Autor Thema:  Baubericht der Bismarck 1:200 - Wellenhose für den mittleren Antrieb  (Gelesen 16594 mal)

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rubberduck66

  • MB Stammgast
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Baubericht der Bismarck 1:200 - Wellenhose für den mittleren Antrieb
« Antwort #15 am: 30. November 2006, 20:48:29 »
Hallo Markus ....

ich bewundere deinen Mut ...
Aber bin mir sicher, dass du weißt, was du tust .....  :respekt:  :respekt:

Viele Grüße

Markus

 :winken:

K 181

  • Gast
Baubericht der Bismarck 1:200 - Wellenhose für den mittleren Antrieb
« Antwort #16 am: 06. Dezember 2006, 22:16:53 »
Moin

Das ist eine gute Idee mit der Eigenbausäge :P
Werde mir morgen auch mal sowas bauen. Ich muss dann nur warten bis 8- 11 mal eintrudeln.

Gruß
Hendrik

MarkusB

  • Gast
Baubericht der Bismarck 1:200 - Wellenhose für den mittleren Antrieb
« Antwort #17 am: 10. Dezember 2006, 21:36:24 »
Nachdem ich das von Amati gelieferte Formteil für den mittleren Antrieb in Händen hielt, ist mir erstmal die gute Qualität aufgefallen. Trotzdem habe ich mich dazu entschlossen hier einen anderen Weg zu gehen: Ich forme das Bauteil ab und laminier meine eigene Wellenhose.

Als erstes habe ich das Formteil mit PVA-Trennlack eingestrichen. Dieser Trennlack dient als Trennschicht zwischen der Oberfläche des abzuformenden Teil und dem aufgetragenen Harz. Wer will kann das Formteil auch noch einwachsen. Nachdem der Trennlack getrocknet war, die benötigten Gewebeteile (Glas und CFK) zuschgeschnitten und Harz und Härter gemischt waren, ging es flugs an laminieren. Nach 30 Minuten war das Werk vollbracht und das Formteil wurde zum trocknen beiseite gelegt.

24 Stunden später, das Resultat:

Noch unbearbeitet

Die Ränder beschnitten  

Die noch unbearbeitete Form

Kleine Löcher und Kratzer wurden gespachelt und verschliffen [20ab] (erkennbar an den weißen Punkten).

Leider habe ich vergessen, Bilder des neuen Formteils in der Form zu machen.

Habe also nur Bilder des ausgeformten Teils

Das neue Teil besteht aus CFK und Aramidgewebe und wiegt 10 gr (mein Original 46 gr). Anpassen an den Rumpf werde ich das Formteil erst, wenn von Amati mehr Informationen gekommen sind.

Hier das Formteil von Amati und das selbstgemachte nebeneinander

Tja, die Form hat's leider nicht überlebt Der grobe Umgang mit der Form war leider nötig, sonst hätte ich das neue Formteil nicht ausformen können.


Hier noch der momentane Stand der Beplankung:      

v8maschine

  • Gast
Baubericht der Bismarck 1:200 - Wellenhose für den mittleren Antrieb
« Antwort #18 am: 12. Dezember 2006, 18:20:31 »
hallo Markus,
super Sache das mit der Wellenhose, aber warum die Arbeit? wegen den 36g Gewicht ?(  ?(  ?(

MarkusB

  • Gast
Baubericht der Bismarck 1:200 - Wellenhose für den mittleren Antrieb
« Antwort #19 am: 12. Dezember 2006, 19:14:11 »
Weils mir einfach Spaß gemacht hat und darin sehe ich den Sinn von Modellbau, es soll Spaß machen. Ausserdem brauche ich keine überlangen Bohrer kaufen und komme auch von oben an die mittlere Welle.

ThorstenZ1969

  • Gast
Baubericht der Bismarck 1:200 - Wellenhose für den mittleren Antrieb
« Antwort #20 am: 12. Dezember 2006, 20:33:33 »
Hallo,

erstmal muß ich zugeben das ich absolut neu auf dem Gebiet des Holzmodellbau bin und die BS somit mein erstes Schiff ist. Vielleicht das falsche Modell aber ich will da durch und bis jetzt hats ganz gut funktioniert.
Jetzt hab ich mir als Neuling mal Gedanken um den mittleren Antrieb gemacht.

