Autor Thema:  Baubericht der Bismarck 1:200 - Wellenhose für den mittleren Antrieb  (Gelesen 16599 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

MarkusB

  • Gast
Möchte hier mal meinen Baufortschritt vorstellen.

Nachdem ich mich erst letzte Woche entschlossen hatte, die Bismarck zu bauen und mir die Ausgaben 1 - 7 bei ebay besorgt habe und mir im Baumarkt meines Vertrauens eine Helling und noch ein bischen Werkzeug besorgt hatte, konnte ich loslegen.


Kiellegung war am 30. Oktober 2006 um 12:32 Uhr

Hier noch einige Details

Fixierung der Bodenplatte
 :arrow: Fixierung des Bugkiels
Den Bugkiel habe ich mittels zweier Winkel aus Sperrholz fixiert

Mit den Baustufen 1 - 8 war ich dann Gestern fertig und nachdem ich die Ausgabe 9 auch schon hatte konnte ich gleich weiterbauen.



Das Bild zeigt Baustufe 9 direkt nach dem Einbau der Teile. Begonnen habe ich mit dem Spant 43/A den ich nach hinten zu Spant 41 (Ausgabe 8 ) mit den beiden Seitenholmen (49) und Winkeln ausrichtete. Die beiden Seitenholme nur einsetzen und noch nicht verkleben. Die Seitenholme habe ich unter Zuhilfenahme von Spateln (2 Spatel habe ich zu einem T-Träger verleimt) ausgerichtet. Nach 3 Stunden Wartezeit habe ich dann die Seitenholme wieder entfernt und den Spant 44/A eingeklebt. Ausgerichtet wurde er wieder mit den Seitenholmen und Winkeln. Nachdem der Leim von Spant 44/A getrocknet war, habe ich die Seitenholme eingeklebt und den Spant 45/A von unten eingeklebt. Damit er nicht nach unten rausrutscht habe ich ihn abgestützt.

Hier das Ergebnis

Die Halterung für das Ruderservo (Bauteil47) sowie die Verstärkungen (Bauteile 46 und 48 ) habe ich noch nicht verarbeitet

Hier ein Bild mit Stevenrohren (4 mm Messingrohre) Das Stevenrohr für den mittleren Antrieb werde ich erst einbauen, wenn das entsprechende Formteil geliefert wird, dann ist auch die genaue Position bekannt.  

Hier noch Bilder des jetzigen Bauzustandes (die Nächte waren verdammt kurz)



Zur Kontrolle der Genauigkeit habe ich den äusserten Punkt jedes Spantes auf die Helling übertragen und die Aussenkontur nachgezeichnet.

Prompt war auch Spant 40 aussermittig eingeklebt , der Rest ist ok.

Die Reparatur von Spant 40 war nach 1,5 Stunden erledigt .

Bis zur Ausgabe 10 werde ich jetzt die Decksbalken einbauen und dann hoffe ich, werden auch die Nächte wieder länger. Hat auf alle Fälle einen mordmäßigen Spass gemacht.

JoBu

  • Gast
Baubericht der Bismarck 1:200 - Wellenhose für den mittleren Antrieb
« Antwort #1 am: 04. November 2006, 20:24:12 »
Hallo Markus !
Deinen Baubericht finde ich gut , auch die dazu passenden Bilder. Ich selbst habe sehr spät mit dem Abo angefangen und bin erst mit Bauabschnitt 3 fertig . In den nächsten Tgaen müßten wieder Teile kommen.

Gruß JoBu    IG  MTRA

Tormentor

  • MB Großmeister
  • ******
  • Beiträge: 4100
Baubericht der Bismarck 1:200 - Wellenhose für den mittleren Antrieb
« Antwort #2 am: 08. November 2006, 03:20:32 »
Schöne Idee mit den Metallwinkeln am Heck. Werde ich auch so machen, da ich schon gehört habe das es da bei der Montage etwas tricky sein soll. Freu mich über die Bildergröße !

 :winken:

KaLeu Frank

  • Gast
Baubericht der Bismarck 1:200 - Wellenhose für den mittleren Antrieb
« Antwort #3 am: 08. November 2006, 12:59:27 »
Hallo Markus,

schöne Darstellung und saubere Arbeit. Bin gespannt wann es weiter geht.

Gruß Frank :winken:

MarkusB

  • Gast
Baubericht der Bismarck 1:200 - Wellenhose für den mittleren Antrieb
« Antwort #4 am: 09. November 2006, 14:56:47 »
Wer die Baustufen 1 - 9 erfolgreich gemeistert hat, dürfte mit der Ausgabe 10 keine Probleme haben.


