegangen.


Was ist Airbrush?

Airbrush ist eine Maltechnik, für die man eine Airgun benötigt. Ein Wort, die die Airgun am Trefflichsten bezeichnet ist der „Luftpinsel“. Dieses Wort kommt aus dem österreichischen und beschreibt gleich den wichtigsten Unterschied, der Airbrush von normalen Maltechniken  unterscheidet. Bei Airbrush wird nämlich nur mit Luft und Farbe gearbeitet. Airbrush ist im Prinzip nichts anderes, als das, was man z. B. in Autolackierereien macht. Durch diese Maltechnik bekommt man dünnere Farbaufträge hin, als man es mit einem normalen Pinsel schaffen kann. Dies ist natürlich im Modellbau optimal, da keine Details durch zu dicken Lack verschwinden. Außerdem hat man keinen unregelmäßigen Lackauftrag, den man vor allem bei größeren Modellen sehr gut erkennen kann.
Mit Airbrush kann man auch sehr schöne Effekte erzeugen, die ein Modell zu einem Kunstwerk machen. Airbrush ist aber auch für Künstler geeignet. So wird auch das Bodypainting oft mit Airbrush gemacht.


Wie funktioniert Airbrush?

Airbrush hat ja wie schon gesagt was mit Luft zu tun. Das ganze ist ziemlich einfach und genial zu gleich.
Die Farbe wird nämlich durch die Druckluft entweder intern(in einen „Mischraum“) oder  außen zerstäubt. Es entsteht ein Farbnebel.  Dieser Farbnebel bildet sozusagen einen Kegel; das heißt:  Le weiter man seinen Luftpinsel vom zu lackierenden Objekt entfernt, desto größere Flächen kann man lackieren. Doch mit zunehmender Entfernung, kommt auch weniger an.
Natürlich sollte man auch nicht zu nahe am Objekt sein.
Genaueres steht im 2. teil, der sich mit dem perfekten Lackauftrag und dem Finish befasst.

Wie gehe ich vor, damit ich mit meinen Luftpinsel arbeiten kann?

Bevor man mit dem Luftpinsel arbeitet wird die Farbe spritzfertig gemacht. Das heißt, dass die Farbe so stark verdünnt wird, dass sie in etwa die Konsistenz von Milch hat. Bei den Enamelfarbdöschen ist das Mischungsverhältnis laut Revell 3 Teile Farbe zu 2 Teile Verdünner. So verdünnt wird die Farbe in den entsprechenden Farbbehälter gegeben, der an den Luftpinsel angeschlossen wird. Der Luftpinsel wird vorher an die Luftzufuhr befestigt.
Nachdem man auch den Farbbehälter angeschlossen hat, drückt man den Knopf runter. Wer jetzt einen Luftpinsel mit Single-action(wird noch erklärt) hat, der kann jetzt mit dem arbeiten beginnen.
Wer einen Luftpinsel mit Double-action hat, muss erst noch den Hebel zurückziehen.

Was es mit Single-action und Double-action auf sich hat, wird später noch erklärt.


Welche Arten von Lacken kann ich verwenden?
 
Im Prinzip kann man alle Farben verwenden, die man auch ausreichend verdünnen kann, damit sie spritzfertig sind(die vorherige Frage).

Im Modellbau interessieren einen vorwiegend nur die Acryl- und Enamellacke.


Was kann ich alles mit Airbrush machen?

Mit Airbrush kann man neben normalen großflächigen Lackierungen, was man vorwiegend beim zivilen Fahrzeugmodellbau( z.B. Karosserie), auch Tarnlackierungen, spezielle Motive und Alterungseffekte(für Geübte) erzeugend.
Das ist somit der größte Teil der Lackierarbeit an einem Modell.
Doch Detailarbeiten oder auch Alterungseffekte wie Weathering und  das Trockenmalen müssen trotzdem noch mit dem Pinsel gemacht werden.  

Airbrush ist also allenfalls eine Ergänzung zum Pinsel und ersetzt ihn auf keinen Fall.

Was ist der Unterschied zwischen Double-action und Single-action?

Single-action bedeutet nichts anderes, als das man mit dem Hebel des Luftpinsels nur die Luftzufuhr(und -menge) kontrollieren kann.  Single-action findet in den einfachsten Modellen von Luftpinseln Anwendung, Weshalb man diese auch nur für großflächige Lackierungen  oder (wenn der Luftpinsel eine interne Farbmischung hat) auch für Tarnlackierungen8bei größeren) verwenden kann.

Double-action bedeutet, dass man die Luftzufuhr und die Farbzufuhr (und -menge) unabhängig voneinander mit einem Hebel regulieren kann. Dieses Regulierungssystem findet bei allen guten Luftpinseln Anwendung.



Was ist der Unterschied zwischen interner und Außenmischung?