Frage: muß man da so viel raussägen? Geht das nicht auch irgendwie das man die Antriebswelle über ein Kardangelenk umleitet? Hab das mal so mit meinem Lego-Technik Kasten ausprobiert. Und: muß man für jede Welle einen eigenen Motor benutzen? gehts nicht auch irgendwie  mit 1 kräftigen und Zahnrädern?

wäre mal schön diesbezüglich was von euch zu hören.
Ansonsten: weiterhin frohes Schaffen. Bin mal gespannt wann die Teile 12-15 ins Haus flattern.

v8maschine

  • Gast
Baubericht der Bismarck 1:200 - Wellenhose für den mittleren Antrieb
« Antwort #21 am: 12. Dezember 2006, 20:45:47 »
@Markus
das erklärt und rechtfertigt natürlich den Aufwand :8:

@Torsten
ist alles schon mal durchdiskutiert worden mit Getrieb, etc. und als zu aufwendig verworfen. drei Motoren und  :santa:

MarkusB

  • Gast
Baubericht der Bismarck 1:200 - Wellenhose für den mittleren Antrieb
« Antwort #22 am: 12. Dezember 2006, 21:33:08 »
Zitat
Original von ThorstenZ1969.... snip ....Frage: muß man da so viel raussägen? Geht das nicht auch irgendwie das man die Antriebswelle über ein Kardangelenk umleitet? Hab das mal so mit meinem Lego-Technik Kasten ausprobiert.


Du musst natürlich nicht so viel entfernen wie ich, ein 10 bis 15mm breiter Schlitz von Spant 43/A bis zum Ende des Kiels (vom Heck in Richtung Bug) würde auch reichen. Ein Kardangelenk bedeutet eine höhere Reibung und ein zusätzliches Verschleißteil. Am einfachsten ist es den Motor direkt mit der Antriebswelle zu verbinden.

Zitat
Original von ThorstenZ1969.... snip ....Und: muß man für jede Welle einen eigenen Motor benutzen? gehts nicht auch irgendwie  mit 1 kräftigen und Zahnrädern?


Man muß nicht, aber es hat auch Vorteile. Je nach Fernsteuerung, kannst du die Drehzahl für jeden Motor regeln bzw. mit anderen Funktionen beeinflussen, was die Kurvenfahrt (der kurveninnere Motor dreht langsamer) erheblich erleichtern kann. Mit einem Motor der über ein Getriebe alle 3 Wellen antreibt, nimmst du dir jede Option. Mal abgesehen davon, daß ein Getrieb etwas laut werden und verschleißen kann.

body

  • Gast
Baubericht der Bismarck 1:200 - Wellenhose für den mittleren Antrieb
« Antwort #23 am: 29. Januar 2007, 16:19:01 »
hallo markus,

auch von mir ein supi lob  für deine baubeschreibung und für die bilder :P  :klatsch: !! die bismarck ist mein erstes größeres objekt und deine anleitung find ich absolut informativ!! ich möchte ja meine bismarck auch auf große fahrt schicken und natürlich braucht sie ja dann unbedingt einen dritten antrieb. :mariinee:

werd auf jedenfall deine anleitung genauestens befolgen!!

gruß body

MarkusB

  • Gast
Baubericht der Bismarck 1:200 - Wellenhose für den mittleren Antrieb
« Antwort #24 am: 04. April 2007, 07:44:04 »
Kurz nach Neujahr 2007 war es dann soweit, die erste Beplankung war endlich fertig und der Rumpf präsentierte sich mir in dieser Form      

Auf den Bildern sind die Überstände an Bug und Heck gekürzt, die Planken wurden grob geschliffen. Geschliffen habe ich die Planken an den Bordwänden mit einem Schleifschwamm . Den Kiel habe ich mit einer Leiste (Schleifpapier mit Doppelklebeband befestigt) solange geschliffen, bis der gesamte Kiel auf der Helling auflag.

Ebenso habe ich die Durchbrüche für die äusseren Stevenrohre gebohrt. Hier das Werkzeug mit dem ich die Durchbrüche erstellt habe. Es ist ein stück 4 mm Messingrohr in das ich einen 3 mm Bohrer geklebt (Loctite endfest) geklebt habe. Das Rohr habe ich in die Führungen der Spanten 12a/13a und den Bohrer setzte ich an der Führung von Spant 39a an. Durch das Drehen des Messingsrohr bahnte sich der Bohrer seinen Weg durch die Beplankung . Die 3 mm Bohrung wurde dann mit einer Feile soweit erweitert, das die Stevenrohre ohne Probleme nach aussen geführt werden konnten . Hier noch ein Bild von dem Durchbruch und noch Bilder der Stevenrohre  .