Als erstes werden die beiden Seitenholme (Bauteil 50) angepasst. Die Seitenholme sollten leicht und ohne Verspannungen in die richtige Position gebracht werden können und werden, wenn alles passt, verleimt. Zum ausrichten der Seitenholme benutze ich wieder die T-Träger aus Spateln   Das Ganze muß nun 3 Stunden trocknen.

In der Zwischenzeit habe ich die vordere Stützwand (Bauteil 56) eingeklebt und die beiden hinteren Stützwände (Bauteil 57) mit kleinen Winkeln versehen, um die Klebefläche am Kielspant zu vergrößern. Bitte auf die beiden abgeschrägten Seiten achten (rote Kreise) und die Winkel an der richtigen Seite ankleben.

Nachdem die Seitenholme soweit fest waren, habe ich die Decksbalken und die dazugehörigen Verstrebungen angepasst. Alle Teile müssen ohne Verspannungen zusammen passen, insbesondere das Bauteil 54 muß auf allen Decksbalken aufliegen und darf nicht wippen. Wenn alles passt werden die Teile zusammengeklebt und zum trocknen beschwert. Danach heißt es warten. Das Ergebnis sieht dann so aus .

Abweichend vom Bauplan habe ich die beiden kleinen Spanten (Bauteil 51) erst eingeklebt, nachdem das Decksgerüst eingebaut war. So konnte der Spant in der richtigen Position verleimt werden .

Als letztes werden die beiden hinteren Stützwände (Bauteil 57) eingeklebt .

Das Heck sollte nach Abschluß der Arbeiten so aussehen  

Nachdem das Spantengerüst jetzt soweit fertig ist, gehts in ein paar Tagen mit dem Straken und Beplanken weiter.

K 181

  • Gast
Baubericht der Bismarck 1:200 - Wellenhose für den mittleren Antrieb
« Antwort #5 am: 09. November 2006, 23:07:05 »
Moin

Klasse Bericht!
Ich freue mich schon auf das Monatsende.
Dann trifft das Heck auch bei mir ein, habe heute beim Verlag angerufen und nebenbei erfahren das die nächste Lieferung um den 28 kommen wird!

Gruß
Hendrik

MarkusB

  • Gast
Baubericht der Bismarck 1:200 - Wellenhose für den mittleren Antrieb
« Antwort #6 am: 10. November 2006, 18:49:50 »
@All

Danke für die Blumen :1:

MarkusB

  • Gast
Baubericht der Bismarck 1:200 - Wellenhose für den mittleren Antrieb
« Antwort #7 am: 17. November 2006, 17:49:25 »
Als Vorbereitung für das Beplanken des Rumpfes, habe ich die Spanten gestrakt.

Was soll durch das Straken der Spanten erreicht werden?

Durch das Straken werden die Spanten an den Kurvenverlauf der Aussenhaut angepasst.

Warum sollte man sich diese Arbeit machen?

Durch das Straken der Spanten legen sich die Leisten besser an die Spanten an. Das ist zum einen gut für die Festigkeit des Rumpfes, die Klebefläche Spant/Leiste wird wesentlich vergrößert und zum anderen gut für den Kurvenverlauf des Rumpfes. Würde man die Spanten nicht Straken, wäre die Auflagefläche Spant/Leiste punktförmig und damit auch die Klebefläche entsprechend klein. Der Kleber müsste also einen relativ großen Spalt überbrücken, was der Festigkeit nicht zuträglich ist. Ausserdem stimmt der Kurvenverlauf des Rumpfes nicht.

Zur Erklärung habe ich eine kleine Zeichnung angefertigt (Die Maße des Bildes sind frei erfunden). Hier kann man sehr gut erkennen, was das Straken bewirkt. Ohne straken würde die Aussenhaut des Rumpfes der roten Linie entsprechen (P1 = Breite des Heckspantes (Spiegel), wurde lt. Bauplan auf das richtige Maß gebracht). Der Rumpf wäre zu breit und die Auflagefläche der Leiste auf dem Spant sehr klein. Nach dem Straken (die grün gezeichneten Flächen wurden entfernt) verläuft die Aussenhaut entlang der blauen Linie. Der Rumpf hat die richtige Breite und die Auflagefläche und damit auch die Klebefläche ist optimal.

Für das Straken der Spanten habe ich mir ein kleines Werkzeug gebastelt.

  Ich habe mir aus 3 Balsaholzstreifen (1 mm stark) einen flexiblen Schleifklotz gebastelt. Auf die Streifen habe ich mit Doppelklebeband Schleifpapier für Holz geklebt. Ich verwende dieses Werkzeug deshalb, weil sich dieser Schleifklotz wunderbar dem Kurvenverlauf der Spanten anpasst .

Während des Strakens war das Spantengerüst auf der Helling festgemacht, so daß ich nur den oberen Teil der Spanten bisher gestrakt habe, der untere Teil wird später bearbeitet.

MarkusB

  • Gast
Baubericht der Bismarck 1:200 - Wellenhose für den mittleren Antrieb
« Antwort #8 am: 17. November 2006, 17:52:33 »
Nach dem Straken der Spanten habe ich mit dem Beplanken des Rumpfes begonnen. Da die Leisten versandbedingt nur 248 mm lang sind habe ich beschlossen die zum Bausatz gehörenden Leisten nicht zu verwenden. Ideal wären Leisten mit einer Länge von 125 cm da dann kein Stoß vorhanden wäre, mit den gelieferten Leisten ergeben sich 4 Stöße und damit wird der Strak auch viermal unterbrochen. Das kann unter Umständen viel Arbeit bedeuten (spachteln, schleifen, spachteln .....). Da ich unnötige Arbeit hasse wie der Teufel das Weihwasser, habe ich mir die Leisten zum beplanken selber geschnitten.

Als Material dafür habe ich 2 mm starke Balsaholzbretter in 6 mm breite Streifen gesägt. Ich habe Leisten in den Längen 70 cm und 60 cm hergestellt, so daß sich nur ein Stoß ergibt. Den Stoß der Leisten habe ich auf die Spanten 4 und 6 gelegt, da hier die Krümmung der Aussenhaut am geringsten ist. Ausserdem wird durch den Versatz des Stoßes die Beplankung stabiler. An die beiden Spanten habe ich links und rechts Verstärkungen aus 6 mm starken Balsaholz geklebt und die Verstärkung gestrakt. Die Stöße der Leisten sehen jetzt so aus .

Die Beplankung habe ich so wie in der Bauanleitung begonnen und in Richtung Heck bisher 3 Leisten angebracht und in Richtung Bug 5 Leisten. Zum beplanken habe ich die Helling auf die Seite gestellt und kann so die Leisten bequem anbringen. Zuerst zeichne ich die Leistenbreite an (siehe Pfeil), danach wird auf den Spant Leim (Ponal Super 3) aufgebracht , ebenso werden die Leisten zueinander verklebt. Fixiert werden die Leisten mit Stecknadeln und wenn notwendig mit Tesakrepp. Hervorquillender Leim wird entfernt. Den Überstand am Heck habe ich mit Tesakrepp so fixiert, als ob noch ein weiterer Spant vorhanden wäre. Dadurch verlaufen die Leisten zwischen den Spanten 45 und 41 entsprechend dem Strak. Der Überstand wird dann später entfernt.

Das Ergebnis sieht man hier:    

MarkusB

  • Gast
Baubericht der Bismarck 1:200 - Wellenhose für den mittleren Antrieb
« Antwort #9 am: 26. November 2006, 10:20:40 »
Mit der Ausgabe 12 gab es ausser Leisten für die Beplankung auch weitere Bauteile für die Decksauflage (Bauteil 19/c und 04/c) und Verstärkungen (Bauteile 58, habe ich nicht verarbeitet).

Als erstes musste ich feststellen, daß ich die Verklebung zwischen Decksbalken und Decksleisten zu früh mit Leim verstärkt habe und durfte erstmal den Leim entfernen. Dazu habe ich ein kleines Schnitzmesser verwendet, das aus einem Satz der Firma Lux stammt. Mit dem Schnitzmesser lässt sich der Leim wunderbar aus den Ecken entfernen. Nachdem der Leim und die Überstände der Leisten entfernt waren, war das verkleben der neuen Decksbalken kein Problem. Hier die neuen Decksbalken an Ort und Stelle . Die Verstärkungen (Bauteile 58 ) habe ich nicht verarbeitet.

Nachdem die beiden Decksbalken verarbeitet waren, habe ich die Arbeit am Rumpf fortgesetzt und weitere Leisten angebracht. Die Arbeit ging ohne Probleme bis ich am Bug in den Bereich des Wulstes kam und ich erkennen musste, daß die Leisten nicht so wollten wie ich. Also suchte ich nach einer neuen Lösung und entschloß mich den Bugwulst mit kleineren Leisten 120x3x1 mm zu beplanken. Also flugs Leisten zugeschnitten und Verstärkungen im Bugbereich angebracht.

Als erstes habe ich an Spant 29 beiderseits aus 6 mm Balsaholz Verstärkungen angeklebt und danach zwischen den Spanten noch aufgefüttert , damit die dünnen Leisten sich nicht durchbiegen können. Das Balsaholz zwischen den Spanten habe ich nicht am Kielspant verleimt, damit später noch das G4 bis ganz nach unten laufen kann. Während die Verleimung der Verstärkungen trocknete habe ich auf den Kielspant eine Leiste geklebt. Sobald der Leim trocken war habe ich die Verstärkungen an die Spanten angepasst .

Jetzt wurden die Spanten und Verstärkungen mit Leim eingestrichen und die kleinen Leisten in 2 Lagen aufgebracht. Mit Leim habe ich dabei nicht gespart. Bis der Leim trocken war, habe ich die Leisten mit Krepp fixiert. Hier ist das Resultat meiner Arbeit zu sehen .

Hier noch Bilder vom aktuellen Stand der Beplankung


MarkusB

  • Gast
Baubericht der Bismarck 1:200 - Wellenhose für den mittleren Antrieb
« Antwort #10 am: 26. November 2006, 10:32:11 »
Da ich den Kielspant im Heck so eingebaut habe wie Amati das in der Bauanleitung beschrieben hat, muß ich den Platz für das Stevenrohr des mittleren Antriebs noch schaffen bevor die Beplankung des Hecks zu weit fortgeschritten ist.

Als erstes habe ich den Mittelpunkt für die Bohrung an Spant 43/a festgelegt. Dabei bin ich folgendermaßen vorgegangen:

Zuerst habe ich die Stevenrohre (4 mm Messingrohre) für die äußeren Antriebe mittels Krepp fixiert und eine Holzleiste quer über die Stevenrohre gelegt . Somit ist der mittlere Antrieb 2 mm tiefer als die beiden äusseren Antriebe.
Als nächstes habe ich an Spant 43/a die Mittellinie gezogen . der Mittelpunkt war damit ermittelt und ich konnte ein Loch von 8 mm bohren . Zum bohren des Loches habe ich einen Holzbohrer mit Zentrierung verwendet.



Wird fortgesetzt.

Talisker

  • BOFH
  • MB Gigant
  • *****
  • Beiträge: 2045
Baubericht der Bismarck 1:200 - Wellenhose für den mittleren Antrieb
« Antwort #11 am: 26. November 2006, 12:31:28 »
@MarkusB

ich war mal so frei und habe die Fragmente in einem Baubericht/Thread zusammengefaßt.
Du kannst den Thread-Titel jederzeit anpassen wenn Du eine neue Ausgabe vorstellst ;)

:winken:
Talisker

uman 9te

  • MB Experte
  • **
  • Beiträge: 423
Baubericht der Bismarck 1:200 - Wellenhose für den mittleren Antrieb
« Antwort #12 am: 26. November 2006, 12:54:16 »
:P
bist ja schon bald fertig.
gruß uman

MarkusB

  • Gast
Baubericht der Bismarck 1:200 - Wellenhose für den mittleren Antrieb
« Antwort #13 am: 26. November 2006, 17:19:21 »
@uman

Naja, da seh ich noch jede Menge Arbeit. Aber es geht vorwärts. :6:

MarkusB

  • Gast
Baubericht der Bismarck 1:200 - Wellenhose für den mittleren Antrieb
« Antwort #14 am: 27. November 2006, 23:37:21 »
Jetzt geht's ans Eingemachte.

Während des Anzeichnens was alles entfernt werden muß, habe ich gegrübelt, ob ich nur einen Spalt in den Kielspant (Bauteile 36 und 37) reinsägen oder gleich alles entfernen sollte. Nach kurzem Abwägen entschloß ich mich zu einer Totaloperation. Nachdem ich alles gekennzeichnet hatte (alles was blau ist, muß weg), habe ich meinen Feinbohrschleifer FBS/230E (nennt sich wirklich so) aus dem Hause Proxxon (wer ein ähnliches Gerät aus dem Hause Dremel hat kann natürlich das benutzen ;) ) ein Sägeblatt aus Federstahl eingespannt und los gings. Für manche Stellen habe ich aber doch auch mit einer selbstgebastelten Säge handanlegen müssen. Nach einer Stunde Arbeit und diversen Flüchen (bin manchmal selbst erstaunt, über was für ein Repertoire ich diesbezüglich verfüge) war die Operation dann erledigt und der Kielspant um einiges kleiner und das Rumpfinnere im Heckbereich wesentlich geräumiger .

Im nächsten Arbeitsgang mussten noch die Kanten geglättet werden und hier ist das Ergebnis zu sehen . Naja, einen Schönheitspreis werde ich nicht gewinnen, aber die Alpen sind weg und dem freien Blick auf das Mittelmeer steht nichts mehr im Wege.

Hier noch ein Bild mit den Maßen für meinen Rumpf

Die Stabilität des Rumpfes hat nicht gelitten. Wer es so machen will, sollte auf alle Fälle einige Planken im Heckbereich verarbeitet haben, denn nur so ist das Spantengerüst stabil genug, um die Sägearbeiten gut zu überstehen.

Hier das Werkzeug, das zum Einsatz kam:

Feinbohrschleifer FBS 230/E mit dem Sägeblatt und den Schleifaufsätzen

Eigenbausäge Auf dem ersten Bild sind die Einzelteile zu sehen und auf dem zweiten Bild der Zusammenbau.