Bei interner Farbmischung kann man den Farbstrahl durch Regulierung der Luftzufuhr  oder verstellen der Nadel oder des Sprühstrahlreglers   regulieren.

Bei Außenmischung kann man nichts verstellen sodass dies nur bei den einfachsten Luftpinseln verwendet wird.


Was ist der Unterschied zwischen gravity-feed und bottom-feed ?

Gravity-feed  heißt, dass die Farbe durch die Gravitationskraft in die Mischungskammer fließt
Hiermit kann an feinste mengen versprühen.
Dies findet man blos in den hochwertigsten teuersten Luftpinseln.

Bottom-Feed bedeutet, dass die Farbe durch einen Unterdruck, der in der Mischkammer durch die strömende Luft erzeugt wird, angesaugt wird.
Dies findet in den meisten mittelmäßigen bis guten Luftpinseln Anwendung.



Jetzt kritisiert mich mal bis ich sauer werde. ;)  :D

Wolf

  • The Vacuform Victim
  • Administrator
  • Lebende MB Legende
  • *****
  • Beiträge: 19161
  • Wolfgang Henrich <1/72>addicted
    • Wolfs Modellwelt
Erstellung eines Archivartikels für Airbrushanfänger
« Antwort #24 am: 13. September 2002, 10:56:46 »
"Luftpinsel" kommt aus dem österreichischen....hmmm...wie heißt das denn dan auf deutsch?  ;)
Wer Future hat, hat noch lange keine Zukunft

birdie

  • Gast
Erstellung eines Archivartikels für Airbrushanfänger
« Antwort #25 am: 06. Oktober 2002, 10:07:02 »
Hey Abrams,
hier scheinen nun wohl auch die "Kritiken" und Ergäzungen zu Deinem obigen Beitrag verschwunden zu sein! Richtig? Denn es gibt Einiges, was da oben nicht ganz richtig ist. Muß wieder neu schreiben?

Birdie

Abrams

  • Gast
Erstellung eines Archivartikels für Airbrushanfänger
« Antwort #26 am: 07. Oktober 2002, 16:37:25 »
Jaja, ich weiß blos nicht mehr was da genau stand. Auch wenn ich noch Ungefähres weiß.

Seal301

  • Gast
Erstellung eines Archivartikels für Airbrushanfänger
« Antwort #27 am: 13. Oktober 2002, 15:42:31 »
Wann is n dat unjfähr fedich?

Abrams

  • Gast
Erstellung eines Archivartikels für Airbrushanfänger
« Antwort #28 am: 14. Oktober 2002, 14:22:42 »
@seal

Die Fehler werd ich bis Mittwoch korrigerien und dann  am selben Tag ins Archiv stellen.  Danach kommt Teil 2.

Abrams

  • Gast
Erstellung eines Archivartikels für Airbrushanfänger
« Antwort #29 am: 16. Oktober 2002, 14:29:13 »
Hier die korrigierte Fassung, die auch im Archiv steht :


In diesem Artikel werden die grundlegenden Fragen zu Airbrush geklärt.
In Teil 2 und 3 wird genauer auf die Geräte, das Zubehör, und das perfekte Finish bzw. den besten Lackauftrag mit Airbrush eingegangen.


Was ist Airbrush?  

Airbrush ist eine Maltechnik, für die man eine Airgun benötigt. Ein Wort, die die Airgun am Trefflichsten bezeichnet ist der „Luftpinsel“. Dieses Wort kommt aus dem österreichischen und beschreibt gleich den wichtigsten Unterschied, der Airbrush von normalen Maltechniken  unterscheidet. Bei Airbrush wird nämlich nur mit Luft und Farbe gearbeitet. Airbrush ist im Prinzip nichts anderes, als das, was man z. B. in Autolackierereien macht. Durch diese Maltechnik bekommt man dünnere und gleichmäßigere Farbaufträge hin, als man es mit einem normalen Pinsel schaffen kann. Dies ist natürlich im Modellbau optimal, da keine Details durch zu dicken Lack verschwinden bzw. „absaufen“ und die Lackoberfläche mit dem Auge erkennbar schön gleichmäßig ist.
Nur mit einem Luftpinsel kriegt man die weichen Farbübergänge bei vorbildgemäßer Tarnung hin.
Mit Airbrush kann man auch sehr schöne Effekte erzeugen, die ein Modell zu einem Kunstwerk machen. Airbrush ist aber auch für Künstler geeignet. So wird auch das Bodypainting oft mit Airbrush gemacht.


Wie funktioniert Airbrush?  

Airbrush hat ja wie schon gesagt was mit Luft zu tun. Das ganze ist ziemlich einfach und genial zu gleich.
Die Farbe wird nämlich durch die Druckluft entweder intern(in einen „Mischraum“) oder  außen zerstäubt. Es entsteht ein Farbnebel.  Dieser Farbnebel bildet sozusagen einen Kegel; das heißt:  Le weiter man seinen Luftpinsel vom zu lackierenden Objekt entfernt, desto größere Flächen kann man lackieren. Doch mit zunehmender Entfernung, kommt auch weniger an.
Natürlich sollte man auch nicht zu nahe am Objekt sein.
Genaueres steht im 2. teil, der sich mit dem perfekten Lackauftrag und dem Finish befasst.

Wie gehe ich vor, damit ich mit meinen Luftpinsel arbeiten kann?

Bevor man mit dem Luftpinsel arbeitet wird die Farbe spritzfertig gemacht. Das heißt, dass die Farbe so stark verdünnt wird, dass sie in etwa die Konsistenz von Milch hat. Bei den Enamelfarbdöschen ist das Mischungsverhältnis laut Revell 3 Teile Farbe zu 2 Teile Verdünner. So verdünnt wird die Farbe in den entsprechenden Farbbehälter gegeben, der an den Luftpinsel angeschlossen wird. Der Luftpinsel wird vorher an die Luftzufuhr befestigt.
Nachdem man auch den Farbbehälter angeschlossen hat, drückt man den Knopf runter. Wer jetzt einen Luftpinsel mit Single-action(wird noch erklärt) hat, der kann jetzt mit dem arbeiten beginnen.
Wer einen Luftpinsel mit Double-action hat, muss erst noch den Hebel zurückziehen.

Was es mit Single-action und Double-action auf sich hat, wird später noch erklärt.


Welche Arten von Lacken kann ich verwenden?
 
Im Prinzip kann man alle Farben verwenden, die man auch ausreichend verdünnen kann, damit sie spritzfertig sind(die vorherige Frage).

Im Modellbau interessieren einen vorwiegend nur die Acryl- und Enamellacke.


Was kann ich alles mit Airbrush machen?

Mit Airbrush kann man neben normalen großflächigen Lackierungen, was man vorwiegend beim zivilen Fahrzeugmodellbau( z.B. Karosserie), auch Tarnlackierungen, spezielle Motive und Alterungseffekte(für Geübte) erzeugend.
Das ist somit der größte Teil der Lackierarbeit an einem Modell.
Doch Detailarbeiten oder auch Alterungseffekte wie Weathering und  das Trockenmalen müssen trotzdem noch mit dem Pinsel gemacht werden.  

Airbrush ist also allenfalls eine Ergänzung zum Pinsel und ersetzt ihn auf keinen Fall.  

Was ist der Unterschied zwischen Double-action und Single-action?

Bei Luftpinseln mit Single-Action(engl. Auf deutsch: 1 Aktion bzw. Funktion) wird durch Niederdrücken des Auslöseknopfes nur die Druckluft freigegeben. Die Farbmenge wird durch Verstellen einer Rändelmutter am LP-Ende reguliert. Sie kann hier sozusagen fest eingestellt, aber auch wärend des Spritzvorganges verstellt werden. Diese Luftpinsel sind für großflächige aber auch für feine Arbeiten gedacht.


Double-action(engl. Auf deutsch: 2 Aktionen bzw. Funktionen) bedeutet, dass man die Luftzufuhr und die Farbzufuhr (und -menge) unabhängig voneinander mit einem Hebel regulieren kann.
Durch Drücken des Auslöseknopfes wird die Luftzufuhr und durch Zurückziehen die Farbmenge reguliert. Dieses System findet bei den meisten Luftpinseln seine Anwendung.
 

Es gibt aber noch Luftpinsel mit einem anderen Double-action System, dem gekoppelten Double-Action system. Hier wird nur durch Zurückziehen des Knopfes Luft- und Farbmenge proportional gemeinsam reguliert, dies ist die sogenannte "gekoppelte Doppelfunktion mit Vorluft".



Was ist der Unterschied zwischen interner und Außenmischung?


Bei interner Farbmischung geschieht das Zusammenführen von Luft und Farbe im Inneren des Luftpinsels. Luft und Farbe treten gemeinsam aus der Düse aus.

Bei der Außenmischung werden Luft und Farbe durch zwei Düsen getrennt geführt und werden außerhalb des LPs zusammengeführt. Die Farbmenge wird hier durch das Verstellen der Farbdüse reguliert. Feinste Arbeiten sind mit diesem LP-Typ nicht möglich.



Was ist der Unterschied zwischen gravity-feed und bottom-feed ?

Gravity-feed  heißt, dass die Farbe durch die Gravitationskraft in die Mischungskammer fließt
Hiermit kann an feinste mengen versprühen.


Bottom-Feed bedeutet, dass die Farbe durch einen Unterdruck, der in der Mischkammer durch die strömende Luft erzeugt wird, angesaugt wird.





Weiter gehts dann mit teil 2