Den Kielspant zwischen den Spanten 43a/44a habe ich auch noch entfernt  .

MarkusB

  • Gast
Baubericht der Bismarck 1:200 - Wellenhose für den mittleren Antrieb
« Antwort #25 am: 04. April 2007, 07:47:10 »
Nachdem einige die Beplankung abgeschlossen hatten und Bilder ihres Rumpfes veröffentlicht hatten, fiel auf, daß die 1. Beplankung über das Formteil ragt. Das entspricht in keinster Weise dem Original. Das Formteil muß bündig mit dem Kiel abschließen. Die Maße des Formteils sind soweit in Ordnung, lediglich die Höhe der Fläche zu Spant 43a ist falsch. Eine Höhe von ca. 34 mm wäre ok.

Hier Bilder ((c) by uman) von Bauteilen , die die Produktionsbreite von Amati dokumentieren. Das rechte Formteil dient als Referenz.

Hier ein Bild von Spant 43a mit Stahllineal gemacht. Man kann deutlich erkennen, daß das Maß von der Auflage des Formteils bis zum Kiel 32 mm beträgt. Wer also ein Formteil sein Eigen nennt, daß ein Maß <= 32 mm hat, bleibt unter dem Kiel bzw. schließt mit dem Kiel ab.

Hier Bilder des Formteils, nach Bauanleitung verbaut
Bild 1:    Bild 2:

Bild 1: Das Formteil schließt bündig mit dem Kiel ab, was nicht korrekt ist.
Bild 2: Der Überstand des Formteils bezüglich des Spantes 43a ist korrekt.

Legt man jetzt unter das Formteil ein 2mm starkes Brett, wird das Problem nur teilweise gelöst
Bild 1:  Bild 2:

Bild 1: Die Höhe des Formteils wäre jetzt korrekt.
Bild 2: Der Überstand würde gerade im Bereich der Fläche zu den Bauteilen 58 auf bis zu 4 mm anwachsen. Das würde jede Menge Schleifarbeit bedeuten.

Ein Lösungsansatz wäre, das Formteil 10 mm über der Auflagefläche zu den Bauteilen 58 durch zu trennen und den entstandenen Spalt mit geeignetem Material aufzufüllen. Wie hoch der Spalt letztendlich wird, hängt von der Ausgangshöhe des Bauteils ab und der Höhe der fertigen Beplankung am Kiel.

Hier ein Bericht, bei dem das Problem nach obigen Ansatz gelöst wurde.

Hier noch Bilder einer Hilfskonstruktion,  die die Führung des Sägeblattes erleichtert:    

Wer über eine Bandsäge verfügt, hat ganz klar Vorteile. Aber mit der kleinen Hilfskonstruktion sollte es auch ohne Bandsäge gehen.

MarkusB

  • Gast
Baubericht der Bismarck 1:200 - Wellenhose für den mittleren Antrieb
« Antwort #26 am: 04. April 2007, 07:49:45 »
Anfang Februar bekam ich das Formteil von blackbird (ein User aus dem Forum die-graue-flotte.de) zugesandt und der erste Eindruck nach dem Auspacken (an der Verpackung könnte sich IP auch eine Scheibe abschneiden) WOW. Toll verarbeitet, die Oberfläche einwandfrei ohne erkennbare Poren.

Dann gings ab in den Hobbyraum und die ersten Passproben. Auch da machte das Formteil einen guten Eindruck. Es stand schon mal deutlich über den Kiel, bei mir 1,5mm. Das sollte reichen um einen sauberen Anschluß zum Kiel zu gewährleisten. Anschlußfläche zum Spant 43/a ist auch gut gelungen und dürfte keine Probleme bereiten.

Da ja einige von uns eine dritte funktionsfähige Welle installieren wollen, habe ich das Material mal kurz mit einem Bohrer tracktiert. Auch hier keine Probleme, das verwendete Material lässt sich einwandfrei bohren.

Aber genug der Worte hier ein paar Bilder.

Bild 1  Bild 2
Die beiden Bilder wurden auf dem selben Aufbau fotografiert, sodaß man den Unterschied deutlich erkennt (siehe Bilder oben).

Hier das Original und blackbird's Formteil im Vergleich

Die beiden Auflageflächen stehen im Gegensatz zum Original im rechten Winkel

Hier nochmal das Formteil in groß

Mein Fazit: Eine saubere Arbeit und wirklich eine Alternative zum Original, die einem viel Arbeit erspart. :top: